Deshalb fand wiederum — wie
Die
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obren — am Sonn
land marschiert, so muh doch trotz und alledem unausgesetzt an der noch weiteren Verbesserung der Ergebnisse gearbeitet werden.
Hnioniften , sie sollten nvch versuchen, M einem Vergleich in der Verfassungsfrage zu gelangen. Wenn die Regierung sich jedoch ablehnend verhalte, müßten die Unionisten bis .;um Ende kämpfen. Alles hänge von der Standhaftigkeit des Oberhauses ab, das, wie Garvin sagt, mit dem Reformplan oorangehcn müsse, als ob sich nichts ereignet hätte und den Mi- aistem gestatten solle, fünshundertneuePeers zu schaffen, wenn sic es wagten. Garvin gibt zu, daß die Ernennung der Pers vcrfassungsgcmäß zwar dem Könige obliege, aber die Verantwortung für die Ernennung laste einzig auf den Ministern. Die Schaffung von neuen Peers werde so unpopulär sein und Die Minister würden in dem sich daraus ergebenden Kampfe so viel Schaden davon tragen, daß die unipnistische Partei in absehbarer Zeit siegreich sein müsse.
von 1848 und iljre Bedeutung für die Gegenwart". Der Redner kam zum Schluß aus Die heutige Stellung der ^Parteien $u sprechen. Die hessischen National liberal en standen unter dem Einfluß von Zentrum und Agrariern, sie fühlen ihre Schwäche und suchten eine Stutze. Die Fortschrittliche Volkspartei habe sich ihnen angebotcn ai Reichstagswahl, die Nationalliberalen sollten in sieb' Wahlkreisen kandidieren, die Freisinnigen in zwei. Die Nationalliberalen hatten trotzdem abgelehnt. Lehrer S t a u - bach gab dann einige Darstellungen der revolutionären Vorgänge von 18-18 in Hungen und Umgebung.
Dom Kolosseum wird uns geschrieben: Das erfolgreiche Gastspiel des Prang sch en KölnerEnsembles sindct am Donnerstag seinen Abschluß. Alle Freunde eines hcrzersriichcn- den Humors ist also noch kurze Zeit Gelegcicheil geboten, über die Darbietungen der lustigen Kölner recht tüchtig auszulacheu.
** DieBurgermei,terwahlvonWatzenborn- Steinberg. In der letzten Sttzung des Kreisausschusses kam u. a. der Einspruch gegen Sie Bürgermeisterwahl zu Watzenborn-Steinberg zur Verhandlung. Gegen die Wahl, aus der der seitberige Bürgermeister als gewählt hervor- gmg, war mit der Behauptung reklamiert worden, daß Wähler durch Spenden von Freibier beeinflußt worden seien. Wie durch die Auslagen einer Reihe von Zeugen vor dem Kreisausschuß sestgestellt wurde, haben auch tatsächlich drei Venoandte des Bürgermeisters am Abend vor der Wahl in Drei verschiedenen Wirtschaften Freibier gegeben. Sie suchten dies damit zu erklären, daß sie an Dem fraglichen Abend gerade guter Stimmung gewesen seien. Der Ldreisaus schuß maß dem jedoch leinen Glauben bei, sondern nahm an, daß das Freibier in der Absicht gegeben worden sei, um Stimmung für den zu Wählenden zu machen. Er erklärte deshalb die Wahl für ungültig, betonte aber in seiner Entscheidung ausdrücklich, es sei nicht festgestellt worden, daß die Person des Gewählten mit den Spenden in irgendwelchem Zusammen- Hang stehe. Die Kosten des Verfahrens, außer beteiligen für einen Termin, der ohne Verschulden der Parteien auS- jiel, wurden zu 2/5 der Gemeinde, zu 3/s den Reklamanten auserlegt, das letztere desljalb, weck ein großer Teil der benannten Zeugen nichts zur Sache bekunden konnte. ' Amoaltskosten haben die Reklamanten zu tragen.
Kreis Büdingen.
-1- Büdingen, 18. Dez. Heute vormittag */,10 Uhr überflog in mäßiger Höhe em bemannter Luftballon der osferbac in Frankfurt aufgestiegen war, unsere Stadt. '
-l. Büdingen, 18. Dez. Gestern abend fand im Saale des Hotel „Stern" eine vorn Verschönerungsverein Büdingen und der Sektion Büdingen des Vogelsberger Höhenklubs veranstaltete Fest- lichkeit statt. Die den Saal bis auf den letzten Platz füllende Versammlung wurde von Kreisamtmann B 0 e ck m a n n mit einer Ansprache eröffnet, in der der Redner darauf hinwies, daß die Lust am fröhlichen Wandern auch frischen Wind in unseren Vogelsberg gebracht habe, wo früher Stille über den Wegen lag, begegne man jetzt Frohsinn und Scherzen. Die Leistungen der Wanderer seien gestiegen, Wanderungen )is zu 104 Kilometern am Tage, worin allerdings die am Tische und im Bette verbrachten Kilometer mitzähuen, seien zu verzeichnen. Korpsgeist und gute Beziehungen zu auswärts würden gepflegt, Die Teilnahme an den Wanderungen er gut gewesen, er hoffe, daß auch an den auf dem neuen Plan verzeichneten Wanderungen sich zahlreiche Wanderer beteiligen werden. — Auf den vom Verjchönerungsverein ins Leben gerufenen Wettbewerb für Blumen- chmuck übergehend, betonte der Redner, daß die Freude an Blumen herrsche und der Häuserschmuck immer mehr Ein- gang finde- die Pflege der Blumen trage Lohn und Dank in sich selbst; er hoffe, daß alle der schönen Sitte treu bleiben mögen und bemerkte schließlich unter anerkennenden Worten, daß die hiesigen Gärtner, die am heutigen Abend zur Verteilung gelangenden schönen Blumenpreise geliefert — Nach einem von Referendar Ruth und Frl. I 0 st geben bet en, beifällig aufgenonunenen Klaviervortrag zu vier Händen schritt Kreisrat Boeckmann zur Verteilung der Wanderstäbe an die Mitglieder, die im vergangenen Jahre alle VereinsausMge mitgemaM Haden, die Herren Karl
Aus Hessen.
DersammlungderFortschrittlichenVolks- partei in Hungen. Man schreibt uns aus Hungen: Im Gasthaus zur Traube hielt am gestrigen Sonntag Prof Ur st ab t-Gießen einen Vortrag über ,,Die Volksbewegung
Wattbrach, Erich Hann-r, Amtsanwalt Allwon und ffrsinleirt Rullmann. — Ein unter Klavierbegleitung von Frl. Jost, ben Damen Schäfer und Hoos gesungenes Duett fand verdienten Beifall. — Von dem Ausschuß für Blumenschmuck wurden im vergangenen Sommer die auf Balkons, Fenstern und in Kästen gezogenen Blumen gewertet. Das Ergebnis dieser mühevollen Arbeit war die Verteilung von Blumenpreisen, zu denen die hiesigen Gärtner noch einige Prämien gestiftet hatten, an 112 Personen. Die nach der Wertung in Gruppen zuer'annten Pr.ise wurden den Pflegern ihrer Bal.'on- und Fensterblumen überreicht, und bald glich die Festversammlung einem von fröhlichen Menschen beiderlei Geschlechts durchsetzten Treibhause. Obstbauinspektor Metternich, dem die Vorbereitung und Durchführung der umfangr'ichen Arbeit oblag, wurde z im Zeichen des Dankes ein Blumenkorb überreicht In der Zwischenzeit führten auf einem rasch zurecht gerückten Podium böse Buben (im gewöhnlichen Leben sind es reizende junge Vertreterinnen des Büdinger Darnenflors) un:ec der Leitung eines in der Mas le des strengen Magisters steckenden hiesigen Herrn lose Schulstuben- und Schulbubensireiche auf, bis Der „Un! erricht" infolge des durch das Schulhausdach dringenden Regens abgebrochen werden mußte. — Obst- bauinspettor Metternich hielt hieraus eilten Vonrag über Blumenzucht und Blumenpch.ge und berichtete zugleich über die Besichtigung der auf Ballonen und Fenstern ausgestellt gewesenen Blumen; es ging daraus hervor, daß 'J—700 Fenster besichtigt wurden. Der Redner empfiehu die Ausdehnung des Blumenschmucks auch aus die Gc.chästs- läden und öffentlichen Gebäude (das Kreisamtsgebäude, das neue Schulhaus, das Gymnasium besonders hervorhebend), gab wertvolle Fingerzeige über Behandlung der Ableger, das Verpflanzen, Ucuecnnntcrn, Düngen und Begießen der Blumen und die Wahl paffender uuo loynender Blumensorien für sonnige und schattige Standorte, so daß die Zuhörer ohne Zweifel wertoolke Rakschl"ge mit nach Hause genommen haben werden, die ihnen bei dem nächsi- .ährigen Wettbewerb im Blumenschmuck wohl zu stauen Lommcn.
Kreis Schotten.
A Schotten, 18. Dez. Emen grausigen Fund machte ein junger Mann im Oberwalde. Aus der alten Ulrich- 'leincr Straße fand er die Leiche des alten Heinrich Geist aus Lanzeichain, der vor 10 Tagen Lanzendam verließ, und zu seinem Sohn nach Eichelsdorf gehen wollte. Offenbar ist ec einem Schwächeansall erlegen. Gestern nahm das Ochollener Amtsgericht die Leichenschau vor.
O Laubach, 18. Dez. Im Auftrag des OrtS- gewerbevereins hielt gestern Lehrer I a k 0 b aus Gonterskirchen im Gasthaus zum „Schützenhof" zwei gut be* )achte Vorträge über „Krupp und feine Werke". Der diebner verstand es, mittelst Lichtbildern den Zuhörern in anschaulicher Weise die Anlagen der Firma Krupp vorzuführen. Reicher Beifall belohnte die gediegenen Ausführungen.
Kreis Friedberg
Bad-Nauheim, 17. Dez. Kürzlich wurde his eine in Kreisen der Hmidcsportsleulen bekannte Witwe ii Haft genommen und nach Gießen verbracht. Die Dame Hai zeitweilig ihren Wohnsitz zwischen hier, Wiesbaden und Frank- lud a. M. gewechselt und war ständiger Gast auf Hunde, autzstellungen. Ihr- Festnahme soll erfolgt (em, weil sie feil Fahren einem älteren Offizier gegenüber — viermal raii Erfolg — Erpressungen verübt hat. Der Offizier hatte die Belästigungen der Dame unbeachtet gelaßen, bis sie zu arg wurden, woraus er Anzeige erstattete.
A Butzbach, 18. Dez. Befriedigung hat e8 in ®c« schästskrelsen hervorgerufen, daß die Behörden den Vleh- uiarkt für nächsten Donnerstag genehmigt hat. Treffen doch gerade zu diesem Welhnachtsmarkt alljährlich die Be- ivohner der nördlichen Wctterau und der naheliegenden nassauischen Gebietsteile in großen Scharen ein, um ihrs WechnachtSeinkäufe zu besorgen.
Starkenburg und Rheinheffen.
^ Darmstadt, 18. Dez. Die Staatssekretäre Dr. Delbrück und Wermuth wurden am SamStag vormittag 00m Staatsminister Dr. Ewatd und Mmlster v. Hom- dergt, sowie später vom Großherzog empfangen. Am Abend waren sie bei dem StaatSmmister Dr. Ewald zu Gaste geladen und sind heute mittag um 1 Uhi 37 Minuten nach Weiinar abgereist. — Ter jüngst hier verstorbene langjährige Leiter dcS Spitals, Geh. Medizinalrat Dr. Jäger, hat das Städtische Krankenhaus zum Erden feines nicht unbeträchtlichen VenuögenS eingesetzt.
R. B. Darmstadt, 19. Dez. Hier ist der Gerichts- schreider Gy. Weber im 75. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene, der aus Alsfeld gebürtig war, war lange Jahre an den Amtsgerichten Hungen, Schotten, Frieddero und Darmstadt tätig und nanientilch aus dem Gebiete der freiwilligen Gerichtsbarkeit sehr tätig.
F. C. Darmstadt, IS. Dez. In Walldorf fand eine Versammlung-der schon längere Zell ft reifenden Holzhauer der Oberförsterelen Mittcldick und Mönchbruch uatt, in der sich sämtliche am Streik nicht beteiligten Holzhauer mit den Streikenden solidarisch und zu einer wöchent- tichen außerordentlichen BeitragSleislung von 50 Pfennig für die Streckkaffe erklärten. Den streikenden Kollegen wurden für jeden Wochentag 3 Mk. Unteriiützung bewilligt und be« schloffen, jeden Zuzug fernzuhalten.
(m.) Offenbach a. M., 18. Dez. Die direkte Durchs führung der Straßenbahn zwischen Offenbach und Frankfurt wurde am heutigen goldenen Sonntag, der für unsere Stadt einen immensen Verkehr brachte, dem Betrieb übergeben. Zur Feier des Tages waren die Offenbacher Trambahnwagen geschmückt. Beinahe drei Jahre smb nun vergangen, bis die Unterführuna der Trambahn fertig gestellt wurde, die anfänglich als Uebersührung über den Bahnkörper geplant war. In der Naclsi zum Sonntag hatten noch viele fleißige Hände zu tun, um bei Lampenschein die letzten Arbeiten zu beiualtigcn. Der elektrische Strom bis zur Brücke an der Landesgcenze, wo em Stromausschalter angebracht ist, wird von dein Ösfenbacher Elektrizitätswerk geliefert, während der Strom für das übrige Rev das Frankfurter Werk abzugeben hat. Die Kosten der Ge- amtanlage der Unter- und Ueberjührung werben auf 1 Million Marl geschäht. Im Anschluß an bie Inbetriebnahme haben die Handelskammern von, Frantfurt mit Offenbach an ben Staats- selrctar bes 3keichspostamteö eine Eingabe gerichtet, in der bei Wunsch ausgesprochen wirb, daß ber Geltungsbereich der OrtS- ta^e auf Frankfurt unb Offenbach ausgedehnt wird. — Bei ber in Verbindung mit der Volkszählung am 1. Dezember vor- aenommenen Arbeitslosenzählung wurden in Offenbach UZ2 tz beit-lose sezählL.
tag eine Konferenz sämtlicher Lehrer und Schulvorstände im B e - zirk Gießen unter dem Vorsitze des Handwerkerschulkommis- lions-Mitgliedes — dem Leiter der Gewerbeschule Gießen — hier statt, in der allerlei Anregungen über die Gestaltung und Turchsührung des Zeichenunterrichts gegeben, und an Hand einer Ausstellung von Zeichnungen der Gang des Unterrichts demonstriert wurde. Tie bei dieser Gelegenheit, in Bezug aus die technische Durchführung der Zeichnungen, als Anschauungsmittel mit vorgelegten Arbeiten aus ben baugewerblichen Abteilungen der Gewerbeschule Gießen fanden bei den Tellnehmern ungeteilten Beifall; besonders siel die Sicherheit und Korrektheit der lediglich nach Vortrag des Lehrers — ohne jede V 0 r I a g e — ausgesührten Arbeiten auf. Auch die gleichzeitig mit ausgestellten Arbeiten aus ber kun st gewerblichen Abteilung der Gewerbeschule sanden allgemeine Anerkennung; besonders war dies der Fall bei den vielseitigen, ost mit recht einfachen Hilfsmitteln wirkungsvoll lum Ausdruck gebrachten Techniken in ber Malerei, wie ferner bei den farbigen Wiedergaben von Naturstücken aller Art. Wenn Fleiß und Ausdauer im Nachwuchs des Handwerks sich weiter so befestigen., dann muß das Handwerk einer guten Zukunft entgegen gehen. Ohne Fortschritt kein Erfolg, muß die Leitschnur des jungen Handwerks immerfort sein und bleiben.
** Stadttheater. Betreffs Erstaufführung der Märchenoperette,Den König drückt der Schuh" von Bogumil Zepter am kommendcn Mittwoch sei, um Irrtümer zu vermcioen, ausdrücklich betont, daß diese erste Ausführung Des Werkes die einzige ist, die im Abonnement stattfindet. Dienslaa-und Freitag-Abonnenlen haben dadurch wi.derum Gelegenheit, etwaige Gutscheine z 1 verwenden und auch jüngeren Familienmitgliedern, die Inhalt unb Stimmung des poetischen und melodiösen Weckes besonders anfprechen Dürfte, den Besuch zu ermöglichen.
* * L a n d w 1 r t s ch a f t l i ch e s. Die Ausschußsitzungen DeS Landwirtschaftska mmer-Ausschufses für Ober- dessen tagten am Samstag in Gießen. Tie Ackerbau- fonnniffion leitete W. Fenchel-Oberhürgern, die Biehzucht- fommijfion Oekonomierat Hoffiuann-Hof-Gill. — Zu ber AuSl'tellung in Kassel hat ein Ausschuß für Oderhcssen bereits Vorbereitungen getroffen. Tiere der Simmentaler und Vogelsberger Raffe ivurden aiiSgewählt. Der Land- iviitschastSkmninec-Ausfchuß kann mit dem Ergebnis recht zufrieden seiu.
• • Verhaftet. Ein von der Staatsanwaltschaft in Lim- bürg seit längerer Zeit wegen RückfalldiebftahlS steckbrieflich verfolgter Arbeiter auS Marbach wurde gestern hier verhaftet.
ee Von der Elektrischen erfaßt und ein Stück mitgeschleist wurde am Samstag Abend am Kirchenplatz em 6 j ä l) r 1 g e r Junge. Ec erlitt zum Glück nur leichie Verletzungen und wurde in die elterliche Wohnung gebracht.
* * Dec Bearntenverein hielt am Samstag in Steins Garten seine Weihnachtsfeier ab, die in allen Teilen als wohlgelungen bczcia-nel werben bars. Trotz der vielen anbcicn Veranstaltungen ähnlicher Art war ber Befuch gut. Durch die musikalischen als auch gesanglichen Darbietungen nruibe balb liikifc nachrsstimmuny erzeugt. Zum Schluß bes ersten Teils folgte bas Wcihnachtssestspiel „Waldgeister in ber heiligen Nacht", bas gut wicdcrgegcben wurde. Nach ber Kinberbescherung und Verlosurig hielt ein gut geleiteter Ball die Teilnehmer bis gegen Morgen beisammen.
2luslan0.
Der Kaiser Franz Joses reist am 23. Dezember nach Wallsee unb verbringt die Weihnachtsseiertage, wie ittlährlich, in ber Familie ber Erzherzogin Marie-Valerte.
AuS Sosia nnrb wieber einmal ein Grenzzwischenfall gemeldet: Ein türkischer Soldat feuerte am Freitag auf den Posten von Mokowv, Distrikt Eharmanu. Die Bulgaren erschossen den Soldaten. Am Samstag dauerte das Gewehrfeuer zwischen dem bulgarischen Posten unb ber türkischen Grenzwache an. Die Bulgaren blieben unverletzt. Die Verluste der Türken sind nicht bekannt.
Das Kriminalgericht in Kopenhagen verurteilte ben früheren Jusllzminister Alberti wegen Betrügereien von etwa 15 Mlllionen Kronen zu acht Jahren Zuchthaus. Außer- dem werben chm die Kosten fär ben Verteidiger unb bem Ankläger je 1600 Kronen auf erlegt
Aus Peking wirb gemeldet: Durch ein kaiserliches Edikt wurde die Denkschrist des Rcichrsausschusses, in der der Thron gebeten wird, den großen Staatsrat abzuschaffen, oder ihn zu einer dem Volke verantwortlick-en Körperschaft Umzuges lall en, abschlägig beschieden. In bem Edikt wirb ausgesuprl, daß die Mitglieder be5 großen Siaatsrats vortreffliche unb treue Ratgeber seien unb baß bie Einsetzung eines Kabinetts soivie die Ernennung von Beamten Vorrechte des Thrones seien, womit der Reichsausschuß sich nicht befassen sollte.
An» Stadl und Land.
Gießen, Iti. Dezember 1910.
- TageSkalender für Montag, 18. Dezember: Stadttheater: Gastspiel der Rua Sacchetto, dazu .Kollegen.^ Anfang 8 Uhr. e
** Born Städtischen Wasserwerk. Der Jahresbericht über das städtische Wasserwerk für 1909/10 stellt {eft, daß das Werk im allgemeinen günstig abschließt, wenn auch di;rch genüge Umstände, durch die, wegen der Fertigstellung der Hausanschlüsse sehr btrabgeminberten Jnstalla- twnsauftrage und durch die cuigetretene Erhöhung der Arbeitslöhne der Gewinn des Werkes gegen das Vorjahr nm rund 10 000 Mark zurückgegangen sei. — Die alten Duellen, deren Zu lauf infolge bes trockenen Sommers gegen das Vorjahr um 59 000 Kubikmeter zurückblieben, lieferten 229 000 Kubikmeter, bas Werk in Queckborn 1 251 490 Kubik- inctcr Wasser. — Der Wasserbedarf 'der Eisenbahn für Be- tricdSzwecke kst nm 73 000 Kubikmeter zurAckgebliebem Der Wafserlonjum unserer städtischen Bevölkerung hat (abzün- lich dcS Bedarfs der Eisenbahn) für Tag und Kop, im Durch- sSnUt 85 Liter aegen 81 Liter im Vorjahr betragen. Der Durchschmttsverbrauch an Wasser stellt sich im Verjoraungs- ^cbict täglich auf 4054 Kubikmeter gegen 4048 Kubikmeter
Dle stärkste Wafferabgabe fand am 22. 3)iai 1909 mit 5582 Kubikmeter, die schwächste am 27. Februar 1910 mit 2696 Kubikmeter statt. In der Stabi Gteßeu sind 2170 Anschlüsse vorhanden gegen 2126 im Vor- öe(amu für die Wasserversorgung vorhandene Rohrnetz hat eine Länge von 82 Kilometer gegen 81,50 Kilo- meter im Vorjahre. Die Rechnung schließt ab mit 297‘M) Mark darunter befindet sich für Waffer 124 800 Mark Einnahme gegen 171400 Mark in 1908/09. Für die $8er- Äinjung der auf dem Werke ruhenden Schuld, die Ende ^iQrf betrug, wurden aufgebracht für Zinsen 50150 Mark, so daß als Reingewinn 8Uu90 Mk. wurden, die für Schuldentilgung verwendbar find ~ »u/bilbung ber H a n b w e r ks l e h r l i n g e -m ben Handwerker-Somitagszerchenschulen des Großherzogtums Hessen ttnzö von der H anb wer ke r s ch u l k 0 m ni i s s i 0 n des foNgeietzte Ausmerffamkeit gewidmet, um die Lefflunas» iähraknt des Hanbioerts zu heben und zu fördern. Die Mitglieder der Handlverker|chulkovimlnion, denen je eine Anzahl dieser Schulen zur lauienden Beaunichtigung unterstellt sind, Haden die Durchführung des Lehrplanes in jystematijcher wie methodischer Beziehung zu überwachen, wie auch ui Beiprechungen mit den bc- tteffenocn Lehrern den Gang des Unterrichts in die gewünschten SMnwn |u leiten, damit die vorgesteckten Ziele erreicht werden, allgemein ajudannt wird — das gewerbliche in Heffen z. Spitze im deutschen Vatu-
Die Automobilsrage. Wir erhalten folgende 3 Zur Behauptung be5 Landtagsabgeordneten Köhler- Langsdors in BezuA auf bas lieber holen von Fuhrwerken auf den Landstraßen bezeugen wir, die Unterzeichneten, die wir als Bauern unb Fuhrleute ben alten Gebrauch genau kennen, daß es aller Fuhrmanns brauch war (unb der jetzt noch geübt wird), daß das überholende Fuhrwerk stets rechts ausweichend an dem überholten Fuhrwerk vorbe7gefahren ist. Tie entgegenftehenden Bel'limmungen d.s Hessischen Polizcifiralgcsetzcs unb der Bundesratsbekanntmachung vom 3. Februar 1910 entsprechen nicht bem alten Zichrmawisgebrauch. Ti esc Besti.nmunucn bedürsen, well unpraktisch, bringend der Abänderung im Sinne des alten Fuhrmannsbrauches.
Am 18. Dezember 1910.
Kell, Bürgermeister von Ettingshausen.
Horst, Bürgermeister pon Nieder-Bessinge«. _________Gontrum, Bürgermeister in Münster.
Deutsches ttesch.
In Wetzlar trug am Sonntag in einer gut besuchten Mitglieder- und Vertrauensmänner-Versammlun^ des kouservatipen Wahloereuis der Reichstagskandidat Gutsbeiitzer von Eichel sein Programm vor.
Dr. Prinz August Wilhelm von Preußen bestand vor dem Prüfungsausschuß des Kammergerichts daS Refererwar- examen mit dem Prädikat gut


