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Die heutige Nummer umfafjt 10 Seiten.
Deutsche» Reich
Pastor von vodenschwingh f. r , Bielefeld, 2. April. Der Gründer der Anstalt
Bethel, Pastor von Bo d el s ch w in g h, ist heute nachmittag um ein Uhr gestorben. ..
. Homburg v. d. H., 3. April. Der Kaiser hat an den Sohn des verstorbenen Pastors v. Dodelschwmgh cm Beileidstelegramm in sehr herzlichen Worten gerichtet und hat mit seiner Vertretung 6et der Versetzung den Oberpräsidenten Staatsminister Frhrn. von der Recke
Präsidenten Roosevelt, über dessen Trmmptzug m Jtalten so viel unnütze Meldungen verbreitet werden. Umwelt selbst, der alte Reklamemacher) sieht es wahrscheinlich nicht ungern, hat er doch jetzt sogar nach einer Ofenpelter Nachricht .den Grov- qrundbesitzer Stojbavich in Wagredm davon veruandigt, das, er demnächst zur B ü f s e l j a g d nach Ober-Ungarn kommen werde!
Die Schaffung einer Kriegsluftflotte in Rußland.
Ebenso einsig wie die Franzosen sind auch die Russen um die Förderung ihrer militärischen Luftschrffahrt bemüht.
Petersburg, 2. April. Tie R e i ch s du m a stimmte. >en vom Landesverteidigungsausschuh formulierten Punschen zu, nach welchen Vorlagen eingebracht werden sollen betreffend die Schaffung einer Kr ic g s-Luftflotte und einer Luftschiffertruppe sowie betreffend die Forderung der einheimischen Lustschifsiudustrie. Für bat laufende Iah? wurden sür Flug«vparate, dtc ichwer-r als dic Luft sind, Prämien im Gesamtbeträge von -aOOO Rubel, bereitgestellt. Ferner wurde es als äußerst wünschenswert anerkannt, daß die mit der Lustschiffahrt verknüpften staatlichen Fragen durch einen besonderen Ausschuß aus Vertretern aller Ressorts beraten werden.
Weiter genehmigte die Reichsduma die Vorschläge bey Landesverteidigungsausschusses über die Verstart u n S der Feldmorserartillerie und die unverzügliche Ausstellung neuester Werkbänke in den Artilleriesabriken, ailch wenn solche im Auslande bestellt werden mußten, ferner betreffend die schleunige Versorgung dieser 'Fabriken mtt Vorräten an Materialien, die von der russischen Industrie nicht in genügender Weise hergestellt werden.
3m Frage der Luftschiffahrt erklärte sodann der Gehilfe des Kriegsministers, das Ressort befasse sich gegenwärtig mit den Fragen der Taktil und der ^»crwendungio-i weise der Flugapparate und mit der Auswahl und Verwendung ausländischen Materials bet der Konstruktion eigener Apparate und mit der Vorbereitung einer geschulten Truppe Diese Vorbereitungsperiode fei beinahe ab- geschlosscii. Im Mai fänden über Petersburg shstema- tische Probeslüge mit lenkbaren Luftschiffen statt, die alsdann, entsprechend der Verteilung der Armee, an verschiedenen Orten des Reiches stationiert werden.
nicht ergeben. Im dritten Abschnitt werden die gcmachtci, Abänderungsvorschläge, wie die Wiedereinführung des ^den titätsnachweises usw. eingehend gewürdigt, -rre Regierung nimmt keine endgültige Stellung zu der Frage und ertlart, daß der Bundesrat bei strenger Auslegung der bestehenden Vorschriften nur die Geltungsdauer der Scheine verkürzen oder statt Kaffee und Petroleum andere Ersatzwaren bestimmen kann. _________
2Utdlatifc.
Aus Paris wird gemeldet: M e h r e r e ta u se nd Ei s e n- bahnbedienstete haben in einer Versammlung einen Beschlußantrag angenommen, in dem mit dem Gesamtausstandgc- droht wird, falls die Forderungen ihres Syndikats bis Müte April nicht bewilligt werden sollten. Eine der Hauptforderungen der Eisenbahnbediensteten ist der Tagesmimmallohn von fünf o^^Das türkische Kriegsministerium ordnete die Entsendung von Truppen nach Ipek an, wo, wie die Blätter melden, der Belagerungszustand verhängt worden ist. — Nach weiteren Meldungen der Blätter fand ein neuer Zwischenfall an der türkisch-bulgarischen Grenze statt. Bulgarische Soldaten schossen auf den türkischen Posten in Koulovo, Sandschak Kirk-Kilisse, und verwundeten einen Soldaten. Die türkischen Truppen erwiderten heftig das Feuer, worauf die Bulgareit flüchteten
Aus Saloniki meldet man: Als am Samstag Mutesfarif
Friedrich von Bodelschwingh wurde am 6. März 1831 als Sohn 'des bekannten Mtnisters in Haus Mark bet Tecklenburg (Westfalen) geboren. Er studierte zuerst in Berlin Philosophie und Naturwissenschaft, mußte sich dann aber aus Gesundheitsrücksichten der Landwirtschaft zuwenden, bis er sich nach zwei Jahren doch wieder zum Studium entschloß, und ztvar zu dem der Theologie. 1858 wurde er Pfarrer an der deutschen Gemeinde zu Parts, und 1864 in Westfalen. Die Kriege von 1866 und 1870/71 machte er als Felddivisionspfarrer mit. Seit 1872 stand er in seiner so segensreichen Wirksamkeit in Bielefeld. 1905 trat er vom Pfarramt zurück; Kaiser Wilhelm verlieh ihm damals den Roten Adlerorden 2. Klasse mit dem Stern. Die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster ernannte ihn wegen seiner hervorragenden sozialen Verdienste zum Ehrendoktor. Eine Reihe von Jahren bis 1908 hat Friedrich von Bodelschwingh dem Abgeordnetenhause angeyört. Mitte April erlitt er einen Schlaganfall, und jetzt ist Friedrich von Bodelschwingh sanft hinüber ge- chlummert. Auf dem Gebiet prakttscher Fürsorge hat Pastor von Bodelschwingh viele segensreiche und mustergültige Einrichtungen geschaffen. ■
Die italienische Mission des Reichskanzlers.
Florenz, 2. April. Der deutsche Reichskanzler v. B e t h - knann Dollweg begab sich um 11 Uhr vormittags zum Minister des Auswärtigen, Marchese di San Giuliano. Die Unterredung der beiden Herren dauerteübereine Stunde. Um 12V- Uhr erwiderte der Minister den Besuch des Reichskanzlers und nahm bei ihm das Frühstück ein.
„Agenzia Stefani" veröffentlicht folgende Mitteilung aus Florenz: Heute vormittag fand eine Unterredung zwischen Reichs- lanzler v. Bethmann Hollweg und San GuUiano patt. Aus der Begegung der beiden Staatsmänner ergibt sich noch einmal Die völlige Uebereinstimmung, gegründet auf dem Drei- b u n d und aus der schon in den Unterredungen des Reichskanzl^s mit den bisherigen italienischen Ministern festgestellten Gleichheit d e r A n s ch a u u n g en
An der F r ü h stü cks tat el, die heute Mittag bei dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg stattsand, nahmen außer dem Minister Marchese di San Giuliano, der Kabinetts-Ehes des Ministers, der Präfekt von Florenz und der Gesandte v. Flotow teil. Um 5 Uhr trat der Minister die Rückreise nach Rom an. Am Bahnhofe sand sich auch Reichskanzler v. Bethmann Hollweg ein; die beiden Staatsmänner unterhielten sich noch lange und verabschiedeten sich von einander mit großer Herzlichkeit.
Florenz, 3. April. Reichskanzler v. BethrnannHoll- w c g ist heute nachmittag in Begleitung des Gesandten v. Flotow nach Mailand abgereist; am Bahnhöfe waren zur Begrutzung der Präfekt von Florenz und der deutsche Konsul erschienen.
Das Wolsf'sche Bureau tischt den Lesern eine Anzahl italienischer Zeitungsstimmen auf, in denen das Ergebnis der Unterhaltungen mit Herrn v. Bethmann Hollweg gepriesen wird. Da die italienischen Minister aber nichts anderes versicherten, als daß „alles beim altem' bleibe, sollte man ja kein Fest daraus machen. Ebensowenig ungefähr, wie aus den Reisen des früheren
(Ein günstiger Abschluß der württembergischen Staatsbahnen.
Stuttgart, 2. April. Die Zweite Kammer hat heute den Gesetzentwurf betteffend die Schaffung des Reservefonds der S t aats ei se nb ahnen angenommen Gegenüber den Ausführungen eines Redners, der ^dauerte, daß man anstelle des 2,3 Pfennig- den 2,5 Mnnig-Tarif jur die vierte Wagenklasse eingeführt habe, erklärte Mtmsterprasident Tr. v Weizsäcker- Ich kann konstatteren, daß btc .^armrhohung, soweit die Regierung mit den Ständen ^Aangen ist, sich bewahrt hat; ob eine weitergehende Erhöhung sich auch bewahrt haben würde, weiß ich nicht. Tie Ostemottzen der Zeitungen waren zu sanguinisch Schätzungsweise kann ich die Zahlen des voraus- sichtticl.cn RechnmigSergebnisses des am 31 May abgelaufenen Rechnungsjahres mitteilen. Wirr e ch neu a us ein en Be triebsüberi chuß von rund 20 Millionen ..tau, gjgeniibct 16 430 Mark im J°hr° 1908, also mtt einem Mehr- Überschuß von 3Vr Millionen Mark wiffinmn
Gegenüber dem Haushaltssatz bezifferni sich diese 3V- Millionen Mark nur auf ein Mehr von 1,8 Itillwnen Mark Tie lamend. Verwaltung wird den zehnjährigen Durchschnitt mit 18 715000» erhalten und außerdem kann |ie tn den Reservefonds 1,3JDhUwnen Mark abführen. Wir gehen davon aus, daß aus den 1. April d I der Reservefonds rund 2 Millionen Mark betragen wird Tie Ursachen dieser günstigen Gestaltung liegen Nicht so lehr m einer wesentlichen Erhöhung der Einnahmen, bandelt sich da vielleicht um Million Mark, , nur dem unertoartet mtnfhaen wirtschaftlichen Aufschwung, der tm September v. x5-. eingesetzt hatte, ist es zu verdanken, daß die Befürchtungen der Vermattung, man würde den Haushaltslatz bezüglich der Einnahmen nicht erreichen, sich nicht bewahrheitet haben. Aac ^esscrgestaltung unseres Betriebsüberschusses beruht im wesentlichen auf den Erfolgen Da energischen Sparsamkeitsinaßrcgclw
nochmals der Andrang zum juristische Studium in heften.
Wir erhalten von einem Juristen folgende Zuschrift:
In Nr. 75 Ihres geschätzten Mattes haben Sie einen Artikel deS „Main-,er Anzeigers" über obengenanntes Thema auszugsweise zum Abdruck gebracht, der m mwickfen Punkten Nicht un- widersprochen bleiben darf. ... „ ,, ,
Es ist allerdings richtig, daß gerade m dni letzten Jahren ein außervrd.mttich starker Zudrang zu dem luristtschen ^udium ui Hessen stattgcfnuden frat, der weit die Bedürfnisse deS aatts, der Kommunen, der Industrie und des Haiidels an wristtsch ge- ttldeten Kräften übersteigt. Es kann auch nickst geleugnet werden, daß dieses allzu reichlickie Herandrangen zum inristtschen -Ltudiuin rielsack' zurnckzuführen ist auf eine Ueberschätzung der Möglichkeiten, irt Kommimäl oder Privatdiensten Unterkunft zu, findem ^re allerwenigsten der jungen Juristen reftektwr«t auf den Staatsdienst, nmuonteniger als ja die Regierung schon seit Zahlen tmm r wtieder vor dem mristischen Studium gewarnt hat, und dw außerordentlich iingüirstigen Aussicksten in der Bettvaltung und m noch viel höherem Grade in der Justiz nur zu augemcheinlich fuid. Nacki Abschluß der Examina ergibt sch iedoch für sie die Uiimoglich- teit, in außerstaatlichen Ticnsten Stellung zu sind en, und so müssen sie notgt brungen das große Heer der unbezahlten d nm ar ter aut oen Staatsdienst vermehren helfen.. . _ ,Y.
Wie hier ab-ulelfen sei, ist eine schwierige Frage. Verfehlt aber ist jedenfalls der Vorschlag, das juristische etubiunt tn Sieiicn durch Sistierung der Fa kut'tä tsprüfung in G ießen völlig zu sperren. Ganz abgeiechu von der sck weren^achadigung, die eine solche Maßnahme für die Universität und btc etabt Gießen Edeuten würde, stellt sie sich auch Äs eine Verkürzung der Rechte h r Jurisprudenz-Studierenden dar. Tenn so lange eine iiiri,tische Fakultät in Gießen bestehen wird, werden auch Jurisprudenz- Studierende vorhanden sein, unb diese haben allerdings cm Recht tmuif, daß ihnen nach Abschluß ihrer Studien bezeugt wird, ob sie mit Erfolg ihren Studien ob gelegen haben, und btefc> Recht kann ihnen der Staat burdj Versagung der Prüsung nicht vor- rntha'tten. Eine andere Frage wäre, ob nickst überhaupt diciiiri- st-ich? Fakultät ganz aufzuheben sei, wlozu der Ltaat zweisello^ kerechtigt ist; doch kann u. E. diese Frage ernstlich nicht erörtert inerden '
Höchst sonderbar aber mutet der weiter im! „Mainzer Anzeiger" oimackste Vorschlag, das Staatsexamen zu erschweren und die preußische Wertting einzuführen, und noch mehr die hierzu gegebene Legründung an. Man möchte für einen Augenblick zweifelhaft fein, ob Böswilligkeit oder völlige Unkennttiis der Tuige die Feder geführt hat, weim hier von einer Minderwertigkeit der tcifischen Assessoren gegenüber den preußischeii und baheriichen e<1prr>chen wird. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Tw 'hessischen .Issessoren wtzrden überall bevorzugt und das mit vollem Reckst. Taß die Refcrendarzeit um ein Jahr in 5)eisen kürzer ist als tn Preußen und Bayern, ist von gar keiner Bedeutung. W ist in Hessen die Ausbildung eine viel intensivere, und gerade in Preußen wird die in Hessen geübte Art der Aussildung gegenwärtig stark angestrebt. T a S S t a a t se x a men a be r i,t i n H ef, e n <rußerv rde nt i i ch viel schwerer als so nstwo. VvL allem ist das Gebiet der Prüfung ein um fallenderes, da sie auch das öffentliche Recht zum G-egeustand hat., sodann sind auch die einzelnen Arbeiten ungleich schwerer als sonstwo, und die Daran geiLte Zensur ist eine durchaus strenge. Was nun aber die Noten anlangt, so trifft es allerdings zu, daß tn Hessen die Note „gut" gleich 3 in Preußen gleich 2 bedeutet. Gleichwohl aber ist die hessische Note „gut" der preußischen Note „gut' mindestens gleichwertig. Tenn wir haben in Hessen noch eine wertere Note , auSgenichnet" gleich 1, die aber sozusagen niemals verliehen wird; in den letzten 20 Jahren dürfte sie nicht mehr wie zweimal vergeben worben fein. Tie nächsttiesere Note „sehr gut" gleich - stammt in Hessen ebenfalls selten zur Verleihung; ui sehr vielen Examina nirrbe sie überhaupt nicht ausgeteilt. Hiernach ist ei- klar, daß die weitere Note „gut" in Hessen schon eine hohe Bewertung zum Ausoruck bringt. Wenn sie in Hessen häufiger erteilt . treiben sollte als in Preußen, und hier -auch die Anzahl der Ntckst- bestehenden geringer fein sollte als sonstwo, was wir nicht nachzuprüfen vermögen, so ist dies sicherlich' allein darauf zuruck- zusühuen, daß btc hessischen Referenbare besser rurbereitet in das Examen gehen. Sie Haden ja auch damit zu rechnen, daß sie im Falle des Nichtbestehens l> h Jahre bis zu einem zweiten Examen warten müssen, was sonsvvo auch nicht der Fall üt.
Die Verhältnisse der hessischen Assessoren, auch der, die tm Staalsoienst Verwendung gefunden haben, sind so erbarml-ch schlecht, baß es wahrlich nicht notwendig ist, sie vor aller Welt ungerechtfertigterweise herabzusetzen.
Der Ausschuß des Reichstags hat seinen Bericht über die Beratungen zum R e i ch s b e a m t e n h a f t p f.l i ch tg e setzer- ftattet und beantragt die Annahme deS Entwurses mit solgenoen Aenderungen: Für die Schutzgebietsbeamteii übernimmt sur das Reich das Sckstitzgebiet die Haftung. Tie Vorschrifttn über -^uft- pflicht des Reiches finden keine Anwendung: 1. wwett es stch u.m das Verhalten solcher Beamten handelt, die, abgesehen von der Entschädigung für Tienstauswand, aus den Bezug von Gebühren angewiesen sind, 2. soweit es sich ^rn das Verhcckten eines mit Angelegenheiten des auswärtigen Dienste^ befaßten Beamten handelt und dieses Verhalten nach einer amtlichen Erklärung des Reichskanzlers politischen oder internationalen Rücksichten entsprochen hat. Unberührt bleibt die Vorschriften anderer Reichsgesetze, soweit sie für bestimmte Falle die Haftung b« Reichs über einen gewissen Umfang hinaus ausschließen Der Ausschuß schlägt ferner die Annahme solgender .Entschlietzung vor: den Reichskanzler zu ersuchen, in benjemgen EiN-elstaaten in denen die Haftung des Staates für feine Beamten noch nicht geregelt ist, eine Regelung dieser Frage ui Anrechnung zu bringen. sJn den meisten Staaten gelten bereits Haftpslichtgesetze dieser Art.) Ter Entwurf wird vom Plenum noch tm Laufe des April öcrabfdnebet werben. , „
Der Geschäftsausschuß des Deutschen Aerzte-Ver einsbundes beschloß, für den 17. April einen außerordentlichen deutschen Aerztetag nach Berlin einzuberufen, um zur Reichsversicherungsordnung Stellung zu nehmen.
In Stuttgart haben am Donnerstag und Freitag abend Verhandlungen der Lohnausschüssc der Tapeziermeister unb Tapeziergehilfen Groß-Stuttgarts ftattgefunben. Sw smb g c - scheitert. Die Tapeziergehilfen, 210 ,an der Zahl, sind in denAüs stand getreten. . L . .
Der Abgeordnete Singer mutzte sich am Sonntag in der Klinik des Professors Abelsdorff in Berlin einer Augenopera- tion unterziehen, die sehr gut verlaufen ist.
Aus Bremen wird berichtet: Die iSoztald em otratie hatte für Sonntag fünf Versammlungen einberufen, üi denen der Forderung nach dem gleichen allgemeinen W ah l r e cht Ausdruck gegeben wurde. Nach Schluß der Versammlungen bildeten sich Züge, die, aus den verschiedenen Stadtteilen kommend, auf dem Marktplätze zusammentrafen, unb von hier aus unter Gesang unb Hochrufen auf bas gleiche Wahlrecht durch die Straßen der «Äadt zum Bürgerspark zogen. Im Bürgerpark wurden Arbeiterlieder gesungen und fortdauernd Hochrufe auf das „gleiche Wahlrecht ausgebracht. Auf dem Spielplätze formierten sich bie Teilnehmer zu einem großen Kreis. Nach Absingen meitcm Lieder forderten die Führer zum Auseinanbergehen auf unb btc Menge leistete biefer Forberung willig Folge. Es ist mrgenbd zu Ruhestörungen ober Ausschreitungen gekommen.
Nr. 77 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 4. April 1010
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für die Redaktion NS, e < << E ZlA’U Goetz; für .Feinlle-
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bi8 vormittags 9 Uhr.
Der Kalter in Homburg.
Homburg v. d. H., 2. April. Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria L u i s e begaben sich mit dem gesamten Gefolge heute nachmittag in Automobilen auf die Saalburg. Der Kaiser besichtigte dort il a. die Neuaufstellung der Münzensammlung und eine außerhalb des Kastells liegende, neuerdings freigelegte römische Schanze aus der Zeit vor dem Kastellbau. Hiernach machten die Majestäten noch einen längeren Spaziergang durch den Taunus bis zum Wildgarten und kehrten mit Automobilen nach dem königlichen Schloß zurück.
Homburg v. d. H., 3. Apml. Der Hof begab sick heute nachmittag in Automobilen nach Köppern und von da zu Fuß durch den Taunus nach Wehr heim; er kehrte von hier in Automobilen nach Homburg zurück. Das Wetter ist wärmer und sehr schön.
Vie Wirkung der Linfuhrscheine über eingesiihrter Getreide.
Die Denkschrift über die Wirkung der Einfuhr- scheine über eingeführtes Getreide ging dem Reichstage zu. Sie zerfällt in drei Abschnitte, deren erster die geschichtliche Entwicklung der Frage behandelt. Im zweiten Abschnitt werden die Wirkungen der geltenden Vorschriften und ihr Einfluß auf die Reichseinnahmen, die Preisbildung, den Schiffsverkehr, die Viehhaltung und die Müllerei auseinandergesetzt. Die Denkschrift kommt dabei zu den Ergebnisseii, oaß die Erteilung. unb Anrechnung von Einsuhrscheinen für die Reichsiässe n ich t>n a ch t e i l i g ist. Die Beseitigung des Identitätsnachweises hat zur Au - besserung der Getreidepreise im Osten, zur Verminderung der Spannung zwischen den dortigen Preisen und denen im Westen beigetragen und den Schiffsverkehr in den östlichen Häfen belebt. Eine ungünstige Wirkung auf Viehhaltung und Müllerei dagegen hat die Einfuhr des Scheinsystems


