rtöhlenLangLdors über beit ljansabunb.
Ttadi längerer ;ki't schult iniv auch unser Vertreter im Reichstag, bei Vlbgcorbnctc. h ö l> f er-L augsborf, ivicbcr cirimat eine .'midirifl, in bei er Ul her letzten trieften er Versammlung be H a 11 s a b n n b c -> bn ? Wort ergreift. Er führt bei seinem Eintreten für die landwirtschaftlichen In teresseu E-ejichlopnntte an, die vor einiger Jeit in prävjer Form gurt) von Professor o> i c j e u i 11 u , ber ben Gießen cr Lehrstuhl 'für Von b mir; ivljnft in ne Ijat, bnrgetegt worben sinb. Wir haben bnmal-.’ bi esc hochinteressanten Feslstelluugeu lehr ausführlich )uiebergegebeu. Die Ansichten des Herrn Dr. Moltat über Landwirtfchrrft können auch luir uns nicht zn eigen machen
B e r (i n iReichstag), 2. März.
Ein Bericht in Ihrem Blatte, Ar. 50 vom I 3, H)io, „Hanfabuub" überschrieben, veranlaßt mich, ans einen Saß, ben her Versammtungsrebner Dr. Ak ollat gesprochen babeii soll, näher einzugehen, „tlnsere Landwirt schäft Enn n f ch onlang c n i ch t ni e h r n n f e r e lu n rh send e B e b ö 1 f e r u n a e i n ä h r e n." Dieser Ausspruch erinnert mich an bie finstersten Zeiten ber Capriviära. Ich habe seither noch viele-.' für möglich gehalten, bas man dem Banerwstanb antun tonnte, id) bin jeher,yal gewärtig aller und jeglicher Böswilligkeiten seitens der Feinde unserer Landwirt>chaft, aber baß inan selbst solch alte schon t o l g e g l a u b t a L ü g e n erneut wieder aufwarmen würde, das habe ich nicht für möglich gehalten.
Die beii.lsche Landwirtschaft, das verkündige ich, so wie ich es sd)vn int Jahre 189 3 in meinem aller ersten Landlagsanlrag getan habe, vor aller Welt aus meiner eigenen fachlichen, fortgeschrittenen und vorwärts gerichteten, von der Wissenschaft getragenen Einsicht heraus, ist in der Lage, ein Volk von mehr als 100 Millionen Menschen zu nähren und zum Teil auch zn kleiden, wenn sie alle Darbietungen der Natur mittels her vorhandenen W i s s e n s ch oft, der M' u n st des Land baues und der Viehzucht und her T e ch'n i l in Anspruch nimmt. Dies alle-, aber wirb ihr mir bann möglich werben und sein, wenn sie des Reiche- starker Arm beschützt gegen die andringende Not von außen: gegen die unberechtigte Neber Einfuhr von (betreibe und Vieh, gegen bie vom Ausland her drohenden und eindringenden Pflanzen- und Vieh leuchen, gegen bie. Gift ströme, bie sich von der Börse und ihrem -Organ, dem ftanfaibnnb, über da-.» Land ergießen; nicht zuletzt aber auch, wenn es gelingt, das gelehrte und ungelehrte Banansenlnm der großen und kleinen Städter unschädlich zu machen. Die Statistik und der öffentliche Markt beweisen, wie sehr die Landwirtschaft in Erhöhung ihrer ProdnIlion der Volksvermehrung der letzten Jahrzehnte gefolgt ist. F e I b b e r c i n i g n n g , Trat nagen, B e w ä s s er u n g, die t ü n st.(id) e D ü n g er- W irts ch ast, rationelle r A d e r u n d Wies c n - b' a n, rati o n e l l e V i e h z u d) 1, die neu anffommenbe Dem t schinskh Methode besonders, sind es, die bie alten Ertrage aufs doppelte und dreifache steigern und immer mehr steigern werden. Aber nnr, wenn es gelingt, die Börse und die ihr verbündeten bösen Mächte int Schach zn halten.
Man möge sich nicht täuschen. Frevelhaft ist das Spiel, bas manche der Redner und Schreiber vom Hansa- bugd treiben. Rupprecht Mausern rief einst in her größten aller Rot, der elenden Eaprivizeil, sein berühmtes Wort in bie Laube: Bane r n, schreit; wehrt Euch oder laßt uns S o z i a l b e m o trat e n w c r ben! Der Rus ziinbete alt überall, lind eine mächtige Phalanx stellte sich ber Börse uuh- ihrem Gezüchte entgegen. 18 Jahre sind bar über hingezogen Die Regierenden kamen zur Einsicht und fanden, daß die Int Eaprivis nicht die „rettende" war, bie inan ihnen so gepriesen hatte. Mer aufs neue erhebt in diesen lagen die Hydra ihr Haupt. Tausche man jidi nicht! Trotz all der Hetze wird uns eine neue Eapriviara nicht wieder müßig und „Gewehr bei Fuß" finden. Verarmt, entrechtet, und zn Heloten Ib e s G r o ß kapital s erniedrigt x wird der Bauern stand erneut bie Fahne hei politischen Renaissance von 1525 wieder erheben. Und ein netter Bauern krieg wird über bie letzten Geschicke bes Vaterlandes entscheiden. Das mögen die Herren „freisinnigen" Beamten, jinh besonders bie hohen Herren von ben Universitäten und ben anderen hohen Schulen einstweilen sich gesagt sein lassen.
Der Bauer ist lein Spielzeug, Da fei Uns Gott davor!
ijejfifdie Zweite Kammer.
R.B. Dar m st abt, 2. März.
Am RcgicruuflStische : SlaatSmiiüster Dr. Ewald, Finmz- iniiiiflcr Dr. B r a u it, Minister bcö Innern v. H o in b c r g t, $eb. Staatsrat M rüg v. S)M b b n, Gell. Rat Dr. Becker und Mehrere Ministerialräte.
Der Viz-evräsibent eröffnet die Sitzung um 10,20 Uhr und erteilt zunächst das Wort Herrn Staatsminister Dr. Ewald: Mi HL oä stell. Almen ,unächst den Minister des Aniietn Erz von He in der gl vor ldas Han erhebt sich von den Sitzen), der von Seiner MänigL H-vbeit berufen nvurbe, uns bei ben schweren Ausgaben zu unterstützeu, die er auf der anderen Seite am glüdliii itrii zu lösen meint, indem er Ezz. Braun zum Hinanzminister ernannt lut. Ick,bedauere, baß Erz. Giuuill; die lieb, i euanua ueuonnen i al, baii auf eine nachhaltige Tilgung nuferer Schulden für die Zuluust nicht zu rriiyicu fein würde und deshalb von seinem Amte .inüdgetTcten ist Wenn auch daö Hahr 1007 die Deckung der laufenden Ausgaben ans ben Ein nahmen brachte, ij n ar bi -- d ch in den folgenden fahren nicht .in erreichen. Wir hafien icd.nl, baß es uns in Ziilun'ft gelingen imhir* l'OlDcil es inil einer geordneten Gescläitsführung vereinbar ist. unkl Einw läiikinig unserer Bedürfnisse aus bas äußerste Mchl baX^iekL i ividH iw Staatshaushalte mürber zu gewinnen. Wir lugen, dal ans gelingen wird, zu einer den L.eitverhält uifseu angcr-n t-n stärler.u Sd>nld^'ntilgung demnächst zu gc fangen. Dem Manne aber, ber 1 eute nicht mehr vor Ihnen fleht, inn den Sie |ich geschart l aben, n aut er über Dinge seines Ressorts Auslnufl gal>, dem Manne ran eiserner Energie und eisern.an Pleisse, dem Minister,'da jein Üiciiort bis in die tleiüfh'it Details beherrscht Hal. dem glänzenden Redner, der für den feinen Ge danleii nnd> fiele- den feinen AushiiiclZand, dem (Shrcinnami; von vornehmem Eharaktcr, dem werden Sie wie die Großherzaglich Regierung ein treues x?lnteitlen bewahren. iLebhafter Beifall.)
M i n i ft er de s T n n e r n v. H u) m b e r g I Exz : 3-uiu ersten Male wird mir die Eire zuteil, vor der 3 weiten stamm er zu er fdx'incit und n-.n als varlainentarifdicr Neuling, der zunächst um Ihre ')?acl üdd bitten muß. Durch das Vertrauen das Groß Iper.',an# zur Leitung her inneren Angelegenheiten des Landes berufen, bin id« mir ber S-eb'wete der gestellten Ausgabe voll bcivaif.l, und es wird mein eifrigste- Besinben sein, die guten tw-Übungen, die meinen Herrn Amts Vorgänger mit der Hohen Lain ine i verbunden l ibeii. allezeit zu psi eg en und sortznfetzen Bi'oge es mir in giejdur Weise ivie ihm gelingen, Ihr Vertrauen iveitigften-.- in dein Iinne zn erringen, daß Sie die lieber,eugimg gen1 innen, baß icl» mich bei allen meinen Handlungen und Ent idiilici.'inigeii einzig und allein nerbe leiten lassen durch die Rück fühl aus dos Wohl unseres geliebten >xjsenlande. ».Bravol
VizePräsibeut M'o veil gab danach dem Bedauern darüber
Ausdruck, daß Präsident <4eh. Rat Haas nod> nicht an dieser Stelle wieder fif-dytnen könne. Er habe aber in einem Schreiben der Mantmer herzliche Grill e übersandt, und wünsche den s!v ratungen derselben besten Erfolg. > Bei sali. > Weiter sprach der Vizepräsident heui Abg. Dr. 3 du mitt, der jtingfl sein zehn fahriges Jubiläum im Präsidium der Kammer feiern kannte, die heften Glüänhusche des Hauses an-.-. Alsdann wurde in die Tagesordnung eingetrewu und eine Reihe von zur vorläim i_. it Beratung gestellten v'egensländen an die zuständigen Aussän'isse bei wiesen, darunter der Antrag Dr. Osann uub _i-.ii . bell, die 'ü-norganisation der Baubehörden, die Anträge Dr. I ä i I i it g über die Vereinsaciung d<'S städtischen Rechnungswesens, die Aulon.uia der Gemeinden im (Gebiete indirelter Steuern und bi-e Vereinfachnng der Ak-efebriefarbeiten, die Anträge >! v I) I c l über die Entziehung von Wasserkräften durch Anlage des Wassern erlis Lauter Bad "Aauhciin und betr. die SclMseriell, ferner bie Vorstellung der Zünbln'lzfabri kanten von Piungstadt, betr. die Stundung der Iündliol zslener, die Varstellnng_dcS Zentral- Verbandes der Handlungsgehilfen iiirtb gehilsinne» Tcutsdc'tanbs, Lelr. die Stellenvcrmittlnng, des hessifdw'u (^anverdandcs gegen beu Allohal smus, betr. ben ?,laschenbierhandel, der Pfandmeister, betr. eie Regelung ihres Dienste in kommens und Pensi.insv.r- I ätnisse., der Bürgermeister, betr. das Gesetz über die allgemeine Eintammenstencr und der t^roßh. Slcncraufseher in Mainz, betr. die Gebühren der Steucrauffeher für Schifssdcgleituugen im Reichs dienst.
Ten Antrag aus 93er ein fad..intg des slübtischen Rechnungswesens lieantragte Abg. U 1 r i dy dem später zu bildenden Aus schuß für die Reorganisation zur Vereinfachung der SttmtäDcr Waldung zu überweisen, wogegen Iinanzminister Dr. Braun, Abg. Dr. O s a n n , Abg. kki enthärt und der Antragsteller Dr. G l ä s s i n g Bedenken erhoben.
Abg. Ulrich- erklärte dagegen, er habe daS Gefühl, daß nach der Ernennung des neuen Iinanzministers und des Herrn von Hombergk „in der alten Weise sort gewurstelt" werden solle und er habe mit seinem Antrag eine Beschleunigung in der Reorganisation der StaatSverwaltuitg hcrbeisiihreu wollen.
Abg. Dr. Osann wies dagegen Darauf hin, daß man die Saclu ioch nicht an einen Ausschuß verweisen könne, der noch gar nicht existiere. TaS ganze Haus habe die ernsteste Absid>t, die Reorganisation mit aller Eile unb größtem Nachdruck zu betreiben. Er wolle dies össentlickv bolümcitliercit und erkläre, das Herr Ulrich Fein Red)t habe, Daran irgend welchen Zweifel zu hegen.
Abg Ulricky erklärt: Abg. Dr. Osann hat kein Wort des Tadels darüber gehabt, daß her alte Innauzminiswr gdljt unb Der neue Minister komme. (Heiterkeit.) Ich will aber nach seiner Erklärung dod> die Bedenken ausgeben, und abttrartcii, was Dabei herauslommeu wird.
Abg. Dr. Gl äs sing bemerkt, man solle hoch nidyt gleich All An sang her Beratungen wieher Hier so überslüssige Rehen Halten, wie Herr Ulrich eS getan Habe in einem Augenblick, ha man im ganzen Lande über die tauge Dauer her ilamntertrerhanDtungen Ätage führe. (Beifall.)
Ter Antrag Glässing würde darauf Dem ersten Ausschuß übermüden.
Der nächste Punkt betrifft die W a h l eine S Abgeordneten für den 9. Wahlbezirk der Provinz Rheinhessen (Nieder- Olin-Ober-Ingelheim>. Hierzu wird der Aussdmßantrag angenommen: Die Wahl her Wahlmän.n.er in Mvmbadi und hie Wahl heö Abg. Dr. sz-reuah für ungültig zu erklären, fenicr die Gvoßh. Regierung zu ersuchen, alsbald auf Grund der revidierten und ridüig gestellten Liste eine Renw-ahl der Wahlmänuer in Mombach uuh danach eine solche eines Abgeordneten für den 9. Wahlbezirk her Provinz Rheinhessen anzuordnen. Znr „Ersatzwahl im 3. Wahlbezirk her Provinz Rheinhessen (WöllsteiiuMzeh)" wird her Ausschußantrag, die Wahl des Abg. Eibachj für gültig zu erklären, angenommen.
Nads Wiederaufnahme der Verhandlungen teilt der Vor- sitzende mit, daß der Seniorenkonvent beschlossen hat, das Bud g e t b iS z u in I. April s e r 11 g z u st e l l e u im Interesse des Landes und ans Sparsamkeitsrückfichten. Da die Generaldebatte noch im Lause dieser Woche beendigt werden soll, einigte man sich auf Rachmitlagssihungen am Donnerstag und Ireitag. Der folgende Gegenstand behandelt hie Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf, die Erhebung einer Gebühr für die Revision nicht st aatfi ch c r R e ch it u tt g c n durch bi e O berr e d) ° nnnaska m m e r betreffend.
Mg. ,Moltha n (Ztr., als Berichterstatter) fühlt ans, das Gesetz bezwecke, her Regierung eine neue Einnahmequelle zu ver schaffen und bittet, her Regierungsvorlage zuzustimmen.
Abg. Übel <Ztr.) hielt im Interesse ber Redmcr ben Absatz 2 für bedenklich, wonach für mangelhaft ausgestellte Rech innigen, bereit Revision eine ben regelmäßigen Zeitaufwanb erheblich überschreitende Arbeit ersorberl, ein Znsdüag erhoben werben kann.
S ta atSmi ui ste r Dr. Ewalb erklärt, baß ben Zusatz betrag nur bie Gemeinde bezahlen könne. Im übrigen möchte er eS dem Minister des Innern überlassen, sich hierüber zu äußern.
F inan z m i n i st c r D r. Braun: Ich bin hier ber Ber tretet bes Innern (Heiterkeit). Auf ben Absatz 2 ist bcfoitbcrer Wert zu legen; wenn biefer Pasjus int Gesetz steht, wirb sich bie Wcntcinbe immer nur einen bestgualisizierteu Rechner wählen.
Abg. Schönberger iNtlä, ans ber Tribüne nnverstäuülich, schließt sidi ben Ausführungen bes Abg. Übel au.
Abg. .Dr. G l ä f f i 11 g (Ntl.) weist darauf Hin, baß burd> das Gesetz beu Guueinheu erhebliche Mehrbelastungen erwachsen, her Stabt Tarmftabt z. B. 10 15 000 Mark. Er könne hem Gesetz nur zuftimmeu, meint auf seinen Antrag Rücksicht ge itommcu werbe, ber auf Vereinfachitug be-S RechnnngSmesens gehl.
Es spredyeu itod) bie Abgg. Ü bet, Dr. W c.b er, Seeliu ger uuh Dr. Heih e it r e i ch. Daraus wirb her Gesetzentwurf gegen 2 Stimmen angenommen.
Der nächste Punkt, Antrag bes Abg. Noal, bie Einführung zweijähriger BnDqetpciiodkn
für bett Staatshaushalt betreffend, wird von her Tagesordnung abgelebt bis zur Drucklegung ber Regterungsantwort, besgl. bie Anfrage bes Abg. Bähr, beu Weinsachverständigen für Rhein- Hessen betreffend. Es gelangt darauf hie Regierungsvorlage zur Beratung, beu Gesetzentwurf bie Abänberung bes Gesetzes über bett
Urkunhenstempkl
vom 12. August 1899 in ber Fassung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 betreffend, bie ohne wesentliche Debatte ange nonintcit wirb.
Bei Art. II fragt Abg. Wolf, wie nach bem heffehcnbeit Stempelgefetz her Fall beurteilt werbe, baß ein Käufer eines Grundstückes bieses beut Verkäufer wegen Zahlnngsunfähigkeit nod) einiger Zeit wieher zurückgeben einüffc.
Ministerialrat Dr. Lorbacher entgegnet, haß auf Ohuttb her Art. I und 37 des Stempelgesetzes der Stempel iit diesem Balte erlassen oder ermäßigt werden kann.
Die Regierungsvorlage, beu Gesetzentwurs, bie Abänderung gesetzlicher Bestimmungen über bas Notariats unb Kastenwesen bei reff c.itb, gelangt nach kurzen Ausführungen des Abg. Wolf, welcher um Znstiminnng bittet, zur Annahme, desgleichen bic Regierungsvorlage, Aenberung bes Gemeinheumlage-GesetzeS vom 30. März 1901 betreffend.
Daraus wirb bie Sitzung um 1 Uhr geschlossen unb bic nächste ans Mittwoch vormittag 9 Uhr anberaumt. Tagesorb- nnng: EtatSbexa l u n g.
Stadt nnd Land.
Gießen, 3. März 1910.
'"* Di e Straßenbahn würbe im Februar von 8G989 Personen, darunter dienstlidi von 1280 städtischen unb 951 Postbeamten, ober durchschnittlich täglich von 3103 Fahr gästen benutzt. Von her Gesamt Frequenz entfallen ans Dir rote Linie ÜL 58.), auf die grüne Linie 35395 Personen. An Einnahmen brachte im pbgelaufenen Monat die rote
Linie 5001,36 Mk., die grüne Linie .‘‘•427,99 Ml. im ganzer 8-129,35 Mk. oder im Durchschnitt täglich 301,05 Mk Bo, den Fahrten im Februar wurden 17 222 gegen Zahlmarte»- zurnclgelegt. Im Januar fuhren im ganzen 96 94? obei tiiectzfchuittlich täglich 3127 Personen. Bis Ende Februa beförderte bic Straßeubahu in 100 Betriebstageu 312 79 ober biirclifdiiiittlid) pro Tag 3-127 Person en. Hiad) der Mitteilungen des Betriebsleiters Diplom Ingenieur Schmit beeinflußt schlechtes regnerisches Wetter an Wochentage» ben Verkehr günstig, während .an Sonntagen nur qiite-5 trockenes Wetter für die Benutzung ber Elektrischen von Vorteil ist. Intereffiereu dürften bic Befördcrungszahler ber Sonntage. Es fuhren au den 8 Sonntagen im Ianun. und Februar 5369 -- 4253 3238 1733 A193 1663
1539 1451 1581 Personen. An Wochentagen
ichwankte wahrend dieser Monate hic Zahl der täglich "beförderten Fahrgäste zwischen 2100 jmb 3500.
** W ci s s er b i ch t e Fu it d a m e u t e hat die unmittelbar am User ber Lahn im Bau begrisfene .still)lanlagc für ben städtischen Sch lacht Hof erhalten, wie fetzt beim .Hoch iv n ff er zweifelsfrei sicher festgestellt werden tonnte. Du Räume, die nach Fertigstellnug der Kühlanlage als Kühl« zellen usw. dienen sollen, sind lief in her Erbe in Eisern beton von den Lollatwerken hergestcllt. Sck)lad)thofbirektor Mobbe und Architekt Wettläufer haben sick) in den letzter Tagen wiederholt durch den Augeiifchcin überzeugt, daß sämtliche Räume trotz des außergewöhnlich hock) flehenden Grundwassers vollständig trocken sind, eo'bafb es die Witte ruug zuläßt, wird mit der weiteren Förderung her neuen Schlachthossaniagen begannen werden.
** O c i t c n 111 d) c Lesehalle. Im Februar mürben 2 6 9 9 Bände ausgelichcn Taoon kommen aus erzahleuti- Literatur 1256, Zeitschriften 504, Inqcnbschrislen 299, Vers- Dichlnngen unb Dramen 45, Literaturgeschichte 12, Länder- und Bötkerkimbe 115, KnttnrgeschidNc 50, Geschichte imb Biographien 137, Knnngeschlchte 22, NaturwisfenfelMk nnb Technologie Ul), Heer- nnb Seewesen 37, Haus unb 2aiibmirtfd)aÜ 12, Gesund- hcitslchrc 6, Religion und Prfilosophie 37, Slaatswissenfchaft 22, Sprachwisscnsdiast 15, Fremdsprachliches 11 Bünde. Nach auswän-. tarnen 11G Bünde.
B. Treis a. b. Lba., 2. März. Der Geueralsekretäi des evang. BunbeS, Lic. Brällulid) aus Halle a. b. S., >prad) vorgkslern abend in ber Kirche zu Allenborf uni gestern abenb in der hiesigen K i rche. Beibc Versawin- luttgen waren zahlreich besticht. Der Prediger gab ein Bild her ultramontnnen Gefahr für Vaterlanb unb cvangelischc Kirche und socberte feine Zuhörer zutu entschiedenen Festhalten an den durch bic Reformation erworbenen Gütern auf. In Allenborf trug her Männer-Gefangverem unter ber Leitung des Lehrers 2lletter - Ellmbad), hier ber Kirchengesangverein unter Leitung des Lehrers Walter durch Vortrag von je zwei cindrlickSvoUen Ehorgcfängcn zur Verttcfimg der Feier bei. Im Einschluß an den Vortrag wurde in beiden Orten ein Zweigvercin bes Evangcl. BiinbcS gegrünbet, in Allendori mit 60, hier mit 50 Mitgliebcrn, Denen in ben nächsten Tagen »och weitere Beitritte folgen nieröen.
Q Freienseen, 2. März. DaS Amtsgericht Laubach lueiltc sck)on Drei Tage hier wegen eines UnglückSfalles, den zwei junge Bergleute in Dem nahen Eisenstein- öcrg.werk erlitten nnb ber den Tob bes einen jungen Mannes sofort zur Folge hatte; angeblid) soll bas Unglüd burd) ()ernbftürjcnbc Erbmassen veranlaßt worben sein. — -Rock) ein anderer Unglückufatt ist zu melden. 9(tn tyloegen rannten in ber FrühstückSpanfc ziuci Mäbchcu so heftig mit Den Köpfen zusammen, baß bas eine Kind eine Gehirnerschütterung erlitt, wodurch cS längere Zeit baS Bett hüten mußte.
Q Laubach, 2. März. Nächsten Montag mich hier ein HauShaltungs- und KochlursuS eröffnet. Frl. Römbeib hat einen gleichen in dieser Wod)e in Schotten geschlossen. Zu dem hiesigen Kursus sind 14 Mädchen angemeldet und lucitcre Anmeldungen stehen in Aussid)t.
o. Mainz, 2. März. Sd)on öfter wurde aus ben Rückgang der Preise bei Verkäufen unb Versteigerungen von Weinberggelänbc als eine Folge der ungünstigen Abfalj- Verhältnisse in ber Weinbranchc in ben letzten Jahren hin- gewicsen. Heute werben einige genaue Ziffern genannt, bie auf Mitteilungen ber hessischen Lanbwirtsd)aftSkammcr beruhe». Bei einer Zwangsversteigerung in Sulzheim wurden fiic 6282 Quadratmeter WmgcrtSslächc, bic vrtSgertchtlich zn 3100 Akk. taxiert waren, ganze 363 Mk. erlöst; in Riebe» Dlm bei ber gleichen Vcräußcrilngsart für 2522 Qm. Wingeit 1300 Mk. (Taxe 2190 Ml.); in Stadecken für 9594 Qi». Wingert 2354 Mk. (Taxe 7190 Mk.); in Zornheim für 8614 Qm. bei einer freiwilligen Versteigerung 987 Mk., waS mid) ber Taxe von 8614 Akk. gut ein Neuntel bcS Wertes bcbcutct. 9kcuerbingS ist übrigens tuieber ein erfreuliches Anziehen bcc Preise in Rheinhessen wie im Rheingau zu oer* zeld)ncn._______________________________________________________
Gießener Strafkammer.
)( OH e feen, 1. März.
Eine Privalklage wegen Beleidigung
erhob Der SauDmirt M. W, II. in BoDeui ' D , flcnc.ii Den Oiau- wirt I. H. Letzterer hat in Das, in Der Nähe von BoD<-urob b finblidic Bin.al Flaschenbier geliefert nnb es fehlte ihm am anherm Tage eine Anzahl leere Flaschen. Später erfuhr er. Der Kläger habe einige Fla|d>en gefunden unb mit nach Hause genommen. Als er benr Sd u iegcrsobn bes Klägers begegnete, rief er ihm ;>v. „Saae Deinem Alten, er habe einen Korb voll Flaschen aufgclesrn und i)cinigctraffen, dieses gäbe einen anberen All, als her frühere" Die Schlußäußerung bezieht sich auf eine frühere Ntage, Dir matter zurückgezogen worben war. Das Schöfirngericht crFaiuifc auf 10 Mark Geldstrafe unb sprach bem Beleidigten bic PubN kattansbesugnis zu, bo bic Beleidigung auf öffcMlicher Straie erfolgt ist. Der Angeltagtc verfolgte Berufung unb bc[tritt die Aeus ci iing in dieser Form. Er will gesagt hoben: ,,Ick> ha e gehört, Der Aste trat Flaschen gefunden, er soll sie mir wiche, geben." Von einer solchen Aenßcrung hat t ein er Der Zcugm i Mas gehört, vielmehr hat ber Angeklagte unter hrolwnbcn Cf, tarbeit Taut schrcicnb bic unter Anklage gestellte Belcihigung getai Der von ihm verlangte Scknitz des § 193 mußte ihm versagt werbei ha aus seinem Verhalten hcnwrging, Daß c> ihm weniger a n Wahrnehmung beredtigter Interessen, als aus eine Beleibiguis
in 11 ihm v ■ indetc n ■ andam Da Urteil wurde b [tätigt unter Belassung des Angeklagten mit sämtlicivn Kosten urb Den notipcnhigcii "Auslagen des Klägers.
Gerkcßitssaal.
b. Mainz, 1. März. In "Rieder San lhe i m umrdat von der Gemeinde Prämicit für den Hamsterfang ausgesetzt. Tc, Hamster na rat au Den .Gemeinden iener anSziUiefeni, ber btt Leuten gedruckte Bescleiniguugen ii(vergab, auf denen er mir dr Zahl der gefangenen Hamster aiisfnllte. Auf Grund her Säei re zahlte bei Gemeinde re ä>ner die Btiräge ans. Die Frau bs Maurers Eg. Stoffel ließ fiel, in einer Druckerei 400 gieid- Zeitel 1Mstellen. Nun „fing" bie Frau fortgesetzt eine awta
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