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Tie russische Gesandtschaft in Teheran hat bet her srscheu Regierung ein Memorandum s"
An» Stadt und Land.
Gießen, 17. Nov. 1910.
** Tageskalender für Donnerstag, 17. Nov. Stadt- Heater: Einmaliges Gastspiel der französischen Gesellschaft A.
Vtoubeaut, Paris (Motiereabend). Ansang 8 Uhr.
4. Vortrag des fauim. und des Orlsgewerbevereiiis: Ingenieur Fromholz - Torlmiind : Ter Dortmund-Emskanal unb eine Schiffshebewerke. Abends 81/, Uhr in der großen Univer- uatsanla. .
em Nachtragsetat mit 2 Millionen Mark (Usambarabahn), so daß Ente ^09 2 328 305 Mk. unversorgte Kredite blieben. Bon den 1908 und 1909 bewilligten Anleihen in Höhe von 66 969 930 Mk. wurden 64 6-11 625 Mk. realisiert durch Begebung von Anleihe im Nennbeträge von 64 875000 Mk., durchweg mit 4 Prozent zur 2to5tn)unG. Tie Realverzinsung betrug 1908 4,02—4,06 Proz., i909 3,94-—3,99, im Turchsckfmtt für die gesamte Schutzgebiets- Prozent. Tie Schutzgebietszinsscheine genießen die gleichen Rechte wie Zmsscheine von Staats- und Reichsanleihen.
— Untersuchungen des Plateaus der Alten- bürg b ei N i e d e n st ein. Man schreibt uns aus Fulda: .b Verein für hessische Geschichte und Landeskunde mitteut, sind die Untersuchungen des Plateaus der Altenburg bei Niedenstein im Dero offenen Fahre mit gutem Eriolge unter Leitung des Herrn Dr. Sossmeister und Dr Kropatichek fortgesetzt morde,i. 2ie Ansiedelung auf dem Plateau tritt mit den Grundrissen der Gebäude und mit den Strajj.cn dentlich hervor, wünscht nicht nlless so wird man hier einen lehrreichen Ausschnitt aus einer germa- mscheu Torsanlage gewinnen. Auch an einzelnen guten j Funden hat es nicht gefehlt; zu erwähnen ist eine große eiserne Kette zum Ausgängen des lwchtopses und eine in Durchbrucharbeit äußerst sein verzierte Schmuckschcibe^ 'odann cm esandstembloct mit eingepickteu Zeichen
Kurze Nachrichten aus K u n st u. A N s e n s ch a ft. Tie Krantheit Tolstois lvurde von den Aerzten endgültig als Lungenentzündung festgestellt; der Zustand des Kranken in Rbr ernft; bod) nicht hoffnungslos. Mittwoch früh war die Temperatur 37 Grad.—- Zn Würzburg st a r b in der vergangenen Nmht tm 60. Lebensiahre Professor Stanislaus von o,n st an c cf t, Lwdlnarius für organische Ehemie an der Unis I
Unh so steigt über die Niederungen und Schatten sein Humor 5^^onnuihöhe empor! Tas merkwürdige Puppenspiel der Ge- KonUaneck jchlchte, dessen farbige Tänze der Dichter wundervoll sestgehaltenl versilät Bern,
wird verklärt durch das heilige Lachen. Der „Weg zum Lachen , den fern gelehrter Griesgram Homilius in der Erkenntnis der Menschen und der Natur findet, steht allen seinen ^r^en offen. Raabe hat gerade in seinen historischen Erzählungen lclIle • re^n[ten Kunstgebilde geschaffen. Seine erstaunliche Beledenheit, sein feines Gefühl für den Duft vergangener Stimmungen, ferne unvergleichliche Kunst des Zitierens, die Blumen aus dem Garten deutscher Dichtung in den Kranz seiner Poesie windet, heben Geschichten, wie den „keltischen Knochen" oder das wundervolle bomisckfe Epos bet „Gänse von Bützow" tn ienc Sphäre ber harmonischen Idylle, die Schiller als den Höhepunkt der Dichtung gepriesen. Nun ist der Meister dahin, m-Jxr Oles geschaffen; aber sein Werk breitet sich aus in seinem
und Ieiner Fülle. Immer höher wird sich die Sonne des Ruhms darüber erheben; immer 'klarer und reiner wird dieses Reich der, Kunst sich dem deutschen Volke offenbaren. Wre ist das Reich der Kunst? Das Reich der Kunst ist rund.! Ist allenthalben da, wo Sonne drüber stund."
Anstano.
Der König von Sachsen ist am Mittwoch in Wien icmgetroff en. Da er inkognito reist, unterblieb die offizielle >Begrüßung. Am Bahnhof wurde der König von der Erzherzogin Maria Josefa, dem Erzherzog Karl Franz Josef, dem Gesandten Rex intb dem Legationssekretär Freiherr Biedermann empsangen. Der König, ber Zivilkleider trug, begrüßte feine Schwester und i) einen Neffen aufs herzlichste und fuhr mit seiner Schwester in dos Augartenpalais, wo er nach seinem Eintreffen die Meldung Des ihm geteilten Ehrendienstes entgegennahm. Um 9 Uhr chrhr der Kaiser vor dem Augartenpalais vor und besuchte den König. Im Lause des Vormittags machte der König von Sachsen dem Kaiser in der Hofburg einen Gegenbesuch. Der König von Sachsen ist Mittwoch abend zu mehrtägigem Jagdausflug nach Tarvis abgereist.
Die tschechischen Abgeordneten hielten in Prag eme Versammlung ab, in ber sie die von den Deutschen gemachten Vorschläge für unannehmbar erklärten. Nachdem also die deutschen Vorschläge auf eine Permanenzerklärung des Ausgleichsausschusses und Friftlassung bis zuni 20. Dezember ab- selehnt wurden, weil die Tschechen auf die Erledigung der Steuervorlagen beharren, wird nunmehr durch Vermittlung der kon- servattven Großgrundbesitzer an ber Formulierung des Kompromiß- Vorschlages gearbeitet, von dem das Schicksal ber .Ausgleichsverhandlungen ab hängt.
Wie halbmntlicy aus Paris verlautet, hat Minister Pichon tat ber letzten Sitzung des Kammerausschusses für auswärtige Angelegenheiten u. a. bestätigt, daß die Verhandlungen über die iX. i b e r i a f r a g e zu einem Einvernehmen über folgende Grund- ssätze geführt haben: 1. Tie Republik Liberia werde in Zukunft nm Auslände durch die diplomatischen Beamten der Vereinigten Staaten vertreten inerten; 2. Deutschland, Fränkreich, England und die Vereinigten Staaten weiden sich Untereinander verständigen, um die liberische Staatsschuld zu liauidieren und eine gemeinsame Finanzkontrolle ter Zolleinnahmen von Liberia einzurichten. Das diesbezügliche Abkommen durfte schon in kurzem unterzeichnet werden.
-Sarenpaar ist mit den kaiserlichen Kindern am Mittwoch vormittag nach Zarskeje Szelo zurückgekehrt.
7-^ russische Gesandtschaft in Teheran hat ter l einander. — Der Kramermarkt war bet der günstigen v er fischen Regierung cm M - mora n d u m überreicht, Witterung und infolge des Bußtages so zahlreich besucht, für dl? und andere Genugtuunig! wie kaum ein Markt zuvor. „Oswalds Garten" bot wieder
durch Bachtiaren, die in das Haus des Aaenten eingebningm £nrnal. aewobnt'war tote man e5 in
waren, gefordert wird. Der Minister des Aeußern gab seinem Zähren gewonnt „ <. r, « n <
Bedauern über den Vorfall Ausdruck und versprach, daß die ** Er ledigteLehrer stellen. Die erste Lehrerin, _ Istelle an der kath. Schule zu Bensheim. Dem kath.
politische Tagesschau.
Zu den bevorstehenden Verhandlungen über das Zuwachssteuergeseh.
Bekanntlich soll das Zuwachssteuergesetz in dem mit seiner Vorberatung betrauten Reichstagsausschuß noch einer dritten Lesung unterworfen werden. Wie wir hören, wird beabsichtigt, diese dritte Lesung, nicht wie vielfach erwartet wird, über das Knie zu brechen, fonberp nochmals eine sehr gründliche Beratung des ganzen Entwurfes vorzunehmen, da die Einwände, die von Interessenten gegen den Entwurf gemacht worden sind, und die weiteren, im sSommer gesammelten Erfahrungen eine nochmalige, sehr gründliche Beratung notwendig machen. Auch die von ber Regierung vorzulegenden Probeeinschätzungen und Ertragsberechnungen dürften den Gesamteindruck beeinflussen. Der Ausschuß wird seine Beratungen bald nach dem Wieder- zusammentritt des Reichstags aufnehmen. Man betrachtet in unterrichteten Kreisen die Annahme, daß der Entwur 13 Millionen Mark Steuern bringen werde, durchaus nich als begründet.
Deutsches rieich.
Aus dem Wahlkreis Marburg — Kirch Hain — Frankeuber g. Dian schreibt uns aus M arbur g. Während ■man vom derzeitigen Vertreter unseres Wahlkreises, dem jetzigen Bauernbundführer Dr. Böhme, so gut wie gar nichts hört, vollzieht sich in aller Stille ber Aufmarsch ter Parteien, um ihm bei ter nächsten Reichstagswahl sein Mandat wieder abzunehmen, das ter freiwillig auf Wunsch des Buntes ter Landwirte nicht nieder- «legen wollte. Zu dem früheren Vertreter des Wahlkreises, dem 'Linksliberalen v. Gerlach aus Berlin, ter ja sofort nach der -Wahl mit der Agitation begann, hat sich kürzlich ber einstmalige Freund Dr. Böhmes, ber Landwirt und Schneidermeister Rupp äus Niederwalgern im Kreise Marburg gesellt, ter als deutsch- sozial er Kandidat von Ort zu Ort zieht und Reden hält. Am Dienstag beschloß hier, wie schon kurz gemeldet, eine ton» h'ervative Vertrauensmännerversammlung den hiesigen Privatdozenten, Reg-Assessor Dr. Bredt, als Kandidaten anszu- TUTen und am Mittwoch traten in Kirchhain die Vertrauensmänner ber Zentrumspartei im hiesigen Wahlkreise zu einer Besprechung zusammen, um über die Kandidatenfrage zu beraten. Daß die Sozialdemokraten ebenfalls einen eigenen Kandidaten auf stellen, ist sicher. Ob ter Bund ber Landwirte den deutsch-sozialen ober den wnservativen Kandidaten unter- Mtzt, weiß man nuht.
Aus Donaueschingen wird gemeldet: Der Erzabt !von Beuron ist als Gast des Fürsten von Fürstenberg hier ;eingetroffen.
Eine Bekanntmachung des Bundesrats betreffend die Be- ischäftignng von! Molkereiarbeiterinnen in Be- .trieben mit mindestens 10 Arbeitern, die dem Reichstage zuge- 9angeil ist, bestimmt, daß die Arbettszeit zwischen 4 Uhr früh und 9 Uhr abends liegen soll, wer nach 8 Uhr abends arbeiten muß, hat Anrecht auf eine dreistündige Mittagspause. Die Be- Itimmungen gelten bereits.
^r^inb^^lg Ater wer den tieferen Sinn des Mondgebirges, pon dem Abu Telfan hermkehrt, die Poesie ter „alten Gärten" -Horns von Wanza", die Herrlichkeit von !,,Pftsters Mühle , den Glanz all jener Orte, in denen ter gort der Vergangenheit, ter Jugend und des Glücks schlummert, erkannt hat, dem bieten sich die anfangs so verworrenen Gebüte als klare lichte Gestaltungen eines souveränen Schöpfergeistes dar. Um manch elenden Fleck Erde, -um den Lumpenkeller, das Siechenhaus, die Fleckchphushütte, fpmnt Raabe die goldenen Fäden seiner warmen Menschenbeobach- L^^und läßt ans dunkelsten Tiefen, durch grimmes Verderben r>ie Schönheit eines outen Serins erstrahlen. Nicht umsonst hat er das Polizcihaus, wo sich die Ausgestoßenen ter Gesellschaft ■Ä"MAerffmden, dreimal zum Mittelpunkt seiner Romane gemacht. Als Wegweiser durch diese Wirrnis der Welt sind in seinen Dichtungen häufig kluge, vielerfahrene Betrachter des Lebens dar- gestellt, Lebenssieger, die aus ihrer irdischen Dürftigkeit von den Gasssn zu den Sternen aufsehen, so ter Dr. Ostermeier in „Ein Spring , Fieblger in den „Leuten aus dem Walde", Just v ^en a.^en Astern". Philosophische Beobachter
des Daseins, die m Mildere Signation den rechten Ariadnefaden
r£nc11 labyrinthischen Jrrunaen gefunden haben, lassen die ^bnfchengeschicke in dem Spiegel ihrer Weisheit erstrahlen, so Wach holder in der „Chronik ter Sperlingsgasse", so Fritz Lang- reuter, )o er „Meister Autor", der einsame Künemund, Der den versinkenden Garten des Lebens gütig traurig nachsieht. In ihnen fallen lebt eine tätige Menschenliebe, die ihren stärksten Ausdruck in dem Helden des „Stopfkuchen", in jenem Heinrich Schaumann Öeiunben hat, der in seinem milden und heiteren Kampf für die .Gerechtigkeit die ergreifendste Verkörperung Raabeschen Welt- .humors darstellt Alle die kautzigen, schrullenhaften Gestalten, die furwfen Gelehrten, die dem Irrsinn nahen Genies, die vom Sturmwind des Daseins zerzausten und zerfetzten Figuren Raabe- scher Phantasie, die die dunkle Geschichte ihrer Leioenschafteii hinter dem Aeußeren eines Sonderlings oder Querkopfes verbergen, bargen in ihrem Inneren den Goldgehalt einer großen Seele, die in ter Welt Schiffbruch gelitten hat, um in sich selbst den stlllen Hafen zu finden. Raabes ganzes Schaffen trägt als Motto den Jphigenie-Bers: „Jedes menschliche Gebrechen sühnet reine Menschlichkeit".
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♦* Der preußische Buß- und Bettag hat unserer Stadt gestern einen recht lebhaften Verkehr gebracht, der sich besonders in den Nachmittagsstunden in den Geschäftsstraßen recht lebhaft äußerte. Aus den benachbarten preußischen Gebietsteilen, namentlich auch aus Wetzlar und Marburg, waren zahlreiche Besucher gekommen, und die Geschäftsleute machten z. T. recht flotte Geschäfte, so daß der ,/dicke Mittwoch" diesmal seinem Namen Ehre machte und die flottere Geschäftszeit vor Weihnachten recht viel- verheißend einleitete. Im StadttHeater gab man mit Rücksicht auf die preußischen Gäste am Nachmittag das Opferlamm. Auch die Wirtschaften profitierten von den Gästen. — Der Techniker-Verein Marburg benutzte ebenfalls den Tag, um unserer Stadt einen Besuch zu machen und unter Führung des Stadtbaumeisters Gerbet und des Architekten Wettläufer den seiner Vollendung enlgegengehenden Schlachthofs-Neubau zu besich- ttgen. Die Fachleute erklärten, daß sie dabei sehr viel Neues und für ihren Beruf Interessantes gesehen hätten. Am^ Abend waren die Marburger Techniker mit ihren! Gießener Kollegen, die sich recht zahlreich eingefunden hatten, im Kaiserhof zu einer gemütlichen Sitzung bei-
Landkreis Gießen.
■== Großen-Linden, 16. Nov. (Verspätet einge* ' gangen.) Am Samstag fand das Winterfest des Turnvereins in der Turnhalle statt. Nachdem der 1. Vor- , fitzende die Anwesenden begrüßte, fand ein Turnen bet . verschiedenen Riegen unter der Leitung des 2. Turnwarts " Volk statt, das großen Beifall fand und von einer guten Schulung zeugte. Besonderes Interesse wurde der Manner- riege eutgegengebracht, die am Barren turnte. Eine Fechterabteilung wurde unter Leitung des Herrn L. > Weiß vorgeführt und fand lebhafte Anerkennung. An das Turnen reihte sich ein theatralischer Teil an, der großen Beifall erntete. Zum Schluß folgte ein Reigen, ausgeführt von 12 Turnern und 12 Turnerinnen. Der anschließende Ball hielt die Anwesenden bis zur späten Stunde beisammen.
Kreis Alsfeld.
* Mücke, 16. Nov. Großes Interesse hat die Mitteilung von den beretts begonnenen Vermessungsarbeiten der Bahn Marburg —Mücke bei den Freunden der schon^so lange und so oft projettierten Ohmtalbahn Mücke —Ulrichstein erregt. Durch die nun ernst werdende Ausführung der Marburger Kreisbahn rückt das Ohmtalbahnprojekt in ein neues Licht. Die Ohmtalbahn Mücke—Ulrichstein wäre die direkte Fortsetzung der Marburger Bahn durch den nvrdwesllichen Vogelsberg nach Lauterbach zu. Durch diese Fortsetzung erhielt aber die ganze Bahn eine viel höhere Bedeutung.
x Ilsdorf, 16. Nov. Welche Wohltat es ist, eine eigene Schule zu besitzen, das empfinden und schätzen jetzt unsere Schulkinder und ihre Eltern. Gerade in dieser Jahreszeit war es mit großer Schwierigkeit für die Kinder verknüpft, den Weg nack) Flensungen und Landenbach zur dorttgen Schule zu nehmen. Jetzt sind diese Schwierigleiten durch die eigene .Schule alle behoben.
△ Ermenrod, 16. Nov. Gegenwärtig findet hier der Kursus der Kreis-Wander-Haushaltunas- schule statt. Der Kursus wird von 24 Schülerinnen von hier, Zeilbach und Schellnhausen besucht. Unterricht und Ausbildung geschehen in der Wiegelschen Gastwirtschaft. Von hier aus kommt die Kreis-Haushaltungsschule in den Schwaimgrund, wo man ihrer sehr begehrt. Die Bedeutung der Haushaltungsschule dringt stets in weitere Vollskreise, so daß man jetzt überall der Haushaltungsschule gern ent- gegenjieht. Dient dieser Lrur,us dem beruflichen Teil des prakttschen Lebens, so dient ein anderer, der gleichfalls gegenwärttg hier stattfindet, dem Teile des Vergnügens- es ist ein Tanzkursus, der gleichfalls gut besucht wird und in der Muschschen Gastwirtschaft stattfindet.
= Flensungen, 16. Nov. Kesseldieb. Gestern nachmittag wurde auf dem der Gemeinde Flensungen gehörigen Hofe, der unbewohnt ist, ein Einbruch verübt, indem ein vagabondierender Wegelagerer durch ein Fenster I des Wohngebäudes in die Küche emstieg und hier den großen Kupferkessel aus seiner Form hob, nach dem benachbarten Stockhausen brachte und dort einem Trödler zum Kauf anbot. Es gelang ihm auch, den Kessel zu versilbern, jedoch wurde diese Sache bald ruchbar, da der Dieb von weitem von Bergleuten des Eisensteinbergwerkes Stockhausen von der Richtung Flensunger Hof her beobachtet worden wir. Man stellte dem Kesseldieb schleunigst nach und erwischte ihn bald. Er wurde über Flensungen, wo sich eine große Menge Neugieriger angesammelt hatte, nach Grün- berg in Haft abgeführt. Es werden ihm noch zwei Dieb- Itähle zur Last gelegt, denn er soll in den letzten Tagen eineni Fuhrmann an einer Wirtschaft in Stockhausen einen Teppich vom Wagen, einem anderen einen Mantel entwendet haben. <
Schuldigen bestraft werden sollen. v _____ _________v.
In einem Anikel der „Nvwoje Wrernja" wird mitgeteilt, Pfarrer und dem Stadtvorstand in Bensheim steht das daß sich zur Verwirklichung des Planes für eine von Europa Prüfen tattonsrecht zu.
bubten führende Bahn in Ruß- •• In der Gemälde-AuSstellunq am Brand, die MÄ „itt T°g° geschlossen ist. gelangt von Sonntag ob eine
werden. große Anzahl Kunstwerke zur AuSitellung, die verdienen, daß
, /Tie „Correspondencia d'Espana" teilt mit, daß in dem spa- schon im voraus darauf hingewiesen wird. Bekannte Münchener ^i^^I°Ekanifchen Abkommen die sestgeseSte Kttegs. und einige französische und italienische Künstler sind biefeSmal Een fei. Äz^SicherAit'stritt ZaMng ve«ett der ^'^^roorragenden Werken vertreten. Auch die Kolletlionen Mochsen 55 Prozent, der ihm aus den Bergwerksabgaben zustehen- Sung* Stuttgart, die aus sich watten ließ, wird ausgestellt, den, nicht für öffentliche Arbeiten bestimmte, Anteile. Der H. Koberstein und F. Lange-Dedekam, die die Ausstellung ®^S-2teu6EkI,lro1DErb.™ lan«e nicht beschickt haben, letzterer noch bekannt von seiner Ä» Kollektw-Avsste-lung vor einigen Jahren, smd ver.
Grobkreuz des Ordens Karls III. verliehen, El ^eten. Auch Werke der Bildhauerkunst mit einigen schönen Mokri und dem Personal der marokkanischen Gesandtschaft andere kunstgewerblichen Gegenständen haben die Bildhauer C. Brose«
x - (Friedberger Konferenz) veranstaltet am Dienstag, 22. No-
♦?*** UnO I vember, nachmittags in Gießen eine Bezirksversammlung ihrer
Stuttgart, 16. Nov. Aus Befehl des Kaisers erhall Mitglieder, bei ter Pfarrer Hartmann-Hainchen einen Borbas -öusanterie-Regiment Nr. 120, dessen achte Kom- trag halten wird über „Gemeindepflege auf dem Lande, tegnie das Kaiserabz eichen erschossen hat, als SchießpreisErfahrunge naus der Praxis und Vorschläge für em Gemälde, das die Teilnahme des Regiments beim An- d i e Praxi s." Eine Aussprache wird sich anschließen.
griff auf r^öschweiler darstellt. Mll der Ausführung des Ge- ** Stadttheater. Als Festvorstellung zu Groß- maldes wurde Professor Röchling-Charlottenburg beauftragt. 16er8og§ Geburtstag wird am Freitag, 25. November, — ' ----- —----— ... ।__ Schmidtbomis Schauspiel „Der Graf von Gleichen" zum 1.
Deutsche Kolonien» Male gegeben. Die Vorstellung findet außer Abonnement statt,
— p F{x. •3C. doch haben Gutscheine Giltigkell. Das Werk wird im Freitags- f ü r b i e dm kn p f ! Abonnement nicht wiederholt, worauf besonders hingewiesen sei.
undl9 09 pt s n Rechn u n gsi a hr el 9 0 81 - Die nächste Volksvorstellung findet am Dienstag,
luaeaanaen ihegesetze ist demReuch-tage 22. November, statt und teingt den Kaufmann von
äug eg angen. ym y; atn e 1908 waren an Kolonialanleihen begeben MR en p h io"
»orben 30 000 000 Mk., die 29 550 000 Mk. Erlös brachten, und ** ff?n' r anb toirt f »a f iTi » er ffnriirÄ fr,r s.r T^vEchLde Lon^ 875 Mk'wnrL Fern ÄÄ baten begamr geL altL Kaserne' Di!^b« Don 1909 tu Sobhc uon^ß ßZl- Telluchmer ist gegen die beiten ersten Jahre 1908 und 1909
firntmc von1 ^D688Ü805^^/^m1^hFm'f^I ^^^^nb gestiegen und beträgt 72. Der Unterricht umfaßt in 10 Ium 1909 wurden 14000^000^ Vortragen oft wichtigsten Gebiete der Landwirtschaft. Nach
Verschreibungen begeben (Erlös U ^l°0Eröffnung durch den Kursusleiter Oekonomierat Weitzel- kurs). Am ^10 November 1909 wurden 4 000 000°9ber Landwirtschaftlichen Versuchsstation
wie in Ergänzung des Berichts über die Hauptversammlung mitgeteilt sei, .Kaufmann Karl Schulze zum Tourenwart und als Beisitzer Kaufmann Aug. W a l d f ch m i d t - Wetzlar und Fabrikant Herrn. Eichenauer gewählt. Einige Wanderungen stehen nur hinsichtlich ihres Zieles fest, sie werden in ihren Einzelhellcn noch näher festgelegt werten.
** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Pforzheim (Schlacht- Hof), bei Händlervieh; Flomersheim, Regierunas- bezirk Pfalz; Weilsheim, Regierungsbezirk Ober-, bayern.


