Ausgabe 
26.2.1910 Erstes Blatt
 
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französischen Scherzlicdchen- verstehen.

Allg. Musikz.

iegen einen Vortrag über die Bedeutung und Aufgaben

aus

X Bad Nauheim, 25. Febr.

Die dieswinterliche

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Ans Stadt und Land.

Gießen, 26. Februar 1910.

* Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nach- Mittag 3l/.j UhrRomeo und Julia", abends 7/g UhrRobert und Bertram".

K o u z e r r deSBauerschenGejaugvereinZ Sonntag nachmittag 5 Uhr in der Neuen Aula der Universität,

Französischer Vortrag mit Lichtbildern von Pro». Berryer- Darmstadt im großen Hörsaal der Universität Samstag abend G Uhr.

Histo rifch es Orgelkonzert am Sonntag abend 8 Uhr in der Stadtkirche von P. von der Au aus Mainz.

Kolosseum: Täglich Vorstellung.

K i n e m a t o g r a v h: Täglich Vorstellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

Anlagemusik am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Süd-Anlage. Spielplan:Er weicht der Sonne nicht!" Marsch von Kaiser; 2. Große Fantasie aus der OperPreciosa", von C. M. v. Weber;Amina", ägyptisches Ständchen, von P. Linke; Mil Paradcslaggen", 'Marsch von Blankenburg.

Schlußvorskellnng des

** Die VerkehrS-.Einnahmen aus bcm Per­sonen- und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: für die EiscnbahndirektionSbezirke Frankfurt a. M. und Mainz: im Monat Januar 1910 8 426 000 Mk., oder gegen das Vorjahr mehr 1 056 500 Mk. 14,33 Proz.; in der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 106 318 000 Mk., oder gegen daS Vorjahr mehr 8 395 000 Mk. 8,57 Proz.; für die Pccußisch-Hesssiche Eisenbahngemeinschaft: im Monat. Januar 1910 139 730 000 Mk., oder gegen das Vorjahr mehr 9 583 000 Mk. 7,36 Proz.; in der Zeit vom Be­ginn des ' Rechnungsjahres 1 591 037 000 Mk., oder gegen das Vorjahr mehr 87 491 000 Mk. 5,82 Proz.

** Hochzeit im Hause Solms-Lich. Im Schloße zu Lich findet am 11. Mai d. I. die Vermählung der Prin­zessin Dorothea zu Solms-Hohensolms-Lich (geboren 1883), Schwester des Fürsten Karl, der Großherzogin Eleonore von Hessen und der Landgräfin Karoline von Hessen, mit dem Prinzen Hermann zu Stolberg-Wernigerode, Herr auf Radenz in der Provinz Posen (geb. 1867), der älteste Bruder des Fürsten Christian Ernst, mit großem Gepränge statt. Das Großherzogspaar und viele Fürstlichkeiten werden an der Feier teilnehmen.

>y* Vom Elektrizitätswerk. Nachdem die neue maschinelle Anlage im Elektrizitätswerk, die 600 Pserde- träjre zahlt, jeii Mitte Dezember in Betrieb genommen war, wurde sie am Donnerstag einer gründlichen Leistungsprobe unterzogen. Direktor Stolte, Dipl.-Jng. Schmitz und Ma­schinenmeister Lange waren mit einigen Arbeitern von mor­gens 7 Uhr bis nachmittags 5 Uhr ununterbrochen im K'cstel- hause und in der neuen Maschinenhalle tätig, um sestzu- stellen, ob die von der Dingler,chen Maschinenfabrik Zwei­brücken für den neuen Dampflestel und die große Dampf­maschine gegebenen Garantien erfüllt werden und ob bte von den Siemens.Schuckert-Werken erbaute Dynamomaschine das leistet, was sie leisten soll. Zu diesem Zwecke hatte man in der Maschinenhalle eine Anzahl eiserne Rahmen ^ausgestellt, in denen sich Spirale befanden, in die die von ^ster Dynamomaschine erzeugte Elektrizität geleitet wurde, untsben Strom in Wärme zu verwandeln. Nachdem die Mafis^encmlage von 79 Uhr in Tätigkeit war und sich im BelMwungszustand befand, ließ man die Anlage von 9 Uhr vormittags bis 41/2 Uhr nachmittags ununterbrochen mit normaler Leistung laufen. Tie sich in der Halle ent­wickelnde Hitze erreichte bald eine Höhe, daß sie den Be­amten den Schweiß aus den Poren trieb. Gegen 4 Uhr nachmittags stellte sich auch Beigeordneter Kommerzienrat Heytigenstaedt ein, der nach Einsichtnahme in das Ergebnis der Leistungsprobe der Anlage erklärte, daß die von den Lie,e- r an len gegebenen Garantien beim Damv^estel und bei den Maschinen erfüllt seien, so weit man dies so beurteilen könne. Nach dem zahlenmäßig gewonnenen Material werden jetzt die genauen Berechnungen aufgestellt und dann erst erfolgt die Abnahme der Anlage.

Stadttheater. Die Sonntagnachmittag-Aufführung vonRomeo und Jul la" ist die letzte des klassischen Werkes und findet bei kleinen Preisen statt. Die Rolle der Julia" wird diesmal von Frl. Sybil Bane gespielt. Die Abend-Vorstellung vonRobert und Bertram" mit den Herren Norden und Urban in den Titelrollen ist aufs sorgfältigste vorbereitet und wird auch in den Einlagen, z. B. der Salome-Parodie, besonders Lustiges bringen.

schreibt: In dem Konzert der Mezzosopranistin Ella Schmücker u. . . . konzentrierte sich das Hauptinteresse aus die Sängerin, die neben einer Reihe französischer Lieder Schubert und moderne Kompollisten auf ihr Programm gestellt hatte. Ihre mit ersicht­lichem Fleiße geschulte und tom'djöne Stimme, ihre mustergültige Aussprache und nicht zuletzt ihr hübscher und musikalischer Vortrag machen die Vorzüge ihres Könnens aus.

** Auf öie Versammlung des Hansa-Bundes, am Montag abend in Steins Garten, in der Dr. Mollat

vörscn-Wochenbericht.

F r a n k f u r t a. Ä., 25. Febr.

Die Lustlosigkeit, die-on in der Borwock^ den Markt beherrick/tc, gab dem Verkehr auch in der jüngsten Berichtsperiode das Gepräge. Hatte das GesckAst vorübergehend aud): ein lebhafteres Aussehen, so beschränkten sich die Umsätze doch nur auf wenige Spezialitäten. Die Mißstimmung wurde zum Teil durch die Haltung der Auslandsbörsen genährt. In Wallstreet haben die wilden Schwankungen laufgehört, indessen geben immer noch Die alten Motive, unter denen die Befürchtung ungünstiger Ge- ri-chtsveschlüsse in Sachen der Trusts im Vordergründe stehen, der Baisiespelulation Oberwasser, so das Ansätze, einer Aufwärts bewegung im Keime ersticken. Unter diesen Umständen sehen stA die kontinentalen Atärkte veranlaßt, weiter abzuwartcn. In

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bandstheatcrs im Sprudel-Hotel erfreute sich eines sehr guten Besuchs. Tie vier Schlvänke von Hans Sachs (1. Gottes verborgene Gerichte; 2. Untreue schlägt den eignen Herrn; 3. Der Doktor mit der großen Na)e; 4. Der Krä- merstoop) übten eine lebhafte Anz,iehungstr:aft aus, die sie wohl auch niemals verfehlen werden. Das Publikum freute sich gan ^unmittelbar der treffenden C^arakterzeich- nung, der Lebensllugheit und Spruchweisheit des Nürn­berger Meistersingers. BesondersUntreue schlägt den eignen Herrn", eine der gehaltvollsten Hans Sachsscheu Dtchtangen, hat wie vor 350 Jahren auch heute noch all­gemein gepackt. Wie da in dem spaßig-ernsten Spiel von dem reichen Vater und feinen habgierigen Söhnen das König Lear-Motiv, das gleichzeitig^von Shakespeare zu einem Drama von zerschmetternder Tragik geformt wurde, schlicht und schlau abgewandelt wird, das berührte die Hörer aus dem Volt vor allem durch die Lebenswahrheit des Vorgangs.

L. Friedberg, 25. Febr. In-der. gestrigen Stadt verordneteu-Sitzung entspann sich eine längere Aus spräche über den Standort des neu zu erbauenden W ässe r türm3 auf der Warte. Der Turm ist int Stil des früher dort gestattdenen Wartturmes projektiert und wird an 40 000 Mk. kosten. Bürgermeister Stahl schlägt vor, den Turm mitten aus die Landstraße in der Verlängerung der Frankfurter Straße zu stellen, wenn hierzu der Grund und Boden hergegeben wird, und die Straße um den Turm rechts und links herum zu führen. Der Vorschlag wird gebilligt, da aber dann eine Fluchtveränderung der Frankfurter Sttaße nötig ist, soll erst an Ort und stelle Einsicht genommen werden. Dem Turnverein Fauerbach \uirb die Genehmigung erteilt, am 16. Juli ds. Js. das Gauturnfest des GauesWetterau" auf der Pfingstweide abznhalten; ebenso wird dem AthletenklubGermania" die Erlaubnis erteilt, am 9., 10. und 11. Juli ein Äthletenfest auf der Seewiese abzuhalten. Die Anlage an dem südlichen Teil der Stadtkirche war s. Z. nach den Angaben und Plänen des Kirchenvorftandes von der Stad; mit Rasenbeeten und Ziersträuchern bepflanzt worden. Der Ltirchenvorstand teilt jetzt mit, daß der Geschmack sich jetzt so geläutert habe, daß man die Anlage wieder entfernen und den Platz mit Mied und hochwachsenden Bäumen bepflanzen solle. Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Ziersträucher herauszunehmen und anderweitig 511 verwenden im übrigen aber Der §birchengemeinde zu überlassen, sich den Platz so anzulegen, wie es ihr beliebe. Es wird besclstossen, eine Sarg senkvorrichtungPietät", die seither zur Probe benutzt wurde, für 240 Mk. zu kaufen. Dem Sladtv. Georg Falk, der jetztj 30 Jahre der Stadtverordnetenversammlung angchört, wurde vom Bürgermeister in einer ehrenden 'Ansprache ein Blumengebinde überreicht.

w. Mainz, 25. Febr. Hier ist heute ein Milch krieg ausgebrochen. Die Milchhändler appellieren an die Konsumenten, ihren Bedarf nach Möglichkeit einzuschränken.

te. Schonberg, 25. Febr. Die Fürstin Blutter zu Erbach-Schönberg, geborene Prinzessin von Batten- b rg, begab sich heute zu mehrwöchigem Aufenthalt nach England zum Besuche ihrer Schwägerin, der Prinzessin Beatrice von Battenberg, geborenen Prinzessin von Groß­britannien und Irland in London, Kensington Palace.

** Konzert des Bauer scheu Gesangvereins. Ueber Frl. Ella Schmücker, Steglitz-Berlin, die in denr mor­gigen Konzert als Solistin auftritt, schreibt dieDeutsche Säuger- bundesz." Am 26. Januar gab der Berliner Liederkranz im großen Saale der Kgl. Hochschule für Musik ein von Ella Schmücker (Sopram unterstütztes Konzert . . ._ E. Schmücker legitimierte sich als Sängerin von sehr sympathischen stimmlichen Qualitäten; auch die Intelligenz ihres Vortrags berührte an­genehm. Sie sand mit ihren Gaben gebührende Würdigung und mußte sich auf den lebhaften Beifall hin zu einer Zugabe 1 einem

Ihre Einbringung Han- - von der Vereinbarung mit der un­garischen Negierung nn*bon der Entscheidung über die Frage der finanziellen Deckung ab. Auch die Reform der Militärstraf- prozeßordnung sei nur noch von der Regelung der Frage der Gerichtssprache abhängig.

In Wien fand am Freitag eine Sitzung des Deutsch- nationalen Verbandes statt, in welcher die Frage der Einigung der deutsch freiheitlichen Parteien in einen einzigen Verband erörtert wurde. Vorher sanden Versammlungen der Deutsch-Fortschrittlichen Vereinigung uird der Teutsch-Raditälen Vereinigung statt. 'Auf Grrmd der Mitteilungen dieser Verein­barungen beschloß der oentt'ch-nattonale Verband einstimmig die Bildung des vorgeschlagenen Deutsch-nationalen Verbandes.

Die Vorlage betreffend die Erganzunaskredite für die englische Flotte in Höhe von 689 100 Pfiutd Sterling für 1909/10 ist' dem englischen Parlament zugegangen.

Nachdem das englische Unterhaus das Amendement zur Adresse auf die Thronrede, betreffend die Einführung von Schutzzöllen zur Förderung der heimischen Industrie mit 228 gegen 185 Stimmen abgelehnt hatte, wurde die Adresse einstimmig angenommen und das Haus auf den 28. Februar vertagt. Arn Freitag fanden zwei Mini ft er­rät e statt und die Sage scheint nach einer späteren Meldung plötzlich eine Wendung zum schlimmeren genommen zu haben. Was für eine neue Schwierigkeit entstanden ist, vor­ausgesetzt, daß dies überhaupt der Fall ist, ist unbekannt, unzweifel­haft herrscht aber in den Foyers des Unterhauses eine sehr pessi­mistische Stimmung. Nachmittags war das allerdings vollständig unbestätigte Gerücht im Umlauf, daß die Regierung sich mit der Absicht trage, abzudanken.

Der König von Schweden unternahm in Beglei- rung der Königin am Freitag zum ersten Male nach seiner Krankheit eine kurze Spazierfahrt im Automobil.

DerLok.-Auz." meldet aus New York: Die Staatsgendar­merie stellte allmählich die Ruhe in Philadelphia wieder­her und säuberte die Straßen von dem Mob. Ter Betrieb wird langsam wieder ausgenommen. Ter Generalstteik ist vorderhand auigegeben.

Aus Peking wird gemeldet: Durch ein kaiserliches Dekret wird der Talai Lama unter Aberkennung seiner geistlichen Vorrechte wegen seiner Flucht aus Lhasa seines Amtes enthoben. Die Wählen für seinen Nachfolger wurden angeordttet.

Hin und Har gestand der Regierungsvertreter der Gemeind« eine außerordentliche Holzfällung zu, und daß es ihr ge­stattet werden solle, ein Guthaben von 18000 Mark bei der Bezirkssparkasse Gießen zur Veftreirung der Kosten von 2122 000 Mark abzuheben. Trotzdem ging der Gemeinde­rat nicht auf die Vorschläge der Behörde ein und will eine allgemeine Versammlung einberufen, um so die gesetzmäßige Forderung der Behörde einer kritischen Beleuchtung in der Öffentlichkeit zu unterziehen.

_(m.: Nieder-Mörlen , 25. Febr. Wohl einer der ältesten Gemeinderechner OberhesfenS, Rechner Peter Jakob Mobs, hat krankheitshalber sein Amt niedergelegt 24 Jahre lang hat Mobs seinen verantwortungsvollen Posten treu und gewissenhaft zur Zufriedenheit der Ge­meinde und seiner vorgesetzten Behörde ausgefüllt. Schon vor einigen Jahren hat er das Amt eines Rechners des Spar- und Vorschußvereins wegen Arbeitsüberhäufung niedergelegt. Sett Inkrafttreten der Versicherungsgejetze in Deutschland führte er auch die Kassengeschäfte der Ge­meindekrankenkasse und der Jnvaliditätsverficherung. Gleich­zeitig waren ihm auch eine Anzahl Ehrenämter übertragen, z. B. als Mitglied des Kirchen- und Schulvorstandes usw. Sehr ungern steht man den alten Herrn aus seinen Aemtern scheiden, denn allenthalben war er wegen seiner Zuvor­kommenheit beliebt.

L. B a d N a u h e i m , 25. Febr. Dem Vernehmen nach mürbe dem Restaurateur des Kurhauses H. Moder das neue Cafe in den Kolonnaden in Pachtung gegeben.

M. B a d N au h eim , 25. Febr. Eine scheußliche Rohen wurde gestern am Hellen Tage auf der Lindenstraße verübt. Ein äußerst wertvoller £>unb des Mechanikers M. hier spielte auf der Straße mit anderen Hunden, als plötzlich ein Schuß fiel und der auf 500 Mark bewertete Hund tödlich getroffen hin sank. Da man einen Racheakt oer^ ' mutet, sind dahingehende Nachforschungen angestellt worden, die hoffentlich zrtr Feststellung des Täters führen.

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des Hansa-BundeZ halten wird, fei hiermit nochmals auf- mcrkfam gemacht.

** D i e O b e r h e s s i s ch e Gesellschaft, natur­wissenschaftliche Abteilung, für Natur- und Heil­kunde wird ihre letzte Wintersitzung am Donnerstag, 3. März im großen Hörsaal des physikalischen Instituts (Srephan- straße 24) abhalten. Dr. Phil. Hermann Meyer wird über die älte ft e n Spuren des Menschen sprechen. Gäste, aud.) Damen, sind willkommen. Besonders sind die Mit­glieder des Oberhessischen Geschichtsverein und der Gesell­schaft für Erd- und Völkerkunde zu dem Vortrage ein- geladen.

'* Vom Kolosseum schreibt man uns: Saeco be­ginnt heute den s e ch st e n H u n g c r t a g. Sein Befinden ist noch normal, jedoch die blasse Gesichtsfarbe Saccos ver­rät schon die ersten Unannehmlichkeiten des Hungers. Tas Interesse des Pülllikums wächst von Tag zu Tag; es ist zu raten, den Künstler auch in den ersten Tagen zu besuchen, um bei späterem Besuche durch eigene Ueberzeugnng Den Eindruck gewinnen zu können, daß fein körperlicher Zu­stand sehr gelitten hat. Sein Befinden am fünften Tag war Temperatur 24, Atmung 21, Puls 94, Verbrauch an Wasser bisher 13 Flaschen, au Zigaretten 107 Stück. Be­finden normal.

" Der Biograph wird, wie man uns schreibt, von heule ab ein nach der gleichnamigen Oper ausgearbeitetes, großartig ausgestattetes SchauspielM i g n 0 n" und hieran anschließend ein Tonbild aus der gleichen OperDer Auf­tritt der Zigeuner" bringen. Laucelot und Elaine, ein 345 Meter langer Kunstfilm, zeigt in vorzüglicher Dar­stellung eine hochinteressante Legende aus der Ritterzeit. Für Humor sorgenTie Neuvermählten im Zoo", eine ame­rikanische Burleske, ferner Pneumatik Michelin, Herrn Un­bedachts Revanche itnb das Tonbild:Ein fideler Hochzeits­gast". Sehr schön, lehrreich und interessant, ist der farben­prächtige Natur-KunstfilmDie Schluchten der Aude in Südfrankrcich". Dieser kurze Heb erb lief genügt, um die gute Zusammenstellung des Programms zu zeichnen.

V 0 r s i ch t a m F e r n s p r e ch e r. Durch schnelles und häufiges Drehen der Kurbel am Fernsprech­apparat werden so starke elektrische Ströme erzeugt, daß die Beamten des Vermittelungsamts körperliche Beschädi­gungen erleiden können. Ein solcher Mil ist kürzlra) in Teutschental bei Merseburg vorgewmmen. Die Ober-Post-- direkrion in Halle a. d. Saale hat gegen den Schuldigen, einen Ingenieur aus .Leipzig,,Strafantrag .wegen sahr- täffiger Körperverletzung'gestellt (der Angeklagte ist zu einer Geldstrafe von 60 Mk. verurteilt worden.

* Gefunden. Die gestern als vermißt, gemeldete Verkäuferin hat sich wieder eingefunben. Sie hatte sich nach Wieseck begeben und sich dort aufgehalten.

Y " Einhefsifches Krüppelheim ist am 20. Febr. zU^Ni e d er-R a m st ad t eröffnet worben. Am folgen­den Tage hat das erste Kind Aufnahme darin gefunden. Im ganzen find vorläufig acht Plätze vorgesehen, beim es han­delt sich zunächst um einen Versuch, für den man deshalb auch noch kein festes Hans, fonbent nur eine Baracke errichtet hat. Das neue Heim steht in schönster Lage auf bem Gebiet ber Epileprischenairstalt, bereu Leitung (Pfarrer, Arzt, Lehrer) und Verwaltung es angeschlossen ist, boch so, daß die Krüppelkiuder in keiner Weise mit den Epileptikern in Berührung kommen. Hauptzweck der Anstalt ist die Aus­bildung der Krüppellinder zu selbständiger Erwerbstätig­keit auf der Grundlage einer guten Volksschulbildung. Jede nähere Auskunft erteilt die Änstaltsleitung, Pfarrer Wei- mar-Nieder-Ramstadt, der auch Meldungen zur Aufnahme entgegennimmt

= Saubringen, 25. Febr. Zwei Unbekannte, angeblich Handwerksburschen, überfielen am Nachmittag des 24. Februar auf der Landstraße zwischen Daubrmgen und Atten-Buseck einen Holzfuhrmann nnb suchten ihn zu berauben. Der eine ist 2425 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, von kräftiger Statur und bartlos. Er trug einen hellen Anzug und einen grünen Hut; der andere ist 2425 Jahre alt, schlank und bartlos. Er trug einen dunklen Anzug und einen hellen Hut. Letzteren hat ber Angegriffene mit einem Taschmesser in den Unterleib gestochen, so daß er stark blutete. Sachdienliche Mitteilungen sind an die Staats­anwaltschaft Gießen zu richten.

X Ettingshausen, 25. Febr. Gestern abend hielt Pfarrer Han st ein von Gießen in dec Kirche einen Licht­bild e rv 0 rt ra g. Zn Beginn sangen die Anwesenden bas von Pfarrer Baur geüichtete geistliche Volkslied:Bleibe bei uns, 0 Herr Jesu". Zunächst zeigte oer Vortragende an einigen Bildern 5ie Reife nach Palästina, die man heute in 34 Tagen zurücklegen kann. Tann zeigte er die be­kanntesten und interessantesten Bilder aus bem Leben,Jesu nebst den uns bekanntesten Orten aus der biblischen Geschichte. Sodann führte er Bilder aus ber Kultur, ber Beschäftigung ber Bewohner und ihren häuslichen Einrichtungen vor. Die gegebenen Erläiitecungen waren sehr lehr lehrreich. Der Gemeinderat hat dein Kaufmann Karl Bieler von Gießen die hiesige Gemeindejagb, welche sehr reichlichen Reh- bestanb hat, zum Preise von 1450 All. auf weitere 6 Jahre aus ber Hanb verpachtet, obwohl die Pachtzeit erst nächstes Jahr abläuft. Der seitherige Pachtpccis ist 1345 Rtk.

= Bersrod, 25. Febr. Unsere einklassige Schule zählt seit einer Reihe von Jahren über 80, gegen­wärtig 89 Kinder und steigt in 23 Jahren über 100. Zwecks Errichtung einer zweiten Stelle, die auch einen Neubau nötig macht, verhandelte die Behörde, vertreten durch Re­gierungsrat Merck, Schulrat Eck, Schularzt Langermann und Negierungsbaufuhrer Knoll, mit dem Gemeinderate, der von vornherein erklärte: Wir bewilligen gar nichts, wenn wir nicht dazu gezwungen werden.' Nach langem

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hießen,

Landwirtschaft.

Darmstadt, 25. Febr. Heute fand hier aus bem Pferde Marktplatz die erste Versteigerung von Pferden and Fohlen hessischer Landwirte statt. Tie Berfteigerung, die z. T. unter strömendem Regen vor sich gehen mußte, hal ein befriedigendes Ergebnis gehabt, trotzdem bei der Versteigerung selbst nur 7 Proz. der erschienenen Pferde verkauft würben Frei hänbige Verkäufe nach ber Versteigerung sind etwa zehn ge- melbet worden. Tie gleiche Anzahl Tiere dürste außerdem noch verkauft worden sein, ohne daß das Auktionsbureau in Anjpruch genommen wurde. Schätzungsweise famt man annehmen, daß 2025 Proz. der erschienenen Tiere ihre Besitzer gewechfclt habcic Außerdem sind weitere Derkäuse aus Grund der Besichtigung auf dem Pferdemarktplatz angebahnt worden. Berücksichtigt man, daß die ganze Veranstaltung neu ist und erst nach allmählicher Einbürgerung aus ganzen Erfolg rechnen kann, so darf matt mit dem Ergebnis dieser ersten Versteigerung durchaus zufrieden sein. Tie 100 auf bem Platz erschienenen Pferde waren durch weg von guter bis bester Qualität. s)hir ganz vereinzelt waren geringere Tiere auf getrieben worden. Welch reges Interesse die Hess. Landwirte dem Unternehmen cntgcgenbrachten,, konnte man aus dem außerordentlich starken Besuch der Veranstaltung enb nehmen. 15002000 Personen waren auf dem Platze anwesend.

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