48
85
83
74-81
T7
Larsen, Rübe.
48
77
86
67
81
60
39
78
53
66
Neteorologlscheveobachtungen der StatlonSießen.
B
t:
Wett«
S
58
49
59
51
43
44
89
66
63
Dez.
1910
98
86
7 2
73-83
65-70
e ~ "Z x?
Halber.
Lelnste Mast* (Collinddjmaft) und beste
Saugkälber 66-63 93—103
Piittlere Blast- und gute Saugtälber . 48—65 bO—92
Geringere eaugfalbec . . .... 4U—46 68-/6
-Schale.
Masllämmer u. jüngere Mafthammel 89—00 78-00 Schweine.
Voklfleischige Sdjrocme bis zu 3 Zentner
VcbenDgciuidd 61—58 65—68
l'oli|ieihi)tfle Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht ....... . 51-58 65—68
Llkischige Schweine ...... 48—50 62—65
Doll fleischige ausgemästete Larsen höchst.
Schlnchtiverte« 40—47 ^oU|ifi|ri)tfle auSgemäslete Rühe höchst.
schlacht.verte» bi» zu ? fahren. . 84—89
Welle« unsgeniäslete Hülje uno wenig
gut entwickelte jungereRühe u. ßäcieii 29—83 58—63
. . r Zeitig die gl ech n ung en aus stellen 'inb pünkt- ich bezahlen! DtU dem Schlüsse dieses Jahres |üib für den Vandwerler eine Reihe von Berptlichtungcn fällig, zu Denen rl. ^arvlc.n Feldes dringend bedarf. Tab der Handwerker oft über eine Berhältnl|se und ungewöhnlich lang Kredit gewähren must, bedeutet für chn eure schwere Schädigung. Im Interesse des fcanbr
Uirehliche ttacyrichren«
UuanyvH|u}i’ tveiiKiiive.
Freitag den 23. Dezember:
3n der Iohannertirche.
Nachmittags 8'/, Uhr: ilßeujiiacDueiei lür die RinderNrche der
Lukasgemerude. Purerer Bechtolsheim er.
3$raditi|d)e ueugtEgememde.
©ottesuuiiii m oer 5yiiagoge (Suo-Anlagej.
Samstag den 24. Dezember 1910:
Vorabend: 4.30 Uhr.
Llorgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 8.30 Uhr. Gchrlsterkläntna,
Sabvatausgang: 5.20 Uhr.
Jrraetiuia,/ ^aejellschast.
Gottesdienst.
6«bbat'eier am Lt. Dezember 1910
Freitag abend 4.05 Uhr.
Samstag morgen 8.30 Uhr.
Samstag nachmütag 3.30 Uhr.
Sabbat'ÄiiSgang 5.20 Uhr.
9vod ennotitebieiifi: Wwrgen« 7.10 tttir, abends 7.00 UKr.
i!
kritischen BersannEnng venoechsekr. Er steche mrr für Galerie, und seine Ausführungen entsprächen feinem gewohnten Millen. Er nehme eS auch deshalb bem Abg. Ulrich nicht übel, wenn er ihn mit allem möglichen vergleiche. Seine Art zu reden. Dürfe Dem Lande nicht vorenthalten werden.
Abg. Naab (Soz.): Die Ausführungen Dr. OsannS und Dr. WinklerS seien nur VerlegenheilSredcn gerv-rsen. (Ruse: Oh!) Der Bestätigungsparagraph bedeute eine Rechtsbeugung. (Vizepräsident Kvrell ruft den Redner wegen dieser Aeusterung zur Ordnung. Abg. Ulrich: Unerhörte Geschäftsordnung! Der Vizepräsident ruft hierfür den Abg. Ulrich zur Ordnung, der darauf behauptet, er müsse gegen eine folck-e Geschäftsführung protestieren. Zuruf bei Abg. Dr. Fhdba: Wir nennen die Dinge wie sie sind: DaS ist Eidesbruch, VerfasfungSbruchl Lautes Lachen und gröfjte Unruhe. Die meisten Abgeordneten verlassen Den Saal. Abg. Dr. Fulda wird wegen seines Zwischenrufes zur Ordnung gerufen.) Abg. Raab (fortfahrend): Der BestätigungsParagraph solle nur v^biik^rn, da» unfähige Personen gewählt «vcrden. Er Unlrde jedoch auch auf Sozialdemokraten ongervandt. Solange nicht in daS (Keses Die Bestimmung ausaenommen würde, 65- Gialdencokralen dürfen nicht bestätigt werben, handele man unehrlich bei der Nichtbestätigung. Die Sozialdemokraten würden den Kampf solange führen, alS ihre Gegner <ntf ihrem lichen Standpunkt beharrten.
Abg. R e h (Freis.) ist veranlaßt pt ffbter Rede durch die lAuSsührungen Dr. OsannS. Zur Q3eiHd/mmg der Stellt,rg- nnbme der Frrismnigen daS frühere Parteimitglied Frisunann- Offenbach anzuführen, sei falsch, da dieser Hcrr für die Freisinnigen längst erledigt sei. Die SrcltunH deS Freisinns »ur Sozialdemokratie habe Abg. Dr. Gutfleifch schon früher richtig snchnct wenn er gefordert habe, man solle sie ruhig arbeiten lassen Es sei eine Verletzung der Verfassung, wenn man aus politisä-cn Grinden Sozialdemokraten nicht bestätige. Diese» Zankapfel möge man doch endlich beseitigen
Die Besprechung wird darauf geschlossen und zur Abstim- tomg geschritten lieber den Ausschustantrag wird namentlich avgestimmt. Es stimmen dagegen die Sozialdeinol.^ten, der Frciiinn und Abg. Joutz (wild), im ganzen 8 Abgeordnete. Md der Annahme dcS Antrages ist der Antrag Reh erlebet. Der Antrag Dr. Fulda wird gegen die Stimme., von fünf fo»ial- demokratischen und 2 freisinnigen VlbgoorDncter obgelchnt Art 86 Zurücknahine einer erteilt?» Bestätigung, angenomrun. ein Antrag Dr. Fulda auf Strich abgelehnt. Die Art. f-7 bis 92 gelangen sur Annahme, deöfll. 93 und 94. DeS AusfcheidL»t des Bürgermeisters und der Beigeordneten auS bem Amt betr., sind 95 unb 96 besondere Bestimmungen für besoldete Bürgermeister Die Art. 97 biS 119, die Tätigkeit des Gemeinderats betr., werden ohne wesentliche Debatte genehmigt. Einige Zusatz- und AbänderungSanlräge werden abgelehnt.
Hi =- -nd B «£
^^onkurse in Hessen. Interessante Ziffern über den Stand der wirtschaftlichen Dinge enthält dir neueste amtliche Statistik über neue und beendete Konkurse in Hesjen Auch h.rr bestätigt sich her Ersahrung«satz, hast, je hoher bic 3qI)1 der Anträge auf Konkurseröffnung ist, umsoweniger Aussicht besteht, den Zweck des Kon.-nrscs, die Befried gung der Gläubiger, zu erreichen. Dies zeigt am besten folgender Vergleich: Im Jahre 1103 wurden 238 Anträge aui Kon- kursercffnung gestellt und 173 Konkurse eröffnet; abge- wlescne Anträge also 65, darunter 98 wegen Mangel-^ einer Massa Im Jahre 1903 wurden 283 Anträge gestellt, aber nur 147 Konkurse eröffnet; abg> wtefene Anträge somit 133 (beinahe die Hälfte), bacunier 66 wegen Masfcnmanaels. Beendet wurden 1903 145 Sion- kurse, rnh zwar 94 durch Schlustverteilung, 29 durch Zwang^vergl.ich, b infolge allgemeiner Einwilligung unb 17 wegen MassenmangelS, der sich nachträglich heraus- tellte. Man beachte nun die in diesem Puntt besonders Ion chrcitcnde Verfchlechic-rung der Bethalln.fse: Im Jahre llXX) wilden 166 KonLirse beenbet, davon UV durch Schlug* Verteilung, 27 durch Zwangsoergleich, 6 infolge allge- meiner Zustimmung und nicht weniger als 31 wegen nach- träßlidj lestgestelllen Massenmang.ls. — Auch b z..g ich der ^chuldcnntafse und her Ausfälle uh Forderungen eignen )id) bie beiden angeführten Yahre zu interessanten Ber- gleichen. 1(J0j handelte es fia.) um eine Gesamt-Schulden- nia()c von 4 302115 Mk.; und die TeiluugSmasse belief ich auf UDO611 Mk., waS für jeden ber u836 Konkurs- gläubiger im Durchschnitt einen Aus,alt von 638 Mk. bedeutete. Im ganzen fielen aber ans 3 723 623 Mk., davon 6645 Mk. bevorrechtigte und 3 /16 £84 Mk. nicht bevor- rechtrgte Forderung.n, obg.s hen v.n nicht b.ü 'ticib.nb.n Massenlosten. Im Jahre 1U0J ergab sich folgendes Ai.d das noch traurigere Ans.ichtcn cr.^nct: Gesamt Schuldeii- lnas.e 8 2o6 695 Mk., darunter nicytdcvorrechtigte Forderungen 807/ 031 Mk.; TellungSmaf.e 1433492 Mk.; Zahl der Konkursyläubiger 7783; ausfallender Betrag aus den Kovs der Giäubigerschar: U28 Mk; Gesamtsumme der aus- allenden Forderungen: 7 2-3 4öa Mk., darunter nichtbrvor- cechligei 7 130358 Mk. - Die Kosten des Koniursver- ahreitS machten ILOj nicht ganz 13 Pi.oz der Teilungsmaise, IM etwas über 13 Proz aus. Im ganzen bietet also die KonlurSstatistll ein sehr trauriges Biw und die Zahlen i.n ciiizclneit wie im gesamten deuten auf eine noch ungünstigere Weiterentwicklung hin.
v. Schkfscls unb „bei Knapp" des RobenstemerS in bessen Liebem) der Täier gewefen sei. Professor Knapp, der in t>aii Rachbarhause wvlnue, nahm seinen Bruder scharf iuS Verhör, und es gelang Luv, den Prosenorbrudei so sehr von ber «lmnöglichkeit seiner Ku überzogen, dast bieser zu km Eutschlub kam, feinem Nachbarn unb Kollegen v. Grolman einen Besuch zu machen Am auch ihn von der Grundlosigkeit der Beschuldigung za über» brachte alle meine Grüiche vor," so crzähl.e Pro- sesfor Knapp hunerher, „und Grolman, eine lange Psciie schmau- Aod), Hidie immer beifälliger, so hast ich schon getvonnen Spiel iu haben glaubte. AlS ich aber meine lange Demonstration mit
Ülaube niajt, dast Lutz es getan N"- .^a-eiie das Ungetüm ganz freuiidtich, paffte mit eine bide tqbaUioalle m das G-ucht uiib fagte; ,Lch glaube cs auch Nicht, llcbcr Kollege — uch habe chn aber aui ber Mauer scheu — tou fielen bie Flügel vom Leche! Ich enwiahl muh MU stummer ißcrbeuguiifl. aber Grolman reichte mir bie £>aub ,um Äblchieb, als nwUte n sagen: „Nlchiz für ungut, Kollege, Wir habai es fruter auch so gemacht!-- - Der Auochruch: ,^ch alaube es auch nicht — ich fcbe ihn aber auf ber ÜJäuia /Leu sehcu wurde u Giestcn zum geflügelten Wort.
« ^^^?""knfcheinautoqravh. Der Unterschirb in der täglichen Tauer de« Sonnenschein« ist für die Derfdr.cDcnen Lunder Euiopa« ganz deträctnlich; während Schvitlan) nur drei ?1.Ulmen.(l<?flUit,<‘1.,eo‘n,c,,ffl)cni im Jahre^burchschmH cu‘.oeift, hal^ Teutichland 4 /„ ^raiilieicb 6‘/f und Spanien sogar 7 bi» 8 eiunOeii Lonnenscheindauer. ES war bisher sehr muhs..m, diese tägliche Tauer des Sonnenscheins zu messen und zu veizeichnen, neueiöing« l|t aber ein Iiiltiument gebaut rooröeu, das diele Arven mechanisch auSfuhrt unb balicr überall auf den mcieoroloaifdien etfltionen benutzt wild. TieseS Instrument, das den Via men fconnrnid)einauiograpt) führt, beliebt aus einer auf einem Weiieli rubenöen Glaskugel, welche die öefumue Eigenschaft Hai. alle nuf- fdUenöen Lichtstrahlen auf einen Punkt, den Brennpunkt, zu kon- zentrieren. Zn der Ent enmng des Brennvunkles ist nun z,veck- emsorechend^ein eheüeii tveigen Lanons angebracht, der nut so- genflnmeii Stundenlnnen veisehen ist. Ter Aulogiaph ist so aui- Sf'V111^,006 ?!." ^re"up"nll bet Anfgang der Lonne auf die AistangSlime des Ltiei'ens fallt. Während der tauet des Tages rurfi nun der Brennpunkt immer lucucr auf dem eireiien vor er ettetdjt im Atitiag um 12 Uhr den Höhepunkt imb ist bei Sonnen- umergang bei Der letzten B.ailiertmie des Ltreife.is angelangi. A-urd) Die Hitze, Die die loiizeniiieuen eonueniirabicii tm t'renii- puiifl Hervorrufen, wird der Hactoniireifen ongejcngi; tritt nun Im Lame der Tages eine Wolle vor Die Lonne, so hört natürtich diese Vitzivirkung auf. Da sich ja bann gar kein BreniipunU bildet der Vapieritredeii bleibt also an diesen Llellen weih. Dlumnl mau nun am Aocnd Den eireifen ab, so hum man ohne wemies an Der eingebrannttn Linie rech, ihrem Fehlen ableieii, zu welchen
Vie Lonne geschienen Hai und zu welchen nicht. Dieser praktische Avpaicu^n al|o em einfache» uno sichere» Mittel. Die Tauer DcS täglichen Loimenschems und Der Beivolluna fehlerlos zu messen unD festzulegen. 1
Bom Standpunkt tj »eeredPcnr*lLmg aus must ich die bestmögliche körperliche Vorbereitung de? L^serfatzes als Endziel aller Jugcndpslegemast.^<.7-en Die Zug?"dp^hr will
auch üjrai Teil an t>ie|er gemeinsamen ferlvü leisten. Ich erkenne die bisherige nutzbringende Tätigkeit uxb die idealer. strebungen ihrer Lnf-.T gern an. Es find durch sic eine Anzahl Jünglinge erzogen und sct-adlichen Einflüssen ferngehalten wo.>n. auf bie fon|t eine ahnllä-e vorbeugende Einwirkung vielleicht nicht aud- geübt wo-den wäre. Auch darf bet Reiz, den jede rti(itäri)dy Betätigtmg für un.erc Jugend hat, .i'cht unterfA-ätzl werden. Soiveit aber auf ELerz^ren und Schiestcn in dem Uebungsplan rin HaupUucN gelegt irir**, kann ich ur. ui/cht verhehlen, dast eine derariig? Ausbildung sich für militärische Zwecke weniger nützlich cnveiien wird als eine pi.-.nmastige Durchbildung des Körpers, wie sie in dm Vereinen für Körperpflege betrieben tvird. Ich sehr l/ierbei ganz davon ab, der Frage naher zu treten, ob bie Vorteile einer Vorbereitung ber Jugend in den eben erwähnten Dieiisi- zweigen mcht durch manche hierdurch hervprgerufene Erichwerungm der Ausbildung bei der Truppe tAngllvöhuung von Fehlern, ober- slächlut'« Dienstauffassung, Befserwissen) zum mind-sten ausgewogen werden. Für meinen Standpunkt ist in erster Linie mast- gedeiid, dast selbst füz Die nonuenDige körperliche Durchbildung bei unierer zumeist burch gewerbliche Anforderungen stark in An- iprudj genommenen, schulmtlafseiien Jugend die zur Verfügmig stehend« Zeit knapp ausreick/en wird. Ein körperlich gut vorbereiteter Ersatz wird die Ansaiigsaründe des EzerzierenS und schiestcn- auch ohne Vorübung in diesen Dienstzweigen vor der Einstelluiig ver!)ältniSinastig leicht lernen. Das bjiveifen viele btr jur seit leihet nur vu;r*i Bruchteil des Ersatzes ausmachenden Rekruten, die Turnvereinen ausübend angehört haben. Es kommt daher f.'ir mich in erste' Linie die Milwitkuug ber nationalgefiiuiteii ,?'eye!n’9JIll0en für Körperpstege in B^l.achi bei ber vorbereitendeu Arbeit, durch die ein«* ?^in£>erung ber f!(usöiihungsschwierigkeilen ju cnvariai ist, mit denen bie Armee bet ber )£Mtn kurzen Dienstzeit schtver zu kämpfen, hat.
tonTrrfUitixS Tottr hrShakv nW oft gntng daraus hinyewlese^ werden, daß der Handwerker nur bann konkurrenzfähig und wirv, schaftlich selbständig bleiben kann, wenn et L)hne und Ein* kaufe pünktlich zu bezahlen im Stande ist. Deswegen must immer wieder daran erinnert werden: „Bezahlt dm Landwerkern die fälligen Rechnungen." Es darf hierbei aber nicht verkannt werden, dast auch von den Handwerkern selbst auf pünktlicheren Ein- gang ihrer Austen stände dadurch hingewirkt werden (ann, dast bie Buchführung nicht als Nebensache ansehen, und ihre Neclmungen n'cbt erst dann ausschreiben, wenn die Kasse leer ist, oder nach so- lang-r Zeit, bast bie Kunben die Lieferung beinahe schon vergessen haben. Darum ergeht ebenso dringend baS 9Jtabnn>ort: „Land* nierfer, seid nicht nad}läf|'ig Im Aufstellen ber Rechnungen." I^der für seinen Teil, Publikum und Handwerker möge bei- trogen einen UebelÜnnb zu beseitigen, der schwer empfunden wird und doch verhäliniSmästig leicht bei gutem Dillen abgestellt werden kann. Man wird nicht fehl gehen in der Annahme, datz kein Ihintx etwas Da^in finden wird, wenn mit Ablieierung der Arbeit, für Reparaturen vielleicht monatlich, Rechnung ausgestellt wird, sofern dieieS allgemein zur Einführung gelangt; liegt es doch im Interesse be»ber Teile, schon um Streitigkeiten zu vermeiden. Zum Iahresfchlust richten wir deshalb die Mahnung an alle Beteiligten: „Zeitig die Ltechnunges aus- stellen und sie pünktlich bezahlen."
Streik ßricDucrö.
fr. Butzbach. In der hieichen Zellen strafan stakt hcck sich ber Landwirt Roth von Ober-Florstadt, der wegen Wilddieberei unb Wcherstauds gegen die Staatsgewalt 2'/, Jahre Geiängnis abzusitzen hat, mit einem scharfen Instrument die linke L>and glatt abgehauen und sich Verletzungen am Hopfe beigebtacht.
Die 1frt 140 W 1» ScfrutMn bte WrtOTrnrlöhr^ ber' Gemeindebeamten. 140 und 141 werden genehmigt Bei 142, Allgemeine Vorschriften für Ernennung und Anstellung, beantragt Abg. Uebel, nach fünfjähriger Dienstzeit die im allgemeinen auf Widerruf angesteklten Gemeindebeamten unwiderruflich an» zustellen. Geheimerat B e st widerspricht dem, desal. Abg. Dr. Glässing (natl.). Abg. Uebel (Zentr.) bittet, seinen Antrag ansunehwen. Abg. Wolf (93b.): Dieser Antraa gehe bei Gemeinden zu weit. Die Forderuna hon fünf Jahren bestehe nirgends. , Der Ausschustantrag aus Annal-me ber Regierungsvorlage wirb angenome.nen, der Aittrag Uebel abgelehnt 143 bis 159 werden genehmigt.
Abg Bähr (wild) bezweifelt bie Deschluhfähigkeit des HauseS, die der Präsident darauf feststellt DaS HauS wird sod^i gegen 2 Uhr aus Donnerstag, 22. Dezember, vormittags 9 Uhr vertagt.
An» miD ttanOe
® i e ü e n, 92. Dezember 1910.
Militärische Jugeiiderziehung.
Crtne Reihe Don Staaten des Auslandes viacht in den letzten Jalneu mehr oder minder graste Kraftansttengungen, um durch sie Bildung mititärischer Jugeudorganiiationen ihre Wehrkraft zu hebe.t Diese Ju^--"dlichen stehen meist im Atter zwisä^en Schule und vecresdienst. »um Teil gehören sie noch Dem Schulalter an.
Ticser Vorgang hat Hn Dorsitzendrn deS Zentralausschusses für Volks» und Iugendspiele, Abg. vor Schenckeudorff, Berautas- lung gegeben, in ber letzten VocitandSfitzung zu Eijenach Stellung zu nehmen. Die Frage ist für den Zenttalausschust nicht neu. 'sdpn tr feinem fhierfe „Wehrkraft durch Erziehung" ist u. a. von Gyninasial-Rektor Siürenöurg-Drfsden nachgetviesen, welckx etbehlid'e Bedenken hierg-gen erhoben werden müllen. Die Frage l/at in einem früheren Studium auch schon Molike Dorgelegcii, der alle Jugendmürzen m't dem Zweck militärischer VotbckDung vex- wirft unb als vornehm'.ichsten Weg zur Förderung der Wehrkraft die Erhöhung der körperlichen Tüchtigkeit durch Die Erziehung ansieht. Auf Jugendp-ganifaiionen mit ausge- iprod)eiinn Ziveck her allgemeinen IngenOpflege Hot Dies leinen Bezug.
Eine auS dieser Amccaung herar^ Fcrfaftte „Denkschrift über nationale Erziehung durch Leibesübungen" von dem Abgeordneten von Schenckendcrst ist in Abschrift auch Dem Preustiicheu Kultus^ und Kricgsministermm übersandt woc-
Der Kriegsminister Hal in einer programmatischen Erklärung an den Bcrfajfer dazu Stellung genommm, in der u. a. gejogl luirö:
Euer Vochivohlgeborcn ipredx ich mein volles Eiiioerständnis . mit den Leitiaven aus. Namenllich geben mir die Ausfuhr'mgen bezüglich der Bavenung der militärisch organisierten Iugend- loehreu bie gewünschre Gellgenhcit zu ?itvr zu stimm enden St-llung- 1 nähme.
Bei Art 116, Oesfenrlichknt der Sitzungen, sprechen sich die BDbgtt Dr. Fulda (Soz.) uno Wolf- Stadecken (Bb.) für die Oeffenllichkeit auS, die Abgg. Finger (nait) und Stöpler (als Berichterstatter) gegen sie. Die Regierungsvorlage treffe baS Richtige, wenn fle die Oeffentlichketi b'* zrlasfe, w- sie cS für richtig halte.
Die Artikel 120 bis 132, behandelnd die Tätigkeit des Bürger- Meisters und der Beiaeorbn?ten, werden genehmigt Bei Art. 125, DiSziplinarveihältnisse, beantragt Abg. Uebel Strich deS Aus. II, ber biSjchttnllrten Gemeindebeamten einen Teil deS Ruhegehalts tznspricht. Er braründet seinen Antrag.
Geheimerat Best betont, dast durch diese Bestimmung Härten vermieden werde» sollen, denen auch die Slaolsbeamten nicht LnSgesetzt sind.
Abg. Dr. Glässinß tritt für den AuSschubautrag du, den gtnim Artikel anzunehmcu.
2lbg. W o l f-StadeckL» (Bb.) wird fstr bie Regierungsvorlage stimmen. Wenn ein solcher Beamter jahrelang Beiträge in die Fürsorgekasse geleistet habe, müßten ihm diese Beiträge wieder zu rückerstattet werden. Mg. Hebel (Zentr.) tritt nochmals für seinen Antray ein. Der zweite Absatz bedeute eine Bevorzugung b« disziplinierten Beamten vor den treuen.
Llbg. Stöpler (natl) rechtfertigt ben AuSschustantrag, bn toonivuimm wird. Der Antrag Uebel wird abgelehnt Bei Art. 127, Vertretung bet Gemeinde bei Vornahme von Rechls- geschästen, beantragt Abg. Reh (freis.), die beiden BHoüJtD- nelcn, die austcr dem Dürgermeister bei Beurkundungen zugezogen werden sollen, zu streichen. Abg. Wolf (Bb.j schliestt sich dem cul Abg. Stöpler (nall.) rechtfertigt als Berichterstatter drn AuLsomganlrag. Dieser wird abaelebnt, der Antrag Reh angenommen. Die Art 133 bis 139, die Deputationen und Kom- viilsionen betreffend, werden gcncljmigt Ein neuer Artikel 133 a toirD rinnefünl: Durch Gev-einderatsbeschluh kann, abw-i-bend Von der Vorschrift des Art 133, Abs. 1, bestimmt werden, datz den Deputattoueu für das Armemoesen, für Unterrichts- und Srziehuugswefen, Gefundheitspslege und Krankenfürforge Frauen bis |u cuian Viertel der Rditglieder Sitz und Stuiuuc ansehörcu köuueu.
vüchertifch.
DäuSliche Konditorei. 325 erprobte Rezeptr ptr Bereitung von Torten, Kuchen unb Backwerk. Von L. von P r o e v p e r, neu bearbeitet von Marie Breilhaupt. Vierte Auflage. Verlag von Trowitzsch u. Sohn in Franknirt a. b. Oder. Ein besonderer Reiz deS Weihnachtsiestes, eine Vorfreude „sützesler" Art in Des Wortes eigenster Bedeutung ist die Festbackerei. Und wetche Freude, wenn der Kuchen gut gelungen, bie Plätzchen mannigfachster Art diesmal bejonoers gut schmecken. Die Hausfrauen, die sich bis jetzt noch nicht an das Selbstbacken gewagt haben, sollten es in diesem Jahre nur einmal probieren. Es ist io so leicht, nach ber praktischen Anleitung des attbewährten RezeptbucheS zu verjähren. Und schmeckt nicht Selbstgcbaclrnes bejonders gut, ist es nicht auch viel billiger? Bei grötzere» Mengen beoeulet das schon eine ziemliche Ersparnis. Jeder Geschmacksrichtung und jedem Geldbeutel — ber Preis der einzelnen Gerichte ist angegeben — ist Rechnung getragen. Tie erprobten, leicht verständlichen Rezepte behandeln alle Arten von suchen und Torten, Schmalz- und He,engebäck. kleineres Konfekt Lebkuchen, überhaupt den ganzen Bedarf an festlicher unb Alltagsdackerei in Voltständigkeit
— Ein reizendes Weihnachtsgeschenk für unse« Damenwelt ist das im Verlage von John ßenrg Schwerin, Berlin Sst. 57, neu herausnetornmene herrliche und äutzerst umfangreiche Familien-Monogramm-Album. Tassetde er- jcheiut in elegantem Umschlag und enlhätt mehr als 1250 Mon> g ramme für Platt- und ltteuz stichst icke re i, sowie entzückende Kronen, Vignetten ufw., so dast jedem Geschmack und jeder Buchsurben- Zusammenstellung Genüge geschieht. Es ist stannenswrn, wie für dm billigen Preis ein derartig umfcmgreick-es UBerf geboten werden kann, das über 1250 Monogramme enthält, und liegt daS Gec-imniS wohl einzig und allein in der großen Abfatzjähigkeit und Popularität des Familien-Monogramm-Albums, das in leuia Familie fehlen sollte.
Märkte.
?.0. Wiesbaden. Diehho'-Marltberlcht vom 21. Tez
Arsttrieb: Rinder 73, KÜtber 372, Schate 69, Schweine 8i2.
Tendenz: WüiMr gedrückt Halber flau, Schafe mittelmäßig vchweine mitteUnätzig. Preis D>-rch-
^öchste Temperatur am 2Q bis 2L
SlicDnfliu , w 20. , 21.
pro luu Psd. |d)niu»pvetS
Ochs-n. P» luu lilunb
P * ui. Uoenft. ÄU)ia.üu
Tonpefldiine, auSflcmärtete. HZchsim
Cchtachln-eneo, höchstens 6 Jahre alt 46—19 84-86
Zunge, fieifd)ige, nicht auSgeuiaiiete imö ältere au»gemä|lete 48—45 82—88
Pi ätz,g geiuiljae junge unb gut genährte allere 87—42
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