Börse«-Wochenöericht.
= ftranffurt <i. M, 1. Juli.
SBä&tmth bie beutiften Märkte seither den Vorgängen in SCmertfc gegenüber grofeö Widerstandskraft bekundeten, fotnrten sie sick ht dieser Woche der scharf noch nuten gerrchteten. Bewegung in Wallstreet nicht entziehen. Nickt nur die amenra^ nrschen Msenbahnaktien unterlagen stärkerem Angebot, auch sonst wurde die ohnehin mißmutige Stimmung durch die Nachrichten. auS Amerika empfindlich verstärkt und die Kurse gerieten rns Weichen. Noch immer -ittert iit den Vereinigten Staaten der Konflikt zwischen der- Bundes regieriru.g und den Eu end ahn gesell-- schäften nack, wegen der Ungewißheit über die weiteren Maßnahmen der Regierung und die Rechtsvrechung der Gerichte. 'Den Anstoß zur neuerlicken Verstimmung gaben mehrere Entscheidungen der zwischenstaatlichen Hantelskommission betreffs der Gütertarife, wonach einige Frachtsätze um 25 Prozent ermäßigt werden müssen. Für die Besserung der Erträgnisse vieler Bahnen erscheinen darnach die Aussichten nur gering und da auch die Unterbringung der großen Anleihen, die die amerikanischen Bahnen zu ihrer Modernisierung benötigen, ans Schwierigkeiten stößt, er- ickeint die nächste Zukunft der Bahnen nicht in günstigem Lichte. Auck die tv i r t s ck a f t l i ch e Lage in der Union bedarf noch der Klärung. Die Berichte vom Getrcidemarkt stellen eine mäßige Mrttelernte in Aussicht. Es tonn bestimmt mit einem niedrigeren Preisstand für Weizen und Roggen gerechnet werden. Am .Kupfermarkt wird noch immer nach unten gearbeitet, mtb die Konsumvcrhälknissc lassen zu wünschen übrig.~ Auf dem Baum- wollmarkt herrschen noch Rekordpreise, der Stand der Saaten wirb günstig geschildert. Auf dem Eisenmarkt scheinen die Verhältnisse im Osten besser als im Pittsburger, Bezirk zu liegen. Alles in allein wird man damit rechnen müssen, daß die Ncw- Borker Börse weiterhin großen Schwankungen unterliegt, was auf die europäischen Börsen zurückwirken muß. Wenn letztere dies- mal stärker auf Newyork reagierten, so kam,dafür zum Teil die llltimoliguidation in Betracht, die der Baissebewegung ohnedies Vorschub leistete. Das P r o l o n g a t i o n s ge schä f t an sich nahm bei einem durchschnittlichen Gcldsatz von 5Vs Proz. glatten Verlauf Wenn dennoch der Markt stark verstaute, so war dies auf Positionslösungen und Glattstellungen zurückzufuhren, die voii einigen Spekulanten vorgenommen wurden. Scharfes Angebot trat für Montanpapiere hervor, das mchrprozentige Kurs- eiubußen zur Folge hatte. Die Realisationslust wurde genährt durch Gerüchte, wonach die Verhandlungen wegen Erneuerung verschiedener Verbände noch immer aus Schlvierigkeiten stoßen. Dadurch wurde die Zuversicht auf einen weiteren Aufschwung erschüttert. Die Entwicklung der Verhältnisse wird von der Ernte und dem Geldmärkte abhängig bleiben. .Bleibt die Flüssigkeit des Geldmarktes bis zum fterbft bestehen, dann dürfte dies int Verein mit einer wirklich guten Ernte die Hoffnungen beleben und der Mckwärtsbewegnng der .Kurse Einhalt bieten. Trotz der gegen Wochenschluß eingetretenen Bcfestigimg^hat sich das Kursniveau gegen die Vorwoche etwas gesenkt. Starke Einbußen hat der Monk an markt zu verzeichnen, aber auch Bankaktien, die seither ruhig lagen, schlossen sich der Ab- wärtsbelvcgung an. Von Bahnen konnten sich nur orientalische besser behaupten im Hinblick auf die günstige Entwicklung der Türkei. Schiffahrtsaktien traten in den Hintergrund. Kaliwerte zeigten etwas angeregtere Haltung infolge der Anbahnungsversuche stir eine Verständigung zwischen den Amerikanern inth dem Spndikat. Andere I n d u st r i e p a p i e r e stellen sich meist niedriger. Heimische und fremde Fonds sind wenig Peränbcrt. Privatdiskonto 31/4 Prozent.
Märkte.
Gießen, 2. Juli. Diarktbericht. ?(uf heutigem Wockeu- marfte kostete: Butter pr. Md. 1.05—1.15 Dik., Hühnereier 1 St. 7—8 Psg., Enteneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte pr. St. 5—6 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., kühner pr. St. 1,00—1,60 Äck., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk. Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsen fleisch pr. Psd. 80 bis 88 Psg., Kuhfleisch und Rindfleisch pr. Pnmd 70—74 Psg., Schweine-
Mein Arcbitektnrbnreau befindet sich ab 1. Juli
Seltersweg ?K. — Telephon 187.
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Ph. Nicolaus
Architekt.
2. Großer Ziegenmarkt
------------------ in Gießen ---------------
am 6. Auli 1910 auf der Weide des Lokalziegcnzucht- vercinS (ließen veranstaltet vom Kreis-Ziegenzuchtvercin Gietzcn, verbunden mit
Prämiierung. "WZI
Beginn des Marktes vormittags 9 Uhr.
Aufgetrieben werden: 1. Weitere Böcke zum Berkaus oder Tausch; 2. Jüngere Böcke; 3. Aeltere und jüngere Milchziegen; 4. Lämmer. Zuchtziel: Eine kräftige, edle Ziege mit hervorragender Milchergiebigkeit bei guten Rörperformen und unbedingter Gesundheit. Es werden nur Herdbuchtiere und deren Nachkommen ausgetrieben. Beste Gelegenheit für Geuieinden unb Private, erstklassige Zuchttiere zu erwerben. Ankäufe werden auf Wunsch von der Marktkommission ausgeführt. Bv2/7
Das Marktkomitec.
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Zur Herstellung einer Trägerdccke im Pumpwerksgebäude für das Wasserwerk Inheiden sind rd. 5000 kg I-Träger Normalprofil 12 bis 28 zu liefern, zu legen und kunstgerecht zu verbinden.
Zeichnungen und Bedingungen können auf dem Bureau des Unterzeichneten eingesehen werden. Die Angebote sind bis zum 9. d. Mts. vormittags 11 Uhr dort abzugcben. Die Eröffnung derselben findet alsdann in Gegenwart der erschienenen Anbieter statt.
Gießen, den 1. Juli 1910.
Neubauverwaltung der Provinz Oberhessen.
Mülle r. d2,7
Submission
Die Herstellung von Pflasterarbeit mit Lieferungen, veranschlagt zu 126 Mark, soll im Submissionswege vergeben werden.
Voranschlag und Bedingungen liegen auf unterzeichneter Bürgermeisterei offen und sind Offerten verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 11. d. Mts. mittags 1 Uhr bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen.
Allendorf a. d. Lahn, am 1. Juli 1910.
Gr. Bürgermeisterei Allendorf. a. d. Lahn.
Volk. 3648
flau, Schweine mittelmäßig.
pro 100 Psd. schutttspreis
84
48
76
73—79
42
71
70—73
38
84
82—86
46
ID’/r
75-78
41
76
80-82
81
40-41
40
52-53
67—68
52
67
Der Marburger Kirschen
Meteorologische veobachtungen der Station Gießen
Höchste Temperatur am 30. Juni bis
Niedrigste
30.
Niederschlag: ’ f=r 5,3 mm.
empfiehlt billigst
(3640
7
67-68
65—66
36
31
58-62
54-57
45—51
60
55
48
67
60
67
65
m arkt
. . 52-53
. . 50—51
66—69
56-64
Lebendgewicht . . . . Fleischige Schweine . . .
[] Marburg, 1. Juli.
95—103
90-94
75-84
nur für dringende Fälle sicher anzntreffen: Dr. Schliephake. Goethestr. 44. Dr. Wagner, West-Anlage 49.
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Xjuftkurort *
Braunfsls a. Lahn
Fremdenpension
Streng rituell, mäßige Preise, aufmerksame Bedienung.
Ochsen.
Lollfleischige, ausgemästete.
52
50
fleisch pr. Psuud 80—96 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Phg., Hammelfleisch vr. Pkd. 60—84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00 bis 0.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 9,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg. Kirscheil per Pstmd 40—00 Psg., Au sie 100 Stück 50 bis GO Pi.i. per Ztr. 0—00 "Mk. "Marktzeil von 7—1 Uhr.
F.C. Wiesbadeu. V i e h h 0 i - M a r k t b e ri cht vom 1. Juli.
Kälber.
Feinste Mast- (Pollmilchmast) und beste Saugkälber.........
Mittlere Mast- und gute Saugkälber .
Geringere Saugkälber.....
Schale.
Mastlämmer und jüngere Masthauimel S ch iv e 1 n e.
Vollsleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebeudgeivichl........
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner
ist von jeher em Festtag stir die Kinder der Landbewohner. Auch beute war die Stadt trotz des uubestäudigen Wetters von kleinen Besuchern geradezu übersüllt. Die Kirschen kosteten das Pfund 40—45 Psg.
Don-biS non-biS höchsten
Die nach- Ä daynyfo sind am Sonntag; dem 3. Juli stehenden lAvl Zilv von 12 Uhr mittaff** bis 12 Uhr nachts
Gn-gesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
In dem Stadtteil bei der Bibliothek und Universität werden täglich (sogar Sonntag nicht ganz ausgenommen! mit geringen Unterbrechungen von morgens 6 Uhr bis abends 10 Uhr Teppiche, Betten inü) was sich sonst einigermaßen klopfen laßt aus geklopft, und zwar mit so außerordentlichem Geräusch, daß es zuweilen scheint, als ob das gerade der Zweck der Hebung wäre. Ich bin nicht Jurist genug, um zu entscheiden, ab diese Klopserei nicht als grober Unfug auf gefaßt werden kann. Aber über die gesundheitliche Bedeutung habe ich ein sehr bestimmtes Urteil. Zunächst werden die Nerven ruiniert. Weiter: Welche Summen geben Städte aus für die Straßeureiniguug, Kanalisation, 21?afferLeitung; wie ist man sonst hinter allen Bakterien und Bazillen her, intbubet läßt man es geschehen, daß beständig oller Schnnttz unb ertaub aus Fußteppichen und Betten lwraus und in die Lungen der Menschen hinein getrieben wird. Hält man das etwa für zuträglich ober auch nur bedeutungslos? So gut eine Stadt Kanalisation und Wasserleitung anlegt, so gut muß sie m. E. danach streben, das ewige Geklopfe etwa durck Vakuumreinigung zu ersetzen Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, sollten doch wenigstens einige dos liebel' einschränkende Maßnahmen getroffen werden Ich würde Vorschlägen, daß mng»
99
92
79
Schlachlwertes bis zu 7 Jahren . . 39—43 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig
gut entwickelte jüugereKühe u. Färsen 35—38 Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . . 29—34
„ Alitijririilkvhlen
redend. Schlacht- pro 100 Pfund gewrchk _ ^bend-Schla^c- k.cwich:
sichst außerdal.5 der Stadt ein P la gegeben wird, wo allein der Reinlichkeitsdrang sich durck> topfen aufierir darr. Zum mindesten ater könnte die .^lovfe^^ E einen be- ftrnanten Wochentag und bestimmt: Stunden werden
Meines Wittens Mitten ht anderen Stödten auck7^nlrche Polizeiverordnungen. Die Sache ist dringend, sehr bringe1^. .X.
1. Juli = -f- 17x>eC.
1. „ -- + 10,6 °C.
Reines Zwetschenmus
losc, das Pfund 35 Pfg
tu 10 Md.-Emaille Etmer Mk. 3.10
m 10 Psd „ Töpfen , 3- oraiiditf Nbß-Mmtlsdt aus frischen Frückien hergestellt lose vor Vsttnd 35 Pfg
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Austrieb: Rinder 63, Kälter 90, Scheie 35, Schweine 308.
Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber mittelmäßm, Schafe Preis Durch-
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Ksks und Vrenuhslz
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Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 46—50 80—89
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemäslete......40—45
lllläßig genährte junge und gut genährte ältere.........37—40
Färsen, K ü h e.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes........44 — 49
Vottfleischige ausgemästete Kühe höchst.
Auszug a. ö. StM-esamtsregrstern der Stadt Sietzen.
Aufgebote.
Juni 25. Karl Gerlach, Arbeiter, mit Anna König, beide in Stiege. — 27. Friedrich Meifarth, Kausmauu in Lemgo, mit Johanna Hollmaun in Gießen. — Heinrich Hinkler, Kasscnbeamter, mit Elisabetha Schulmeyer, beide in Gießen. — Christian Geldbach, Postassistent in Rausdorf, mit Elisabeth Eimer in Gießen. — 29. Viktor Geißner, Rechtsanwalt in Darmstadt, mit Luise Bieker in Gießen. — Juli 1. Ernst Weller, Ziegelmeister, mit Hedwig Schrader, beide in Gießen
Shefchliehungrn.
Juni 25. Max Voigtländer, Kauimann in Braunschweig, mit Emilie Richter in Gießen. — Heinrich Nuppel, Erdarbeiter, mit Estfe Löb, beide in Gießen.
Geborene.
Juni 23. Dem Briefträger Georg Alexander ein Sohn, Karl. — Dem Schneider Friedrich Aulenbacher ein Sohn, Wilhelm Ludwig. — 24. Dem Eisenbahngehilsen Ferdinand Even ein Sohn, Johannes Karl. — 27. Dem Prediger au der Baptistengemeinde Heinrich Valentin Euler ein Sohn, Karl Samuel.
Gestorbene.
Juni 25. Marie Wellhcmseu, 22 Jahre alt, In, Löbershos 5. — Marie Volt, geb. Franz, 24 Jahre alt, Bismarckstr. 16. — 26. Robert Giese, Hauptmann, 39 Jahre alt, Ost-Anlage 30. — 27. Heinrich Sommerlad, Taglöhuer, 63 Jahre alt, 2Lalltorstr. 11. — llaroline Sophie Antonie Pieiffer, 2 Jahre alt, Neustadt 24. — 29. August Schmidt, Polsterer- und Tapeziermeister, 26 Jahre alt, Große Mühlgasse 5.
Lainitten-Nachrichterr. \
Verlobte: Fräulein Elisabetha Becker in Beltershain mit Herrn Heinrich Wagner in Reinhardshain. —■ Fräulein Helene Kemmer mit Herrn Hans Stumps, beide in Alsseld. — (jranf^ Lomse Heß in Vilbel mit Herrn Rarl Reitz in Groß-Karben. Fräulein Margarete Philippi in UHngen mit Herrn Heinrich Lauser in Schotten.
Gestorbene: Frau Elisabeth Auler', geb. 11 finger, in Bens beim. — Herr Joseph Cito m Mainz. — Frau Auguste Bosse Wtw., geb. Brauneck, Fräulein Bertha (Sortiere, beide in Wetzlar. — Herr Georg Kromm in Bunzlau i. Schl.
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Absolute Feuchtigkeit
Relative I Feuchtigkeit ||
Wind- |j richtung
Windstärke
(Braö d« SenSlhimg in Zehntel der stchtb. ölmmelsfL
Wetter
1. 2”
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17,0
9,5
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WSW
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0
Sonnenschein
1. 9"
743,4
11.1
9,4
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WNW
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Bew. Himmel
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742,7
13,0
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