I
B
int
in
Mißhandlung
Ä
L-h.
1
Dn,
I
st i<t_
Ä iie
in sd
raten. Me in informierten türkischen Kreisen vertäutet, soll Abdul Hamid selbst die Entfernung ALdurs Verlangt 'haben, aito F11 r_d) t, dieser tverde ihn vergifte n. Ter t ü r kischeSenat beschloß den Antrag Ferid-Paschas betreffend die Berstärkung der Rechte der Ärone und die Wiederherstellung der Verfassung von 1876 nidjt einem Ausschuß zu überweisen und nahm einen Beschlußantrag der Regierung an, in dem Programm für Marinebauten auch den Bau von Unterseebooten vorzusehen.
kosten.
§ Hirzenhain, 22. Febr. Am 26. und 27. Juni begeht der Gesangverein das Fest seines 5 0 j a h r. B e st e h e n s. Gleichzeitig feiert die „Vogelsberger Sänger» Vereinigung", der un(er Verein angehört, ihr 6. Bundessest. 2as vorjährige Jahressest in Gedern war gänzlich verregnet, hoffentlich beschert der Himmel diesmal besseres Wetter.
L. Bad Nau he im, 22. Febr. Nette Früchtchen sind zwei L-chulmugen aus dem nahen Steinfurth, die einem Wirte daselbst 150 Mark stahlen, im Felde vergrüben und nach und nach sich von ihrem Raube holten. Der Nauheimer Gendarmerie gelang es durch Nachforschungen, die jugendlichen Diebe zu entdecken und das Beweismaterial dem Amtsgerichte daselbst zu übergeben.
Friedberg, 22. Febr. Die Aufnahmeprüfung in das hiesige, Lehrerseminar für die Kandidaten, welche leine Präparandenanstalt besucht haben, beginnt am 17. März.
Offenbach, 22. F-evr. Am Samstag nachmittag gab ein Herr tn der Kaiserstraße einem Dünst man ne einen per s chlvs-- s encn Brief mit dem Auftrag, diesen der Filiale der Tarm- swdter Bank zu überbringen und ihm die Antwort zu übermitteln, ^n, der Bank erhielt der Tienstmanu ebenfalls einen ver- schwisenen Brief, den er auch dem unlietannten Herrn abliescrte. Unter dem Namen einer hiesigen Firma, der Portefeuillefabrik! M. Ä. in der Louisenstraße, hatte sich der Unbekannte von dem Konto dieser Firma durch den Dienstmann 8 0 00 Mark in bar abholen lassen. Als nun die Bank der Firma, deren Inhaber in Frankfurt wohnt, telephonisch die zu Lasten der Firma geleistete Zahlung avisierte, wurde ihr der BesckMd, daß von der Firma aus fein Geld erhoben worden, und daß sie wahrscheinlich einem raffinierten Schwindler zum Opfer gefallen sei, von dem man bis heute feine Spur hat.
(r.) Angersbach, 22. Febr. Als wertvolles Erbe aus der Urväter Zeiten besitzt unsere Gemeinde einen Wald von ziemlich erheblichem Umfang, der' auch dank der Fürsorge der Gemeindebehörden durch gelegentlichen Antaus und Aufforstung mit der Zeit noch vergrößert wurde. In unseren Tagen erhält ein solches Besitztum nock) durch die guten Holzpreise einen erhöhten Wert. Die alljährlichen Holznutzungen bringen unserer Gemeindekasse denn auch einen ganz annehmbaren Zuschuß, sehr zur Zufriedenheit und Erleichterung der Steuerzahler. Die diesjährigen Holz- Versteigerungen im Gemeindewald wurden dieser Tage beendet und insgesamt wurden etwa 7000 Mark für Nutz- und Brennholz bei flotter Abnahme gelöst. Die Preise für Brennholz schwankten zwischen 6 bis 8 Mark und nod) darüber für den Raummeter. Nstrtzholz wurde sehr unterschiedlich bezahlt.
th. Rod he im, 22. Febr. Nach langjährigem Verhandeln wird die so notwendige Kanalisation in im)ernt Dorfe kommen. Tie Arbeiten und Lieferungen, die etwa 20 000 Mk. aus- wachen, haben zwischen 40—50 Angebote gezeitigt. Die "Arbeiten sollen im April begonnen werden. Tie Kanäle werden nach dem Eisenbetonplatten-Kanalsystem „Eschenbrenner" ausgeführt. Mit der Kanalisation werden die besonders bei großer finhe lästigen, sumpfigen Gräben längs unserer Orts strafe verschwinden und statt dessen erhöhte Bürgersteige hergestellt. Es fehlt dann nur noch efettri'de Stras'Lnbelenchtmig und unsere Gemeinde, die bereits über eine vorzüglich: Wasserversorgung verfügt, hat olle neuzeitlichen Errungenschaften so weit als möglich eingeführt
§ Marburg, 22. Febr. Dem am 19. Juli 1809 auf dem Forst in Kassel zusammen mit dem althessischen Soldaten M u t h «rus Ockers Hausen und Münster aus Sterzlxtusen erschossenen Pro- festor Sternberg beabsichtigt man in den städtischen Anlagen einen Gedenkstein zu setzen. Die Sammlungen ergaben bis jetzt 250 Mark.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r sta aten. Bürgerin ei per Sollende rger in Ni a i - bad), der fast 27 Jahre dieses Ehrenamt versieht, ist wegen Krankheit von seinem Aistte ^urihfgetreten. Zeig. Nuppel ist mit der Führung der Bürgermetsterei-Geschäfto beauftragt worden. --- Zwischen^ den Ortschaften Berge iyrd .Münden fiel der Kausmamt Schröder aus letzterem Orte von seinem Wagen und blieb tot liegen.
<ßcrid?tsfiaaL
ÜW r.«
* Sonderbare Gesetz e. Das Parlament von Maryland I steht vor einer gewichtigen Entscheidung; ein Gesetzentwur) iit eingebrochl, der den Töchtern des Landes Bitternis und Trübftl bringen wird; jede Frau, die künftig in Maryland in der Oeftent- lichkeit mit einem Hute erscheint, der mehr als zehn Zoll Durchs messer hat, soll fortan wegen groben Unfuges bestraft werben! I Denn die Modedamen von Maryland sind in ihrer Leidenscha'ü I iür mächtige, große „lustige Witwen-Hüte" zu weit gegangen: ihr? | Kopfbedeckungen hoben Ausdehnungen angenommen, die aus öciil | Straßen den öffentlichen Verkehr' behindern, und durch Ltra,c-^ von 40—100 Mark soll diese Störung von Handel und Wandel J im Staate Maryland geahndet werden. Dieser neue. GefetzentwuniD ist ein Gegenstück zu anderen Leistungen amerikanischer Gesetz J gebung. In Nebraska z. B. werden alle Hotelbesitzer durch da. I Ge,etz gezwungen, nur Bettücher von mindestens ad)t Fuß Längs i 311 benutzen, das Gesetz befiehlt ihnen an, täglich neue Hondtüch.n j zu geben, und einmal im Jahr muß alle Leinenwäsche der Hotel-) desinfiziert werden. In Kolorado macht das Gesetz das (Sieben 1 ooer Empfangen von Trinkgeldern zu einem Vergehen, das voni Staatsanwalt verfolgt wird; nur eine einzige Ausnahme ist er- J laubt: den Kellnern der Schlafwageii dari Trinkgeld gespendet werden. In Oregon wird jede Frau bestraft, die sich mit einer Hutnadel von iiber 9. Zoll Länge auf der Straße blicken läßt ist die Nadel länger, so gilt ;ie als tätliche Waffe, und die Mode bame wird wegen unbefugten Waffentrogeiis polizeilich in Straft - genommen. In Delaware besteueri ein Gesetz alle Junggesellen und Zigeuner als /ästige Bürger. In Utah gilt es als clu Per ; el)cn gegen das Gesetz, wenn ein Staatsbürger nicht wenigsten-' wöchentlich einmal badet; vernachlässigt jemanb diese Bürger . pslicht, so schreitet der Staatsanwalt ein. In Texas besteht ein j Gesetz, das jedes Fluchen durch das Telephon zu entern Vergehen | macht, das vom öffentlichen Ankläger verfolgt wird. Die meisten 1 dieser wunderlichen Gesetzesbestimmungen werden in den einzelnen | Staaten streng durchgeführt. Aber der Ehrgeiz des Staates Acarn I kund ist mit dem Plane, die umfangreichen Hüte zn besteuern. I anicheinend nicht er;chöpst; denn schon ist ein neuer Gesetzentwurf I vorgesehen, der alle Frauen mit Strafe bedroht, die im Theater. I ich, Konzertjoal und in öffentlichen Vergimgungslokolen nicht frei willig sofort ihren Hut abuehmen.
T Z u s P ä t. „Sie entschuldigen, mein Herr, hier wird doch ein junges Mädchen von angenehmem Acußeren gesucht?" — | "Jo, mein Fräulein, tut mir leid, da kommen .Sie — um zehr' « Jahre zu spät!"
vermischter.
chlenthers Abschied Pani Schlenther, der Direktor des Wiener Hochurgtljeaters, Hal feine Tätigkeit in Wien beschlossen. Der Direktionswechsel vollzieht sich zwar erst am 1. März, ^cblenther hat aber bereits vorgestern einen Urlaub an getreten uno liri) von den Mltgl-edern d.-s Burgthealers mit folgendem Rnnd- lii-rciben verabschiedet: „Nie war ich ein Freund der Bahnhofs- traue. Wo geschieden jein much scheide man still und schnell. Freilich gibt es einen Platz im Hause, von dem tut Scheiden und
Luftschiffahrt.
Die Vorbereitungen für die Zepp elinsche P o l a r e r p e d i t i o n. Arn 5. Ndärz wird in Hamburg der Ausschuß, zur Vorbereitung der arktischen Zeppelin- Hergesell-Expedition eine Tagung abhalten, an der Prinz Heinrich, Graf Zevpelin und Professor Hergesell teilnehmen werden. Es handelt sich in der Hauptsache um die Festlegung der Hallen, von denen aus die Versuchsfahrten nach Finnland, Schweden, Norwegen usw. ausgehen sollen. Die eigentliche Expedition dürfte voraussichtlich im Sommer 1911 angetreten werden.
Kleine Tageschrouir.
Der chiftigc Modekönig von Paris, Herzog-von Talley rand und eagan, der seit 12 Jahren einem schweren Siechtuu venatlen unb von allen seinen früheren Freunden verge'sten roorbet; war, ist am Montag durch den Tod erlöst worden.
Ans StaOt nnd Land.
Gießen, 23. Februar 1910.
*" Tageskale ii der iür Mittwoch, 28. Febr. Stadt- 11) c a t e r: „Strandkinder". Einfang 7 Uhr.
O e ff. Privataiigeste11ten ° Lersammlung des deutschnat. Handlnngsgehilfenverbandes abends 9*/4 Uhr im Ein- hornfaal: Vortrag von I. S ch e l 11 n aus Frank'urt: Wie stellen sich die Privalangeltellten zu den Ausführllngen des Staalsjekretärs Dr. Delbrück zur Privatbeamtenversicherung?
*
" Landesuniversität. Der Großherzog hat dem ständigen Referenten bei der Akademischen Adininislrations- kommisfton der Landesuniversität Gießen, Regierungsrat Karl Bähr den Charakter als Geheimer Finanzrat erteilt.
** Erledigte Oberlehrer- und Lehrerstellen. <Vom Beginn des Schuljahres 1910/11 ab.) Die Stelle eines Oberlehrers an der Eleonorenschule zu Worms. Für die Stelle ist der Anfangsgehalt (2800 Mk.) und Wohnungs- geldzuschuß vorgesehen. Je eine Stelle für einen Lehram'ts- asiesfor an der Viktoriaschule zu Darmstadt und den höheren Mädchenschulen zu Offenbach und Gießen. Er- sorderlich ist Lehrbefähigung m Mathematik und Naturwissenschaften, besonders erwünscht in Botanik und Zoologie. Schluß der Meldefrist: 3. März. Eine mit einem evang. Mehrer zu besetzende Schulstelle zu Hain-Gründau.
"'Todesfall. In der hiesigen chirurgischen Klinik ftarb gestern der Postsekretär a. D. Jakob Müller aus Weilburg. Der Verstorbene, der ein Alter von 75 Jahren erreichte, war als Mensch und Beamter in den weitesten Kreisen durch seinen lauteren Charakter und sein allezeit hilfsbereites Wesen sehr beliebt und angesehen. Namentlich in den Kreisen der Postbeamten war er als Verleger mehrerer Fachzeitschriften und Handbücher weithin bekannt und geschätzt. Sein Andenken wird bei allen, die ihn kannten, in ehrendem Gedächtnis bleiben.
** Stndttheater. Aus die Benefizvorftel- Inn g des Oberregisseurs Hermann Bako f am kommenden (\reitag, zu der „Klein Doritt", Lustspiel nach einem Dickens- jchen Roman gegeben wird, sei nochmals hingewiesen. Das früher einmal im Theaterverein mit Herrn Bauer von Frankfurt in der Titelrolle gegeben worden und hatte Damals starken Erfolg. Herr Bakor hat dem Publikum so viele genußreiche Stunden bereitet und darf gerade fein- tomiscye Rollen, wie den alten Doritt — wir erinnern hier nur an seine glanzende Leistung im „dunkeln Punkt" — zu •feinen besten Darbietungen rechnen, so daß wohl sicher auf ein gut besuchtes Haus zu rechnen.ist. Eine Wiederholung der Benefizvorstellung im Abonnement ist nicht vorgesehen. — Am Souncag nachmittag werden „R o m e o u n d I u l i a" chei kleinen, abends „Robert unb Bertram" bei gewöhnlichen -Meisen gegeben.
** Der Gießener Lesehalleverein hat am Montag im Hotel Schütz feine ordentliche Mitglieder- v ersamm lung aHgehalten. Der Vorsitzende und der -.Schriftführer betonten in ihren Berichten, daß die Lesehalle ihre innere Lebenssaft unter schwierigen äußeren Verhältnissen zu bewähren hat. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt und der Vorstand wiedergewählt. Ein neuer Äatatog wurde im Manuskript vorgelegt. Der Verein sprach dem Kreis, der Stadt, der Gewerbebank und der Sparkasse .Dank aus für die.Gewährung finanzieller Bechilfeu. Auch der Bibliotoeiarinnen und der freiwilligen Reifer innen am .Ausleihtisch, der Rechnungsprüfer und des ungenannten Stifters, der das Lesezimmer ausstartet, wurde dankbar gedacht.
Regierungsbezirks Düsseldorf in je einem Gehöft und in einem Gehöft des bayerishoen Bezirks Schwaben.
A Ettingshausen, 22. Febr. Seinen Wohlstand verdankt unser Dorf seinen großen Waldungen, aus welchen es alljährlich 24—26 000 Mk. löst. Trotz großer Ausgaben, verursacht durch Wasserleitung, Schulhausbau, Bahnbaii, erhebt die Gemeinde keine Gemeindesteuern. Es erzielten bei den diesjährigen Holzversteigerungen der Festmeter Eichen: IV. Klasse 34,87 Mk., V. Klasse 17,30 Mk., VI. Klasse 11,30 Mk.; Kiefern: III. Klasse 19,40 Mk., IV. Klasse 16,50 Mk., V. Klasse 13,01 Mk.; sichten: II. Klasse 24,77 Mk., III. Klasse 23,87 Mk., IV. Klasse 22,39 Mk., V. Klasse 20,51 Mk., Derbsianqen Fichten 10,31 Mk.
Stangenrod, 22. Febr. Unsere Kirche, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, ist baufällig und soll laut Beschluß des Orts- und Kirchenvorstandes gründlich renoviert werden. Die Pläne werden von Baurat Diehm- Gießen entworfen. Der Umbau wird etwa 15 000 Mark
Der B a uers ch o Gesangverein bietet, wie -maji uns schreibt, in seinem Konzert nächsten Sonntag eine Reihe herrlicher Komposittonen dar. Heg ar ist auf bem Programm zweimal vertreten. Seine Kompvsirwnen sind durch ihren dramatischen Aufbaii von hinreißender, packender Wirkung. Aber nur große und gutgeschulte Vereine können fich an, diese schwierigen Chöre heranwagen. Daß der jetzt etwa 70 Säuger zählende Bauersche Gesangverein solchen Schwierigkeiten gewachsen ist, hat er "bei Manchen Gesangswettstreiten bewiesen. Erst int vorigen Sommer find seine Leistungen auf dem Wettstreit in Worms ,gebührend gewürdigt worden. Die Chöre, die er dort ge- sungeil hat, stehen ebenfalls auf dem Programm. Noch »ach einer anderen Seite dürfte da§ Konzert eine besondere Anziehung ausüben, bietet es doch auch Lieder von unseren einheimischen Komponisten G. Trautmann und L. Geller Utrd auch, das .Volkslied wird das Herz des Hörers er- freueu. Von den Solifteti des Abends genießt' Frl. Ella schmucker aus Steglitz-Berliu als Konzertsängerin einen so guten Ruf, daß wir einen hohen Genuß zu erwarten haben. Und Herr Julius Hahn iit als Pianist hier zu bekannt, als daß wir noch besonders darauf hinMweisen brauchen.
I"l Kinematograph hat der letzte Programm- Wechsel, wie man uns schreibt, wieder hübsche Nummern gebracht. Ein interessanter Kunstfilm ist ,S)ic Leopardenkönigin", großartig wirkt auch das Drama „Hamlet oder der Prinz ■von^änemai'P, dargestellt von Pariser Bühnenkünstlern. Wer sich auslachcn will, siudet Gelegenheit in dem originell erdachten Museumsspuk, oder bei dem ersten Rendezvous, dem die köstliche Episode ^Tcr verspätete Bräutigam" sich anschließt. Als belehrende Nummer ist die Tonnen- und Fässexfabrikation lNaturaiifnahme) zu sehen.
** N c n e Turnvereine wurden gegründet in H e r- chenhain und Helpershain.
" Verhaftet wurden gestern zwei Fremde, die aus einem hiesigen Restaurant einen Ueberzieher gestohlen hatten.
Ermittelt und zur Hast gebracht sind nunmehr die drei Burschen, die hier aus dem Schlachthose in letzter Zeit mehrfach rohe Häute von nicht unbedeutendem Werte ent- ' wendeten. Während der eine hier als Metzgerbursche tätig war und so Zugang zum Schlachthof hatte, kamen seine Komplizen von Frankfurt hierher, holten das gestohlene Gut ab und verkauften es in Frankfurt a. M.
*• D ie Maul- lind Klauenseuche ist erloschen im Zentralviehhofe zu Berlin am 19. Februar. Die Seuche 'herrscht ziuzeit in Deutschland nur in drei Gemeinden des
Btteheptisch. \
— D ie Bedeutung der Heizung unsere rl Wohn raume für die Gesundheit. Wir müssen bei» größter, ^etl des Jahres in geheizten Räumen mbringen uniV deshall tst die Heizung fijr uns sehr loichtig. Die Zentralheizung - - lannt bert Römern betannt — ist dabei nicht nm die bequemste strnrsamste, sondern — was die Hauptsache ist — auch V.er Gc !undheit am, zuträglichsten, sie ist ideal, wenn sie iniA nnenl beyrliche 'riiche Luft gartz rein unb mit nötigem FeuchRigtiiie gdjalt an gewärmt in den Räum fährt. Der bemmiiel MP*- Brimnenarzl Dr. Scheibe behandelt in der uns von'.e D.mben ^ck.rnt „Die Zentrallustheizmtg iür bas Einsamilienyaiis" X äftn hygiemiche und praktuche Uiitersuchung Westbeutsche VerUagv ge,elsichaft, .Wiesbaden) alle diese Fragen in leicht uerftanbiiklÄ1'
: Meiden web. Das ist der Matz am Regietisch. Dort, Arbes'A.1 und Kampfkarncraden, haben mir uns, glaub ich, las! inut 1 , verstanden und ertragen. Denn dort suchtest toir <j‘1 dft künstlerische Eintracht zwischen bem alten Burgtheat^ i n-1 bem neuen Leben. Nun will iw zu jener „Großmacht" ; - j kebren, die dem Theater so wichtig ist wie anderen Gebieten ' Oeffentlrchkeit. Tie Erfahrung dieser zwölf .Fahre bring nun dem kritischen Beruf entgegen, der in unserer Kunst f leichter wiegt als die Bernse des Schauspielers und des ftranw tikerS. WaS mich mitten durck» Irrung und Hindernis Yi n at leitet hat, ntzrd mich dort leiten: bic Ho Heck der Sawe, vor i^rr wir alle gering sind. Unter uns aber mag bic Entfernung, bic Erinnerung kleinen Zwiespalt lösen. Tenn unsere 'See!^ bindet der Wunsch: Es lebe das Burgtheater!" Schleml-er, bh trrsprünglich Theaterkritiker nnrr, i .nrb im nädrften Spicljahr wi \x\ nach Berlin zu seiner alten Tätigkeck zurückkehren. Ter n ü Direktor Alfred Freiherr v. Berger, der bereits seit Anfang Februar bic Vorbereitungen für den Antritt seiner Tireklwn gr troffen hat, leitete gestern vormittag zum ersten Ätalc eine Prübc von Grillparzers „Sappho", die am 1. Vlärz in Szene gehl
* Schrecken der Straße. Aus Berlin wirb gemeldet Ern durchgehendes Pferd richtete gestern abend großcö -Unhell an. Plötzlich scheu geworden, ging es, lvährend der Führer des Pferdes ausgestiegen war, durch. Ter Wagen wurde gegen euren Bordstein geschleudert und vollständig zertrümmert, einige Eisenstücke durch, chlugen bic Fensterscheiben eines Minemato graphentheaters, wobei die Kassiererin durch die herumfliegenden I Glasiplitter schwer verletzt wurde. Später überrannte bc-L- Pferd einen Kinderwagen; das anderthatblährige Mädchen wurde auf das Straßenpflaster geschleudert und erlitt eine Ge Hirnerschütterung. Schließlich wurde von dem Pferde noch eine Frau umgeworfen, die einen Schädelbruch unö schwere innere Verletzungen erlitt.
— Ga lileis Ker ke r. Man schreibt aus Rom: Wer von der Spanischen Treppe oder der Via Sistina aus die An lagen des Monte Pincio betrllt, sieht zur Rechten gleich jenseii-- des Eiugangsgitters ein lleines Denkmal für Galileo Galilei, | den scharfsinnigen und mutigen Verteidiger des kopernikanischeii Weltsystems im 17. Jahrhundert. Es ist eine Marmorsäule, ursprünglich von einem (vor drei Jahren gestohlenen) Brouzeglobu-' gekrönt, errichtet im Jahre 1887 und mit einer Inschrift verleben, die lautet: „Der nahe Palast, vordem den Rrediei gehörig. ! war Kerker Galileo Galileis, der sckmldig war, beit Umlauf der Erde um die Sonne wahr genommen zu haben." Die römisch i Stadtverwaltung, die das Denkmal aufstellen ließ, ist den Forl- f drift en der Galileisvrschung nicht gefolgt; es steht schon lauge fest, daß die schöne Gartenvilla der tosllmischen Großherzöge, 1 heute Sitz der französischen Akademie, niemals der „Kerker" des 1 gvosen Gelehrten gewesen ist, und neuerdings' siiid llr dieser Frag: 1 auch nock) entscheidende Feststellungen gemacht worden. Als Galilei, I den man auf Grutrd des von den Jesuiten gefälschten Prozeß i berichtes von 1616 wegen angeblicher Nichtbesolgnng des Befehls, 1 die Lehr,- von der Bew-egurrg der Ebbe um die Sonne aufzugebeu, trotz seines hohen Alters unb der Verwendung seines Landes Herrn vor das rönrisehe Jurguisitionstribunal zitiert iMtte, am 13, Februar 1633 in der Ewigen Stadt eintraf, stieg er zunächst in der flvrentinischen Gesandtschaft ab. Dies war aber nicht j die Villa Medici, jonbmt der im Eampo Marz io gelegene, jept ! das itälienische Justizministerium beherbergende Palazzo del Gran« | buca oder Palazzo di Firenze, nach dein der anstoßende lleiw Platz nock heute benannt ist. Am 12. April wurde er von hin als Gefangener in das Sant' llffizio, daS Gebäude der Jnquisiton am Petersplatze, gebracht. Am 30. -des genannten Monats tonnte er auf Verwendung des ihm beftenndeten Gesandten Niccoliiti nochmals in ben Palazzo bi Firenze zurückkel-ren, bis ihn am 21. Juni die Inquisition zur Verkündigung des Urteils vor fid svrderte unb am folgenden Tggc — man weis nicht, ob mittels der Satter oder durch Drohungen mit ihr unb mit ewigem Kerker — zu der bekannten „Abschwörnlrg" feiner „Irrlehren" in de. Torniiiikaiterkirche bei S. i'Naria sovra Mmerva zu notigen. Am 24. Juni wurde er nach der Villa Mediei entlassen; hier empfing er am 7. Juli den Urteilsspruch der Inquisition, durch den er und- Siena verbannt ward. Im Tez<.'nlber durfte er sich üt feint Villa Areeli bei Florenz begeben, wo er, bic letzten drei Lebern- jahre^blind, aber noch immer wiffenschaftlich tätig, 1642 ftarb. ll Tie Kirche erlaubte nicht, daß er in S. Eroce bestattet und d.'ß ihm ein Denkmal errichtet werde. Ties geschah erst 1737 — Viz 1 1835 blieben alle Schriften, die die Ltopernikaniiche Lehre vor- I trugen, auf dem Index!
. . 6'. E. Wiesbaden, 22. Febr. Wegen i ü v u «i u l u .. g Iein er Kinder stand heule vor der 1. Strafkammer der 42 fäfjrige -tagelöhner Eduard Eschenaucr aus Langenschwal- bach.^Ter Anttage lagen folgende Vorgänge zu Grunde: Am 2p. September v. I. fanden Kirchgänger in bent Dvrfbmilnen dn Leiste eines 11 jährigen Mädchens, das als die Tochter des Eichenauer retognpsziert wurde. Man vermutete zunächst einen Unglücksfall, laut jedoch bald davon ab durch Gerüchte unter den edulfinbem, denen zufolge das .Mädchen des öfteren äußerte, lebensmüde zu fein und den Mißhandlungen seines Vaters ein Ende maa-en zu wollen. Tas.Gericht trug Bedenken, den Todes- all des Bcädst,<ns auf das >Lchuldkonto des Angeklagten zu setzen, da diesbezüglich ein einwandsfreier Beweis nicht vorliege, viel-- mchr hielt es den Angefchuldigten der fortgesetzten Mrßhandlung eurer Stuber schuldig unb verurteilte ihn unter Annahme mit- dernder Umstände zu sechs Vrvnaten Gefängnis.


