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Erscheint tögllch mtt Ausnahme des Sonntags.
Die „Gletzener KamlUenblLttttck' werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblati für bett Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichett Lest- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Wahlversammlung in Steins Garten.
O-te6en, 21. Nov.
vom Verein der fortschrittlichen Volkspartei für gestern ohenb th Sterns harten einberufene öffentliche Wählerversammlung war aus allen Kreisen der Bevölkerung außerordentlich stark be- lacht. Ltadtv. ^»ughardt eröffnete die Versammlung mit einem Nachruf für den gegen abend plötzlich verstorbenen Beigeordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt, zu dessen Ehren sich dre Versammlung voll den Sltzen erhob.
Montag, 2H November IW
Rotationsdruck imb Verlag der vrühl'sche» UnwersuLtS - Buch« und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redakstan, Expedition und Druckerei: Schußstraße 7. Expedition und Verlag: e^ol.
Redaktion: Tett-AdruAnzeigerGreßen,
. ^bomas Reuther führte aus, daß Justiz- rat Grünewald wohl auf den Bürgerschaftszettel gekom- men fei, wenn nrA vorher der fortschrittliche Wahlzettel bekannt ge< roarben wäre. Mer trotzdem brauche Iustizrar Grünewald feine jlngfi um lerne Wiederwahl zu Haden. Wenn Herr Grünewald Herw R^tsanwalt Kaufmann vorgeworfen habe, daß er mit ihm nt<S'?n 9efe müsse er doch sagen, daß dies nicht so schlunm sei. Ruhme sich doch auch der Journalist Wohlmuro oft dcunft, daß er bei Herrn Grünewald freundschaftlich ein- und ausgehe. Er erkenne an daß es in den letzten 3 Jahren in b-r ^"rer ordnet enversammlung besser geworden fei, aber man müsse doch dafür sorgen, daß es noch besser werde. Die Erwerbung des teueren Aktienbrauereigeländes bedeute lediglich eine Verteilen na derBauplatze^liebe also durchaus nicht ün Interesse der Arbeiter.
die Wahl von Sozialdemokraten für erkläre, so müsse er baran eriraient. baß derselbe Herr vor 3 wahren ein Plakat habe anfa^ngen Dffenlwch, wählt keinen Sozialdemokraten! '
-? Dienstag so wählen, wie sie es für das der Stadt für richtig halte. (Zustimmung.)
^st im Anschluß an eine Aeußerung des darauf l?11!' ?. (Redner) gegen die Erhöhung des
en5ei2^.ei9ebaltea gestimmt, die bürgerlichen Stadtoer'
SS™' ?tfLbt>m Bürgerschaftsausschnß zur Wiederwahl Emv- na^ir' < ^lie verstehen, nachdem man auch av^ren Beamten erhöht habe. Die Darstellung Kaufmann Uber die Wettgeschichte könne er V er' bai ?ie freisinnig-sozialdemokratii^
Ufte noch viel mehr Stimmen bekommen werde. Unrichtig sei die >ehauptung des Herrn Reuther, daß Oberbürgermeister ^Mecum in den ^6ten 10 fahren 13 Millionen Mark Schulden gernadir es viel weniger, und zweitens habe nicht H:rr hierum, sondern die Stadtverordnetenversammlung die Schulden gemacht. Die Grundstuckspolitik des Oberbürgermeisters fei durch' K ™tgen' to!e überhanpr die Stadt mit der Amtstätchkeir ^Oberbürgermeisters zufrieden sein könne. Wer wie RecktS-
im Jahre 1907 an, damals hätten die Sozialdemokraten vorher 'Kossen gehabt, allem vorzugehen und eine rein sozial u'tlwc Liste für die Stadtverordnet en-Wahlen aufzustellen, liegen die tatsächlichen Verhältnisse anders wie in 1907? ®ie lagen seit dem 8. August 1910 genau so wie damals, nach dem die Sozialdemokraten denselben Beschluß wie in 1907 gefaßt Mten, daß sie eine_ rein sozialistische Liste aufstellen wollten Der Herr Referent^ fei den Beweis schuldig geblieben für die Richtigkeit der veränderten Haltung des freiiirangen Vereins, .nur der inzwischen hineingekommene rosa-rou: Einschlag, andere sagen Blutauffrischung, schuld sei. Die National- inS-aIatr v^eu heute noch auf demselben Standpunkt, den 1907 audb die Freisinnigen als durchaus richtig anerkannt hätten Dieser Standpunkt habe auch in anderen Städten die Billig uno des Freisinns gefunben, so z. B. in Darmstadt, wo die Freisinnigen mn den ander en bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemo krattn gegangen leien, auch in Frankfurt, wo sich selbst die Demokratie dem bürgerlichen Kartell angeschlossen hätte. Der Sieg bei Bürgerlichen wurde sogar von der „Freis. Ztg." gefeiert In Bmgen, Mainz und anderen Städten fei es dasselbe Bild! Sind die dortigen Freisinnigen deshalb ebenso unliberal wie es nach der heutigen Darstellung die Gießener Nationalliberalen fein sollen? LKutum. soll der dort für richtig anerkannte Standpunkt gerade für Gießen unrichtig fein? Der Herr Referent habe uw veabsicht egt den wahren Grund heute abend mitgeteüt. Er habe 01^ der Schule geplaudert, als er wörtlich sagte:
„So stark smd wir Freisinnigen in Gießen noch nicht, um 511® Kraftprobe gegen die Nationalliberalen zu macken. ^Malo mutzten wir uns nach einem Bundesgenossen itmfef/en
2tia§ meinen sie denn mit dieser Kraftprobe? Denken fte dabei an die nächsten Landtags- oder Reichstagswahlen? ’ sollen unsere Stadtverordnetenwahlen so eine Art Probemobil.' ?^nng.oder Kmsermanöver für die demnachstigen rein volitisck n -•Wablen lem r Dami würden sie aber bei den Stadtverordnet. n- wählen Parteipolitik treiben, die nach ihren Worten — aber nicht naa? ihren Werken — -ju schließen, nicht aufs Rathaus gehört E- JCI Mer ungerecht, wenn sie den Nationalliberalen und den übrige im Burgerschaftsausschuß zusammengeschlossenen bürgerlichen V^r- NNQi unlautere Motive unterschieben; dagegen müsse er mit aller Entschiedenheit sich verwahren.
|60. Jahrgang - -
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
^nsttzrat G r ü n e w a l d hat in der bisherigen Wahlbewequng nichts davon gehört, daß einer der neuen Kandidaten sein 'Programm entwickeln wolle. Man habe sich nur darum gestritten teer angefangen habe, aber dieser Streit werde wohl nie entschieden nmhen. Als objektiver Beobachter könne er Xr n^Jr fag^T bafj der Vorstand der fortschrittlichen Partei es nicht qeweseii
Die nationalliberale Partei habe sich mit der christlich-sozialen harter, bürgerlichen Vereinen und Stammttschgesellschaften verbunden, dafür müßten innere Gründe vorhanden fein Er fände eS sonst nicht verständlich, daß der nationalliberale Führer Herr N^Ewlt Kansmann, mit Herrn Thomas Reuther Arm in Xrm sich sehen laße. Mtt dem Grundsatz, daß Politik nicht aufs Rathaus gehöre, sei ja m der letzten Stadtverordnetenversammlung gründlich gebrochen worden. Der Umstand, daß man diese Ver- Wmmlung am Totensonntag abhalte, tue der ernsten Würde des Tages keinen Abtrag. Was das Bmidnis mit der Sozialdemo kraue angejjie, fo fönne er es nur bedauern, daß sich das deutsche Volk in
-redliche La^r geteilt hohe. Man könne die sozialdemokratische Partei nicht ausrotten, sondern man müsse sich mit ihr verständigen. Wenn sich die sozialdemokrattsche Partei nicht zu ^betterpartei entwickele, die für die Interessen der r™ der bestehenden gesetzlichen Ordnung cin-
Ä ftet bl5ej^h5?in91in9 mU li)l noch weit entfernt und bie sozialdemokrattsche Partei werde cs erleben, daß die herr- schenden Kreise ihre jetzige Politik noch lange fortsetzten, »r, rn- ^ätten andererseits die Aufgabe, die
..^e ^lc Bürgerschaft von der Sozialdemokratie trenne, zu Sl2 ®l‘arbct,t h-r-nzuziehm. Namentlich in Giktzen habe es die Sozialdemokratie nicht verdient, daß man ff«1??“?!18 ber iiädtischen Angelegenheiten -usschließ-r 2le lrberale Weltanschauung wolle alle Mäste, die im Volke schlnm- on ben ^w°ben der Allgemeinheit mttarbellen, deshalb könne, er nur sagen, daß das Vorgehen beI wrtichrrttlrchen Volksparter gerecht sei und ilewe. Etwas anderes |et es, ob die vorgeschlagene Zahl der lozialdemokratischen Kandidaten gerade die richtige sei, oder ob es nicht mtt zwei oder dreien genug gewesen wäre. Es seien in den letzten Tagen Vorwürfe gegen die städtische Verwaltung erhoben die durchaus, unberAtigt seien. Abgesehen von einigen ^ettensprungen, wie sie z. B. m der letzten Sitzung der Sladt- nnh)rhnmn^n°rra-Tme? ^en, fei die Versammlung einheitlich homogen Gießen habe sich in den letzten Jahren gut ent-
St Flnanzwirtschaft und im großen Uiid
33M.^ dre Verwaltung zu allgemeiner Zufriedenheit ge- Verwaltung erhobenen Beschwerden
Hä MDrc4en-, Z- B. bei dem Aktienbrauereigelände habe man bis letzt mit einer Wertsteigerung von 200 000 Mark gegen ’U re6nenü Dle als so dringend bezeichnete Rege- mng^der Vergebung von Unterhaltungsarbeiten sei schon 1898 ^L-?tnn-e jetzigen Handwerkerforderungen erfolgt,' aber in- tI?t Einvernehmen mit den beteiligten Handwerkerkreisen worden.. Bezüglich der elektrischen Bahn sti bis ^toIe.cine Linie durch die West-Anlage
blv zum Biebertalbahnhof anzustteben. Angesichts der Höhe der des Staates wegen des Kliniksvertrages ((^Höhung der Vaus^von 10 000 auf 30000 Mk. und Befreiung dn b^r ?Qltai?ebübr) stehe er auf dem Stand- bunft, datz man die staatlichen Ansprüche nicht habe beivilligen mifrtr^ifon1 toCr£>e Ech- lN Zukunft für das Wohl der Stadt Mitarbeiten, wenn er ans der auf ihn fallenden Stimmenzahl ersehen könne, daß er tn der Wählerschaft ein genügend großes ?^erc,n .Mle werde er im Augenblick ^3 bes Wahlergebni,ses sein Mandat in die Hande der Wähler zuruckgeben. (Lauter Beifall.) hM. D'^^br Schnell wandte sich gegen die Verguickung r»abtüerorbncteruvaI mit den Lohnbewegungen im ZabaU \ 6<We rbahei. ^tter nichts getan, als für das Koali-
Oertreten zu fein, und wer das nicht wolle, fm nicht natcknalliberal S ^tkoller Z-eigen, wie er heute. Es sei auch bet
sondern reaktionär. Der Redner wandte fich^ Leiter aeaeii hie m? Seligen gaäialMnüfriüen zfvecklos. Er be-
"attonalliberale Partei, die nicht, wie Dr. KraußmüllnOerllärt sich eiftig bemüht hätten,
habe, Mittelstandspolitik triebe, sondern lediglich öie Partei nusscyeidenden nationalliberalen Stadtverordneten aus den
mobilen Kapttals sei. Sie hätten g^en al e Astriden der Selbstachtung
rungen des Mittelstandes gestimmt, dagegen ab^ bÄitMtanb mnn sozlaldemokratifche Partei nicht tun könnend Wenn belastende Zölle und Steuern bewilligt. Der Redner führt dies ^n^werkerkandidaten auf der Fortschritt-
lwch näher , aus. In der ©tabtoerorbnetM^er^^mmIung L?°3^er, den BürgerschaftsausscbAß, wo er
feine etnieirige Politik getrieben werden, er habe auch noch nL I . belast enhabe. Gerade Herr Faber habe
gchört, daß Nationalliberale für Arbetterforderunaen einaetreien ”5= 100 000 Mark erkaufte Jnstatlattons-'
seren. Tie von Justizrat Grünewald vertretenen Forderung en Mgnnsten einiger Handioerker auszu-
billige er durchaus. Er habe das Vertrauen dost bi Ä”/ durchaus das Interesse der Stadt gewahrt. Die Sozitt-
Fortschritts am Dienstag zum Siege gelange ' (Zustimmung ) Parteiliste ausgestellt gehabt, weil sie
SSMOWM-SSW Sie ging lediglich dahin ob d^r ireif a^9€)c^ü>0€JL Politik. Aic Stadtverordneten seien sämtlich bemüht, bet Arbeit--
Sä- BC Sä H®1 lös
Nun zur Dache selbst bemerkt der Redner, daß er Überrascht ge- Se(en let über das, was er hier zu hören betäm. Anstatt daß der xeit Ausgaben Unserer Kommunalpolitik erörtere, enthielt seine Rede nur zwei Dinge. Erstens einr schuldigung dafür, daß die Freisinnigen sich g a n z z u s?l l i g mit den Sozialdemokraten gefunden hätten und'zweitens eine ackolut yesen. uns ÄHaÄ
treter hätten 16 Vereine gegen die Zuziehung der Sozialdemo-1 kraten und nur fünf dafür gestimmt, während sich zwei der Ab-I jnmmung enthalten hätten. Bei der Frage, ob sozialdemokrattsche Kandidaten aufzustellen seien, hätten 14 Vereine dagegen gestimmt, vier dafür und fünf hätten sich der (stimme enthalten Die nattonalliberale Partei habe nicht im entferntesten der freisinnigen Partei entgegengewirtt, sie trete aber ein für die Einigung aller bürgerlichen Elemente und für eine gerechte Mittelstandspolitik (Lebhafte Zustimmung.)
in den Tagen der Reichsfinanzreform. DaS^gebe §uenTc'n'' 5rüher famntiima niäu h \ Zweck der bauigcn Ver-
wurden bei <--tadtverordnetenwal!ien in S.'fS hi#1 tiVtnSiSiAt^irv. 1bex- daß die neuen Kandidaten ihr Programm < . A. •,,—vv er eS mit Vergnügen tun Nur auf das Gebier dev Schulwesens, für das er besonders genannt sei a? ^Oehen. Er fei für die Simultaufchule, für dte ?!icfuvm r'reu und der Volkssckwlen, und für Vor
aus schuß vorgefchlagenen Kandidaten habe man noch ii’io'i Diel gehört, es sei eine durchaus zufammengestoppelle Liste Ei wisse, daß die frei,innig-sozialdemokratifche Liste nicht die 11 besten . von Gieß en enthalte, aber neben der des Bürgerschaft^ !?ÜsdSI,,r f°rll-ne lehen lassen. Offenbach, Frantin'rt
u^ Berlin sei nicht Gießen,, das hier abgeschlossene Abkovimen müsse gehaltm werden. Es sei nicht gut, Gegensätze in die -lad' hrneinzutragen, die seither nicht bestanden hätten. Wenn die Liste unterliege, so werde seine Partei in den nächsten Jahren Mit Vergnügen sich dem Geschäft des Kritisierens unterneo a und wie er glaube, nicht ohne Erfolg.
hierauf erstattete der Vereinsvorsitzende Justizvat Metz einen Benckst über die bisher von der Partei betriebenen Wahlvorberei- timgen. Er führte aus, den Beweis führen zu können, daß der Verein der fortschrittlichen Bottspartei nicht anders hätte handeln tonnen, als mit der Sozialdemotratie gemeinsam vorzugehen. Er nnes ^nächst die Meinung zurück, daß die fteisinnige Partei nur -am Schein an den Verhandlungen des Bürgerschastsausschusses sich beteiligt habe. Sie seien erst dann von den Verhandlungen zurückgetreten, als man ihnen das weitere Zusammengehen unmöglich gemacht habe Der Redner gab dann zunächst einen Rückblick auf tue früheren Stadtverordnetenwahlen und suchte die Meinung zu widerlegen, datz Stadtverordneten wählen keine politische Aiigelegen- heu seien. Städtische Angelegenheften seien als das Nächstliegendste, was leben Bürger angehe, im hervorragenden Maße politische Angelegenheiten und die Partei, die sich nicht an den Stadtver- ordnetenwahlen beteilige, fei nicht existenzberechtigt. Parteipvlitik ^irfe dabei allerdings nicht getrieben werden und sei von seiner Partei auch nie getrieben worden. Es gehe nicht an, einseitig -plirtemuinner aufzustellen und es sei von der freisinnigen Patter aud? niemals geschehen, wie dies auch von der national- liberalOi Panei nicht geschehen fei. Früher hätten beide Parteien die Wahlvorbereitungen allein betrieben und, wie die Entwickelung der Stadt m ben letzten 25 Jahren zeige, fei man nicht schlecht dabei gefahren. Jedmi Stadtverordnete habe die Allgemeinheit zu ver- treten, aber ni$t die einzelner Bezirke und Stände. Allerdings habe man Vertreter der Juristen, des Handwerkerstandes und aller anderen Stande nötig, wie auch Vertreter der einzelnen Stadt- begirre, ba diese die einzelnen Verhältnisse besser kennen. Das ’’1 den polttischen Parteien sefther stets so gehandhabt
gesagt werde, daß die Handwerker nicht genügend berücksichtigt snen, so müsse er das als unrichtig bezeichnen. Sieben der 32 Stadtverordneten seien Handwerker oder aus dem Handwerkerstand hervorgegangen, und auch diesmal wieder habe die
Lartm in Stadtv. Faber einen Handwerker vorge- !E^' ^r 3 Zähren endlich sei eine Bereinigung mit dem Bürgernerem unb den beiden alteren Bezirksvereinen zusammen- ßegangen, imb man habe auch den Erfolg gehabt, daß die vorge- schlagenQi Kandidaten bis auf eine Ausnahme gewählt worden -E,Burgerfchaftsausschuß habe beschlossen, daß erbis zu den diesjährigen Wahlen fortbeftehen und die Wahl- rorbereitmigen wieder in die Wege leiten solle. Er habe als Bor- damaligen Ausschusses den fünf Mitgliedern des 1907er BurgerschaftsauSschufses eine Einladung zugehen lassest, aber gleichzeitig mit seiner Einladung fei eine solche des Bürger- ergang^i, der auch die freisinnige Partei Folge ’ . Eine Anfrage von ihm, ob man nicht auch die
loziald^motratiiche Partei zuziehen solle, fei dahin entschieden wor- ulcht geschehen solle, da ia die Sozialdemokratie sich ' h^1 e* z-3-n Eurer späteren Versammlung sei dann
’ Ä misgesprochen worden, daß man das
° ^athgus frei bon Sozialdemokraten halten wolle. Er habe schon ' fortschrittliche Partei hierbei ihren libe-
' sprechendnicht mftmachen könne. Trotzdem
0' wrtschrtttlichen Volkspartei beschlossen, an
- ^3*. rrnchften Ansammlung des Bürgerschaftsausschusses teftzu- ' Ulli> ZMehung der Sozialdemokraten bezw.
' c?r grundsätzlichen Beschluß, daß auch Sozialdemokraten zu ■ chrfgestellt werden könnten, einzutreten. Ohne weitere
ckussprache sei aber beschlossen worden, die Sozialdemokraten nicht - ^-UA^?un^ aud) nicht als Kandidaten aufzustellen. Damit sei
Ausscheiden der fortschrittlichen Vertreter gegeben gewe-'en
•) GU5 h€m Grunde bedauert habe, well sie dadurch nicht
> \aQe sewesen seien, für ein gerechtes Stimmenverhältnis ] i>.em Ausschuß zu sorgen. Man habe sich
. baman nicht aus eigener Kraft seine Ansichten und Kand?
alen 5um Siege führen konnte, nach Bundesgenossen umgesehen - S? ln ben Soziawemokraten ^g chn-
■ . Die Verhandlungen mit diesen seien nicht leicht
besonders aus dem Grunde, daß die fortschrittlichr Parte
1 LhrPrn^ S?l^ern>a^ verschiedener verdienter national-
^tadwevordneter eingetreten sei. Wemr auch die S ^ml- demokraten unter keinen Umständen für die Wahl ausaeivrochener 6 ^«liberaler zu. haben gewest seien, p s n^icht, daß die Sozialdemokraten nur elf Namen
’i ^Prräreik wollten, womft einer Wiederwahl der
Emmelius und Helm Schwierigkeiten Nicht in d'n i!j Eeg^gAegt wiwden. Wenn jetzt so vielen die ü ^niokratischlm Kandidaten auf dem Zettel der inrhrfus h- h I cbulb bie * ber m . f^ren bie Heute daran
■? SJJ“* . bre der freisinnigen Partei das Mitwirken im Ip^^richaftsaus,chuß unmöglich gemacht hätten Wenn man >' Möglichkeit ber Wabl sorialdem-kratisch^
Weftanbat h-be, wäre die Folge jed?üs-L <■ mb Snnf m^n ble. aItm Stadtverordneten wiedcrgewahll L ®i?“ ^urlemen oder zwei Natu-natlcher-len bezw° Frei- - ,Sra' ■ Etch emcn Sozialdemokraten zu Stadlvcr- - & >■“>%“ äTÄS !:■««« eine Bw&e trcifmmge Partei habe Er habe bie Uek-r» kmit Si'ege des fortsckimL I schließen werde. (ÄbHafter Beifall.)
“L toerlefnec Dr. Krausmüller bedauerte zunächst daü S?16 .8“6e .^eMl'che Wahlerversammlung am toeti> b?® •^onntags eurberufen habe. Er gab dann ebeniallsi-inen öerblicl über die Wahlvorbereitungen Bor drei ^ni.r •» k,।. o'utai %?lOTMCemUn3OT ltoon 1'1 Juli begonnen und ^uch !■ jBfX” a.^?5h wan noch vor den Ferien beginnen müssen «neßor Luley, der nichts davon gewußt habe haft ^nstir^i ’ tt Einberufung des 'Ausschusses für
i; ^^lwig-m Stadtvewrdnetmwahlen beauftragt worde-n sei ehH», • ^^ft^nden des Bürgervereins, Lehrer Mülle/ fc cn'e nUspr-ch^e.Versammlung einzuberufen. IiL E ^verbindliche Aussprache stattgesundeii Ain Einsadu«^ A Juftizrats Metz habe dann am 23. ÄZ eine Bstvreck « hmt Vereinsvertreter ftattgefunden^in der H^rr Metz ck? ^^bhung der Sozialdemokratie angeregt habe. Die
E)^s^bn, von denen drei Freisinnige gewesen fpiV,i ' entschieden dagegen ausgesprochen, und'Professor ^ulev
Metz Kenntnis gegeben von der MWimmunq
Krpsm des Mittelstandes gegen ein M™“ii 11 ew?nf^bemofia^IC fcp* sowie von dem Beschluß der Sozial- ! äuÄr^\T rem-P-rt-ilist- auszustellen. Die national ni^td dagegen, daß Sozialdem >
1 -igeuer Kraft-
wurden bei Stadtverordneteuwacken in Rieften dft lammiurig nickt der sei, daß di.
nur vom freisinnigen und nationalliberalen Verein aufgestellt^und auf?- “ tolirbe
sbjä ässÄsfe? v” --1 seine Partei nunmehr gebrochen, indem ue i'ch der Lehrplane der höhe
noch andere Bereinigungen gäbe, di- berechtigt *uBfotben? Etnflusscs der Gemeinde auf das «chuüre'en Dm
bei -1 ola) wichtigen Angelegenheiten mit geZrt ,ü ^-Len^ Sherer uich Bvlksfchule, zwischen atadeunuchrm
hatte auch der rrctjinnige Verein als ricktia «Jrfnnü Doltsutzullichrern mune überbrückt werden. Im übrigen üef, 1907 schloss« hab-, im aa^erfiaSÄ lÄ“ ““ Boden des Sta-whunkt-s der sortfchritllichen Po . Damals habe -rauch den StanhÄt S^iafc der Stadt Eichen billige
frata nicht auf den bürgerlichen Stimmzettel geletzt weiden M T. ‘Su?on Gelände beziehe. Dagegen sei er daii..


