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is zum 26. Mai sind an genanntem Tage • mürben bis zum
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fc. Wiesbaden, 27. Mai. In dem vmrnehmen Eafs Koben,ollern (Inhaber: Firma Eduard und Ehr. Beckel) haben die Kellner 3 Prozent des Umsatzes, ausgenommen vom Champagner, an die Besitzer des Cafss z u z a h l e n. Die Arbeitszeit beträgt cirka 16 Stunden: Lohn erhalten die 4 Kellner nicht. Der Kellner Wollwcber verließ nach mehrjähriger Tätigkeit unlängst den Posten und klagte am hiesigen Eewerbcgericht auf Rückzahlung der in den letzten zwei Jahren abgezogenen Prozente, die sich aus 1500 Mark belaufen, mit der Begründung, daß ein solcher Vertrag gegen die guten Sitten verstoße und daher nicht zulässig sei. In dem heutigen Termin wurden die Besitzer des Lafös zur Zahlung der 1500 Mark verurteilt.
(SericbßfaaL
Stuttgart, 27. Mai. In dem Belcidigungs-> Mauer, der den Reichstarif mit 51 Pfg. für die Stunde nicht anerkannte, wurde von einem Gehilfen auf 91 Pfg. rückständigen Lohn verklagt, indem er den Reichstarif zur Berechnung für maßgebend erachtete. Das Gericht verurteilte den Tünchermeistcr zur Zahlung der 91 Pfg. und in die Kosten des Verfahrens mit der Begründung, daß er, trotzdem er den Reichstarif nicht anerkannte, zur Zahlung des ortsüblichen Tagelohus laut Tarif verpflichtet sei.
Leipzig, 27. Mai. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Tischlergesellen Valentin Kosziol, der vom Schwurgericht in Lissa am 14. April wegen Mordes und Sittlichkeitsverbrechens in zwei Fällen zum Tode verurteilt worden ist. Nach einem früheren Urteil war et wegen den gleichen Straftaten in vier Fällen zum Tode verurteilt worden, aber das Reichsgericht hob in zwei Fällen das Urteil auf.
Stuttgart, 27. Mar. In dem Beleidig ung s - Prozeß des Prof. Dr. M i n t st ü d von der Technischen Hochschule gegen Prof. Oberbaurat M ö r t f e wurde der Angeklagte freigesprochcn. Das Gericht billigte ihm den Schutz des § 193 zu.
Sport.
w. Frankfurt a. M., 27. Mai. (Internationale Ausstellung jür Sport und Spiel.) Das Internationale Fechtturnier nahm heute mit einem Herrenfechten für Junioren seinen Anfang. Zu dem Florettfechten waren 25 Meldungen eingegangen. Die Sieger sind folgende: 1. Willi) Seeger, Fechtklub „Her- mania" Frankfurt a. M. 85</5 Punkte; 2. Heinrich Ziegler, Fechtklub ,Herrnanra" Frankfurt a. M., 82 Punkte; 3. Hans von Eckartsberg, Fechtsaal Gazzera Frankfurt a. M., 81 Vs Punkte; 4. Theodor Dircksen, Berliner Fechtklub 79Vs Punkte; 5. Hans Halberstadt, Offenbacher Fechtllub, 783/s Punkte; 6. Karl von Eckartsberg, Fechtsaal Gazzera, Frankfurt a. M., 772/5 Punkte; 7. Hugo Benz, Turnverein Neu-lllm, 76*/s Punkte; 8. Hans Stadelmann, Fechtklub „Herrnanta" Frankfurt a. M., 60Vs Punkte.
vermisster.
* Einen fürchterlichen Massenmord verübte cm Arbeiter namens M0ratti in Genua aus Eifersucht. Er drang in die Wohnung seines Arbeitsgenoffen Renzi und traf dort diesen mit seiner Geliebten. In seiner Wut erschoß er beide auf der Stelle, eilte nach Hause und erschoß dort seine 20jährige Braut. Einen Barbier, der zu Hilfe eilte, verwundete er lebensgefährlich und brachte sich dann s e l b st drei Schüsse in den Kopf, die Brust und den Unterleib bei. Trotz der schweren Verletzungen konnte er vom Untersuchungsrichter vernommen werden.
* D ie Erdbeben in Südwestdeutschland vom Morgen des 26. Mai hat nach den bisher der Kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung in Straßburg i. Els. vorliegenden Nachrichten eine sehr weite Verbreitung gehabt. Die nördlichsten Punkte sind neben Straßburg mit seinen Vororten Bischheim und Rupprechtsau die Orte Vendenheirn und Vasselnheim. Jrn ganzen Oberelsaß und an den Abhängen der Vogesen und des Schwarzwaldes ist die Wirkung so heftig gewesen, daß sie minstens dem Grade fünf der zehnteiligen Stärkeskala gleichzusetzen ist. Die größte Stärke entwickelte das Beben im Sundgau, wo aus Dannerkirch, Altmüncherol, Altkirch und anderen Orten Erschütterungen vom Stärkegrade sechs angegeben werden. Aus der Schweiz liegt bisher nur die Meldung aus Bern vor, daß fast die ganze Schweizer Hochebene erschüttert worden ist. Den Ausgangspunkt der Bewegung hat man wohl im nördlichen Jura zu suchen. Dafür spricht auch der Umstand, daß im Sundgau und im Oberelsaß zwei Stöße bemerkt worden sind.
^Schwedens Wasserkräfte. Der ungeheure Reichtum Schwedens an natürlichen Wasserkräften tritt in einem Gesetzentwürfe über deren Ausnützung zutage, der augenblicklich dem schwedischen Reichstage vorliegt. Dcurach hat der Staat selbst das Eigentumsrecht an 277 Wasserfällen mit rund 800000 Pserde- Iräftcn, darunter sind die gewaltigsten bie Trollhakka-Fällc des Göta-Elf und die Porjus-Falle des Euleaslusses, von denen die ersteren seit kurzem bereits zu industriellen Zwecken ausgenutzt werden, während die letztgenannten demnächst die Kraft zum elektrischen Betriebe der projektierten schwedisch-finnländischen Grenzbahn liesern sollen. Im ganzen wird Schwedens Besitz an Wasserkraft auf 4 bis 5 Millionen Pserdekräfte gesckffitzt. Der neue Gesetzentwurf will nun festsetzen, daß eine Veräußerung von staatlichen Wasserkräften an private Betriebe künftig ausgeschlossen sein soll: nur eine Verpachtung wird für bestimmte Fälle ins Ange gefaßt, die aber im allgemeinen auch nur für eine Höchstdauer von 40 Jahren gelten darf. Man sieht in der allmählichen Industrialisierung der Wasserfälle eine der wichtigsten Quellen des Volkswohlstandes und hofft insbesondere durch ihre Ausnützung allmählich alle Eisenbahnen des Landes mit elektrischem Betriebe versehen zu können.
* Unterhaltung. Lehmann und Bliemchen erzählen sich während der Eisenbahnfahrt ihre Lebensschicksale. — „Ja, ja, ich bin in Ehren grau geworden", schließt Lehmann seine Rede. — „Sühn Se, un ich in Leibz ' ch", sagt Bliemchen.
Kleine Tagcschronik.
Der Direktor bet Chirurgischen Klinik in Tübinge« Staatsrat Dr v. Bruns, hat sein^ Ab sch i ed s g e su ch ein- gereicht und wird mit Schluß des Semesters von seinem Ami zurücktreten.
Die industrielle Gesellschaft in Mülhausen i. E. erhielt von dem berühmten Münzensammler Ernst Leh r - Lausanne eine wertvolle Münzensammlung der Landgrafschast Ober-Elsaß. Die Sammlung hat 470 Stücke und ist die vollständigste ihrer Arü,
Im Distrikte von G u a r t a sollen äußerst rabiumreidje Uta« niumlager gefunden worden sein. Es soll aus ihnen monatlich 1000 Tonnen Uranium geliefert werden können. Das Lager befindet sich in englischen Händen.
Amtlicher Wetterbericht.
Verlauf der Witterung seit gestern früh: Ein gestern über der Ostsee lagerndes Tiefdruckgebiet ist mit großer Geschwindigkeit ostwärts gezogen. Seine Rückseite hat uns kühle Westwinde gebracht, doch ist Regen in unserem Bezirk nicht gefallen. Nur Süddeutsch-. land hatte stärkere Niederschläge^ — Eine gestern schon bei Island aufgeiaud)te Zyklone rückt ostwärts vor. Tabei erhallen wir wieder etwas lebhaftere, feucht-kühle Westwinde. Das Westhoch ist ganz nach Südwesteuropa gewandert.
WelterauSsichten m Hessen am Sonntag dem 29. Mai 1910: Trüb und vielerorts Regen, kühl, frische westliche Winde.
Griginal-Drahtmeldungen.
Wien, 28. Mai. Der Mubersitätsprofessor und Direktor der chirurgischen Klinik Dr. Emil Zuckerkandel ist gestorben.
Toulon, 28. Mai. Wie jetzt bekannt wird, befand sich kürzlich auch das Unterseeboot „(Sirci* in großer Gefahr, und wurde nur durch die Geistesgegenwart des Führers von einem Zusammenstoß mit einem großen Passagierdampfer bewahrt.
Man verlange Preisliste.
XXX.
LA. d.C.: H. Freund
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben Philister, Ehrenphilister, Inaktiven und auswärtigen Mitglieder von dem am 27. Mai in Sandbach i. 0. erfolgten Ableben ihres lieben Philisters Herrn Emil Bernhard
Pfarrer
geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die studentische Reformverbindung ^Adelphia“
Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 8).
04424
Für die vielen Beweise herzlicher Tetlnahmc bei dem mich betroffenen schweren Verlust, sage ich allen hiermit innigsten Dank.
Louis ICr-aiz.
Bekanntmachung.
Die diesjährige öffentliche Fmpmng in der Stadt Gießen wird, beginnend mit t _
Mittwoch, den 1. Jnur
im Jmvflokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Ubr, abgehalten werden. Iurvfvstichtig im laufenden Kalenderjahr find die im vortgen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren.
Wir laden die hiesigen Einwohner, welche unpspflichüge Kinder haben, zur Benutzung dieser off entheben Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nickt benutzen will, muß die Impfung seines Kiudcs bis zum Fahrcöfchluffe auf seine Kosten bewerkstelligen laffcn, widrigenfalls rbm im Januar nächsten JabrcS eine vicrwockeutlichc Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gefetzt wird. .
Außer den Pflichtigen werden auch Kruder, welche tm lautenden Jahre geboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.
Alle in einem Termine geimpften Kinder müffen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals er- scheuren.
Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen oorgestellt werden.
Die Impflinge müssen mit reiner Wasche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arm mit Lymphe aus dem Landesimpstnstttut geimpft.
Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nickt in die Termine gebracht werden.
Gießen, den 25. Mai 19010. B38/»
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
J.V.: Keller,
Bekanntmachung.
Die städtische Fuhrwcrkswagc iu der Frauksurtcrttraße Int von Montag' 30. ds. Wits, an bis ans weiteres wegen Neueichung außer Betrieb. B^h
Gießen, den 27. Mai 1910.
Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. ./
1 -L-. MecnNr _ -
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Heute:
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i-ortsenr. poiitiscn. g Bildungsverein.
Mittwock, 1. Juni, abends 8^/2 Uhr tm Hotel Schütz:
Vortrag von cand. Hans Maier-Marburg über die
Parteien der Rechten.
Diökusffon. — Gaste willkommen.
Montag den 30. Mai er.,
abends 8V2 Uhr:
Haupiübung.
Um vollzähliges Erscheinen wird dringend gebeten.
v«'j Tas Kommando.
V. EL C.
Zweig-Verein Giessen.
Wir ersuchen unsere Mitglieder, die an der Einweihung des Bismareklnes
auf dem Taufstein am 4. Juni und an der Hauptversammlung in Grebenhain am 5. Juni teil nehmen wollen, fick) b. zum 30.9)lat bei unserem Schriftführer Faber, Marktplatz, wegen der Teilnahme an dem gemeinsamen LNittagessen u. der Uebernachtung anzumeldcn.
va/t) Der Vorstand.
toeltiad für Mr- e. Beiitaie üetawisseescliallliehe Ahleilung. , Wissenschaftliche Sitzung Mittwch öch 1. Ziini 1910, aOeuiiß 81/» Uhr, im Hörsaale des physiologischen Institutes/ Senkenbergstraße 15.
Tagesordnung:
1. Besprechung über den SontmerauSflug
2. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Garten: lv38/.-
MW" Neber elektrische Fische.
Bekanntmachung.
Am Samstag, dem 4. Juni ds. Is. uackmittags 3 Ubr findet zu Lick im Gasthaus z. Löwen unsere diesjährige ordentliche
Generalversammlung
statt, zu welcher die Borstandsmitgltcder, Ausschltßmitglieder und Vereinsmitglieder, sowie sonstige Jntereffenten hiermit ergebenst eingeladen werden.
Tagesordnung:
1) Geschäftsbericht 1909,
2) Rechnungsablage,
3) Voranschlag 1910,
4) Ergänzungswahl des Vorstandes unb des Rechners,
5) Neuwahl von Beztrksvertretern,
6) Vorarbeiten für die Beschickung der Wanderausstellung %v Cassel in 1911,
7) Die Bestimmungen für die Führung eines Elitestammbuches für Simmentaler,
8) Grundsätze für die Gewährung von Aufzuchtsvrämien,
9) Verleihung von Zusatzpreisen für Kühe mit kontrollierter Milchleistung,
10) Beschränkung der Herdbuchkörungen auf Bullen und Küho (unter Ausschluß von Rindern).
11) Beschickung der Jungvieh- und Fohlenweiden.
12) Wünsche und Anträge.
Ein recht zahlreicher Besuch ist erwünscht.
Dte Großh.Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, insbesondere biejemgen, in deren Gemeinden Rlitglteder unseres Vereins wohnhast find, werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise veröffentlichen zu lassen.
Gießen, den 26. Mai 1910.
Ter Direktor des Kreisrindcrzucktvereius Gießen Simmentaler)
Beider,
Grohhcrzogl. Regierungsrat.
Ziegenzucht-Verein Giessen.
Eröffnung der Lümmerweide (am alten Anneröder Weg)
W am L Juni
Zur Weide werden zugelassen: Alte Ziegen, Zeit
ziegen und Lämmer (jedoch müffen letztere 2 wtonate alt sein)
Der Vorstand.
Alles Nähere, sowie Meldungen bei Herrn Heinrich
Müller, Rechner, Steinstraße 66. 3020
Hack- u. HäufelpMg-e
mit und ohne Federstellung
empfiehlt (3026
J. B. Häuser
Neustadt 56 Rodheimer Str. 42


