Ausgabe 
24.8.1910 Zweites Blatt
 
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GerichtrsaaL.

Heber die Grenze geschossen

Getreidepreise in Mannheim

"d Meteorologische veobachttmge^der^tation Sieben.

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Wetter

22. bis 23. August =

22.

23.

9iiederschlag

0,2 mm

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19,0*0.

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5>dttaii, 22. Aug Die Strafkammer hatte sich heute rn ferner langen, bis nach 10 Uhr nachts währenden Verhandlung nut emenr Eisenbahnunfall zu beschäftigen, der sich am 16. Juni v I

Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise _____________am 22. August 1910.

Verantwortlich fürAus Stadt und Land" undGerichtssaal"

~ .. c v-------K~/r'*7T'«i ^tinciiyuusi monnt. i Earl Neurath.

tyrt nutten anderen Insassen wieder einmal Skandal gehabt und

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Sonnenschein Bed. Himmel Nebel

sch-idun-, falle für Christus. (Anh. stürm. Beifdll) Nach ben Jceoen einiger Ausländer, die Grüße der Auslandskatholiken über» gchlchseru nmT^e Hauptversammlung des Volksvereins ge-

Gleichzeitig tagte die

zweite geschlossene Versammlung «mder Konzerthalle im Stadtgarten. Der Präsident Marx er-! chfnete ftc und teilte folgendes Antworttelegramm des Kaisers auf die Huldigungsdepesche des Katholikentages mit:

,,Jch spreche den dort versammelten deutschen Katholiken für ihr freundliches Gedenken und die Zusicherung treuer sTr- gebenheit meinen Dank aus. gez. Wilhelm, I. R."

An lerster Stelle sprach Amtsgerichtsdirektor Giseler- Mannheim überKatholisches Missionswese n", besonders tec äußere Mission. Er lenkte besonders die Aufmerksamkeit der Katholiken für die Missionsarbeit in den zur Verteilung ge­langten und noch gelangenden nnzuvilisierten Gebieten der Erde. Provinzialpater Acker, aus dem Peters-Prozeß her bekannt, machte auf die große Missionstätigkeit der Protestanten aufmerk­sam und bat um Nacheiferung. Die Abgeordneten Bachem und Erzberger wünschten, daß sich mehr Katholiken als Aerzte und Beamte nach den deutschen Kolonien melden möchten. Wenn jetzt z. B. kein Kolonialarzt katholisch sei, so liege hier keine Tendenz vor, sondern die Ursache sei, daß sich kein katholischer Setoerber gemeldet habe. Das müsse anders werden..

In der k

zweiten öffentliche n Versammlung

Hebet den Stand der Maul- und Klauen- s-uch- und der Schweineseuche (einschl. Schweinepest) in Hessen am 15. August berichten die amtlichen Veröffent­lichungen für das Reich. Danach herrschte an dem an­gegebenen Tage in Hessen keine Maul- und Klauenseuche, Schweineseuche: Oberhessen in 4 Kreisen, 14 Ge. meinden, 14 Gehöften; Starkenburg in 3 Kreisen, 10 Ge­meinden, 23 Gehöften; Rheinhessen: 1 Kreis, 2 Gemeinden, 2 Gehöfte.

" Besitzwechsel. Joh. Georg Pfaff verkaufte für 57 000 Mk. das Anwesen Hillebrandstraße 2, Ecke Frank­furter Straße, an Rentner Spitz. Die v. Ritgen'sche Be- sitzung in der Frankfurter Straße neben der alten katholischen Kirche, die mit dem Gartenland 1650Quadratmeter groß ist,! wurde an einen Herrn von Appenrod für den billigen Preis von 40 000 Mk. verkauft. Es stellt sich der Quadratmeter metec ohne den Gebäudewert auf 20% Mk.

** »Aussterbende Vögel in unserer Heimat". Ein Leser schreibt uns: Zu dem Aufsatz in Nr. 191 des .Gieß.Anz.", Aussterbende Vögel unsererHeimat", möchte ich noch einen Vogel zufügen, von dem man auch schon einige Jahre nichts mehr sieht; das ist der Wendehals, auch Sommervogel genannt, der nur von Insekten lebt. Da er, ein Höhlenbrüter, in alten Gartenbäumen nistet, die alten Bäume aber durch die jetzige Kultur jungen weichen müssen, bleibt für den Vogel keine Nistgelegenheit mehr, und er meidet deshalb auch wohl unsere Gegend. Aber traurig ist es, wenn der Mensch sich selbst die nützlichen Vögel vertreibt, und Leute wegen etlicher Erdbeeren, die ihnen die Vögel angeblich abfraßen, solche so­fort totschießen. Wie froh ist man, wenn man so ein Schwarzamselpaar als Standvögel in seinem Garten hat, das bei so nassem Sommer wie dieses Jahr hauptsächlich die kleine, aber sehr schädliche graue Schnecke aufliest, dabei natürlich auch auf das Erdbeerland kommt, um dort saubere Arbeit zu machen. Die angefressenen Erdbeeren, die man besonders morgens findet, rühren meist von der Schnecke her, die der Vogel wegfängt. Für diese Wohltat, die er uns erweist, wird er einfach Lotgeschossen, weil der Mensch eben nicht denkt, daß, wenn die Amsel die Schnecken und sonstiges Ungeziefer nicht wegfängt, ihm noch weniger Erdbeeren blieben, seinen Appetit zu befriedigen. Wenn die Amsel wirklich ein paar Beeren frißt, so muß man sie ihr gönnen, weil sie auch die anderen wieder beschützt, und darf nicht zwei solcher Vögel an einem Tage totschießen, denn dadurch wird der ©arten» und Landwirtschaft nicht aufgeholsen.

---Watzenborn, 23. Aug. Unser Turnverein hält nächsten Sonntag, 28. d. Mts. sein Abturnen, verbunden I mit einem Zöglings-Preisturnen ab. Am Nachmittag findet nach dem Umzug durch das Dorf eine Feier am südlichen AuSgange des Ortes statt, wobei außer Freiübungen usw. auch ein Damenreigen ausgesührt wird. Abends werden Pyramiden gestellt.

k. Schlitz, 23. Aug. Die Kriegervereine zu Nieder­stoll, Uetzhausen und Bernshausen beschlossen, eine gemein­same Sedanseier zu Bernshausen abzuhalten.

m bet Richtung nach Fulda fahrender Güterzug stieß mit einem 4F-1 will I Fulda kommenden Güterzug zusammen, wodurch ein Material- So die schaden von rund 250 000 Mark entstand. Das Gericht verurteilte

Aus Stadt und Land.

i Gießen, 24. August 1910.

" Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Eichen­rod. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Güttersbach. Mit der Stelle ist Organistendienst ver­bunden. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsen- tationSrecht zu. Dem Inhaber der Stelle kann eine Orts­zulage bewilligt werden.

Brotpreise in Gießen

Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pig

15g

Idbigung in eine Gefängmsstrafe von 3 Monaten und wies seine!

&er ibn bte Frau einenDachratz" genannt hat, Aug. wegen Mangel an Beweis zurück. Er bat um Herabsetzung der! «Üxv ^^usung erhob. Dieser wurde stattgegebeckl 1910

imb die Strafe auf eitnen Monat Gefängnis ermäßigt.

Eine Privatklage

^de von dem Lanlüviick L. K. .W. in Geilshausen gegen die erhoben. Die Frau hatte dem Kläger

>er Stacr ihres Kindes und forderte ihn auf, ^trag monatlich zu zahlen. Auch verschie- s^ davon Mitteilung und bemerkte sie tebe tem Klager geschrieben und wolle nun sehen, wie er sich §chö§Enge richt erkannte wegen Beleito F?X, - Beide Teile fochten das Urteil an;

^^^tt Röllchen Verkehr mit der Angeklagten, und Ma & chren Behauptungen. Das Gericht konnte weder ^hauptung der Angeklagten feststellen, noch deren Unwahrheit Da der Beweis der Behauptung nicht zu er- ^en war mufite es N ter »eftrafung sein Bewenden behalt^, SeS öeiterst.MeA Perufuzrgen zurüch-^

S. Offenbach, 22. Aug. Unter der Ueberschrift: Erne neueAffäre Walter"? brachte die £. Ztg. heute dre ien)tihonef[e Meldung, eine Anzahl von Beamten des Bau-- amts, dessen Chef der zurzeit in Urlaub befindliche Bei­geordnete Walter ist, habe eine Eingabe an die Bürger- Tnri)terei gerichtet, in der gegen Walter die schwere An- . ichuldrgunH erhoben wird, er habe in etwa dreißig Fällen in der Bearbeitung von Anzeigen und Baupolizei-

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WW1 Altbewährte Nahrund furKmd erundKranke

Höchste Temperatur am

Niedrigste

wurde das ThemaMission" weiter ausgesponnen. Prof Dr B e ck (Freiburg) sprach überInnere Mission, besonders Großstadt­seelsorge". Er verlangt kleinere Sprengel für die Geistlichen, damit ste in engeren Kontakt zu den Gläubigen treten könnten.^ Pater Weber (St. Ottilien) behandelte dieäußere Mission", die vor allem Geld und Personal, Mitarbeit und Priester brauche. Von den Missionaren feiner Kongregation seien 75 Prozent im Alter unter 35 Fahren gestorben, obwohl sie alle in voller Manneskraft und tropenfähig hinausgezogen seien. Schließlich behandelte noch! Prof. Meyers (Luxemburgs dieAufgabe der Weltkirche für die äußeren Missionen". Im Verlaufe seiner Ausführungen spielt er auf den Borromäus streit an, indem er erklärte: Das Wort von der Weltmission der katholischen Kirche darf nicht ge­sprochen werden, ohne daß wir den Blick erheben zu dem Völker- Hirten. Es sind Monate hindurch über sein greises Haupt soviel Bitterkeit en gegangen, daß sich bei dieser Gelegenheit ein Wort Io5ringt aus unserem Herzen, das im Sturmwind ter Begeisterung über die Aloen geht und das lautet: Treu zu Papst und Kirche, dem Hirten der Völker unsere treue Liede bis in den Tod. (Stürm, minutenl. Beifall.) Darauf wurde die zweite öffentliche Versamm­lung geschlossen.

I angelesenbeiten wider besseres Wissen mit izwererlei Maß gemessen. Von der Bürgermeisterei £ ?ie Angabe an die Staatsanwaltschaft trreitergegeben

I eP' vl AnschAlbigungen enthielt, die sich auf straf-> ernenr iLUenbapnunfail zu veicyostigen, der sick am. 16

ben hBfkiauf ter Station Steinau .(Strecke HanauBebra) zutrug hefigen Amtsanwalt mit der Untersuchung der Sache c-c*- ~

l beanftragt, der seinerseits wieder die Kriminalpolizei mit t^er ^ivlittlungen betraut habe. die i aax» wenem verunetite

W -qtg- Nach den von uns eiuaeMaenen Erkundiguuaen damals diensttuenden Statwnsgehilfen Sauer zu 60 Mk., den ve ^halt sichdie Sache etwasanders. Vor etwa die Bremse nicht ordnungsgemäß betont

fünf Wochen, als Beigeordn. Walter eben seinen Urlaub etensallsmUangellagten Zug.

angetreten hatte tourBc von Beamten des Ba^polizeiamtes Lsfu?^^Zen^LiL^ Lokomotwfuhrer Grundel °u- allerdruss eine Eingabe ähnlichen Inhalts au lrergewroäMi.

meisteret gerichtet, die von dieser der Staatsanwaltschaft Dcrmifcbtcs.

k"?ßig, s7nder/nu^um'^e°hn Fälle Tu - Eindeckerhut. Eine neue Verrücktheit wird > den betrüben ® : ^wattige- Aufsehen erregte aus den

machten sie am letzten Freitag noch eine direkte Anzeige Boulevards am Freitag nachmcktag eine Dame, bie

ber der Staatsanwaltschaft, die nun einschritt und durch emen Emdeckerhut trug. Die eigenartige Kopfbedeckung, die Erlvtinalpoliz-ei sämtliche auf die angeführten FälleIschöne Haupt zierte, hatte genau das Aussehen eines bezüglichen Akten des Baupolizeiamtes beschlagnahmen Vlöriot-EindeckerS; das Auffallendste aber waren die beiden Uetz Ob die Anschuldigungen begründet sind, großen Hutnadeln, richtige Mmiatur-Luftschrauben auS Eben-

Fülle zu s/mm en kommen ließen und e ft Ta n n fbin?tr3^r'6 M ?°-d eine Menschenmenge Mit thren Anschuldigungen hervortraten, als ihr Ches schonen Trägerin angesammelt hatte, und es ihr

etnen Urlaub angetreten hatte, von dem sie nach Lage Qm Uu9'tcn schien, sich den offenkundigen Beifallsäußerungen der Verhältnisse mit ziemlicher Sicherheit annehmen konnten, I einer Droschke zu entziehen. Aber die Schrauben gehen orQ^e^r^em Ausscheiden aus dem Amte enden werde, picht durch die Droschkentür, die Dame muß warten, bis das Auch tst kaum glaublich, daß der sonst so vorsichtige und verdeck des Wagens heruntergelassen ist und sie mit ihrem etnane Bürokrat Walter, der stets darauf bedacht war, klappernden Eindecker auf dem Kopf davonrollen kann. Dock U* b.m t^cke" zu decken, sich in einer Weise gegen seine spricht man jetzt so viel von bent neuen Hut daß er sicher zur Sprache kam, in dem der Beigeordnete Walter ebenfalls Hashing ton 8 Flagge. Wie aus Washington bes Messens mit zweierlei Maß und der Unterdrückung I oenchtet wird, hat das Valley-Forge-Museum für ameri- einer erstatteten Anzeige beschuldigt wurde, daß aber die konische Geschichte eine neue intereffante Reliquie, die Flagge iLtaatsanwaltschaft damals keinen Anlaß fand, gegen Walter oon Washingtons Hauptquartier, erhalten, nachdem erst vor Tatsache ist allerdings daß Walter von kurzem sein Zelt für 5000 Dollar erworben worden war. wird ^utergebenen mehr gefürchtet als geliebt Zelt und Flagge haben dem amerikanischen Nationalhelden I durch den ganzen ReoolutionSkrieg gedient. Die Flagge fluofconor rourte von Miß Lovell, einer Nachkommin von Betty Lowis,

Slekener Straftammer. der Schwester Washingtons, in deren Familie der Schatz treu

)( Gießert, 23, Aug. gehütet worden war, zum Geschenk gemacht. Die Flagge ist Unter Ausschluß der OeffentlichkeiL 36 Zoll lang und 28 Zoll breit; ihre ehemals tiefblaue

tourte gegen die Witwe des Musikers W. W. hier, wegen Kuppelei ^te ist jetzt ausgebleicht, und sie ist mit 13 Sternen verhandelt Sie rft beschuldigt, gewoh-nl)eitsmäßig aus Eigennutz geschmückt.

der Unzucht ihrer Tochter Vorschub geleistet zu haben; sie sillst " _________________________

1!^ s?" gewerbsmäßigen Unzucht angeklagt. Trotzdem ihr mildernde! UI1Ö Dctfcbr

Umstande zugebüligt wurden, konnte im Hinblick auf die Gemein- I oo or Vf

gefahrllchkert ihrer Handlungsweise, keine niedere Strafe erkanntUeber dre Schädigung des werden, weshalb ihr wegen Kuppelei 5 Monate © e f ä n g n i 5 J h ! t T $eTtm.fung ^es Rheines be-

bÄÄng^1^ «mäßigen Unzucht wurde ftk wie fvlgtf'L" &Ä

Wegen Uebertretung der polizeilichen Vorschriften über Mc ÄÄ

Schanttokale Lrr Marmnündung bezw. bis Mannheinr unter Vertretern tec

für den Krers Alsfeld, erhrelt der Lagerhalter und Zapfer des Rtermperstaaten und ter zugezogenen Schiffahrtsinteressenten statt. Burgervereins zu Schwaz I. G. B. einen Strafbefehl. Dia Eferenz sprach sich der Vertreter der Kammer Bingen Gendarmerie erhob Anzeige, weil bei dem Schanklokal keine S&o Stommemenrat Vogt u. a. dahin aus: die geplante Vertieffrn^ durfnisanstalt errichtet war. Noch ehe dem Angeklagten biefer Fl ^°. Sentimeter werde für Bingen den großen Nachteil haben, Strafbefehl zugestellt war und kaum nach Fertigstellung der Be-I^v bei ungunsygem Wasserstande die tiefer beladenen Fahrzeug« durfnlsanstalt, erfolgte eine weitere Anzeige, weil die Wände ter me Löschplätze im hiesigen Hafen nicht mehr erreichen könnten. Bedürfnisanstalt statt mit Teer, wie es die Polizeiverordnung r.^ser stellentoeiie einen geringeren Wasserstand aufweist, vorschreibt, mit Karbolineum gestrichen worden waren. Gegen als heute schon bei Nlederwaffer durch das Binger Loch gefahren den zweiteii Strafbefehl erhob der Angeklagte Einspruch und taJ föcrben ^ann. Bei Ausführung des Projektes mußten die Kai- Schofsengericht sprach ihn frei, weil nicht der Angeklagte als ^^rn nachfundamentiert und eine größere Wassertiefe Zapser, sondern der Inhaber des Schanklokals für die Befolgung hergestellt toerben mit bedeutenden Kosten. Da Bingen

der polizeilichen Vorschriften verantwortlich sei, außerdem sei ein an , Rheinvertiefung mit Schleusenanlage am Mäuse-.

Teeranstrich bei der damaligen Jahreszeit nicht ausführbar ge- kern Interesse Hape, müsse aus Billigkeitsgründen verlangt

wesen und ferner hätte die zweite Anzeige nicht erfolgen dürfen, kosten ans ter Stromkasse gedeckt Wärtern

ehe der erste Strafbefehl zugestellt war. Die Staatsamvaltschast Berichterstatter Ministerialdirektor Peters stellte sich auf legte Berusung ein und machte geltend, daß der Angeklagte dennoch ben segenteiligenStandpunkt, die Vertreter ter Hess. Regierung zur Befolgung der Vorschriften verantwortlich sei, da der Bürger- suchten den Ve^reter unserer Kammer, von ter weiteren Ver- verem nur Mieter eines Telles des dem Angeklagten gehöriges Handlung dieser Frage abzustehen, die hessische Regierung würde Hauses sei und daß er von dem Vorstand des Vereins den Auftrag bann dem ganzen Vertiefungsprojette zustimmen, wenn das bekommen hat, die polizeilichen Anforderungen zu erfüllen Das Interesse d^er Stote Bingen m oben dargelegter Weise gewahrt Gericht ging auf die letzteren Fragen nicht ein, sondern hieltes roei$5 State Bingen hat sich dem Standpuntte des Kanuner- sur unzulasstg, daß eine zweite Anzeige erging, ehe ter erste ^rtt^ers angeschlossen und wurde dahingehend hei ter Regierung Strafbefehl zugestellt war. Es v er warf die Berufung der! vorstellig. Staatsanwaltschaft, indem es dem Angettagten den Ersatz der no t w endigen Aus la g en einschließlich ter Kosten seines Rechtsanwaltes .aus der Staatskasse zusprach.

hat ter Landwirt H. B aus Düdelsheim. Er wurde von einem blumensuchenten Taglöhner beobachtet, wie er von seinem Jagd­revier aus etnen über ter Grenze äsenden Rehbock erlegte und tim nach fernem Jagdgebiet brachte, um ihn dort auszuweiten Nach­dem der Jagdaufseher Kenntnis von dem Vorfall erhalten hatte er süh W: ter sich auf Zureden zL

Aockes an den Jagdpächter verstand.

Er teftntt ten Bock auf fremdem Jagdgebiet geschossen zu haben, das Wild fei erst, als es den Schuß erhalten habe, über die Grenze gesetzt, wo er es mit seinem Hirschfänger vollends getötet! habe Das Schöffengericht verutteilte B. wegen Jagdvergehens _____________________________-

zu 60 Mk. Geldsttafe. Hiergegen legte der Angeklagte teuK ^et8en 100 S9 21.w-00.00 Alk. ein und bezeichnete die Angaben des Taglöhners als unwahr Roggen 100 Kg. 15.50-15.75 Mk.

J«me früheren Angaben wiederholte. Das Berufungsgericht ~

hielt für teftgeftellt, daß ter Angeklagte von seinem Jagdrevier I , , IHärftC.

aus ten Bock auf frembem Jagdrevier erlegt und ihn auf fein ftc*r.8rrau,fltrt a*23. Aug. Heu- und Strohmarkt. Jagdrevier verbracht hat Es hielt die vom Schöffengericht er- Ungefähren waren 12 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man kannte ©träfe für angemessen und verwarf die Berufung «^Eroh (Kornlangstroh) 0,00 bis

bes Angeklagten. Ferner tourte das von dem Angeklagten w? ?,0° r 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft

Tat benutzte Gewehr, das er zum Termin mitgebracht batte Die Zufuhren waren aus Oberhessen, dem Kreise Dieburg

eingez og en und dessen sofortige Beschlagnahme verfügt. > un^dem Obertaunuskreis. u

Der Dachmeier von Grunberg,

ter gerichtsbekannte Dachdecker K. C. M., ter im Armenhaus, wohnt nerr nrif nnhprnn rt___r rr-«. . < , , '

Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gieß ew

Ochsen

Kalber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 8790 Dik.

7,Kg. Schlachtgew. 96104Pf.

7, , , 68-71

7, Kg. 8492 Pfg.

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23.

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