Ausgabe 
26.3.1910 Viertes Blatt
 
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qbeiterungsbQuder altenSchule vorzunehmen, wo- tai 5000 Mk. vorgesehen sind. Mit den Arbeiten wird noch in diesem Frühjahr begonnen. Die Gemeinde wäre schon eher an die Ausführung'des Plans herangetreten, wenn nicht jandere Kulturarbeiten B. der Dau der Wasserleitung) tu den letzten Jahren an die Steuerleistung der Bevölkerung für die hiesigen Verhältnisse hohe Anforderungen gestellt hätten; die Gemeindesteuern sind gegenwärtig mit 134 Proz. festgesetzt. Auffallend erscheint die hohe Schülerzahl un­seres nur gegen 300 Einwohner zählenden Ortes.

X Bad-Nauheint, 25. März. Ihrem Jahresbericht zu­folge war die Er nst-Ludwig-<-chule (mit gemeinsamem Unterricht für Knaben und Mädchen) von 150 Schülern leiucht; außer denn Rektor Prof. Dr. Zimmer wirken an der Anstatt «ych sieben ordentliche Lehrkräfte. Ter lieber gang der Schüler in nie entsprechende Klasse einer Real- oder OberrealschUle kann ton diesem Jahre ab zum erste umÄl ahne Aumahmeprüfung erfolgen. Tie llnüvandlung der Ernst-Ludwig-Schulc in eine Recuichule wird fortgesetzt durch Errichtung der Untersekunda, die diese Ostern erfolgt. Bis jetzt wird die Schule in den fünf Iahten ibres Bestehens in der Hauptsache nur ran einheimischen Schülern besucht. Doch ist mit Eröffnung der Wettertatbahn und der ge­planten Usatalbahn auch aus der Umgebung auf Zuspruch zu peckmen.- Unsere Stadtschule wurde im vergangene Schul­jahr von etwa 700 VoliSfchülern besucht, denen 17 Lehrkräfte Unterricht erteilen. Tie DurchschnitlsklassenstärU- beträgt -10, eine Ziffer, die im Verhältnis zu den meisten anderen he,fischen Orten recht günstig ist. Eine größere Schulstier wurde am Schlüsse des Schuljahres veranstaltet, die im Zeichen Sckfillers stand.

= Off en bad), 25. März. Dem Jahresbericht zu- folge war die hiesige Goetheschule (Privat-Real- und Handelsschule mit der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdlenst) im abgelaufenen Schuljahre von 319 Schülern besucht, darunter sind allein 170 Frankfurter, ferner 7 Aus­länder. An der Anstalt wirken außer Direktor Steinwachs noch 20 Lehrkräfte. Der Lehrplan ist übereinstimmend mit dem der hessischen Realschulen, nur kommt als besonderes Fach nochRechnen und Handelswissenschaften* hinzu.

[] Marburg, 2b. März. Der soeben erschienene Vor­anschlag des KreiShauShaltS des KreifeS Marburg schließt ab mit 348 254 Mark. An Steuern müssen 166 500 Mark aufgebracht werden.

hc. Hanau, 25. März. Dem Bildhauer Hugo Leven, der seit 1. April 1909 mit der kommissarischen Leitung dec hiesigen Zeichenakademie betraut war, ift unter Ernennung zum Fachschuldirektor unter Verleihung des Charakters als Professor die Stelle deS Direktors der Akademie endgültig übertragen worden. Prof. Leven war früher in Bremen tätig. An der Hanauer Akademie ist er Nachfolger des Pro- fessors E. Petersen, der im Herbst 1908 einem Rufe als Leiter einer Fachklasse für kirchliche Kunst an der Unter­richtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin folgte.

Landwirtschaft.

** D i e I u n g v i e h- u n d Fv h l e n ML i d e n d e s L a n d - wirtschaftskammer-Ausschusses. Tie Rinder-- und Fvhlenweiden haben den Zweck, die Hcranzucht gesunder, leistungs­fähiger und gutgebauter Zuchttiere zu ermöglichen, die anerkannter­maßen bei einseitiger Stall Haltung sehr erschwert ist. Hierzu werden tränt Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen fol­gende Rinder- und Fohlenweiden unterhalten: 1., Tic Weide Tiergarten bei Hungen mit einer mittleren Besatzstärke von 60 Fohlen und 140 Rindern (vorzugsweise für die Kreise Gießen Und Friedberg). 2. Tie Weide Wernings bei Wenings mit einer mittleren Besatzstärke von 20 Fohlen und 80 Rindern (vor­zugsweise für die Kreise Büdingen und Schotten). 3. Tie Weide ©öringer Grund bei Zell mit einer mittleren Besatzstärke von 20 FoMll und 80 Rmdern (vdrzugswLise für den,Krei3

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Es starben an: Zusammen:

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1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

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Höchste Temperatur am 24. bis 25. März

Niedrigste , 24. 25. =

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Telefon Nr. 2602

Frankfurt a. Main

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Nierenentzündung Krebs

Krämpfen Blmvergistung Lebeitsschwöche Altersschwäche Ertrinken

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Tuberkulose Influenza Ltmqenent'st'mdung Gefäßentzündung Banchsellentzüudung

A n m.: Die in «lanuncrn flc|ivuii Ziffern geben an, rote viel der Todesfälle in der betrcifentien Zranthcit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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Stießen, 26. März. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- markte kostete: Butler pr. Aid. 1.251.30 Alk., Hühnereier 1 St. 78 Psg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse pr. St. 68 Pf., Erbsen p. Pfd. 0000 Pfg., Linsen v. Psd. 0000 Psg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Alk., Hühner pr. St. 1,001,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., (Käufe pr. Pid. 6070 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Lckstenfleisch pr. Psd. 7684 Pfg., Kuhfleisch pr. Psd. 60 Pfg., Rindsteisch pr. Pfund 7074 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund *

Erwachsene: tut

Wenn Sie Ihr Kind

gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommet'et Hämatogen. WarnungI Man verlange aus­drücklich den Namen Dr. Hommel. ID®/S

Summe 21 (9) 16 (8)

196 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 7680 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 6080 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.506.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 5,006,00 Alk., Aiilch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 1015 Pfg., per Zentner Alk. 0.000.00., Aepsel per Ztr. 1018 Mk., Birnen per Ztr. 1015 Alk. Nüsse 100 Stück 4050 Psg., per Ztr. 000 Alk Marktzeit von 82 Uhr.

Gießen, 24. März. Viehmarkt. Bei dem am 22. und 23. März abgehaltenen Markte waren ausgetrieben 1810 Stück Rmdvteh, 313 Schweine. Der nächste Markt findet am 5. und 6. April statt, am letzteren Tage auch Pferde- und Krämermarkt.

fc. Wiesbaden, 24. Mär^. .Heu- und Stroh markt. Angesahren waren 4 Wagen nut Heu und Stroh. Man notierte: Heu 10.00 bis 00.00 Alk., Stroh (Rtchtslroh) 7.107.20 Mk. Fruchtmark t. Hafer 16.70-17.00 Mk. Alles für 100 Kilo.

Spteiplan öes Heuen Gießener Staöitljeaters.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag den 27.März ll. Oslerfeiertag), nachmittags 37, Uhr, bet kleinen Preisen:Strandkmder". Ende gegen 67, Ubr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gültig­keit):Die rote Robe." Ende gegen 107 Uhr. Montag den 28. März (2. Oslerseiertag), nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen:Der Hochtourist". Ende gegen 6 Uhr. Abends 77, Uhr, 1 bei kleinen Preisen:Der fidele Bauer." Ende gegen 10 Uhr. Dienstag den 29. März, abends 8 Uhr (21. und letzte Dienstags- Abonnements-Vorslellung):Vasantasena." Ein indisches Drama , des Königs Sudraka in 5 Akten von Emil Pohl. Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch den 30. März, abends 7 Uhr (21. und letzte Mitlmochs-Abonneinents-Vorstellnng):Tas Konzert". Ende gegen ; 97t Uhr. Freitag den 1. April, abends 8 Uhr (21. und letzte > Freirags-Abonnements-Vorstellung):Ter Hochtourist." Ende gegeii ; 107, Uhr. Sonntag den 3. April, nachmittags 37, Uhr, bet kleinen Preisen:Der fidele Bauer." Ende gegen 6 Uhr. Abends 77, Uhr, : bei gewöhnt. Preisen, Gutscheine haben Gültigkeit:Vasantasena." ' Ende gegen 107, Uhr.

, Ende der Spielzeit 1909/10.

AlSseld). 4. Die Deide Lauterbach bei Laüterbach mit einerI mittleren Besatzstärke von 20 Fohlen und 80 Rindern (vchzugs- w-eise für den Kveis Lauterbachs). Die Rentabilität bett Weidenbeschickung geht aus svlgender Betrachtung hervor: Tie ZunalMe der Rinder betrug int Durchschnitt der Jahre 1901 bis 1908 ---- 75 Kg. und ist gleichbedeutend mit einer Fleisch­produkt ton von IV2 Zentner für oas Rind. Weidegeld, Ver- ickierungsprämie und Transportkosten betragen zusammen etwa 40 Mark, eine Ausgabe, die durch den.Fteischzuwachs im1 Werlo von ca. 55 Mark nicht allein bezahlt, sondern noch umt 15 Mark übertroffen wird. Tie sonstigen günstigen Einwirkungen des Weide- ganges auf Gesundheit, Körpeifivrm und Charakter der Tiere find dabei nicht bewertet, sie sind aber bei Zuchttierenunter Um­ständen noch höher in ihrem Werte zu veranschlagen als die Ge­wichtszunahme. Dies gilt namentlich für die Fohlen, bei denen die Kosten der Stallhaltung den Betrag des Weidegeldes bei weitem übertreffen. Im Hinblick auf die nunmehr verlängerte Weidezeit, bedingt durch den früheren Auftrieb und die inten­sivere Bewirtschaftung der Weiden, sind noch größere Borteil-S 'N erwarten, betrug doch int letzten Jahre schon die durchschnittliche Zunahme der Rinder auf 2 Weiden 83 und 93 Kg. Um günstige Weiaeerfvlge zu erzielen, ist eS allerdings erforderlich, daß die Weidebeschicker ihre Tiere schon einige Zeit vor Beginn des Weioeganges vvrbereiten, indem sie ihnen neben ihrem naturgemäßen Futter nur kaltes Wasser geben und auf Tummelplätzen oder im Grasgarten und Hof Bewegung im Freien verschaffen. Anmeldungen und Anfragen wegen Ausnahme von Weidetieren sind bis spätestens 10. April an den Landmirtschafts- sammer-Ausschuß in Gießen zu richten, der Anmeldeformulare, Weide statuten und Verficherungsbestimmungen auf Verlangen kostenlos und portofrei verabfolgt. In ben Orten, tv>o Zucht- peceinsniitgliedier wohnen, erhalten zur Vereinfachung des Ver­fahrens die Vertrauensmänner mit den Weide- und Versicherungs­statuten SamNtetbogen zum Einträgen der Weidetiere von dem Landwirtschafts'kamEc-Ausichuß übersandt. Mit Rücksicht auf den zu erwartenden starken Auftrieb ist den Züchtern zu empfehlen,, ehre Anmeldungen baldigst zu bewirken, damit sie ihren Tierenj die Wohltat des Weideganges verschaffen können.

MöchenU. Uederkicht Ser Cs^essäüe L O.Stoöt Ereherr.

12. Woche. Vom 13. bis 19. März 1910.

Einwohnerzahl: angenommen zn ol 800 linkt. 1600 Atann Dtilitär) Sterblichkeitsziffer: 34,32 %e, nach Abzug von 9 Ortsfremden: 19,62 'V».- iviiiber

März

1910

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