Ausgabe 
27.6.1910 Erstes Blatt
 
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haben, unb utachte her Polizei, sofort Mitteilung. Durch umgehende Benachrichtigung gelang cs den Behörden in Kaiserslautern bei den Eltern ein Bild zu beschlagnahmen, das noch gestern abend in Friedberg antam. ES meldetmr jich acht Leute, die in beut Bild den unter dem Namen Schmibt im Burghotel abgestiegenen Verbrecher sofort er­kannten.

Durch einen an die Eltern Werners gerichteten Bries konnte festgestellt werden, das; der Verbrecher ins Ausland geflohen ist und sich in Lüttich aufhält. Die Behörden hüben sich telegraphisch dorthin gewandt und es ist an­zunehmen, das; er noch heute festgenommen wird.

In Frankfurt haben sich schon eine ganze Reihe von Leuten gemeldet, die ihre Wahrnehmungen bekannt gegeben haben. Am wichtigsten ist dabei die Aussage eines Wassenhandlers, der über die

Vorbereitungen

zur Tat interessante und belangvolle Bekundungen macht. Etwa acht Tage vor dem Attentat ans die Billa des Bankiers Majcr in Frankfurt, das infccr Nacht nenn 14. zu in 15. Juni ausgeübt wurde, erschien in einer hiesigen W a f s e n h a n d l u n g ein Mann und verlangte S p r e n g h ü t d) e n. Der Geschäftsinhaber war nicht zu Hause und dar Gebilie liefe sich von denn Kunden 2 Mark Anzahlung geben, weil die ^prcnghütchen erst bestellt werden mußten. Eine polizeiliche Bescheinigung, die imd; dem Gesetz von 1884 zur Verabfolgung derartiger Dinge notwendig ist, hatte der Kunde nicht. Nach zwei Tagen kam er wieder und der Geschäftsinhaber machte ihn auf die polizeiliche Bescheinigung aufmerksam, woraus der Kunde meinte, dann könne er die Spreng- hütchen^ja uud) in Darmstadt kaufen, wo er schon öfters der- artige 3nd'en vhne Schein erhalten habe. Bei dieser Gelegenheit kaufte er sich dann für 36 Mark eine B r o w n i n g p i st o l e. Nach kurzer Zeit kam er wieder in den Laden und verlangte itod) einen Rahmen Patronen für seine Elemcntpistole. Da der Waffenhändler diese nicht vorrätig hatte, meinte der Kunde, er könne ja auch einen Browningrahmeil verwenden, den er etwas zurechticilen werde. Die Bronningpistole, mit her der Attentäter sich erschossen hat, ist timt dem Frankfurter Wasfen- händler sofort wiedererkannt worden und auch der Tote als der damalige Käufer. Außerdem werden in den Frankfurter Blättern jetzt Mitteilungen über eine

Explosion im Postamt

gemacht. Vier Tage nach dem Attentat auf die Billa des Bankiers Majer in Frankfurt wurde im Hose deS P v sta mit S 1 nachmittags gegen 4 lll)r eine kleine Explosion gehört. Es wurden dann rtud) Stüde Von einem Sprengkörper gefunden, die dem benadibartCH Polizeirevier nachher übergeben wurden. Es ist wohl chnzunehmen, daß man mit dieser Explosion versuchte, die Beamten in den Hof ober an die nach dem Hofe zu gelegenen! Fenster zn locken, um dann am Schalter ungestört einenkühnen Griff" noch dem 'dort liegenden Gelde tun zn können. Vielleicht dürfte man der Polizei auch empfehlen, in den Hotels und Logierhäusern Recherchen und) den Attentätern anzustellen, um endlich das und) über der Saä>e schwebende Dunkel autzuh.'llen und des flüchtigen Komplizen habhaft zu werden. Ter von uns erwähnte Frankfurter Ehaufieur ist vernommen worden und es hat sich herausgeslellt, dafe er mit der Sache nichts zu tun hat.

Das Befinden der Vermuudkten

ist heule zufriedenstellend. Der verwundete taubstumme K n a b c Ernst BominerShcim ist auf dem Wege der Besserung. Heber die Verwundung erhalten wir folgende Mitteilung: Das Geschoß Ivar vorher aufgefchlagen, so das; eS schräg abgeplattet wurde, und hatte dann erst den 3uiigcH getroffen. ES besteht aus Bleikern mit Nidelmantel und sah einige Zentimeter unter, bei" Bauchdeckg im Darmnetz Edle Teile sind glücklicherweise nicht verletzt: die Operation verlies günstig. UebrigenS wollte der Junge, ein braver und tüchtiger Schüler, keineswegs den Ber- brerfKr verfolgen und Wichte gar nicht, worum cs fid) bei dem Menschenauslauf handelte. Er war auf dem Weg zu seinen Ver­wandten njnb befand sich gerade vor dem Reichsbankgebäude, als der Täter aus die Hilferufe bin aufgehalten worden sollte. Zunächst merkte der Knabe nicht, dass er geschossen war, sondern glarchte, geworfen zu sein. Zu.Haus angekommen er war allein zu seinem Onkel gegangen klagte er über Uebelkeit und mnfetc sich crtnTtbeii: daraufhin eS war ungefähr l'/s Stunde nach dem Vorfall - wurde er zu Bett gebracht, und erst jetzt bemerße man die Verwundung: die Wunde hatte nur wenig geblutet. Der Arzt ordnete die sofortige Ueberftibrung ins Hospital an, wo dann die Operation and) alsbald ausgeführt werden konnte.

2hts S-tcrdt rind Land.

Gicfeen, 27. Juni 1910.

Iahre 8 fcst der Ludoviciana. Bei dem bevor­stehenden JahrcSscsi der Landesuniversiläk ist der Zugang zur neuen Aula für die Festteilnehmer ausschließlich von dem H a u p t e i nga n g dos STollcgicngebäubcS in der Ludwiq- strafee auS vorgesehen. Der Eingang von der Gvetheftrafee nn§ bleibt für die studentischen Fahnenträger und die Mit­glieder deS akademischen Gesangvereins reserviert; da die neue Aula für einen größeren Kreis Plag gewährt, sind bei der Feier, die um 11 U()C beginnt, eucher den geladenen Gästen auch andere Freunde der Universität witlkümmen; einer besonderen Eintrittskarte bedarf es dabei nicht.

** Hauptman n Giese ist gestern mittag an Blind­darmentzündung, 49 Jahre alt, verstorben. Mit ihm ist ein Mann aus dem Leben gegangen, der seine ganze mili­tärische Lausbabu in Gießen machte und der mit der Bürger­schaft vielfach Beziehungen unterhielt. Haiiptmaim Giese war ein wahrer Soldatenvater, er hatte wohl eine raube Außen­seite, war aber für das Wohl und Webe seiner Untergebenen überaus besorgt unb duldete besonders dem gemeinen Manu gegenüber (ein Unrecht.

D i e 2 8. S u p e r i n t e n d e n t u r k o n s e r e n z der evaug. Geistlidien O berHessen s mufeic aus Miltwvd), 6. Juli, verlegt werden. Sie wird in Steins GaNen in Gießen ab- gehalten. Pfarrer Freundlich von Bildet referiert über Evolutionstheorie und Christentum".

"Der Termin wegen der Bahn Lollar o ü n b o rf ist auf den 6. Juli verlegt worden.

* * G c q g r aphi sch c Exkursio it. Unter Führung des Professors Dr. Sievers unternahmen dessen Hörer gestern ihre zweite geographische Exkursion unb Mar nach Frankfurt. Es wurde das Sentenbergsche Museum, die Wetterdienststelle, das Museum für Völkerkunde und die zurzeit im borkigen Zoologischen Garten weilende Samoaner- Truppe besucht.

* Schuinannfcie r der Klavierschule Minna Körner. Den Manen des letzten großen Romantikers der Musik, Robert Schumann, konnte nicht musikalischer gedacht werben als durch das am Freitag veranstaltete Konzert von Frl. Minna Körner. Zum Beginn würben einige ber sehr beherzigenswerten mufikalifchen Haus- und Lebensregeln von Miübcri Schumann vorgelesen. Die Soloskücke zeigten, baß Frl. M. Krüner in ihren Sckiülern die besten Inter- preten ihrer Lehrwcise heranbilbck. Mit reifer Technik unb sinnigem Vortrag wurden das Schnitterlicd, die Studie G-dur",Bittendes Kind" unbGlückes genug" wieber- gegeben. Dann folgten technisch unb mlMtlich, trotz ihrer großen Schwierigkeiten vollendetDie Arabeska", die No- veletteF-dur",Des Abends" undDer Aufschwung". Schließlidi klang das Ganze imEcrrnaval" aus. Geheim rat Prof. Dr. Krüger spielte mit feelenvoilem Ton den 3. Satz

aus der D-moil-sSonite für Violine und Klavier. Stud. Phil. HanS Mack (Cello) hat sich durch geschmackvollen Vortrag deSMärchenbrldes", desAbendliedes", der Träumerei" und des 2. Satzes aus dem Cellokonzert den Dank ber Zuhörer erworben.

* Vom Stadttheater. In der Dienstag-Vorstellung deSZigeuner baro nS* haben Herr Wernert unb Frl. Nosarita Gelegenbeit, sich in Hauptpartien zu zeigen. Auch die anderen ersten Kräfte, Herr Norden, Frl. Brill, Herr Seybold u. a., sind in größeren Aufgaben beschäftigt. Es ist zu hoffen, daß die beliebte Strauß'sche Operette ein volles Haus erzielen wird.

* * D an n 1) Gür tl c r,Apostel der Wahrheit" und König ber Boheme", wie er sich nennt, begann am Sams­tag im Kolosseum imeber einmal fürseine lieben Lunds- (eutc Hesscn-Darinstadter" ein auf 3 Tage berechnetes Gast­spiel. Seine Darbietungen, die sich mit Vorliebe dem reli­giösen und polinschen Gebiete zuwenden, besonders sein neuester SchlagerDie Enzyklika", die packende Gewalt und Routine des Vortrages fesselten wie immer und ernteten stürmischen Beifall. SeinKein Applaus, meine Sachen sind gut! Stimmung! Sttmmung!" verfehlte auch am Sams­tag die Wirkung auf das r^ht zah(reich erschienene Publi­kum nicht. Im 2. Terl ber wohl Inständigen Ausfüh­rungen .zeigte sich Danny Gürtler mehr von der gemütlichen Seite und fand auch damit eine lehr .beifallfreudige Zu- lörerschaft. Auch das übrige Programm, das die erste .Hälfte deS Abends füllt, war recht interessant. Besonders Herr Kaiser konnte als Humorist für seine zündenden Pot­pourris und Couplets die stürmische Huldigung des Publi­kums entgegennehmen. Ferner gefielen mit ihren neuen Darbietungen Richards Biedermeier-Duett, der .Humorist Herr Richter und Fräulein Bellwood, VerwanolungS- Tänzerin, die hier noch in guter Erinnerung sind, uitb Fräulein Bend in y als Soubrette.

" Die zweite Abteilung bcs Eisenbahner- v er eins unternahm gestern unter äußerst starker Betei­ligung einen Ausflug nach Marburg unb Umgebung.

* * Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zn besetzende Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Götzen. Mit ber Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden.

f. Schotten, 26. Juni. In der 'Nacht auf Sonntag wurde hier in einer Wirtschaft und Metzgerei ein Ein - bru ch s diebstahl verübt. Man nimmt an, daß er von zwei Personen verübt worben ist. Sie brachen in ber Hinterfront des Hauses eine Tür aus, von wo sie ihren Weg zum Tatort nahmen. Eine ziemlich hohe Summe Gelb unb eine Taschenuhr wurden entwendet. Außerdem tranken die Diebe eine Flasche Branncwein aus und haben auch- vorräte berührt. CS fehlt jede Spur von ihnen.

X 91 i b b a , 26. Juni. Nachdem die Stichwahl für den Wahlbezirk Friedberg-Büdingen dem sozialdemokratischen Kandidaten den Sieg verschafft bat, ist auch ein Kind unserer Stadt Mitglied des Reichstags geworden. He i nrich Bu s o l d ist nämlich geborener Niddaer; er ist geboren am 8. Dezember 1870. Am letzten Mittwoch wurde das Heu gras der städtischen Wiesen versteigert unb cs wurden gute Preise erzielt. Leider setzte gleichzeitig mit der Versteigerung das Negemvetker ein.

r. Ulrichstein, 26. Juni. Ein Mann bereist ebendie hiesige Gegend und verkauft zum Preise von 4 Mark an Schmiedeme:ster nachstehende drei Rezepte:1. Zum Härten von Stahl: 5 Pfund Zwiebel, 60Prozent. Schivefel- fäure für 25 Pfg., 100 gr blaues Kali, 100 gr weibliches Drachenblut genannt roter Bcids mit 25 Liter Wasser. 2. Zum Schweißen: 80 gr Feilspäne, 80 gr R u fe (!), 60 gr Borax (!), 40 gr Glas, 20 gr Salz und 15 gr Horu- fpänc. 3. Zum Löten: 100 gr Feilspäne von Messing, 75 gr Zink, 50 gr Glas, 20 gr Kalieomnium (?) warm machen, kalten unb stoßen. Messing dmikelrot, dcmeiitsprcchend auch bic Lötlampe." (?) Scheinbar findet der Herr Chemiker" auch wirklich Leute, die auf den Leim gehen, beim gestern sind mehrere von diesen Rezepten in der Apotheke abgegeben worben. Gcrichtsassessor v. Bechtold, der sechs Jahre lang am hiesigen 'Amtsgericht tätig war unb hier sehr beliebt ist, ist ab 1. Juli an das Amtsgericht Als­feld versetzt worden. Die gestern niebeigegangencn großen Regenmengen haben der Heuernte sel;r geschadet. Der gestrige Abend brachte noch ein Gewitter mit starkem Hagel. Cs ist scl)r fühl geworden.

A Gambach, 26. Juni. Das BezirkS-Kriegerfcst des Hassia bezi rls B u tz ba ch-Bad - N a u hei m fand heute hier unter starker Beteiligung statt. Leider wurde der Festziig von dem Gewitterregen sehr gestört, der Zug löste sich im Dorfe auf und alles flüchtete in die Häuser. Auf dem Feslplatze hatte das Negemvetter den Boden vollständig aufgeweicht. Trotzdem halte sich eine nach Tausenden zählende 'JJlcnge eingefundeu und die Sonderzügc der Butzbach-Licher Eisenbahn waren überfüllt. 31 Vereine nahmen am Feste teil. 91 ach einem Lied des GesangvereinsHarmonie" hielt der Vorsitzende Grieb eine Rede, die in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausklang. Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach hielt als BezirkSvorsteher die Festrede, sprach über die Tätig­keit des HassiaverbandeS und toaslete auf das deiitsche Vater­land. Den Vorstandsmitgliedern Görloch - Eberstadt und HelmeS-Ober-Hörgecn überreichte er im Aiiftrage der Hassia Ehrentafeln für 35jährige Tätigkeit als VereinSvorstände. Die Turnerinnenriege brachte einen schönen Reigen zur Vor­führung.

a. Bieber bei Rod hei m, 26. Juni. Unser Gesang vereinLied er Hain" hielt heute sein 25jähriges Stiftungsfest ab, bas unter den heftigen Regengüssen zu leiben hatte. Trotzbcm trafen sämtliche nitßcincibetcn 21 Vereine ein. Der Festplatz glich halb einem"Schlamm- babe. Gar mancher Gast hat auf.dem schlüpftigen Boden unfreiwillig ein Bad genommen. Die herrschende Kühle und ber wiederholte Regen hat der Festfreude keinen Ab­bruch getan. <Der Feshzug, der unter den Klä'^en der 116er bic reich geschmückte Ortsstraße burchzog, Lud ein inter­essantes Bilb und suchte man besonders' bic Gründer des Vereins zu ehren, indem sic tu einem Iaadwagen an der Spitze des Zuges gesahren nnirdeu. Auf ber Tribüne trug ber feftgebenbe Verein einen Bcqrüßungschor unter ber Lei tim g seines Dirigenten Lehrer Lölt vor. Letzterer hielt fobanit die Festrebe, worin er neben der Geschichte des Vereins besonders auf die Bedeutung des Ä.änuergefanges hinwieS. Fräulein W. Dörr überreichte unter dem Aus sagen eines Prologes eine von den Jungfrauen gestiftete Falmeusd)leife unb int Namen des Kriegervcrcins heftete Maschinensteiger ß einen Nagel an dös Vereinsbauner, worauf Fahnenträger Schieferstein Und Vorsitzender Schmidt ihren Dank ab ("talkten. GrüLenbirektor Götz - Tifterdingcn, ein geborener Biederer, Mte als ehemaliges

Mitglied dem Verein ein Glückwunschtelegramm nebst einer Spende von 50 Mk. gesandt. Die Vorträge der erschienenen 19 Gesangvereine offen dorten die fleißige Pflege des Männcrgesanges.

X. Schlüchtern, 26. Juni. An Stelle des nach Berlin in da8 Kultusministerium berufenen Seminardirektors Dr. Grau ist der seitherige Seminar-Oberlehrer Pfarrer a. D. Kolbe zum Direktor des Lehrerseminars ernannt worden.

fc. Weilburg, 26. Juni. Im Laufe der vergangenen Woche sind vom Untersuchungsrichter in Limburg zirka zwanzig Zeugen aus OdersHauscn, OderSberg und der Obersörsterei Iohannisdurg vernommen worden. Festgestellt wurde hierbei, daß der tot aufgefuubene Fey vorher mit den des Mordes verdächtigen jungen Leuten von Nenderoth wegen eines Ntädchens in Streit geraten war. Tie Verhafteten Simon, Pfeiffer unb Becker wurden nach dem Untersuchungs­gefängnis in Limburg überführt.

granffurter Regatta.

Frankfurt, 26. Juni.

Bei gutem Besuch, aber ungünstigem Wetter nahmen biß Vvrrennen am Samstag und die heutigen Hauptrennen einen teil­weise recht spannenden Verlauf. Das Ereignis waren bic Siege der Mainzer, die nach außerordentlich anstrengendem Kantpf int Vcrbandsvierer gegen Ludwigshafen siegten und dann im Vierer ohne Steuermann ebenfalls gegen Ludwigshafen leicht gewännen.

Vor rennen. Zweiter Vierer. Erste Abteilung: 1. Kaste-» ler Rudergesellichast 7 Min. 23*/5 Sek., 2. Mannheimer Rv. Amicitia 7:26V.;, 3. Mannheimer Rg. ausgegcben. Zweite Abteilung: 1. Mannheimer Ruderklub 7:194 2. Heilbronner

Rg. Sd)waben 7:21V», 3. Mainzer Rv. abgcstopvn Junior- Vierer. Erste Abteilung: 1. Frankfurter Rudergesellfchaft Sachsen- krausen 7: 29'/"., "2. Frankfurter Rv. 7:36- .,, 3. Ludwigshafener Rv. 7:43* 4. Rv. Fechenheim labgcstopvt,. 5. Würzburger Rg.,

wegen Kollision ausgeschlossen. Zweite Abteilung: 1. Frankfurter Ruderklub 7:26'' .,, 2. Frankfurter Rg. Germania 7:37V», 3. Frankfurter Rg. Oberrad 7: 393 3, 4. Mannheimer Rg. aufgegeben. Junior-Vierer. Tritte Abteilung: 1. RudervereinHellas"- Offenbad; 7 Min. 264/.-, Sek., 2. Mainzer Rv. 7: :-\3*3. Rv. Kassel 7:59, 4. Mannheimer Rkl. ausgegeben. Vierte Abteilung: 1. Kästeler Rudelgesellschaft 7:353/.- 2. Mannbeimer Rv.Ami­citia" 7: 43Vj, 3. Rkl. Nasfovia Höchst 8: IO1 1. Offenbacher Rg. Undine aufgegeben. Fünfte Abteilung: 1. Offenbacher Ruder- verein 7: 521.2. Gießener R g. 8 : 094 3. Rv. Nürnberg

8:15, 4. Hanauer Rkl. Hassia aufgegeben. Junior-Einer. Erste Abteilung: 1. Mainzer Rudergeiellschaft (E. Niasdinianm 8:11, 2. Rv. Sturmvogel Leipzig (F. Wagneri 8: 31-Kölner Kl. Tür Wassersport <B. Sangiiinctto- 8:47, 4. Mannheimer Rv. Amicitia (K. Sd)uiidt» 8:471 5. Hanauer Rkl. Hassia ,F.

Hummel) 9: OG1/.-,. Zweite Abteilung: l. Sceklub Luzern (M. Stöckln- 8:02- 2. Frankfurter Rll. ^W. Reubold^ 8:213

3. Rkl. Bamberg (.3. Eichelsdörfei > 8:28, 4. Mannheimer Rg. lH. Doll) 8:-5. Heilbronner Rg. Sd;ivaben (F. Drautz, 8: 47-/5. Zweiter Ack;ter. Erste Abteilung : !. Hanauer Ruder- gesellschait 6: 414 2. Frankfurter Rkl. 6:42, 3. Rspv. Teutonia Frankfurt 6:48--.-,. Zweite Abteilung: 1. Heilbronner Ruder- gesellschait Schwaben 7:081 5, 2. Rv. Nürnberg 7:23, 3. Rg. Worms 7: 33, 4. Offenbacher Rg. Undine auf gegeben.

Hauptrennen. 1. Tag. Junior-Einer, Begrüfenngspreis: T. Mainzer Rudergesellschast (E. Maschmänn) 7:37:1 2. Seeklub

Luzern (M. Stöckly) 7: 443 3. Frankfurter Rkl. (W. Reubold-

abgestoppt. Zweiter Vierer ohne Steuermann, Preis vom Saalhof. 1. Frankfurter Ruderverein 7:00, 2. Mannheimer Rg. 7: 25- Frankfurt führte über die ganze Strecke und gewann überlegen. - Erster Vierer, Verbandspreis: 1. Mainzer Ruder verein 6:44V.-., 2. Ludwigshafener Rv. 6: 464 Mainz geht und) hartem Kampf mit 3 ,t Längen Vorsprung elegant durchs Ziel. Junior-Vierer, Staatspreis: 1. Offenbacher Ruderverein 7:17V.,, 2. Kastel er Rg 7:25V-,, 3. Z-Pan kfur ter Rll. 7: 2ö4/. 4. Frankfurter Rg. Sachsenliaufen 7: 32' .,, 5. Rv. Hellas Osfen- bad) ausgegeben. Nach Belieben gewonnen. Zweiter Einer, Dantenpreis: 1. Mainzer Rudergesellsd>aft (E. Maschmann- 8:11' .- 2. Kastelcr Rg. (V. Menz) 8:181 3. Seeklub Luzeru

<M. Stöckln^ 8:20V», 4. Kölner Kl. für Wassersport (P. Rofe- kath) 8 : 243/.-;. And) in diesem Rennen zeigte sich Mnfchmann seinen Gegnern entschieden überlegen. Dritter Vierer: 1. Heil­bronner Rudergesellschast Schwaben 7: 09, Frankfurter Rv., Rv. Fechenheim und Offcnbadicv Rg. Undine aufgegeben. Gast- Vierer : 1. Kästeler Rudeigesellschaft 7:31, 2. Mannheimer Rv, Amicitia 7:35V.-,- Mannheimer Rkl. und Heilbronner Rg, Sd)wabcn ausgegeben. Mit anderthalb Längen sicher gewonnen.

Junior-Achter, Staatspreis: I. Ruderverein Hellas Ossen- bod) G: 39, 2. Frankfurter Rv. 6: 45: 3. Mannheimer Rg.

6:53-, 4. Mainzer Rv. wegen Dolleudeseil ausgegeben. Mit zwei Längen sicher gewonnen. Erster Doppelzweier ohne Steuer­mann, Präsidentcnpieis: 1. Frankfurter Rudergesellschast Ger­mania 7: 243/.r 2. Ruderriege des Essener Turn und Fechtklubs 7 : 344Mit mehreren Längen gewonnen Vierer, Universi- tätsprets: 1. Rndcrgesellfchaft Heidelberg 7: 273 2. Mannheimer Rv. Amicitia 7:32* 5, 3. Heidelberger Rll. 7:33. Schönes ge­schlossenes Rennen. Erster Vierer ohne Steuermann, Preis vom Main: 1. Mainzer Ruderverein G: 504 2. Ludwigshafener Rv. 6:57. Mainz führte vom Start ab und siegte mit zwei Längen. Zweiter Achter, Hepterpreis: 1. Heilbronner Ruder­gesellschast Schwaben 6:31-7», 2. Hanauer Rg. 6: 37' 3. Rv- Nürnberg 6:42-,», 4. Frankfurter Rkl. ,6: öl',». In schönem Stil mit sünsviertel Längen gewonnen.

Gericl-tssaaL.

W. München, 25. Juni. In dein Prozeß gegen den Schriftsteller Müh saut -Berlin, den Eheinigravbcn Wittig" Berlin den Arbeiter A r t l - Mühldorf, den Reisenden Kindlet- Heidelberg und den Klavierspieler Sch u l z -'Neustadt a. d. Haardt, die wegen Geheimbündelei und Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, verübt bureb Entfernung des Schildes des spanifdwn Konsulats gelegentlich der Ferrer-Versamtnhntg angeklagt waren, wurde das Urteil gesprochen. Sämtliche An­geklagte wurden von der Anllagc dar Geheimbündelei frei- gesprochen. Schulz und Artl wurden lucgeii Entfernung eines HolicilszetchcnS zu fünf, bezw. zwei Monaten Gefängnis ver­urteilt.

Universitäts-Nachrichten.

bc. Dar in ftadl, 26. Juni. Der Kunsthistoriker, ord. Pro« fessvr an der Technischen Hochschule, Dr. phil. Rud. Kautzsch, hat einen Ruf an die Universität Breslau als '.Nachfolger des im Juni 1909 verstorbenen Prozessors R. Mltther erhalten.

Versni-cl-tcs.

* Feuer i it ber B r üssete r A ü S st ellun^. Am 3o)tniag uachrniltag b r a ij n t c in unmittelbarer Nähe ber deutscku'n Ab teil ung der W c 11 a u s ft c l lu n g das große dtciftaurantMetropole" ab 'Nur bem schnellen Einpreifen deS Personals der deutschen Abteilung ist es zu berbanfen, daß die Abteilung selbst unb der Pavillon von Monaco im vers ehrt blieben. Der Kommissar vom Monaco drückte dem deutschen Reichskommissar seinen Dank für die Erhaltung seiner Aüsstelluug aus. Sachverständige Miigliebcr des BergbautongressssZ beteiligten sich an ber Lösch ar beit. AlS bic Feuerwehr eintraf, war die Gefahr beseitigt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetter bien ft st eile Gießen.

Wetteranssichien in Hessen am Dienstag dem 28, Juni 1910: Kühl, Regensälle, böiger West.