Ochs en.
61
86-89
47
84—86
43
82-87
47
75-80
41
Doppellender, feinfte Mast . .
. 58-65
96-108
61
102
39
71—73
56
Zleljchlge Schweine
. . 54—56
Detter
HL.
sie Temperatur am
24. 513
Zahn-Creme
Mundwasser
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
56
55
54
47
86
81
71—73
70—73
Hi red ! le , , 2
^(tederjchlacl = 0,0 min.
70—73
63-68
1,0 *a
6,0-Ü.
üciuiit Hhaii- (PollnlUchrnast) und beste
Saugkälber 51—57
MUllere llia|t- und gute Saugkälber . 44—50 Scha 'e.
Mastlämmer u. jüngere Masthammel 89—00 78-00 Sch,ve»ne.
Ausstellung offen. Die diesjährige Verlosung wird In den nächsten Tagen stattfinden, an ihr nehmen alle Mitglieder ohne besonderen Beitrag teil.
Kreis Friedberg«
-m. Friedberg, 25. Nov. Wir stehen hier tm Zeichen der Stadtverordnetenwahlen. Infolge des Ablebens Les Bicrbrauercibeschcrs Stcink-äußer mufo ein neues Müglicd gewählt werden und außerdem wird eine Ergänzungswahl für den scit- herigen Stadlverordneten Falk erforderlich, der zum Beigeordneten gekvählt wurde. Tret mcitere Stadtverordnete sind nach Ablcuf ihrer Amtszeit ausgesclstedeir. Tie Wahlvorbereitungen wurden durch ben Bund der Handlverker eröfhiet, der eine stürmisch verlaufene Versammlung abljiclt. Es fehlte nicht an Vorwürfen, daß der Bund der .Laiiblverker bei bet Neicl-s tags wähl mit dem Bund der ^andivirte £)aiib in Land gegangen sei. Auch der Laus- und Grundbesitzer - Verein tagte schon, ohne feste Beschlüsse za fassen und aus heute abend hat der L-etaillistcnverein seine Mitglieder zusammtnrberuscrr. Man sucht nämlich zwischen diesen drei Vereinigungen eine Einigung zu erzielen, um die Politik bei der Wahl cuurzuscl-eiden.
«di. A u s der Welterau, 25. Nov. Schon längere Zeit wurde m der Wetterau krankes Wtld beobachtet, beiondcrs Hasen. Tiber auch Rotwild wurde in den Taunus- waldungcn, ohne krank geschossen zu sein, am Verenden an- gelrofsen. Auch von den Pächtern dec Feldjagden werden fetzt neuerdings Klagen laut über Vergiftung von Feldhühnern. Ter Schaden, dec infolge der Mäuscvertilgung an dem Feldhühnerbcstand in der Wetterau angerichtet wurde, ist erheblich, sind doch stellenweise ganze Ketten Hübner verendet gesunden worden. Tie Ursache für die Erkrankung der Hasen und des Rotwildes wird m dem Aussetzer, fremder Hasen und Rehe gesunden, die die Bestände infizierten.
Starkenburg unD Rheinhessen.
R.-8. Dacmsladt, 25. sJioo. Ter Geburtstag des Grob Herzogs ist heute wieder in der hergebrachten Welse gesciert worden. Nachdem gestern abend Zapfenstreich vom Paradeplag aus durch die Stadt ausgeführt worden war, fand heute früh grobes Wecken durch die Kapelle des Lerb^ Gacde-ÜregimentS statt. Um 12 Uhr war aus dem Marien, platz die Parole. Ausgabe, bei dec Divisionskommandeur Generalleutnant v. Etrantz nach einer kurzen Ansprache das dreimalige Hurra auf den Gcobherzog ausbrachte, während aus dem kleinen Exerzierplatz 101 Kanonenschüsse abgegeben wurden. Die Schulen hatten die üblichen Festakte veranstaltet: die Feskg otteSdlen fte in den beiden christlichen Kirchen waceu stack besucht. Im städtischen Saalbau sand am Nachmittag em Festessen statt, dem die Vertreter de, staatlichen und städtischen Behörden und eine Anzahl Privatpersonen beiwohnten. — Tie Technische Hochschule feierte den Tag durch einen Festakt in der Aula, zu dem auch die Minister Ewald und v. Hombergk erschienen waren. Der akademische Ehoc sang verschiedene Lieder, wahrend Professor Kayser den Grobherzog feierte und dann einen Vortrag über ,Tle Entwickelung und die Fortschritte im EifenbelonbauE hielt. Nach Beendigung der Feier veranstalteten die Studenten eine Wagenauffahrt. — Tas Grobherzogspaar, das am Donnerstag abend ben Besuch des Fürsten und der Fürstin zu Solms-HohensolmS-Lich erhalten hatte, besuchte heilte vormittag den Gottesdienst in der Stadtkirche, nachmittags fand Hostasel statt, zu der zahlreiche Einladungen ergangen waren, und abends wurde das Hostheater besucht, in welchem auf Allerhöchsten Befehl „Susannens Geheimnis", sowie ,Brüderlein fein* zur Aufführung gelangte.
R. B. Nauheim (Kc. Groß-Gerau), 25. Nov. Von einem Elsenba hnzug getötet wurde gestern abend gegen 8 Uhr die Witwe Ackermann von hier. Ein Bahn- wäcter fand die zermalmte Leiche beim Bahnübergang der Station Rauhenn. Vermutlich liegt em Seldstmord vor, da die Frau schon einmal den Versuch machte, sich unter die Räder eines Zuges zu werfen.
Hessen-Nassau.
Marburg, 25. Wce m ben STreffen der Berliner medizinischen Fakultät verlautet, soll als Nachfolger des Professors Brauer in Marburg in erster Linie dec Professor der inneren Medizin an Der Akademie für praktische Medizin zu Köln, Dr. Max Matthes, in Frage kommen.
Vollfletfchtge Schweine bi5 zu 2 Zentner
Lebendgewicht ...... . 56—57
Vollsteljchige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht . ......56—57
iDödientL Uederlichi ocriZoOesfänt L6.Staöt Stetzen.
47. Woche. Vom 13. bis 19. November 1910. Einwohnerzahl: angenommen zu 3J,8uO linkt. 1600 Marut Militär). Slerbltchkeitszisjer; 21,22 °/„, nach Abzug von 7 Ortsfremden; 9,81 °/oo»
flu
bayerischen Hochland^ tmb eine Beschreibung von Schlesien« Haupt- uadt Breslau schließen sich an. Joses Buchhorn plaudert in seiner wischen Art über .Danzig und seine nähere UmgebllPg-, Alax Lchultze, Wernigerode, über ,Tie Entwicklung des Eisenbahnnetzes voin Harz^. Reltor Hantmelratb, Düsseldorf, liefert einen interessanten Beitrag über .Tie Zeitschrift Teiitschland und die Lchule", der beton ber § in den Kreisen der Schnliiiänner Beachtung finden dürfte (Sin überaus umfangreicher wirtschaiklicher Teil gewahrt einen Einblick in die weiiverzweigte Tätigkeit des Bundes deutscher Verkehrs-Vereine nnb seiner Di itg lieber.
Damen-Almanach. (45. Jahrgang für 191L Verlag con &aube L Spener, Berlin ) Das geschmackvoll mit schnitt, Elfenbeinpapier, Titelbild, doppelsarbigem Druck, Blci- stift und Visitenkartentasche ausgestattete Büchlein vereinigt in stch L,aschenkalenber,^ Notiz?- und Tagebuch in zierlicher Form. i)er Almanach enthalt ein Kalendarium mit einem Verzeichnisse ? ^c^estantischen, katholischen und jüdischen Feiertage, ein Tagebuch sur alle 4,age des Jahres, eine Familien-Geoenl'tafel, einen Geburtstag- und Namenstag-Kalender, einen Privat-Adrcß- kalender Kassen-Uebcrsichten für zwölf Monate und eine Genealogie aller europäisck)en Negentcnhäuser. Eine Erzählung erhöht den Reiz des Büchleins.
Vollfletschige, ousgemastete, höchsten v°n-drLooa-brz Schlachtwerieö, höchnens 6 Jahre alt 50—52 90—91
Junge, fleischige, nicht audgemä|iete und ältere ausgemäsiete 45—49
Mäßig genährte junge und gut ge- nährte ältere.........42—44
Die nach- A £1 sind am Sonntag dem 27. Nov. stehenden Xlvl 5lu von 12 Uhr uuiiax* bis 12 Lhr nacht» nnr tiir driagtnde Fälle Sieb r anzatreilen r (D *7 l>r. Ploch, Asterweg 34. Dr. Sehliephake, Goethestr.t44.
Wenn Sie Ihr Kind
aesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Oommci $ OnnmiurteiL Warnungl 3)lan verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hammel. (&•/
25. November
25.
Harfen, Kühe.
Dollstetschige ausgentastete Jäcsen höchst.
Schlachtwertes 45—50
Bollsieiichige ausgemästete Kühe höchst.
SchlachtiverteS bis zu 7 Jahren. . 39—44 Aeltece ausgemäsiete Kühe und wenig
gut entiuidelte jimgereKuhe u. gärien 35-88
Atäßig genährte Kühe nnö hälfen . . 28—34 Kälber.
♦ Ein charakterfester Minister. Eine vergnügliche Anekdote aus dem Amtsleben eines neugebackenen französischen Ministers verrät der Figaro. Am Abend seines ersten Ministertages durste er ministerielle Entscheidungen unterschreiben — zum ersten Male in seinem Leben. Er war gerührt, der Bedeutung des Augenblickes bewußt, und ec unterschrieb alles, wus dec Ministerialdirektor ihm vorlegte. Die Poft war sehr groß, denn viele Schriftstücke, die der Vorgänger noch ausgearbeitet hatte, viele Briefe und Entscheidungen waren noch zu unterschreiben. Am nächsten Tage, mit der ersten Post, empfängt der neue Minister in seiner Wohnung einen Brief, der ihm sofort auffällt. Er stammt aus seinem Ministerium. Unruhig und hastig öffnet er das Kouvert: sein Auge fällt auf die eigene schwungvolle Unterschrift. Er hatte einen Brief unterschrieben, in dem er sich selbst als „lieber Kollege" anreMe, sich der „vollkommensten Hochachtung" versicherte, aber mit liebenswürdigen Worten des Bedauerns die für einen Wähler erbetene Gunst a b l e h n t e. Der neue Herr Minister war über diese eigene .Absage freilich ein wenig verstimmt.
(ßcricbtsfaaL
Rouen, 25. Novbr. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde heute gegen sieben Arbeiter verhandelt, die angeklagt waren, gelegentlich des Quaiacbeitecausstandes in Havre im September 1910 ben Führer einer Kolonne von Arbeitswilligen totgeschlagen zu haben. Von ben Angeklagten wurde einer zuui Looe, einer zu 15 und zwei andere zu acht Jahren Zwangsarbeit, die drei letzten außerdem zur Zahlung einer Entschädigung von 20 000 Francs verurteilt, bie Drei anderen wurden sreige sprachen. Für den zum Tode Verurteilten beschloß das Gericht ein Gnadengesuch einzureichen.
UrebLtrankheit und Berufstätigkeit
In den letzten Jahren und in den Lauprtulturuindern besondere Organisationen zur Erforsck)iung der Krebskrankheit eingesetzt worden. Daß durch sie bie Hauptfrage nach dem Wesen der ansteckerchen oder nichtansteckendcn Natur oder gar nach dem Erreger dieser Krankheit der Lösung wesentlich näher gebracht wäre, läßt sich bisher nicht sagen, dagegen sind viele EiitKetheiteii, die bei deut Auftreten des Krebses beobachtet siitd, erforscht worden uiid haben zu mandrer wichtigen Erkenntnis geführt. Tiefe Forschungen gründen sich ncunetitlich auf die Besa-astung einer möglichst vollfiaiidigen und zuoertäsiigen Statistik, die zu einer Aufklärung darüber führen soll, wie sich die Häufigkeit des Leidctis in den verschiedenen Lebensaltern, nach den mannig- alligen Verhältnissen der örtlichen Umgebung und des Klimas owie nach der Berufstätigkeit stellt. Diese Punkte aufzuhellen, üid eigene Organisationen besonders berufen. Was fie in bieier Ansicht leisten können, dafür gibt ein Aussatz von Dr. Kolb, eurem Mitgliede des bayerischen Ausfchusses für Krebsforschung, in der „Zeitschrift für Krebs,orschung" ein günftiges Beispiel. Werden im Lause der Jal)re die einzelnen Angaben über die Verbreitung des Krebses auch noch viel eingehender uich zuverlässiger werden, so finb doch auch fckwn die letzt erzielten Ergcchniiie wertvoll. Beifpielsweise wird |ich bie Ausmertsamleit auf die Talsack>e richten müssen, daß im südlichsten Teil von S ü d d e u t f ch l a n d der Krebs um mehr als ein drittel hä u f rger ist als tm übrigen Suddeutschland, ^boran das liegt, ob in den häuslick-en Verhältnissen oder an der Verschiedeiu-eit der Bodenarten, kann man freilich bisher nicht etnmal vermutungsioeise sagen. Etwas bestimmter aber lauten die Aussagen über den Einguß der BeruiSiätigkeit au, bie Verbreitung der Krankheit. Früher mußte man sich damit begnügen, die Gefährlichkeit einiger bestimmter Berufsarten in sieter Hin ficht anzuerkennen, die durch die Venoendung reizender kund ätzetider Stoffe ausgezeichnet futb. Auch wurde es bald klar, daß eine uitDor]nötige Befähigung mit Röntgen- nrahlen eine gemifte Enip|ängliä-leit für Shebdfrannjeitcn mit ftch bringt. Für die grogen Gruppen der Berusstrantheiten aber fehlte eS bis auf die allerneueuc Zeit gewöhnlich an Erhebungen von hurrercherchem Umfang und von geeigneter Art.
Märkte.
Gießen, 26. Nov. Martiverichl. 9luf henttaem Wochen- matrte loneie: Butter pr. Pid. 1L0-1.25 Ack^ Hühnereier 1 St, 10—11 'bfg., Enteneier 1 Stück 0 Vfg., Käse pr. St. 6—8 Pf Kafeinatte pr. St. 5—6 Pfg^ Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Dtk., ^nbller pr. St. 1,00—1,60 Ack^ Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Alt (iiuen pr. St. 1,80-2,20 Plk., Gänse das Pid. 65-75 Psg^ Ochsen- sletsch vr. Psd. 84—92 Pig^ Aindsleifch pr. Pfund 80—v4 xbfg„ Kuhfleifch /0 Pfg., Schiveinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg^ Kalb- slepch pr. Pfd. 88—90 Pig., panunelsleifch pr. Pfd. 60—84 Pfa. Jlartüneli1 jjt. 100 Kg. 7.00 bis 7cho Alk., Weißkraut das Stück 10 bl§ 203a ^*9*# Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,uo ibiL, Piilch das a ta° per„ Zlr. 10-20 Alk., Aepfel per Ztr.
9 bis 10 Alk., Anise 100 otuef 40—50 Pfg., uer Ztr. 0—uü Wtf lohnen per Pfd. 00-00 Pfg. Markkzcit von 8—2 Uhr.
ka. Frauksurt a. M., 25. Nov. Heu- und Strohmarkt. 21ngetal)ren waren 9 Wagen Heu und 7 Wagen Stroh. Alan "ollerle: Heu 3,20—8,70 Alk., Stroh (Kornlangs?roh) 2,50 dis 2 8o JJIf., Wlrrstroh 0,00— 0,00 Mk. Alles per 5u Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren aus dem Taunuskreis und den St reifen Oberhellen und Dieburg.
k.e. Wiesbaden. V i e h h o f-M a r k t b e rt cht vom 25. Nov. Auftrieb: Rinder 6., Kälber 83, Schafe 32, Schweine 191.
Tendenz: Rinder, Kalber, Schafe und Schioeine mulelmäßig, Preis Durch- pro luu Pfd. schniuspreir U6<n«.uf<?tla4t* 1^0 Pfund eewußc
85-95
73—83
Kolb füllt mm diese Lücke tmrch einige Zahlen au?. Nach seinen UntersuckMngcn würden vbn einer Million Leuten, die in der Landwirtschaft beschäftigt finb, jährlich 2428 an Krebs sterben, von einer Million Industriearbeitern dagegen, 3472 und von einer Million Ange st eilten d e's Verkehrs und Handels 3585. Es zeigt sich hier also- eine sehr auffällige Bevorzugung des landwirtschaftlichen Berufs. Vion ben Einzelheiten ist besonbers bie Tatsache bemerkenswert, daß die Vergleute, bas ganze Baugewerbe, die Stein- unb Erba rb eiter auffällig selten den Krebs erwerben unb baß auch bie chemische Industrie und die mit der Reinigung der verschiedenen Gegenstände des Gebrauchs besch>ästigten Gewerbe verhältnismäßig frei davon sind. Besonders anfällig für Krebs erscheint dagegen die M e t a 11 -, M a s ch i n e n-- und Holzindustrie und das ganze W i r t s g e io e r b e, im einzelnen noch bie Fleischer unb K ü f e r. Ueberl-auvt zieht Tr. Kolb den Schluß, daß der Alkoholisrnus in Bayern wal/r- scheinlich für viele Krebserkrankungeri mit verantwortlich zu machen sei, da ihre bcjonberc Häufigkeit bei Gastwirten, Wirtshaus- bediensteten, Brauern und Handlungsreisenden zur Beobackflung gekommen ist. Außerdem muß die Ucbcrcrnäbrung in dieser vmsicht säKdlich sein, ba bie Fleischer in auffälligem Grade zum Krebs neigen, währeiib das Auftreten von Krebs in Gefängnissen oder auch unter Leuten, die in besonbers ärmlichen Ver- haltnissen leben, vergleichsweise feiten ist.
* In bet Luft verirrt. Auf ber großen Flugwvche von Belmont Park in Amerika hat auch der iiuige Graf von ^esseps, der wenig Monate vorher durch feinen doppelten Kanalstug die Welt überrafchte, Ehren und Auszeichnungen geerntet, aber der Ruhm fiel ihm nicht mühelos in ben Schoß: er hatte, em Abenteuer zu bestehen, bas dem Laien einen neuen Einblick in eme Welt romantischer Phantastik eröffnet; er verirrte sich in Der Luft, unb lange Zeit flog er suchend zwischen den Wolöeii umher, ohite zu reinen, wo er war, und ohne eine Landungsstelle finden zu fönnen. Er war am NackMittag bei starkem Nebel aufgestiegen, fchwer und bunftig hüllte der graue Nebelmantel bie Eide ein, und bald war die Flugmaschine mit dem verwegenen Piloten in dem düsteren Luftmeer verschivunden. Graf Le,feps stieg zu einer Höl-e von 5000 Fuß empor, verlor dann aber die Richtung und hatte keine Möglichteit, sich zu orientieren, lieber eine Stunde lang irrte er so zwischen Wolken und Nebel in schwindelerregenden Höhen umher unb fuchte vergeblich den rechten Weg, der ihn nach Belmont Pack zurückführen könnte. Dem Mitarbeiter euur Newyorker Zeitung schilderte ber Flieger, wie es ist, wenn man sich üi ber Lust verirrt hat. „Lieber Freund, cs ist kein Vergnügen. Sckwn viele Menschen haben sich auf dem üanbe oder auf dem Meere verirrt, aber fie sahen doch wenigstens das Land oder das Meer. Dock) ich war in der Lust verirrt unb lounte nichts sehen, schlechthin nichts, weder Himniel noch Land noch Meer. Ich werde diese Stunde nie vergeßen. Ringsumher war alles schwarz, schwarz, schwarz. Die Wolken umschlossen mich dicht, bie Sonne war untergegangen. Alles, was ich besaß, war mein Kompaß. Aicherthalb Stunden lang glitt ich in dieser wallenden Finsternis hin uni) her, unb verfrühte, mich zurecht zu finden. Eiiblich, bie Zeit war mir reie eine Ewigkeit er- I einen en, sah ich unter mir ungewiß ein Licht schimmern, ich kreuzte ihm entgegen: das Glück war mir hold, es war ein Scheinwerfer oon Belmont Park. Unb nun bot bie Lanbung keine Schwierigkeiten mehr, ich schwebte einfach hinab unb lanbcte bort, wo ich wollte. Weiß man einmal, daß man eine fiebere Lanbungsstclle unter sich bat, so ist die Gefahr vorüber. Es ist mir bann einerlei, ob mein Motor stehen bleibt oder nicht, ich gleite einfach zur Erde nieder."
* Dec Fliegerzirkus. Aus Newyork wirb berichtet: Schon in diesen Tagen wirb der große amerikanische „Fliegerzirkus", em neues Erzeugnis praktischen ameri- tanischen Erwerbssinnes, seine Reise durch die Union antreten unb bann, gleich anderen großen Wandemmterneh- mungen verwandter Art, auch Europa durchreisen. Moisaut und Eharles Hamilton sind bie Stars ber Fliegertruppe. Insgesamt sind cs bis jetzt sieben Flieger; außer den beiden erwähnten noch Rolaiid Garros, der aus einem französischen Demoiselle-Apparat fliegt, Rens Simon, der einen Blöriot-Eindecker benutzt, der Schweizer Edmund Audemars, der mit einem Dernoiselle fliegt, unb John Frisbje, der eine eigene Flugrnaschine ersonnen hat und im übrigen mit Drachen und Fallschirmen „arbeitet". Die Unternehmer wollen jedoch die Truppe noch vergrößern und insgesamt zwölf Flieger vorführen. Die Truppe verfügt über insgesamt 20 Zwei- und Eindecker unb führt ihre eigenen Zelte, Automobile unb P^erbe mit sich. Die erste Vorstellung wird in Richmond, Virginia, stattsinden. „Dieser Zirkus hat sich die Auslese der größten, besten unb schnellsten Luftchauffeure der Welt verpflichtet, unb in tobed- verachtenden, abenteuerlich kühnen Rennen durch die Lüste werden sie dem Publikum Gelegenheit geben, für sein Geld auch etwas zu sehen," so lauten die ersten Satze der bescheidenen Sstbstanpreisung di.ses höchst modernen Zickus- unternehmens, bas über ein Kapital von einer Million Mark verfügt.
* Seelengemenrschäft. „Ich verstehe Ihren Schmerz, teurer Freund; es ist traurig, seine Frau nach dreißigjähriger Ehe zu oerüeren." — „Ach ja, und ich fang gerade erst an, mich an sie zu gewöhnen!"
StandcSamtSbcricht bei* Gei». Watzenborn-Steinberg.
Oiuüniagliuj cdigegi iigui.)
Geborene: November 19. Dem Weißbinder Balthasar Häuser XIV. eine Tochter, Karolina.
vüchettisch.
* D e m Wintersport in den deutschen Gebirgen ist die soeben bei der Düsseldorfer Verlagsanstalt, A.-G., eifd)ienene 'Jlr. 11 der illuinierteii llevteyrr-Zeuichnst „Teutfchtand^ geividinel, deren zatzlielche tün|llerucl)e und reizvolle Illustrationen tedn geeignet sind, dein Wniterfport neue freunde zuzufuhren, zuinal in den verfchiedencn Auhätzen Fach- und Sporlmanner von Ruf zu Worl tonuncu. So jdjveibt Dr. med. Erivul Jaeger, Leipzig, über „ ie Eignung des i cuifcDen Hiiilelgebirgey ziir Pflege des Winler- ipoiles", luäDrenö A. Friedrich, Elansihal, den ,'Zi'interfüDri und Wuikervercehr im Harz" beyandelt. Illustrierte Au^iätze über ^Schreiberhau im Jiiejengebirge“ und .Ter Wuiterfport Im
Kinder
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Tuberkulose
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