Wiedergenesende
die
halt
D7i
das Altern
**
sind
wieder
Tagesordnung überzugehen.
Der Budgetausschuß verhandelt sodann über den Gc- setzentwurf, betreffend die Ausgabe kleiner Aktien in den K'onsulargerichtsbezirken und dem Schutzgebiet Staut»
Willst du nicht mit ins Hänsle gehen. Wirst ja draußen ganz naß. Sag, wozu nutzt es, im Regen stehen, Sag, wozu nützt dir denn das?
Malrcgen macht, daß man größer wird/ Und größer möcht ich gern fein, Bin ja noch lange nicht groß genug. Ging sonst sicher hinein.
*
GoldencS Militärjubiläum. Am 1. Mai 50 Jal)re verflossen, seit der umimehr sieben Jahre m unserer Stadt wohnende
Dr. Hemmers Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hammel.
Siehe das hochbedcutsamc Werk: „Das Altern von Dr. Lorand Cap. X, 8.
befördert Mairegcn das Wachstum. Das ist auch der In- eines Thüringer Kinderliebes:
Sic ergibt die Annalime der Vorlage mit 140 gegen 94 Stimmen. Dafür stimmten u. o. Oberbürgermeister a. D. Becker, Dr. ü. Böttingcr, Prin^ zu Schönaich--Carolath, Graf Henckcl-Donncrsmarck, Graf von Haescler, v. Hahnkc, Dr. Hamm, Haniel, Oberbürgermeister -Holle (Essen), von Hollmann, Frhr. v. Landsberg'Stcinfurt, Oberbürgermeister Lehr (Duisburg), Oberbürgermeister Marx (Düsseldorf), Krupp von Bohlen-Halbach, Graf Mirbach-Sorguitten, Geheimrat Niesen (Bonn), Oberbürgermeister Dr. Oehler ülrcfelb), Graf von Huttcn-Czapski, Oberbürgermeister Spiritus (Bonn), Fürst zu Stolberg-Wernigerode, Fürst von Hatz- fcldt, Oberbürgermeister Wallraf (Köln), v, Wedcl-Picsdorf, Dr.
Ans Stadt Mild Land.
Gießen, 30. April 1910.
Sitten und Gebräuche am Walpurgistage.
allgemeinen gleichen Wahlrechts erobert werden wird. Ich glaube neur anzugrei, i,. weil er nicht mit allen Leuten aus- nicht allein dazustehen, sondern dies im Namen cmes großen komme, sei falsch. _
TeuS meiner politischen Freunde erklären zu können. (Beifall., Der Ausschuß beschließt, über dre Bittschrift zur Ueberschrift und Einleitung werden angenommen. Es folgt
die G e s a m t a b st i m m u n g , die namentlich ist.
Aus Hessen.
Aus dem W a h l i r e i s Friedberg-Büdingen. Nach einer Korrespondenz soll eine Ftatrionssitzung des Bauernbundes in Darmstadt mit dem Beschlüße der bauernbündlerischen Lertrauensmännerversammlung sich nicht einverstanden erllärt haben, da man eine mehr versöhnliche .Haltung wünscht. Wir können für diese Meldung natürlich keine Gewähr übernehmen.
Deuthches Heid).
Der Aeltestenrat des Reichstags sprach mit großer Mehrheit sich dahin aus, daß versucht werden soll, v o r P f i n g st e n die noch schwebenden großen Vorlagen zu erledigen. Gegen Schluß der nächsten Woche soll die Wertzuwachssteuer in zweiter und dritter Lesung erledigt werden. Zu Beginn der darauf folgenden Woche soll das Kaligesetz folgen. Es soll aber unter keiner Bedingung nach Pfingsten getagt werden. Die anderen Tage bis PZngften sollen durch Behandlung der kleinen Vorlagen ausgesüllt werden.
Dem Reichstage ging eine Anfrage B a s s e r m a n n zu, ob der Reichsiänzler bereit sei, angesichts des Inkrafttretens des französischen Zolltarifs einen Beschluß des Bundesrats herbeizufuhren, nach welchem auf Grund des Gesetzes zur Abänderung des Schaumweinsteuergesetzes vom 15. Juli 1909, sowie auf Grund des Brannt- weinsteuergefetzes vom 15. Juli 1909, die in Kraft getretenen Zollerhöhungen für Schaumwein, Branntwein, Arrak, Rum, Kognak, Aether und äther- oder weinhaltige Riech- mittcl wieder ausgehoben weroen, und dem Reichstag ein Gesetzentwurf vorgelegt wird, welcher eine Zollerhö - hu u g für diejenigen französischen Einfuhrartikel Vorsicht, die handelsvertraglich nicht gebunden sind. Die Anfrage kommt Samstag zur Beratung.
Der Gesamtvorstand des D e u t s ch e n A r b e i t g e b erbe r b a n d e s für das Baugewerbe /teilte fest, daß bis Frci- tag 186,000 Ri a n n zur Entlassung gekommen sind, obgleich die Verbünde in den drei Großstädten Berlin, Sxim» bürg und Bremen Frieden mit den Arbeitern gemacht haben.
Ausland.
Aus Amsterdam meldet man: Roosevelt ist am Freitag vormittag auf der ersten holländischen Station Rovzendaal von dem amerikanischen Ge- anbten int Haag, Beaupre, empfangen und im Sonderzug nach Arnheim geleitet worden. Am dortigen Bahnhof erwartete die Herren ein königliches Automobil, das sie nach Schloß Hetloe brachte. Dort mürbe Roosevelt von ber Königin empfangen und zum Frühstück geladen, an welchem auch seine Gattin, seine Tochter und fein Sohn teil nahmen. — Zn Ehren Roosevelts, der bei seinem Eintreffen in Amsterdam von der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurde, veranstaltete der Bürgermeister Jonkheer a Roell am Freitag abend ein Festmahl, an dem auch die Familie des^Gefeierten und die hervorragendsten Persönlichkeiten der S.adt teilnahmen.
Aus Teheran wird gemeldet: Der Medschlis hat einen Gesetzentwurf, betreffend eine innere Anleihe, in Form einer Ernis, ion sechsprozentiger Scheine im Werte von zehn Toman genehmigt. Als Kaution dienen die Einkünfte der Krongüter. Die hieraus sich beziehenden Maßnahmen werden bis zur Hinzuziehung ausländischer Fachmänner der Schahinschahscheu Bank übertragen.
Wegen der Kreta frage haben, so wird aus Paris geniclbct, der Panzerkreuzer „Jules Michelet" und bas Kanonenboot „Surprise" Befehl erhalten, nach der Suda- bat) in See zu gehen. Die Hafenverwaltung von Toulon wurde angewiesen, die Indienststellung des Panzerkreuzers „Charnier" zu beschleunigen.
Mit dem Beginn des „Königs der Monate" tritt Natur in die Zeit ihrer höchsten Entwickelung ein.
„s)hin brechen im schallenden Reigen
Die Frühlingsstimmen los Sie können es nicht verschweigen,
Oberbürgermeister Bender ■ Breslau empfiehlt den Antrag. Pros. Dr. Wagner (Berlin): Wir brauchen vor allen Dingen in Preußen eine Landesvertrctung, die sich durchaus bewußt ist, daß der preußische Staat der Kern des Deutschen Aeiche« war und ist und bleiben wird. (Beifall.) Ich stehe Durchaus auf dem Boden der konservativen Anschauung. Aber es ist doch auch sicher, wir finb nicht mehr im reinen Agrarstaat. Dian mag co bedauern, es ist aber Tatsache, wir sind mehr ui eine industrielle und städtische Entwiäliing Hineingekommen, und :s gehl nicht aus die Dauer an, daß der Westen, zum Teil auch die Mitte der Monarchie gegenüber dem Osten bcnachtcllcgt werden. Gerade bei unseren Mei Landtagshäuscrn liegt schon der Schwerpunkt der agrarischen Interessen im Hcrrcnhauie. Um so mehr gilt cs, int anderen Hause die anderen Fntercsten
}U vertreten. DaS mag dem Vartcistandpunkte widersprechen, aber es entspricht der Gerechtigkeit, aber diese müssen mir auch hier über die Parteiurtercsscn stellen. Meine Sympathie steht mehr aus Seiten der agrarischen JntereNcn. Aber ich kann als Fachmann doch nicht leugnen, daß die Inter essen des mobilen Vermögens mehr und mehr im Fortschreiten begriffen sind. Wir müssen nut eiltet stärkeren Entwicklung der Städte und der Jndustriebczirke rechnen. Diese Kreise kommen auch sehr erheblich in Betracht ,ür unsere Steuereinnahmen und für unsere Wehrkraft. Darum müssen wir ihnen auch parlamentarischen Einfluß gewähren. Bei einer Abänderung der Wahlkreisciuteilung könnten als Momente in Betracht kommen: die Bevölkerungszahl, die VermögenStraft, die räumliche Ausdehnung nnd and) die Iahl der wesentlich erwerbstätigen Bevölkerung. Ich wünsche lebhaft, daß der Antrag Wallraf in Erwägung gezogen wird, und ob letzt nach der 'Reform des Wahlrechts der weitere größere und wichtigere Schritt gerade zur Erhaltung dieses Wahlrechts geschehen müße in der Beseitigung der llugleichmäßigkeiten und Ungerechtigkeiten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)
Herr v. Buch: Auf die hochbedeutsamen Ausführungen des Pros. Wagner will ich jetzt nicht cingehen. Wenn wir letzt an der Wahlkreiseinleilung rütteln, so kann das zu Kämpfen führen, deren Ende nicht abzusehen ist. Immerhin erkenne ick) an, daß Pros. Wagner Gesichtspunkte in die Debatte geworfen hat, die weit über die Bedeutung des Antrags Wallraf hlnauSgeheii. Die Petitionen der städtisch.n Körperschaften mußten wir als ungeeignet jür die Erörterung im Plenum bezeichnen, da sie un- flC^ClObcrbürocrmcifter Bender Breslau: Wir wünschen wohl wollende Gerechtigkeit auch gegenüber den Sozialdemokraten und nicht ehe ablehnende Haltung in der Art, daß mail den Kopf in den Busch steckl. Ich betrachte es beinahe als ein Gluck, daß ein paar Sozialdemokraten in den Landtag gekommen sind. (Unruhe.) Eine Partei, die. Millionen Wähler hat, muß auch im Landtage vertreten sein.
Oberbürgermeister Körle Königsberg: Wollte man die Petitionen der Städte als ungeeignet zur Verhaiidlung im Plenum erachten, so wäre das beim doch eine gar zu schroße Form der Ablehnung.
Ein ischlußantrag wird angenommen.
Im Schlußwort betont der Antragsteller Oberbürgermeister Wallraf tKöln), daß er seinen Antrag nicht aus Machthunger, sondern im Interesse ber Gerechtigkeit gestellt habe. Im übrigeii lönite er Herrn von Bilch gegenüber mit Genugtuung feststellen, daß von seiner Stadt, der zweitgrößten des preußtscheu Staates, weder int Reichstag noch im Landtag noch in der Stadt- verordnctenversammlnng ein Sozialdemokrat sitze. (Beifall.)
Der Antrag Wallraf wird abgelehnt.
Graf von Behr B e h r e n d o r f^beantragt, die zur Wahlvorlage vorliegenden Pelitionen der Städte als ungeeignet zur Erörterung im Plcuunl zu erklären.
Der Antrag Körte, die Petitionen für erledigt zu erklären, wird a b fl c l e l) ii t. Sie werden als ungeeignet Mir Erörterung im Plenum erklärt.
Damit ist die zweite Beratung der Wahlrechtsvorlage erledigt.
Das Haus vertagt sich. Die nächste Sitzung mit der zu wicderholeiideii Abstimmung findet etwa am 22. Mai statt.
Schluß 4Vi Uhr.
bürocrmciftcr Richter (Franksurt a. £).), Frhr. .
lDams'ovrß, Fürst zu Salm-Salm, Graf von i2chllcfien, Oberbürgermeister Schusthcrus (Charlottenburg), Graf von Schwerin, Graf Borck von Wartenburg, Professor Dr. Zorn (Bonn).
Em Antrag des Oberbürgermeisters Wallraf (Köln) fordert noch eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten nod) Maßgabe der veränderten wirtschaftlichen und Bevölkerungs-
WilmS-Posen.
D a g e g e n st i m m t e n u. a.: Oberbürgermeister Dr. Contag -Nordhauscu), Burggraf zu Dohna-Schlodien, Fürst Dohna-Schlo- ...... o
bitte» Graf Droste zu Vischerulg, Dr. v. Dztembowskl, Oberbürger- 0eflen 5 Stimmen. Der Antrag Nacken WM bic Zulassung mciftec Funck (Elberfeld), Oberbürgermeister Jungcblodt-Münster, bcr deinen Aktien zum Börsenhandel im Reichsgebiete nur
Oberbürgermeister Kirschner 'Berlin), Oberbürgermeister Körte mil (Genehmigung des Bundesrates gestatten, wobei der
'Königsberg), Graf v. Oppersdorfs, Herzog von Arenberg, Ober- ^ndesrat die Entscheidung den Landesregierungen über-
bürncrntciftcr Richter (Frankfurt a. £).), Frhr. v. Nichthofen ~Q$cn kann.
werden ihre endgültigde Herstellung durch den Gebrauch von Scotl-5 Einulsion wlrkjanl unterstützen, weil selbst ber geschwächte Blagen sic leicht aufnnnmt und voll verdaut. Wenn inan noch bedenkt, daß die stets gleichmäßige, vorzügliche Beschaffenheil der einzelnen Bestandteile Scotts Emulsion eine besondere Rährkrast verleiht, wird e-5 leicht erklärlich, weshalb der Gebrauch in der Genesungszeit so vorteilhaft ist.
Scans Emulsion wird von un« ouifSltefitt» tm großen verrann, und »war nie lofe nach Gewicht oder Matz, lonbem nur In versiegelten Ortgrnalstalchen w Nation mit unleict Lchutzmarke (ßUdjer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, ®. «. d. H , tzranksurl a. M. *
Bestandteile: ftemflet Snebt»inaM'ebetlren 150,0, prima ®lp»ertn 60,0. unterpkioSphortgsaurer Kalk 4,8, unterphoephorin'aurel Natron 2X), pulv Tragom H,0, feinster arad. (Summi puiv. 8A desttU. Wäger 129,0, ßlltohol 11X) ©iet»v aromaiiiche Emnlston mit Rimt«. Mandel- und tMonltbttiodl |c 8 Tropfen.
Samoa im vudgctausschuh.
:: Berlin, 29. April.
Der Budgetausschuß des Reichstages verhandelte heute über eine Eingabe des Ha n de ts v e r c i n s von Sain oa um Einrichtung der S clb stverwaltu n g. Staatssekretär Dernburg erklärte hierzu, der Gouverneur habe zil der Eingabe noch nicht Stellung genommen, weil sie ohne sein Wissen abgegangen sei. Er, der Staatssekretär selber, habe aber aus den Akten seststetlen können, daß die Verhältiiisse noch nicht für die Selbstverwaltung reif seien. Die Klagen gegen die .Handelsgesellschaft kämen aus Mischlingslreisen.
Der Berichterstatter Di'. Mugdan (Vpt.) bemerkt, er habe auch den Eindruck, daß die Eingabe ans einem gewissen Gegensatz zur Verwaltung hervorgegangen sei.
Mit Rüctsicht auf diese Erklärungen beantragt der Berichterstatter, darüber zur Tagesordnung überzuaehen.
Ein fortschrittlicher Abgeordneter stimmt zu. Es sei aber doch interessant, daß immer noch Mißstimmung gegen den Gouverneur herrsche.
Diese Bemerkung wird vom Wortführer des Zentrums bestätigt. Fast mit jeder Post kämen Klagen. Der Gouverneur habe in einer Besprechung vor Jahren die. Abstellung verschiedener Klagen versprochen, nichts aber fei geschehen. Die Handelsgesellschaft habe tatsächlich Vorteile.
Staatssekretär Der,iburg hält es für notwendig, den Reichstag darüber aufzuklären, ob es sich bei den Detenten um Weiße oder Schwarze handele. Bei Selbst- verlvalluna komme die Kolonie in die Hände von Leuten, die halb Enalander, halb Eingeborene feien. Den Gvuver-
Obcrft a. D. Karl Eullmann als Freiwilliger beim 1. Bataillon des jetzigen Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm, damals mit dem Standort Offe 'bach a. M., in den Militärdienst trat. Nach seiner Beförderung zum Leutnant am 20. Juni 1866 und nach Beendigung des Main- Feldzuges, an dem er in der 2. Schützenkompagnie teilnahm, kam der Jubilar, zum 2. Bataillon nach Friedberg versetzt, mit diesem beim Verlegen des Regiments nact, hier Ende September 1868 in unsere Stadt. Von da rückte er mit in den großen Krieg von 1870/71 aus, während dessen er in allen Schlachten und Gefechten des Regiments in ruhmvoller Weise mitgcfochten hat. Noch während des Feldzuges, vom 19. August 1870 bis Schluß ununterbrochen als Kompagnieführer tätig, wurde er am 4. Februar 1871 zum Oberleutnant befördert und kehrte als solcher am 26. Juni 1871 mit dem Regiment in unsere Stadt zurück. Zum Hauptmann am 13. Januar 1881 befördert, stand ber Jubilar bis zu seinem lieber tritt zur Gendarmerie (Major und Kommandeur des Distrikts Oberhessen) am 16. Mai 1888 an der Spitze der 8. Kompagnie unseres Regiments, die in ihm allzeit einen ftrengen, aber wohl wollenden und gerechten Vorgesetzten verehrte. Des gleichen Vertrauens erfreute sich Oberst Eullmann bei seinen Untergebenen als Kommandeur der Gendarmerie-Distrikte Ober Hessen und Rheinhessen; in letzterem erfolgte seine Versetzung im Jahre 1899; bis zu seiner Verabschiedung als Oberst im Jahre 1903 verblieb er in dieser Stellung und siedelte darnach wieder in sein eigenes Heim auf der Süd Anlage lster über. Der verehrte Jubilar, dessen Leben von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont blieb, erfreut sich bei seinem vorgerückten Lebensalter — er hat am 28. ds. Mts. das 66. Lebensjahr zurückgelegt — noch verhältnismäßig guter Gesundheit, körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische, die ihm zur Freude seiner Familienangehörigen, seiner vielen Freunde und Verehrer, noch auf eine lange Reihe von Jahren ungetrübt erhalten bleiben mögen!
x Bad-Nauheim, 29. April. Unser Turnverein hat als Festtage jür jein 5 0jähriges Jubiläum den 6. und 7. August festgesetzt. Zu einem damit verbundenen Musterriegen-Turnen werden an die Vereine des Gaues „Hesjen" in nächster Zeit Einladungen ergehen. Ein Festbuch, das die Geschichte des Vereins be- handeln soll, wird herausgegeben. Der Verein ist sofort nach Aufhebung der „Turnsperre", was in Kurhessen, )em unsere Stadt damals noch angehörte, im Gegen,atz zu anderen Staaten erst im Jahre 1859 geschah, begründet wor- >en. Von den derzeitigen Mitgliedern zahlt nur noch Stadtrat Fritz zu den Mrtbegründern des Vereins. — Der Verband der Fl eis ch e r - I n n u n g e n in Hessen und Hessen-Nassau hält hier am 22. und 23. Mai seinen B c zirkstag ab. Da zu dem Verband rund 50 Innungen gehören, so wird zu der Tagung eilte zahlreiche Beteiligung erwartet. Die hiesige Fleischer-Innung hat mit den Vorbereitungen begonnen.
— Gleiberg, 29. April. Am 1. Mai ist Herr L o ch a u 2 5 Jahre Lehrer der einklassigen Volksschule unseres Ortes. Als Lehrer von feinen jetzigen und ehemaligen Schülern hoch gejchätzt, von feinen Kollegen verehrt, er reut er sich auch in der Bürgerschaft, im Kreise seiner yreunbe und Bekannten großer Beliebtheit. Schriftstellerisch )ctätigte er sich als bester Kenner der Gleiberg-Geschichte und feiner vortrefflichen Poesie entstand bei festlicher Gelegenheit manch launiges und ernstes Gedicht. Dankbarkeit und Verehrung begleiten ihn mit dem Wunsche in eine fernere Dienstzeit, daß er unserem Orte und seiner Schule noch viele Jahre erhalten bleibe.
z. grauten bad), 29. April. Die Gemeinde Frmiken bad) hat im vorigen Jahr eine stattliche Schule und eine Wohnung für den Gemeindeförster erbaut und nunmehr gilt es, unser wohl tausendjähriges Kirchlein würdig herzustellcn. Für Zwecke der Denkmalspflege ist vom Be zirksausschuß für die Instandsetzung der Malereien im Ehor ein Betrag in Aussicht gestellt. Leider macht fid) in unserer Gegend das Sektenwesen immer mehr breit und viele Gemeindeglieder, ja oft ganze Familien, kehren der Kärche den Rücken.
O Homburg v. bu H., 29. April. Eine besondere Ehre wurde während der Kaisertage Dem Rechnungsführer und Sanitätsfeldwebel Plaag vom hiesigen Garnijon- lazarett zuteil Gelegentlich der vom hiesigen Bataillon des Füsilierregiments v. Gersdorfs ucranflaitctcn Gedenkfeier anläßlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages des Generals von Gersdorff hielt Feldwebel Plaag vor sämtlichen Offizieren und Unteroffizieren des Bataillons die mit außerordentlichem Beifall aufgenommene Gedächt- n iS rede. Die Ehrenhofftaatsdaine der Kaiserin, Fräulein von Gersdorff, die jüngste Tochter des bei Sedan gefallenen Generals, ließ fick) nun die Niederschrift der Festrede von Feldwebel Plaag überreichen und gab ihm unter herzlichsten Worten der Anerkennung ein Bild deS Kaisers mit eigenhändiger Unterschrift als 0efd)cut.
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Staatssekretär Dernburg erklärt, das Koloniatami habe in einer Depesche nach Lüderitzbucht zugesaat, die Einführung kleiner Aktien in Erwägung zu ziehen. Aber damit sei noch kein Wohlwollen ausgesprochen. Mittlerweile hätten die Ergebnisse in Lüderitzbucht bewiesen, daß es nicht angehe. Zudem seien Kolonialgesellschaften zulässig mit Hundertmarkaltien unter Aufsicht des Bundesrats. Für die Kolonien lehne er also die kleinen Aktien ab, zumal jetzt schon das Publikum in Deutschland mit Kolonialwcrten überschwemmt sei.
Die Ab sti m m u n g ergibt die Annahme des Gesetzentwurfes mit dem Antrag Nacken, und zwar mit 13
Die Wonne ist gar zu großl"
Sck)on bei unfern heidnischen Vorfahren war bcr 1. Mai ein hoher Fest- und Freudentag. Dazu gilt der Walpnrgis- tag als besonders reich an Wetter - und Schicksalsdeutungen. Regnet es am Tage, so gibt es, nach dem Volksglauben, ein unfruchtbares Jahr. An diesem Tage geborene Kinder werden blöde und ungesd)ickt und gehören den Hexen. Wenn man sie mit dem Morgentau wäscht, so werden die Sommer sprossen vertrieben. Regnet es am 1. Mai, so stellen sich, bic Kinder in den Regen, denn nad) uralter Anschauung
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