Ausgabe 
24.2.1910 Zweites Blatt
 
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Febr. Gestern veranstaltete der

X Sch ot ten,

Meteoroloa-icke Beobachtungen der S!ationSieße^

Febr.

Wetter

Z

feV

Höchste Temperatur am

5,2 mm.

37,°/0 Konsols

S

do.

37,

3'; ,7,1 Hessen

115.30

23.60

&

Börse, 23. Febraar. AaEaa^skarai.

Harpener Bergwerk .x.

Ochsen.

3841

74-80

17

39

66

37-39

65-67

38

Flaschenkinder

V 4

7176

38-41

39

73

Sclstachtivertes dis zu 7 Jahren. . 3339

64-74

36

69

30

2832

5664

60

78-30

79

Mastlänmrer und jüngere Masthammel 3940

39

5658

7274

57

73

IClchtes FerriUcton

51

44

45 Tt der

Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd .. Türkenlose

. 204.90

. 186.10

7274

70-74

49-53

4246

80-89

70-76

84

73

. 180.50

. 137.10

65.00

66.15

100 00

97.80

91.40

178.20 47.85

91.55

69.00

100.00

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank e-. Deutsche Bank . . Deutsch-Aeiat. Bank Diskonto -Kommandit Dresdner Bank . .

Regen

Be'w. Himmel

57

56

108.10

134.80

205.00

215.40

138.50

204.80

186.10

106.30

107.20

180.20

137.10

257.70

151 .OG

191.90

166.80

211.90

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ebruar 1910. nzial-Aus« nj 1910, vor. dnitng sm. ßen gegen bie wng des M. e der Domäne ässe Laub ach. um Erlaube

93-85

84«85

93.85

84.90

92-70

92-00

100 20

99.10

95.95

>ourti nm J-nhit.M G55rhiirtäbricT sand, erbing er sich, die SÖZuttci I......... - - .. . ,,

erstach Warner, der übrigens in der Buchausgabe seines' wandelten Uttternehtnen gegenwärtig vorsteht.

Niedrigste 9lieoerid)(ag

22.

22

244.90

110.10

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( anada E. B. . . . Darmstädter Bank - Deutsche Bank . .

Dortmunder-Union C.%* Dresdner Bank . .- Tendenz: fester.

Sommer 1808 in diesem GasthausL eine Nacht zugebracht, der Tat soll sich auch hier eine Mordaffäre begaben lmben, bei aber die Wirtsleute selbst die Opfer des Verbrechens waren.

Scheffels Kusine Emma Heim ist, dem Berl. zufolge, int Alter von 75 Jahren an einer 2ungenentiünDung

73

72 Durch-

George Westeriüanu selbst ist schon 1879 zu Wiesbaden gestorben, aber Verlag und Monatshefte sind in der Familie geblieben; von seinem Sohne Friedrich (18401907) gingen sie aus Georg Wester- luaun über, der dem inzwischen in eine Kommanditgesellschaft per-

ICtrcbltc^c Nachrichten.

Israelitische Religionsgemcinöe.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage),

Samstag den 26. Februar 1910 :

Vorabend 5.45 Uhr.

M 0 rgens 9.00 Uhr.

c ~Z -g

&

5658

5558

Aeltere ausgemastete Kühe und wenig gut entwickelte jüugereKühe u. Färsen Kalber.

Feinste Mast- (Vollmilchniast) und beste Saugkälber Mittlere Mast- und gute Saugkälber . Schale.

3°/ Mexikaner - - 47/.0 Chinesen .

Aktien

Bochum Guss ...

Buderus E. W.. .

Tendenz ruhig.

Berliner

Schwein e.

Vollfleijchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht Fleischige Schweine . .....

unecht. Mn 1g der liberalen 1 dinigungS* llu? Eutin an: itwurf, der nr. ihre» EnverbL- ib Resormen ir. rauen, verstärk!- 1 jovialen gfo nq der ibt voeit für 1908 in« mdsätzliche er Frauen. um in bieSioi zu einer M- iberal' verbirt lärung. der An- Lntwurs ist abu Interesse.

veranstaltet M qgabenb, be> rag: ,W jschen kaiserzeit'

4"'< 4°.

kommen oft trotz aller mütterlichen Sorgialt nicht so voran, wie sie sollten, ja, manchmal scheinen sie geradezu zurückzugehcn. In diesem Falle ist ein Versuch mit Scotts Emulsidn am Platze. Scotts Emulsion ist nahrhaft und so leicht verdaulich, daß fie den Kindern oft die fehlende Kraft gibt und eine Wendung zum Bessern ein­treten läßt. Mau gebe dem Kirche Scotts Emulsion so lange bis cs sich zu einem kräftigen und fröhlichen Geschöpfcheu entwickelt hat.

ScoriS ämulfton wird von uns auduDltcnit® im qtotjen eertauiL une gwer nie lo|e nach Äewichi oder Matz, lonbern nur tu nerfiegelten Origtnalstalchen in Renten niu unleret Schutzmarke iFtschcr mit dem Dorjch). Sten u. So»ne, ©. w. b H., Frankluri a. Di.

BesiandicUe: feinster Medtzinat-^ebcrtran 16u,o, pnnid »Inzer,n 00,0, unterpboäDbonflfaurer Satt 4,3, untere f)o£pt)ori<V6ure6 Natron SA), ptUv. Tragant 3,0. reinster arab. Aummt putö. 2,0, befttlL Wasser 129,0' Alkohol ILO. Hierzu otomet'fdie ISmiitRen mit Rimti. Mandel und <ttau!tber,aöl te r Trovren.

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Bullen.

Vollfleischige, jüngere Färsen, Kühe.

Vollfletschige ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtwertes

Vollfletschige ausgemästete Kühe höchst.

(Scrid^sfaaL

London, 23. Febr. Hier wurde der Strafprozeß gegen Miß Violet Eharlesworth und ihre Mittler verhandelt, wegen Verschwörung, Betrug und falscher Vorspiegelung. Ter Staatsanwalt führte aus, daß die beiden , Damen seit zehn Jahren die Fiktion aufrecht erhalten. Miß Violet werde bei ihrer Mündig ­keit eine Erbschaft antreten, die ihr Mister Gordon hinterließ, der auf der .Heimfahrt von Indien im Meerbusen von Bsskapu ertrank. Durch die Zeugenaussagen wurde dies bestätigt. Das Urteil gegen die beiden Angeklagten lautete auf jefunfJahreZuchthaus.

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handel.

" Konkurse in Hessen. Uebev das Vermögen der am 25. November 19 9 in Alsfeld verstorbenen Konrad Frei- böffer II. Witwe, Katharina, geb. Hoos, wurde am 16. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Nechtsanwalt Bergheimer in Als'eld wurde zum Konkursverwalter ernannt. Kcnkursforderuugen sind bis zum 7. 'März bei dem Amtsgericht Alsield anzumelden. lieber das Vermögen des Lohnkulschers Ernst Job- Heinrich Fangmann aus Gießen, zurzeit mit unbekanntem Aufent' Haltsort abwesend, wurde am 18. Febr. das Konkursverfahren er­öffnet. Rechtsanwalt Peters in Gießen wurde zum Konkurs- verivafter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 12. März bei dem Amtsgericht Gießen anzumelden. lieber das Vermögen des Gerbergesellen Konrad Friedrich Bär von Bönstadt, vertreten durch den Pfleger Landwirt öd). Fritzel, Bönstadt, wurde am 19. Febr. das Konkursverfahren eröffnet, da das Vermögen über­schuldet ist. Sparkaffenrechner Jakob Wagner, Altenstadt, wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. März bei dem Amtsgericht Altenstadt anzumelden. Heber den Nachlaß des zu Ockenheim verstorbenen Taglöhners Franz Anton Nichten, wurde am 19. Februar das Konkurs­verfahren eröffnet. Aiiwaltsgehilfe Achenbach in Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 23. März bet dem Amtsgericht Bingen anzumeldeii.

Lebend. Lchlacht- acroidjt

91.90

166.30

3"7uL Oberhessen -.

4" n Gestern Goldreute .

4Gestern Silberrente.

Lrigar. Goldrente . .

Italien. Rente .

Srsi^rat, Geh. Regierungsrat Schönfeld hier, zu Ehren von hier nach Alsfeld versetzten Krcisamtsbureau- vorftehers Hach für die Beamten des Kreisamts im Re- aierimgsgebäudc eine würdige und schöne Abschieds- seicr. (Geheimrat Schönfeld feierte den Scheidenden in herzlicher Weise und hob besonders seinen unermüdlichen Fleiß, seine Pflichttreue, Gewissenhaftigteit und sein stets gefälliges Wesen hervor. Er bedauerte den Weggang des iögrrn Hach aufs ti.ef.ste und gab dem Wunsche Ausdrück, daß es Herrn Hack) und seiner Familie auch in seinem neuen Wirtüngstreis recht gut flehen und er dorten eine ebenso ersolgreick)e Tätigkeit entfalten möge als dies hier der Frtll mar. Herr Hoch dankte tiefbewegt aufs herzlichste für die ihm und seiner Tätigkeit im Kreise Schotten gezollte Anerkennung und gelobte, daß er stets gerne und mit Dankbarkeit sich der Zeit seiner hiesigen Tätigkeit er­innern, und daß er nie das schöne Verhältnis vergessen werde, das zwischen ihm und den Beamten des Kreisamts und besonders mit seinem Chef, unserem hochverehrten Geheimrat, bestanden haben. In angenehmster Weise ver­lies die schöne und wohlgelungene Feier.

L. Friedberg, 23. Febr. Ein Bild Alt-Fried^ bergs verschwindet in diesen Tagen. Zwei Häuser, die bereits mehrere Jahrhunderte stehen, auf dem Markt­platze an der Kaiserstraße, werden eben niedergerissen. Das eine, das zu den sog. drei schiefen Häusern gehört und auf allen Ansichtskarten Friedbergs zu finden ist, erregte stets die Aufmerksamkeit der Fremden. Beide Häuser werden, da sie, wie die ganze Kaiserlstratze, unter dem Denkmäl- schutze stehen, im alten Stile neu ausgeführt, einen Schmuck der 'Kaiserstratze bilden.

fc. D a r m st a d t, 23. Febr. Die M i l ch h ä n d l e r werden von ihren Kollegen aus den umliegenden Städten unterstützt durch Lieferung der infolge des Streiks von den Mlchproduzenten ausbleibenden Milch. Nach Darmstadt und narl) Mannheim, wo auch ein Milchkrieg entbrannt ist, gehen z. B. von der Milchhändlergenossenschast in Mainz täglich 13 000 Liter mit der Bahn.

sc. Biedenkopf, 23. Febr. Das Ministemum hat für die Wiederherstellung des Schlosses die nötigen Mit­tel zur Verfügung gestellt mit der Maßgabe, daß der Ge­schichtsverein bez. die Verwaltung des Heimatmuseums einen einmaligen Zuschuß von 1500 Mark leistet. Für die Zwecke des Museums finit sämtliche Räume im (Ädgeschoß und ersten Stock des Schlosses srcigegeben.

Pflege deine Stimme.

Nicht nur im strengen Winter, sondern sozusagen das ganze Jahr hindurch gebrauchen viele Menschen regelmäßig irgendeine Tablette oder Bonbon, um ihre. Stimme zu pflegen, sie vor Ka­tarrh zu schützen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß die in der Schweiz seit 60 Jahren geschätzten Wyherl-Tablctten auch in Deutschland leichten Eingang gefunden haben. Denn eine einzige Probe davon zeigt sofort deren einzigartige Wir­kung auf die Stimme.

Hustenreiz. Heiserkeit, Verschleimung verschwinden sofort, nach deren Gebrauch und soviel steht fest: Wer einmal die an­genehmen Eigenschaften der Wybert-Tabletten erprobt hat, wird dieselben nie mehr missen wollen. Wybert.-Tabletten sind daher für Sänger. Raucher, Redner, Sportsleute und alle, die ihre Stimme pflegen wollen, ein unentbehrlicher Begleiter, In Original - schachteln n Mk. 1. sind dieselben in den Apotheken erhältlich. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. ssto/to

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Dramas dem Titel die WorteFühre uns nicht in Versuchung" I in Parenthese anfügte, verlegte die .Handlung nach der Schweiz. Werner selbst vermerkt:Die Handlung spielt in SckMarrbach, einem einsamen Alpemrirtshausc auf dem zwischen Km der st ög und Leul belegenett Felsen- und Bergpasse Gemmi in der Schweiz." Nack Hitzigs Mitteilungen hat Werner auf einer Schweizerrcise im

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für^ Handel und Indnstri'1':'*G'öqser,

Frankfurter Börse, 23. Febraar, 1.15 Ohr.

Packest ge- i aq Dm,

IoH bet ^mbfpted). ' "ich bt- : MirN 9 dc? W. s-mer

lebend- S»lacht. pro 100 Pfund yewichl - - -

von-bisvon-bis

Markte.

F.C. Wiesbaden. P i eb h o ' - At ar k t b eri cht vorn 23. Febr. Austrieb: Rinder 53, Kälber 116, Schafe 40, Schweine 243.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig.

Preis Durch-

pro 100 Pfd. ichnitlsprers

Lombard. Eisenbahn «är-g- Oesterr. Staatsbahn . "-ix- 162.00 Prince - Henri - Eisenbahn.

Wendigkeit, die fromm: Sitte ftir Bflarriung und WidtStum frommen Lobens int Individuum als Glied der religiös-sittlichen Vvltsgememsck/aft bat. Sic sollen diese Sitte in eigner Lebens- suhrimg und durch, ifn" Beispiel pflegen. 9. Weitere Ansprüche als die unter 7 und 8 angegebenen hat d c BvlWrömmigleit an die thevlvgisch: Wissenschaft nicht zu stellen. Die theo-logisch- wissensäraftlick e Arbeit lann nur durch die Tüäüigkeit und gegen seitige Kontrolle der Forscher geleistet werden. In der anregendes Disülfston wurde darauf tntgeroicfen, das aud, die Bvlksirömmigfeit im Fluß sieht, daß sie besonders durch die moderne^ Technik und Natura iiftuskl-ast nnss stärlste beeinflußt^ist. Die Wissensclxtft sei in Wirklichkeit nicht so individualistisch, pnbem lebe sehr von der Traditickn. Ferner wurde daraus aufttiertiant gemadyt, dar die Voltsftonrmigkeit ihrerseits mehr Verständnis zeigett müsse für elirlichc theologische F^rsd'arng. und daß auch die Volksfronrmigkeit eine gewisse Thevwgie darstelle.

bis 23. Februar -V 1L7

23 , = + 7,2C.

Limburg a. d. Lahn, 23. Febr. Fruchtrnarkk. schnittspreis pro Malter, Roter Weizen lnassamscher) 18.50 Mk., weißer Weizen (angebaute 5rcmbforten) 18,00 Alk., Korn 12,00 Alk., Gerste: Futtergerste 0,00 Mk., Branaerste 00,00 ilf,. Hafer 7,75 Alk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 0,00-0,00 'Mk.

i. 2.f. 23.20 .3. 106.20 . ? . 178,30

storben. Emma Heim, die als verwitwete Frau Kvch-Heim in Berlin lebte, war Scheffels innigste Vertraute sein ganzes Leben lang. Die Liebe zu ihr, dem ,,stilleit^w ldseligen Schwarz- waldlieb", durchwehte denTrompeter von Säkkingen", gab dem zweiten Teile desEkkehard" seine erschütternde Wendung und klang dann in einigen Liedern derFran Aventiure" dumpf und schwer nach. Emma Heim war am 17. Februar 1835 in Zell am tzarmersbach als Tochter des dortigen Apothekers geboren.

George Westerman n. Am 23. Februar feierte die bekannte Verlagsbuchhandlung George Westermann in Braunschweig den 100. Geburtstag ihres Begründers, eines geborenen Leipzigers, der schon in jungen Jahren 1838 seine eigene Verlagsbuchhandlung in Braunschweig errichtete und sich besonders durch die Herausgabe guter Schulbücher verdient gemacht bat. Ten Gedanken, der feinen Namen berühmt und im ganzen deutschen Sprachgebiet bekannt macken sollte, verwirklichte er 1856 : in diesem Jahre begann er dte Herausgabe fernerJllig'trierlen dentscheu Alonatsheite". Es bestanden damals außer der 1853 begründeten ..Gartenlaube" nur Zetlschristen, die einseitig politischen Interessen dienten oder ganz im alten schöngeistigen Sinne unterhielten. Im Gegensatz dazu wollte ©eorge Westermann seine neue Zeitschrist etwa nach dem Vorbild ter amerikanischen AionatsschriftHarvers Aionthtt;" dem volkstümlichen Bildnngsstreben der Zeit widmen: nut diesem Motto tn-ang sie auch wirklich in weste Volkskreije ein. Sie scharte bald die besten deutschen Namen auf künstlerischem, literarischem und wissenschaitlichem Gebiet um sich und verschloß ihre Spalten auch den in den 80er Jahren erwachenden neuen Bewegungen nicht.

liircbc und Schule.

** Freunde der Christlichen Welt. Am letzten Dienstag abcnd fand eine öffentliche Versammlung ^ber Freunde der Christlich m Welt" imHotel Schutz", statt. Der Redner, Seminardircktor D. E g er - Friedberg spracht, über Bo llss römm tg kei t und theologische Wissen­schaft". Seinen Ausführungen lagen folgende (hier verkürzt iviebcrgcgcbenG Thesen zu Grunde: 1. Die theologische Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten -stircn klareren Blick für die Tat­bestände der Vollssrömmigkeit und eine gesteigerte Ehrfurcht vor ihrem Recht bct.immcn. 2 Das WortVÄksftömmigkcit" ist ein zusammenfasseitder Ausdruck für die Formen frommen Denkens und Lebens, in die das Individuum traft feiner Zugehörigtrit zchst geschichtlich gegebenen Lebensgemeinschaft des evangelischen Volks! iinxb den autoritativen Einfluß der Uebcrliesermtg in Sitte- Gewöhnung und Belehrung von Jugend cu^ als in seine religiös fittlidyen' Lebensnormen hnreinwächst. 3. Die heutige the»logische Wissenschaft leistet l.istorifch-philosophische Arbeit. Sie ist getragen in der Kraft ihrer Leistungen von der Drganifation der deutschen .Lochschulen. Trotzdem ist das wifienschaftlich>e Ernennen seinem Wesen nach durchaus individualistisch, ein abgesagter, Feind alles autoritären Traditionalismus. 4. Theologische Wissenschaft und LvUSirömmjgieit müssen sich schon in der Person des tl)eologischen Forschers berühren. Die individuelle Religiosität des Forschers tft für die Art seiner theologischen Llussageit von Maßgelxmder Be­deutung. In ihrer individuellen Religiosität sind alle dcutsch- nangciiid<ii Forscher abhängig von ihrer Zugehörigkeit zur ghm- nasial-akademisch en Bildungsichicht des deutschen Volkes. 5. , Die deutschen Hoch sch ulen verbreiten das n issenschaftliche Interesse in weiten Schichten der Bevölkerung unmittelbar und mittelbar, und wecken das Bedürfnis rlyenretiim-en Erkennens auch auf religiösem Gebiet An dieser Wcch.ing nimmt die cnangKisch-1heobgifdie- Wissen,chaft heute in lwhem Matze teil. 6. Am stärlsten ist der Einfluß, den die theologische Wissenschaft auf die Vvltsfrcnnmiglest dadurcl. ausübt, das alle Pfarrer der deutsch-evangelischen Landes- lirchen durch die gymnasiale und akademisch-theologische Bildung hindurch müssen. Das evangelisch« Ehristeutum kann Kulturfcktvr nur bleiben bei Inständiger Berührung mit bat höchsten, Ins­besondere den wissenschaftlichen Bedürfttissen der Zeit. 7.

darf theologische Wissenschaft nie das selbständige Recht und bcnl eigastü mlichen E ha tatter der Bollssrömmtgkeit vergessen, darf ste nicht von sich aus normieren. Die thLvlog-w'issenschaftltche Bildung hat ihren Vertreterrt das rechte Verständnis für die verschiedenen Formen evangelischer Religiosität, besonders ganzer Berufsklapen, zu hcrnuttein.' 8. Die tl .-alogisch Gebildeten müssen sich ernstltd, Iwmühen um gesteigertes Verst inenis sür d?n Wert und die Not-

Der 2 4. Februar. Zach-arias Werners Schichals­tragödieDer 24. Februar" wurde an diesem Datum vor einem Jahrhundert zum ersten Male, und znmr in Weimar, aufge-Tührt. ©oeiLe berichtet darüber in seinenAnnalett":g.er vtcrund- zwan zigste Februar van Werner, au seinem Tage aufgelührt^war vollends ein Trutmph imllLunnteuer Darstellung, ^as schreck­liche des Stoffes verschwand vor der Retttheit unb Stcherhest der Ausführung: deut aufmerlsamsten Kenner blieb nichts,zu wunichen übrig." Das Stück machte wohl Goethe nickst sehr gefallen Haven, und wenn er cs aufführte, lag es wohl mehr daran, daß er an der Entstehung dieses Dramas nickst ganz unbeteiligt war. lieber dte Entstehungsgefchichte dieses merhrairbigen Schichalsdramas erzählt nämlich der befamüe Kriminaldirckwr -VjiRtg. der ötantb E. Th. chvsntamts, .djas Folaende:Als ich meinen Freund Werner im Frühling 1809 in Weimar besuchte und von hort mit ihm nach Jena hinübermhr, erzählte derselbe mir unterwegs : er habe neuerdings mit Goethe viel über die Aufgabe gesprochen, eine bedeutende Handlung dergestalt zusammenzufassen, datz sie mir einen Alt füll.', und deniwch klar motiviert und vollständig ern- rvickelt erscheine. Das Ende der Besprechung sei gewesen, daß Beide sich trorgcniDinmen, einen Veriuch zu machen an xinem tragischen und einem Stoffe zu einem Drama sanftrührendeu Inhalts, einem! Fluck- und einem Segensgemalde: wobei Goethe zu Werner die mir treu rin Gedächtnis gebliebenen Worte sprach):Tas ^luck> gemälde werdet Ihr lso nannte er ihn im vertraulichen (veiprache» besser machen als ich: das Segensgemülde madx ich besser als Ihr." Daß Goethe Hand an die Lösung der Ausgabe gelebt, davon ist mir nie etrr'a- bekannt geworden: wohl aber machte sich Werner svvlcick au die Arbeit Zunächst an das Fluchgemälde, das eben Ter vi.n imdzwanzigitt Februar" ist (der Sterbetag seiner Mutter, für ihn vmzngÄmise dies insestus in feinmn Leben . Zum Legens-- gemälde hatte sich als Stoff den Tod Wilhelm Teils gewählt, der nack ein r Schwei zersäge erfolgte, als er noch int hohen Alter ein Kind, welches darin zu versinken drohte, aus dem Sck-mächenbacke rettete." Den Stoff für sein Drama fand Werner offenbar in einer niirtlidyn Begebenheit, die in Vogels^.eipzigeü Annalen" niitoetcili'u irb Don wird erzählt, datz tm Jahre Ibis die Wirtsleute iniGoldenen Siebe" -zu Leipzig ihren Sahn er­mordeten, der nach einer Abmesenheit von 23 Jahren.heimkehrte mtb viel Geld mitbrachste. Als in dein geöffneten Ranzen der Vater des

3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0' Portugiesen , III - 41/3i7» russ. Staatsaul. 1905 4/2° japan. Staatsanleihe 4°/, Conv.Türken von 1903 Tür treulose . . . . 7

4n/0"Griech. Monopol-Anl. -. 4C,O äussere Argentinier ,.

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Nachmittags 3.30 Uhr. Predigt.

Sabbatausgang 6.50 Uhr.

Israelitische UeNtzionzgeseSschaft.

Gotterdienst.

Sabbaticier am 26. Februar 1910:

Freitag abend 5.35 Uhr. »

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabbat-Ausgang 6.50 Uhr. S;3

Wochengottesdienst: Morgens « 00 Uhr, abends «.30 Uhr.

den beft«w feinen sH

^2 haben Wnb Nichr i mir nn

Redner onfnmettlen ilenzen de5

Leipzig ^°r Don Staats,

Elcktriz. Lahmeycr . . . S. Elektriz. Schuckert . p f. Eschweiier Bergwerk . L. Gelsenkirchen Bergwerk . Haiaburg - Amcrik. Paketf. Harpener Bergwerk Laurahütte . . - <

Nordd. Lloyd .t . - - ». Obersehles. Eisen-Industrie

Neuc sp.anischc Briefmarken sind jetzt zur Aus­gabe gelangt. Die Marten sind von etwas größerem Format als die früheren; sie zeigen das von einer Ordenskette umgebene, nach rechts blickende Pvofilöildnis des Königs Alfvns, über dem die Königslrone sck.mebl. In den oberen Ecken beftndet sich die Wert­angabe, unter- dem Medaiilonbild des Königs die Untcrfrfi'rift Espaua". Die Art der verschiedenen Wertstufen ist. gteickv stffe bei den früheren Ausgaben.

Von den neuens i a m e s i s ch e n Z w i l l i n a e n". Mit lebhaftem Interesse verfolgt die englische Aerztewel't den Werdegang der neuensiamesischen Zwillinge", die seinerzeit in Brighton geboren wurden. Die Zwillinge haben soeben ihrer dritten Geburtstag gefeiert und es scheint, daß die Bande, die sie unlösbar mit einander verknüpfen, ihre Gesundheit und ihr kind­liches Gluck nicht beeinträchtigen. Dr. Rooth, der seit ihrer Ge­burt die Pflege überwacht, gibt einen interessanten Bericht über die Zwillinge. v6§ geht den Kindern ausgezelchnet", so schreibt der Mediziner,ihre Größe entspricht völlig ihrem Aller.

Zeigen für ihre Jahre eine bemerkenswerte Intelligenz >ünd sie plaudern viel und eifrig mit einander. Sie fvieJ.eu^iuic alle Kinder, zanken sich unb versöhnen sich. Ihre BewcgungSfähigkeit ist viel großer, als ich bei den besonderen Umstanden erroatictc dagegen sind ihre Versuche, zil stehen, nicht sehr erfolgreich. Als stütze bient ihnen ein hölzernes Gerüst, durch das sie später hotzenllich erlernen werden, selbst ihr Gleichgewicht zu haltern rtber ich furchte, daß das Gehen für sie immer mit großer An­strengung verknüpft sein ivird". Violet und Daisy, wie die beiden Zwillinge getauft wurden, haben wie alle Kinder ihres AkterS eine leidenichanliche Vorliebe für leckere Süßigkeiten. Jedes der beiden kleinen A.adchen hat seinen Teddnbär, mit dem es sich belustigt -tte Zahnentwicklnng hat sich völlig normal vollzogen.

- eMV Chronik aus Kunst und Wissenschaft meinen 70. Geburtstag begeht am 2o. b. M. der Professor der Pmlv>vphie an der Universität Jen a O'eh. sv.-.frat Dr. £ttoi 2^5 mann. - Ter em er. ord l'r ifvfpr der Nativna löTtmomid an i,er W i e ner llntDerutat, Lofrat Dr. jur. ttarl Meng r r wurde -anlatzlich Icw^ rO. Geburtstages von der philvsophischen (yohiltut der deuticken UniPcriitat m Prag zum Dr phil h c er-i naiuit - Die Generalversammlung der DrntiUn G-'scll- s ch a f t z u r B c t ä m p s n >t g d e r G e srn l e di 1 - krau k l,e i t e n untet am 27. Februar U1U, mittags IjA. (r i,i SfcrlriS Kaisciin-Fr icdr ick -Haus, Luisenplatz statt.

3'/a0/(i Reichsauleihe 3 °L do.

Kreditaktieu . .

Baltimore- und Ohio- P

Eisenbahn ; . * . .' C?

Gotthardbahiir. .. .H.x.

1910 c c S

23. 2

746,3

9,4

8,1

92

WNW 2

10 i

23. 9

7464

7,6

7,2

93

WMV 2

10 |

24. 7"

748,1

4,1

5,5

90

9