Ausgabe 
19.7.1910 Erstes Blatt
 
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frhule, Geh. Hofrat Professor Tr. Paul Wagner, die Würde einesDoktor-Ingenieurs Ehrenh al- b er" verliehen, weil er durch seine hervorragenden Arbeiten über das Leben und die Ernährung unserer .Kulturpflanzen sowie durch die Ausbildung allgemein gültig gewordener Mechoden des agritulturchemischen Arbeitens der ivifsen- fchasrlichen Forschung auf diesem Gebiet neue Bahnen ge° i'. lesen, durm zahlreiche Schriften die wertvollen Ergeb- nijse.seiner Forschung in weitesten Kreisen verbreitet und damit nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die mit ihr verbundenen Zweige der chemischen Industrie in hohem Maße gefördert hat.

- Launsbach, 18. Juli. Nächsten Sonntag, 24. Juli, findet die 5 B u n d e s t u r n f a h r t des Turnerbundes Lahn-Dünsberg hierher statt. Zu dem Einzclwett- lurnen, das morgens um 9 Uhr beginnt, haben sich 193 Turner gemeldet. Geturnt wird Stemmen, Stabhoch, Frei­weit, Weithoch und eine Pflichtfreiübung, die morgens in der Kampfrichtersitzung ausgelost wirb. Die Turner, die mindestens 28 Panne erreichen, erhalten eine Ehrenurkunde.

[J Marburg, 18. Juli. Wegen baulicher Ver­änderungen in hiesigen Unioers ltäts.institnten trafen heute Ministerialdirektor Dr. Naumann und drei weitere höhere Ministenalbeamte aus Berlin hier ein. Vergangene Nacht tobten hier schwere Gewitter mit ivolkenbruchartigen Negcn- güssen. An verschiedenen Stellen richteten sog. kalte Schläge Schaden an.

V. Winnen, 18. Juli. Während des heute Mittag hier niedergegangenen Gewitters schlug der Blitz in die Wohnstube des Landwirts (£. Preis, ohne zu zünden. Die Frail des Preis wurde betäubt und ,nutzte ärztliche Hilfe in Anspruch nehiiien. Glüeklicherweije scheint ihre Verlegung keine schlunmen Folgen zu haben.

SOjäfyrige Jubelfeier des Lahntalsängervundes.

X Butzbach, 18. Juli.

Am Montag vormittag fand der B u n d e s s ä n g c r l a g statt.

Der Bundespräsident Vauptlehrer Storch-Butzbach ivies auf die öO jährige gedeihliche Entwicklung des Bundes hin. Dem verdienstvollen srühcren 1. Vorsitzenden, Hauptlehrer Schnei­der-Marburg, der vom Sängcrtag 1909 zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war, übergab der jetzige Präsident die gesannack- voll ausgeführlc Ehrentafel. Für 25 jährige ununterbrochene Zu­gehörigkeit zum Bund wurde den Sängern K. Vabermann-Butzbach und E. Dienswach-Weilburg Ehrentaseln übergeben. Nun gab Musikdirektor Schmidt- Friedberg in längeren Ausführungen eine Beurteilung der Gesänge, die gestern beim We-ctungsslngen vorgetragen wurden und stellte fest, daß bei sämtlichen Vereinen, ileitzige, liebevolle Arbeit im Dienste des Gesanges zu finden sei. Dann übergab der Bundespräsident Gedächtnislafcln an die ein­zelnen Bundesvereine zur Erinnerung an das goldene Jubiläum ocs Bundes. Dem Dirigenten und Komponisten Kantor W. ^chmidt-Wctzlar, der seit 25 Jahren in dem Dienste der BundeS- restrebungen ficht, wurde die Ehrcnmitgliedschaft verliehen. Der Gesangverein Hungen wurde auf seinen Antrag mit der 2tb- haltung des B u n d c s f c st e S für 1912 beaustragt. Nachdem K. v a d e r m a n n - Butzbach die Kontrollergebnisie gelegentlich der Massenchöre verlesen und die Reclmung des Bundes stlr die letzten beiden Fahre vorgenommen hatte, schloß der Bundesvor- sitzende den Sängertag mit einem Hoch aus den Lahntalsängerbund. Auf dem Festplatz sprach Fräulein Marg. Sauerbier, die Darstellerin der Siegeskonigin auf dem Huldigungswagen, den Fcstgruß, gedichtet von Hauptlehrer Storch. Dieser spricht über üte hohe Aufgabe des deutschen Liedes und besonders der Volks- veisen, die schon vor 1870/71 ein inniges Band zwischen den Gauen nördlich und südlich des Maines schlangen und so die polnische Eiuacit unseres Vaterlandes vorbereiteten. Den Bund ermahnte er, sich allezeit seiner hohen Aufgabe int Dienst der edlen Sangeskunst bewußt zu fein. Dann werde er auch sein 100 jähriges Juoüäum screrii können. Nacy der begeistert aufgenommeiien Rede schloß sich der Vortrag der .Hymne von Herzog Ernst von Sachsen an. Das Fest nahm auch am 2. Festtage einen schönen Verlauf bei einem starken Besuche.

Es sei noch hervorgehoben, daß ein Festbuch herausgegeben worden war, das allseits durch seine schöne Ausstattung und leinen gediegenen Inhalt gefiel. Es behandelt die Feststadl Butz- oach als Gründungsort des Bundes, die Geschichte des Bundes und des Gesangvereins Orpheus, der jetzt fast (2 Jahre besteht, die Liedertexte u. a-. m Ganz besonders sei die Abhandlung erwähnt Volkslied und Heimatweise, zwei Lieblinge des Lahntalsänger- bundes von Hauptlehrer A. Storch.

wandern und Reifen.

** V.-H.-C., Zweigverein Gießen. Ein rechter Wan­dertag führte am Sonntag etwa 45 Angehörige des Zweigverelns Gießen vom Vogelsberger Höhenklub in den südwestlichen Teil des Vereinsgebiets. In Gelnhausen erwartete Lehrer Schreiner vom dortigen V.-H.-E. die Wanderschar und unter dessen kundiger, Führung wurde die alte Kaiserstadt besichtigt, namentlich die Kaiserpfalz, das romanische HauS und die Marien­kirche. Tie reichen historischen Erinnerungen, die sich an diese Bauten^knüpfen, sowie ihre architektonische Bedeutung wurden von Herrn Schreiner sehr anschaulich geschildert und nur ungern schieden die Wanderer von der freundlichen Stadt, nachdem von der alten Stadlbefestlgung aus noch die wundervolle Aussicht genossen wor­den war. Aus>attigen Waldwegen wanderte man dem hessischen Rothenburg, dem lieblichen Büdingen zu, das man nach vier- siündiger Wanderung, die in Breitenborn angenehm unterbrochen wurde, erreichte. Auch hier erwarteten Klubgenossen die Wan­derer und unter der Leitung von Krcisrat Boe cf mann und Lehrer Heusohn - Lorbach betrachtete man die noch wohlerhal- tene alte Sladtbefestigung, den Lohsteg, das steinerne Haus, das fürstliche Schloß, das Rathaus usw., alles Perlen mittelalterlicher Baukunst, die jedermann veranlassen sollten, die liebliche hessische Kreisstadt^aufzusuchen. Vor und nach der Besichtigung bot der auf der Stadtmauer liegende schattige Garten des Fürstenhofs angenehmen Aufenthalt und bei Ansprachen, Gesang und Unter­haltung verliefen die Stunden bis zum letzten Zug in angenehmster Weise.

Frankfurt a.M., 18.Juli. Die ZweigvercineFrank- furt, Offenbach und Vilbel wanderten gestern über Bergen und Kilianstädten nach Ostheim bei Hanau und legten so den ersten Teil des rotweißen Bandes zurück, das auf der

ehemaligen hohen Straße von der Handelsstadt am Main über den Vogelsberg bis Alsfeld geführt wurde Es war weniger eine Ge­gend mit landschaftlichen Reizen als vielmehr geschichtlicher Boden, der von den in stattlicher Zahl erschienenen Wandersleuten bei glühender Sonnenhitze begangen wurde. Auf dem Hühner- b e r g bei W a ch e n b u ch e n wurden die Wanderer durch des Dorses Sänger mit einigen hübschen Licderii begrüßt und durch einen kühlen Trunk überrascht. Beim Frühstück in Kilian­städten entbot der Vorsitzende des H a n a u c r Hühnerberg­vereins den Wandercrii herzliches Willkommen. Dann ging es weiter an dem W a r t b a u m e vorbei, von wo man einen prächtigen Ausblick genoß nach O st h e i m , wo Kafsee und Kucksen die Wanderer erwartete. Genleinsame Lieder wechselten mit An­sprachen launiger und ernster Art ab und der geschichtliche Führer, H e n s o h n - H a n a n , wies auf die Ausgrabungen der began­genen Gegend hin, deren verborgene Schätze bann nach Ankunft in Hanau im dortigen M u s c u m besichtigt wurden. In der Konkordia, dem Geburtshause der Gebrüder Grimm, entwickelte sich bald unter der Leitung des Prof. Bender ein fröhlicher Kom­mers, bei dem Dialektvortrage, gemeinsame Lieder und Sologesänge und Ansprachen niitcinanbcr abroechselten. Als zu begrüßendes Ergebnis ist die Gründung eines Zwelgvereins Hanau vom Vogels­berger Höhen-Club zu verzeichnen, wovon dessen Vorsitzender, H e u s o h n , Mitteilung machte. Der Vorsitzende des Zweig- vereins Offenbach, Lehrer Dcrn, entbot dem jüngsten Bruder herzlichen Brudergruß, dann gab es noch ein begeistertes Schluß­wort des Vorsitzenden.

X Bad Salzhausen, 18. Juli. Unser Bad ist eben sehr besucht, namentlich Kinder sind viele vorhanden rnid beleben den ivnndervollen Park. Sehr gcivürdigt von den Kurgästen ivird die A t t e r t ü in e r s a m m lang des Herrn H. W. Cloos von Nidda, die ini BadehauS aufgeslellt t|l.

Unweit der Station P e r l a ch in Oberbayern wurde ein Wagen, in dem vier Personen saßen, von einem Eilzuge über­fahren, wobei sämtliche vier Insassen des Wagens getötet wurden.

Aus M a ii ch e st e r wird berichtet: Eine Motordroschke, in ber ein Chauffeur, ein Herr und zwei Damen, sowie ein Säug­ling sich befanden, fuhr, da die Steuerung versagte, mit voller Kraft gegen einen Straßenbahnwagen. Das Auto wurde zertrümmert: der Motor explodierte. Eine der beiden Frauen und der Säugling waren sofort tot. Tie andere Frau und J)er Herr wurden schwer verletzt.

Der Expreßzug Brighton-Melbourne stieß mit einem auf der Station Richmond haltenden Zuge zusammen. Beide Züge waren dicht besetzt. Drei Wagen' wurden zer­trümmert. Acht Personen wurden getötet. Nach den letzten Feststellungen beträgt die Zahl der Verletz­ten 114; darunter befinden sich 3 3 Schwerverletz t e.

Gewitter.

Mühlheim, 18. Juli. Ein furchtbares Gewitter richtete in unserer Gegend großen Schaden an. Das Wasser stand in den Straßen.

Offenburg, 18. Juli. Auch hier ging ein wolkenbruch- artiger Gewitterregen nieder. Der Festplatz oes Turnvereins war bald ein Platz der Verwüstung. Kleinere Verkaufsbuden wurden buchstäblich vom Regen fortgeschwemmt.

Heidelberg, 18. Juli. Die Schloß-Beleuchtung wurde durch ein sehr starkes Gewitter gestört. Das zahlreiche Publikum ergriff panikartig die Flucht. Ein größerer Unfall ist nicht vorgekommen.

Berlin, 19. Juli. Hier gingen gestern abend zwei schwere Gewitter nieder. In zahlreichen Orten Westdeutsch­lands, in Frankreich, Holland und der Schweiz richteten in den letzten Tagen Gewitter und Wolkenbrüche großen Schaden an. Tie zwischen Schlebusch und Dünwald gelegene Karbonitfabrik mürbe abermals durch einen Blitzstrahl in Brand gesetzt. Dieser konnte jedoch in kurzer Zeit gelöscht werden. Eine Gefährdung der Fabrikanlage bestand nicht.

Marienwerder, 18. Juli. (Amtlich.) Die Strecke Schemen tau bis Marienwerder ist infolge des anhal­tenden, Regens in den letzten Wochen zwischen den «Stationen Neuhöfen und Marienwerder wegen Tammrutschgefahr bis auf1 weiteres gesperrt. Der Personenverkehr wird durch Umftcigen aufrecht erhalten, der Güterverkehr umgeleitet.

Bern, 18. Juli. Infolge eines hcfttgen Gewitterregens brach gestern abend die Gryenne in der Nahe voit Bex, Kanton Waadt, ihre Dämme durch und riß zwei Brücken und zwei Sägemühlen weg. Zwei Feuerwehrleute sind, bei den Rettungs­arbeiten ertrunken.

Kusel, 18. Juli. Bei dem gestrigen schweren Gewitter schlug der Blitz in das Haus des Ackerers Peter Niebergall in Föckelberg am Potzberg ein und tötete den 24jährigen ^ohn des Ackerers und äscherte das Anwesen vollständig ein.

Seinen 5 Kinöcrn öcn hals durchschnitten.

Ofen pest, 18. Juli. Der Poftamtsdiener Molnar hat Montag früh seinen füus Kindern den Hals mit einem Rasiermesser d u r ch g e s ch n i 11 e n und sich selbst tödliche Verletzungen ocigebracyt, w datz er sterbend ms Krankenhaus ge­bracht wurde. Als die Frau in die Wohnung zurüct kehrte, wurde ie vor Schmerz wahnsinnig. In einem hinterlasiencn Schreiben gab Molnar als Grund seiner Tat an, daß er seine Familie mir einem Monatsgehalt von 60 Kronen nicht erhalten könnte.

Der Postdiener Molnar konnte trotz seiner schweren ,Ver- letzungen einem Verhör unterzogen werden. Er sagte aus, daß er seine Frau nicht absichtlich jortgeschült habe. Der Gedanke, eine Kinder, die elend litten, zu toten, sei ui ihm aufgestiegen, als ihm beim Rasieren aus Versehen eine ziemlich tiefe Wunde, die gar nicht schmerzte, emgcvracyi wurde. Lte Aerzte glauben Molnar das Leben erhalten zu können. Der Mörder wird als verläßlich und ordentlich im Dienst und als nüchterner Mensch geschildert. Der Postdirektor Demeny erklärte, daß Molnar ein Gehalt von 13 5 0 Kronen jährlich bezöge und drückende Schulden gemacht haben müsse, wenn er nicht ausgekommen sei.

Pcrinifd?tcs.

* Verschüttete Bergleute gerettet. Die Blätter melden aus Bochum: Die bciben Bergleute, die seit fünf Tagen in der GrubePrinzregent" durch ^treckenbruch von der Ober­welt abgeschnitten waren, sind am Samstag nachmittag, körper­lich vollständig unversehrt, zum Licht des Tages zuruckgebracht worden. Schon früher war die Sorge um das Schiasal der Ver- chütteten erneuter Hoffnung gewichen, als gegen a Uhr die lang ersehnten Klopssignalc von der Bruchstelle her den Rettungs­mannschaften die Gewißheit gab, baß die beiden Knappen noch lebten. Mit verdoppeltem Eifer wurde das Rettungswerk fort­gesetzt. Kurz nach a Uhr trug der Fördetkorb die beiden Ge­retteten, die gleich nach ihrer Befreiung unten in marine Decken gehüllt worden waren, in langsamer Fahrt zu Tage. Man flößte ihnen Milch und Mineralwasser ein, die von ihnen gierig auf­genommen wurden. Dann wurden sie ins Krankenhaus gebracht, wo sie einige Tage verbleiben.

Kleine TageSchronik.

Die Huf- und Wagenschmiede in Stuttgart sind in den Ausstand getreten.

Das Liebespärchen, das sich am Freitag abend bei Schier- tein in den Rhein gestürzt hatte, ist unweit Schierftein gelandet worden. Es ist der 17 jährige Hausbursche Valentin Jantz aus Dotzheim bei Wiesbaden, bisher in Wiesbaden in Stel­lung, und das 18jährige Hausmädckjen Emilie Müller aus Mainz.

ZRarttc.

fc. Frankfurt a. M., 19. Juli. Heu- und S t r o h Ni a r k t. Angefahicu umreit 19 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Alan notierte: Heu (neues) 3,353,80 Mk., Stroh (Kornlangsiroh) 0,00 bis O,ou Alk., Wtrrsttoh 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschält gut. Tie Zufuhren waren aus Oberhesjen und dem Kreis Dieburg.

te. Frankfurt a. M., 18. Juli. «.Orig.-Telegr. desGieg. Anz.") Amtliche ^lotierungen der heutigen Fruchtuiarkipre is e: Weizen Ml. 20.7521.00, Kurhessischer Mk. 20.7521.00, Plata Kansas Mk. 00.0000.00, bloggen (hiesiger) AU. 15.50 bis 'Mk. 15.75, Gerste (Wetterauer- ' Ack. 14.7515.00, Gerste Franken Pfälzer Ried Mk. 16.5017.00, Kleie Alk. GO.Ou-00.00, pafer 15.2516.00, Mais Mk. 15.5015.75, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 bis 30.25, 2. Qualität Ack. 23.7500.00, 3. Uualitat Ack. 22.25 bis Ack. 00.00, 4. Qualität Ack. 00.00-00.00, Aoaqemnehl ü Ack. 23.0023.25, 1. Qualität Ack. 19.0019.50, 2. Qual. Ack. 00.00 dis 00.00, Weizenkleie Ack. 9.00 bis Ack. 9.50, Wenenschale Ack. 00.0000.00, Roggenklete Ack. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Ack. 00.0000.jO, Biertreber 12.2512.60 Alles ver 100Kg. ab hier

fc. Frankfurt a. M., 18. Juli. (Orig.-Leiegr. des Anzeigers".) H a r t ü f f e l m a r f t. Man notierte : Frühkartoffeln in Waggons Ack. 7.600.00, un Kleinhandel Ack. 8.-JU8.5u nir ie 100 Kg.

kc.Frankfurta.M. V i e h h of-Al a r kt b e r i ch t vom I8.J11U. Austrieb: 1413 Stück, darunter Ochsen 515, Butten 54, Färsen und Kühe 844, Kälber 280, Schate 276, ^chiveine 1670, Ziegen o.

Tendenz: Rinder langfam, Ueberstand unbedeutend, Kälber und Schase ausverkanft, Schweine ruhig, nicht geräumt.

Ochsen.

Dottsteischige, ausgeinästete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt......

Junge fleischige, nicht ausgeinästete und ältere ausgeinästete......... . . .

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtiv.

vottfleijchige, jüngere..........

Färsen, K ü h e.

Vottfleischige ausgem. Färsen höchst. Echlachtw.

Vottfleijchige ausgeiiiästeteKühe höchste>iSchlacht- wertes bis ztt 7 Jahrett........

Aeltere ausgeiliästete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe und Färsen ....

Aläßig getiährte Kühe und Färseit.....

Kälber.

Feinste Mast-(Pottmilchmast) u. beste Saugkälber

Mittlere Ataft- und gute Saugkälber ....

Schafe.

Alastläminer und jüngere Masthammel . . .

Aeltere Masthammel und gut genährte Schale Schweine.

Pollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht ........ 54.00-56.00 69.00-71.00

Lottflelschlge Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........ 55.0056.50 70.0072.00

Fleischige Schweine.......56.0054.50 68.0070.00

Preis pro 100Pjd. Lebend- Schlacht­gewicht

Mk. Mk.

46-53 83-91

4145 75-80

3840 7074

4548 7580

3944 6573

44-49 7886

40-45 72-80

33-30 6375 2329 4557

5560 92100 5054 8490

3900 8203

35-00 7300

Amtlicher Wetterbericht.

OeffenNiche Werterdien st st eile Gießen.

Wetteraussichten ni Hessen am Mittwoch dein 2'0. Juli 1910: Zeitweise heuer, meist trocken, etwas kühler.

GriginaL-DraytrneLdungen«

Friedrichshafen, 19. Jult. Heute vormittag 8-411 Uhr wurde Die Karbon ium-Fabrik, die ber Zeppeltngesellschaft das Gas liefert, durch eine Explo­sion vollstänb tg zerstört. 6 ober 7 Arbeiter fintt verletzt, bavon einer schwer. Tie Ursache der Explotion ist noch ntchr festgestellt.

B u k a r e st, 19. Jult. Tie deutsche Kolonie hielt gestern abend zu Ehren des scheidenden Gesandten von K i b e r l e n - Wächter ein Bankett, an bem 300 Personen teilnahmen.

Paris, 19. Juli. Zu ber Angelegenheit bes in­dischen Revolutionärs Savarkas, der von einem eng­lischen Schiff entsprungen war, von jranzöfischen Gendarmen aufgegrifsen und an die englische Behöroe ausgeliefert worben war, teilte der Justizminister Dem Abgeordneten Saures mit, daß die Auslteferung den Bestimmungen bes Asylrechts zuwiberlaufe. Der Minister hat bie eng­lische Regierung gebeten, bie Verhandlung gegen Savaiiaö aufzus'chieben, bis ihr sämtliche Akten vorliegen. Die Hu- manitö hofft, baß die englische Regierung savarkas frei- lassen werde.

London, 19. Juli. In Schanghai meuterten 90 nls Polizisten beschäftigte Sighs. Ste wurden in das Ge- ängiiis gebracht.

Ein Versuch überzcuat. Wenn Säuglinge und Kinder im ersten Lebensalter ttotz foigialthnicr und liebevollster Pflege nicht recht in der Ernährung vorwärts kommen, empfiehlt sich unter allen Umsianden em Versuch nut Nestle s Kmdermehl. Bei Magen- unb Darnisrviungcn. die infolge Verabreichung schwer verdaulicher Kuhniilch oder nicht geeigneter 9iabnnutci entstanden und, wirkt Nestle häufig in türzener Zeu geradezu Wunder. Für einen Versuch sendet eine Vrobeovse gratis und franto Nestte's Kmdermehl G. m. b. H., Berlin S. 42. (ss/i

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