Ausgabe 
17.11.1910 Zweites Blatt
 
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? Lahnkan alisati on. Die Abschrift des Proto­kolls der Sitzung der preußischen und hessischen Regie­rungsvertreter, Vie am 4. Juni d. I. im Regierungs- gebärrde Hierselbst unter Zuziehung von Interessenten wegen der Schiffbarmachung der Lahn stattgefunden hat, ist den Teilnehmern ans dem Ministerium des 3intern in Berlin zugegangen. Es ist nunmehr anzunehmen, daß die Mit- !glieder oes Lahnlanalvereins in nächster Zeit zu einer Versammlung berufen werden.

** Kunstverein. Man schreibt uns: Jni der diesmaligen Ausstellung des Kunstvereins ist u. a. Otto Jung, Stuttgart, durch eine Sammlung von Gemälden vertreten. Der Künstler rift in den letzten Jahren in weiteren Kreisen bekannt geworden und hat auch in Gießet: sich Freunde erworben. Seine Bilder tragen durchweg den Stempel einer Persönlichkeit, die mit grüb­lerischem Ernst die Dinge erfaßt und doch wieder in naiver Schöuheitsfreude sich ihnen hingibt. Darum wohl gelingen ihm Porträt und Landschaft gleich gut. Für die letztere schuf der Künstler sogar seine eigene Malweise, eine Technik, die ihm erlaubt, im kleinsten Raum großzügige Wirkung hervorzubringen, ohne das feine Detail des Vordergrundes opfern zu müssen. Otto Jlmgs Bilder besitzen künstlerische Harmonie, Ruhe und Ver- tiespng und wirken wie jene Menschen, die man bei jedem Zu- samiüentreffen lieber gewinnt. In Gießen wird die Ausstellung noch ein besonderes lokales Interesse erregen, da sie teils Porträts hiesiger Persönlichkeiten enthält, teils Motive aus der Umgegend bringt, die uns zeigen, wie viel Schönes und Charakteristisches ein Künstlerauge in den einfachen Linien und Stimmungen unserer Landschaft zu finden weiß.

»MM TUIlUfflliriniMlliiilIIIJIlll i|" Willi II in I II _ III Größere Geschäfts - Anzeigen für die SamstagSausgabe beliebe man schon am Freitag vormittag zu bestellen. Nur dann ist cS möglich, der Satz- ausstattung der Anzeigen diejenige Sorgfalt angedcihen zu lassen, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist.

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**Dr.eSchtvernefleisch preise in Gie ßen ver­anlaßten aus Anlaß der Besprechung über die Fleichspreise einen Stadtverordneten zu der Erklärung, daß der Vieh- Preis im Verhältnis zum Ladenpreis nicht im Einklang stehe. Der Preis für schlachtreife Schweine betrage für das Pfund 68 Pfg. und die Metzger ließen sich im Laden für das Pfund Fleisch 96 Psg. bezahlen. Letztere Angabe ist nicht ganz zutreffend. Der Ladenpreis beträgt in Gießen für Kotelettstücke allerdings 96 Pfg., für Braten- stücke 90 Pfg. und für alles übrige Schweinefleisch 80 Pfg., so daH der Durchschnittspreis zwischen 8384 Pfg. das Pfund ausmacht. Allerdings ist auch diese Spannung zwischen Ein- und Verkaufspreis für das Hauptnahrungs­mittel der Arbeiterbevölkerung und des Mittelstandes zu hoch und die Metzgerinnung darf sich über das Verlangen der Verbraucher, die Preise zu ermäßigen, nicht beschweren.

? Die Pferdemusterung, die jedes Jahr statt­findet, war in diesem Jahre von 492 Pferden aus Gießen beschickt. Die Herren der Musterungskommission klagten darüber, daß unter den vorgeführten Tieren ein hoher Prozent­satz kriegsunbrauchbares Material sei.

** D e r Stenograp Hen-Ver einStolze- Schrey" hielt am 15. d. M. seine Hauptversamm­lung ab. Der vom Vorsitzenden erstattete Jahresbe­richt gab ein befriedigendes Bild von dem im Verein herr­schenden Leben. Der Besuch der Uebungsabende war im Berichtsjahr durchweg gut und die Benutzung der wesentlich vergrößerten Vereinsbücherei sehr rege. Die Kassenverhält­nisse sind die denkbar günstigsten. Der Verein beteiligte sich wiederholt an öffentlichen .Wettschreiben und errang ins- Igesamt 68 Einzelpreise und den Bezirkswanderpreis, sowie mehrere Auszeichnungen für schönschristliche und Ausstel- klungsarbeiten. Der Vorstand setzt sich nach der Neuwahl zusammen: C. Reitz 1 .Vors., A. Roth 2. Vors., H. Hoerster 1. Schriftführer, H. Kraus köpf 2. Schriftführer/O. Knörr Kassenwart, Gg. Reiber und H. Berghö fer Büch erwarte, R. Glagow, Gg. Karn und H. Brink Beisitzer. Kulturtechniker Eullmann, Hochbauaufseher Haller und Aktuar Walbrach- Büdingen konnten als Mitbegründer in diesen Tagen auf eine 15jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Die Versamm­lung beschloß einstimmig, in dankbarer Anerkennung der langjährigen verdienstvollen Tätigkeit, die Ernennung dieser Herren zu Ehrenmitgliedern. Das Weihnachtsvergnügen wird der Verein am 18. Dezember im Hotel Großherzog von Hessen in altgewohnter Weise feiern.

** Billige Briese nach Amerika. Folgende Schisse befördern Briefe nach den Bereinigten Staa­ten von Amerika zum Preis von 10 Pfg. für je 20 g: Kaiserin Auguste Viktoria" ab Hamburg 19. Nov.,Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 29. Nov.,Rhein" ab .Bremen 3. Dez.,Amerika" ab Hamburg 10. Dez.,George Washington" ab Bremen 13. Dez.,President Lincoln" ab Hamburg 17. Dez.,Breslau" ab Bremen 22. Dez.,Bata­via" ab Hamburg 24. Dez.,Blücher" ab Hamburg 31. Dez. .Alle diese Schiffe, außerRhein",President Lincoln", Breslau" undBatavia", sind Schnelldampser oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste Desörderungsgelegenheit bieten. Es empftehlt sich, die Briese mit einem Leiwermert wiedirekter Weg" oderüber Bremen oder Hamburg" zu versehen. Die Portoermäßv- gung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auch aus Post- karten, Drucksachen usw., und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gekneten Amerikas, z. B. (Sanaba.

Kreis Schotten.

X Schotten, 16. Nov. Verschiedene Jagdpächter hatten in ihre Jagdgebiete in der engeren und wetteren Ent-1 fern'ung unserer Stadt Fasanen eingesetzt, die sich ungemein |

vermehrten und ausbreiteten. Infolge der Vergiftung -der Feldmäuse mit Giftweizen haben viele Fasanen vergiftete Körner gefressen und sind verendet, so daß der Bestand dieses Federwildes jetzt stark dezimiert ist. Mehrere Bas.altsteinbrüche sind in letzterer Zeit neu angelegt worden. Die Steine werden mittelst Klopfmaschine zerkleinert und finden zu Deckmatcrial auf die Straßen Verwendung.

= Laubach, 16. Nov. Der Groß Herzog hat den Ortsgerichtsmännern Hch. Stotz und Karl Kircher, beide hier, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" verliehen.

Starkenburg und Rheinhessen.

R. B. Darmstadt, 16. Nov. DerHe ss i sch e Automobilklub", Sitz in Darmstadt, hatte, wie wir mitteilten, durch feinen Vorstand die Gießener Staats­anwaltschaft ersucht, gegen den Reichs- und Landtags- abgeordneteu Köhler wegen öffentlicher Aufreizung zu Gewalttätigkeiten Anklage zu erheben. Die Staatsanwalt­schaft batte jedoch nach Vernehmung des Abg. Köhler, der seine Angriffe als Scherz aufgefaßt wissen will, von der Erhebung der Anklage Abstand zu nehmen und die An­tragsteller auf den Weg der Privatklage zu verweisen be­schlossen. Gegen diesen Beschluß hak jetzt der Vorstand des Hessischen Automobilklubs das Rechtsmittel der Be­schwerde beim General-Staatsanwalt erhoben. 1 Bei sämtlichen hiesigen Behörden zirkulierte in diesen Tagen ein Schreiben, in dem sich die Unterzeich­neten, ähnlich wie im vorigen Jahre, verpflichten, die üb­lichen konventionellen gesellschaftlichen Ein­ladungen zu unterlassen und sich zu einer oder mehreren Veranstaltungen zusammenzufinden. Im ver­gangenen Jahre fand die gemeinsame gesellige Veranstal­tung der höheren Beamtenschaft im Hotel zur Traube statt.

Darmstadt, 16. Nov. Dieser Tage entfernte sich die 15j ährige Tochter eines in Ludwigshafen woh­nenden Schauspielers; sie wurde entführt von dem noch nicht 16 Jahre alten Sohn des Direktors einer an­deren Theatergesellschast, die zurzeit in Böhl gastiert. Die Eltern forschten ihrer Tochter nach und entdeckten sie dann bei jener Theatergesellschaft unter der Direktion Franz Jäger. Mit Hilfe des Vormundschaftsgerichts und des Gendarmeriewachtmeisters Bohn aus Haßloch wurde, die jugendliche Schauspielerin wieder zuruckgeholt. Hierbei machte der Geudarmeriewachtmeister die merkwürdige Ent­deckung, daß die Ehefrau des Schauspiel-Direktors Jäger wegen Bigam'ie von der Staatsanwaltschaft Darmstadt steckbrieflich gesucht wird.

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rin. Darmstadt, 16. Nov. Im Uebermut hat der 43 Jahre alte vermögende Landwirt Joh. Knüll von Brandon auf der Landstraße zwischen Reichenbach und Lau­tern eine Anzahl Obstbäumchen mit einem Stock zer­stört, so daß ein Schaden von etwa 100 Mk. entstand. Er versuchte zu leugnen, wurde aber von benachbarten Land­wirten genau erkannt. Vorn Schöffengericht war er zu drei Wochen Gefängnis verurteilt worden und er erstrebte vor der ©trafLämmer eine Herabs etzung der Strafe, was ihm freilich nicht gelingt.

4- E i n Automobil unglück vor Gericht. Aus Straßburg wird uns geschrieben: Das Automobilunglück von Sennheim, das sich am 16. Juni d. I. ereignete, haue an Ort uiid Stelle ein gerichtliches Nachspiel, da das Gericht einen Lokaltermin für notwendig hielt. An dem genannten Tage kam Der Graf v. Arnim aus Blumberg bei Berlin nut seinem Rennwagen von der Prinz-Hemrichsahrt zurück. Bel der Straßenkreuzung Mühl­hausen-Thann und Semiheim-Belfort stieß fern Rennwagen mit dem Automobil des Bauunternehmers Z a h m aus Mühlhausen zusanimen, wobei dieser s ch w e r verletzt wurde. Es »vurde gerichtlich seftgestellt, daß die Unglücksstelle zwar kein besonderes Gefälle bietet, aber schwer zil übersehen ist, nanientlich wegen einiger die freie Aussicht hindernder Akazienhecken. Auch stört eine Häusergruppe die freie Aussicht. Ter als Sachverständiger für Autoniobillvesen gehörte Ingenieur K e st n e r gab sein Gut­achten dahin ab, daß Graf v. Arnim seine Geschwindigkeit an der Unübersichtlichkeit hätte vermindern müssen. Tas Gericht sah ein Vergehen gegen § 230 St.G.B. und 8 19 der einschlägigen Bundes- ratSverordnuug für gegeben an und verurteilte den Graten v. Arnim in An betracht der Schwere der Ver­letzungen, die Zahm bei dem Unglück davongetragen hatte, zu 600 Mark Geldstrafe eventuell 60 Tagen Gefängnis. Auch wurden dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens und die Aus­lagen des als Nebenkläger zugelassenen Baumiternehmers Zähm aulerlegt.

Paris, 16. Nov. Vor dem Kriegsgericht des 8. Armee­korps in B o u r g e s erschien ein Soldat des 85. Jnfamerle- Regunents, der sich geweigert hatte, während des Eisen­bahnstreiks auf e i n e m B a h ng e l e i f e P o ste n zu ft e lje n. Ter Angeklagte erklärte, er sei ein Anhänger der Syndikatsbelvegung und habe als solcher den Ausstand der Eisenbahner gebilligt, er habe nicht gegen dieselben marschieren wollen. Tas Kriegsgericht verurteilte den Soldaten unter Zubilligung mildernder Um­stände zit sechs M o n a t e n Gefängnis.

Vermiichte».

* War um der Tabak giftig wirkt. Die Frage' warum übermäßiges Rauchen nuf den Organismus giftige Wirk­ungen auSüvt, pflegte bisher allgeniein Damit beantwortet zu werden, daß das in den Tabakblättern enthaltene Alkaloid Nikotin mit dem Tabakrauch und bei der innigen Berührung des au- gebuchteten Tabaks mit Den Lippenschleimhäuten in den Körper des Rauchers übergehe. Nach Untersuchungen, Die Tr. Andrew Jackson in Der , Medical Times" veröffentlicht, läßt sich Diese An- lcht nicht mehr tu ihrem ganzen Umfange auiredjt erhalten. Mm- Desiens ebenjo gütig wie das beim Rauchen sich zum größten Teil verflüchtigende Nikotin, das nur bet den vorübergehenden Erblin­dungen utfolge Tabaksmißbrauchs eine besondere Rolle spielt, wirken Diejenigen aromatischen Verbindungen, Die beim Rauchen infolge iiugeuügenDer Verbrennung entliehen. Es handelt sich hier zu° nächst um Benzolderivale, PyrlDmbasen und plperiDinähnllche Körper, Die als Vorstufen vieler Alkaloide betrachtet werden können, und fast weitaus sämtlich giftiger sind, als Das Strlotm.

! Hierzu.krunnit.aber noch Das allbekannte, bei Oefen. mit Klappen- vorrichtuugen zu so viel Unglücksfallen Leranlassung gebende Kohlenoxyd, das von der Schleimhaut des Mundes und Rachen» begierig atifqenommen ivirD und, in die Blutbahnen übertretend, e-ineu-Komplex von Kraiikheitsfymptomen hervorruft, die denjenigen/ bei starker Nikotinvergiftung sehr ähnlich sind. Entnimmt man De> Mundschleimhaut eines Rauchenden, lueuit er auch nur erst wenige Züge getan hat, einige Tropfen Blut, so zeigt sich bei der Ver- Dünnimg mit Wasser sofort Die für Da§ Vorhandensein von Kohlen­oxydgas cbarachleristische Farbe, und auch durch den Spektral- apparat läßt sich tmverlennbar Das Vorhandensein von Kohlenoxyd im Bliit nachweisen. Tie Schädlichkeiten wirken beim Rauchen von Zigarren und Tabak aus Pfeifen ziemlich gleich stark, am stärksten aber beim Zigareltenrauchen, weil Dabei größere Mengen Rauch in den Mund eingesogen werden. Gänzlich unschädlich ist dagegen das Rauchen aus Wasserpfeifeit, tveil bei ihnen durch das häusig zu erneuernde Wasser fast sämtliches Kohlenoxyd auf­gezogen wird.

* D i e F u r k a b a h n. Vor einigen Wochen wurde mit Dem Bau einer wichtigen Schweizer Bergbahn begonnen, die den Zwech hat, Die Täler von Rhone und Rhein miteinander zu verbüiden Sie wird Das Furkamassiv zu Durchschneiden haben, das beiDi Flußtäler von einander trennt und ermöglichen, daß man vont Wallis direkt ins Engadin rcifeh kann, also etwa von Zermatt nach St. Moritz was bisher nicht möglich war. Tie neue Linie geht von Brig aus. das immer mehr ein Brennpunkt de§- schweizerischen Verkehrswesens wird und berührt die Ortschasteit Ftesch, Ntedertvald, Atünsler, Ulrichen, Ober-wald, Giersch, Hospem thal, Andermatt und Tisentis. Bis hierher wird die Strecke, die zahlreiche Kutistbauten erfordert, 96 Kilometer lang sein. Von Tiseiitis aus soll sie baun noch bis Jlanz (in Graubünden) fort- geführt werden, um Anschluß ' an die großen Haiipllmien zu er­halten. Außerdem wird eine Zweigbahn von Glelsch mach Atei' ringen geführt werden, die eine Länge von 35 Kilometer haben unq eine der großartigsten Gebirgsbahnen fein wird. Ter Bahn­bau, an dem ausschließlich italienische Arbeiter beschäftigt werden, ist von einer Gesellschaft schweizerischer und französischer Bankier! unternommen, die mit 30 Millionen Franks arbeitet.

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Secligs kandierter Kornkaffee verdient deshalb die defon dere Beachtung unserer Hauswauen, weil er den echten Bohnen- kastee infolge seiner Kaffeeähnllchkeit nicht nur ersetzt, sondern Demselben wegen feiner Wohlbekümmlichkeit sogar vorzuziehen ist. ^eeUgs taiiDierter Kornkaffee gibt ein vorzügliches, anregendes, nahrkranigeS Getränk von seinstem Kaffeearoma, ist erheblich billiger als Bohnenkaffee und absolut frei von Den gesundheitsschädlichen Nachwirkungen deS letzteren. Hervorragende ärztliche Autoritäten Des In- und Auslandes, vorzugsweise Die Leiter größerer Natur' Heilanstalten, geben Seeligs tanDtcrtem Kornkaffee den Vorzug vor allen ähnlichen Präparaten: derselbe hat sich Daher auch binnen kurzer Zett überall, bei arm und reich, bei Kranken und Gesunden eingebürgert. Sloftenfreie Proben und Niederlagenverzetchnisse erhalt man aus Anfrage von den Fabr-tkanten Emil Peelig, A.°G^ Heilbronn a. R.

Uirchliehe Nachricyten.

3$radUijct)c Rehgiousgememoc.

(5ottes0ieii|i m öer Synagoge (Süd-Anlages

Samstag den 19. November 1910:

Vorabend: 4.30 Uhr.

Morgens: 9.00 Uhr.

Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großberzoa-.

Nachmittags: 3.30 Uhr.

Sabbatausgang: 5.25 Uhr.

3$raclitijd)e ttetiglonzgefellfchast.

Sotterdienst.

Sabbatfeier am 19. November 1910:

Freitag abend 4.10 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabbat-Ausgang 5.25 Uhr.

Wochenaottesdienst: 9)torgeii§ 6.45 Uhr, abends 7.00 Ubr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

* Kasernenhofblüte. Unteroffizier (beim Unterricht, in dem die früheren Heldentaten des Regjments zur Sprache gekommen):Kerls, der Heldentod muß Euch nachgerade zur Gewohnheit werden!"

* Stolz.Frau Schulzen, schon zweiter Lehrling ist er 'worden, Ihr Peperl, das lasse ich mir gefallen."Ja, ja, mein Junge macht rasch Karriere."

Markts

tb. Gieße«, 17. Nov. Heu- und Strohmarkt. Tie Zufilhren auf Oswalds Garten in Heu und Stroh sind trt den letzten d Tagen reichlich gewesen, aber auch die Nachfrage war ziemlich stark, so Daß Der Preis für gutes Heu in die Höhe ging« Bezahlt rourDe für Heu je nach Güte Pik. 3.003.50, für Maschmen- stroh Mk. 1.802.00 für den ßeiimer.

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3m3ahr bel'rägl'der WeLtverbrauch (Dieses darf man stolz betonen!) Von Sunticht Seifendoppelstück Ein Tausend Millionen!

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