die
Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen
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Es
chrctftafcn e r1 Grund: vcr
Der 73jöbriac Landwirt Stessen in 511 ein ich 0 fc feine Wirtschafterin und dann sich selbst:
Der Allenfteiner Mordprozeh.
< H. Illenstein, 23. Juni 1910.
In der heutigen Nacht hatte die Angeklagte wieder einen schweren K r a m p i a n s a l l, so das; die Aerzte geholt werden mußten. Unter Ausschluß der Oesfentlrchkeit, auch für die Presse, wird zunächst der Waldwärter M a t e n i a vernommen, der eine Szene zwischen Frau v. Schönebeck und einer hochgestellten Per» sünlichkeit im Jagdschlösse des Majors beobachtet haben will. Ter Zeuge nennt den Namen der Persönlichkeit, seine Bekundungen decken sich aber nicht ganz mit dem Beweisthema. Der Gerichtshof beschließt, den betreffenden Herrn nicht zu laden.
Auch Fräulein Neugebauer, die sich als Gesellschafterin bezeichnet, wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vernommen, säte bekundet, daß sie focrrit v. Göben m Hannover kennen gelernt und ein Verhältnis mit ihm unterhalten habe, das perveser Natur war. Im übrigen habe Herr v. Göben sie immer als Dame behandelt und sich über wissenschaftliche Fragen mit ihr unterhalten. Die Staatsanwaltschaft und der Vorsitze n d c stellen verschiedene Fragen an die Zeugin, um sich zu überführen, ob die Zeugin Herrn v. Göben wirklich genau kannte.
Nach einer kurzen Pause wird die Oeffentlichkeit wieder her- gestellt und Postassistent Bogt '.Reicheirbach) vernommen, der früher Wachtmeister iit der Eskadron des Herrn v. Schönebeck war. Als dieser von Bernstadt nach Allenstein versetzt wurde, hat der Zeuge seine Kapitulation gelöst und ist dem Offizier nach Allenstein gefolgt. Herr v. Schönebeck war, so gibt der Zeuge an, ein Mann, der seine Unterossiziere und Mannschaften zu selbständig handelnden Persönlichkeiten erziehen wollte. Er sorgte auch für
Leiche wurde von Frankfurter Kriininalpvtizisten nach dem Bertillonschcn System gemessen und photographiert. Der Presse sollen Photographien zugänglich gemacht werden, da man auf diese Weise Imv’i, Näheres über die Personalieii zu erhalten. Ter andere Verbrecher „Schmidt" hat nach der Aussage der Tochter des Hoteliers sehr gut gepflegte Hände und ein seines Auftreten.
Zur Untersuchung
haben sich noch mehrere Kriminalbeamte von auswärts eingefunden, da es als unzweifell)aft gilt, daß es sich um eine internationale Bande handelt. Ta kürzlich in Hamburg ein ähnlicher Anschlag verübt wurde, ist auch ein dortiger Kriminalbeamter hier eingetroffen. Tas Berliner Polizeipräsidium pal gestern einen höheren Beamten angemeldet, der dem Vernehmen nach, auf höheren Befehl seine Erkundungen vornehmen soll. Die '■Bomben, die das Aussehen und das Gewicht eines Kilo-- steines haben, sind noch nicht entladen worden, fonbent werden nach Frankfurt gebracht, wo sie genau untersucht werden sollen.
schmähte Liebe.
Die unweit Tosaszow in Runueb Polen gelegenen, oem Fürsten zu Hohenlohe Oelnnigcn gehörigen Güter und Waldungen wurden von einem hirdnbaren H agclwett e 1 hcimgcincht: öOOO Schafe und Lämmer, eine Menge Rehe, Hirsche und Halen lvurden l 01 ausgesundcn. Fünf Hirten wurden von Eisstüacn erschlagen. . „ , . ,
In Bakn wurde der Millionär Babalelv verhaltet, weil er große Mengen NapINa aus den Anlagen von anderen Geschäfts-- leuten gestohlen haben soll
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geistige Ausbildung der Untergebenen. Ucber das Ehelebcn der Angeklagten bekundet der Zeuge, daß es manchmal zu Zwistigkeiten gekommen fei. Ein Bursche hat ihm einmal erzählt, daß die Angeklagte sich mit einem fremden Offizier eingcschlosfen hätte. Er habe Herrn v. Schönebeck hiervon nichts gesagt, da er nichts Positives wußte. Der Zeuge stand zu Herrn v. Schönebeck in einem Vertrauensverhältnis und hat ihm später einmal Andeutungen über die Liebsd»astcn seiner Frau gemacht. Der Major habe erwidert: Beweise, Beweise, was soll ich sonst damit ansangen.
Gcsängnisinspektor R o l l m a n u war s. Zt. in Allenstein im Amte und macht Bekundungen über die Einlieferung der Angeklag
LustschlftahU.
Aldershot, 23. Juni. Codi) ist bei einem Flug mit einem von ihm selbst gebauten Flugapparat a b g e ft ü r z t. Er ivurde unter den Trümmern des Apparates b e >v u ß l l o s mit schweren Kopfverletzungen hervorgezogen.
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Aus der Zweiten Hessischen Kammer.
R.B. Darmstadt, 2-1. Juni. In der heule fortgesetzten Beratung über bic Gemeindesteuer Reform sprach zunächst $Cbg.j Brauer, der sich gegen die Ausführungen der Abg. ^chön berget uitb lllridi wandte Ulrichs Vorschläge könnten ans Gründlichkeit keinen Anspruch machen und seien vollkommen undurchführbar. Er besprach dann die Grundbestiininnugen des Gesetzes und ivandte sich zum Schluß lebhaft gegen die neuerliche Eingabe des Hanfabundes, in der die Steuerfreiheit der landwirtschaftlichen Dctononiicgebäubc belämvit wird. Geheimeral Tr. Becker wies an Hand zahlreicher Beispiele die Utwurchflihrbar- feit Der Hirt ch f d) e n Vorschläge nach und die Tatsache, bafy auch die Gemeiudebedürfnisfe in den letzten 20Zahren außerordentlick> gestiegen seien. In Mainz und Darmstadt batten sie sich verdoppelt, in WormS vervierfacht und Offenbach, gar verfünffacht. Zn zwanzig Jahren brauche man nicht, mehr nad) den südlichen Staaten zu gehen, um bankerotte ^tädta und bankerotte Steuerzahler zu finden. tHörl! Zustimmung.)' Die Beratungen dauern fort.
Lissabon, 24. Juni. Drei höhere Beamte der portugicftschcn B o d c n 1 r c d i t b a n l wurden wegen Unterschlagungen verhaftet Ein Dierter Beamter, der eben falls verhaftet werden sollte, verübte Selbstmord.
Smolensk, 23. Juni. In Gohaksk stehen drei Haupt- fkraßenzüge in Flammen. Infolge des heftigen Windes dehnt sich der Brand immer weiter aus.
(fkricbtsjaaL
E. B. T a r in ft a b-t, 23. Juni. Aus Anlaß eines von zwei ausgetretenen Tienstknechlen am 22. s-iai d. IS. verübten Hau s- f r i e d e u S b r n ch S und Mißhandlung war der eine davon, ein gewisser Breuer, von dem Landwirt Ludwig Eidmann von Gro s>- U m st a d t in berechtigter Notwehr erschossen ivordeu. Tcr andere, der 30 Jahre alte Theodor Hehr auS Bretlig, wurde heute von der Straskammer wegen Hausfriedensbruchs und Mißhandlung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Tie Verhandlung bestätigte, daß Eidwaun nur in Verteidigung handelte, als er von den beiden nicbctgertficn und mißhandelt wurde, auf dem Gesicht liegend, rückwärts die Schüsse abgab.
X. Hanau, 22. Juni. Vor dem Schwurgericht stand heute der 27 Jahre alle Kaufmann Seibert aus Wahlhausen, der in Fulda die 20 Jahre alte Tochter des Schlosiermeister» Nuppel kennen und lieben lernte. DaL gegenseitige Verhältnis war recht innig, doch brach das Mädchen später den Verkehr aus Wunsch der Eltern ab, Da eine Verschiedenheit der Konsessionen oorlag. Er war evangelisch und sie katholisch. Alle Versuche des jungen Mannes, daS Mädchen luicber an sich zu sesseln, blieben erfolglos, so daß er sich dazu verleiten ließ, am FastnachtsdienSlag aus offener Straße z ,v e i R e v o l v e r f ch ü s s e auf das M ädchen abzugeben, von denen der eine Schuß das Mädchen am rechten Arm verletzte. Die Geschworenen verneinten sämtliche Schuldsragen, so daß Freisprechung erfolgen mußte.
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ten tu der Shlvestemacht 1007. Die Frau hatte in der Unter suchungshaft verschiedene Anfälle.
Aehirliche Bekundungen macht der Gesängnisiiii'peltor D u s d) über die Einlieferung der Angeklagten in das Charlottenburger Untersuchungsgefängnis'.
Es werden dann die Niederschriften verlesen, die die Angeklagte ans Veranlassung des Verteidigers Rechtsanwalts Lalzmann in der Untersuchungshaft verfaßt hat. Es heißt in diesen: Ick) fühle, daß meine Gedanken und Sinne ansangen, sich allmählich zu verwirren. Id) will aber klar bleiben, um mich verteidigen zu löniien. DaS werde ich, wenn ich nod) imstande bin, Herrn v. Göben bei der Gegenüberstellung sagen: Sie haben mich ins Gefängnis gebracht, und zwar weil Sie darin die einzige Möglichkeit sahen, Ihre Schuld zu mindern, und die Sache so darzustellen, als wenn Sic in meiner Gewalt gewesen wären. Daß das Gegenteil der Fall war, wissen Sie. Sie fühlten, daß ich nicht die Energie hatte, eine Scheid-ing ourchzusetzen. Sie quälten und drängten mich, Ihnen alle Mißhandlungen meines Mannes genau zu erzählen. <sie lügen, wenn Sie sagen, ich hätte es freiwillig getan. Sie haben auf mich eine rufende Gewalt aus- geübt, Sie haben mich gefesselt durch das Geständnis Ihrer Reinheit. Sie wissen, daß in Ihnen der Gedanke des zeugenlosen Duells schon im September entstanden war, Sie sagten mir, das sei eine ehrliche Sache. Durch das Fensterschließen wollte ich jede Gefahr beseitigen glauben Sie, ich wäre sonst ruhig zu Bett gegangen? Daß ich Sie grenzenlos liebte, wissen Sie, und meine ^icbe ist fest geblieben bis zu dem Augenblick, wo mir nach langem Sträuben der Gedanke und die Gewißheit gekommen ist, daß Sie mich hinein- gezogen haben, um vor Ihrer Mutter, vor Ihren Freunden, vor der Welt als der Verführte, der vor Liebe Sinnlose dazustehen. Daß Sie meinen Mann nicht meuckstings niedergefchossen haben, davon bin ich überzeugt, aber daß Sie jetzt nicht den Mut haben, das, was Sie getan haben, auf sich zu nehmen, haiür verachte ich Sie aus tiefster Seele und meine Verachtung ist genau so tief, wie früher meine Liebe war. . v v. m L ,
Morgen vormittag 91/« Uhr wird die Verhandlung fortgesetzt.
Dao Liefern und Xfeocn von Linoleum sowie die Schreiner-, Schlosser- und Wcißdindcrarbcitcu zur Unterhaltung der Gebäude des Realgimmasiums und der Oberrealickiulc sollen
Freitag den 1. Fnli d. Jö., vormittags 10 Uhr, SffentliSr@bti3>«toÄ' und Bedingungen liegen aus unl-r-m .Hochbaiiami zur Einfichc offen. Angebote aut Iordrmck, der daselbst t erhältlich, sind bis zum genannten Termin dort emzuretchen. b /«
Z)cvanifcl?tcs.
* Ausschreitungen von Studenten. Ans München wird uns gemeldet: Vergangene Nack)t kamen 150 bis 200 Verbrudungs-studcnlcn in Farben mit der Eisenbahn von Groß-Heßlohe hier an. Während der Fal>rt benahmen sic sich höchst ungebührlich. Ein skud. ing. kletterteaufdicLoko motivc, machte sich am Stellhebel zu schaffen und setzte wiederholt die Tampfpfeife in Tätigkeit. Die Bahnbeantten hatten Mühe, den Zug ordnungsgemäß zu fahren. Im Münchener Hauptbahnhof, wo der stud. ing. durch einen Schutzmami ungehalten wurde, versuchten btc übrigen Studenten, feine Festnahme zu verhindern. Die Ruhe foiinic erst durch das Eintreffen mehrerer Schutzleute hergcstcllt werden, wobei eine größere Anzahl S t u d c n t c n zur Personalienfeststellung verhaftet ivnrben.
* Großfeuer in Berlin. In bcin Jakobshof, in dem sich etwa 40 Fabriklager und Geschäftsräume besinben, brach am Donnerstag mittag Großfeuer aus. Da an verschiedenen Stegen Einsturzgefahr besteht, würben alle oberen Stoawerke bes Hauptgebäudes unb sämtliche Stockwerke ber Quergebäude unb Seitenflügel geräumt. Tas Feuer soll eines ber größten Schaben feuer sein, bas Berlin je erlebt hat. Der herrschende Winb entfachte bic Flammen immer von neuem, so baß bic Löscharveiten, bic schon burch die große Hitze und durch ben Rauch bebcutend erschwert würben, nur sehr langsam von statten gingen. Eine große Anzahl ber in bem Gebäube beftnblichen Betriebe hatte beträchtlichen Schaben erlitten, insbesonbcre bic Gastschc Teppichfabrrk. Der Warcnschabcn beläuft sich auf nahezu i/2 Million Mark. Die Feuerwehrmänner Lüttich und Hamm ann erkrankten sehr schwer und mußten ins Krankenhaus überführt iucrbcir
Äleinc Tageschronik.
-Das HochwasserbesLech richtet immer größeren Schaben an. Bei Hochzol wurden sechs ^Häuser weggespült: das große Elektrizitätswerk der Spinnerei Stadtbach ist schwer gefährdet.
Landwirtschaft.
? Vom oberen Vogelsberg, 23. Juni. Die He u- ernte hat diesmal früher begonnen als sonst. In jeder Hinsicht fällt die timte fehr zufriedenstellend ans unb es gibt volle Scheuern. T»e Preise sind indes bei Grasversleigerungen noch ziemlich hoch, was wohl der schlechten tivnle im verflossenen Jahre zuzu- chreibcn ist.
• ti i n c vorzügliche HeiternLe ist den Landwirten bc5 Kreises Gießen dieses Jahr beschiedew Uebcrall sieht man jetzt ans den Wiesengri'mbcn fleißige Mäher unb Heiimachermnen. Ta^ Wetter war ber Heuernte bis zum Mittwoch recht günstig unb viel würziges Heu ist ui bic Scheuern gesammelt worben. Güte unb Menge sinb vortrefflich. Die Menge übertrifft bie Heuernte in 19U9 um mehr als bas Doppelte. Obwohl bie Futterpreis erheblich gc- unfen sinb, zeigen doch die Hengras-Versteigerungen kemc sehr niebvigen Preise. Host'entlich werben infolge bet annehmbaren Futterpreife jetzt auch bic hohen Vieh- unb Fleifchpreife etwas niedriger. _________________
Universitäts-Nachrichten.
[] Marburg, 23. Juni. Dein Privatdozenlcn der philosophischen Fakultät Dr. Fries wurde der P r o s e s s o r t i t cl verliehen.
Es können eingestellt werden: B**/r
n. bei hiesigen Arbeitgebern: _ ,
1 Mafchincnfchrciner, 1 Mctallsormer, 1 jüngerer Sattler und Polsterer, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Backer, 1 Wagen- larficrer, 1 Fuhrkncchl, 1 Laufmadchcn, 3 Ticnstmädchcu, 1 Küchen' Mädchen, 1 jüng. HauSbursche.
Lebrlinge: 1 Glaser, 1 Spengler unb Installateur.
b. bei auswärtigen Arbeitgebern:
1 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Bäcker, 1 jüng. Spengler, 1 Huf- unb Wagcnschmied, 1 jung. Wagner, 1 Schreiner, 5 Sattler, 1 3icgeleiarbeiter, 2 landw. .ttncajte.
Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Wagner.
suchen Arbeit:
1 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 3 Anstreicher und Weißbinder, 1 Maschinist, 1 Metalldrehcr, 2 Maurer, 1 Schmied, 1 Müler, 3 Bauschlosser, 4 Hausburschcw 5 Arbeiter. 3 Fuhr knechte, 7 Putz' und Kauffrauen, 1 Lausmadcheu, 3 Waschfrauen, 2 KxantenpfteßcrinncH, 1 Buchhalter, 1 Handlungsgehilfe, ein Bureaugehitte, 1 Kassierer und Auvlauser.
Lehrlinge: 1 Mechaniker.
Krrscheuversteigernng.
Samstag den 25. ds. Mts., narbmittags 5 llbr. wird bic Kirfchenerntc von den Bäumen auf dem Trieb in verschiedenen Kofcn meistbietend versteigert.
Zusammenkunft aut der Kmser-Allee bet der Wtrtschast „Zur Germania". __
Tie Erhebung des Oktrois und der Schlacht u. Fleischbeschau gebübreu betreffend.
Dom 1. Juli 1910 ab anbei die Erhebung:
1. des Oktrois von cingefichrten ofttoipfhdjtigcn Gegenständen nur noch am Selterstor. tu;
2. der Schlacht- u. Jlciichbeichaugcbubrcn sowie der fontttgeu Einnahmen des Schlachlhofes nur noch nn Vcrwaltuugs gebäudc des SchlachtbofcS statt. v“ /«
Die Schulgelder für das Realgpmnanum und die Cbcrrcat schule, die höhere und erweiterte ^lädchenfchitle und die Vorschule des Gymnasiums für das 1. Vierteljahr 1910 Ri. können tn ben nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. ti /»
Nachstehende Arbeiten fallen Mittwoch den 29. ds. Mts. auf unserem Tiesbauamt vergeben werden:
vormittags 10 Ubr die Pflasterarbelten für die Herstellung eines beieitigten Bürgerfleiges in der Nodhelmer Straße von der fÄSiuter- .Md »6p6aUarbci.cn ,üt bieÄi$Uini° U6r ^^^iaurcr. and Adphaliarbci.cn für die 'Jlcubefeuigung der Katborincngaffc,
vormittags 11'. Ubr bic l'iaurex- und Masterarbeiten für hie Befestigung der Bürgersteige in ber -Ltevhanstrave zwischeii X SS »Äiy eiuzureichen. - Zuschlagsfrift 4 Wochen. _____________o-Jo
Uanvel.
— M an «heim, 23. Juni Tie (betreib cl) and« 1 n n g Johann Georg Weik in Herrenberg <Württcm- berg ■ ist insolvent. Die Passiven sollen über eine Million betragen, denen so gut wie gar keine Aktiven, gegeniiberstchcn. Es soll ein Vergleich aus der Basis von 10 Prozent angestrebt werden Ter Mannheimer Platz ist an dem Falltscinctit nicht beteiligt, da man Weik kein Vertrauen cntgegenbrachtc, umsomehr, da derselbe kein Kauf mann ist, sondern ein ehemaliger Fuhrmann. Seine Spekulationen waren in Mclsl und Getreide und sind hauptsächlich elsaß-lothringische Häuser und auswärtige Exporteure engagiert.
• Folgen ber Kasfeczoll-Er Höhung. In ber am 20. Juni bä. IS. in Kol n abgcbaltcncn Gcncralvc v s a in m - lung befl Vereins Dciitschcr K a f f e e - G r o f; h ä n b l e r und-Röster, e. 83., Sitz Köln, ift durch eine eingehende spräche fcflgcftcUt worben, baß bnrdt bic Erhötzimg beS Kaffeczolles alle Schäbcn, bic die Kaffccljänblcr zur Zett bei ReichSsiuauz- teiorm voranSgefehen unb ber Regierung gegenüber nad)briidltd) gcltcnb ßcmad)t liabcu, in vollem Umfange cniQCtrclcit sind; baß befouberS eine ivefcntlidjc K o n f u mm i n b er u n g ivahrgenonunen unb babev ber Zweck ber Kast'eezoll-Erhöhimg: bie Rcid)Sennial)uien zu vermehren, and) nicht entfernt erreicht worden ift. Demnach erwartet nunmehr bet Kaffccljanbel von bev Regierung, baß zu feinem Schutze bic geeigneten 'Maßnahuien ohue Verziig getrosten werben, fo wie sie in ben ucvfdjiebcncn Eingaben beß gefchäbigten deutfcheu KaffccljanbelS bereits vorgcfchlagen wovben sind.
— D i s ko n t o erm ä ß i g tin g b e r B an k v o n E »i g l a nd. Eine Diskontermäßigung wirb für Anfang Juli, unb zwar von 3 auf 2^°/0 erwartet. Tie in ben letzen Tagen am Lonboner Platz cingclvclcnc Gelbflüssigkeit würbe durch zcitiveilig auögclicbcnc japarifdic Gelber, bic für bic Konversion am 1. Juli bestimmt sind,, veranlaßt.
Nriefkaften -er Nedaktion.
tAnontime Aufrageu bleiben »luberücksichtigtZ Fahreszeiteu. 21. März, 22. Juni, 23. September, 22. ?CÄCuiL>et.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlichc Wetterdienststelle Gießen.
Verlauf bev Witteruug seit gestern früh: Daß nach Osten ab- Kcbcnbc Tiefdruckgebiet brachte gestern nod) wiederholte starke Regenfälle mit slrichweifeu Gewittern, nur im enben HefienS waren bic Rieberschlägc gering. Ein neuer Lnstwirbcl zieht von tinglanb heran unb ist von bem Wirbel über bev Ostfeekustc burch einen Rücken hohen Druckes getrennt; bahev ließ über Nacht bev Regen vorübcvgcbcnb nad). Ter westliche Viiftwirbcl bringt neue Rcgcnfäkle bei anffrifchenben Sübweslwinbcu.
WettevaitLsichtcii in Hcffen am Samstag bem 25. Juni 1910: Rcgcnsällc. bei starkem Sübwest, kühler.
Ttädt. Wohnungsnachweis (ließen, Asterweg 9.
1‘^lla11 oo"^ Zimmern, 1 Wohmmg von 10—11 Zimmern, brei Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 6-< Zimmern, 3 Wohnungen von o Sinuncnt, 1 LUobnung von 4 Zimmern unb 2 Kammern, 1 Wohnung von 4 Zimmern und Badezimmer, 1 Wohnung von 3-4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Rimmern, 1 Wohnung von 2 Bimmern, 1 Wohnung von 1 Zwirner und Kabinett, 1 Wohnung von 1 Zimmer und Küche. 4 möbl. Zimmer, 2 inäbl. Zimmer mit' Pension, 1 Schlafstelle, 1 ummfbl. Zimmer, . 2 Zimmer für Bureauzwecke, 1 Werkstatt, 1 Werkstatt und cm Zimmer, eine Scheuer mit Stallung, 1 breistöck. Lagerhaus mit Pserbestall und Vcubobcn, 1 Laden mit 2 Zimmern, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum
Zu nttcicu gesucht: 29 Wohnungen von 2-7 Zunnrern. BMI6
Ltädt. Arbeitsnachweis Gießen, Asterweg 9.


