Ausgabe 
22.1.1910 Drittes Blatt
 
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Zusammen:

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Meteorologische Verachtungen der Station Gieheiü

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Es starben an:

Tuberkulose Scharlach Blulvergistung

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1910

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Die Lüderihbuchter gegen Dernburg.

Der Budgetausschuß des Reichstages fiat, wie wir be­richteten, die in Form einer Depesche an sie gelangte Bitt­schrift auö Lüderitzbucht gegen die Diamantenpolitik des StaatssekretLrs Ternburg einstimmig als durch ihre vorher- gefaßten Beschlüsse erledigt erklärt. Um unsere Leser noch naher zu unterrichten, geben wir die Hauptpunkte des Wort- lmtts wieder:

Reichstagspräsidium Berlin. Wir bitten zu der vom

Ver-ende fto. geg. tvo.

Karte 51 v.1O 46Pfg. Karte 52 v.48-160Pte. Ringfreie Tapetenlnauetrle

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1. Lebensjahr: 2. 2(2)

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Vöchentl. liederlich! öerttoöesfäOr L d. Stadt Siehen.

3. Woche. Vom 9 . bis 15. Januar 1910.

Einwohnerzahl: angenommen zu 31 800 linkt. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 16,31 %», nach Abzug von

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Bekleidungsgewerbe war annähernd zufriedenstellend bc schäftigt, konnte aber stets leicht Arbeitskräfte erhalten. Im Nahrungsmittelge werbe ianbei: infolge des iyeftc? ?ik Anzahl Kräfte vorübergehend Beschäftigung. Im Buchdruck gewerbe trat nach anfänglicher Busernng der Geschäftslage noch vor btn Festtagen wieder eine Verfchlechterung ein, io bat sich am Schluffe die Zahl der Arbeitslosen etwas vermehrt hat Tiefe Erscheinung trat auch bei dem Bu ck b ind e rgewerb . zutage. Einer Einstellung von ArbeitsTräften, allerdings fast ausschließlich zur Aushilfe bis Weihnachten im größeren Umfange. folgte dann wieder ein Rückschlag. Neueinstellungen' von l a u d w Arbeitern erfolgten im Lervandsgebiet sehr wenig. Auf dem Dienstbvtcnmarkt scheint die Spannung zwischen Ängebvt und Nack; frage nicht mehr so groß zu feilt. Wenn auch in den Groß ftädten noch lange nicht alle Stellen besetzt werden können, so scheint doch in den klemeren Städten eine Besserung cingctreten zu sein.

Von den Organen deS Mitteldeutschen Arbeitsnachweisver- bandes wurden, sowett Meldungen vorlagen, 3924 Stellen ver­mittelt (gegen 7126 im Vormonat), darunter Wüdmtgen 1, Fechev- hcim a. M. 2, Marienburg 2, Worms (Herberge zur Heimat, 3, Marburg 4, Wetzlar 4, Darmstadt (H. z. H.) 6, Kreuznach 7. Kreuznach (H. z. H.) 7, Wiesbaden (H. z. H.) 9, Bingen 10, Ober^ lahnftein 10, Weilburg a. L. 11, iVutba 13, Herborn 19, Wil- düngen (H. z. H.) 25, Hanau er. M. 27, Gießen (H. z. H.) 28, Diez 32, Frankfurt a. M. (H. z. H.) 32, Gießen 40, Mainz lH. z. 5.) 42, Himburg a. L. 124, Worms 134, Darmstadt 155, Friedberg i. H. 200, Offenbach a. M. 201, Mainz 323, Kassel 669, Wies­baden 759 und Frankfurt er. M. 3025.

Tie Zahl der versicherungspflichtigeit Mitglieder der Orts°- krankenkassen ist überall, teilweise bedeutend, zurückgegangen. Bei 13 größeren Kassen betrug der Gef'vntverlust 7462 versicherungs­pflichtige Mitglieder, 5923 männlich, 1539 weibliche. Die Zahl der freiwilligen Mitglieder ist mit wenigen Ausnahmen etwas gestiegen. Tie Zunahme betrug bei den männlichen Mitgliedern 283, bei den weiblichen Mitgliedern 232, insgesamt 515. Ter Gesamtverlust der 13 Kassen an Mitgliedern gegenüber dem Vor­monat beträgt also 6947.

Details mit, die er auL authentischer Quelle erfahren $ahen will:

Die erste Episode spielt im Frühjahr 1905. Port Arthur Ivar oefalben und dieAnhalt" dampft unter deutscher Flagge unter dem Kommando des Schwiegersohnes Herrn v. .Hellfelds, der zugleich auch den offiziellen Besitzer des von der russischen An- tiltecieverwaltung wohlbezahlten Schiffes nebst Ladung darstellt, Wladiwostok zu. Ter Hauptmann a. T. hat sich unterdessen nach Tientsin begeben in Erwartung einer Prämie von 6000 L ft r. für den geglückten B l o ck a d e b r u ch Die Aussichten sind jedoch schlecht, die japanischen Kreuzer wachsam und wenig rück­sichtsvoll gegen neutrale Flagge und Besatzung. Herr v. Hellfeld denkt an andere Geschäfte. Warum auch nicht? In Schanghai taufen der frühere Gesandte in Söul, Pawlow, und der Kapttän Dessinv jeden Schund und jeden Bruch und schließen die wahn- bvitzigsten Verträge ab, derunentbehrliche" Günsburg wiederum schickt unentwegt Kohlenschiffe nach dem Osten, die bort je nach oen Umständen in Freundes oder Feindes Hand fallen, von beiden äher faut Abmachung gleich gut bezahlt werden. Ta heißt cs, keine Zeit verlieren, und kurz entfchlossen macht Hellfeld dem russischen Agenten die vertrauliche Mitteilung, daß er im Besitze eines japanischen Auftrages auf Lieferung von Geschützen und Munition tm Betrage von 3 Vs Millionen Mark sei. Er gäbe drei Tage Bedenkzeit, ob die russische Regierung die Lieferung kaufen nrofie Der Agent telegraphiert an Küropatkin und erhält die Antwort von dort, daß um Genehmigung des Handels in Petersburg an- gefragt worden sei. Es vergehen noch zwei Tage oualvolleni Wartens ohne Nachricht aus der Residenz, die Bedenkzeit nähert sich ihrem Ende und Hellfeld bleibt unerbittlich, der Agent gibt endlich einer patriottschen Aufwallung nach und der Aussicht aus eine Kommission Don 32 000 Rubel und s chließt den Handel Mündlich ab. Eine Stunde darauf trifft aus Peters­burg die Nachricht ein, daß das Geschäft abzulehnen sei.

Tas weitere dürfte bekannt fein: vor dem Gericht in Kiaut- schou streitet die russische Regierung nicht gegen die Forderung Hellfelds auf Zahlung von 6000 Lstr. Prämie und 4000 Dollar Hafengebühren, erkennt jedoch in der 31/2 Millionenfrage die Kompetenz der Behörde nicht an. Ter Hauptmann a. D. bringt dafür zwei gute Zeugen bei, die dem Abschluß des Handels ber­ge wo Hut haben und läßt sich die Forderung zusprechen.

Tie zweite Episode fällt schon in den Dezember 1909. Eines Morgens erhält die Firma Mendelssohn u. Eo. vom Königlichen Amtsgericht in Berlin einen vorläufigen Bollstreckunasoefehl mit der Androhung, daß falls nicht binnen drei Tagen Zahlung von 31/2 Millionen Mark nebst Gcrichtsbosten an Herrn v. Hellfeld er­folgen sollte, die russischen Depots mit Arrest belegt werden würden. Daraufhin umgehend eine dringende Depesche des Bankhauses an die Kreditkanzlei des Finanzministeriums in Petersburg mit der Bitte um Maßnahmen zur Verhütung des Skandals.

Und nun ereignet sich b a-3 Unglaubliche. Die Depesche verliert sich in den Wandelgängen der Kreditkanzlei und gelangt erst nach 2Vs Tagen wieder zum Vorschein, d. zur Kenntnis des Finanzministers Kolowtzew. Allgemeines Entsetzen, Verhandlungen mit Iswolski; und dem Chef der Artitterievcrwalttulg und Order an die Botschaft in Berlin, das Unglück abzuwendm. Tic Antwort des Grasen Osten-Sacken lautet betrübend: es sei zu spät, die Rech.tsbeiständc der Bot­schaft sähen sich nicht mehr in der Lage, den Arrest der- gesamten, enormen Depots zu verhüten. Der Skandal war fertig, es ver­blieb nur, den Wirklichen Staatsrat v. Dvnowsti nach Berlin zu entsenden und zugleich 41/2 Millionen Mark als Unterlage an eine andere Bank zu überweisen, um wenigstens das Tispositivns-- recht über die Mendelslohnschcn Einlagen wiederzugewinmn.

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Llorfchlage zur Entlastung des Reichsgerichte.

Zur Entlastung des Reichsgerichts beabsichtigt die Nerchsregierung dem Vernehmen nach Voranschlägen, daß die Revision unzulässig sein soll, wenn die beiden Bor­instanzen übereinstimmend entschieden haben. Gegen diesen Vorschlag ist mit Recht geltend gemacht worden, daß als­dann die Gefahr bestehe, daß sich die Rechtsprechung der einzelnen Oberlandesgerichte verschieden gestalte, weil sie der Einwirkung des Reichsgerichts entzogen werde, sobald die Landgerichte der Judikatur ihres Oberlandesgerichts folgten.

Wegen dieser Bedenken hat nun Prof. Tr. Hellwig in derD. Iuriftcn-Ztg." vorgeschlagen, daß die beabsich­tigte Maßregel erst dann getroffen werden möge, wenn es ferne anderen Mittel mehr gäbe, die jetzt bestehenden un­erträglichen Zustände zu beseitigen. Als ein solches Mittel empfiehlt er die Vorschrift, daß die Revision nur auf die Verletzung von Reichsrecht, gestützt werden könne; er­forderlich sei dann allerdings, daß, 'wie in Bayern, auch rn Preußen ein Oberstes Landesgericht für die Re­vision in solchen Sachen errichtet werde, in denen es sich um preußische Gesetze handele. Dieses Gericht würde als­dann der Aufgabe der Herbeiführung und Erhaltung in der Rechtsprechung über preußisches Recht ebenso gerecht werden, wie jetzt schon die Senate des Kammergerichts, welche in anderen Rechtssachen als Zivilprozessen die oberste preußische Instanz bilden.

Prof. Dr. Hellwig bemerkt noch, daß sein Vorschlag geeignet erscheine, das Kämmergericht, das betanntlich eben­falls überlastet sei, zu entlasten; indem man dem letzteren die Sachen, in denen es jetzt alskleines Obertribunal" ent­scheide, nähme und dem Obersten Landesgericht zuweise.

Werner Breuer8

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Reichskolonialamt zugegangenen Denkschrift betreffeich Verhäll- nisse im Diamantengebiet den Mitgliedern des hohen Hauses Kennttiis zu geben, daß Angaben der Denkschrift soweit uns telegraphisch mitgeteill, teils unwahr, teils direkt auf Täu­schung des Reichstags berechnet sind; wir bitten nach Eintreffen vollen Textes Widerlegung abzuwarten und inzwischen die bereits erbetene Untersuchung, die Staatssekre-- täroffenbarbefürchtct, cinzulerten. Vorläufig zur Wider­legung Folgendes:

Von allen Abbau treibeirden Gesellschaften ist Förderungs­methode bei Teutscher Tiamantengesellschaft am unvollkommen­sten, sie betreibt Raubbau und läßt wenig waschen und fast nur auflesen; Raubbau aus schwankenden Produktionszifseni deut­lich ersichtlich. Wer sagt Ternburg, daß nur Deutsche Tiamanten- gesellschaft sachkundig? Durchaus unwahr, daß Deutsche Tiamantengesellschaft eine Viertelmillion für Vorarbeiten, Wasser­versorgung, Löhne verausgabt. Dazu kommt der durch Tern- buras Vermittlung kleineren Gesellschaften grundlos auferlegte Tribut; ferner die nur durch Dernburgs Begünstigungspolitik ermöglichte, an Erpressung grenzende Nötigung klei­nerer Gesellschaften, nicht rationell bearbefteu können, zeigt nur Kolonialamts krasse Unkenntnis der örtlichen Ver­hältnisse und entschuldigt keineswegs Verschenkung an Berliner Gesellschaft. Behauptung, daß Kapital im Lande nicht auszu- aringen, freie Erfindung. Man hat absichtlich nie den Versuch gemacht. Alle bisher bekannten Tiamantfundstellen, auch die von der Deutschen Tiamaittengesellschast bearbeiteten, sind von hiesigen Einwohnern entdeckt. Daß Begünstigung der Ko- lonialgesellschast gef.issenllich erfolgt, geht aus llebcrtragung des Sperrgebietes vor Tor.sschiuß deutlich hervor. Inanspruchnahme Auslandskapitals war nur im Ansangsstadium nötig, weil deutsches Großkapital ttotz Dernburgs Besich'igung der Felder keinen Pfennig iiwestieren wollte. Wie überall Bevorzugung bekannter Berliner Gruppen, so auch Pachtgesell'chaft, deren Gründung als skan­dalös bezeichnet werden muß, weil deren unberechtigter, un­verdienter Zwischengewinn dem Schutzgebiet verloren geht. Im Sperrgebiet muß unbedingt das Gouvernement mit dem Landes­rat Bestimmungsrecht erhalten. Unter allen Umständen muß verhindert werden, daß Konzession Deutscher Diamantgesellsckiaft verlängert wird. Untersuchung wird absolu'e Notwendigkeit dieser Maßnahmen klarlegen. Direkte Anfrage Schutzgebietsbehörden mit Umgebung Kolonialamts wird vorstehende Angaben be­stätigen. K r e p l i n, Bürgermeister."

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Die Unterseeboote Frankreich?.

Unser Pariser 9)1 i t a r b e i t e v schreibt uns:

Frankreichs Unterseeboots-Flotte wird von dem be­kannten Dtarine-Ingenieur Laubeuf in einer Zuschrift an das ^Journal^ als recht kläglich hingestellt, da seit 1907 kein neues Unterseeboot in Angriff genommen wurde und für 1910 kein derartiger Neubau in Aussicht gestellt wird. Da gleichzeitig die 9lusrangierung der alten Fahrzeuge er­folgen muß, so nimmt die Zahl der französischen Untersee­boote in bedenklicher Weise ab, statt wie in anderen Staaten anzuwachsen.

Am L Januar 1910 verfügten Frankreich, England, Rußland und die Verewigten Staaten über folgende Unter» seebote: Frankreich 79 Unterseeboote mit einem Gesamtgehalte von 28 900 Tonnen, darunter 56 seetüchtige Fahrzeuge mit 16 100 Tonnen; England 77 Boote mit 26 000 Tonnen, darunter 68 mit 19 400 Tonnen seetüchtig; Rußland 31 Boote mit 6200 Tonnen, durchwegs seetüchtig; Ver­einigte Staaten 23 Boote mit 6200 Tonnen, davon 19 mit 3800 Tonnen seetüchtig. England verfügt bereits nahezu über die gleiche?lnzahl von Unterseebooten wie Frank­reich und hat schon 12 seetüchtige Unterseeboote mehr als dieses. Deutschland wird bereits in der allernächsten Zeit auch mit seiner Unterseeboots-Flotte einen hervorragenden Wang cinnehmen, da für den Bau dieser Schiffe im laufenden Jahre nicht weniger als 18% Millionen vorgesehen sind.

Herr Laubeuf bemerkt zu diesen Ziffern, daß Frankreich, das auf dem Gebiete der Unterseeboote bahnbrechend gewirkt hatte und die längste Zeit seine Ueberlegenheit zu wahren wußte, dieses Mal allen Ernstes Gefahr läuft, auch hierin vom AuSlande überftügelt zu werden. DasJournal" seiner­seits verweist darauf, daß auch in der Luftschiffahrt das gleiche Rachlaffen der französischen Initiative und Tätigkeit zu ver­zeichnen ist.

Arbeitrmartt inhessen u.heffen-Nassau im Dez. 1909.

Frankfurt a. M., im Januar.

Tas Weihnachtsgeschäft brachte in verschiedenen Gewerben eine intensivere Besänftigung der vorhandenen Arbeiter, aber wenig Neueinstellungen. Tie Riehrarbeit konnte meistens durch einige Uebersttmden geleistet werden und wo Neueinftellungen! uurgenoirtmcn wurden, erfolgten sie nur auf kurze Zeit. Fiw allgemeinen ist von einer Besserung des Arbeitsmarktes wenig zu bemerken. Wie im Vormonat waren zwei Branchen, die fieber^ Warenbranche (Portefeuille, Reiseartikel usw. und die Schul». Industrie sehr gut beschäftigt. In der ersten Hälfte des Monats konnten in der Portefeuille-Industrie die gebrandeten Kräfte nicht immer gleich gestellt werden, doch ließ, die Nachfrage gegen Ende des Monats nach. Die Schuhindustrie ist flott bcfd;ä)tigt: die benötigten Arbeitskräfte konnten leicht gefunbeit werden. Die Metallindustrie hat noch keine Besserung zu verzeichnen und zählt eine große Zahl Arbeitsloser, die teilweise viele Monate ohne Arbeit sind. Rur in der Automobilindustrie ist die Beschäftigung anscheinend gut. Tas von der ^Metallindustrie Gesagte gilt auch von der Holzindustrie. Der Streik der 5d;reiner in Höchst a. M. dauert noch an und das Ende ist noch nicht abzusehen. Wenn in der Metall- und Holzindusttie die Beschäftigung schleckt ist, so gilt das auch vom B a u h a n d we r k. Trotz des müden Winters ruht fast die ganze Bautätigkeit. Tas

bis 2L Januar = -f~ 3,4 *C.

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