Meinung fiter die Wiederherstellung oes Livloma tischen Kontakts mit dem Petersburger Kabinett in Kenntnis zu setzen.
7. Tas Telegramm Iswolskis vom 20. März, 1910 an den russischen Geschästslräger in Wien. Turcl^ dieses Telegramm wird Sverwejcw benachrichtigt, der Minister habe dem öster- rrichmigariscl-en Botschaster in mündlicher Form mitgeteilt, das; die .kaiserliche Negierung von dem günstigen Resultat der Perl:andlungen über das Wesen der besprochenen Fragen sehr befriedigt sei. Er beabsichtige seinerseits, dieses Resultat den übrigen Kabinetten zur Kenntnis zu bringen und ihnen Len aus diesem Anlaß mit aem Wiener tibabinctt gcsührlen ^5^^riit=’ wechsel mit-,-.Heilen,
Oes Heidjstaiijlcrs Besuch in Romw
Ter beut)d)c Reichskanzler ist von der italienischen Presse In sehr sreundschastlichen Ausdrücken begrüßt worden. „Gior- nale d Italia" hcck u. a. geschrieben: „Wir sind sicher, die (Gefühle des Landes auszudrücken, welches die Gefühle der Sympathie leimt, die der hervorragende Staatsmann für unser Land l)cgt. Der Reichsianzler, welcher die Politik einer großen Nation leite-, die mit unserem Lande durch Bande eines festen Bündnisses und alter Freundschaft verbunden ist, hat das V e r d i e n st, die i t a l i c n i s ch d e u t- s ch e n Beziehungen wie sein Vorgänger gepflegt zu haben. Von Bethmann-Hollweg hat daher ein volles Recht, zu unseren Freunden gezählt zü werden, und als solchen begrüßen wir iyn. „Eorriere d'Jtalia" führt die Auslassungen ui5 Grasen Kanitz im Reichstag über den Dreibund an und fügte hinzu: Diese Worte des Grafen Kanitz wurden vom Reichstag mit allgemeinem Bei.ait ausgcnvminen. Wir schließen uns dem Bei.ml seiner LanoSleuie an und be grüßen den Reichskanzler als willkommenen Gast und Vcr treler einer großen Nation, mit der uns vielfache Bande der Kultur und des politischen Lebens verbinoen. „Popolo Romano" schreibt: Der Besuch des Reichs.anz.er ist für uns die witlloinmcnfte Bestä..gung der UnoeräuderZchlcit der herzlichen Beziehungen und Gefühle zivischen den beiden Dynastien, Regierungen uno Nationen. Dec Reichstanziei. wird in Rom die fympachiscyste Ausnahme finden. Der „Me,sagero" schreibr: Die Reise des Reichskanzlers habe eine bemerkenswerte politische Bedeutung, iuJi >ir bestätige, welch' enge Bande des Bündnisses uno der Freunoschusi Deutschland uno I.alten vecrnüp.en, uno den Beweis lie.er^, daß uie Beziehungen der deinen .Regierungen au:.'gezeichneL find.
Rom, 21. März. Der Reichskanzler traf heute nachmittag in Begleiiung des Gesandten v. Flotow hier ein, auf dem Bahnhof von dem Botschafter v. Jagow, dem preußischen Gesandten Tr. v. tuiNtyiucrg, dem bayerischen Gesandten Frhrn. von und zu der Tann-Ratfamhaujen, dem Frhrn. von Ritter zu Grünstein, dem Unter,laats- setrctär im Auswärtigen Atnt Fürsten Scalea uno dem Generaldirektor des Auswärtigen Amtes Bollati empfangen. Der Reichskanzler nayin im Palais EaFareili Wohnung.
Heute abend findet beim deutschen Botschafter zu Ehren des Reichskanzlers ein Diner statt, zu oem geladen sind: Ministerpräsident Sonnino, der Minister oes Auswärtigen, Gutcciardini, der UnterftaatSsekretär un Auswärtigen Antt, di Scalea, der Generaldirektor des Mini- fteriunis des Auswärtigen, Bollati, oer Minister des Königlichen Hauses, Mettioti-PaSquaiini, Fürst uno Fürstin von Bülow u. a.
Rom, 21. März. Wie die „Agenzia Stesani" meldet, gab M int st erpräs ident Sonnino int Hinblick auf die parlamentarische Lage seine Entlassung. Der König behielt sich »>te Entscheidung vor. Die Minister bletben nm oer Führung oer taufenomt Geschähe betraut.
Die Kammer vertagte s i ch nack; Entgegennahme der MitteUung der Demission oes Kabinetts ans unbestimmte Zeit.
Rom, 21. Mürz. Der Reichskanzler v. Bethut a n n - H o l l w e g gab heute bei oem Senator T i t t o n i, den er nicht zu Hause traf, seine Karte ab._________________
Der bulgarische iiönigsbesuch in Konstantinopel.
Ko n fi uutinopei, -J. oer Kollig Und die
Königin der Bulgaren sind heute nachmittag hier eingc- tros,en und wurden von oem Sultan, dein Thronfolger, dem Großwcslr, sowie mehreren Ministern und zahlreichen anderen Würdenträgern am Bahnhofe empfangen. Das Königspaar wurde mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Der Sultan lind der Thronfolger beivillkommneten die Gäste mit Händedruck. Der Sultan reichte der Königin den Arm und geleitete sie und den König zum Sultanzelte, wo die Vorstellung des Gefolges er-olgte. .ne Monarchen schritten hieraus die Front der EyrentomMgnie ab, befliegen sodann eine Jacht und fuhren, von der Kriegs,totte mir Kanonensalven begrüßt, nach oem Palais Dmmabagchcye uno sodann nach dem Büoiz uno oem Merassimiivsi, wo das tDnigspaar und aas Gefolge wohnen. Heute aoend sarw im Palais des Sultans cm intimes Diner statt.
Konstantinopel, 21. März. Während des Diners überreichte der König der Bulgaren dem Sultan die Kette oes Alexanöci erdens; der Sultan verlieh dem König dec Bulgaren den Eyaneöane- £ eben, der Königin den <ürogtorvon oes Meoschiote-OrdenS für Damen in Brnllanten uno den Ministern oüLüinoiu uno Paprikow den Lsmanic-Srdeli in Brillanten; auch das Ge- f u । i}c er hielt Oröcnsau^zcichnungen._______________________
Dcurfseycs rr.nch.
Dem Kaiser wutoe voin oishe^.gen deutschen Gesandten in Buenos Aires, Herrn v. W a t d t h a u > e n, ein Kapital von 200 000 tui art zur Versagung gepellt, dessen Zinsen zur F ö r d e r u n g d e u t s ch e r B i l o a n g s - und Wohls ahrtse in richt uiigen in den drei La Plata-Staaten, Argentinien, U l h guay uno Para- g n a y, insbesondere zur Förderung der deutschen Schuten verwendet werden sollen. Der Kaiser hat das Kapital dan.end angenommen und es zur wetteren Veranlaf,ung der Schatuliverwaltung überwiesen.
Der fortschrittliche R e i ch s r a g s a b g e o r d n e t e D r. Hermes, Schriftjührer des Reia-vtags, Direktor des Berliner Aquariums, oer, wie wir gerichteten, am Samstag plötzlich gestorben ist, war feit 18<1 Direktor des Berliner Aquariums, seit 1881 mit tlnterbrechungen Mitglied des Reichstags uno später auch des preußischen Abgeordnetenhauses: im Reichstag ver,ah er noch vis zuletzt das Amt eines Schriftführers. Sehr enge Bande verknüpften Dr. Hermes mit Eugen Richter, dem er fast vierzig Jahre lang als Freund nahe stand. Die Bossische Zeitung schreibt u. a.:
Mit Hermes ist eine der temperamentvollsten und sympathischsten Erscheinungen der Fortschrittspartei oahingegangcn. Trotz seines hohen Alters nahm er bis in die letzte Zeit hinein an allen bedeutenden Fragen der Politik wie seiner Wissenschaften lebhaften Anteil und hat bis zu seutem Tode unermüdlich für seine Ideen und Pläne gewirkt und .geschafft.
Ausland.
In der letzten Sitzung des englischen Unterhauses fragte B y l e s (lib.), ob zwischen Frankreich und England irgenbein Vertrag oder ein Abkommen militärischer oder maritimer Natur bestehe, nach welchem die französische Flotte verpflichtet sei, den britischen Handel, der nach dem Mittclmeer geht, um den Suezkanal zu benutzen, gegen jedwede Gefahr in jeder Hinsicht zu schützen, wodurch im Falbe eines Konfliktes die absolute Herrschaft im Mittelmeer der englischen und der französischen Flagge gcfidjeit ist. Premierminister Asguith erwiderte, ein Vertrag oder ein Abkommen dieser Art bestehe zwischen England und Frankreich nicht.
Tas Abkommen über die marokkanische Anleihe wurde am Montag vormittag ven dem Minister des Aenßcrn, Pichon, und dem marokkanischen (Gesandten in Paris unterzeichnet.
Aus Stadt uitO Land.
Gießen, 22. März 1910.
" Vom Großh. Hofe. Prinz Sigismund von Preußen ist am Sonntag vormittag 10 Uhr 3 Minuten im 9ieiien Palais zu Darmstadt eingetroffen und hat daselbst Wohnung genommen.
* • Landes Hypothekenbank. Der Groß Herzog hat den Gerichtsassessor Wilh. Schmid aus Reichelsheim i. d. Wetterau unter Verleihung des Amtstüels ,Finanz- amtmann" zum juristischen Hilfsarbeiter bei der Hessischen Landes-Hypolhelenbank ernannt.
* * Richterpersonalien. Der Großherzog hat den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Osk. Bürckel zum Landgerichtsrat und den Amlsrichter bei dem Amtsgericht Wötlslem Phil. Bonhard zum Oberamtsrichter ernannt.
• • Lehramtspersonalien. Der Groß Herzog Hal den evaug. Pfarrer Hch. Kelter zu Lkeunkirchen zum Oberlehrer an der höh. Mädchenschule zu Offenbach, den Oberlehrer an der Realschule zu Oppenheim Slug. Hirsch zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms, den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen Pros. Hcrm. Oßwald zum Oberlehrer an dem Landgras- Ludwigs'-Gyumasium zu Gießen, den Oberlehrer an der Ober- realjchule zu Worms JulmS Schulze zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Riamz, den Oberlehrer an dec Ober- cealschule zu Worms Dr. Fecd. Wccner zum Oberlehrer an Der Realschule zu Butzbach, den Oberlehrer an dem Gymnasium zu Worms Tr. Max Zimmermann zum Oberlehrer an dem Realgymnastum und der Odecrealjchule zu Gießen ernannt
* * Erledigt ist die Stelle eines Steueraufsehers bei Großh. Hauplpeueramt Offenbach.
* * Bon den hcffischen Irrenwärtern. Seit längerer Zeit gähct es unter dem Personal der hessischen Irrenhäuser, das nut Rücksicht auf den anstrengenden und lucnig angenehmen Dienst und die allgemeine Verteticcung der Lebenshaltung eine Besseriiellimg feiner Gehaltsverhältmsfe anilcebt. Die Folge war eine 'Anzahl Besprechungen, ver- biuiben mit Voritellungen, die anscheinend ohne Erfolg geblieben sind, denn nun wird mit einem 81 us st and aller hessischen Jrreiiwärter gedroht. Zwecks Beilegung dieses Konfliktes fanden gestern nachmittag im Mmylecium deS Innern zwischen den Beteiligten Verhandlungen statt, m der anscheinend durch beruhigende Erklatiingen Störungen der Betriebe für den Augenblick beseitigt wurden. — Wie uns noch aus Tarmstadt tcl. gemeldet wird, sind 65 Mitglieder der Sanitätskolonne vom roten Kreuz bereit, im Falle eines Ausstandes der Wärter deren Dienft zu vetfehen.
** Gießener totai>ttl)eatei. Der Beilchenfresser. Rudolf Gon hatte sich zu feinem Ehrenabend zwar ein zugtrasciges Stuck ausgew^hli, aber einen ungünstigen Tag, uno so zeigte denn das Theater gestern nicyt den Besucy, der dem verdienten Darsteiler zu wünschen gewesen wäre. Drotzdem aber war man in bester Laune und unterhielt sich bei dem lustigen Stuck aufs angenehmfle. Rudolf Goll spielte den „Veiiü)eiisre>ser" mit oer vorttehnicn Zurück- yaltung und Liebenswürdigkeit, die ihn zu einem Liebling oer Theaterbesucher gcinaajt hat und wurde nicht nur mit sehr g».oßem Bei,alt ausgezeriynec, sondern auch mit einer ganzen bieihe dusliger Angeviilde und Erinnerungen. Karl Marx spiene den fchüchiernen Referendaren mir Humor und Spaß, Hermann blorden den llnterofsizier mit glücklichster Komik. Der Bursche Peter >var bei Edgar Paul y in ocfi besten Händen, wie auch der Lber,t Kurt Gühnes. Die Dllmenroiien waren mit Gusti Ney (VaieSta), Erna Güldener (Wiidenheim), Eily G u h n e (Berndt), Jringard EberiuS i,Beiling- uno Lore d) o i z (Minna) angemessen besetzt. Sehr unterhaltend wurde das Exerzieren, wobei namentlich Albert R ucy durch eine glückliche Maske auf- fiel, während bei Kurt Goldberg S belanglosem Auftreten nacy wie vor die Maske des Alltags ausfiel. —h.
*' Stad tthcater. Da am Eharsreitag die Theaterkasse ganz geschlossen bleibt, werden die BllletS für bic beiden Oslerfeteriage bereits von Donnerstag ab ausgcgebcn. Arn Samstag den 26. März ist die Kasse von 10—1 Uhr oofinittags geöffnet. Es fei darauf htiigewiejen, daß tue Spielzeit mit Sonntag den 3. April fchließt.
** Kvlosseu Ni. Der 6. Xag war oer heißeste der feit- herigen. Tcr oran^se x. ic r c be Boucher rang die ersten öCljii Mimiteu idjijn und rumo, so daß man i-achle, oau er seine rolje Manier minjegccen l)atie, a^er ui oen zweiten 10 Minuten war er wie nncge.v^ell. lümViiungcu seitens des Kampfrichters nareii vergebend. Der Kampf wurde dann nach 30 Minuten teilweise ms 0i5qitau!idiCLt nno uncnuiüjiieöen avgeorvchen. Atan kann spannend o.c liiilici’eiuung Eigemanns und Piere le Boucher erwarten, da lciDc an Kräften und Ausdauer ULdjtd fehlt. Ter Duxemburgcr Öfter scheint die kurze Zeck üon ieinem Halbbruder sehr viel gelernt zu hauen, aber es hals chm nichts, mit vcroolcncn Griffen uiib Beißen den Kampf ui bie Lange zu ziehen, der Wcltme ifter Weber rang ruhig und revanchierte fw) hier und da mit den Massagen. Er unterlag, nach i < Minuten der enormen Kraft des Leuychen. Ter Pul-e o u b a n o i 1 bezwang leinen Gegner Nielse n nach 12 Minuten im schonen Kampfe.
•* Die Bank für Handel und Jndustrie, Dliebcr* lassung Gießen, hält am OslerfamStag ihre Geschäftsräume biS 2 Uhr nachmittags off er, um dann gänzlich zu schließen.
” Wege n der beim Zus am men bruch der Ober- Mo ckstädter Borschußkasse Geschädigten wollen die Abgg. Kor eil, Dr. Weber u. Gen. eine dringliche An- frage an die Großh. Regierung richten, inwieweit die Regierung bereit fei, für die Geschädigten einzutreten. ES ist beabsichtigt, einen LandcSausschiiß zur Veranstaltung allgemeiner Sammlungen zu bilden. Wie unS ans Darmstadt telegr. gemeldet wird, hat die Regierung in einer gestern nachmittag abgehaltenen Besprechung ihre Geneigtheit ^erklärt, hieibei nntzuwirlen.
**Ein Streik ist unter den organisierten Gehilfen eines hiesigen Weißbindergeschäfts ausgebrochen, da die Firma eine nach dem Reichstarif für das Weißbindergewerbe fällige Lohnerhöhung von 2 Pfennig in der Stunde nicht gewähren wollte. Lieber das Geschäft wurde die Sperre verhängt.
— Scheidenkatarrh ist unter dem Rindvieh der Gemeinde 81 Iba ob und auf dem Albacher Hof ausgebrochen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind von dem hiesigen KreiSamt angeordnet.
— Darmstadt, 21. März. Die Erweiterungsbauten der Technischen Hochschule sind nunmehr so weit fertig gestellt, daß mit Genehmigung des Groß Herzogs die Großh. Baubehörde für die Erweiterungsbauten der Tech- nischcn Hochschule zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. ApiR an aufgehoben wird.
R. B. Darmstadt, 22. März. (Tel.). Landgerichts- Präsident Wilh. Herz berg er ift gestern abend an den Folgen eines am Samsiag erlittenen Schlaganfalles gestorben. Der Verstorbene ivar 1848 in Gießen als Sohn des damaligen Landgerichtsregislraiors H. geboren. Er studierte in Gießen uito wurde 18,6 Landg er Tytsa > sefso r in Reinheim. Später ivac er längere Jahre Amtsrichter in Frieobcrg, um dann an das Lanögericyt der Provinz Starteiiburg beru,en zu werden. Am ^6. Sept. 1‘jOj lvuroe er zum Präsidenten dieses Gerichts ernannt. Präsident Herzberger niachie oen Feldzug 18.0/71 als Dragoner0j,izier mit uno eru-arb sich oaS Eiserne Kreuz. Er wurde als scharfsichtiger uno arbeit,amcr Jari,t sehr gesck)ätzt und in weiteren Kreisen sehr beliebt.
— Tarmflaot, 21. Llckirz. Zu der von dem Allgemeinen Teutschen ^agoiu/ubvcicin (Landesr-eieiii Heyen) in Gemeinfchaft nut dem Heyiicyen <>agd-Kiuu veranitoitetc Jugo-(Trophäen-) Ausftellung smo 124 Hirmigeiveihe, 66 Damyirschiwauie.u, 108 Rehgehörne, U9 GamSlnacl und Elcyschuipem fowie eine große Anzayl von sonstigen prächtigen Jagurropt-aen angemeldet. A'ue Aus,»eliung bringt au ec uiteieyanle Sammlungen wiiwnichafl- lia;cc uno pra.tycher '21 it, wie z. B. ca. 80 Präparate von Wild- lramheilen — Aus weiter: reierinac--palhuwglw)>-anaiumlichcs Jn- Itdut Gießen (Pc-u,eyur Dr. Llt —; Hirschgen-eilfschnilte — Aus- lueiier: Gwßh. Lanoesmuseum Tiä.rm,iaot; ferner großartige Sammlungen von Ataterial zur Verkeilung von Puwcr, Hei- Ibciiung von Gewehiiauicn, Verichluye uno VeiqchPigteiie, Jagd- luaiicn aller Arten, schailvampier, geplatzte u,iu. LuUse, Sa)ieß- peoars aller Art, Apparate ,ur Vaiii|ii|ü,'e Uiticrjuajungen u,iu. — Ausiieiier: KriegSieamyche Sa.mm.ung der technychen Hoch- ich-ute Darmitadt. Die Ausiieiimig wird am SamSiag, 9. Aprn eröffnet.
-o. Mainz, 21. März. Heute vormittag besuchte eine 'Anzahl Wiesbadener Kurgäpe, anscheinend Russen, in einem 'Automobil die Römerfleine bei Zahlbach. Einer der Herren bestieg den höchsten der Sterne, es brach aber Geröll los, der Mann stürzIe von Der beträchtlichen Höhe herab und verletzte sich innerlich unb äußerlich sehr schwer. Erp nach einiger Zeit erholte sich der Verletzte fo weit, daß er im L’lutoniobil nach der Stadt gebracht werben tonnte.
* * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r |t a a t e n. Em dicht ve|cljter Kremser, dessen Jnfafieir fich zu einem „Wunderbottor" m 'Ayrenshausen begeben wollten, Iturjie unterwegs m einen Graben. Zwölf Frauen und Akänner erhielten f ch w e r e V e r l e tz u n g e n.
rInivcrsetöits-rraehri^ten.
hc. Darm ft av t, ~l. ^lärz. Au, ein,cunultgen Antrag der Abteilung für Ma,chinenbau louroe durch Beschluß von Rektor und Großem Seilat der Technischen HOchfchul^ dem Wirtlichen Geyetmen ^berbaurat, Vortragenden Rat int ReichSmarineamt und Ehe, der KonstrukKoiisabteilung Rudolf Beith in Berliri in Äneriennung seiner y.roorragcn- den Verdienste um die Verooilroinmuung der Schisss- maschiuenaniagcn, besonders der Forderung des deutschen Schiifslurbincno<rueS in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht, die Würde eines Dr.-Jng. Ehrenhalber verliehen.
* * Verjährung in M i ets a n g el e g en h ei t e u. Wenig telannt our,te >em, d.m nach § puh ics .onrgvrlid)cn Olefctz- luchcS bic Veriährungssrift für Er>atzansprüche des Vermieters wegen Veränderung ober Verschlechterung der Wohnung an den Mieter nach sechs Monaten verjährt sind. Die Frist läuft von dem Tage an, an dem der Mieter die Wohnung verläßt und damit au oen Vermieter zurückgivt. Gben o i,t in leajy Akonatew ein Lknspruch des Mieters an den Vermieter verjährt, der sich aus Eriatz von Verwendung für eine gemietete Wohnung, oder auf Gewährung der Wegnahme von Einrichtungen, bie er in ihr getroffen, richtet. Der 8 658 d. B. G. ist türzlich in einem Prozeß in Gießen praktisch geworden, indem auf Grund dieser Gesetzesbestimmung auf Abwehung der Klage erkannt werden mußte. ES luurDen übrigens in dem Prozeß auch Einwendungen materieller Art gegen Die Kmge ervJven, au, vtc cs aber nach Lage der Sache für das Urteil nicht mehr an kam.
x Hanan, 21. März. Vor der Strafkammer stand heute der 43 Jahre alte Küfer Heinrich Seipel aus Hochstadt, der schon 17 Jahre Zuchthaus hinter sich hat. Als er in Z i e g c n - hain eine ihm von der Straftammcr Wiesbaden zuerkamckc sechsjährige Zuchthausstrafe verbüßte, gelang es ihm, am 13. Dezember v. I. auszubr cch e n. Die Freiheit benutzte er, um sofort wieder das Diebcshandwerk zu betreiben, doch wurde er am 4. Februar ö. I., als er am Tage zuvor einen Einbruchs- diebstahl verübt hatte, in Frankfurt a. M. festgenommen. Vorher hatte er in Fechenheim mit seinem Schwager einen Einbmä)s- dicbstahl ausgeführt, der heute zur Aburteilung stand und. ihm 3 I a 1) r c 3 u ch l hau S eiubrachlc.
Ein großer Eiscnbahnunfall iit^ Amerika versetzt die Gemüter in den Vereinigten Staaten aufs neue in Aufregung, benn die Zahl der Unfälle mehrt sich in unheimlicher Weise. Auch die Menge der Verletzten ist wieder ganz bedeutend. Ein Trahtbericht meldet uns Darüber:
Marshaltown (Joma), 21, März. Wie gemeldet wird, wurden in der Nähe von G r e e n m o u n t a i n bei einem Eisenbahnunfall, bei ein Personenzug der^Rock Jslandbahn eine Böschung hinabstürzte, 14 Fahr-. gäste getötet und 25 verletzt.
Es scheint jedoch, als habe man sich über die Zahl der Verunglückten noch nicht genau unterrichten können, denn nach einer Meldung aus Chicago sollen 4 5 Menschen getötet worden sein. Eine amtliche Mitteilung der Rock Island-Eisenbahn besagt:
Chicago, 21. Marz. Bei dem Eisenbahnunglück bei Greenmounrain kamen 33 Personen um, deren Leichen geborgen sind. 31 Verletzte wurden nach G.ecnmountain ge- brackft. — Hiernach: i stes unklar, ob sich unter den Trum- mern vielleicht noch Menschen besindcn.
Älcuic Dnücechroutt.
Eine Feuersbrunst Hal i n P o k o h a m a 500 Häuser zerstört. 3000 'Menschen sind obdachlos.
«Hilft unö w-ttenfchakt.
— Tie N i v e l u n g c n b a 11 c in M a i n j. Aus Mainz wird uns untenn 21. '.'Närz geschrieben: Henke mittag folgte eine AnzaU gclcchcM HcxrcL tzex Mckaduns des £)berbürgax'


