Ausgabe 
20.5.1910 Zweites Blatt
 
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betn Protnirztalcrusschutz nicht so lercht erfolgt wäre, wenn es den Mitgliedern dieser Instanz möglich gewesen wäre, sich an Ort und Stelle sowohl den Platz selbst, als and) dessen Umgebung unb die sonst in Betracht KU ziehenden Verhältnisse anzusehen. Wenn man wirklich mit gutem Gewissen die Ansicht vertritt, daß der Plytz und seine Um gebung zweckmäßiges Baugelände ist, so ist schwer zu be greifen, daß am anderen Ende Hungens ein neuer Stadtteil entstehen tonnte, während in der dortigen Gegend billigeres Gelände nicht bebaut wird.

Versammlung der Lreiz-Gemeinüerrchner.

" , Gießen, 19. Mai.

Der Kreis Rcckncrverbanddcs.KrciscsGießcn hielt gestern nachmittag seine Hauptversammlung im (Sofe Ebel ab. Der Vorsitzende Rechner Arnold Grüningen bewillkomm­nete besonders den Vertreter der Aufsichtsbehörde, Kanzleirat Schifsnic. Schriftführer W ci s el - Muschenhcim erstattete den Jahresbericht über 1909. Darnach beträgt hic Mitgliederzahl im Kreise Gießen 51, in den IS Kreisen des Großherwgtums über 700. Im vorigen Jahre starben die Mitglieder Wenzel-Lang Göns und Müller-Hausen. Dann berichtete der Vorsitzende über die Tätigkeit des Kreisvercins seit der letzten Versammlung, über die am 24. Oktober obgehaltcne Vertretcrversammlung in Frank­furt und die Vcrbandstagung vom 28. November in Frankfurt Der Bericht zeigt eine rege Vereinsarbcit. Viele Gemmnde- rechncr stehen noch abseits vom Verband, so gehören im Kreise Gießen nur die Rechner der kleinen Orte dazu, die der größeren Orte sind nicht dabei. Neue Rechnerstellen wurden errichtet in Saasen, Lumda und Bellersheim. Tic Hauvtversammlung und die Kreisvcrtretersitzung beschäftigten sich mit den Fragen des Beamten fürs orgcgesetzes und den Untererhebcr- stellen. In dem neuen Entwurf sind die Wünsche der Rechner zum Teil berücksichtigt, sie werden nächstens der Kammer vorgelcgt. Die Regierung hat eingesehen, daß das Gesetz erweiterungsbedürftig ist und will weitere Beamten ausnchmen, olle Gcmeindebeamten sollten eigentlich gleichberechtigt sein. Die Beiträge in die Für­sorgekasse sollten die Gemeinden bezahlen. Viele Orte haben dies bereits getan. Die Kasse hat. heute schon einen Fonds non fast 1/2 Million Mark. Am 7. Februar fand eine außerordentliche Versammlung wegen der vom Abgeordneten Best beantragten Ab schaffung der Unter er!) eher ft eilen statt. Es wurde ein­stimmig gegen diesen Antrag Stellung genommen und die Regie­rung gebeten, von der Aufhebung abzusehen, da die Untererheber- stcllen für die ländliche Bevölkerung eine große Annehmlichkeit Jbebeutc. Die meisten hessischen Rechner sind auch Untcrerheber, nur in 172 Orten noch nicht. Tie 9£bgeorbneten Lutz und Leun !haben beantragt, beide Aemtcr, Rediner und Untcrerheber, in allen Orten zusammenzulegen. Die Gehaltsverhältnisse sollten neu geregelt werden und zwar auf Grund eines Ortsstatuts. Rechner Berlin aus Londorf gab die Iahresrechuung bekannt. Zu Rechnungsprüfern wurden gewählt: Walbott-Garbenteich und Brückel-Lang-Göns. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des seitherigen 1. Vorsitzenden Arnold-Grüningen, des Stellver­treters und Rcd)ncrs Berlin-Londorf und des Schriftführers Weiscl- Muschenhcirn. Als Ort der nädiftcn Kreisvcrsammlung wurde wieder Gießen bestimmt. Es wurde beschlossen, im Falle sid) ein Verband der Gemeindebcamten bilden sollte, diesem beizutretcn und einen Vertreter zu der Versammlung zu senden. Form- Ha l s - Allendors begrüßt es, daß sich die städtischen Beamten von den ländlichen Beamten getrennt haben, da die Interessen der Gemeindebeamten in Stabt und Land sehr verschieden seien. Weiter wurde beschlossen, feinen besonderen Ausflug zu ver­anstalten, sondern an dem für Anfang Juli geplanten Ausflug sämtlicher Gcmeindebeamten des Kreises Gießen teilzunehmen. Kanzleirat Schiffnie teilt mit, daß die Vorbereitungen dazu im Gange seien. Sodann erläuterten der Vorsitzende und Kanzleirat /Schiffnie das Sparshstem und die Vereinfachung der Verwaltung. Bei Diäten soll möglichst gespart und nur einmal mit der Kreis­kasse abgerechnet, kleine Beträge sollen mit der Post gesandt, aber vollständig frei gemacht werden. Ter Vorsitzende spricht auch dafür, daß die Bezirkssparkasse den Postscheckverkehr für die Gemeinden einführt. Er erhält den Auftrag, an der zuständigen Stelle die Wünsche der Rechner vorzulegen. Die Rechner wünschen ferner die Bezahlung des Kreisblattes durch dic Gemeinde es geschieht dies schon int Kreise Schotten, die Auszählung einer Vergütung für Arbeiten für die Kreiskasse und die Erhöhung der Hebgebühr für Invaliden- und Krankenkassen. Ein Gesuch der Rechner des Kreises Friedberg wegen Gewährung von Vergütung für Kreis- kassearbeitcn wurde vom dortigen .Kreisamt abgelehnt. Tie Ver­sammlung sieht deshalb von einer Eingabe an das Kreisamt Gießen ab. Der Vorsitzende erhält den Auftrag, bei der nächsten Landes- Versammlung anzuregen, daß der Landesverband, der jetzt 16 Jahre besteht, alljährlich einen Voranschlag aufstellt, damit jeder weiß, wozu die ca. 3000 Mk. Mitgliederbeiträge Verwendung finden. Die Beamtenzeitung soll beibehalten werden. Der Vorsitzende Arnold ermahnt zum Beitritt in den Verband und zu zahlreicher Beteiligung an den Versammlungen. Er schloß mit einem Hock) auf den Großherzog.

Aus Stadt und £aud.

Gießen, 20. Mai 1910.

"Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog hat zum 18. Mai d. I. dem Lehrer an der Unterrichtsanstalt der israelitischen Religionsgesellschaft zu Mainz Jofcffh Kahn, genannt Kahn-Hut, das silberne Kreuz des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen.

** Landwirtschaftlicher Lehrkursus. Am 23. Mai 'd. I. beginnt der von der Landwirtschafts-Kammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden in unmittelbarer Nahe des Hofes K.'eebcrg bei Hachenburg veranstaltete Lehrkursns für den Betrieb von Weiden. Außerordentlichen Anklang hat der Kursus gefunden, denn aus der Provinz Hessen- Nassau, dem Großherzogtum Hessen, Rheinpreußen, beson ders ober mich aus den anderen Teilen Deutschlands haben sich zahlreiche Teilnehmer, praktische Landwirte sowohl, wie Tierzuchtbeamte, bereits angemeldet. Tas König!. Bahe- rische Ministerium des Innern hat alle abkömmlichen Tier- zuchtinspektorcn zu dem Kursus abgeordnet. Professor Falke- Leipzig, Professor Tr. G i s e v iu s - Gießen, Landwirtschafts- Inspektor Keiser Wiesbaden, Tepartemcnts-Tierarzt, Veteri­närrat Peters-Wiesb-aden werden Vorträge hatten. An diese reihen jidt praktische Vorführungen.

" Ein bentertenswertes silbernes Jubi­läum. 25 Jahre sind verflossen, seitdem der Geh. Baurat I. Grapen horst in Stade das Kleinpflaster erfunden hat. Im Jahre 1885 ließ er bei Stade die erste Straße mit Kleinpflastsrfteinen befestigen, die bisher so gut tote gar keine Unterhaltungskosten erfordert hat nnb heute noch als tadellos bezeichnet tvecden kann. Auch m unserer Stadt hat man seit 1906 35 000 Quadratmeter Straßenfläche mit Klein­pflaster eingedeckt, zu denen im Laufe dieses Jahres weitere 15 000 Quadratmeter hinzukommen. Kleinpflaster wird be­sonders zur Befestigung von Straßenzügen angetvandt, die man sonst einwalzen würde. Letzteres stellt sich zwar in der Anlage billiger, aber durch die Unterhaltung mit der Zeit erheblich teurer als Kleinpflaster. Außerdem hat es den großen Nachteil, daß bei Regenwetter sich Schlamm auf der Decke bildet, der dem Verkehr lästig wird.

Münzenberg, 19. Mai. Gegenwärtig ist man hier eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt für die am 29. und 30. dieses Monats hier flattfinbenbc Gauturn­

fahrt des Gaues Hessen, verbunden mit der Fahnen­weihe des hiesigen Turnvereins. Münzenberg dürfte an genanntem Feste bei günstiger Witterung mit einer großen Menschenansammlung zu rechnen haben. Eine statt­liche Anzahl Turner hat 'bis jetzt schon ihr Erscheinen zu- gcsagt, darunter 150 Mann, die am Wetturnen teilnehmen. Voraussichtlich wird sich ihre Zahl noch bedeutend ver­mehren. Den musikalischen Teil hat die Kapelle deS Hess. Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 übernommen. Auch wird der hiesige MännergesangvereinEintracht" Mitwirken. Als Feslplatz ist von der Gemeinde ein schöner Wiesengrund nord­westlich von Münzenberg, unweit des Bahnhofes, zur Ver­fügung gestellt worden.

Lehrbad), 17. Mai. Heute um 3>I Uhr nachmittags entlud sid) über unserem Dorfe ein sehr schweres Ge­witter. Ein wolkenbruchartiger Regen, vermischt mit starkem Hagel, ergoß sich über die in jungem Grün prangen­den Fluren und verursachte viel Schaden Die^präd)tig blühenden Bäume waren im Augenblick ihres schmuckes beraubt. Geradezu Wogen des Wassers.stürzten sid) in die tieferliegenben Gehöfte, alles mit sid) fortreißend und die Ställe füllend. Kühe und Pferde standen bis am Leibe im Wasser- Schweine, die gerade von der Melde kamen, schwammen in den Wogen. Eine Frau, die ihren Schweinen öffnen wollte, schwamm zu ihrem Glück in das nächste Gehöft, sonst wäre sie rettungslos verloren gewesen. Viele Hühner wurden überrascht und schwammen davon. Die Keller sind mit Wasser gefüllt und einem Kaufmann ist sein ganzes Lager verdorben worden. Der neu angelegte,, präch­tige Park des Rittergutsbesitzers Oppermann ist hart mit­genommen worden.

Frankfurt a. M., 18. Mai. Lufts p or t-Iubi- läum im Zoologischen Garten. Kätchen Pau­lus leitet am nächsten Sonntag im Zoologischen Garten ein Jubiläumsjahr ein, das für die Luftballon­fahrten in Frankfurt von Bedeutung ist. 30 Jahre sind es her, daß die erste Luftballon-Auffahrt im Zoologischen Garten durch Carl Seeurius ausgeführt wurde, 75 Jahre früher, 1805, unternahm Professor Garnerin eine erste Auffahrt auf der Pfingstweide und vor 125 Jahren, am 27. September 1785, fand die allererste Ballon-Ausfahrt hier statt, zu der Blanchard nach langen Vorverhand­lungen die Erlaubnis erwirkt hatte. Die Erinnerung an dieses Ereignis wurde 100 Jahre später, am gleichen "Tag, im Zoologischen Garten durch eine Ausstellung gefeiert.

ICircbc und Schule.

** E i n S ch n l m n s e n m hat die nnirttembergifdjc Unter- richtsverwaltung in Stuttgart geschaffen, das zunächst der Volks­schule dienen soll. Es ist in einem dortigen Gvmnasium unter­gebracht unb hat bic Ausgabe, bie Behörden und Lehrer der Bolks- schule mit zweckentsprechenden Schulausstattungsgegenftänden be­kannt zu macken: ihnen in einschlägigen Fragen Auskunft zu erteilen: bie Lehrer zur Herstellung guter Lehrmittel, namentlich für die Heimat- Junb Naturkunde, aufzumuntern, und durch Aus­stellungen Verständnis für die Ausgabe und die Arbeit der Schule in weitere Kreise zu tragen.

** Ei nFach ex am en" für Schulgesangunterricht ist die neueste Förderung der Unterrichtsbchörden. Ein Kursus zur Aus­bildung von Gesanglehrern und -lehrerinnen mit Abschlußprüfung und Reifezeugnis beginnt in aller Kürze im Seminar für Schul- gesang in Berlin. Der Unterricht in den einzelnen Fächern (Phonetik, Methodik, Stimmbildung, Musikgeschichte, Primavista, Musikdiktat, Gehörbildung, Farmen und Harmonielehre) wird von bekannten, in ihrem Fach hervorragenden Lehrkräften erteilt.

<ßcridbfr»§a<iL

RB. Darm stadt, 19. Mai. Kriegsgericht der 25. Division. Der aus Wies eck flammen bc ehemalige Brief­träger Heinrich Löwenstein hat sich in dieser Eigenschaft Veruntreuungen und Fälschungen zuschulden kommen lassen, wes­halb er s. Z. vom Schwurgericht zu 1 Jahr 9 Monaten Ge­fängnis verurteilt worden ist, welche Strafe er eben verbüßt. Er gehört nock und zwar als Unteroffizier der Landwehr zweiten Aufgebotes an. Das Kriegsgericht zog deshalb in der heutigen Verhandlung in Betracht, ob er durch jene Verurteilung den Unteroffiziergrad verwirkt habe unb erkannte demgemäß auf Degradation.

Sport.

** Der Zentralansschuß für Volks- unb Jugend- spiele in Deutschland hält vom 1.3. Juli feine Ver­sammlung in Barmen ab. Eine größere Ausstellung für Volkswohl, Gesundheitspflege und soziale Fürsorge wird ein lehrreiches Bild aller dieser im Bergischen Lande mit Eifer ge­pflegten Bestrebungen bieten; auck Spielgeräte werden ausge­stellt sein. An den Nachmittagen des 2. und 3. Juli finden, auf dem auf Bergeshöhe liegenden Spielplatz umfangreiche Vor- flihrungcn der Barmer Jugend, der Turner, Spielvereine und Frauenabteilungen statt, die mannigfach vorbildlich sein dürften. Auch einige Militärabteilungen des 7. Armeekorps werden Spiele vorführen.

feilte».

* Mord unb Selbstmord in einer Schule. Die Untersekunda des V i k t 0 r - E m a n u e l - G y m n a s i n m s zu Pale r in 0 mar kürzlich der Schauplatz einer unerhörten Schüler- lragodie. Bei Beginn des Unterrichts trat der sechzehnjährige Sohn des angesehenen Rechtsanwalts und Geineinderats Sidonni auf den Klassenlehrer Ghelli zu und machte ihm vor versammelter Klasse Vorwürle darüber, daß er ihm in Latein und Betragen ein schlechtes Zeugnis gegeben habe, und verlangte m drohendem Tone, daß der Professor das Zeugnis ändere. Als der Lehrer dies ablehnte und den Schüler aufforbertc, lieber künftig fleißiger zu lernen und sich besser aufzunihren, zog der Junge bichschnell einen kleinen Revolver hervor und schoß dem Professor in den Unterleib. Darauf richtete der Schüler die Waffe gegen sich selbst und schoß sich eine Kugel i ns Herz. Er "war sofort tot; der Lehrer liegt im Sterben. Dem Professor (Sheth wurde, wie dasB. T." meldet, vor kurzem eine augezündete Petarde in den Flur seines Hauses gelegt. Es scheint, daß die Tat von demselben Schüler verübt wurde, der jetzt das Revolver- attentat beging.

* T i e Regiere ngszeiteit englischer Herrscher. Wenn man bie neunjährige Regierungszeit König Eduards mit der seiner Vorgänger vergleicht, so fällt deren Kürze besonders auf. England ist nämlich von allen Großmächten das Land der läng- t c n Regierungszeitcn. Während wir auf dem Throne Britanniens im letzten Jahrtausend ifcit der Einwanderung der Normannen im Jahre 1066) nur 35 Könige zählen, haben wir in Deutschland in derselben Zeit (feit 1056) nicht weniger als 51 Kaiser. Dabei ist überdies von Unterbrechungen, wie sie in England die kurze Epoche der Republik unter Eromwell und seinem Sohn, ober in Deutschland die Zeit von 1806 bis 1871 darstellt, abgesehen. In (Snglanb ivaren Negierungen von mehr als 25 jähriger Dauer nichts Seltenes. Heinrich I. regierte 35 Jahre, Heinrich III. 56 Jahre, sein Nachfolger Eduard I. 35 Jahre, Eduard III. 50 Jahre: Heinrich VI., der allerdings schon als 9 Monate altes Kind auf den Thron kam, herrschte 39 Jahre lang, wurde 1461 gefangen, genommen und abgefetzt und kam im Jahre 1470 nochmals vor­übergehend zur Regierung bis zu seiner abermaligen Gefangen^ nähme durch seinen erbitterten Gegner Eduard IV. aus dein Hause York. Heinrich VIII. regierte 38 Jahre, Königin Elisabeth 45 Jahre, Karl II. 25 Jahre, Georg II. 33 Jahre, jein Sohu,

Georg III. 60 Jahre, von denen er jedoch die letzten 10 jjaljre wegen unheilbarer Geisteskrankheit durch seinen Sohn in der Ausübung der königlichen Gewalt vertreten wurde. Die längste Regierungszeit in England aber und eine der längsten der Welt­geschichte wohl überhaupt hatte dic Mutter des verstorbenes Königs, Königin Victoria, bie 64 Jahre lang, von 1837 bis 1901, bas Zepter führte.

* Schlagfertig. Schneiber «sehr mager, als er einem angezcchten Studenten begegnet«:Ei, ci, Freund! Ich glaube. Sie haben ein bißchen zu viel getrunken!" Student:Und ick) glaube, Sie haben ein bißchen zu wenig gegessen."

Märkte.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

fc. Frankfurt a.M. Viehhof-Marktbericht vom 19. Mai, Auftrieb: 37 Ochsen, 3 Bullen, 95 Kühe, 959 Kälber, 99 Schafe, Sck)weine 921, Ziegen 23.

Tendenz: Kälber gedrückt, Sck)ase ausverkauft, Schweine ge­drückt, bleibt Ueberstaud. Preis Durch-

pro 100'Pf b. schnittspreis

Lebend- Schlacht- pro 100 Pfd.

9e,d,t Ledend-Schlach!- von-blS von-bis gewichc

Kälber.

Feinste Mast- (Dollmilchmast) und beste

Saugkälber......... 58-62 96-104 00 00

Mittlere Ri ast- und gute Saugkälber . 5257 8895 00 00

Geringere Saugkälber...... 4649 7883 00 00

Schafe.

Mastlämmer und jüngere Masthammel 4243 8486 00 00

Schweine.

Dollfleifchige Schweine über 2'/, Zentner

Lebendgewicht........ 54.00-55 67.00-69 00 00

Feltschweme über 3 Ztr.Lcbendgew. 53.50-55.00 6870 00 00

Fleischige Schweine ..... 53.00-54.00 67.00-68 00 00

kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinoe.

Sonntaa den 2 2. Mai, Trinitatisfest: Gottesdienst.

3n der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schloifer.

Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus bet Matthäusgemeinde.

Vormittags 9l/? Uhr: Pfarrer Adolph.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Adolph.

3n der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Zugleid) Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Lukas' gemeinde.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausfe 1 d.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.

Pfarrer A u s f e l d.

Abends 8 Uhr im Johannessaal: Verfammlung und Bibel- besprechung.

Sonntag den 22. Mai: Ausflug des Frauonvereins und der 'Bereinigung konfirmierter Mädchen der M a r l u s g e m e i n d e. Abfahrt 5.37 Uhr. Wald-Gottesdienst.

Katholische weiucindc.

Gottesdienst.

Samstag den 21. Mar:

Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 22. 9)1 a t.

Dreifaltigkeits-Sonntag.

Vormittags von 6'/? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.

um 8 Uhr: Austeilung der Hk. Kommunion.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: E hristenlehre; darauf Fest-Andacht mit Segen.

Dienstag und Freitag abend um ß/3 Uhr ist Mai-Andacht,

israelitische Rciigionsgemcip.be.

Gottesdienst in der Lynagoae (Süd-Anlage), Samstag den 21. M a i 1910:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbatausgaug 9.10 Uhr.

kvöcheaü. llebersichi SerToderMe L ö. Statt Kietzen.

20. Woche. Vom 8. bis 14. Mai 1910.

Einwohnerzahl: angenommen zu 31 800 linkt. 1600 Alaun Militär) Sterblichkeitszisfer: 19,62

nach Abzug von 5 Ortsfremden: 11,44 '70c.

Kinder

Es starben an: Znsaminen: Erwachsene

mi vom

1.

Lebensjahr: 2.15. Jahr

Lungentuberkulose 4

3

1

Herzschlag 1

1

Lähmung 1 (1)

1 (1)

Blinddarmentzündung 1 (1)

1 (1)

-

Krebs 1

1

-

Diabetes 1 (1)

1(1)

-- - _______

Lebensschwäche 2 (2)

2(2) -

Altersschwäche 1

1

Summe 12 (5)

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«nm.: Sie in Klammern gesetzten Ziffern neuen an, wie viel

der Dodesfalle in dcr betrenenöen

Krankheit auf von auswärts nach

Gießen nehrnrfiti* Kranke fommen

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Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

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Mai

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19. 9, 741,1 I 22.0 13,7 70 !

20. 7" 741,5 19,1 12,5 j 76 j

I I I I I

Höchste Temperatur am 18.

Sliedrigste , , 18.

SE | 4

N 4

N 4

bis 19. Mai 19.

7 ! Sonnenschein

8 Beiv. Himmel

2 Sonnenschein

= 4- 27,9 ° D.

= 4- 15,4 °C.

Müller'sche Badeanstalt.

Mass erwärme der Lahn 16°R,

eberall erhalttir.

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Wascht end bleicht selbsttätig. SEsSF <,_____

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