Ausgabe 
21.7.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

* Wreseck, 20. Juli. Am nächsten Sonntag unternimmt her GesangvereinIugendgrun d" einen Familien- ausflug auf die nahe gelegene Karlsruhe, um seinen außer­ordentlichen Mitgliedern Gelegenheit zu bieten, die Leistungen des Vereins beurteilen zu können. Es werden nur im letzten Jahre einstudierte Lieder von bekannten Komponisten zu Gehör gebracht, Werke von Pauli, Neff, Geller, Schauß u. a., darunter die Preis- chüre vom Reform-Gesangswettstreit in Großen-Lindcn.

+ L i ch, 20. Juli. Am kommenden Sonntag feiert der hiesige Turnverein sein 50jähriges Jubiläum und verbindet damit zugleich die Weihe einer neuen Fahne. Für den Nach­mittag ist ein Volksfest auf der Hardt geplant, denr sich dann eine Feier in der Turnhalle anschließt. Die Musik wird von bet* Kapelle der Leib-Dragoner Nr. 24 aus Darmstadt ausgeführt. Einige ältere Mitglieder des Turnvereins, die sich um seine Ent­wicklung besonders verdient gemacht haben, werden am Festtage zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Verein ist, wie viele andere größere Vereine des Gaues Hessen, kurze Zeit nach Aushebung derTurnsperre" ins Leben gerufen worden. Von den Mit­begründern lebt nur noch der fürstl. Mühlenverwalter R e i n- muth, der sich trotz seines hohen Alters noch großer Rüstigkeit erfreuen kann.

-f- Ortenberg, 20. Juli. In diesen Tagen trat der langiährrge Postbriefbote R. Hirzel hier in den wohl­verdienten Ruhestand. In Uniform, geschmückt mit verschiedenen KriegSmedaillen, wollte Hirzel seinen in Paris wohnenden Sohn besuchen. An der französischen Grenze angekommen, ivurde der Reisende von Grenzwächtern festgehalten, bis aus der Heimat Zivilkleider verschrieben waren, in denen er die Reise fortsetzen konnte.

8. Ulrichstein, 20. Juli. Der Steuerbote Horst stürzte vor Ober-Seibertenrod mit seinem Fahrrad so unglücklich, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte.Am kommenden Sonntag beginnt hierher Jakobi­markt, einer der größten Märkte im Vogelsberg.

8. Groß-Felda, 20. Juli. Dem Sattlermeister Völzing dahier, dessen ausgestellte Arbeiten (besonders Pferdegeschirre) auf der Frankfurter Sportausstellung be­rechtigtes Interesse und Aufsehen erregten, wurde vom hessi­schen Ministerium angeboten, auf Staatskosten eine Studienreise zur Brüsseler Weltausstellung zu machen.

+ B a d' - Nauheim, 20. Juli. Zu einer ständigen Ein­richtung ist in unserer Badestadt ein Uniontheater geworden, das durchweg vorzügliche kinematographische Vorstellungen bietet und daher sich eines für kleinstädtische Verhältnisse außerordentlich guten Besuchs erfreut. Das Theater will den Kinematographen auch in den Dienst der Erziehung und des Unterrichts stellen. Da das nur durch unanfechtbare und wertvolle Bilder geschehen kann, unterliegen die Programme der wöchentlich regelmäßig ver­anstalteten Schüler v orst eil uugeit der Begutachtung der hiesigen Schulen. 'Das 50 jährige Jubelfest des hiesigen Tur n- v er eins ist auf den 6. und 7. August festgelegt worden. An verschiedene Vereine des GauesHessen" sind Einladungen zu einem Musterriegen-Wetturnen ergangen.

R. B. Darmstadt, 20. Juli. Bei dem nahe gelegenen Schlosse Braunshardt, wo die Königin Luise einen großen Teil ihrer Jugendjahre verlebt hat, wurde am hun­dertsten Todestage der Königin ein D e n k m a l e n t h ü l l t. Als Vertreter des Kaisers und der Kaiserin rrahm der preußische Gesandte, Freiherr v. Rücker-Jenisch, als Vertreter des Großherzogspaares Flügeladjutant Oberleut­nant v. Schröder an der Feier teil. Nachdem zahlreiche geladene Gäste aus Darmstadt, die Spitzen der Ortsbehörden, die Schuljugend und die Vereine vor dem Denkmal Auf­stellung genommen, wurde die Feier abends 6 Uhr mit einem von den Schulkindern gesungenen Choral eingeleitet. Dann hielt Dekan Schneider aus dem nahegelegenen Ort Weiterstadt die Weiherede, in der er ein Bild von dem Leben und Wirken der Königin entwarf. Die Stifterin des Denkmals, Frau Oberst v. Hohmeier, überwies es dann mit kurzen Worten der Gemeinde Braunshardt, in deren Namen Bürgermeister Schmidt dankte. Die Vertreter des Kaiser- und des Großherzogpaares legten Kränze nieder, worauf die Feier mit einigen vom VereinFrohsinn" vor­getragenen Gesängen ihren Abschluß fand. Die Darmstädter .Teilnehmer an der Feier folgten darauf einer Einladung der Fürstin von Hanau ins Schloß zu einem Festmahl. Das Denkmal ist vom Bildhauer Beinhorn in Wittert in einer Höhe von nahezu 4 Metern angefertigt und besteht aus vier Säulen aus Sandstein, in deren Mitte sich auf einem Postament die Marmorbüste der Königin erhebt mit der ein­fachen InschriftKönigin Luise". Der Denkmalsentwurf war f. Zt. auch dem Kaiser und dem Großherzog zur Ge­nehmigung vorgelegt worden.

Bingen, 18. Juli. Der Zweigverband Großherzog- titm Hessen im Zentralverband deutscher Bäckerinnungen Germania" hatte heute in Bingen feinen ersten V er- tretßrtag. Um halb 11 Uhr begannen die Verhandlungen, denen etwa 400 Bäckermeister beiwohnten. Anwesend waren dar Präsident des ZentralverbandesGermania" Bernard-Berlin, Vertreter der Handelskammer Darmstadt, der Zentral­stelle Darmstadt, der Bäckerinnungen Frankfurt am Main, Mannheim, Ludwigshafen, des pfälzischen Verbandes usw Die Anwesenden wurden von dem Vorsitzenden Sieg­mund-Oppenheim begrüßt. Dann widmeten ihnen Worte der Begrüßung Kreisrat Steeg für den Kreis und Beigeordneter Fischer für die Stadt. 21 Innungen waren durch Delegierte ver­treten. Der Vorsitzende erstattete den Bericht über den Zweig­verband. Die Einnahmen betrugen bis jetzt 1624,49 Mark, die Ausgaben 979,64 Mark; der Zweigverband hat also einen Kassen­bestand von rund 644 Mark. Dabei zählt er 1177 Mitglieder in Darmstadt, Mainz, Worms-Stadt und Worms-Land, Alzey, Bingen, Gießen, Eberstadt, Offenbach, Oppenheim, Pfungstadt, Bad-Nauheim, Lampertheim und in einer Reihe Sanborte. Der Zutritt anderer Plätze steht in Aussicht. Als Vorort wurde Darmstadt gewählt mit der Begründung, daß der Sitz der Handwerkskammer und der Sitz der Regierung sich in Darm­stadt befänden, daß ferner Darmstadt zentral gelegen sei. Bei der Vorstandswahl erhielten Weber 29, Finger 25 Stimmen; damit war Weben gewählt. Als Kassierer und 2. Vorsitzender wurde Finger, als Schriftführer Olbert, sämtlich in Darmstadt, gewählt.

Mühlheim a. M.," 19. Juli. Hier fand am Samstag die Ergänzungswahl zum Gemeinderat statt. Schon 1904 und 1907 siegten die Sozialdemokraten, so daß sie von 15 Sitzen 12 inne hatten. Dieses Jahr scheiden die drei letzten Zentrumsleute aus. Das Bürgertum stellte diesmal gar keine Liste auf, und so wurde wieder die sozial mo- kratische Liste mit 555 von 1058 Wählern gewählt. Sämtliche 15 Mitglieder des Gemeinderats sind nun Sozialdemokraten, ein Fall, der in Hessen noch nie zu verzeichnen war. Ebenso fand in Hessen noch nie eine Ge- meindewahl statt, bei der den Sozialdemokraten das Feld kampflos überlassen wurde. Mühlheim ist auch die erste Gemeinde in Hessen, in der von der Behörde ein Beigeord­neter auf drei Jahre ernannt wurde, nachdem wiederholt ein Sozialdemokrat gewählt worden war.

ü Marburg, 20. Juli. Vom 31. Juli bis 3. August begehen die Bewohner unserer Vorstadt Weidenhausen wieder einmal ihr Grab en fest. Es ist dies eine Ermnerungsfeier an die vor langer Zeit erfolgte Trockenlegung eines großen Sumpfgeländes bei Weidenhausen, das als fruchtbares Garten­land Eigentum der Weidenhaufer Bürger, der sog. Erlen- graben-Gesellschast, geworden ist. Bei dem Fest spielt nach altem Herkommen derGrabentanz" eine Hauptrolle.

* Ein unzerstörbarer Geldschrank. Der Kampf desGeldschrankknackers" gegen den Geldschrank erinnert an den der Kanone gegen die Dreadnoughts. Auch die Panzerung des Geldschrankes wird immer mehr verstärkt, aber in demselben Maße wachsen die Mittel der Verbrecher, auch diese Widerstände zu über­winden. Wie Max de Nansouty imTemps" mitteilt, ist es aber nun gelungen, einen neuen Geldschrank herzustellen, der unzerstörbar ist und allen Sprengstoffen oder Durchbohrungsversuchen Wider­stand leistet. Dieser Geldschrank besteht au§ einem Kompositum von Stahl und Magnesia und hat die Form einer massiven Granate, in deren Mitte sich eine Höhlung befindet, die dazu bestimmt ist, die Wertgegenstände aufzunehmen. Dieses Behältnis wird durch zwei übereinander gelegte Stahlscheiben von 62 und 125 mm Dicke verschlossen. Das Ganze wiegt 2000 kg. Man hat diesen Geld­schrank durch Dynamit zu sprengen versucht, aber Ladungen von 14 zu 250 g hatten nicht die geringste Wirkung.

* Hundemode in Lönbon. Unter den Damen der Londoner Gesellschaft sind die stichelhaarigen Terrier gegenwärtig sehr in Mode gekommen, seit dem Tobe König Ebwards, dessen LieblingshundCäsar" bekanntlich zu dieser Rasse gehörte. Cäsar ist dadurch, baß er in dem Leichenzuge des Königs erschien und dadurch, baß die Zeitungen so vieles über seine Treue und seine Anhänglichkeit an seinen Herrn zu erzählen wußten, außerordentlich populär geworden. So kommt es, daß die stichelhaarigen Terrier die kleinen Spitze, die in den letzten Jahren am beliebtesten waren, so schnell verdrängen konnten. Die Preise für die Terrier sind jetzt rasend hinaufgegangen, man zahlt jeden Preis, von zehn bis hundert Guineen für einen solchen Hund, je nachdem, ob er Cäsar besonders ähnlich sieht. Die Amerikanerinnen, die während des Sommers zum Besuch hier weilen, machen natürlich die Mode auch schon mit, und sie werden, wenn sie in die Heimat zurückkehren, eine ganze Armee dieser Tiere mit hinüber nehmen.

Kleine Tageschronik.

Auf der Heimfahrt nach Amerika sind am Mittwoch in Berlin etwa 180 Mitglieder des Schwäbischen Sängerbundes aus Brooklyn angekommen, um einige Tage in Berlin zu verweilen. Am Donnerstag ver­anstaltet die Leitung des Berliner Sängerbundes, die die Begrüßung auf dem Bahnhof übernommen hatte, ein großes Gartenfest zu Ehren der Brooklyner Sänger bei Kroll.

In der Wolssschen Zelluloidwarenfabrik in Nürnberg sind sämtliche Arbeiter in ben Ausstand getreten, weil die Firma 30 an dem vorjährigen Streik beteiligte Arbeiter, in dessen Ver­lauf es bekanntlich zu heftigen Zusammenstößen zwischen Ausstän­digen und Arbeitswilligen gekommen ist, entlassen hat. Die Firma lehnte die Vermittelungsvorschläge des Magistrats ab.

In Zoppot verhaftete 'die Polizei drei elegant geklei­dete jugendliche Erpresser in der Wohnung einer älteren Dame, die am Sonntag aus Breslau als Kurgast eintraf. Die Burschen, anscheinend Mitglieder einer inter­nationalen Erpresserbande, nahmen in den letzten Jahren der Dame unter fortgesetzten Todesdrohungen 12 000 Mk. ab. Die Burschen waren der Dame von Breslau aus gefolgt.

Aus Aachen wirb gemeldet: Am Mittwoch vormittag fuhr ein Güter zug auf dem Bahnübergang dicht bei Wahlheim einem Personenzuge, der mit vom Truppe n- übungsplatz Eisenborn heimkehrenben Soldaten besetzt war, in die Flanke. Der vorletzte Personenwagen wurde stark beschädigt, der drittletzte aus dem Gleis geworfen. Die Zahl der zu Schaden gekommenen Personen ist noch nicht festgestellt.

In einem Keller der Wiener Möbelfabrik Müller im Be­zirke Margareten brach am Mittwoch nachmittag ein Brand aus, welcher die ganze Fabrik bedroht. Es gelang, ben Brand einzudämmen. Der Schaden wird auf 150.000 bis 200 000 Kronen geschätzt. Bei den Rettungsarbeiten erhielten zahlreiche Feuer­wehrmänner Brandwunden, andere wurden infolge Gasvergif­tung ohnmächtig.

Aus K i s ch i n e w wird gemeldet: Durch Regengüsse während der letzten Nacht wurde die Stadt überschwemmt. In den niedrig gelegenen Stadtteilen mußten die Einwohner durch die Fenster flüchten. Der Bahnhof bildet den Mittel­punkt der überschwemmten Gegend. Der Straßenverkehr ist ge­hemmt, die Brücken sind überflutet. Mehrere Häuser sind ein­gestürzt.

Aus Newyork wird gemeldet: Der Präsident der Chi­cago-Indianapolis und Laisville-Eisenbahnge- sell schäft ist von einem Einbrecher, der .in sein Haus eindrang, erschossen worden.

handel.

^DerneuePostpaketvertragzwischenDeutsch- lanb und China, der ben Austausch von Paketen auf der Basis des Weltpostvereines regelt, sieht vor: Erstens: Den Postpaketaustausch in beiden Richtungen und mit allen Orten mit den Postanstalten in China und zwar bis zum Gewicht von

zehn Kilo mit der Einschränkung, daß das Gewicht von Paketen nach Orten mit chinesischen Postanstalten, die nicht an einer Ersenbahn ober Dampfer an le gestelle liegen, auf drei Kilo be* febrärttt werden kann, wenn die chinesische Behörde dies wünscht. DreVorausbezahlung kann tünftig auch nach Orten mit chiae- mojen Postanstalten stattfinden, sofern die Orte an einer Eisenbahn an einer Dampferanlegestelle liegen; dagegen werben die Werterveforderungskosten nach wie vor von dem Empfänger ein» gezogen Ferner ist künftig auch nach Orten mit chinesischen PostaMtalken Wertangabe gestattet, deren Höchstgrenze voraus­sichtlich 1000 Franks ober 800 Mark betrage. Schließlich wird für den Verlust ober die Beschädigung von Postpaketen für die gange Beförderungsstrecke nach den allgemeinen Grundsätzen, br im Weltpostverein bestehen, Gewähr geleistet.

Wien, 20. Juli. Die am 20. Juli in Zahlungsschwierig- rcüen geratene Börsenfirma Goldberger u. Pollak wurde fettens der Börsenkammer für insolvent erklärt. Die Höbe t)cr Verbindlichkeiten ist noch unbestimmt.

iriärlte.

ke. Frankfnrta.M. V i e h h o s-M a r k t b e r i ch t vorn 21.Julck Auftrieb: 36 Ochsen, 110 Kühe und Färsen, 700 Kälber, 94 Schale' 886 Schweine.

Tendenz: Kälber und Schafe geräumt, Schweine ruhig, bleibt Ueberftanb.

Preis pro 100Pfd.

Lebend- Schlacht­gewicht Kälber. Mk. Mk.

Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber 5560 92IOC

Mittlere Mast- und gute Saugkälber .... 50-54 84-91

Schafe.

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 3700 7203 Aeltere Masthammel und gut genährte Schale 35-00 7300 Schweine.

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgeivicht ........ 54.0056.00 69.0000.00

Vollsleischige Schweine bis zu 2 Rentner

Lebendgewicht......... 54.0056.00 69.0071.00

Vollsleischige Schweine über 2* 1/, Zentner

Lebendgewicht........ 55.00-56.00 70.0072.0g

Fleischige Schweine....... 53.0055.50 68.0071.00

Limburg a. d. Lahn, 20. Juli. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,00 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,20 Atk., Korn 11,00 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Mk., Braugerste 00,60 Mk.. Hafer 7,60 Mk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln, neue, 9,000,00 Alk.

Mchentl. Ueberstcht der Todesfälle L ».Statt Gießen.

29. Woche. Vom 10. bis 16. Juli 1910.

Einwohnerzahl: angenommen zu 31,860 (inkl. 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 16,34 °/00, nach Abzug von 7 Ortsfremden: 4,90 °/0:.

Kinder

Es starben an : Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr:

2.15. Jahr

Lungentuberkulose

1(1)

1 (1)

_

Darmkatarrh

1

1

_

Stimmritzenkrampf

1

1

Blutvergiftung

1(1)

1 (1)

Blinddarmentzündung 1 (1)

1 (1)

Nierenentzündung

KD

1 (1)

Gehirnschwund

1(1)

1 (1)

Limgenentzündung

1

1

_

__

Herzleiden

2(2)

2(2)

Summe 10 (7) 7 (6) 2 1 (1)

21 nm.: Die in Klammern gcfcijti.; Zissern geben an, nne viel der Todes fälle in der betretenden Krankheit auf von auswärts nact) Gießen gebrachte Kranke kommen.

Briefkasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

L. A. Wenn Sie sich nicht gütlich einigen können, wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Der Ausgang eines event. Pro­zesses wird wohl von einem Sachverständigen-Gutachten abhängen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Verlauf der Witterung seit gestern früh: Tie gestern im Westen angekündigte Zyklone ist rasch unter starker Entwickelung nach den britischen Inseln gezogen, in weitem Umkreise bis Süd­deutschland starke bis stürnusche Südwestwinde, Trübung und neu beginnenden Regen hervorrufend. Der Luftwirbel wandert ostwärts und leitet eine neue Regenperiode ein.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem 22. Juli 1910: Regenfälle, kühl, böiger West.

Berlin, 21. Juli. Nach Mitteilungen aus Haiffa soll vorgestern ein Deutscher der dortigen Kolonie im Fellachendorf Hereh »durch Eingeborene erschossen worden sein. An die Kaiserliche Botschaft in Konstantinopel sind sofort die erforderlichen Weisungen ergangen.

Paris, 21. Juli. Während des Urlaubs des Ministers des Auswärtigen Pichon wird der Botschafter in Peters­burg Luis die auswärtigen Angelegenheiten leiten.

Paris, 21. Juli. Ein Bataillon der Fremden­legion ist von Sidi bei Abbas nach U d s ch d a abgegangen.

L i s s a b o n, 21. Juli. Wie aus Macao gemeldet wird, sind die portugiesischen Truppen Herr der Insel Ko lo van geworden. 16 Personen wurden von ihnen befreit und 44 Piraten gefangen genommen.

flf r*" liefert billigst die Brühlscho

Kuverts mit Firma kää

K 84/10. (B8V7

Donnerstag den 1. Septbr. 1910, nachm. 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Heinrich Abel und Ehefrau geb. Ornau zugeschriebenen, nach­stehend verzeichneten Parzellen versteigert:

13/50,3 = 150 qm Grabgarten am

Sandtauterweg links hinter den Gärten.

13/50,t = 213 qm Hofreite daselbst.

Gießen, den 20. Juli 1910.

Großherzogliches Ortsgericht.

Gros.

Neue Kartoffeln, Kaiserkrone", gibt ab per Nach­nahme inklusive Sack ab Berstadt pro Zentner 3.25 AU. (3895

Hofgut Utphe,

bei Berstadt. H. Jacobi.

Telephon: Hungen Nr. 8.

qoooooooooq

K 22/10. (ßa/e

Donnerstag, 28. Juli 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die den Carl Rühl Eheleuten in Gießen zugcschrie- benen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert:

1/858 337 qm Hofreite in der Scheppeneck.

l/8598/io 502 qm Grabgarten mit Häuschen daselbst.

Gießen, den 22. Juni 1910.

Großherzogliches Ortsgericht.

Gros.

Der Appetit wird ungemein befördert durch Mels Nähr- und Kräftigungslikör /i Fl. 2)1. 2.50, Vs Fl- 2)1. 1.50. Germania-Drogerie

Carl Seibel, Franks. Straße 39. Telephon 593. (2640

Neue Kartoffeln, Perle von Erfurt und Kaiserkrone versendet unter Nachnahme per Zentner 3.25 Mk., bei größeren Bezügen Preisermäßigung, f3061 Wilhelm Watzenborn, Södel (Wetterau).

Telephon 1, Amt Wölfersheim

Mel- oad

Xheittweitie kaufen Sie gut und preiswert bei Carl Sdiwaab 39<j9 Weiuhandlurig.

Bei mehreren Flaschen bedeutend billiger'.

Neues Sauerkraut

Neue Salzgurken

Neue Bollheringe

Neue Kartoffeln empfiehlt

I. M. Schulhof

3985) Telephon 119._________

Neues Sauerkraut Neue Salzgurken empfiehlt

Carl Schwaab

_________Jeruivr. 27. 3998

Morgen Freitag trifft eine große Sendung (06032 kinmch- hiiö LM-Arkeu zu billigen Preisen ein. ötaugtrlicrÄÄNc.

Neue Kartoffeln

la. Wetterauer Ware, Perle von Erfurt, pro Zentner 3,25 Mk. inkl. Sack, versendet ab Station Echzell unter Äkachnahme [3887 Ludwig Erb, Kartost'el-Bersandgeschäft, Echzell in der Wetterau.

______Telephon-Anschluß.______

Heue Kartoffeln

vorzüglich kochend, liefert zu bill. Tagespreisen 3931

Kartoffclbandlung Trcchölcr

Sternstr. 48. Telephon 581.

Heue Kartoffeln

(Pfälzer Kaiserkronen) empfiehlt billigst 3748

J. Weisel, Sonnenstr. 6.

MÖBEL

EQ .

0 Bellen u.

L

Polsterwaren

kausen Sie billig und gut bei p738

Ang. Ossmann

Sclteröwcg 89.

Telephon Nr. 733.

T/isiten&arten

liefert rasch and billigst

BrühFsche üaiv^DnickcrcL