Handel
3'/,% Reichsanleihe ...
< 115.25
Princc - Henri - EisenbahnJ*
Berliner Börse, 21. Februar, A.afaa;sk<irn.
Canada E. B. .
Lombarden E. B.
91.50 Nordd. Lloyd
Fleischpreise in Gießen
165.70
Türkenluse
Tendenz: schwach.
gleich
nimmt
gern
3:
2:
11(
Darmstädter Bank Deutsche Bank Dortmunder-Union C Dresdner Bank .
105.10
177.60
Ochsen
Kalber
Schweine
92.95 92-00
100 35
99.10 95L0
93-90
34.85
93.90
. Dori:, titinbe.-Sßi
Eisenbahn Gotthardbahn'... Lombard. Eisenbahn Ocsterr. Staatsbahn
178.20
47.00
91.70
69.25
100.05
do.
Konsols v.
do. .;^:7 Hessen Oberhessen
180.30 137.00 L57L9 157.00 196.3'1
165 9(J 212.00
3°/n 37,7c 3n:0 37,7, 37,7,
Höchste Schlachtviehpreise m Frankiurt a. Al.
lgcz.) Frau Peter Dohmeu. Scottfchen Verfahren wird der aller-
205.20
185.60
EIcktriz. Lahmerer . . , Elcktriz. Schuckcrt . . Eschweiier Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf.
Tie Marktpreise für Aieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise am 21. Februar 1910.
I Fahrten über das weite Ausstellungsgelände zur Verfügung zu stellen. bwa.
bemerken , daß das "Und die'^Ennilsion W und sie geradezu als etwas zum Naschen bc- Die Wirkung war hervorragend, denn wir haben mm ein frisches blühendes Kind, öaü alle Speisen leicht und gut verdaut und mit seinem fröhlichen Wesen jedermann Freude macht. Audi das Gehen läßt kaum mehr etwas zu wünschen udng, die Angen der Kleinen leuchten, und die Äackchen sind kirschrot geworden."
13l 26a( Die > Wchlst Gro
Nur echt unt dieser Marte—demffischer — dun Sarautiv- grid)tn bt$ Grotte lchrn Verjährens!
* Die Tortur im Lande der Freiheit. Trotz der immer wachsenden Empörung gegen die von der amerikanischen Polizei angewandten Mittel, um in Untersuchungshaft befindlichen 'Angeklagten Geständnisse zu erpressen, wird die von den Amerik kanern ersonnene Seelenfolter, die sogenannte „dritte Form", immer häufiger angewandt. Für die Gegner der moralischen Marter nnd die Vorkämpfer der Anschauung, nach der Verhaftete bis zur Ueberführung ihrer Schuldigkeit als Unschuldige behandelt werben sollen, bedeutet der jüngste Erfolg, den die Newyorker Polizei durch ihre grausame Methode errungen hat, einen schweren Schlag. Die New Port Times gibt eine genaue Schllderung des Verfahrens, durch das man einer jungen Finnländerin, Emilia Sara, das Bekenntnis ihrer Mitwisserschaft an einem Verbrechen entlockt hat. Eine Frau Johansen wurde ermordet, ihr Gatte als Mörder verhaftet, aber da die Behörde schlagende Beweise nicht Herbetschaffen konnte, entschloß man sich, Emllia Sara, die durch ihre nahe Freundschaft mit dem Ehepaar Johansen die Verhältnisse genaujannte, durch die „brüte Form" zur Beichte zu zwingen. Das System, das dabei angewandt wird, sucht durch fortgesetzte seelische Foltern die Widerstandskraft zu brechen, nachdem durch vollkommene Ruhelosigkeit und durch Verringerung der Nahrung auch die körperliche ÄVraft der Verhafteten erschüttert ist. Um drei Uhr nachmittags begann man bei Emilia Sara mit dteser modernen Folter. Eine Reihe von Beamten löste sich gegenseitig ab; auf diele Weise wurde Emilia Sara uirausgesetzt und ohne die gcringftc Unterbrechung unter ein unaufhörliches Kreuzfeuer von Fragen gebracht. Bis Mitternacht wurde so das Verhör fortgesetzt.- L-chon am frühen Morgen begann man aufs Neue mit der „dritten Form". Der Gefangenen wurde kein Frühstück verabreicht, sie erhielt nur ein Glas Wasser, unausgesetzt hatte sie Fragen zu beantworten und Verdächtigungen zu entkräften. Dann brachte man die Erschöpfte in die Morgue und stellte sie dem Leichnam der Ermordeten gegenüber. Bei dem Anblick der Toten schien die völlig erschöpfte Frau einer Ohnmacht nahe, sie taumelte schwankend zurück, aber sie gestand nur, daß sie die Tote wiedererkenne. Man brachte sie dann unter fortwährenden Fraget: zum Staatsanwalt, idd ein zweichindiges Kreuzverhör stattfand. Schließlich vermochte sie den Reinigungen dnser seelischen Folter und der körperlick)eit Entkräftigung nicht länger zu widerstehen: nachmittags um 3 Uhr brach sic völlig nieder, ein Nervenanfall erschütterte den Körper, sie weinte und erklärte sich bereit, „alles zu gestehen". Johansen hatte ihr in einer Stunde verzweifelter Reue seine Mordtal gcftanbeit und iin einer Aufwallung von Milleid hatte sie den Mann nicht aiu gezeigt, der ihr erzählt hatte, daß seine Frau chn verlassen hatte 'und fortgereist war. Die Art, wie die Polizei dieses Geständnis erpreßte, wird trotzdem vielfach verurteilt. Wenn auch in einigen 'Fällen wichtige B eich teil erzielt mürben, so fehlt cs doch nicht an Beispielen, wo durch diese Methode Unschuldige zu falschen Ge- ständniffen gebracht wurden, die sich dann in der verzweifelten .Hilflosigkeit und unter dem Drucke der seelischen Folter aller Verbrechen bezichtigten, die man ihnen unterschob, nur um der „brüten Form" zu entrinnen.
' Das W ett renn en der Ochs c n. Die leidenschaftlichen । Erregungen, die der sportliebende Europäer bei den großen Pferderennen genießen und crlciitot kann, wissen sich die Bewohner der , klein en Insel Madura am Südende Japans durch einen anberen 3iwrt zu verschaffen: durch das Wettrennen der Ochsen. All- . jährlich kommt einmal der proste Tag, da die -Ochsen bescher mü 1 ihren mächtigen .Haustieren m die Arena treten, um sportliche i Lorbeeren zu ernten. Das ist für die ganze Insel ein Festtag, der ! ungeduldig erwartet und mit größter Feierlichkeit begangen wird, i Die Ochsen, durchweg prächtige Xrerc. von gewaltigen Formen, l
Berliner Handelsges. .
Darmstädter Bank .' . Deutsche Bank ... Deutsch-Asiat. Bank .
Diskonto - Kommandit . > Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . .
Baltimore- und Ohio—
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■ firniß Itfde -ft 1 W: 1;
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50 Kg. Schlachtgewicht 41—45 Mk.
'/, Kg. Schlachtgew. 52 55 Pi.
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470 Gesten. Goldrente .. . 47s°/n Oesterr. Silberrente. 4" 0 Ungar. Goldrente .y. 4° 0 Italien. Rente .
3% Portugiesen Serie I '2 3°,'o Portugiesen „ III .
werden je zwei und zwei vvr.ein winziges kleines Lvlzbrett ge- svMint, bo5 als Schlitten dient und auf dem der glückliche Be- sitzer der Trere selbst Platz nimmt, wenn er es nicht Vorsicht, nach dem Vorbild der großen europäischen Rcunstallbcsitzer einen seiner wiener, sozusagen seinem, Jockei), die Führung des .Gespannes anzuvcrttaucn. Die Ochsen selbst sind festlich geschmückt, bunte gewirlte kostbare Stoffe schlingen sich um den mächtigen Nacken und über den lliückeu der Tiere, das Zaumzeug ist von kundiger ^rauenhand anmutig bestickt und über den Nacken der edlen Renner Aeben sich lange, elastische Bambusstangen, an denen große bunte ^.üdycr befestigt sind, die bann bei dem Rennen als Wimpel malerisch flattern. Auf ein gegebenes Zeichen treibt der Fchhrer lerne Ochsen ait^unb mit einer Geschwindigkeit, die der Europäer den mäckstigen Tieren kaum zuttauen würde, rast bamt das Gewann davon und zieht hinter sich her den kleinen Schlitten über Stock und Stein. Der Sieger erhält als Preis eine ansehnliche Geldiumme, und mit wilder Begeisterung begrüßt ihn die Menge, die arte'allen Teilen der Insel l^erbeigepilgert ist, um Zeuge des grvsten Ereignipes zu sein, ____________
Handel.
+:* ® ® r fc t n ö e i I c n. Hebet bas Vermögen des Kürsch
ners Rudolf Berger in Mainz wurde .nm 1-S. - Fehr, das Konkursversichren eröffnet. Rechtsprattikant Wendelüt Rehm üi Mainz icurbc zum Konkursverwalter ernnnnt. Konkursforderungen sind biS zum 5. März bei dem. Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Nachlatz des am 1. Nvv. 1909 zu Bingen ver- storbenen Kaufmannes Eduard Nippel zu Bingen wurde am 14. iW. das Konkursverfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Anton Neutter ut Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt Kon- kurssvrderungen find bis zum 10. Marz bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. — Ucber bas Vermögen des Kaufmannes Eduard Grimm zu Groß-Karben wurde am 15 Febr das Kvnmrsverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Keller zu Friedberg wurde zum Konkursoerwalter ernannt. Konkursforderungen fütb bls zum 5. März bei dem Amtsgericht Vilbel anzumelden. — lieber das Vermögen des Kaufmannes Franz Ra edler in M ainz, früherer Inhaber bet Firma Franz Raedler n. Cv„ ^nrde am 18. tftbr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Winkler in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Kvn- kurssorderungen sind bis zum 20. Ntärz bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden.
107.30
135.05
-05.50
-16.00
_______137.40
Harpener Bergwerk . . . -05.40
Ln.arahütte ......186.',0
Nordd. Lloyd . 105.20
Oberscbles. Eisen-Industrie 108.15
feinste Lebertran so sorgfältig und zweckmäßig mit anderen der Erhaltung und Erneuerung der Körperkraft dienlichen Materialien vermischt, daß die sich daraus ergebende Emulsion unbestritten unerreicht dasteht.
. , ecof^ Evmlston wird von UNS auSichUetzUch tm «rotzen versäum unt> ,»ar nie lofe nach Gewttl oder Matz, fonbern nur in verstcgelken Ortgtnalflaschen ttt unserer Schutzmarke (Ftsch-r mü dem D°rsch> Scott u. Bawne. «. m 6. y., jrantfurt a. M.
Die deutsche ziugtechnit aus der Weltausstellung in Brüssel 19(0.
Die Brüsseler Weltausstellung wird als eine .Hauptsehmrs- -luürbiglcit ihren Besuchern eine große internationale Schaustellung von lenkbaren Luftschiffen bieten, die auch Währelid der ganzen Tauer der Ausstellung drei verschiedene Arten von Wettfahrten veranstalten.
An der ersten Art dieser Wettfahrten werden Luftschiffe mit iüber 1500 Kubikmeter Raumgehalt sich in der Weise beteiligen, daß die Strecke B r ü s s e l — A n t w e r p e n und zurück (2x15 Mlometer, in mindestens dreimaligem Aufstieg zurückgelegt wird. A-er erste Preis für die drei raschesten Fahrten beträgt 50 000 <yr3., der zweite 10 000 Frs. Die Zahl der Auffttege ist für ledeu einzelnen Teilnehmer unbegrenzt. Für die Jurh gelten nur btc drei besten Zährten. Die Tage könilcn beliebig gewählt werden. — Die zweüe AtonEurcens von Wettftügen ist nur für kleinere Luftschiffe mit nicht mehr als 1500 Kubikmeter Raumgehalt offen. Als Strecke für diese Fahrt ist Brüssel—Löwen <25 Kilometer) gesetzt. Die Preise sürd 10 000 Frs. und 2000 Frs Beim dritten Wettbewerb sollen große Lu ft kreuz er die strecke Brüssel—Gent—Brüssel—Namur—Brüssel (300 Kilo- ntetete zurücklegeu.
üb "feie letztere Art, der Großflug, zustande kommt, ist noch nicht sichergestellt. Es war bis vor kurzem fraglich, ob Belgien die nötige Anzahl von Luftschiffen zusammenbekommen wird Immerhin hat sich bis jetzt eine ziemlich starke internationale Lustslotte versammelt. Belgien selbst ist mit dem über 6300 Kubikmeter großen Schiff Flandern und der Belgien (3200 Mufümcter) vertreten, Frankreich mit der Astra (6500 Kubikmeter< und dem Zodiae (1500 Kubikmeter', England mit einem von Juillot erbauten 8000 Kübikmeter fassenden Luftschiff.
Deutschland mar bisher nur mit einem Schiff der Firma Elouth in Köln-Nippes, mit einem der Rheinisch-Westfälischen Lint'chiffahrtgesellschcht und einem solchen des Geheimen Re- gierungsrates Professor Schütte, lauter kleineren Schiffen, vertreten. Nun hat aber auch Major von Parseval die Sendung eines großen und eines kleinen lenkbaren Luftschiffes zugefagt. Durch diese Bereitwilligkeit, seine Schisse mit ihrer bedeutenden Geschwindigkeit der belgischen internationalen Ausstellung zur Ver - iügnng zu stellen, wird auf der einen Seite diese selbst beträchtlich gewinnen-, auf der anderen Seite Deutschlands Anteil ganz- erheblich gesteigert.
Der große „Parseoäl" ivird wie alle großen Luftschiffe auf beni Chainp de Manoeüvre, der kleine auf dem eigentlichen Ausstellung sb^ük in nicht allzugroßer Entfernung von der Deutschen Abteilung untergebrächt. Es ist beabsichtigt, ihn zu täglichen
andere rote Sorten 2.20-0.00, Magnnin bonum 2.30-0.00 mpirr runbe 2.00—0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote OOi bt'S 00, weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Note Daber 0 00—o 'V> andere rote Sorten 2.30-0 00, Alagnum bonum 0.00-0.00, mcnV runbe 2.40 bis 0.00. Gelbfleifchige, blaue 0.00—0.00, rote ooo bis 0.00, tveiße 0.00—0.00. Al a u n h e i m: Plagimm bonum Äst 2.80—2.90, weiße runbe 0.00-0.00, Gelbflrischi e blaue 3 >5 "hi/ 0.00, rote 0.00 - 0.00, weiße 0.00-0.00. Fiaukenlhal: Now Sorten 1.75—0.00, Magnum bonum 2.20—0.00, weiße runbe 2 00 bis 0.00, Gelbfleifchige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 — 0.00, weiße 2.75—O.CO. München: Magnum bonum 2.70, weiße runbe OOo Gelbflei,chlge weiße Alk. 2.70. (Alles zu 50 Kilo.)
an - - 2?5!^orLb,ci Düren, An ber Kirche, 15. April 1908.
- qi ” altes Töchterchen Traudche/l mußte
auf Anraten des Arztes zur Stärkung seines äußerst zarten ^^nbaue? Lebertran nehmen. Sie zeigte aber einen un- uberwinblichen Wiberwillen dagegen und konnte ben Tran and) nicht vertragen. Der gewünschte Erfolg blieb also aus, unb wir mußten uns nad; einem anderen Kräftigungsmittel umsehen, bas rott tn Ihrer Scotts Emulsion gefunben haben. ‘ will gleich bemerken, b-r *■ - — ‘ ~ ~
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i HÄzcbi I HMote I Midjcit I -152 §n I cud LoW
Ächen 9t iSL, 3 ü öithtet o. Lallgli Mliolz 1 Setdjbo miflcl, 2 itüieiiho! 1U Rm.' 15 Pchie 4>tbcii st! J-ichic bcrg 4 i 1. unb ! K Reise 40 Tünll 11 aus der
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mäßig große Umsatz künsllickrer Augen; alleffi in der französischen Hauptstadt werden wöchenllich mchr als 1000 solcher künstlichen Mcnschenaugen verlaust.
— Das Ende des Tschad-Sees. Ter Tschad-Sce hat seit )einer Entdeckung durch Europäer im Jahre 1823 ben L^ographen immer neue Rätsel aufgegeben. Seine Ufer verschieben sich ständig; too man in einem Jahre Land gefunden hat, ist im nächsten vielleulst Wasser, dann wieder toirb plötzlich ein fester -andweg entdeckt, der den See in zwei einzelne Teile spaltet, und eine neue Expeditton, die diesen Weg aufzeichnen will, findet am angegebenen Orte wieder nicksts als Wasser. Nach dem Bc- richt der Expediüon des französischen Kapitäns Tilho, den der „Gaillois" verössentticht, ist das Wasser des Tschad-Sees letzt beinahe völlig verschwunden. Eine Wasserfläche, die eine Größe von 300 Quadratkilometern hat und ehemals große Negerdörfer auf ihren Inseln enthielt, soll sich in Land umgewandelt haben; die Neger haben ihre Wohnstätten verlassen, das Vieh ist aus Mangel an Wasser gestorben, unb in den ubrtggcbliebatat Sumpflachen sind dicht zufammengedrängt bic tfiidte dem Erstickungstode preisgegeben. Von den ehemaligen "strn her bringt cüt Gürtel von Binsen, Papyros, Bimbach- E. Akazienbäumen vor, eine Pflanzendecke, die den Rest des Waffcrs schnell aufsaugt. Am 1. Januar 1897 konitte eine fran- zöfflche Expeditton den ersten Dampfer auf den Tschad-See bringen. Damals betrug die Wassertiefe an vielen Stellen 3 Meter und mehr. Als aber der Kapitän Tilho im Jahre 1904 zum ersten J.'tale ben Tstchad-Lee erblickte, fand er alles ganz anders, als es nach dem Berickst aus dem Jahre 1897 hätte sein müssen, und als er drei Jahre später seine jüngste Expedition antrat, sand er den See in dem eben geschilderten Zustande. Im Westen und im 9korben hat der See allerdings in Gestalt einer Dünen- Tette eine feste Grenze; int Südwesten, Süden unb Sübosten aber ist das Lanb ganz eben, unb unter bent Einfluß bes Winbes ,inb die Waffermengen in den Sand getrieben, von dem sie bann verdunstet ,ind. An einer Stelle, wo Tilho im Jahre 1904 drei -Vcetcr tiefes Was>er gefunden hatte, ist jetzt nichts mehr als eine trostloiesteppe, die vom Sonnenbranbe ansgedörrt ist und eine ri||igc überiläche zeigt, wie Ton, der im Töpferofcn zu ü’nrf gebrannt i)t. An anderen Orten ist eine üppige typische © u mpfvege tat i o n cntstandeik, durch btnrn dichtes Holz man >ich mit dem Beil Bahn brechen muß. Dazwischtm findet sich nur noch in einzelnen Kanälen Wasser. «In dem Sumpfe aber ■'L iür Menschen beinahe micrträglid), betut es finben
lid) dickste Wolken von Stechmückeii. Kapitän Tilho behauptet, batz man aus^einer ^Höhe von einigen Metern über dem einstigen epiegcl des ülchad-SeeS in feiner Richtung mehr eine zusammenhängende Wafferfläche finde. Ob aber das Verschwinden des üichad-Sees auf Verdunstung, auf Rückgatig des Regenfallcs oder woraus sonst zurückzuführen sei, kann er nicht entsck)eidcn.
— Der Minotaurus. Bei den deutschen Aus- grabungen auf 5hcta war in der letzten Zeit auch ein Geologe, Professor Konrad Keller, zugegen, der in der Vierteljahrs- Schrift der naturforschcnden Gesellschaft in Zürich eine Abhandlung über feine Ergebnisse hat erscheinen lassen. Sie betttelt ,ich „Die ausgeftorbene Fauna von Kreta und ihre Beziehungen zur Minotaurussage" und besaßt sich demgemäß hauptsächlich mit ber -Itebeutung bieicä Fabeltteres. Keller sand zu Knossos im Paläste des MuwS auffallend viele Knock-en des Wisent (Bison enropaeus) und des Ur- oder Wildstters (Bos Primigenius) Von diesem letzteren stammen auch mächtige Corner. Diese Reste sind ergänzt durch die vielen plastischen unb Fresko-Tarstelluligen Dan Stieren im Palastc des Miiws (von denen manche hervorragend künstlerisch gearbeitet sind). Der Wildstier muß eine ganz besondere Bedeutung für Kreta gehabt haben, das beweisen sowohl diese Darstellungen, wie .Kellers Funde. Keller legt daher den Namen Minotaurus einfach seiner Zusammensetzung ente prechend als Stter des Minos aus, den erst die Sage zu einer Kreuzung von Mensch und Stter gemacht habe. Auch bei der Deutung bet Minotaurussaye kommt Keller ein Fresko im Palast SU »llse. Tort ist ein Stter dargestelll, auf dem Gaukler alle möglichen Kunststücke vorführen. Diese Gaukler sinb nach Keller die von den Jthenem als Trchut nach Kreta geschickten Jünglinge und Jungfrauen, bic schließlich Opfer des Muwtaurus, b h des von ihnen gereizten Etters mürben.
— Küftliche Auge u. Das Glasauge, das bei bent Glück- "chen, dem bic Natur zwei gesunde Augen schenkte und erhielt, gewöhnlich nur die Erinnerung an Puppen oder ausgeftopfte -viere wachrust, spielt un Leben der Mensck>en eine größere Rolle, als der Laie ahnen mag. Mit den Jahren bat sich emc gapze ansehnliche Industrie gebildet, die sich mit der Anfertigung menschlicher Glasaugen beschäftigt. Allein in Paris, so wissen Nos Lovirs zu erzählen, sind ftänbig mehr als 200 Arbeiter bamit beichäftigt, Glasaugen für Menschen airjufcrtigen, die bann zum Preise von 40 bis 80 Frs. verkauft werden. Was die Aeghpter noch aus Gold, Silber unb Elfenbein fertigten, stellt bic mode nie Industrie aus Glas und Emaille her. Gute Nachahmungen können so tänscktzmd sein, daß nur scharfe Beobachter bemerken, baß der Mensch, mit dem sie sprechen, vielleicht ein Glasauge bat. selbst ber feuchte Glanz der natürlichen Augen wird täuschend iiachgebildei. lleberraschend ist die Mitteilung, baß bic Glas äugen nur verhülttiisniäßig kurze Feit in Gebrauch bleiben können, i ic von den TrEmenbrüsen ausgesonderte Säure zerstört mit ber 3cit das Email, so baß Glasaugen rannt länger als ein Jahr getragen werden können. Daraus erklärt sich auch der Verhältnis- |
n« U Suitung l L Limkieii 1*5?
Seftanbtetlc: Sttnfler CleetjtnaUyebertrtn löyo, pnma @lt»erln 60,0, untert>6oepb°ngfaurcr Kalk 4^, unkerpboSpharia'oure« Natron 8A), puiv. Tragant Euwmt pulv. S,0, öeftitL aBaffer 139/), SllFohol IbO Hi?rza aromanidit Emulston mtt Zimt-, Mandrl- und «aultbertaöl \e 3 Trovten.
22.60
162.10
134^0
Tiirkenlose.....
4°/0 Griech. Monopol-An]. 4% äussere Argentinier 3° 0 Mexikaner . .
4'/;,% Chinesen . .
balllveittversen. Mannschaftskämpfe: Tau ziehen, Stafettenlausen, Ringen in Körpergowichtsklasscn. Zum Lerbandsfest am 9., 10. ünb 11. Juli in Friedberg ftffiet der Bezirk einen Ehren- torci^ für Stafettcnlanfcn. Der nächste Bezirkstag findet 1911 sm? Marburg statt. Anschließend an den Bezirkstag fand auf der <r-ecwicse bic Jnstruktionsstunde statt, die gut besucht war. Nachdem alle Hebungen g einig end eingeübt waren, wurde im Vereins- lolal der „Germania" noch das Ringen und beidarmiges Stoßen porgeführl und schteß der 1. Bors, btc Veranstaltung mit einem Kraft Seil! auf ben III. Bezirk.
Getreidepreise in Mannheim
Wetzen 100 Kg. 23.50 -Oo.OO Alk.
Roggen 100 Kg. 17.25-00.00 Alk.
Aktien:
Bochum Guss . ... ... . . <37 244.80
Buderus E.1 W. . . . . 112.85
Tendenz schwächer.
c rflärite.
Gießen, 22. Hebr. Di ar kl bericht. 9lui heutigem Wochen- maitte kostete: Lutter pr. Pid. 1.00-1.10 Sült, Hühnereier 1 St. 9-10 Vfg. Enteneier 1 St. 0 Psg., Käse pr. St. 6-8 Pf., Erbsen p. Pkd. 00-00 Psg., Linsen p. Psd. 00-00 Pfg., Tauben
Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr.
Stncf 0,80—1,80SJif., Ganse pr. Pib. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1 80 2,20 A k., Ochjenfteiseh pr. Psd. 76-84 Psg., Kuhfleifch pr. Pfd. bO Pig-, Rntbfletsch pr. Psunb 70—74 Psa^ Schweinefleisch qr* UU« h t,-ti,ti ^'6-, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psb. 06 ^S.' ^albfletich pr. Pfd. 72-76 Pfg., Hannnelsteisch pr. Psb. 60—80 Pfg. llartosfeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Alk., Zwtebeln ver Ztr. o,00—6,00 A,k., SJiilcl) per Liter 20 Pfg., Weißkraut per -lltck 10—15 Pfg., per Zentner All. 0.00—0.00., Slepfel per Btr 10—18 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Llüsse 100 Stück 40—50 Pkg., per Ztr. 0—00 Alk Marktzeit von 8—2 Uhr.
— K ar10 fse 1 marki - Bertcht vom 21. Februar 1910. yrtebberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 1.80-1.90, Magnum bonum 2.20—2.30, tveiße runde 1.90—2.00, (Sclbflciichme blatte, 2.00—2.10, rote 0.00—0.00, tveiße 0.00—0.00. Dortmund: Rote 2aber 0.00—0.00, andere rote Sorten 0 00 bis 0.00, Magnum bonum 2.55—0.00, weiße runde 2.25-0 00 Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, rote 2.85-0.00, tveiße O.OO-OOö'
AAA1, S;: ^iote Daber 1 k. 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00-0.00, Aiagnum bonum 2.60—0.00, weiße runde 2.20—0 00 Gelbfletschige blaue 0.00-0.00, rote 2.85—0.00, wctße 3.70-o.oo' M c nt p e n: Rote Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00—0 00 Magnum bonum 2.20 bis 0.00, weiße runde 3.00-0.00, Gelbflejschioe blaue 0.00.-0.00, rote 0.00—0.00, tveiße 0.00—0.00. Krefeld: Rote 4-abcr 0.00—0.00, Magnum bonum Alk. 2.30—2.50, wetße runbe Mk 0.00-0.00, Gelbfleischtge rote Alk. 2.30-2.50, weiße 2.30-250.’ o l n: Rote Lorten 2.00—0.00, Magnum bomtm 2.35—0.00 meiBe runbe 2.00—0.00, Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, rote 2.40 bis 6.00, weiße 2.20—0.00. Plaibt: Rote Daber 0.00—0.00,
47370 russ. Staatsanl. 1905 100 00
4"i% Japan. Staatsanleihe 98.50 4% Conv.Türken von 1903 94.95
TeSefoffiiscke SCursberichSe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der . Bank für und Indnst”’'''*'Gtessen, Frankfurter Börse, 21. Februar, 1.15 Uhr.
Welch ein Gegensatz!
Auf der einen Seite Zwang, Schelten und Tränen, wenn die Klemen den ihnen widerlich schmeckenden Leber- ran nehmen muffen — auf der anderen Seite leuchtende Augen, wenn die Mutter ihnen Scotts Emulsion gibt. Wie viel nachhalttger die Wirkung eines Präparates ist, da? bic seinen mit solcher Vorliebe nehmen, beweist der folgende
. . 180.70 Harpener Bergwerk . . 137.20 Laurahiltte . . .
. . 257.10 • - -
7. Kg. 76-84 Pfg.
, 72—76 _ 7. „ 80—96 „
Brotpreise tn Gießen
Weißbrot 2 Sig. 62 P,g.
Schwarzbrot 2 Sig. 54 Psg.
Vermischtes.
bwa. Der deutsche Reichs ko mmissar für die Weltausstellung i n Brüssel 1910, Geheimer Re- giermrgS-Rat Albert, ist für die ganze Dauer der Ausstellung, dte am 23. April eröffnet werden wird, nach Brüssel übersiedelt. Die organisatorischen Arbetten sind in ber Hauptsache als beendet zu betrachten. Der der Deutschen Abteilung zur Verfügung stehende Platz rft völlig an deutsche Aussteller vergeben Die deutschen Bauteil stehen äußerlich vollendet da. An ber inneren Ausstattung wird mit fieberhafter Eile gearbeitet.
DK. Kisern-Ranchen ist die letzte Modetorheit ber englischen Damenwelt, ftiferu ist bic lange japanische Pfeife mit einem Metallkopf und Metallmundstück. Der Pfeifenkopf faßt nur wenig Tabak unb ist nach fünf ober sechs „Zügen" aus- geraucht. Die eleganten Pfeifen haben zuweilen Köpfe aus Gold oder Platttn In Japan rauchen sowohl Männlein als audy .Werkstein diese Pfeisen nad) bent Diner. Allerdings ist vorläufig der Tabak, der für die Pfeifen erforderlich ist, in London nicht erhälllich.


