Den bekannten Artikel in der „^rtnighllv Review" geschastsn'
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten,
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!kC fnCb« Bifamfl^weSnUr «üttenen'Verletzüngen nicht anwesend.
Mag^aWau^ nahm das Handschreiben des Äömgs ahne
Debatte znr Kenntnis.
Körperverletzungen im ungarischen Reichstag.
Nachdem der ungarische Reichstag am 28. Januar vertagt worden war, weil der neue Ministerpräsident bei den Mehrheiten teilte Billigung seines Programms finden und darum auch nicht an die Bewilligung des Budgets denken tonnte, ist er jetzt rrusgelöst worden, und im Juni sollen Neuwahlen stattjinden. Tamil dürfte nicht nur die sehr bedauerliche Regierungskrise, sondern auch der ex lex-Zustand in Ungarn bis zum Zusammentritt des neuen Reichstags
gegenwärtigen Beziehungen zwischen Rügland und ^cü.rr.n! - Ungarn, bei welchen auf dem Boden der Balkanansselegv.nh.tk anitauchende Z-ragen sich schnell in einer wr ^n euw^tschv. Frieden gefährlichen Weick zuspitzen konnten, ui tcina SJepc oep.r.t daher müschen seiner Ansicht nach Mittel und ege auvm . gemacht werden für eine aufrichtige Ausemanderichung nicht n. .r die Zwischenfälle der Vergangenhett, die emen p?r)oiHtdjcn k.b ratter tragen, sondern über die lünsltge Richtung der ^oltttl be.r.t , ... Staaten. Gras Berchtvld versprach diese Unterredung als eine ganz gletchzerttg ^tvate zu betrachten und sprach dabu die Absicht aus, dem ündnisver- Grasen von Aehrenthal über i'tc zu berichten.
1 -■ Tie Depcsckie Iswolskis vom o. Februar 1910 a»
fortdauern. 1
Die letzte Sitzung am gestrigen Montag brachte un- < erhörte Skandalauftritte hervor, die noch von > schweren Folgen begleitet sein werden. Tie oppositionellen Parteien setzten nm erbärmlichen Kundgebungen und Ge- , walttätigkeiten ein. Es mag dahingestellt bleiben, ob bte Vertagung und die Auslösung des ungarischen Reichstags deshalb ungesetzliche Akte sind, weil das Budget noch nicht bewilligt ist, es mag auch unerörtert bleiben, ob die verkündete bosnische Verfassung die Interessen Ungarns verletzte, und ob die Vorgänge bei dem Begräbnis Luegers eine Ungarn jein bliche Kundgebung dei>WUner Bevölkerung darstellten, soviel ist jeden,allS sicher, daß die Opposrnon die nur das eine Ziel verfolgt, für die Wahlen möglichst viel Wasser auf ihre Mühlen zu leiten, sich durch ihr Vorgehen mit schwerer Schuld beladen und davon feinerlet Erfolge zu gewärtigen hat. Wir geben die gestrigen Vorgänge nach einer Darstellung der Frkf. Ztg. wieder.
Ofenpest, 21. März. Der ungarische Reichstag ist heute zum letzten Mal versammelt; die Abgeordneten sind falt vollzählig erschienen. Das königliche Handschreiben, das die Ein- tadung zu der morgen erfolgenden A uflo , u n g des Abgeordnetenhauses enthält, wurde ruhig zur Kenntnis genommen, ,o- dann überreichte Gras Batthymyi den Protest der Jmthpartet gegen die Auslösung im Exlcxzustaiide. Als hierauf der Minister- Präsident Gras Khuen den Standpunkt der Regierung verteidigen wollte, veränderte sich mit einem Schlage die ganze Situation. Aus den Reihen der Justh- und Kos,uthparter wurden dem Ministerpräsidenten sch we r e , mitunter u n , l a t i g e -ö e- leidigungen zugerufen. Es entstand ein riesiger a r m. Der Ministerpräsident konnte nicht sprechen und die Sitzung mutzie unterbrochen werden. Nach Wiedererössnung der Sitzung er- scheinen alle Minister int Saal. Gra, Khuen erhebt ich LS ertönen Rufe: „Gesetzesverletzer hinaus.' Erschlagt tn n. Da er im entstehenden riesigen Lärm nicht verständlich ät, naliert sich Gras Khuen Dem Tisch der <stenograyf)en. cn diesem Moment springt der Abgcordneic Eitner auf deii Ministerpräsidenten -u und stösst ihn roh vom Tisch weg. Abgeordne e der Justh-.Kos uth- u.w der VolkSpartei stürmten plötzlich in Massen auf die Minister- bänke, gegen welche von anderen Abgeordneten unterdessen etn r örmlichesBombardementmitschweren Buchern, Tintenfässern, Sesseln und allem, was nicht n i e t - u n d n a g e l f e st w a r , e r o f f n e t w u r d e. -äNi Saale hört man unartikuliertes Schreien, man sicht Gruppen von Abgeordneten im Handgemenge. Alle Minister und viele scharen sich nm den Grafen Khuen, um ihn zu schütze n. Die Aogeordncten Pozsgay, Endrey, Zacharias und aiidere stoßen den Schutzwall zurück und werfen d em G r a s e n Khuen schwere Bücher und alles, to(J5 sie in die Nand bekommen, aus unmittelbarer Nähe gegen den Kopf. Ackerbauminister Graf Serenyi, die Abgeordneten Graf Moritz Esterhazy und Emil Nagy deckeii Khuen nut ihrem Lewe, e r h a l t e n ledoch Hiebe und auch chnen fliegt alles mögliche ins Gesicht. Die Verwirrung ist unbeschreiblich, die Gesichter der Grafen Khuen und Serenyi lind mit Blut bedeckt,,man ruft nach Aerzten. Präsident Gül, der nicht un Stande ist, Ordnung zu schassen, suspendiert abermals die Sitzung. Ein Arzt legt dem Grasen Khuen, der oberhalb des rechteii Auges und der Wange ziemlich verletzt ist, uiid dem an der Stirne verletzten Grafen Serenyi Verbände an und erklärt, die Heilung werde etwa acht Tage in Anspruch nehmen. <.
Nack Wiedereröffnung der Atzung, welcher die Minister nicht beiwohnen, spricht Präsident Gäl sein Bedauern über die des Parlaments unwürdigen Szenen aus. Hentz fordert die Abgeordneten, welche die Minister verwundeten, auf, fich zu melden Da niemand sich' meldet, ruft Hcntz: Gesellen! Auch
Graf Apsoonyi fordert die Abgeordnetem welche bie Wurde des Hauses verletzten, auf, sich zu melden .ue Abgeordneten Eitner intb Zackiarias melden sich. Abgeordneter Hollo versucht, die Ausschreitungen mit der wegen der fortgesetzten Gesetzesverletzungen feit Jahren herrschenden erregten Stiminmig zu entschuldigen. Als sodann der Abgeordnete Hentz das Wort ergreift, entsteht abermals ein riesenhafter Lärm, und bie -Lntzung muß.
Neuerung normaler diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Regierungen bestehe kein weiteres H i n d e nis Sodann findet die russische Regierung, daß unter den gegebenen Umständen die einfache Veröffentlichung einer Mitteilung nach dem Entwurf des Wiener Kabinetts ungenügend sei, und das, cs im Interesse des allgemeinen Friedens nützlich wäre, wenn auch andere Mächte sich jetzt ben politisck^n Grundsätzen anschließrn kömiten, die Rußland wie Oesterreich-Ungarn sich angecignet hätten, damit beim Eintreten irgendwelcher Zufälligkeiten, die den nuo bedrolMi, zwischen allen üiteressicrenden Mächten schnell ein Meinungsaustausch zustande kommen könnte. Taher macht die russische Regierung wiederum den Vorschlag, den anderen Mächten oie Punkte mitzuteilen, bezüglich welcher beide Kabinette em Einvernehmen bereits erzielten.
6. Tas Mernv ir e, das der österreich-ungarische Botschaster am 14 März 1910 Iswolski übergab. Tas Tolument weist darauf hin, Latz die -offizielle Benachrichtigung' der übrigen Mächte über das Msultat des Meinungsaustausch.e mit der gleichzeitigen Aufforderung sich ihm anzuschließen wie die russisckfe Regierung es Vorschläge —. zu der An nahm, veranlassen würde, zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn bestehe ein formelles Abkommen. Tas entspreche nicht Der Absicht der beiden Stauinette. Die anderen Äiächle hätten wiederholt bestätigt, daß sie den Grundsatz der Wahrung des Statusquo auf dem Balkan ancrEennm. Folglich liege gegenwärtig keine 9t o t w e n d i g k e i t vor für irgend eine feierliche Erklärung in diesem Sinne. Tas Wiener Kabinett stellt fest, t.if; Die Verhandlungen zu einem glücklichen und befriedi genden Ergebnis geführt Hätten. ,Tw normalen diploma rischen Beziehungen zwischen beiden Kabinetten seien wieder berge,teilt und es iei nun klargelegt, daß in den Baltanangelegcv. i)eiten tohe Uebercinslimmung der politischen Grundsätze Oestcr reich-Ungarns und Rußlands bestehen. Tas Wiener Kabinett bestehe nicht darauf, daß ein? Mitteilung von beiden Kabinetten gleichzeitig veiosfemlicyt werde und vehalie sich vor, die össentlfche
Die österreichisch-russische Verständigung.
‘rapr hip cirindne D°r Ai Zangen Le,ierivi^-ungarns! redung nut dem östecreicyi-ch-uiigw.i,wen ^jiiu,a|tcr ^ PAers- '»ri,Äann"auei etn Iuurs .«eben nt Äraf Berchtold --mahnte d.e buro,
Nr. «8 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 22* tWäv^lOlO
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wieder au'gehoben werden.
T-as Wvlffschc Bureau meldet: _v
Ofenpest, 21. März. Tie sämtlich der Justhparter an- qelwrenden Abgeordneten Zacharias, Luowig Beck, Otto-Hoffmann und Siainund Eitner erklärten im Verlaufe der Sitzung, daß sie es gewesen seien, bk gegen die Ministerbank Heste und Rücker geworfen hatten, und baten das Abgeordnetenl)aus tut ihr ungebührlickws Benehmen um Verzeihung. 4.W Verletzungen beö Ministerprä'identen und des Ackerbauministers sollen von bronzenen Tintenfaßdeckeln herrühren. .
5 Tie Regierung will di? Staatsanwaltschast beauftragen, die Urheber der AusschrcitungM stltLEen mck sie zur Verantwortung zu ziehen, dlbends veranstalteten bte kenu» ttab^ V o 1 ksversammlnngen zu Gunsten des allgemeinen Wahlrechts, nach deren Schluß Massenkundgebungen statt- fan^n, wobei Raketen und Petarden zur Explosion gebrach wurden. Tie Polizei schritt mit blanker Waffe ein. Mehrere Persoiwn wurden verwundet und 12 verhaftet.
Tic Ofenpestcr Blätter verurteilen aufs^chanste bte heutigen Ausschreitmigen im Abgeordnetenhause. Tas Burgcr- fomitee fordert in einem Aufruf zum Bemch einer Versammlung am 27 d M. auf, in der der Entrüstung über die Vorgänge im Abgevrdnetenhaine Ausdruck Segeben werden soll.
Nachmittags wurde das v a n d s ch r e i b e n d e s K o n i g s, das die Auflösung des Reich s t a g e ö jxrrügt, imMa g-
Wechselspiel von Freundschaft und Entfremdung feststellen I den bekcrntucn g.vu^ "R^^'^7'Mnister,'' anf bie Form ----- 9iach den Befreiiingskrtegen unt Preusten zur heiligen I! jin^welcher das Wiener Kabinett dem Minister cm?
Allianz vereint, leistete Rußland 1848 Oesterreich die größten > ^^tetiigenbc Erklärung abgeben könnte. Iswolski antwirtei-. Dienste bei der Nicderwer,ung des ungarischen Ausstandes, holte diesen Zwisckfcnsall für erledigt. Euw ähnlich? Gentw um sich dann von ihm, wie von Preußen un Krim tri ege, Die seinem persötilichen Gefühl gegeben nxrbe, mürbe m
verlassen zu sehen. Rußland quittierte damit, daß es 18u6| np-wimärtinm Bcuelmngen zwischen ytußlqnd und ycu-ruiu nichts für Cefterreid) tat und auch 1870, wo Oesterreich vielleicht sonst auf die Joee Napoleons III. von der „Rache für Sadowa" eingegattgen wäre, sehr deutlich von ihm al>- rückte. Die siebziger Jahre sahen dann das Tretkai,er- bündnis, dem wieder nach dem Ausgang des rusirschfkurit- schcn Krieges Jahre der Spannung folgten, die schließlich eine solche Schärje annahm, daß sich schon die Regimenter an den Grenzen sammelten, als Bismarck und- r1'"'’’”'1'''' auch Graf Kalnocki den deutsch-österreichqchen Bi
Uaa verössenllichren, damit Rußland vor einem Kriege« 2. Tie Depesche Iswolskis domo ^oruar rnruckschredten und eine Aera der Versöhnung einleiteten, I den Geickstiststrager m, Arien. che gibt diemunost ,
Dio schließlich dahin führte, daß im Jahre 1903 im Ä<tgd- 0001^^ster>n2' tRsei?Worten nachgeschrieben
schlößchen zu Mürzsteg sogar ein Progrannn für dav gemein-! fie'm Botschafter geprüft morden ist. Ticser Mitteilung
same Vorgehen Oesterreich-Ungarns und Rußlands in Maze-1 teilt Graf von Aehrenthal die Ansicht ^swolsw, daß dw donien misgearbeilet wurde, das bis zum 5zerbst 1908 in j^male und frid)lid;e Entwickelung der Orlentangclegenl^iten Geltung blieb, wo Oesterreich-Ungarns Vorgehen m der ^e WiederausnalM? des Meinnngsaustau'ches,zwiichen den Anneriori^frage es über den Hausen warf und eine recht ^iden Staaten nur gewinnen könne: das fet um ,o leuiner »u
hätte sich diei'° Spannung im Frühjahr ISvb mlt
riegerifch entloben, luenit nicht Aeulschlanb sein ^chwerl ^u Iswolski bern Grafen Berchtolb am 9. Febr.
ür den Frieden in die Waaschale geworsen hatee und nicht übergebenes Memo i re. TicfeS Dokument bciqgt, die überdies das Ruhebedürsnis der übrigen ^ta^en em zu Efche Regierung akzeptiere gern den Gedanken eines Memungs- aroßes gewesen iväre, als daß sie, nur um bie Wunsche der Etaufches mit Lesterreich-Ungarn iiber die leitenden Grund,atze Serben und Montenegriner zu erfüllen, sich auf bie ©eite t«r Politik der beiden Regierungen auf dnn Valkan, cst -wer den Rußlands gestellt hätten. So waren internationale Konflikte Meinung, daL mit Rück'iwt aus die beiteljeiiben t '
p-idnlich-Animos Mjch-N d-N
beiden Ministern des Aeutzern, deui Gra,en Aehrenthal o^s g^icLbct werden müsse, die noch andere
und Herrn Iswolski ^ dauerte fort. Dieser brachte es s s i e r e n d e Mächte Hi n z u z n z i e h en aestottete,
sogar dahin, daß der ruf,ische Botschafter m Wien, ttnbcrcTjcitd fei es notwendig, bei der (jurmufierung. der GrmG- Urnss 0 w, in ewigen Urlaub ging und der Zar bei seiner ^ie neuen Bedingungen der politischen Lage m der Turin selbst Reise nach Racconigi den großen Umweg um bte Habs- berücksichtigen. Taher bringe die ru„i,che Regierung die Osburger Monarchie machte. Daß solche persönlichen Disfe- Mlung nackKchenbcr Punkte rn Vor,chlag, die '^ann^n übrigen epnren tiniidten ben Leitern der auswärtigen Politik zweier Mächten zur Kenntnis gebracht werden tpnmcn: a) Wahrung des mächtig^ Nachbarreickc, bie in der tzaupti-ch° a»s g-Me «r; LNBAlül« LLi!L M Ärunb-
vertrauliche Besprechungen hinsichtlich Bal kau frage Wahrung und Festigung dieser Neuordnung; cjlltu
zurückzusühren waren, schließlich beit europäischen qbl;ängtgEcit, Zesftgung und friedliche Entwickelung der klemeu
frieden in die größte Gefahr gebracht hatten, liegt ans der JXn&atai.
Hand. Sie hätten auch wahrscheinlich noch langer bestanden, $ Memv ire, das der ö starreichisch-unga
wenn nickt die Höfe von Wien und Petersburg selbst- die« / Botschafter am 20. Februar 1910 Iswolski übergab beiden zankenden Minister veranlaßt hätten, ihr strregsbeil Wiener. Kabinett teilt in demselben mit, es habe nicht di? zu begraben und einer Verständigung zwischen Rußland und« Absicht gehabt, durch die zur Zeit gesührteu Verlxmdlungeu zum ^esterreich-Ungarn das Wort zu reden. Äbkommeu vom Jahre 1897 öurückzukeliren, sondern es Habe nut
Prüft man nun die Dokumente, die über diese Annahe- bestätigt, daß seine pvlitnck^n Grundsa^e ivelche ,ett demJahr. = S-SS5 »i*IS
. gegenseitigen Verpflichtung, von einem formellen Abkommen unb faßt die Formel bezüglich der Wahrung des Status-
: zwischen Oefterreid)-Uiigarn und Rußland, wie ev das Murz- « Balürnhalbinsel, auf welche bie Politik der beiden:
. steger war, ist keine Rede; vielmehr besteht das gärige -jungen gerichtet ist, in drei Punkte zusammen. Nach An,ichr
' gebnis des „befriedigenden und glücklichen Verlaufs der Wiener Kabinetts droht gegenwärtig nichts, den statusquo i Verhandlungen" nur darin, daß beide Mächte zu einer d^m Balkan zu stören; die Störung könnte nur durch inner? ' bporettschen Uebereitlstimniung in den pokittschen Grund- Unruhen m den Sait an ,1 aalen ütier durck> bewaffnete Konflikte ähen ihrer Balkanpolitik gelangt sind. Sie werden, wenn I zwischen ihnen herbeigeführt werden. Menn^ahulicye der berühmte Starusquo auf bem Baltaiien^ ' Es bestünde kein Hinder-
oder die Nationalitätenfrage ui Mazedonien wieder aufge- Resultat eines solchen Gedankenaustausches dann
rollt wird, oder schließlich die Unabhängigkeit, Festigung in einer Form mitzuleilen, die ihnen gestattete,
und friedliche Entwicklung der kleinen Balkanstaaten frag= ^n.^chUeßen. Gegenwärtig genüge die Veröffentlichung einer
lick geworden ist, „von Fall zu Fall" in einen neuen Ge- Mitteilung, in welcher beide Regierungen erklären, em Gedanken- dankenaustausch darüber eintreteii, wie solche Ereignisse zuI <mstcmsch Misck-en ihnen habe zu einem g unsti g en Re 1 ul tar hprbiiten sind, und den übrigen Sigitatarmächten des Ber-1 geführt, und daß beide Ztabinette, nachdem fn einander mit den Hner Vcrttages von ihren Verhandlungerr dann Mitteilung Grundsätzen ihrer Politik bekannt gemacht lMbcn, anerkennten,
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gesprochen — eigentlich ^les bmm alten. nur ^diese» emc Mcmvire, welches )sw,lski am 24. Februoi- Moment darf trotzdem nicht unterschätzt werden d ^Hgio des österreich-ungarischen Botst-öfter übergab. Ter Inhalt schluß der Verhandlungen zeigt, daß Oesterreich-Ungarn und «$ Memoires ist kurz falgender: Tie russische Regierung hat Rußland den ernstlichen Willen haben, wieder tn einen nor» m-t Haftester Genugtuung in Erfahrung gevracht, daß die östcr- malen diplomatischen Verkehr, also in korrekte Beziehungen ^^ngarische Regierung den von der rilssischen Regierung foi m einander zu treten. Der russische Botschasterposten m muliertcn drei Puiitten nichts entgegnet. Zudem das Petersburger Wien dürste deshalb ehestens wieder besetzt, der schon lange Kabinett somit anerkennt, daß zwilchen beiden Minetten r-HTripfünbtatc Besuch des Erzherzogs Franz Ferdinand im volle Hebere in ft immun g m den pontgchen Grundsätzen für die »SA-«'- L»
wird es sich der russische Hof nicht nehmen lassen, z.ur Feier des achtzigsten Geburtstages Kaiser Franz Josess einen Groß für neu nach Wien zu entsenden, nachdem er infolge der damaligen schlechten Beziehungen zu Oestenreich bei! dem Regierungsjubiläum unvertteten geblieben war. Bemerkenswert und ausfällig ist es, daß Herr Iswolski mit feinem förmlichen Programm eine leichte Abfuhr in Wien fich geholt hat, die dadurch zutage tritt, daß Oesterreich zu den genannten drei Punkten des Programms keine bestimmte Stellung nahm. Die Sicherung der Gleichberechtigung aller Nationalitäten in der Türkei, bie .Herr Iswolski betreiben nolltc, wäre wohl einem Triw auf die Jungrürren gleickaek Jimen, und in Wien ist ma.L nicht daraus ein- gegangeii. Vielleicht stand Deutschland hier als ausschlaggebender Faktor im Hintergrund.
Petersburg, 21. Mürz. Die letzter Zett zwischen dem Petersburger und dem Wiener Kabinett gepflogenen Verhandlungen haben ein befriedigendes Resultat ergeben. Nachdem bei diesem Meimmgsausl-ansch klargestellt worden ist, daß in den <8 a l f a n a n g e I e — - fc -4 + 0 ~ ’**»’*•« Rußland und Lesterreich-Ungarn v 0. . .
mung in den politischen Grundsätzen bestehc, sind zwischen den beiden Regierungen wieder normale diplomatische Beziehungen hergestellt. Die Kaiserliche Regierung hat von Vorstehendem die anderen Kabinette durck) ein M em 0 - ran bum vom 20. März 1910 in Kenntnis gesetzt,, dem folgende sieben Dokumente beigefügt sind:
1. Tic Tcpcschc Iswolskis vom 13. Januar 1910 an ben rusf.scheu Geschäftsträger in Wien, in welcher seine Unter-


