Wir lesen tn der „Nariomrllib. Korresp":
„5)er „SkrHner LlTkallrnzeiger" bringt an der Spitze ferner Nmmrrer 255 folgende Nachricht' „Nach Mitteillrngett des Abg. Arning werde?' die Nakifrnallrberalen die Wahlrechtsvor- T-a g c in der "Raffung des Herrenhauses ablehnen." — Daß diese Mitteilung lui^ufrcffcnb ist, ergibt sich aus der ausführlichen Darstellung des .,Aerl. “otaüim." auf einer der folgenden Seiten non selbst Der Wg. Arning hat selbstverständlich mir für seine Perfon gesprochen und auch nur sprechen können, da eine Befchlußsassnug der Fraktion überhaupt noch nicht vor lieg t."
Der Staatssekretär des Reichsschatzamtes hat an die Leiter sämtlicher Fraktionen des Reichstages ein Schreiben gerichtet, in welchem er sich bereit erklärt, die Frage der Beter an en für sorge und der Deckung des dadurch entstehenden Mehrbedarfs einer Besprechung mit ?Ritg1iedcrn des Reichstages zu unterziehen. Am 10. Juni soll eine Konferenz im Reichsschatzamt stattsinden.
2htslmtfc.
Dem auswärtigen Amte in London ist die Nachricht zugegangen, daß der englische Forschungsreis ende Leutnant Beyd-Alex im Wadai-Gebiete in Fran- zösisch-Kon gv ermordet worden ist.
Durch die in der russischen Reichsduma einge- drachten neuen Universitätsstatuten wird die Tätigkeit der Hochschulen in allen ihren Teilen der Kontrolle des Kurators des Lehrbezirkes unterstellt. Der Universitätsrektor, der vom Professorenrat gewählt wird, ist der verantwortliche Vertreter der Universität. Seine Wahl muß vom Minister bestätigt werden. Ein vom Minister nicht bestätigter Kandidat darf nicht wieder gewählt irrerden. Falls Wahlen zlveimal unbestätigt bleiben, wind der Rektor vom Minister ernannt. Die Studenten und Professoren haben nur wissenschaftliche Beziehungen zu einander. Tie Stüde n t e n v e r s a m m l u n g e n werden den allgemeinen Bc- stimmungeil über Versammlungen untergeordnet und haben außerhalb der Universiiät stattzufinden. Innerhalb der Universität sind die Studenten nur zu w sseufchastlicher Arbeit vereinigt. Die Lehrsprache ist überall russisch; nur an der Universität Dorpat ist der theologischen Fakultät die deutsche Sprache gestattet. Außerdem wird an der Universität Warschau polnische Sprache und Literatur polnisch vorgetragcn. Die Bestimmungen über die Aufnahme von Juden bleiben bestehen.
Aus Petersburg wird gemeldet: Angesichts der großen Kornernte, die in Kaukasien uno dem Ton» gebiet er wartbar ist, bestellte die Wladitawstä-Bahn, um Stauungen vorzubeugen, zweitausend gedeckte Aü.erwagen.
In Tschuanshia, 30 Meilen nordwestlich von Tschangschah, kam es am Samstag zu Ruhestörungen. Die lutherische Kapelle und ein großer Teil der Stadt wurde n i e d c r g e b r a n n t. Die Unruhen werden immer ernster. Die Truppen zeigen sich unzuverlässig, aber die Ruhestörer sind nicht organisiert. Die Bewegung gegen die Fremden dehnt sich weiter aus und die Beamten greifen nicht ein. Nach einer Mt- teilung des Reuterschen Bureaus glaubt man, daß die Missionare von Tschuanshia die Stadt kurze Zeit nach den Ruhestörungen in Tschangschah verlassen haben und sich in Hankau in Sicherheit befinden.___________________
Aus Shlöt ttuS Castd
Gießen, 25. Mai 1910.
“ Tageskale oder für Mittwoch, 25. Mai: Erste Sitzung der Vereinigung Gießener Abstinenten. Abends 81/, Uhr im East Ebel.
** Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat bem Geh. Baucat Roth, Vorstand der Eisenbahn-Betriebs- Inspektion 2, die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps de§ Großmütigen verliehen.
’• Aus denr Militär-Wochenblatt. Leutnant v. Moritz, Adjutant der 1. Abteilung Großh. Artilleriekorps Nr. 25, ist bis zum 4. Juni zum 1. Kursus zur Ausbildung am Entfernungsniesser, sowie im JnstandsetzungSgeschäft der Waffen und Fahrräder zur Gewehrfabrik in Erfurt kommandiert.
**5 7. Versammlung mittelrheinischer Aerzte. Wegen der sehr großen' Beteiligung wurde die wissenschaftliche Sitzung der 57. Versammlung mittelrheinischer Aerzte, die am Sonntag ht Frankfurt stattfand, mr großen Festsaale des Senckenbecg-liRnseums abgehalten. Es hielten Borträge: Vol- hard (Mannheim), Müller (Marburg), Leser (Frankfurt), Endeten (Würzburgs, .Hofmeier (Würzburg), Kupferberg lMainz), b. Frangu 6 (Gießens Stein (Wiesbaden), Hügel (Münster a. St.), Quincke (Frankfurts Hammer (Heidelberg), und Bossius (Gießens Nach der wissenschaftlichen Sitzung sand eilt Esten im „Frankfurter Hof" statt, bei dem der Vorsitzende des Frankfurter Vereins, Sanitätsrat Vohsen, die Gäste begrüßte. Für die nächstsährige Tagung lagen Einladungen vor von Kreuznach, Mainz und Wiesbaden; durch Abstimmung wurde Mainz gewählt.
**DieQpcrette „MadameSherry",die gestern abend das Stadttheater beschäftigte, ist zwar ein Erzeugnis guter Laune und bester 4lbsichten, aber der musikalische Strom geriet öfter in eine bedenkliche Ebbe, die den Faden der Handlung nur dürftig umspülen konnte. Der Pariser Schauplatz brachte diesmal ein zwar lebendiges, aber eher umreißcndes als mitreißendes Gewimmel hervor. Die Handlung ist so elastisch, daß man sie nirgends recht antrifft, auch die „Witze" Ijaben. auf dem Spielbrett keinen festen Sitz. Es wurde trotzdem viel gelacht. Die Äkitwirken- den bemühten fwty wackerj gute Mienen zum lustigen Spiel zu machen. Und für die szenische Unterlage des Öperetten- schwankes war das denkbar Beste geschehen. Möchte der Drang nach Neuheiten tm Publikum sich nicht zu stark hervorwagen, wo nichts ist, hat selbst der Kaiser das Recht verloren, und mit Gewalt läßt sich da nichts machen. Wir hoffen, daß das Theater zu unseren alten, wirksamen Operetten zurückkehrcu wird. „Madame Sherry" ist nur eine dürftige „Stellvertreterin", der Text stammt von Moritz Ordonneau, die Musik von Hugo Felix. y.
• • Stadttheater. Am Freitag findet eine einmalige Aufführung von Richard Heubergers reizender Operette „Der Opern ball" statt, die zum Repertoirestück dec meisten größeren Bühnen gehört und z. B. auch am Darmstädter Hof- theatec schon öfter gegeben wurde. — Am kommenden Sonntag wird auf vielseitigen Wunsch die „geschiedene Frau" statt „Madame Sherry" wiederholt. Die neue Fall'sche Operette hat solchen Anklang gefunden, daß Direktor Stein- gockter sich entschlossen hat, für die Saisoneröffnung im Ems neue Dispositionen zu treffen, nm hier das beliebte Werk als Abschiedsvorstellung des Emser KurtheaterS noch einmal geben zu können. Besonderen Reiz wird diese Vorstellung durch ein eingefügtes Gastspiel des Ballets Cortini erhalten.
•• Kirchenkonzert, lieber die Kantate „M ein Freund ist inet n" von G. Boehm, die der Kirchengesangverein am nächsten Dienstag in der Stadtktrcke zur Auffüt^rng bringen wird, schreibt der Herausgeber Richard Buchmayer: „Bon allen aus der Zeil vor Bach herrührenden Ehorkantaten, die ich kennen gelernt habe, icheint mir diese die bedeutendste zu sein. Aus feinstem Formgesühl hervorgegangen, großartig im Ausbau der Ehöre, originell in der Erfindung, voll von tieiemviundenein Ausdruck in allen Teilen, hinterläßt sie den Eindruck eines echten Meisterwerkes. Eingerahmt ist sie durch zwei Chöre, die dem Ganzen insofern eine besondere Symmetrie verleihen, als der Schlußchor die Motive des Anfangs- chores in anderer Rechenfolge wieder ausnimmt. Zwischen den Chören stehen, durch ein und dasselbe, mehrfach wiederholte Orchesterritornell getrennt, vier kleine Arien, von denen die erste und die letzte ebenialls durch ganz gleiche Anlage korrespondieren." So dürfen wir G. Boehm als einen der bedeutendsten unter den unmittelbaren Vorgängern des großen I. S. Bach ansehen. R. Biichmayer hat durch langjährige Nachforschungen auch tue Beziehungen Boelnns zu der Bachhchen Familie sestgestellt.
** Ueberrcicbung der Gesellenbriefe. Am Sonntag, 22. Mai, sand im Gewerbehause die feierliche lieber - ceickung der Gesellenbriefe durch den Prüfungsausschuß des Orts- gcwerbevereins an die Prüflinge statt. Auf Einladung hatten >ich Kommerzienrat Heichelheim für die Handelskammer, Syndikus Engelbach für die Handwerkskammer, Kommerzienrat Heyligen- staedt für die Großh. Zentralstelle und den Ortsgewerbeverein, sowie eine Anzahl Prüfungsmeister zu dieser Feier eingefimden. Previnzialdireltor Dr. Usinger, Gewerberat Falk und Oberbürgermeister Mecum ivaren durch auderweitige Inanspruchnahme ver- mndert und wünschten der Feier einen guten Verlaus. Nachdem der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber, Oie Gäste begrüßt und iür ihre ireundliche Teilnahme gedankt batte, schilderte er die Ergebnisse der Prüfung und kam zum Schluß auf den Hinweis, daß von den jungen Handwerkern neben ihrer praktischen Ausbildung auch den handwerklich-theoretischen Kenntnissen mehr Pflege zuteil werden müßte, wenn die deutsche Arbeit auch fürderhin ihren Stand an der Sonne behaupten und Lohn und Brot für die Beteiligten schaffen wolle. Er sprach nunmehr unter Worten eindringlicher Ermahnungen an die jungen Handwerker, diese zu gesetzlich geprüften Gesellen. Hierauf sprachen Syndikus Engelbach, Kommerzienrat Heichelheim, Kommerzienrat H e y l i g e n st a e d t und der Altmeister Weißbinder- meister L. Petri II. beherzigende und ermahnende Worte an die Junggesellen; sie sollten nickt aufhören weiter zu lernen, damit sie dem Handwerk u.nd sich selbst Ehre machten. Der Junggeselle Friedrich Bellos sprach hierauf namens seiner Kollegen allen Herren den Dank für ihre Mühewaltungen mit der Versickerung aus, daß alle tüchtige Handwerker werden wollten. Hierauf wurde die in recht übersichtlicher Weise angcorbnete Ausstellung der Gesellenstucke besichtigt und dabei manches Lob zum Ausbrrik gebracht. Von den 108 Prüflingen haben 101 die Prüfung bestanden.
Die Gewinnliste der preußischen Klassen- lotterie ist ausgeblieben und wird morgen veröffentlicht.
• • Wer ist b te Landsmännin? Ein Dienstmädchen aus Schlesien reiste am 19. l. Mts. hier zu, um sich eine Stelle zu suchen. Es traf eine Landsmännin, die ihc Obdach gab. Am anderen Morgen entfernte sich das Mädchen, fand auch bald Stellung, jedoch kann es weder den Namen noch die Wohnung der Landsmännin angeben und kann somit nicht in den Besitz seines Koffers gelangen, den es bei der Frau in dec Wohnung stehen ließ. Hoffentlich meldet sich auf diese Zeilen hin die Frau, damit das Mädchen zu seinem Eigentum kommt.
” Sie Maul- und Klauenseuche ist ausge- brochen in Goldenau (Regierungsbezirk Allenstein) am 20. Mai.
• • In Amerika verstorbene Hessen. Witwe Elisabetha Decken bach, 71 Jahre alt, aus Mittelseemen, in Pittsburg; Louis Bcethaner, 83 Jahre alt, aus Ober- hcffen, in Washington; Christian Hch. Bau, 51 Jahre alt, in Baltimore; Peter Hellermann, 61 Jahre alt, aus dem Odemvald, in Columbus.
-in. Langgöns, 25. Mai. Bei den Quellfassungsarbeiten ist nran hier nahe am Pfahlgraben auf einen gemauerten 7 Meter im Durchmesser messenden Brunnen gestoßen. Es ist aw- zunehmen, daß er von den Römern angelegt worden ist, ba auch nahe habet bnrd) Hofcat Kohler ein größeres Wachthaus festgestellt worben war, und noch etwas weiter, am Holzheimer 113fab sich die lleberrefte einer größeren Besestigungsanlage beflnben.
O Weickartshain, 24. Mai. Auch in diesem Sommer werben in unseren Wäldern inic im Vorjahre mehrere Waggons Tollkirschen (Belladonna Atropa), die hier massenhaft Vorkommen, gesammelt und an die (Frankfurter Apotheker verkauft werden.
0 Rebgeshain, 24. Mai. Die Heimindustrie im westlichen Vogelsberg, von deren günstiger Entwicklung kürzlich berichtet wurde, hat sich in den letzten Jahren, wie in anderen Gegenden des deutschen Mittelgebirges mit Holzindustrie, immer mehr spezialisiert. So werden neuerdings in unserem Orte nur noch Rechen hergestellt. In Helpershain verfertigt man ausschließlich Schindeln, die in der Umgebung als Hausbekleidnugs- mittel Verwendung finden. Köddingen dagegen versieht weit und breit mit den bekannten hölzernen Tisch- besteckeu, vornehmlich mit Löffeln. In vielen Vogelsberger Haushaltungen hat der metallene Löffel noch keinen Einzug gehalten. Selbst als Suppenlöffel ist vielerorts noch die aus Holz geschnitzte Köddinger Ware im Gebrauch.
-ch. Ranstadt, 24. Mai. "Der hiesige Kriegerverein feierte am vergangenen Sonntag im Saale zur Eisenbahn sein 25jährigcs Bestehen. Von einer größeren Feier hatte man wegen der durch den Kassettkrach in Ober-Mockstadt hier herrschenden gedrückten Stimmung Abstand genommen.
x Bad-Nauheim, 24. Mai. Wie in den beiden Vorjahren ließ die hiesige Blumenschmuck-Kommission, die seit drei Jahren besteht, wieder mehrere hundert Topfpflanzen an die Schüler der oberen Klassen der Stadtschule und der Ernst-Ludwig-Schule verteilen. Die Pflanzen sollen während der Sommermonate von den Kindern gepflegt werden; die schönsten und bestentwickelsten Blumen werden dann im Herbst mit Prämien bedacht, was durch die Unterstützung, die der Kur- und Verschönerungs- ü er ein, der Saat und die Firma Siesmayer der Blumenschmuckkommission gewahren, ermöglicht ist. Die heute zur Verteilung gelangten jungen Blumenstöcke (Betunicn) sind von der staatlichen Gärtnerei kostenlos zur Verfügung gestellt worden. In jeder in Betracht kommenden Klaffe beider Schulen befindet sich ein Plakat, daS allgemeine Angaben über erfolgreiche Pflege von Zimmerpflanzen enthält und den Kindern neben den Belehrungen des Lehrers praktische Ratschläge gibt. — Der Friedberger Musik- v er ein, dem auch hier zahlreiche Mitglieder angehören, wird am kommenden Samstag Haydns „Jahreszeiten" im neuen Konzerthaus airfführen.
-ch. Dauernheim, 24. Mai. An die im vergangenen Jahre kurz vor Weihnachten fertiggestellten Wasserleitung, bereit Erbauung etwa 26 000 Mart kostete, wirb jetzt nock ein Pumpwerk angebaut. Zurzeit wirb bie Leitung bind) natürlichen Druck betrieben.
rm. Darmstadt, 24. Mai. Auf dem landw. Besitz des I. Lautz Ve und dessen Schwiegersohnes L. Eidmann
üt Gr.-Umftadt wurde am vergangenen Samstag durch Lautz der Knecht und Schweizer Mar B r eh er aus Lenden- berg in Unterfrankcn eittlassen. Darüber in Wuth gebracht, drang er mit einem anderen daselbst im Dienst befindlichen Knecht am Montag abend gegen 10 Uhr in die Wohnung der Leute ein, um für die Entlassung Rache zu üben. Sie fyittcn auch schon den alten Laich, sowie den zur Hülfe herbcigeeiltcii Sohn des Eidmann, der ebenfalls Ludwig Eidmann heißt und 22 Jahre alt ist, zu Boden gerissen und durch Hiebe verletzt, als der junge Eidmann sich aufraffte und feinen Revolver holte, mit dem er nach den beiden schoß. Ec traf nun den Brehcr so unglücklich, daß er zusaminenstürzte und nach seiner Aufnahme in das Hospital heute früh 5 Uhr starb. Der Schütze hak jedenfalls in berechtigter Notwehr gehandelt, da die beiden Knechte sich erst Mut angetrunken litten und man nicht wissen konnte, welchen Ausgang ihre rohe Tat nehmen foMitte.
w. Wiesbaden, 24. Mai. (Privattelegramm.) Der Kütscher Anton Bis ch o f, der am Sonntag auf einer Tanzmusik in Bierstadt zwei Messerstiche in den Unterleib erhielt, ist heute Mittag gestorben. Der Täter will aus Notwehr gehandelt haben.
Spovt.
= Radfahren. Am Sonntag fand die vom Gau Nr. 9a Sieg-Lahn des Deutschen Radfahrer-Bundes veranstaltete Preisfahrt über 50 Km. statt. Tie Strecke führte von Cölbe bis Biedenkopf und zurück. Auch der Rad Klub „Germania", Gießen, hatte hier wieder durch verschiedene seiner Mitglieder glänzende Erfolge zu verzeichnen. In Abteilung Junioren erhielt Fritz Linker den 2. Preis mit 1 Std. 38 Mim In der Abteilung für Senioren I wurde Karl Muhl erster mit 1 Std. 51 Min. und errang somit die goldene Gaumedaille. Zweiter wurde Rudolf R ö d i g e r in 2 Std. 4 Min.
GericbtsscraL.
Leipzig, 24. Mai. Das Reichsgericht verwarf die Berufung des Redakteurs P l e i ß n e r , her wegen versuchter Nötigung des Theaterdirektors Anton Hartmann nnd wegen Beleidigung des Kapellmeisters Wolff am 18. Februar front Landgericht Leipzig zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis! verurteilt worden war.
Berlin, 24. Mai. In dem Prozeß wegen der Wechsel deS Prinzen B r a g a n z a ist heute das Urteil gesprochen worden. Ter Angeklagte Clarke wurde zu zwei Jahrett Gefängnis frer- nrteilt, die übrigen Angeklagten wurden freigesprocken.
rfiärtte?-
fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 35. Mai. Ausgetriebeu waren 1384 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgew. 00.00-00 IW., Schlachtgewicht 00-00 TIE. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00 — 00 Mk. Vollfleischige Schweine über 21/» Zentner Lebendgewicht 53.00—55 Mk., Schlachtgewicht 66.50 — 69 'DIE. Fett- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 53.50—55.<>0 Pik., Schlachtgew. 68- 7ü Pik. Fleischige Schweine Lebendgewicht 53.00—55.00 Mk., Schlachtgewicht 67—69 TIE. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewicht 0:>—00 Mk. Geschäft langsam, Llcberftanb erheblich.
Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die Wetterlage weist sortgesetst iventg Aenderung auf. Unter dem Einfluß eines großen, über den britischen Inseln lagernden Hochdruckgebietes haben wir trockenes, am Tage warmes, nachtS kühles Wetter. Die Nordwinde sind etivas schwächer geworben. Ta das Nordwesthoch langsam ostwärts oorrückt, wird bei nur vorübergehend wolkigem Himmel morgen etivas wärmere Witterung eintreten.
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 26 Mai 1910: Nur vorübergehend etwas wolkig, am Tage wärmer als heute, trocken.
Homburg o.d.H., 25. Mai. Die städtischen Körper
schaften beschlossen, zum Gedächtnis an König Eduard in der englischen Kirche eine Relief täfel mit dem Relief des Königs anzubringen.
Wildpark, 25. Mai. Der Kaiser ist heute vormittag 7 Uhr hier eingetroffen und hak sich in das Neue Palais begeben.
Berlin, 25. Mai. Zum Präsidenten der Berliner Akademie der Künste als Nachfolger von Professor Artur Kampf ist der Geheime Baurat Professor Karl v. Groß- heim gewählt worden. Die Wahl bedarf noch der Bestätigung des Kaisers. Graßheim steht im 69. Lebensjahre.
Denket an die Zukunft Eurer Kinder!
Schulkinder benötigen viel Energie und daher eine kräftige Nahrung. Ein Butterbrot zum Frühstück genügt nicht. Quaker Oats dagegen gibt ihnen die erforderliche Kraft. Versuchet das auf jedem Paket aufgedruckte Rezept:
„Für den Frühstückstisch“.
Wer untrem Flieder träumen null, §£65 uiag sich vorseben! So ein Jrüblingsabend ist mitunter recht gefährlich, und manche Krankheit ist auf eine Erkältung zurückzusiltwen, die man sich da geholt hat. Dagegen ist aber geschützt, wer Fays echte Sodener Mineral-Pastillen anmendei, wenn auch nur die Tlöglidifcit einer Erkaltung gegeben ist. Sie sind ja so bemicni au gebrauchen, wirken so sicher und tadellos, daß man sie nicht nur in akuten Fällen, sondern vor allem vorbeugend au jeder Jahreszeit gebrauchen muh. Fans echte Sodener kosten nur 85 Psg. die Schachtel.
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