sich der Fackelzug
wieder zurück nach der Wirtschaft Weber, wo der Wahltag
Evangelische
Lie. Bräunlich aus Halle a. d. S. über brennende
Pfarrer-
Fragen
erklärt
hos b. Gießen in den Räumen des Werkbureans abgehaller
mcinbe vergessen werde. Hiernach bewegte
HandeU
th. Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg werke, vor m. Fernie. In der am Samstag auf dem Ober
Der Eintritt ist frei.
Nidda, ‘26. Fcbr. Gestern abend hielt dec Verein
Fragen der cvang. Kirche. Für musikalische Darbietungen zu sorgen, haben sich in beiden Gemeinden Gesangvereine bereit
VoIk 8 abende werden am Montag, 28. d. M., in der evang. Kirche zu Allen darf a. d. !2da. und am Dienstag, 1. März, m der hiesigen Kirche stattfinden. Auf beiden Beran- ftaltungen spricht der Generalsekretär des Evang. Bundes,
** Hand w e rkerschulkommission. Ani Sams-- tag, 23) April, nachmittags 3 Uhr, beabsichtigt die Zentralstelle für d ie Gewerbe eine Versammlung der Direktoren und Leiter der gewerblichen Unterrichtsanstalten, sowie der Mitglieder der Handiverker- schul-Kommisjion im Gebäude der Landesbaugewerlschule zu Darmstadt abzuhalten, verbunden mit einer Ausstellung von Schiilerarbeiten mit anschließender Besprechung.
** Turnkursus. Vom 21. März bis 9. April findet an der Großh. Turnlehrerbildungsanstalt zu Darmstadt wieder ein Turnkursus statt, der in erster Linie dazu bestimmt ist, Handarbeitslehrerinnen und Leiterinnen an Frauenabteilungen Gelegenheit zu bieten, sich mit dem Mädchenturnen vertraut zu machen.
** Besitzw echsel. Das Anwesen Neustadt 30, Ecke der Sandgasie, dem Zigarrenhändler PH. Mootz gehörig, ging für 32 000 Mk. zu Lasten des Stadterweiterungsfonds m den Besitz der Stadt über, die damit den Schlüssel zur Verbesserung der Verhältnisse in der Sandgasie erworben hat. — Leider harrt immer noch das halbe Haus Neustadt 9t r. 16, die neueste Kracheburg in jenem Straßenzug, des Ankaufs durch die Stadi. Der Fremde und der Einheimische schüttelt den Kopf, daß die Nachbarschaft sich die Verwahrlosung des Hauses ruhig gefallen lassen muß. ES wäre endlich an der Zeit, daß das Haus, das Schmerzenskind des ganzen Stadtteils, von der Bildfläche verschwände und dadurch besiere Straßenverhältnisse geschaffen würden.
** U e b c r deutsch-evangelische Rcttungs- «arbeit in den ö st erreichischen Karpathen- tän der n wird am Mittwoch, 2. Mürz, Pfarrer Z ö ck l er aus Stanislav in Galizien, ein Sohn des bekannten Theologieprofessors, . im K'onfirmandensaal oer Johannesge- meinde sprechen. Ter Redner steht seit einer Reihe von Jahren in der Arbeit unter den gleichzeitig in ihrem Glauben und in ihrem Deutschtum bedrohten evangelischen Deutschen Galiziens, und so wird sein Vortrag nicht nur vom evangelischen sondern auch vom deutsch-nationalen Gesichtspunkte aiis von großem Interesse sein.
th. Leihgestern, 27. Febr. Anfang Februar wurde in einer stein zeitlichen Niederlassung am Südende unseres Ortes beim Äusschachten resp. beim Fnirdarnenlieren eines Hauses ein neolithisches Grab angeschnitten, in dem -ein vollständig erhaltenes Skelett ruhte (Hockergrab), das Wohl 5000 Jahre alt sein mag. In der Umgebung der Be- .ftattung fanoen sich Tiertnochen, Gefäßteile und ein Steinbeil. Das Grab wurde, wie schon frühere interessante Funde, von dem Besitzer des Grund und Bodens, Ehr. Faber, als .Geschenk dem Gießener Museum überwiesen.
-st Reiskirchen, 27. Febc. Kommenden Monat findet hier Bürgermeisterwahl statt. Die Wählerliste liegt bereits zur Einsicht offen. Wie man hört, sollen außer dem seitherigen Bürgermeister noch drei Kandidaten aufgestellt sein.
--- Kesselbach, 26. Febr. Heute fand die Wahl unseres Bürgermeisters statt. Von den beiden Kandidaten, Landwirt Kaspar Schwalb und Küfermeister Jakob Becker, erhielt der erstere den Sieg mit 54 gegen 36 Stimmen. Von 92 Wählern machten 90 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die siegende Partei (die „Schwarzen") veranstalteten sogleich nach der Wahlverkündigung einen Umzug durch den Ort, *ys^an ritten drei Maskierte. Auch die besiegte Partei (die „Rotett^H ließ sich dies nicht nehmen und bewegte sich ebenfalls gegen Abend geschloffen durch das Dorf. Ein reges Treiben gab'dann m den Wirtschaften. Abends gegen 8 Uhr brachten die Wähler dem neuen Bürgermeister ein Ständchen. Herr Jak. Schomder III. hielt eine kurze, lernhafte Ansprache, worauf Bürgermeister Schwalb dankte und den Wunsch äußerte, daß die Parteilichkeit in der Ge«
glieder (334) mitteilte, sowie die Tatsache hcrvorhob, daß 1909 die von dem Stadtvovstaud zum provisorischen Krankenhaus überlassene Kleinlinderschule nunmehr mit verhältnismäßig geringen Kosten eingerichtet sei. Das Haus entyält außer der Wohnung des Hausverwalters .zunächst 2 Zimmer, die teilweise durch Schenkungen, Stiftungen von Betten praktisch eingerichtet sind und schon verschiedentlich mit Kranken belegt waren. Rechner Ruppel trug hierauf die Rechnung vor, die 1664.03 Mk. Einnahme und 1584.12 Mark Ausgabe ergab, worunter sich zugleich ausgeliehene Kapitalien befinden. Der Verein hat zunächst eine Schwester angestellt, die auch stets in Anspruch genommen wird. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder: Vorsitzender Stork, stellv. Vorsitzender Pfarrer Werner, Rechner Ruppel und Sparkasjenrechner Ringshausen wurden wiedergewählt. Ein von Herrn W. Cloos geschenktes wertvolles Bild wird zum Besten des Vereins verlost werden. Durch reichliche Zuwendungen von verschiedenen Seiten ist der Verein in Stand gesetzt, der Bürgerschaft und auch, wenn möglich, der Umgegend ersprießlick) zu dienen.
fc. Bad Nauhelm, 27. Febr. Die direkte Zugverbindung vom Rhein: Wiesbaden—Homburg v. d. Höhe—Friedberg—Bad Nauheim über Kastel — Höchst a. M. mit Umgehung Frankfurts wird vom 1. Mai an wieder in gleichem Umfange vorhanden sein wie im vergangenen Jahre vom 1. Mai bis 1. Oktober. Es werden lediglich Eilzüge verkehren, da für Schnellzüge noch kein Bedarf ist. Für gute Anschlüsse an die Züge ist an den Endpunkten gesorgt. Auf die von Jnteresienten gewünschte Einlegung von Personenzügen auf der Strecke glaubte die Eisenbahnverwaltung zunächst nicht eingehen zu sollen, da ein Bedürfnis dafür kaum vorhanden sein dürfte.
— Friedberg, 27. Febr. Der landespolizeilich genehmigte Entwurf für die Erweiterung des Bahnhofs Friedberg hat in verschiedenen Teilen eine Abänderung erlitten: Der Güterbahnhof wurde um rund 50 Meter von dem Gräflich Solms-Rödelheimschen Hofgute im Stadtteil Fauerbach nach Sud westen hin abgerückt, jedoch ist an der Gesamtanordnung des Bcchnhofs nach dem ursprünglichen Entwürfe auch in dem neuen Projekte festge- haltcn worden. An einzelnen Stellen, z. B. bei der Loto- motivschuppenanlage, wurden Aenderungen, die sich als notwendig herausstellten, vorgenonimen; weiter ist zur Ersparnis an Erd ar beit en die Höhenlage des Bahnhofs teilweise verändert. Eine wesentliche Veränderung wurde im neuen Entwürfe außerdem hinsichtlich der Weganlagen, die in Fortsetzung der Görbetheimer Hohl bei km 1,8 der Friedberg-Hailauer Bahn die ganzen Bahnanlagen von Nordosten nach Südwesten lreuzeu, vorgenommen. Die geplante Anlage erstreckt sich um 100 Meter Länge auf die Gemarkung Bruchenbrücken, woselbst u. a. die Verschiebung eines bestehenden Seitenwegs und die Herstellung eines Röhrendurchlaftes vorgesehen ist— Die Bürgermeisters des Kreises, in deren Verhinderung die Beigeordneten, werden vom Kreisamt zur Besprechung verschiedener Verwaltungs-Angelegenheiten auf Donnerstag, 3. Mörz, vorm. lly4 Uhr, in den Saal des „Hotel Trapp" in Friedberg cingelabcir Im Anschluß an die Versammlung findet ein gemeinschaftliches Mittagessen statt.
l. F r i e d b e r g, 27. Febr. Erhebende Stunden waren es, die den Besuchern der ersten Aufstihrnng der Werning- schen Festspiele am Freitag im Saatbau bereitet wurden. Nahezu 700 Kinder maren aus der Umgebung Friedbergs herbei geströmt. Mit leuchtenden Augen -und lebhaftem Beifall verfolgten sie die Bilder der deutschen Geschichte, die so wahrheitsgetreu an ihrem Auge voruberzogen. Die Königin Luise, chr Gemahl, ihre Kinder, Napoleon I., Theodor Körner, Wilhelm I., Napoleon HL, Bismarck, Mvltke, die Jahre 1813 und 1870 wurden in glänzender Weise wiedcr- gegeben. Die Vorführung war recht dazu angetan, in den Herzen von klein und groß echte Liebe zu Kaiser, Vaterland und Heer zu erweden. Direktor Werning, die veranstaltenden Vereine, die mitiuidenben Damen und Herren Friedbergs, die alle große Opfer bringen, verdienen vielen, herzlichen Tank.
d Mainz, 27. Febr. Der Hansabund hielt heute nachmittag im Kvnzcrtsaal der Liedertafel eine eindrucksvolle Kundgebung ab. Der Saal war schon vor Beginn der Versammlung überfüllt. Von Darmstadt, Offenbach, Worms, Wiesbaden, Bingen, Oppenheim und Alzey waren zahlreiche Teilnehmer erschauen. Ter Präsident des Hansabundes, Geheimrat Prof. Dr. Rießer- Berlin sprach in sünfviertelstündiger Rede über die Aufgabe n des Hansabundes. Ter Hansabund sei während der Reichs- sinanzresorm, aber nicht wegen dieser geschaffen worden, die Not, die ihn schuf, wäre nicht eine damals besonders schlechte Lage von Handel und Industrie, sondern die offenkundige Absicht, weder beim Erlaß, noch bei der Ausführung von Gesetzen die dabei beteiligten Kreise zu hören und zu beachten und damit die feste Uederzeugnng, daß sich Deutschlands Handel, Gewerbe und Jn- dustrie aus eigener Kraft die Macht erringen müßten, die zur Schaffung einer ihrer wirtschaftlichen Macht entsprechenden Stellung im Staate erforderlich sei. Tie harte Arbeit von Handel, Gcivcrbc und Industrie, das mobile Kapital, sei. es vor allem gewesen, die Deutschland gestattet habe, die großen Kulturaufgaben zu Wasser und zv, Land durchzuführen. Tie Stellung des er- wcrbstätigen deutschen Bürgers sei trotz seiner kolossalen Steuerbeteiligung geradezu kläglich. So seien Handel, Gewerbe und Industrie im Reichstage nur mit 16 v. H., im preußischen Abgeordnetenhause nur mit 10 v. H. und im Herrenhause, nur mit 2,8 v. H. der Gesamtzahl der Mitglieder vertreten. Der Hansa-- bund erstrebe die Erringung einer gleichberechtigten Stellung im Staat, die Steigerung des Stolzes und des Standesbewußtseürs des erwerbstätigen deutschen Bürgertums. Das deutsche Bürgertum müsse wie ein Mann aufstehen, mit Zweiflern und Kritikern könne man keine Schlachten schlagen, vorwärts marschieren heiße die Losung! Mit nicht endemvollendem Beifall wurde dem Redner gedankt. — Komnrerzienrat Dr. Ortenberger brachte Geheimrat Dr. Rießer zum Dank ein dreifaches Hoch aus. Fabrikant Scholz sprach namens der Industrie, Schreinermeister M a s ch - mann namens des Handwerks, Stadtv. geerbt als Vertreter des Detailhandels, Prokurist Grundmann namens der kaufmännischen Angestellten und Frl. K l o m a n n namens der weiblichen kaufmännischen Angestellten, sie sordertcn alle zum Beitritt in den Hansabund auf. Syitdikus M e e s m a n n sprach der Großh. Regierung den Tank zu ihrer Haltung in der Frage der Schiffahrtsabgaben aus. Zum Schlüsse der Versammlung forderten noch Verwalter Lang und Kommerzienrat S i 11 nt a n n ■ Oppenheim zum Beitritt in den Hansabund auf. — Ter Schiffer Wilh. Sander aus Mühll>eim a. d. Ruhr wollte am Samstag abend auf sein bei Amöneburg vor Anker liegendes Schiff gehen. Als Sander schon die Mitte des Gangbretts erreicht hatte, wurde er von der Gewalt des Sturmes i n d e n R h e i n g e s ch l e u d e r t. Obwohl sofort Hilfe vorhanden war und Sander aus dem Rheine geholt wurde, war der Tod eingeritten, ein Herzschlag hatte ihn gctöleß
„Krankenpflege" seine gut besuchte Generalver- .. .... ... _. o..z fallt m lang iin Gasthaus zur Krone ab. Vorsitzender! Gewerkenveriammlung waren 789 Kuxen durch 12 Gewerken nee - 2. t or t gab den Jahresbericht, der eine Zunahme der Mit-1 treten. Nach Erteilung des Rechenschaftsberichts der Berwattung
Kraft in einer Weise herabgemindert, daß hierdurch seine geschäftliche und berufliche Existenz gefährdet wird, auch wenn er im übrigen nicht mit der bestehenden sozialen Ordnung in Widerstreit gerät. Hier wirken insbesondere Trinker- Heilstätten segensreich, in denen der Alkoholiker von seiner krankhaften Neigung zum Trünke geheilt werden kann. Eine solche Heilstätte befindet sich seit Anfang b. I. in landsck>aftlich herrlicher Lage am Fuße des Frankensteins, zwischen den Höhen des Odenwalds und der Bergstraße. Umgeben von Wald, Wiesen und Gartenland, in einem von sprudelndem Gebirgswasser durchflossenen Tale, abseits von der großen Verkehrsstraße bietet der Ort bei ärztlicher Leitung und sachkundiger Pflege dem aufgenommenen Krauten die Möglichkeit, seinen meist geschwächten Körper zu kräftigen und sich so zu erholen, daß er nach erlangter Heilung körperlich gesund, geistig fftifch und willensstark dem Leben zurückgegeben werden kann. Anmeldungen zur Aufnahme sind zu richten an die „Heilstätte Burgwald" zu Nieder-Ramftadt bei Darmstadl. Auskunft erteilt auch der Vorsitzende des Bezirksvereins Gießen gegen den Mißbrauch geistiger Getränte. Von besonderem Interesse wird ferner ein Vortrag sein, den im Laufe des nächsten Monats Prof. Dr. Voit hier als hervorragende Autorität auf dem Gebiete der inneren Medizin auf Veranlassung des Bezirks Vereins zu halten die Gute haben wird. Wenn sonst von den in sozialer Beziehung mehr hervortrekenden liebeln des Alkoholmißbrauchs die Rede ist, so wird hier der Hörer den Einfluß des Alkohols auf die inneren Organe des Körpers, insbesondere Herz und Magen, kennen lernen. Tie Erkenntnis der Alkoholwir- lungen auf diesem Gebiete wird ebenfalls den Bestrebungen der Mäßigteitsvereiuc förderlich fein, über die auf der nachfolgenden Hauptversammlung des Bezirksvcreins Gießen berichtet werden wird.
*
"TageSkalender für Montag, 28. Febr.: Versammlung des Hansabundes abends 81/, Uyr in Steins Gatten. Vortrag von Dr. Moltat aus Siegen: Der Hansabund in seiner Bedeutung für Deutschlands Gewerbe, Handel und Industrie.
sein Ende fand.
D. Treis a. d. Lda., 26. Febr.
durck» den Vorsitzenden des Grubenvorstands, Juftizrat'' G i ü ii. . wald, wurde die den Gewerken bereits zugegangene Jahres- redjming sowie die Bilanz ohne Debatte einstimmig genehmigt. Als Rechnungsprüfer wurde Bonkdirektor Barthelmeß-Düsseldori wieder- und Fabrikant Karl Weiß-Siegen ncugewählt. Ter von Dr. Wüst-(>)obesbcrg bei der Gewerlenversammlung im vergongeneii Jahre gestellte Antrag, wegen Aendcrung des $ 19 des Statins betreffend die Vergümng des Grubenvprstandes, würde zur Debatte gcstellr. Fabrikant Weiß-Sicgen und Bankier Grünewald Gießen stellten den Antrag, in Rücksicht aus die umfassende ,cu raubende Tätigkeit, die die Vorstandsmitglieder im Interesse des Werkes leisten müssen, den betreffenden Paragraph der Statuten dahin abznändern, daß dem Vorhände 5 Prozent von der Ausbeute, mindestens aber statt seither 20000 Mark für die Folge jährlich 30 000 Mark als Renumerarion zufallen. Ter Vorsitzende bemerkt, daß Tr. Wü'sk seinen Anttag s. 31. gestellt hat. uni eine Herabsetzung der Vergütung des Vorstanbes herbeizuführen, daß der Grnbenvorstanb aber hiergegen sich gewehrt haben würbe, weil er ben seitherigen Betrag schon für zn knapp erachtet habe. Bei ber Abstimmung, bei ber die Mitglieder des Grubenvorstanbcs sich für ihre eigenen Kuxe der Stimme enthielten, wurde die Erhöhung ber Rennmeration einstimmig angenommen. Die aus- scheibenben Grubenvorstandsmitglieber Justizrat Grünewalb-Gießen und Ab. Kernpten-Wickerath würben einstimmig wiebergewählt.
X Krofdorf, 26. Febr. Tie Brennholz preise sind mich bedeutend herunter gegangen. Während der Raummeter Buckeso>eitlwlz bei ber GemeindenersteigLrung durchschnittlich mit 10 Mark und darüber bezahlt wurde, kostete er am Freitag bei ber herrschaftlichen Versteigerung nur’ bis zu 8 Mark. 'T^merttwrccbmd waren auch Rollscheiter und Reisig weit billiger zu haben. Die Kauflust war sehr rege.
LLngssaudt.
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantworttmg.)
In Nummer 42 des Gießener Anzeigers wünscht ein Eingesandt eine Veröffentlichung der Gutachten, die die badischen Oberlehrer über die gemeinschaftliche Erziehung von Knaben» u n b M ä bcbc n erstattet haben. Ter Schreiber dieses kennt diese Gutachten und kann mitteilen, daß dieselben durckraus nicht in dem Maße ungünstig lauten, wie man nach fcnn Eingesandt annehmcn könnte. Es kommt eben darauf an, was man von der gemein- schastlichen Erziehung erwartet. Auch wer sie uichi durchweg einführen will, wird anerkennen müssen, baß cs unter Llmfrinbcn große Vorteile bieten kann, wenn Mädchen ,31ml Besuch ber höheren Knabensckmlen zugelassen werden. Bckonntlich bleibt das Ziel unserer höheren MädchLnschulen hinter dem der Realschulen und Oberrealschulen zurück, der Gymnasien und Realgymnasien gar nicht zu gedenken. Damm wirb man aber nicht die Mädchen von der Bildungsstufe ausschließen wallen, welche auf den höheren Knabenschulen erworben wirb unb bic Grundlage eines erfolgreichen Hochschulbesuches bildet. J-ür einen 95camten, ber in einer kleineren 2habt ohne höhere Viädchenschulc lebt, ist es bringend erwünscht, daß seine Töchter an dem Unterricht der an bem Ort befindlichen höheren Knabenschule teilnehmen können. Sogar für manche Schulen, deren Daseinsberechtigung bisweilen an- gezweifelt wirb (z. B. bic Gymnasien in Lau hach und Bübingen», kann cs wichtig sein, ihre BesuchSziner durch Mädck?eii zu erhöhen. Der Zustrom in bie größeren Städte hat dach bedenkliche Seiten. — Alle diese Vorteile der gemeinschaftlichen Erziehung sind durch, die Gutaästen der badischen Oberlehrer nicht in Frage gestellt worden. Eine gewagte Annahme ist es allerdings gewesen, bic Erfolge darin zu suck-en, baß bie Jungen zum Lernen angespornt unb sittlich geadelt würden. Tarin ist die sogenannte Koedukation, non manchen Anhängern überschätzt worben, unb cS ist begreiflich, daß bic badischen Oberlehrer das Ausbleiben dieser — fast wunder baren — Erfolge feststellen mufften. Als die Summe ber nach den badischen Erfahmugm ausgesprvchamen Meinungen ergibt sich aber, daß die gerneinschafttiche,Erziehung, wo sie angewendct worben, Nachteile nicht gebracht Hal unb darin liegt auf einem Gebiete. welck)es eine so sorgfältige Bchandlimg erfordert, eine große B' deutuug.
Meleorologischeveobachtungen Ser Station Sichen.
Febr.
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chste Temperatur am 26.
bis 27.
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-- + 7,0 °C.
TeSe'uomsche Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt vou der Rank für Handel und Industrie^GJessen.
Frankfurter Börse, 26. Februar, 1.13 Uhr.
3’/,% Reichsanleihe . . ^3-90
do. . . 85.00
3'/»°/, Konsols 1'3.90
3°/„ do. " • 84^5
3'/,0/0 Hessen 92-20
Oberhessen •. ■-. _-=?•. 92-00
4°/„ Oesterr. Goldrente . 100 20 4‘/s°/n Oesterr. Silbenentc. —«— 4°/0 Ungar. Goldrente 95.95 4°/0 Italien. Rente . '. .. 105-20 3°/0 Portugiesen Serie I .■ 65.15 3°/0 Portugiesen „ III . 66.40 4V.°/0 russ. Staatsanl. 1905 100.00 japan. Steatsauleihe 98.30 40/8 Couv.Türken von 1903 94.80 Türkenlose 177.40
4ofo Gricch. Monopol-Aul. . 47.70 4° 'n äussere Argentinier /. 91.90 3% Mexikaner . . -.u 69.10
Chinesen . 100.05
Aktien
Bochum Guss «r.-sr 243.70 Buderus E. W. <. . ..-.111-00
Elcl.triz. Lahmeyer . . 112.00
Elcktrix. Schackert . . . 134.00 Esch weil er Bergwerk . . — (Gelsenkirchen Bergwerk . -Io 00 Hainbnrg - Amerik. Pak elf. 138.75 Harpener Bergwerk . . . -00.00 Lanrahüttc . . • 176.75
Xordd. Uoyd . . - - . 105.90 Oberschics Eisen-Industrie 106.00 Berliner Haudelsges. . . 18^.50 Darmstadter Bank . . . 137.75 Deutsche Bank .... 253.UJ Deutsch-Asiat. Bank . >. 156.00 Diskonto - Kommandit . . 197.60 Dresdner Bank .... 166 00 Kreditaktien -12.4U Baltimore- und Ohio- -
Eisenbahn ...... . 115.10
Gotthardbahn
Lombard. Eisenbahn . k. >-.?. 23.4 Oesterr. Staatsbahu ■ . . 162.00 Prince - Henri • Eisenbahn •. 134.00
Tendenz ruhig.
Berliner Börse, 26. Februar, lafart'stfu.
Kanada E. B
Darmstädter Bank . . .
Deutsche Bank . . . .
Dortmunder-Union C. -. .
Dresdner Bank . .
Ten<ienz: befestigt.
182.50 Uarpeuer Bergwerk
137.40 Lanrahüttc . .
257.80 Lombarden .£. B. . ..
92.20 Nordd. Lloyd . . '
166.20 Türkeulusc . , . .
200.90
, 177.20 23.53
105.70 177-20
erkaufH- tclleii durch iescs Plakat kenntlich.
Pfei Id reieck- Seifen
Fabrikant:
August Jacobi Darmstadt.
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