Ausgabe 
27.4.1910 Erstes Blatt
 
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kaiserlichen Hoflager selbst ist nichts bekannt.

Die nächste Sitzung des preußischen Herren­hauses wird am 28. April ftattfinden mit der Tages­ordnung Wahlvorlage.

Aus Wilmersdorf wird gemeldet: Am Drenstag früh gegen 61/2 Uhr stürmt en einig e hund ert Stre i- ckendc auf mehrere von Arbeitswilligen der Ver­einigten Gerüstbau-Verleihanstalten begleitete Wagen, die in die Prinzregentenstraße einbogen, verletzten acht Pferde durch Messerstiche, bombardierten die Ar­beiter mit Steinen und beschossen sie mit Revolvern. Zwei Arbeitswillige wurden schwer, zwölf andere leichter ver­letzt. Ein starkes Aufgebot von Schutzleuten zerstreute die Unruhestifter. Die eigentlichen Täter entkamen; Verhaf­tungen wurden deshalb nicht vorgenommen.

Wie dieKarlsruher Zeitung" meldet, wird das Rauch­verbot, das zurzeit für die auf die b a d i s ch e n L i n i e n übergehcndcnSpcisewagen besteht, mit dem 1. Mai d. Zs. für den Bereich der badischen Staatseisenbahnverwal- tung aufgehoben.

Ausland.

Aus Bia rritz wird gemeldet: König Eduard hatte am Dienstag den russischen Mini st er des Aeuße- ren zur Frühstückstafel geladen und hatte dann mit ihm eine Unterredung von kurzer Dauer. Der Besuch trug keinen offiziellen Charakter.

Heer und Flotte.

Berlin, 27. April. Heute begeht der ehemalige preußische Kriegsminister General von Berdy du Vernois fein 60jähriges Militärjubiläum.

Sum Konfurs öes Vorschuß und Lreditvereins Ober-Mockstadt.

Hungen, 27. April.

1 Zn Nr. 96, 2. Blatt, Ihrer geschätzten Zeitung vom Gestrigen 1 beklagt sich eine Korrespondenz aus Nidda, die offenbar avs miß­vergnügten Gläubiger kreisen herrührt, über die angcbi&r Ver­zögerung einer weiteren Abschlagsverteilung unter die Gläubiger und behauptet, daß, irachdem am 29. Dezember 1909 10 Prozent abschläglich bezahlt worden, eine Auszahlung von weiteren 20 Prozent recht gut schon im März l. Js. ausführbar gewesen -wäre. 'Die Auffassung ist völlig unzutreffend und zeugt tion einer Nichtkenntnis der Sach- unb Rechtslage. Es war durcl>- laus unmöglich, eine Abschlagszahlung in dieser Höhe zu leisten, !weil eine solche bei der mehr als 2 Millionen betragenden For­derungssumme einen verfügbaren Massebestand von mehr als 400 000 Mark voraussetzt. Die Einziehung einer derart hohen Summe von Ausständen aus einer durchweg schlecht bemittelten Landbevölkerung läßt sich einfach nicht so rasch bewirken; eine überstürzte Beitreibung aber würde zu vielen Katastrophen und ^Mißerfolgen führen, die nur eine Verlängerung des Konkurs­verfahrens zur Folge hätte. Hierzu kommt, daß eine große An­zahl von Ausständen, nur ratenweise fällig wird, die vollständige Einziehmrg also rechtlich unzulässig oder nur auf dem langwierigen und verlustreichen Wege der Forderungsabtretung an andere Kassen möglich ist. 'Die zur Deckung des Fehlbettags eingehenden Vorschüsse der Genossen dürfen aber nicht zur Abschlagsverteilung verwendet werden, sondern müssen gesetzlicher Bestimmung gemäß his zur Beendigung des Konkurses angelegt bleiben.

Aus diesen 'Darlegungen wird jedem Einsichügen klar werden, warum eine Verteilung von 20 Prozent bisher schlechterdings unmöglich war, während eine geringere Abschlagszahlung wegen der erheblichen Kosten und Schwierigkeiten mit ausdrücklicher Zu­stimmung des Gläubigerausschusses unterbleiben soll.

Zur Beruhigung der Gläubiger, die ja ihre Zinsverluste schmerzlich empfinde mögen, sei schließlich bemerkt, daß eine Abschlagsverteilung von 20 Prozent im Laufe des bevorstehenden Sommers zu erwarten jein dürfte.

Der Konkursverwalter: Sandmann, Rechtsanwalt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 27. April 1910.

* * Ordensangelegenheit. Der König von Preußen erteilte dem Oberstabsarzt Dr. Ohlsen. Rcgimentsarzt des Leibdragonerregiments (2. Hessischen) Nr. 24 die Erlaubnis zur Anlegung des ihm verliehenen russischen St. Stanislaus- ordens zweiter Klaffe.

* * Großfürstin Sergius ist nach einer Moskauer Meldung ,511c Aebtissin des von ihr gestifteten Martha- Marien-KlosterS der barmherzigen Schwestern geweiht worben8. ZutVermeidung vonMißverständmffen wird in berDarmst.Z.8 mitgetcilt, daß die Großfürstin damit nicht ,dcn Schleier ge­nommen8, oderin ein Kloster gegangen8 ist, wie hier und dort angenommen wird. Die hohe Frau ist vielmehr ledig­lich als Oberin in die von ihr gegründeten Stiftung ein- getreten, um diese besser leiten zu können. DieMartha- Marien-Stiftung der Barmherzigkeit8 ist kein richtiges Kloster, sondern hat als Hauptsache die Zlusbildung von Kranken­pflegerinnen, etwa im Sinne unserer Diakonissinnen, zur Aufgabe.

* * Land w. Naturkunde. An dem landwirtschaft­lichen Institut der Landesuniversität beginnt am 2. Mai der 5. Kursus zur Ausbildung in landwirtschaftlicher Naturkunde für Lehrer an Fortbildungsschulen. Den Kursus leitet Professor Gisevius. Außer Lehrern aus dem Streife Gießen, hessischen und preußischen Nachbar- kreisen nehmen auch mehrere Lehrer aus Oesterreich am Kursus teil.

* * D i e hessische Handwerkskammer, wird ihre Vollversammlung am 25. Mai in Darmstadt abhalten, hauptsächlich, um den nächsten Voranschlag zu beraten.

* * Der Stadtplan, der vom Verkehrsverein in der Nähe des Bahnhofs ausgehängt ist, ist in den letzten Tagen auf den neuesten Stand ergänzt und heute früh wieder ausgestellt worden. Der Plan wurde u. a. durch ein Straßenverzeichnis bereichert und auch die Straßeirbahnhaltestellen sind sämtlich genau aus dem Plan zu ersehen.

* Der Bürgerverein hatte für gestern abend seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Hauptver­sammlung zusammenberufen, um über die Stellung­nahme des Vereins zu den im Spätherbst statt find enden Stadtverordneten Wahlen zu beraten und zu be­schließen. Der Verein hatte sich schon vor einigen Wochen in seiner ordentlichen Hauptversammlung mit der An­gelegenheit beschäftigt, aber schließlich die Sache der vor­geschrittenen Zeit halber vertagt. Auch gestern wurden keine Beschlüsse gefaßt, weil die Versammlung nur sehr schwach besucht war. Da es bis zu den Wahlen noch über em halbes Zahr hin ist, ist die geringe Beteiligung übrigens nicht weiter verwunderlich. Man unterhielt sich über das bei den nächsten Stadtverordnetenwahlen cinzuschlagende Wahlverfahren nach Schuch der Vcrsamml..ng gewissermaßen inoffiziell intb es war dieser Unleryattung zu entnehmen, daß wieder das Zustandekommen einer Verewigung a.ler kommunalpolttisch intere.sierten Vereinigungen a..gestr^ werden soll, damit nur ein bürgerlicher Wahrnorscylag

zustande kommt. (In der früheren Versammlung war ver- chiedentlich die Ansicht vertreten worden, die Stadtverord- tetenwahlen als unpolittsche Wahlen zu betrachten und »emgemäß ohne die beiden politischen Vereine vorzugehen.) Aus den sonstigen Verhandlungen sei noch hervorgehoben, daß ein Antrag angenommen wurde, in Zukunft Anzeigen des Vereins nur noch in Zeitungen aufzugeben, die auf biürgerlichem Boden stehen. Der Antrag war aus der Versammlung heraus gestellt worden, während der Vor­stand in seiner Mehrheit bei dem bisher beobachteten pari­tätischen Standpunkt bleiben wollte.

" Die studentischen UnterrichtSknrse für Ar­beiter und Unterbeamte sollen auch in diesem Semester in dem seitherigen Un sarge fortgesetzt werden. Beabsichtigt mb mehrere Kurse in Deutsch und Rechnen, ferner je ein Kurst,8 in Französisch und Buchführung. Weitere Kurse, z. B. Stenographie, sollen bei Bedarf eingerichtet werden. Geplant sind ferner wiederum Führungen und Vorträge. Die Einschreibgebühr beträgt für den Kursus 50 Psg. Damen und Herren, die an den Kursen eilnchmen wollen, werden gebeten, am Montag, dem 2. Mai, abends 8Vs Uhr, im Hörsaal 13 der Universität ich einziisinden, wo Anmeldungen entgegengenommen werden. Zu allen wetteren Auskünften ist der derzeitige Leiter, Tr. H. Knoellinger, Stephanstr. 45, bereit.

" Die Vorträge für Kunst- und Denkmalpflege im Friedberger Predigerseminar müssen verschoben werden.

Prüfungsstatistik. In dem kürzlich abgehaltenen Termin unterzogen sich sieben Kandidaten der Staats­prüfung für das höhere Forsts ach. Einer erhielt die Note »sehr gut", fünf bestanden mit der Noteim ganzen gut8 und einer mitgenügend8. Sämtliche Kandidaten waren evang. Konfession und hatten bereits ihrer Militär­pflicht genügt. Vier hatten ihre Vorbildung in einem Gym­nasium und drei in einem Realgymnasium erhalten. Die Studiendauer schwankte zwischen 7 und 9 Semestern. Der jüngste Kandidat war 25, der älteste 28 Jahre alt.

Lauterbach, 26. April. Am SamStag, 30. April, hält der Oberhess. Ob st bau verein im Saale des Felsen- kellcrs zur Iohannisburg in Lauterbach nachmittags feine Bezirksversammlung für den Kreis Lauterbach ab. Als Hailptgegenstand der Tagesordnung wird der Dr. Hofmann aus Friedberg über das Zusammenarbeiten des Oberh. Obst­bauvereins und des Landwirtschastskammer-AuSschiiffes be­richten. Da der Obstbail im Kreise Lauterbach in steter Ent­wicklung sich befindet, wäre der Besuch der Versammlimg durch alle Interessenten besonders erivünscht.

X Büdingen, 26. April. Wie wir kürzlich berichteten, inb berAusführung der geplanten Kleinbahn Büdingen- Hanau Schwierigkeiten erwachsen, die jedenfalls dazu ühren werden, daß man das Projekt vorläufig liegen lasten muß. Die Schwierigkeiten sind hinsichtlich der Ausführung der preußischen Teilstrecke entstanden. Die Baukosten dieser Strecke sind ohne Grunderwerb auf 1 100 000 Mk. veran- chlagt und sollen in der Weise aufgebracht werden, daß die Internehniersirma, die Aktiengesellschaft für Bahnbau und -Betrieb in Frankfurt a. M., ein Drittel übernimmt, während der Rest je zur Hälfte vom Bezirksverband des Regierungs­bezirks Kastel und vom preußischen Staate durch Bewilligung von Darlehen auS Mitteln der Kleinbahn-Fonds aufgebracht wird. Vom Bezirksverband ist die Unterstützung des Unter­nehmens in der angegebenen Form auch in Aussicht gestellt worden, während der preußische Eisenbahmninister aus Grund deS eingereichten Finanzierungsplanes eine Beteiligung des Staates nicht hat befürworten können. Somit ist das Pro­jekt auf einem toten Punkte angelangt. Man hofft aber im Hanauer Kreise, daß die Angelegenheit nach Errichtung der projektierten elektrischen Ueberlandzentrale wieder in Fluß oinmt.

r. Köddingen, 26. April. Am 6. Mai sind c§ hundert Jahre, daß die hiesige evangelische Kirche eingcweiht würbe. AuS diesem Anlaß soll das dies­jährige Kirchweihfest zu Pfingsten besonders festlich gefeiert werden.

= Friedberg, 26. April. Die lanbespolizeiliche Abnahme der elektrisch betriebenen Nebenbahn Heddernheim Vilbel, die auch hessisches Gebiet berührt, findet am Donnerstag, 28. Aprll statt.

b. Stamm heim b. Friedb., 26. April. Als heute nacht die in Niederflorstadt stationierten Gendarmen auf dem Heimweg von einer Nachtpatrouille den Stammheimer Wald passierten, hörten sie in der Altenstädter Gemar­kung einen Schuß fallen. Ter Schuß zu so ungewöhnlicher Zeit (es war 2 Uhr nack)ts) kam ihnen verdächrig vor und sie beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie versteckten sich in der Nähe und es dauerte auch nicht lange, so kamen zwei Männer mit Gewehren, wovon der eine ein frischgeschossenes Reh trug. .Auf den Anruf der Be­amten,die Waffen weg", wollten beide entfliehen. Sie wurden jedoch alsbald erugeholt, worauf zu einer regel­rechten Rauferei lam. Als man den älteren der beißen Wilddiebe dingfest gemacht hatte, entfloh der jüngere bis auf die vorbei,ührcnde Landstraße, worauf er auf die Gen­darmen einen Schuß a b g a b, der den einen der Be­amten, zum Glück aber nicht schwer verletzte. Der Schütze sollte sich nicht lange seiner Freiheit erfreuen, denn noch in der Nacht wurde er aus dem Bett heraus verhaftet. Die beiden Wilddiebe wurden als die Landwirte Konrad Karl Roth und Friedrich Karl Roth von Ober-Florstadt erkannt. Beide sind sehr angesehene Leute, Vater und Sohn. Der Vater kam zur Untersuchung ins Gefängnis nach Altenstadt, der Sohn nach Friedberg. Durch Er­laß des Kaisers wurde dem Arbeiter Adam Demmer- ling das allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

Oft beim, 27. April. Die Schülerzahl hat hier in den letzten Jahren ständig zu genommen. Sie betrug: 1907 = 72, 1908 ----- 76, 1909 81, jetzt beträgt sie 84. Dazu müssen die noch 8 schulpflichtigen Realschüler gerechnet werben, ergibt 92 schulpflichtige Kinder. Das im Jahre 1904 bezogene neue Schulgebäude hat nicht 80 000 Mark gekostet, sondern nur die Hälfte dieser Summe.

-ch. Ost heim, 26. April. Freunden von alten Baudentmälern ist ein Befuch unseres Dorfes sehr zu empfehlen. Es finden sich noch eine ganze Anzahl dieser schönen, reich mit Schnitzereien versehenen Bauernhäuser vor. Ganz vesonders schön ist das alte Rathaus.

p. Dutenhofen, 26. April. Em Geschäftsmann aus Gießen hatte gestern mit vier Studenten eine Wagen- fahrt hierher unternommen, bei der es recht munter herging.

Bei ber Rückfahrt scheuten bie Pferbe unb die Insassen fielen herab bis auf einen davon, ber das Fuhrwerk zum Glück zum Stehen brachte. Der Fuhrwerksbesitzer blieb bewußtlos liegen, während die anderen außer einigen Hcutt- abschürfimgen unverletzt blieben.

Gcrichrsfaal.

[1 M arburg, 26. April. Die im vorigen Herbst viel­besprochene sogenannte Friedensdorfer Triolenaffärc beschäftigte heute das hiesige Landgericht. Der Lehrer Öen- darf in Niederdieten hatte im Dezember das Gerücht verbreitet, der christlich-soziale Parteisekretär und Redakteur Ostehr aus Siegen sei seiner in Friedensdorf an den Lehrer Thome ver­heirateten Tochter in unpassender Weise zu nahe getreten. Nach­dem die Angelegenheit als Hinterländer Triolcnafsäre ihren Weg in die Presse gefunden, schrieb Thome öemSiegener Volksbl.", daß Ostehr für sein Betragen eigentlich Backpfeifen hätte haben müssen. Die Verhandlung vor dem Schöffengericht in Biedenkopf ergab jedoch die völlige Haltlosigkeit der Beschul­digung, und so wurde Thome zu 100 Mk. und Hendorf zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt. In der heutigen Berufungsinstanz blieb cs bei diesem Urteil. Das Gericht stellte fest, daß Ostehr an dem Abend, als er bie Versammlung in der Bösscrschen Wirtschaft in Friedensdorf nicht abhaltcn konnte, sich in durchaus anständiger Form mit den Gästen und der zufällig anwesenden Lehrersfrau unterhalten hatte und die ganze Triolengeschichte nur auf Schwätzerei zurückzuführen sei. '

w. '-6 e r 11 n, 26. April. Wegen des räuberischen Ueb er falls auf den Geldbriesträg er Eulenburg wurde der Angek agte Drechsler zu acht Jahren Zuchthaus, welche mit ber bereits erkannten Zuchthausstrafe von 47. Jahren auf elf Jahre zusammengezogen werden und Kayser wegen Beihilfe zu sieben I a hr e n Z uch t h aus verurteilt. Gegen beide wurde auf zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erfaunt.

Tiflis, 26. April. Tas Militärgericht in Alexandrovol verurteilte im Prozeß wegen Beraubung der Gesellschaft für gegenseitigen Kredit um 55 000 Rubel im Jahre 1909 sechs Angeklagte zum Tode durch den Strang und drei zu 15 Jahren Zwangsarbeit: die übrigen wurden freigesprochen.

Landwirtschaft.

"Die ober hessischen Jungvieh meiden. Unter dem Einfluß der gelinden Frühjahrswilteruug und der tntenfiuen Düngung ist das Wachstum auf den Weiden so weit vor­geschritten, daß mit dem Austrieb in der Woche vom 2.-7. Akai begonnen werden muß. Ta bis jetzt erst 90 Fohlen und 210 Rinder für den Weidegang augemeldct sind, können noch einige Fohlen aus den Weiden 511 WenrngS und Lauterbach und etwa 60 Rtnder auf den Weiden zu Hungen, Wenings und Lauterbach ausgenommen werden. Anmeldungen finb sofort beim Landwirtschaftskammer-Ausschuß zu bewirken.

Markte.

kc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 27. April. Aufgettlebcn waren 1420 Schweine. Vollfleischige Schweine bis 311 2 Zentner Lebendgew. 00.00-00 Mk., Schlachtgewicht 0000 Alk. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebcnbgeivichl 0000 Alk., Schlachtgewicht 0000 Pik. Vollsteischige Schweine über 2/2 Zentner Lebendgewicht 52.5055 Alk., Schlachtgewicht 66.0069^ Mk. Felt- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 52.50öö.ul) Mk., Schlachlgeiv. 6670 Alk. Fleischige Schweine Lebendgeivicht 50.5053.00 Alt., Schlachtgewicht 6568 Mk. Sauen Lebendgewicht 4648 Mk., Schlachtgewicht 5860 Mk. Geschäft mittelmäßig, bleibt Ileberstand.

Amtlicher Wetterbericht.

Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Tie Zyklone ist in der Hauptsache uordwärts abgezogeii und hat noch ivieberljolt chwachere Regenschaner gebracht. Tabei bringen starke Nordivesl- winbe vorübergehend leichte Abkühlung. Von Frankreich her rückt jetzt ein Hochdruckgebiet heran, das zunächst ruhiges imi) aui- klarcndcs Wetter bringt. Aber es ist gleichzeitig wieder ein neuc5[ Tiefdruckgebiet vorn Ozean her im Anzng.

Wetterausstchten m Hessen am Donnerstag dein 28. April 1910: Zunächst ausheiternd und Regcii nachlassend, nachts kühl, am Tage warmer als heute, Südwind; spater wieder Trübung unb lieber- gong zu Regen.

Griginal-VrahtinelSungen.

Die Reichstagswahl in Friedberg-Budmgen.

rb. D arrn sta d t, 27. 'April. Nach einer Erklärung von Dr. Becker wird er eine Kandidatur im Wahlkreis Fried­berg-Bübingen nur dann an nehmen, wenn die bür­gerlichen Parteien sich auf seine Kandidatur ver­einigen und diese auch von der nationalliberalen Parteileitung in Berlin unterstützt wird.

Brüssel, 27. April. Gestern abend fand int Festsaale des Deutschen Hauses ein Festbankett zu Ehren der Deut­schen Abteilung der Weltausstellung statt.

Paris, 27. April. Tce Leiche Björnsons wird nach Norwegen gebracht werden.

Trier, 26. April. Im unteren Moseltal ging gestern ein orkanartiger Sturm nieder mit Rcgen und Schneegestöber und richtete an den in Blüte stehenden Bäumen großen Schaden an.

Tanger, 2c. April. Nachrichten von Der algeri­schen Grenze bestätigen, daß Muley el ftebir am 16. April in Taza eingezogen ist' und mit großem Jubel empfangen wurde. Mehrere Stämme erkannten ihn als Sultan an.

-Kindermehl

-Krankenkost

Tausendfach bewährte Nahrung bei:

Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc.

Ansteckung bildet jetzt, in der Zeit der Erkältungskrankheiten, eine grosse Ge­fahr.^ Durch Desinfektion von Mund und Rachen mit den wohlschmeckenden Formamint-Tabletten können die Erreger dieser ansteckenden Krankheiten vernichtet werden. Apo­theken und Drogerien halten Forma­mint- Tabletten vorrätig in Original­flaschen zu Mk. 1,75. Man achte jedoch genau auf den Namen und weise alle Nachahmungen im eigenen Interesse zurück; denn nahezu 10000 Aerzte haben sich über die Wirkung des echten Formamints günstig ausgesprochen, das nach patentiertem Verfahren hergestellt wird. Illustrierte Broschüre kostenlos durch BAUER & Cie., Berlin SW 48.