Ausland
*♦ V. H.-C., Zweigverein Gießen.
Die erste Won-
genannten allgemeinen Zwecken dienen soll.
Leichsenringes gesunden, rt. Außerdem wurde ein
in kurzen Worten
Schwierige Landung.
Regen hat mit einemmal ba§ Aussehen unserer Fluren
seldec. So schön hat noch selten die Winterfrucht gestanden,
erscheint, können nrir nicht einstehen.
Die Red.
schiffahrt" eingehend dargetan ist.
Die Untersuchung der Hülle, die einige Herren vom
Morgenstunde die Aussprache.
Für die Richtigkeit des Berichtes, der manchmal sehr unklar
stitutionen vorgelegt. . A .
Die türkische Kammer beschloß mit 146 gegen 43 stimmen, die Dauer des Dienstes im Heere aus 25 Jahre estzusetzen, wovon drei Jahre bei der Fahne abzuleisten sind. Die Dienstzeit bei der Marine wurde aus 18 Jahre festgesetzt.
Nach amtlichen Meldungen aus Prischtina ist die Ruhe
Ballon „Erfurt", der gestern in Arnstadt ausgestiegen war, gestern nachmittag in der Nähe von Bitterfeld eine sehr i ch w i c - wie dieses Jahr. Zwischen den grünen Fluren btc blühenben rigc Landung. Zwei Insassen des Ballons wurden aus der
heit (!, erkennen, daß das Unglück nicht durch einen Blitzschlag herbeigesührt wurde. Ter Ballon ist infolge der in der Nacht zum Sonntag herrschenden Gewitter in eine starke Luftströmung geraten und nach unten
erlangen waren, haben sich nach Mitteilung des Gewerk« chaftsbureaus von insgesamt ^Unternehmern, welche Bauarbeiter beschäftigen, nur 43 an der Aussperrung beteiligt. Ausgesperrt sind 361 Maurer, 41 Bauhilfsarbeiter und 30 Zimmerer. 53 Poliere, 326 Maurer 'und 310 Bauhilfsarbeiter sind nicht ausgespcrrt. Von unverheirateten Aus- gesperrten geht ein großer Teil nach Limburg und dem Dillgebiet, wo eine Aussperrung bisher nicht statt-
der zugleich vier Menschenleben forderte, ist noch immer nicht recht aufgeklärt, ist aber nicht zuletzt in der Waghalsig leit und Unbesorgtheit dec Luftschiffer zu suchen, ivie in der heutigen Abhandlung „Wetterdienst und Lust
gedrückt worden. Die Insassen versuchten durch Auswersen von Ballast aus dem Bereich des Gewitters zu kommen.
verändert. UebecaU frisches Grün, üppige Frucht- und Klec-
Steinobstbäume — das gibt unserem Tale ein reizende? Bild. Die Aussichten aus Obst, besonders Aepfel, sind ganz vorzüglich — wenn nur der Mai keine Fröste bringt, die gerade in unserem nach Nordost offenen Tal sehr ge-
ährlich sind.
L. Friedberg, 18. April. Auf sämtlichen Baustellen, und deren sind nicht wenige, wird von Nichtorganisierten Arbeitern gearbeitet. Die Ruhe ist nirgends gestört worden. Die Bauunternehmer sind den allgemeinen Bc- chlüsskn beigetreten, sind aber jederzeit zu einem ehrlichen Frieden bereit.
= Darmstadt, 18. April. Bei der hiesigen Hunde-
Erfurt, 18. April. Wie jetzt bekannt wirb, hatte der
Deutsches Ucicb*
Der Bundesrat stimmte in seiner heutigen Sitzung dem Entwurf eines Gesetzes über die Errichtung eines Kolonial - Konsulargericytshofes zu.
Ein Entwurf betreffend AbänderungderBestim- m u n g e n ü b e r d a s R e i ch s s ch u l d b u ch ist dem Reichstage zugegangen. Es handelt sich hauptsächlich um Erleichterungen bet' der Eintragung und bei der Löschung von Beträgen in das Schuldbuch.
Der Reichskanzler übernahm den Vorsitz im Ehrenausschuß der O st m a r k e n a u s ft e l l u n g Posen 1911.
Staatssekretär Dr. Delbrück leidet an rheumatischen Schmerzen an einem Fuß und hütet auf ärztlichen Rat das Zimmer. Es ist begründete Aussicht vorhanden, daß die Krankheit, die nur leichter Natur ist, in einigen Tagen überwunden ist.
Tie königlich bayerische Regierung begab am Montcüg nachmittag eine 4 proz. bis 1920 unkünd bare Staatsanleihe im Betrage von 75 Mil - lionen Mark, und zwar 40 Millionen Eisenbahnanleihe und 35 Millionen allgemeine Anleihe an da-Z seitherige bayrische Konsortimm zum 5turfe von 101 pEt. ES ist beabsichtigt, die Anleihe demnächst zur Zeichnung auszulegen.
Tie „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Zum deutschen Gesandten in Lissabon ist der bisherige Gesandte in Santiago de Chile, Freiherr von und zu Bod- mann, in Aussicht genommen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 19. April 1910.
•• Die Sterblichkeit in Hessen war im verflossenen milden Winter recht gering, wie aus der nachstehenden 1 ebersicht hervorgeht. Es starben nämlich Personen: im letzten November 1450, Dezember 1447, Januar 1477, Februar 1527.
Verein für Luftschiffahrt-Bitterfeld vorgenommen haben, läßt nach einer Trahtmeldung aus E s ch w e g e mit Sicher-
Reinhold S ch r e i n e r, der am 10. April in der Kaiser-Allee
von der elektrisch en Bahn ab sprang und sich da- des Untersuchungsausschusses bestätigt sich die Annahme, bei eine Gehirnerschütterung zuzog. daß der Ballon durch Blitzschlag zerstört wurde. Die
? Steinh eim, 17. April. Gestern vormittag geriet Leiche des Kaufmanns Lust zeigt an der linken Wange das vierjährige Söhnchen des Schmiedemeisters Fischer unzweifelhafte Spuren eines Blitzes. Auch das Holz der von hier unter ein schwerbeladenes Holzfuhrwerk und wurde Gondel weist Brandspuren auf. Gestern abend imirben über fahren. Das Kind erlitt bedeutende Verletzungen noch Kleidungsstücke Lufts und Leichsenringes gefunden, an einem Bein, so daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen die zahlreiche Brandspuren trugen. Außerdem wurde ein werden mußte. Teil des durch einen Blitzschlag vom Ballon abgetrennten
X 9iib da, 18. April. Gestern fand in Krafts Saal- Ventils gefunden. Der Ventildeckel wird noch immer bau eine Familienunterhaltung des Gemischten Chores vermißt. In später Abendstunde wurde auch der Ballonrina Nidda statt, bestehend aus Chorgesängen, Solls und Theater, gesunden und entdeckt, daß em Blitzschlag tnchn hineinfuhr. £cr Gboc, bet ,-it 18 Jahren besteht und schon manche =„ Tn gestern n<Anr.tt-g abgehaltene TI an er feier ., „ L , ■ , - X. ' ,, 'i o u i» für die Opi er war ichlicht und ernjt. Ter franko] qcfic Aerv-
Idjone Darbietungen .owohl geistlichen als weltlichen Inhalts ’(ub ^dte an bei! Vorsitzenden des deutschen Lustschiffergeboten hat, zeigte auch diests mal wieder, bap er unter der y,eTixnidcs ein Beileidschreibeu und drückte den Wünsch Leitung des Lehrers Bopp schöne Fortschritte gemacht hat. ^5, von dem Ergebnis der Untersuchung dieses ebenso Besonders sprachen an „Veilchen aus Abbazzia" und seltenen wie entsetzlichen Unsalles verständigt zu werden. .Das wandernde Sieb- von AySslieger, für Soli, Chor Nach einer Mitteilung des B. T. haben mehrere Bahn- und Klavier mit Deklamation. Die zahlreichen Besucher er- beamte aus Nieder h« n e bei Reia)ensachsen und aue wiesen sich für die gesanglichen Darbietungen, sowie für daS Eschwege kurz vor 1 Uhr über dem Trimbcrg einen starken flott gespielte Theaterstück ,Dr. Kramch's Sprechstunde- durch Feuerschein gesehen, der sehr rajQ) erlosch und den sie reichen Bestall dankbar. - Der am SamStag mebergegangene ^öhalb ,ur einen Blrsstrahl hielten.
genommen.
Rb. Darrnstadt, 19. April. Zur Vorbereitung der V e r b a n d s a u s st e l l u n g d e s D e u t s ch e n K ü n st l e r- b und es tritt die Jury vr'.n 21. bis 23. April hier zu "ammen; am 23. April hält der Vorstand des Künstlerbundes eine Sitzung ab, zu der der Großherzog ein Zimmer im Alten Palais zur Verfügung gestellt hat. Am 22. April veranstaltet der Großherzog für Vorstand und Jury des Künstlerbundes einen Herrenabend. — Gestern abend wollre ein Bahnbediensteter in Arheilgeu mit einem Flobert nach Spatzen schießen. Ter Schuß entlud sich nach Tie gleichen Monate im Vorjahre wiesen folgende Ziffern auf: hinten und traf den M ann in den Kopf. Er liegt 1539, 1586, 1777, 1530. Im Januar 1910 starben an hoffnungslos darnieder.
Lungenentzündung nur 136 Personen gegen 194 im Januar V Wiesbaden, 18 Aprrl D>e n.wmehr barlregcn. .90< J^t den'gleichen Mana.en erlagen ben^arllheiten
ber dltmilngsorgane 102, bczw. Io6 Perionen. Tie Januar- schätzungsweise gemachten Angaben. Während von der «Sterblichkeit dieses Wahres mit 1477 Personen ist die niedrigste Arbeitgeber-Organisation bisher genauere Ziffern nicht zu eit langen Jahren. , ' ' n**’—e
Gießen, T. Söllne r-Friedberg.
R. B. Darmstadt, 18. 2lpril. Sämtliche, dem deutschen Arbeitgeberbund angehörenden Maurer- und Zimmerergeschäfte von Darmstadt und Umgebung (Eberstadt, Griesheim und Traisa) haben seit SamStag ihre Geschäfte geschloffen. Im ganzen sind 560 organisierte und Nichtorganisierte Leute, nämlich 330 Maurer, 170 Taglöhner und 60 Zimmerer zur Entlassung gekommen. Ungefähr 50 Poliere und eine Anzahl Lehrlinge werden weiter beschäftigt. Die Bautätigkeit liegt zurzeit sehr darnieder und dort toieöcr hergestellt. Das Kriegsgericht hat feine Tätigkeit m Darmstadt sind soeben nur zwols Wohnhäuser m ungrif begonnen; der Oberkommandant ist in Prischtina eingetroffen. Der Ministerrat beschloß, weitere Beruhigungsmaßnahmen einzuführen, darunter das Verbot des Waffentragens, die Eröffnung von Schulen und die Schaffung von Gerichten.
** Zur Saalbau frage wird uns geschrieben: Hie Theater, hie Saalbau! war bis vor wenigen Jahren die Losung, je nachdem man sw) mehr interessierte für „die Bretter, die die Welt bedeuten", oder für die Errichtung eines Saalbaues, der mehr allgemeinen Zwecken dienen und gesanglichen und musikalischen, geselligen und volkswirtschaftlichen Veranstaltungen (Ausstellungen und bergt) eine Stätte bieten sollte. Die Theaterpartei )icgte, und heute erhebt sich in der Süd-Anlage als „Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns" eine der schönsten Zierden unserer Stadt, unser herrliches Etadttheater. Tic Saalbaupartei gab sich in die Verhältnisse; im Stillen aber arbeitete man emsig weiter, um chließlich doch noch das gesteckte Ziel zu erreichen und die Mittel
tauben, bk ^t-venbigfeu bet fcndttunt, Banes oben — „ ÄÄW Älta Sa Tb at r Turnhalle unb eimeIne längs des Seenbachtales hinführte. Ans dem Petershainer .Hoi Aula, Theater, Turnhalle und emzelne Frühstücksrast gemacht und dann nach einer hübschen Wau
berung über Kölzenhain und Langwasser Ulrichstein erreicht. Ter „Darmstädter 5>of" nahm die Wanderer gastlich auf und nach zweistündiger Rast erst wurde der Weitermarsch angetreten, der über Babenhausen, Höckersdors, Groß-Eichen und Ilsdorf Kad) Mücke ging. Schon um 8 Uhr waren die Wanderer in die Heimat
— so gut es eben geht — ----- -----, ------- .. „
private Säle in diese Aufgabe; aber sie sind alle doch nur ein Notbehelf, und die Leiter von Slonsertcn, größeren Versammlungen, die Veranstalter von Ausstellungen, wipenschaftlichen und unier- haltendeit Vorträgen usw. usw. können manch Stücklein erzählen von all den hundert Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, und all den Mißständen, die das Gelingeit ihrer^Aufgabe beeinträchtigen, wenn nicht vollständig vereiteln. Ja, die Schaffung eines Saalbanes muß eines unserer allernächsten Ziele fein; dieser Wahrheit wird sich wohl keiner verschließen, der Interesse hat für eine gesunde, über das Niveau der Kleinitädterei hutaus- gehende Entfaltung und Gestaltung des geselligen Lebens, des geistigen, künstlerischeii und wirtschaftlichen Strebens in unserer Stadt. Hat doch Gießen als Sitz zahlreicher Behörden, einer Hochschule, als Garnison usw. ganz andere und zwar höhere Aufgaben zu erfüllen, als die meisten Städte, die mit ihm gleiche oder vielleicht auch noch höhere Einwohnerzahl haben. — Ein eifriger Förderer des Saalbaugedcmkens war von jeher der K r o n b a u e r - i d) e Ouartcttucrcin, dem unser iünstliebendes Publikum schon manch schönes Konzert, manchen feinen künstlerischen Genuß verdankt. Seine Mitglieder haben einst den ersten Grundstock zur Erbauung eines Laalbaues geschaffen und haben, unterstützt von opferwilligen Freunden, int Lause der Jahre zu diesem Grund- tock noch manches Scherflein hinzugefügt, llnb um den Gedanken auch weiterhin zu fördern, wird der Verein in Gemeinschaft mit dem S ch u i e r s ch e n M ä n n e r g c f a n g D c r e i n von Frankfurt a. M. — bekanntlich einer der crsten und angesehensten Gesangvereine unserer großen Nachbarftadt qiu^ ~ J. ui in der —ffm'fen Blidentrind her hhiftltrömiittaen hat der Ballon Turnhalle ein M onzert veranstalten, deisen Reinertrag dem ltaHren ^toerftonü oer X-uiiftromiingen _i)at oer miion Saalbaufonds zufließen soll. Da beide Vereine durch Per- ^ber aufchetnend nicht ftand gehalten und ist geplatzt. dfUi sonalunion in ihrem Dirigenten, Prof. Trautmann, miteinander diese Annahme scheint auch das Fehlen des Venttldeckcls verbunden sind, ist ihnen die zu lösende Aufgabe wesentlich er- zu sprechen. Erst wenn dieser gefunden ist, glaubt man, die leichtert, und mau darf daher von vornherein eines hervorragenden genaue Ursache des Unglücks feststellen zu können. Als die künstlerischen Genusses sicher sein. Den vielen Freunden des Kron- Katastrophe eintrat, befand sich der Ballon nach Aufzeich-
bauerschen Ouartettvereins, sowie Des Mannergesangs überbauet, nungen des in der Gondel aufgefunbenen Apparates in
ferner aber antfi allen bene», Die bem <oaalbangedanken wohlwollend ^ßOO Metern Höhe. Die Hülle foll I)eilte nochmals unter- gegen üb erstehen, wird bicic ..cith itung genügen, iie zu veranlag en, morden Di^ Leickien wurden ^nr Beftattuna frei-
daß sie den 29. Mai schon letzt bei ihren Frühjahrs-, bezw. W1 n?eroen. x.cia)en nmioen 9ul -ö€|taiiung frei
Sonntagsdispofitionen berücksichtigen und für einen schönen und gegeven.
guten Zweck, wie der oben kürz gekennzeichnet werden sollte, frei- 2m Gegensatz hierzu wird von anderer ^eite dav voll- j)dltcn. ständige Gegenteil gemeldet, das, als das neuere, wvhl
** Gestorben ist der junge Mann von Marburg, mehr Glaubwürdigkeit beanspruchen darf.
Reinhold Sch r ein er, der am 10. April in der Kaiser-Allee Reich e n sa ch s en, 19. April. Rvach dem Gutachten
zurückgekehrt.
Ein schwerer Sallonunglück.
Die Ursache des Ballonunfalles,
der Orleansbahn zu übergeben. t. w , ,
Tie russische Reichsduma sprach sich Tur die Aus- Wetzlar, arbettung eines Gesetzentwurfs aus, nach welchem die Privatpersonen oder Aktiengesellschaften gehörenden, unter ruiniajer Flagge gehenden Schiffe sowie deren Mannschaften im Falle einer Mobilmachung ähnlich wie in Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Frankreich der Kriegsmarine zur Verfügung gestellt werden müssen. Ein Regierungsvertreter erklärte, ein solcher Gesetzentwurf sei bereits im Ministerium ausgearbeitet worden und werde demnächst den gesetzgeberischen In
an einen Fachmann. Ich wandte mich auch an Prof. Gunkel, da ich ein Verhältnis mit einem Fachmann aitknüpsen wollte. Und was bekam ich zurück? Einen Brief, wie ich ihn in meinem ganzen Leben noch nicht bekommen habe. Gunlel verweigere es, mit mir in Beziehungen zu treten. Und derselbe Pros. Gunkel rief soeben mit lockender Stimme: Laßet die Kindlein zu mir kommen'. (Lebhafter Beisall!) Ich halte es für zwecklos, weiter auf die Aeußertutgen Gunkels eiwzugehen. Nur betonen will ich noch, daß die Christenmythe selbst dann nicht fällt, wenn alle Kapitel in meinem Buche reinster Unsinn sein sollen. Ich habe die sehr undankbare Ausgabe aus mich genommen, eine neue Ausfüllung zu versuchen. Ein religiöser Fortschritt ist nötig, wenn wir nicht in unserer Kultur zurückgehen wollen. (Großer Beisall!)
Geheimrat Prof. Krüger-Gießen. Herr Prof. Dr. Trews arbeitet mit einer Methode, die ich für abgestanden erklären kann. Es gibt keine gefährlichere Methode auf geschichtlichem Gebiete, als altes für unecht zu erklären. Prof. Dr. Trews belastet seine Thesen mit solchen Dingen, die den Fachmann beledigen. Die ganze Geschichte stürzt zusammen, sobald nur Kleinigkeiten faffch sind. Also müssen )olcbe Kleinigkeiten vermieden werden. (Beisall!)
Pfarrer Ed. Rieber-M ain z: Es ist an diesem Abend so viel Wissenschaft über uns ergangen. Jetzt will man alles, was wunderbar erschien, beseitigen und nur das anerkennen, was gesunder Menschenverstand aufzunehmen imstande ist. Die uebe- ralen Theologen vermögen das Wunderbare von dem Alltäglichen nicht mehr zu unterscheiden. Der Laie, der in diese Problemstellung hineingeführt wird, fragt sich: Wissen wir wirklich nichts von dem Jesu von Nazareth? Der Redner geht bann auf das Problem des Prof. Dr. Drews ein, das in vielen Tellen gar nicht zu verurteilen sei. — Die liberalen Theologen sind zu bedauern, sie leisten eine Arbeit, die sie nie zu Ende führen können.
Prof. Dr. Eck-Gießen. Alte Religion kann uns nicht helfen. Nur die neue Religion kann uns das geben, was wir brauchen. Ist das Christenrum temals alle Religion gewesen? Drews hat in die Sachen ziemlich tief hineingeschaut. Wir können kein dogmatisches Christentum gebrauchen. Wir sind, was wir geworden sind, denn wenn wir feine Vergangenheit haben, dann sind wir nicht menschlich. Der Vorredner hat gesagt: wir brauchen feine Geschichte. Es gibt kein menschliches Empfinden, kein mensch
liches Denken — ohne Geschichte. Also hüten Sie sich, meine Damen und Herren, die Geschichte fortzuwersen^ Wir wissen von ber Jbee basselbe, ivas uns Herr Prof. Dr. Die Religion lebt nicht von Jbeen allein.
gefunden hat.
Wandrrn und Reisen
Pfarrer W. Kl au k e-Frankfurt tritt ________
den Ausführungen des Prof. Eck entgegen, indem er sich dahin äußert, daß dieser historisck)e Sinn ganz irrig sei.
Hieraus schließt Pros. 'Dr. Drews in der dritten
Die Versammlung ersucht daher die Vorstände des Vereines deutscher Ingenieure, des Architekten- und ^ngenieurveremes und des Verbandes deutscher Diplom-Ingenieure gemeinsam die vorstehenden Leitsätze energisch zu verfolgen." ~ ■< Ä
Um diesem Beschluß möglichst rasch eine praitiiche ^svlge $u geben, ersuchte die Versammlung weiter die Vorstande der rheinisch-westfälischen Bezirksvereine der genannten drei Vereine, sich mit ben größeren Stadtverw-altungen ihrer Bezirke ins Benehmen zu setzen, damit von diesen Ausbildungsmöglichkeiten für Diplom-Fugenieure, btc sich dem Verwaltungsdienste widmen wollen, geschaffen werden
Aehnliche Fragen sollten auch in Hessen, das ja auch vor einer Verwaltungsreform steht, geprüft werden.
Eine Entscheidung im englischen Unterhaus.
London, 18. April. Im Unterhaus fragte Lord Beresford, ob McKenna irgend welche Mitteilungen darüber besitze, daß Kiel den ersten österreichischen „Dreadnought" vor einigen Monaten auf Stapel gelegt habe und daß der zweite „Dreadnought" im Verlauf der nächsten wenigen Tage auf den burd) den Stapellauf des „Zrinyi" freigclvordenen Stapel gelegt würde, sodann, ob er dem Hause irgend welche nicht offizielle Nachricht über diesen Gegenstand geben könne, ohne daß es notwendig fei, anzwdeuten, woher er die Nachricht bezogen habe. McKenna erwiderte: Er habe seiner Antwort, welche er am 12. April auf eine ähnliche Frage erteilte, nichts hinzuHufügen.
Preiniermiiiifter Asquith brachte in dicht besetztem Hause feine Guillotine-Entschließung em, welche Die Aussprache über das vorjährige Budget auf fünf Tage beschränkt. Er erklärte, daß die einzubringende Finanzbill im wesentlichen dieselbe sei wie diejenige oes vorigen Jahres und eine rückwirkende Kraft besitzen würde, wie wenn sie im vorigen Jahre angenommen worden wäre.
Redmond trat unter dem lauten Beifall der Ministeriellen und der Nationalisten für die Regierung ein. Er fehe die Erklärung des Premierministers vv.u 14. April als eilte genügende Garantie dafür an, daß die Homerute- bewegung jetzt schnell vorwärts gehen werde uno die Nationalisten würden deshalb die Politik der Regierung mit Begeisterung unterstützen.
Premierminister Asquith bestreitet hierauf in bestimmtester Weise, daß irgend ein Haitdel statigesunden habe und stellt fest, daß seine Erklärung vom 14. April von dem Kabinette festgestellt worden sei, ohne daß man Redmond zu Rate gezogeii oder beauftragt habe.
Die von Asquith eingebrachie Guillotine-Entschließung wurde schließlich mit 345 gegen 252 Stimmen angenommen.
Drews gesagt hat.
_. . , _ Solange die Idee
als Nahrung der Jnvivibuen gilt, solange glauben wir nicht, daß Ideen wirklich sind ohne Individuen. (Beifall!).
Der BubgctavSschuß des österreichischen Abgeordnetenhauses beschloß mit 25 gegen 21 Stimmen gemäß dem Antrag Steinwender, die Regierung zu ermächtigen, zur Deckung ber außerorbcntlichen Militärausgaben eine Anleihe von 2 20 Millionen statt ben von ber Regierung beantragten 182 Millionen aufzunehmen.
Aus Paris wirb gemelbet: Die Bewohner von Bille- neu v e le R o i bei Paris, bic seit Jahren vergeblich bie Errichtung eines Bahnhofs forbern, veranstalteten gestern unter ber Führung bes Deputierten Argelies eine K u n bg e b u n g, indem sie bas Bahngleise besetzten unb zwei Schnellzuge burd) Schwenken von roten Tüchern zwangen, anzuhalten Die Quertreiber überreichten sobann ben Lokomotivführern Schriftstücke, in benen bie Notwcnbigkeit ber Errichtung eines Bahnhofes Q u g ff e 11 u n q erhielten u. a. höhere Auszeichnungen: Hch. begrünbet wirb unb ersuchten sie, biese Bttffchriften bem Direktor mel-Stadcn, Jul. Ph i lipp i-Wohnbach, H. Rausch- ™.y: ., F. Schwaß - Friedberg , 2(. Aron- Friedberg, 0. Willmann-BiffeS, E. Niemann-Gießen, H. Krämer«


