Kleine Taacsckronik.
Tas von der Fürstin Lichnowsky zu Berlin vor einigen Tagen verlorene Perlenhalsband im Werte von 10 000 Mk. wurde von dem Sohne eines Portiers gesunden.
Tas Dessauer Rathaus brannte größtenteils nieder. Ter große SitziuuiÄoal mir wertrollen (Gemälden und historiscken Tcnfltnirbigfciten in völlig vernichtet.
Elf Arbeiter ber Fabrik X) inner in Moskau sind durch Gase erstickt. 70 trauen nmib-.m nur mit Muhe gerettet.
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Chocolade Ein kösMenuss
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Fritz Rosenbaum
Löwcnaasse 20.
Tetephon 692.
der Bestattuugögenossenschaft der freien Schreiuervcreinigung Gießen
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mit den
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Waldeck s \J Pfg.
Zur Erbauung eines neuen zweiklassigen Schulhans.s zwei Lehrerwohnungen in Eichelsachseit sotten die für Rohbau erforderlichen Arbeiten u. Lieferungen, wie:
Erd- und Maurerarbeiten Steinmetzarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Grobschlosserarbeiten Blitzableiteranlage und Eisenlieferungen
trägt jetzt 83 000 Mark.
Gießen, den 16. März 1910.
Großherzogliches Amtsgericht.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Sch otten, den 1. April 1910.
Dec Großh. Kreisbauinspektor.
W i tz l er.
Türk. Tabak- & Cigaretten-Fabrlk „Klos" o E. Robert Böhme, Dresden. Lieferant der französischen tabak-fygie.
Bekanntmachung.
$n daS Handelsregister Abt. B. wurde eingetragen bezüglich des HospizeS Bad-Nauheim G. m. b. H., Gießen: Durch Beschluß dec Gesellschafter vom 26. Januar 1910 ist das Stammkapital um 20000 Mark erhöht worden und be-
auf dem Wege des öffentliche« Angebots vergeben werden.
Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen u. Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten während dec Dienst- stunden zur Einsicht offen, wo auch die Angebotsformulare gegen Erstattung der Unkosten erhältlich sind.
Die Angebote sind verschlossel», portofrei und init entsprechender Aufschrift versehen bis Freitag de« 15. April d. Jahres, vormittags 11 Uhr, bet dem Unterzeichneten ein. zureichen, auf desien Bureau dann die Eröffnung der 9(ngc* m Gegenwart etwa erschienener Bewerber startsindet.
Handel.
Mannheim, 2. Apick. In der heutigen Aufsichtsratssitzung der Badisch m Anilin- uno Svdafabrtt Ludwigs- hascn a. Rh., Aktiengesells6)aft, wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1909 vorgelegt. Diese weist aussckst'.-ßlich des Vortrages von 1 474 082 Mk. ein Betriebsergebnis von Mk. 16 341839 aegen 13 458 326 Mk. im Vorjahre auf. Ter Auf- sichtsral beschloß, mich Lonmhme der statutenmäßigeii Abschreibungen im Betrage von 5 806 573 Mk. der Generalv. rpmmlung der Aktionäre die Verteilung einer Dividende von 21 Proz. (22 Pwz. int Vorjahre) in Vorschlag zu bringen.
Orrginat-DrahtmelSungen.
R. B. Darmstadt, 4. Apstl. Viorgen findet in Berlin auf Einladung des Reichsschatzsekretärs eine Kv n fe ren z- d e r F i n a n z m i n i st c r d c r B u n d e s st a a t e n statt. Auch Finanz- minister Braun wird sich an ihr beteiligen.
R. D. Darmstadt, 4. April. In der heutigen Generalversammlung der Darmstädter Bank wurde der Geschä,ks-- bericht genehmigt intb die Verteilung einer Dividende von 6 Ve Prvz. beschloss en. Der Angliederung der bayerischen Bank für £ anbei und Industrie an die Bank wurde zugestimmt.
Paris, 4. April. In Süd-Irankreich verursachten Schnee st ürme beträchtliche Storungen im Bahnverkehr, dem Telegraphen- und Telephonbetrieb.
Paris, 3. April. Der Senat beriet heute nadi* mittag das Flottenbudget. Der M a r i n e m i n i st er legte dar, er habe sich bemüht, aus dem, was. Frankreich an Kriegsschiffen habe, eine lebendige schlagfertige Flotte zu schaffen. Zuerst seien die Geschwader reorganisiert worden; er habe sie in ein Geschwader der modernsten Panzerschiffe vereinigt, so daß sie eine ernsthafte,'"' gleichmäßige Streitkraft bilden. In einem anderen (Geschwader habe er die älteren Panzerschiffe zusammengcfaßt. Beide Geschlva- der würden jedes Jahr unter einem einheitlichen Oberkommando Manöver abhasten. Er könne nicht sagen, daß diese beiden Geschwader sehr start seien, denn sie umfaßten nur 14 Schiffe, aber das sei so ziemlich alles, was Frankreich an.kriegstüchtigen größeren Kriegsschiffen besitze. Es sei ohne Zweifel wenig, aber Frankreich könne darauf rechnen, daß diese Schiffe sich von jetzt ab in vollkommener Kriegsbereitschaft befänden und auf den ersten Befehl in einer Schlacht das Maximum an Offensivkrast zeigen würden, dessen sie fähig seien. Die Torpedoboote müßten allmähltch durch Unterseeboote ersetzt werden. Nach dem vorgesehenen Programm werde die Flotte 28 Panzerschiffe zählen. Eine Flottenpolitik sei nur möglich mit großen Kriegsschiffen. Tic 13 ersten Kapitel des Haushalts wurden bewilligt und die Sitzung vertagt.
Paris, 4. April. Der Flugtechniker Bub onnet flog von Savigny für Orge über Arpajon-Etampes und Orleans nach Fcrtc Saint Aubin, wo er landete; er hat eine Strecke von 11 0 Kil o m e 1 er n in einerStundeund fünfzig Minuten zurückgelegt.
Pau, 4. April. Der neue Lentballon „Ville de Pau" unternahm einen Aufstieg mit vier Personen an Bord, Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde.
Saloniki, 3. April. Heber H pe k wurde der Belage-, r u n g s z u st a n d verhängt. Jchavid Pascha droht die Stadt zu bombardieren, falls die Arnauten sich nickt ruhig verhalten und die Wassen ausliefern. Der Urheber des .Anschlags auf den .Muteffarif Matti Bey und seinen Begleiter, ein gewißer Katis Abbas, ist mit seinen Genossen geflüchtet.
Gute dauernde Stellung
kann ein Herr auf dem Bureau einer Mainzer General-Agentur, die im Dezember d, I. nach Gießen verlegt wird, erhalten. Eintritt möglichst bald. Gesuchter muß flotter Rechner und mit Buchführung und Kastenwesen etwas vertraut fein.^ An- fangSgehalt mäßig; nach Erlernung unsres speziellen Faches aber wird die Stellung gut dotiert. Berücksichtigt wird nur ein absolut zuverlässiger Herr von tadellosem Rufe. Gefl. Angebote mit selbstgeschriebenem Lebenslauf, dem Zetignis- Iabschnsten und Referenzen beigefügt werden müsten, sind unter 1973 an die Exp. des Gieß. Anz. zu richten.
Äeiter wird aus Saßnitz gcmeloct: Sofort, als man im fca'cn das Niedergehen des Ballons bemerkte, ging der Dampfer ..Mvlttt" in See und suchte die Unglücksitelle auf. Der Ballon wurde mit dem Korb von Fischern geborgen. Sänitiidye Znstrn- mente fehlen. Die Leichen wurden bisher noch nicht gefunden, -lieber suchen noch die UngtückSstätte ab. Ter Ballon ist stark beschädigt. Am Strande von Saßnitz halt: sich eine große Meirichen- mengt angesammelt.
£üfte.
* iinterqtßau-ev.
er das schreckiche Ihtgliuf ifaei meldet der Tricht ent neu» modernen Beckchr wn allen nrern", bet geiltot por- bgadmdtn 2r. Tc'brüd ad> einer huyn, nher ver- lehmer teils sehr schwer ।, m Hafen vvn öaV liegen folgende Wridjtat
heute miitaa V ? Uhr ist heute stütz m Stettin ouf- nbad in die Ostsee ge« sich vier Personen, btmmfc Teldrück-Ltettin. Ä ach den Fuß, der anbercer ist lesinmmgsb's. M
letzungen. Jfcin unb tdj tarnen am otnen oaron. ynu unu ine nicht allzu schwere Kopfverletzung. Ich wurde mit ns Per straft gegen den Ballonrand geschleudert, p datz ul> m- rolge mm Schmerzen und Stichen in der Brust de s i nn u n g s l o s !vurde. Außerdem wurde mir das rechte. Bem m der KNieichLibe Kuuetidl. Biel gefährlicher war es ;edoch bei dem Zufammen- ujop, mit Len Telegraphendrähten. Ein Tert des den Ballon um> hüllenden Netzwer kes zerriß, so baß es den Ballon noch wenig mehr als zur .Hälfte umschloß. Wir mutzten gewärtig ,em, .eben Augenblick aus einer 5döhe von 1900 Metern zur Erve ge- icklleudert zu rcerben. Unsere Rettung war nur_tn einer Landung au suchen. Ibn diese hcrbeizuführcn, wollte pr Delbrück das Ventil ziehen, aber dies würde unmöglich, da die Lerne im Ballon riß. Wir mutzten uns alp ganz^ unterem Schick,al überlassen. Wir überflogen das Haff unb ^wmemunde, dann >u webten wir über der Ostsee und schließlich nordtth von Rügen. Wir hatten beichte», sen, den Ballon möglichst lange ans fliegen ,u lassen, um schließlich, trenn der Auftrieb zu gering geworden »ein sollte, vietteichi in Sckstvcden zu landen, per Balwn war tn eine Wolken sä. ich t geraten und bis aus etwa. o0 Meter herab- aebrüdt. Ter Wind trieb uns auf Rügen zu. Wir beschlos,en, m nächster 'Jiul)c des Landes von der Re iß bahn Gebrauch zu macken. In langsamer ruhiger Fahrt trieben nm: aus <-atznitz -n Sier riß Dr. Delbrück, nach seiner Feststellung ungefähr. 500 Meier vom Lande entfernt, die Reißbahn; mit emem furcht- bc reu Smrz stießen wir aui dem Wasser aus und es ist unö allen Vieren noch gelungen, uns aus dem ftäroc zu befreien. Jvet mir luaren dock schon zu sehr ermattet und einer nach dem anderen sank, find] mir drohten die Kräfte au schwinden; durch Schwimmen »ückte ich die Ballonhülle ?,u erreichen und ich-arbeitete mich, in das Netzwerk. Auf der Sülle liegend, tonnte -.(1) die schon nahenden Retter eyvarten. Ich hörte noch einige jiufe, dann schwanden mir die Sinne. •
Kuoerts mit Firma billigst
Srühl'sche Umverjitätt-Druckerei. H. Lange. Siegen
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Allgeineine Wetterlage seit gestern früh: Das südwestliche Tiefdruckgebiet ist zum Teil bis Tetitschland vorgerückt. 'Aus seiner Oslseite hatten wir gestern schwachen Oftivinb, der heiteren Himmel unb Erwärinung bis 17 Grad brachte. Dann drehte während der Nacht der Wind nach Süd und Südwest bei gleichzeitigem Eintritt von Bewölkung. Letztere oerfomberte auch Nachtfröste. — Die Zyklone über Deutschland und Frankreich zieht sich jetzt wieder nach Westen zurück, während das russische Hochdruckgebiet vordringt.
Wetteraiissichten in Hessen am Dienstag Dem 5. April 1910: Zeitweise heller, nur geringer Regen (meist nachts), etwas wärmer.
Belmmttrmchrmg.
In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma M. Hof-Wenzel m Gießen eingetragen: Das Geschäft >st auf den Kaufmann Ludwig Bock in Gießen übergegangen, der dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. Der Uebergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Ausstände ist bei dem Erwerb des Geschäfts durch den Kaufmann Ludwig Bock ausgeschloffen.
Gießen, den 18. März 1910. [B4/*
Größt-er'oa -ick.es Amtsgericht.
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Der Flieger Leblon ertrunken.
Noch ein zweites Opfer hat der Kampf ulm die Beherrschung der Luft gestern gefordert, den französiichen Flieger Leblon der sick erst feit ein paar Monaten mit der Fltegknnst beichaftigle. ür weilte zu San Sebastian, wo er an der spanischen Flug- n-ochc tcilnahm. Leblon war schon mehrfach geftnrzr, ohne ,ich ;il verletzen, lieber den tödlichen Sturz wird uns gemeldet:
San Sebastian, 2. April. Der französische Flieger Leblon vollführte trotz des schlechten Wetters einen Flug über das Meer, als der Flugapparat infolge einer Beschädigung versagte und aus großer Höhe die Klippen hinabstürzte. Leblon war auf der Stelle tot.
San Sebastian, 3. April. 9)lan behauptet, Leblon habe denselben Flugapparat benutzt, der Delagrange das Leben gekostet nabe. Infolge einer Beschädigung des Motors neigte sich der Apparat zuerst und stürzte dann senkrecht nut sästvindelnder Schnelligkeit in die See. Leblon ertrank nicht, sondern wurde Düll dem aus ihn fallenden Apparat erschlagen. Der ^vod erfolgte sofort. Die llhr des Fliegers blieb um 3 llhr -9 '.Jtuuitcn flehen. Der Verunglückte wurde ans Ufer gebracht, wo sich eine ungeheure Menge versammelt hatte. Madame Leblon wohnte dem Aufstieg bei, und mutzte das Unglück mitanschen. Sie eilte an das Ufer wo man ihren Gatten niedergelegt hatte, doch hielt man sie vorerst zurück. Sie sah den Verunglückten erst spater, wobei sich eine herzzerreißende Szene abspielte. Ein Dampfer fischte den Flugapparat auf.
Das Eisenbahnunglück bei Mülheim a. Sh.
Trauerfeier.
lieber die Bestattung der bei dem Unfall ums Leben gekommenen Soldaten geht uns folgender Drahtbericht zu:
M ü l h e i m a. R h., 2. Aprll. Hotte nachmittag 4 Uhr sand auf dem hiesigen Friedhöfe die große militärische Leichenfeier für die durch das Eisenbahnunglück getöteten Soldaten unter zahlreicher Beteiligung der Behörden und Wordnungen der von dem Unglück betroffenen Regimenter unb anderer statt. Der kommandierende General des achten Anneekorps, 05 en oral der Infanterie von Plötz, legte als Vertreter des Kaisers einen Kranz nieder. Nachdem der katholische und der evangelische Divisionspsarrer Leichenreden gehalten hatten, wurden die L-ärge auf zehn Plateauwageu nntergebrackt und unter militärischen Ehrenbezeugungen erfolgte die Ueberführung nach dem Güterbahnhof. Truppen bildeten Spalier. Die Eisenbahndirektion hatte jedem Toten einen Kranz gespendet. Die meisten Leichen werden heute nacht nach ihrer 5)eimat übergefütrrt. — ,-jn der Leichenhalle, wo die aufgebahrten 22 ^ärge fast unter Musen und Blumengewinden verschwanden, waren neben den Spitzen bei Behörden und den Abordnungen der vom Unglück betroffenen Regimenter auch Abteilungen aller Waffen der Ofar- nison Köln erschienen: das Ofsizierkorps war vollzählig versammelt. Die dem Kreiskriegerverband angehörigen Vereine batten ihre umflorten Banner um die Särge aufgepflanzt. Im Namen der Garnison sprach Exzellenz von Sperling den Angehörigen das herzlichste Beileid aus. Nach Beendigung der Feier begab sich General v. Plötz nach den Hospitälern und sprach den dort untergebrachten verletzten Soldaten das Seil eil) des Kaisers aus: er machte dem Kaiser telegraphisch Mitteilung Icker das Befinden der Verwundeten. — Nachträglich haben sich noch verschiedene Mannschaften, die sich in dem verunglückten Zug befanden und anscheinend unverletzt geblieben waren, Iran k melden muffen.
Saßnitz, 3. Avril. Ter bei der Ballonfahrt verletzte Bank- veamte Semmelhack gibt über den Ausstieg des Ballons und den ^erlauf der 7>ahrt folgende Tarfkllung: ^r Zusammenstoß oes .^Pns mit dein Fabrikgebäude war unbeschreiblich und, die Folgen entsetzlich. Der Fül-rer beb Ballons, Dr. Delbrück, rlitt eine schwere Kopfverletzung; autzerdem wurde ihm :in Bein gebrochen. Stadtbaurat Benduhn erhtt einen llrm- und einen Beinbruch unb fdjmerc Kopfver- en. teilt und ick kamen am besten davon. .Hein erlitt * * **----. Ich wurde mit
vermischte».
* Einen Prozeß um das eigene Skelett führt, löic aus Kopenhagen berichtet wirb, ein reicher Bürger auS Stockholm, Herr Albert Vvftröm, gegen das Königlich Dänische Institut rür Anatomie. Vor etwa 20 Jahren unterzeichnete Byström einen Vertrag mit dem Institute, in dem er sich gegen Auszahlung einer bestimmten Summe verpflickstcte, nach seinem -rode seinen Körper dem Anatomischen Institut zu übermeuen. Mit den Jahren haben sich die Verhältnisse Vyftröms verändert, er ist heute ein rcidjer Mann und möchte um jeden Preis jenen Vertrag ausheben und sich die Ruhe nach dem Tode sichern. Als alle Verhandlungen scheiterten, wurde das Gericht angeruscn. Aber die Juristen konnten den seltsamen Vertrag nickst aus heben, er besteht zu Recht. Tas Gericht Ivies Vyström nicht nur ab, sondern verurteilte ihn zur Zahlung eines Schadenersatzes an das Institut, weil er in llcbertretuitg des geschlossenen Vertrages sich zwei Zähne hatte ziehen lassen, wozu er nur im Einverständnis mit dem Institut für Anatomie berechtigt gewesen wäre.
* Vom Teufel. Zn einer Bürgerschule in Ofeupe st galt cs dieser Tage eine wichtige Frage endgültig zu beantworten. Ein Sckitter namens Mattpek fragte einen Professor, ob cs einen Teufel gebe, unb erhielt prompt zur Antwort: ^„Nein'. Ein gescheiter Mensch glaubt nicht daran!" In der Stunde darauf Taub Religionsunterricht statt, unb der Religionslehrer erklärte tcttegorisch, der Himmel sei voll von Engeln, die iÖölle aber v^ll von Teufeln. Mrttnstk stand auf und sagte: „Aber der Pvosci,or hat ja eben erst versichert, es gebe keine Teufel, an sie glaube kein gescheiter Mensch!" Der Religionstehrer unterbrach daraufliin den Urtterrickst und eilte zum Direkwr. Ter sand die Lüche p wichtig, daß er m allen Kniffen den Unterrickst cinjtclleu lt.T> und eine Lohrerkonferenz einberief. Es durste nickst geduldet iverdcn, daß die Kinder von dem einen Lehrvr auf die Frage ein Tue in, von dem anderen ein' Ja zur Antivort bekämen. i>dach langer, Debatte wurde zur 2lb,ttunnung geschritten, und die ergab mit zwei Stimmen Majorität: „Der Teniel existiert nt Wirklichkeu". Dies wurde den Sckchlerii belanntgcgcben, und der Unterricht nahm seinen Zortgang. — Also geschehen nach den „M.R.R." in Den Hauptstadt Ofenpest am 14. März 1910.
* Enfant terr iblc. „Mama, was ist denn an dir entzwei gewesen?" — „An mir?" — „Na ja, Papa sagte vorhin zu Onkel Emil, er hätte dich gestern wieder einmal geleimt!"
Bekanntmachung.
In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firma Johann Georg Pfaff zu Gießen: Die Prokura des Otto Pfaff ist erloschen. Die Firma ist erloschen.
Gießen, den 31. März 1910. |B4/4
Großherzogliches Amtsgericht.
Ballons , Pommern" meldet die „Osksce-Zeitmtg":, Der JBaffon •lieg beute vormittag 1PV= Mr bei der &btteöor£r Gasanstalt bei sehrstarlcm Winde ans und verging pch^bei in Telegraph e n d r ä h t e, die icrrmen: bann iWirfce der Ballon gegen ein Fcckrikacbäude getrieben und durchschlug zweimal das Mf K UiinUitfie Gestänge. Äe Kühlvorrichtung und Teil d.'s Sck-omsleins wnrcen glatt durchchnitten. Tn- Ballon hob sich bann und verschwand mit großer Ge- 'ckwindigkeit. Deutlich konnte man,erkennen, datz die Gvickel ichwer beschädigt sein mußte; |ic tpivs schtef herunter.
Mitteilungen eines Verunglückten.
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ben MsgeMdenm LAt" «'sind b:r Kmlfmam W i. Hein ist tot, in gebrochen, tac cichstngsabseord^ Duhn. Tas UnglückereiM
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