Ausgabe 
27.5.1910 Zweites Blatt
 
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föfoffen t|i, soll ähnlich wie nach der Lubwigstraße zu mit .Bäumen bepflanzt werden.

Stadtv. Petri bemängelt den unschönen Anblick des Wieseck- users nach der Ludwigstraße hin, worauf der Vorsitzende bc- nterft, daß die Mittel zur besseren Herstellung schon bewilligt seien.

Stadtv. Winn regt an, die Anlieger auf der Nordseitc der Wieseck zu veranlassen, daß sie die teilweise recht schlechten Spaliere Herstellen lassen.

Beig. Keller unH sich in diesem Sinne bemühen.

Stadtv. Heichelheim macht auf den schlechten Zustand der Brücke über den Schorgraben nächst der Jphanneskirche auf­merksam, der geradezu eine Gefahr bilde.

Beig. Keller teilt mit, daß der zur Unterhaltung der Brücke Verpflichtete kürzlich einen Polizeibefehl bekommen habe.

Stadtv. Winn bemerkt, die Sache ruhe gegenwärtig, weil der Besitzer mit der Stadt in Unterhandlung wegen Gelände- tLnsches stehe.

Stadtv. Wallenfels macht auf den schlechten Zustand der Einfriedigung von Steins Garten nach dem Schiffenberger Weg zu aunnerksam und bittet um Abhilfe.

An der Wetzsteingasse wird ein kleines Stück Gelände an Schmied Klotz für jährlich 10 Mark verpachtet.

Stadtv. Winn fragt an, wer die Straße an der Biebertal­bahn zu unterhalten habe, die sehr schlecht sei.

Der Vorsitzende teilt mit, die Unterhaltung liege der Biebertalbahn ob, aber nach Lage der Sache sei gegen sie nicht viel zu machen.

Stadtv. Troß fragt, ob es richtig sei, daß die Konzession der Biebcrtalbahn tatsächlich verlängert worden sei, ohne die Stadt zu fragen. (Der Vorsitzende bestätigt das. Die Kon­zession sei von 50 auf 99 Jahre verlängert worden.) In Preußen habe man die Bestimmung, daß der Staat derartige Bahnen bei Erreichung eines bestimmten Reinertrages übernehmen könne. Ob dies in Hessen auch möglich sei?

Der Vorsitzende verneint diese Frage.

Stadtv. Plank macht darauf aufmerksam, daß bei dem Sturm vor 14 Tagen der Schutzstreifen an der Irrenanstalt so gelitten! habe, daß er seinen Zweck völlig verfehle. Es empfehle sich, beit Weg, der als Holzabfuhrweg zu entbehren sei, anzupflanzen und den Fußweg 4050 Meter nach Süden zu zu verlegen.

Der Vorsitzende sagt Prüfung dieses Vorschlags zu und bemerkt weiter, daß Stadtv. Dr. Wimmenauer mit seiner Voraus­sage bezüglich des Schutzstreifens völlig recht gehabt und der Sturm die Haltung der Versammlung in dem Streit gerechtfertigt hätte.

Stadtv. Simon ersucht, veranlassen zu wollen, daß die Sperrung der Licher Straße, die jetzt so wie so zU früh erfolge, wieder aufgehoben werde, da der jetzige Zustand für die Holz­abfuhr recht mißlich sei.

Wie der Vorsitzende mitteilt, hat Stadtbaumeister Brau­bach schon Auftrag erhalten, beim Kreisamt in diesem Sinne vorstellig zu werden.

Da8 Wappen der Stadt Gießen.

Stadtv. Dr. Cb e l hat vor längerer Zeit den Antrag gestellt, das jetzige unheraldische und unschöne Wappen der Stadt durch ein richtigeres und schöneres zu ersetzen. Der Antrag wurde damals grundsätzlich angenommen und Dr. Ebel mit der^Ausarbeitung eines neuen Wappens auf der Grundlage älterer Stadtsiegel be­auftragt Stadtv. Dr. Ebel legt in längeren Ausführungen an Hand zweier farbiger Entwürfe das Ergebnis seiner Forschungen dar uni) schlägt schließlich vor, entsprechend einem vorhandenen Reitersiegel ein goldenes Schildwappen als Wappen der Stadt zu wählen, auf dem ein Reiter (.Heinrich das Kindl sich befindet. Die Zugehörigkeit der Stadt zu Hessen soll durch einen rotweißen Löwen, die tübingische Gründung der Stadt durch eine rote dreiwimpelige Fahne ausgedrückt werden. Auf dem Schild soll ein althessischer Helm (mit silbernen Hörnern und Blattstengeln) angebracht werden. Stadtv. Dr. Ebel schlägt schließlich vor, das Wappen von dem bekannten heraldisckien Maler Hupp in Schleißheim (dem .Wnstler, der den vorjährigen Wandkalender des Gieß. Änz. entwarf. Red.) zeichnen zu lassen.

Es entspinnt sich über diese Wappenfrage eine längere Aus- sprach>, an der u. a. die Stadtvv. Troß, Heichelheim, Winn, der Vorsitzende, die Stadtvv. Eichenauer, E m - melius, Petri und Wallenfels teilnahmen. Sie drehte sich hauptsichlich um die (durch den früheren Beschluß schon erledigte! Frage, ob überhairpt ein neues Wappen genommen werden solle, sowie um den Wunsch, den gehörnten Helm durch eine Bürgerkrone zu ersetzen. Die genauere Bestimmung des neuen Wappens wird schließlich dem Vorschlagsausschuß über­wiesen, nachdem der Vorsitzende unter allseitiger Zustimmung dem Stadtv., Dr. Ebel herzlichen Dank für seine mühevolle Arbeit ausgesprochen hatte.

Verschiedenes.

Die G r a s s a m c n c r n t c bei den Kulturen im Stadtwalde wurde für 25 Mark freihändig an Hofmann in Steinbach vergeben.

Der Männerturnvcrein wünscht Anschluß des Fest- Platzes auf dem Trieb an das elektrische Kabel, ebensck Herr Textor für die Liebigshöhe. Der Anschluß an die Frei­leitung nach dem Philosophenwald ist leicht möglich. Die Ver­sammlung stimmt zu, bei Herrn Textor gegen die übliche Garantie.

Die Verpachtung der Sandgrube am Rödger Weg, die zuletzt auf 3 Jahre für 1201 Mark erfolgte, wird für die Zukunft nicht mehr vorgenommen. Rach den guten Erfahrungen, die mit den anderen Sandgruben gemacht wurden, will man die Grube in Selbstbewirtschaftimg nehmen.

Die Stadt hat schon früher die K a t a st e r v e r m c s s un g s - arbeiten für die Teile der Gemarkung, in denen die Feld­bereinigung durchgeführt war, gegen Vergütung übernommen. Dasselbe geschieht nunmehr auch für den Rest der Gemarkung links der Lahn.

Der Waldwirtschaftsplan für 1911, der von Stadtv. Dr. Wimmenauer begutachtet worden ist, sand die Zustimmung der Versammlung.

Das diesjährige Jugendsest wurde ttuf den 2 8. Juli festgesetzt.

Ein Gesuch der Louise Deichert Wwe. um Gaszuleitung für Liebigstraße 69 wird abgelehnt, da nach einem; früheren Beschluß der Versammlung Straßenaufbrüche innerhalb zweier Jahre nach Herstellung der Straße aus solchen Anlässen nicht mehr erfolgen sollen.

Die Wirtschaftskonzessionsgesuche von Karl Rühl für Riegelpfad 39, Hch. Kn och für Bahnhofstraße 31 und Hermann 11 h ( für Schloßgasse 9 werden befürwortet.

lürebe und Schule.

** Der Evangelische Kirchengesangverein für Hessen feierte am 22. Mai in Langen sein 31. Kirchen­gesangfest, das zahlreich besucht war. Rach dem von dem Vereins­vorsitzenden, Prälaten D. Flöring Darmstadt, in der Haupt­versammlung erstatteten Jahresbericht hat die günstige Weiter­entwicklung der Kirchengesangvereinssache in Hessen angehalten. 16 Vereine sind im letzten Jahre neu entstanden ober dem Landesverein beigetreten, in Oberhessen: Södel, Deckenbach, Stumpertenrod, Hainchen und der Männerchor ehemaliger Chor­schüler ,in Friedberg. Der .Kirchengesangverein umschließt nun 175 Vereine: 85 in Starkenburg, 41 in Ober Hessen und 46 in Rheinhessen. seit 1901 ist ihre Zahl von 110 auf 175 gestiegen. Im Kirchengesangverein für Deutschland nimmt der Hessische Verein jetzt die vierterste Stelle ein. Die Einnahmen betrugen 2286,69 Mk., die Ausgaben 1922,44 Mk., so daß die Jahres­rechnung mit einem Ueberschuß von 374,25 Mk. abschließt. Das Bereinsvermögen beläuft sich auf 3531,09 Mk. In dem Fest- g o t t e s d i e n st e am Nachmittag, in dem Pfarrer Zaubitz-Bens- beim die Feftpredigt hielt, bildeten die .Kirchengesangvereine von Arheilgen, Dreieichenhain Götzenhain, Langen, Offenthal, Sprend­lingen, Sreinbach i. T. und Wixlwusen unter Professor Arnold Mendelssohns Leitung einen prächtigen Festchor. Eine von weit über tausend Personen besuchte Nachversammlung in der Anthes- schen Liegenschaft, in der Prälat D. Flöring, Dekan Weh­sarg- Egelsbach und Pfarrer Hein Dreieichenhain Ansprachen hielten, beschloß das aufs schönste verlaufene Fest.

Universitäts-Nachrichten.

*' Burschenschaftstag. Wie alljährlich versammelten sich auch dieses Jahr an Pfingsten in Eisenach die in derDeutschen Burschenschaft" vereinigten Burschenschaften zu ihrem 29. ordent­lichen Verbandstage. Sämtliche 65 Burschenschasteii hatten Vertreter entsandt, und so bot Eisenach ein farbenprächtiges Bild. Es wurde der Bau eines Bursehenscha'terhauses am Fuße des Burschensehaitsdenkmals bei Eisenach beschlossen und weiter der Beschluß gefaßt, daß die Burschenschasten noch mehr als seither ihr Augenmerk auf die körperliche Ausbildung ihrer Tlitglieber richten und besonders Turnen und Leichtathletik eifrig betreiben sollten. Tie übrigen Verhandlungen waren innerer Natur. Der Vorsitz ging von der Burschenschaft Teutonia-Jena auf die Burschenschaft Armmia-Würzburg über.

GerichtsyaaL.

-o. Zur Auslegung des §17 des Weingesetzes. Der Kaufmann Fröhlich in Frankfurt hat ein Kolonialwaren­geschäft mit etlichen 30 Filialen und hielt darin ein Apfel- wein Produkt feil, das 1,60 Mark die Flasche kostet. In einem Inserat pries er dies Getränk neben anderen Weinen und Schaumweincn alsK a i s e r s e k t" an imb kam daher mit dem neuen Wcingesetz in Konflikt. Der Fall kam vor die Wies­badener Strafkammer und war insofern von prinzipieller Be­deutung, als es sich um die Entscheidung der Frage handelte, ob unter die gemäß § 17 des Weingesetzes vom Bundesrat er­lassenen Vorschriften über die Bezeichnung schaumweinähnlicher Getränke auch das Zeitungsinseratfalle. Der § 17 schreibt vor, daß die Bezeichnung erkennen lasse, welche weinähnlichen Getränke zur Herstellung verwendet wurden, und weiter, daß die vom Bundesrat vorgeschriebenen Bezeichnungen auch in die Preislisten, Weinkarten undsonstige im geschäftlichen Verkehr üblichen Angebote" aufzunehmen sind. Der Angeklagte wollte ein Inserat nicht als solchesAngebot" gelten lassen, auf welchem Standpunkt noch mehr Händler stehen. Das Gericht war anderer Meinung, konnte aber dem Angeklagten keine Absicht bei der Uebertrctung der Bundesratsvorschriften nachweisen unb, er kam deshalb mit 30 Mark Gelbstrafe weg wegen Außerachtlassung der nötigen Vorsicht. Wenn erst einige solcher Urteile allgemein bekannt sein werden, wird dasNichtwissen" allerdings nicht mehr gelten.

fc. Wiesbaden, 25. Mai. Der straffreie Orts- bialclt. Wegen ungebührlichen Benehmens hatte der Fort- bildungsschüler Hch. Klaas in Bier stadt einen polizeilichen Strafbefehl von 3 Mark erhalten. Nach der Ursache .seines zu späten Erscheinens in der Schule gefragt, gab er zur Antwort; Ei, ich funrnt von da harn." Der Lehrer, welcher auf eine korrekte Aussprache seiner Schüler viel Gewicht legte, fragte nochmals, in der Hoffnung, diesmal einegutdeutsche" Antwort zu erhalten, die jedoch in den Worten aus klang:Ei, ich hunns doch ehe gesoagt." Nunmehr erstattete der Lehrer Anzeige, worauf gegen den Schuler Strafverfügung erging, gegen die er richterliche Entscheidung beantragte. Der hiesige Jugendgerichtshof vertrat heute die Ansicht, dap zwar die Lehrer, besonders aus den Ort­schaften, in den Ortsdialekten einen schlimmen Feind behufs der Ausbildung ihrer Schüler in einer korrekten Aussprache hätten, andererseits aber der Ortsdialekt als ein ungebührliches Bei nehmen im Sinne der Schulgesetze nicht anzusehen sei. Aus diesem Grunde hob das Gericht die Strafverfügung auf und sprach den Schüler frei.

Paris, 26. Mai. Das Kriegsgericht fällte heute das Urteil über die beiden Soldaten Graby und Michel, die am 15. Dezember 1909 bei Brunoy die Witwe des Großindustriellen Gouin im Bahnwagen ermordet unb beraubt hatten. Grabh wurde zum Tode, Michel zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Mohilew, 26. Mai. Das Kriegsgericht verurteilte neun Zuchthäusler, die am 12. März die militärische Begleitung eines Eisenbahnzuges überfallen hatten, zum Tode.

die Erneuerung des S y n b i f a t £ ö c r t r a g e §. Die heu­tige Hauptversammlung genehmigte einstimmig ohne Erörterung ben Jahresbericht, sowie den Rechnungsabschluß für 1909 ünb erteilte der Verwaltung durch Zuruf die Eittlastung.

Newyork, 26. Mai. Die Firma Kuhn, Löb u. Co. gab bekannt, daß 5 0 Millionen Dollars 4°/o igc Bonds der St. Paul-Eisenbahn, die nach 15 Jahren zurück­gezahlt werden sollen, nach Paris begeben worden sind. Der Emissionskurs dürfte auf 97<>/o festgesetzt werden.

Partie.

tb. Gießen, 26. Mai. Der Vorrat auf dem gestrigen Schweinemarkt betrug etwa 200 Ferkel und 300 Läufer und Einlegschweine. Tie Nachfrage nach Ferkeln war sehr schwach, dagegen wurden Springer unb Einleger flott gekauft und hoch be­zahlt. Ter Vorrat konnte ben Bedarf nicht zur Hälfte decken. Man kann auf unseren Schweinemärkten, auf denen die Zufuhr von Vieren aus Preußen, besonders dem in Frage stehenden Pro- duklionsgebiet Hannover, durch die Quarantäne behindert ist, je länger je mehr beobachten, das; die Käufer aus ben preußischen Dörfern unseren Warft nicht mehr zu Emkäufen benutzen, weil eben bort bic vorteilhafte Einkaufagelegenheu fehlt. Neuerdings wirb beabsichtigt, in R o d h e i m mehrere S ch w e i n e m ä r k t e einzu- richlen, um den kleineren Landwirten der Gegend Gelegenheit zu geben, ihren Bedarf an Ferkeln 2C. in Preußen zu decken. Nächster Warft 7. und 8. Juni.

* Gießen, 26. Mai. Viehmarkt. Bei dem am 24. unb 25. Mai abgehaltenen Markte waren 1627 Stuck Rindvieh unb 537 Schweine aufgetrieben Der nächste Markt finbet am 7. unb 8. Ium statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt.

(Evaiigeii|ü)c chemmioe.

x. Sonntag nach Trinitatis, ben 29. Mai: Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinbe.

Vormittags 97. Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Vormittags 11'Uhr: Militärgottesdienst.

Pfarrer Schwabe.

Nachmittags 2*/, Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.

Pfarrer D. Schlosser.

In der Iohanneskirchc.

Vormittags 8 Uhr Pfarrer Ausfeld.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten au§ der Johanuesgemeinbe.

Vormittags 97. Uhr: Professor D. Schian.

Vormittags 11'Uhr: Kinberkirche für die Lukasgemeinde.

Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

katholische Gemeinde.

* Gottesdienst.

Samstag ben 28. Mar:

Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit jur heil. Beicht.

Sonntag den 29. Mai, 2. Sonntag nach Pfingsten:

Vormittags von 67? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Welfe.

um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 11 Uhr: Heil. Welfe mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr : Christenlehre; darauf'Andacht mit Segen.

Wontag abend 87? Uhr ist religlonsivissenschaülicher Vortrag des Herrn Professor 'Schwarz überGlaubenspflicht unb Glaubensschwierigkeiten."

Dienstag abend um 67, Uhr ist Mai-Andacht.

Freitag um 6 Uhr ist hl. Messe mit Segen.

Sport.

D Süddeutscher Ruberverba nb. Auf der Sonn- tag, 12. Juni, nachmittags 3 Uhr, in Offenbach a. M. statt- finbenben 13. Regatta des Sübd. R.-V. kommen 9 Rennen zum Austtag. Es starten im Junior-Einer: Gießener R.-Kl.H a s s i a", Franks. R.-G.Borussia" unb Offenbacher R.-Kl.Germania"; im Anfängerviorer:H assia"- Gießen,Germania"--Oftenbach, Mainzer R.-Kl. 1903 und Limburger R.-Kl. 1907; im 1. Senior-Vierer (Verbands- Wanderpreis) : Franks. R.-Kl.Aleinannia", Franks. Rudersport- VereinAmicitia" undGermania"-Offenbach; im Senior- Einer:Alemannia"-,Amicitia"- undBorussia"-Frankfurt; im I u n i o r - V i e r e r:Borussia"-Frcuiksurt, Klub 1903-Mainz undGermania"-Offenbach; im 3. Senior-Vierer:Has- sia"-Gießen unb ,,Germania"-Offenbach: im 2. Senior- Vierer (,,Germania"-Preis):Amicitia"-,Borussia"-Frank- ftirt undGermania"-Offenbach: im A chter (für alle Mann­schaften) :Borussia"-,Amicitia"-Frankfurt undGermania"- Offenbach. Für bat Tro ftvierer hat sich bereits Mainzer ,Kl. 1903 gemeldet, weitere Meldungen der im Anfänger- und Junior- Vierer unterlegenen Vereine töraten noch bis 1 Stunde vor diesem Rennen erfolgen.

* Die Bonner Studentenausschrcitungcn und der K ö s e n c r S. C. Auf dem 43. Vereinigungsfest alter Korpsstudenten in Godesberg verwahrten sich die beiden Hauptredner, Oberst v. Arni m unb Professor Moldenhauer, gegen die Versuche, die jüngsten Ausschreitungen ein­zelner Bonner Korpsstudenten für bas ganze Korpsleben zu verallgemeinern. Professor Molden- hauer erklärte, die Jugend dürfe nicht vergessen, daß sic auch in überschäumendcr Laune der Jugendlust einen der wichtigsten Grundsätze des Korpslebens befolgen müsse, den Grundsatz der eisernen Disziplin und der damit verbundenen Selbst­beherrschung in jedem Augenblick studentischen Lebens. So seien auch die Worte des Kaisers zu verstehen, die dieser, vielleicht hinsichtlich der Bonner Ereignisse, jüngst über das Trinken gesagt habe.

Kleine Trraeschronik.

Der^Großindustrielle Geheimer Kommerzienrat Karl R o e ck - l i n g - Saarbrücken ist heute im Alter von 84 Jahren gestorben.

Im Krankenhause zu Großwardein kamen zusammen­gewachsene Zwillinge zur Welt, die bald nach der Geburt starben. Die Kinder hatten ein gemeinsames Herz, eine gemein­same Leber, zwei Köpfe und vier Beine.

Der griechische Dichter PeriklesJonoplulosin Athen verübte aus Lebensüberdruß Selbstmord, indem er nach einem nächtlichen Bankett in Üie See hineinritt und sich erschoß.

Handel.

Essen, 25. Mai. Kohlen-Syndikat. Die Ab­schwächung, die der Kohlen-Absatz in den ersten Monaten Januar und Februar gegenüber dem Ergebnis der beiden letzten Monate des Vorjahres erlitten hat, hat nach dem Bericht des Vorstandes auch im März und April noch angehalten, was überwiegend auf die außergewöhnlich milde Witterung des ver­flossenen Winters und die infolgedessen eingetretene starke Ver­minderung des Brennstoffverbrauchs für Hausbrand und In­dustrie zurückzuführen ist. Die dadurch bewirkten Ausfälle häben den Ab|atz fortgesetzt stark beeinttächtigl. In der heutigen Bei­ra t ss i tz ung wurden die U mlagcn für M a i und Juni wie, bisher festgesetzt. Die sich daran anschließende Zechenbesitzer- berlammtung genehmigte nachträglich die vom Vorstände in An­spruch genommenen Beteiligungsanteilc und setzte diese für Juni in Kohlen auf 85 Proz. 'wie bisher), in Koks auf 72i,2 Prvz. (nne bisher) unb in Briketts auf 80 Proz. (82y2 Proz) fest. Die vorgeschlagenen Ersatzbencnnungen zum Beirat würben ge­nehmigt. Aus ben Antrag bes Aufsichtsrats und des Vorstanbes wählte bie Zechenbesitzerversammlung einen aus 36 Mitgliedern bestehenden Ausschuß zur Aufnahme von Verhandlungen über

Israelitische Religionsgemeinöc.

Gottesdienst in der Synagoac (Süd-Anlage).

Samstag den 28. Mai 1910:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr. Schristerklärnug.

Sabbatausgang 9.20 Uhr.

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Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Höchste Temperatur am 25. bis 23. Mai -s- 23,5 0 C.

Niedrigste , , 25. 26. = + 12,8 °C.

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