Ausgabe 
25.1.1910 Erstes Blatt
 
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;t6 der Gewerbe- refähigungsm^ Mbtvcrlci Leh» ürunß beiidiiben >c da-- fragliche is durch die Ke» weiter verlieben | t ist, das; nun« k lue-ivcis darüber ! darf. 2ls Aua- [ jener gesetzlicher igebehorde auä- l twibroerter zum i jall» aber Leh» ! ii, der weder den j jen Ausweis be- le, da eine solche Lehrlinge weder I ablegen diirsen. erwerben, felbft tbroerlciAammer nMdcs Innern, !| zewandt, oic zur I andwerk erlernen J feil, daß die Äc­ht ohne weilere-Z |id) die künftigen der vergewissern ie Äefugnia zm [trag nmrbc durch ichulÜMmissionen hingemUjcn, bag : wesenllrch gun" iieljfii, umsomehr, eRlim geregelt ist. burtstag. Ain Posljchalter nur m öffnet, auch findet keine Palet- und von 1-8 nach- ,^2as yaupl- chlossen.

ifercr Straßenbahn ' auf Sonntag >n ^mLurschensch^' Die vier zur Len Fahrten, wofür

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Befaß* Trarij io hp

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Gießen, den 24. Januar 1910.

Auch Damen willkommen.

Freie DiHkufsiorr.

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Frautfurt a. M., 25. Jan. Heu- und ^trohmarkt Nichts ungefähren.

Mmthtycr ivenerventi}t.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gicstcn.

Allgeinetne Wetterlage feit'.Nonlag früh: Dtc ttllenfive, gesterli bei Schottland lagernde Zyklone ist in füdöslltcher Richttmg zur Rheiltnrnndnng gezogen und hat überall starke Schneefälle und Stnrnr gebracht. Jin Gebirge (Vogelsberg. Taunus)fliegt der Schnee stellenweise 2 Meter hoch. Da der Wirbel tu jttdöstlicher Bahn über Mttteldeulschland zteht, koiuinen wir bald in den Be­reich der kalten Nückseiteinvinde und erhallen ttetterdings Frost, so daß zrtrzeit Hochwassergefahr nicht inehr besteht.

Wetleranssichten in Hessen tun ll'littwoch dem 26. Januar 1910: Starke Schneefälle und starke nach l'iordwesten drehende Winde; neuerdings Frosteintritt in den Ebcneit.

S ch n e e b e r i ch t e: Hoherodskopi Z Grad Kälte, Schtteeflurnt und starke Schneeverwehungen, 55 cm Schneehöhe.

Feldberg i. T. 4 Grad Kälte, 100 cm Schnee, sielleluvelse 2 w.

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bc3 Vereins. Während den Pausen konzertierte die Kapelle dcS Herrn Horn. _ i

Lum da, 24. Ian. TaS Bezirksfest des KrtegcrvcrcinsbezirkS Grünberg findet laut Be- > schluß deS Bezirkstags in unserem Dorfe statt. Gestern 1 hielt der hiesige Kriegerverein bei Gastwirt Schulteist eine j stark besuchte Versammlung ab, an der auch der Bezirks- Vorsteher Ranft aus Grün berg teilnahm. Im Beisein des < Bczirksvorsitzendcn töiirbc der Festplatz eingeschen und be- > stimmt und das Fest auf den 11., 12. und 13. Juni fest- , gelegt. An die Verhandlungen schloß sich ein Vortrag des - Lehrers L. Keil-Klein-Linden über »Die deutschen Kolonien". ; Jnteresiant waren besonders die Bilder über den Krieg, sowie ' über Land und Leute in den afrikanischen Kolonien.

X Ni cd er-Bessingen, 24. Jan. Einen Nwhl- gelungcnen Volksunterhaltungsabend dcranstal- : tetc gestern abend tut Saale des Gasthauses zumLöwen" unser Lehrer Graulich mit seinen Schülern. Die Ver- anstxiltung, die sich eines feljr starten Zuspruchs erfreute, galt zugleich als Äaisergeburtstagsfeier. Die ansprechende Weih- nachtsauffführungKnecht Ruprecht" fand ebenso wie die -Tcklamationen der Kinder lebhaften Beifall. Die Chöre der Schüler und ihre Vorträge gaben Zeugnis dafür, daß man auch mit einer einklassigen Schule vieles bieten kann. Das Kindertheater brachteLieb Vaterland magst ruhig sein" zur Aufführung. Prächtig sah es aus, als die Schuljungen als schmucke Soldaten erschienen und mit ihren Säbeln einen flotten Reigen vorsrchrten. Da die Bewohner kleiner £rte höchst selten etwas derartiges zu sehen bekommen, so ist die Arbeit des Lehrers im Sinne der Heimatpflege und Voltsunterhaltung doppelt dankenswert.

Linden stritt h, 24. Jan. Der Gesangverein ,Germania" feiert am 10. und 11.Juli das 3. Bundes­fest des Sängerbundes .Chattia^, verbunden mit Fahnenweihe. Die Lieferung der Fahne wurde der Fahnen- fabrik Hisgen in Ltch übertragen.

)( Grünberg, 24. Ian. Das Bahn pro j ekt Grün­bergMückeUlrichstein beschäftigte vorige Woche den Stadtvorftand. Es war ein Schreiben vom geschäfiöführen- den Ausschuß des Bahnkomitees MückeUlrichstein cin- getroffen, das die von der Firma Lenz ll Co. geplante Weitersührung der Linie ButzbachLichGrünberg behan­delte und von der Stadt außer der Geländestellung zu den Mehrkosten in sööhe von 325 000 Mk. noch 130 000 Mk. forderte. Die Mehrkosten beansprucht der früher nicht be­absichtigte Teil MückeLehnheimGrünberg. Das erste Projekt sah nämlich die Einmündung in Atücke vor, jetzt aber will man die neue Strecke bis Grünberg führen. Der Stadtvorstand von Grünberg bezeichnet zwar die Er­schließung des Vogelsbergs und die direkte Verbindung mit Grünberg als sehr wünschenswert, lehnt aber die Mehr­losten von 130 000 Mk. ab mit Rücksicht auf die wenig günstigen Finanzverhältmisse der .^tabt

0 Laubach, 24. Jan. Geh. Baurat Prof. Walbe von der Technischen Hochschule in Darmstadt hielt auf Ver­anlassung dcS hiesigen Vortragsvereins gestern im Solmser Hof den zweiten Vortrag, der die Fortsetzung des vom 12. Dezember v. I. bildete über den protestantischen Zlirchenbau in Oberhessen, den er durch gute Licht­bilder unterstützte. Der Redner führte aus, man habe nicht viel auf daL Aeußere des ZGrchenbaues gegeben, mit Aus- nahrne der bebeutenöen Turmaufsätze, wie des vierfachen in 'Äainbach, der drei Nebentürme in Wohnbach, umsomehr den inneren AuSban im Auge gehabt, rote die Ausgestaltung der Emporen, der Holzbänle und Stuckdecken und der Anbringung von Aialereien" der Heiligenbilder, meist von Dorfmaleru allsgeführt und doch eigenartig wirkend, sich zugewandt. Auch Beispiele aus unserer Umgebung, wie von Rupperts­burg, von Freienseen, und von Wetterfeld wurden in schöner Abbildung gezeigt. 'Die zahlreichen Versammelten folgten den Ausführungen mit großem Jnteresie.

-^Butzbach, 24. Jan. Am nächsten Freitag findet hier die Beigeordnetenwahl statt. Als Kandidaten konimen bis jetzt in Frage der seitherige Beigeordnete, Gerber- meister Karl Flach III. und Kaufmann Friedrich Jakob Heyd.

L. Bad Nauheim, 24. Jan. Heute wurde unfere Rodelbahn am Johannisberg eröffnet, zu der sich zahl­reiche Rodler aus der ganzen Umgebung eingefunden hatten. Der Rodlerklub hat gegen voriges Jahr für manche Ver- befferung der Bahn gesorgt, wodurch Unglückfällen nach Mög­lichkeit vorgebeugt ist.

Ib. Friedberg, 24. Jan. Von den Mitte Januar abgegangenen Abiturienten deS Lehrerseminars hat ein Teil schon Verwendung im Schuldienst gefunden.

fc Friedberg, 24. Jan. Tas Gauturnsest des

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Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr.

Vereinszimmer: Kaiserhof, Sonnenstraßc, 1. Stock, Eingang durch beit Hof. bh7

Kleine Tageschronit.

Eine Spür dos verschollenen BaJ'lonsS hörn' Sach, sischen ÄtftschiMrvercin, der aut 19. Tczeurber in Dresden mit bem Leutnant Richter an Bord aufsticg und seitdem vermrs't wird, soll in Mmvegeit gestmtu'n worden sein. "Auf Veramaisung der deutschen Gesandtschaft in Ehristiania find pvci Schiläufer auv Untersnchuna ins Gebirc, gejaubt morden.

Ter mntliche Bericht gibt die Za Ist der bh bem E t s < n b a h n - unglüd bei Sudburp aus der Eanadian PacifioEiscnbodn Getöteten mit 31 und die b:.v Verletzirn mit 42 an, während in Mirklicisteit 70 Metrschenleben va beklagen stnn füllen. Tie Ret. mngsarbesten wurden durch festigen SchneesMrm sehr behmdert.

tf©aitc§ Sßetterau* findet dieses Jahr am 10. Juli hier statt, die Gauturnfahrt in Leihgestern.

N. sDl a. inz, 24. Ian. Wie sich nunmehr heransgesteUt Hut, sind sogar die Edelsteine ans der Monstranz von St. «Stephan g eftohlen und durch wertlose Imi­tationen ersetzt nwrbcn. Außerdem sind alte, wert­volle Spitzen von den Gewändern und Decken veräußert und Becher, Leuchter und sonstige Dinge entwendet worven. Nun fragt nun sich mit Recht, ob wohl auch Stücke der Reliquiensammlung verkauft wurden. Andererseits zeigt der Fall Vicking, wie wenig ratsam es ist, der Ehrlichkeit ein­zelner Unterbeamten so kostbare Stücke zur Verwahrung zu überlassen. Wo wäre wohl fetzt jener Weihwasserkessel, der aus der Äärolingerzeit stammen sott, zu su.chen, wenn nicht zufällig ein Kölner Domherr ihn als Eigentum von St. Stephan erkannt hätte. Dieser wäre fort und noch manch anderes Stück würde wohl denselben Weg gehen. Bei den Nachforschungen hat sich herausgestellt, daß der frühere Kirchendiener auch einen Meßkelch, Leuchter, teure Spitzen uub andere Sachen verkauft hat.

)( Marburg, 24. Jan. Eiii durch sein Antt weit bekannt gewordener Mann, der frühere langjährcge Uni- versitätsjekretar Friedrich König, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Hier ereigneten sich gestern ver- chiedene Rodelunfälle. Drei Verunglückte wurden in die K'inik gebracht.

Za Trier, 24. Jan. Ein Schul streik beidjäftigte die hiesige Straffammer als Berusungsmstanä. In dem Oertcheu Schlausenbach in der Eifel ixttten 12 Einwohner im letzten Früh- lafjr bütterentanher je 7 Strafinandate erhalten, weil sie ihre Kinder hont Schulbesuch ferngeha 1 ten hatten. Da die betrotpeiten Einipruch erhoben hatten, gelangte die Angeügcm beit vor th.m Schösfengericht in Prüm zur Verhandlung, in der folgendes sestgesteflt wurde: .Im Frühjahr 1009 verfügte die Regierung die Umschulung der Äuibcr ran Schlausenbach nach Auw, da die Sdstmrscnbacknw Lclfttecstelle nickst besetzt werden konnte. Tie Schulvätcr erklärten aber, die Regierung habe kein Recht zu emer solchen Umschulung und weigerten sich, ihre minder nach Auw in die Schute zu schirren, zumal der Weg nach Anw von den Sinfcmt nicht ohne Sri üdigmkg der Gesundheit zurückg.stegt wer­den töniK. Tac' Schöffengericht nahm eine Besichtigung des Weges ron Schlausenbach nach Auw vor und konstatierte, daß dieser Weg bei schlechtem Wetter sich direkt in eine Pfütze umwandele. Ohne Gesundhritsschädigung sei cs ben Übibcru nicht möglich, dm Weg, yi dem man euic Stunde Zeit benötige, mehrmals in der Wocke zurückzulrgen. Der (S'üüvanb der Sckzulväter, die Regierung sei nickst berechtigt gewesen, die Nmschubing vorzmrchmeu, nmrbe für nidt stick,hattig crliari, trotzdem aber angesichts der Orts- verhallniise auf Freisprechung erkannt. Ausschwggebeird war dabei ein Sachverständigcn Gntackten eines praktischen Arztes, der er­klärte, ein Tritte! der Aiitbcr sei nicht imstande, dan Sckmttveg auch nur einmal zu machen; das zweite Drittel könne wohl ben Hinweg, nicht aber ben Rückweg znrücklegen: nur dem letzten Drittel kömre man zumutcn, beai Weg zwei- bis dreimal in der Woche zu machen. An alle Kinder die Anfordewmg zu stellen, täglich zweimal ben Weg zu macken, würde eine schwere Gefilirdheits- schädigung bebeuten. (i^egeu diches Urteil hat die Regierung Be- nfiung eingelegt, in der noch einige Sachberstäubiqc_gehört wur- ocn. Medizinalrat Tr. Schlecht erklärte, daß der Schulweg von den Kinderit ohne Gefahr für ihre Gesundheit zurückgelegt werden könne, sofern sie nur den richtigen Schtaf hätten und nicht untere ernährt seien. Kreisarzt Tr. Altendorf hielt die. Zurücttegnng des Weges ebenfalls für gefahrlos, allcrdmgs nur bei gutem Wetter. Der Gerichtshof verurteilte die ^djulüäter zu je 1 Mark' Geldsttafc. In dem Urteil nmrbe ausgesprochen, daß sie sich nrcht allgemein, sondern nur bei besonders schwierigen WckterilngS^ verhältnisscn hätten weigern dürfen, die Küider zrcr Sck)nle zu ichicken.

OrsgSnaL-DrahtaarelSuargcn.

Die Wahlen in England.

London, 24. Jan. Bis IO1/, Uhr abends lagen folgende Wahlergebnisse vor: 220 Unionisten, 200 Liberale, 34 Mitglieder der Arbeiterpartei und 69 Nationalisten. Die Unionisten gewannen bisher 202, die Liberalen 13 und die Arbeiterpartei einen Sitz.

London, 24. Jan. Schatz tanz Irr Llvhd George wurde tu Carnarvon mit 2183 Summen wiedergclvähU Ter konservative Gegenkandidat Vincent erhielt 210.5 Stim­men; 1906 betrug die Majorität Lloyd Georges 1334, Stimmen. '

Vermiete»»

Tie Gattin des dcrzeitiipnr dänischen Ministerpräsidenten ist Äämnrerstenvgraphin. Sie übt ihren Beruf auch jetzt weiter aus. Tast sie dces tun dürfe, war eine der Bedingungen, unter denen ihr Gatte die Regierung übernahm. TpsHaniburger F-remdenblatt" reimt darauf:

Bisher war Stenvgrnphin ich. lind bleib' dies unabänderlich. Auch ferner als Ministerfrau, Stenographiere ganz genau. Was man in uns'rein Reichstag sagt. Auch was dem Gatterr nickt behagt!"

* Durch einen Champagnerkorken e i n^A ugc verloren. Ein eigenartiger Unfall hat sich dieser Tage in einem öotet in Rom ereignet Mehrere Gäste saßen noch spät nachts zusammen, und man beschloß, das Besiammen.scm mit einigen Flaschen Seit zu beenden. Da alle Kellner bereits schlafen gegangen waren, erklärte sick der mit den Gästen zusammen- sitzende Sohn des Hoteliers bereit, den Wein aus bem Keller zu holen. Als er eine Flasche offnen wollte, flog ihm deren Pfropfen so unglücklich gegen sein Puwenez, daß dies in Trümmer autg und die Scherben dem jungen Mann in die Augen drangen. In der Klinik niufctc ein Auge herausgenommen werden, das andere hofft man zu retten. , ...

* Wink. Unteroffizier:Piefke, was ist denn Ihr Batrn? Rekrut:Wurstfabrilant l" Unteroffizier:D'rum eben läuft mir bei Ihrem Anblick immer so das Wasser im Munde zu­sammen!"

Paris, 25. Jan. In Amiens drangen unbefannte' Leute in eine Schule ein, zerstörten. Sachen der Lehrerin und namentlich eine Anzahl Bücher, die zu den von den Bischöfen verbotenen Lehrbüchern gehören. i

Wer Kraft und Stärkung bedarf der lese bicicu Bries. Stuttgart, !'. 3uni 1909. Teile Ihnen hierdurch gerne mit, daß ich leit 6 Wochen 3 Paketetöunon" als Aräftiauligsmittcl verbraucht habe. Schon nad) sehr kurzem Gc brauch desselben fühlte ich mich wohler als früher. Mein Atomcr- gewicht ninunt von Tag zu Tag .zu, was sehr wohl auf den erheb' Ltd) aeiteigcrteu Appetit, den ich besitze, icübcnt ichBlason' trintt. zurückzusichreu ist und auch schwere Arbeiten tann iqi letzt ohne vc 'sondere Anstrengung oerrichten, während dies mir vorher, sehr sdiwer fiel. Fch tann daher Ihr gattz vorzügliches Bravarat lebcr- manrt mit beitem Gewissen empfehlen. Hochachtungsvoll! ^ophte Ebel, Gerberstrahe 5b n. Unterschrift begtaubigt: Dr. SLugutt Daur. 'Notar Btvson ist das beste und btlhsitcÄraUigmt6dmttteL Palet 3 M. in Avothctcn, Drogerien. 9Uan frage seinen Arzt. .