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OrigrnaL-DrahtmeLdnngen.
Die Wahlen in England.
London, 21. 3an. Bis 1 Uhr nachts waren 163 Unionisten, 137 Liberale, 29 Mitglieder der partei nnd 53 Nationalisten.
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W. Frankfurt a. M., 20. Jan. Das Schwurgericht verurteilte beute Pen 26jährigen Ausläufer Georg Birk von hier.
tzandel.
— Die Reichsbank erm'ähigte den Aeichsbankdiskonl ans 41/2, den Lombardzinsfuß auf 5 V» %•
Märkte.
Gielleu, 20. Ian. Biehmarkt. Bei dem am 18. und 19. Januar abgchaltencn Markte waren aufgetrieben 1499 Stück Nmdviel', 117 'Schweine. — Der nächste Markt findet am 1. und 2. Februar statt. _
tc. Frankfurt a. M., 21. Jarr. den- und Strohmarkt. Anaefahren waren 17 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt tourbc für Heu Ml. 4.00—5.00, Stroh, Koru-Langstroh, Mk. 0.00 bis 0.00. Alles je 50 Kg. Geschäft sehr flau.
der am 22. 7wvember v I. ferne Geliebte, eine Frau Kaiser, e r- schossen und sich dann fetbü zu töten versucht batte, wegen Köroerverletzung ohne Zubilligung mildernder Umstände zu öter Jahren Gefäugnrs.
Amtlicher wettervericht.
Allgemeine Wetterlage seit Donnerstag früh: Unter dcmEin-- flUB des weusichen Hochdruckgebiets ist in der Nacht weitere nennne Abkühlung eingetreten, so daß auch tu Öen Ebenen leichter Frost' cmgetrelen i|t. Dabei ist urichweise, besonders in Ober- Hessen, leichter Schnee gefallen. Da immer noch kleine Rand-- wirbel vorhanden finö, ist auch morgen noch strichweise Schnee zu erwarten. _ 1A1/X
Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 22. Januar 1910: Frost langsam zunehmend, strichweise lmcwcr Schnee.
L. Friedberg , 2V. Jan. In der Sitzung der ^t-adt^ j verordneten wurde dem AtTmenfonds ein Neubau ge^ ' nehmigt, in dem eine Dsörtnerwohnnng für das städtische : Kranlenl)vns und Räume zur Einstellung eines Gasmotors zur Erzeugung von elektrischer Energie untergebracht wer^ den sollen. Den von dem Bürgermeister abgeschlossenen Muten von Gelände zur Herstellung von Straßen und »ur Ergänzung von vorhandenem städtischen Gelände wird zu> gestimmt. — Ein Werkchen, das die Schundliteratur be- lämpft, wird dem Schulvorstand zur Begutachiung übergeben und soll, wenn cs ^ür gut befunden wird, für die städtischen Lehrer beschafft^weroen. Den Schutzleuten, die die Schutzmannsschule in Darmstadt besuchen, soll neben dem Fortbestand ihres Gehalts für den Tag 2.50 Mk. vergütet werden. — Am Standesamt wurden im Jahre 1909 angemeldet in Friedberg: 158 Geburten, 51 Eheschließungen, 146 Sterbesälle, im Stadtteil Fauerbach: 43 Geburten, 6 Eheschließungen, 9 Sterbefälle, Mammen 201 Geburten, 57 Ehen, 153 Sterbesallc, darunter 41 int Hospital, die von auswärts hierhergebracht wurden. — Auf Veranlassung der Handelskammer, des Burger-, des Verkehrs-, des Orts-- gcwerbe- und des 'Detaillistenvereins fand gestern abend eine gut besuclfte Versammlung statt, in der Notar Tr. Stahl einen Vortrag über die Gemeindesteuer-Reform hielt. Die Versammlung nahm am Schluß des mit Beifall aufgenommenen Vortrags folgenden Antrag an: „Die heutige zahlreich besuchte öffentliche Versammlung begrüßt es, daß die Großh. Regierung es von neuem unternommen hat, die Gemeindesteuern, besonders die gänzlich veralteten Realsteuern, einer zeitgemäßen Regelung zu unterziehen, und erklärt sich mit den Grnndzügen des Gesetzentwurfs betr. die Gemeindeumlagen einverstanden, ohne im einzelnen alte Bestimmungen zu billigen. Insbesondere stimmt die Versammlung dem Versuch, Warenhäuser, Filialgeschäfte urtb Konsumvereine entsprechend ihrer Leistungssähtgkeit steuerlicl) zu erfassen, grundsätzlich zu und hofft, daß ine gesetzgebertschen Faktoren die Vorlage der Regierung unbeschadet etwaiger Verbesserungen, insbesondere einer Aew derung der Skala des Artikel 10 und Einführung einer Berufssteuer für die freien Berufe und Heranziehung des Staates zur Einkommensteuer, im Interesse der gerechten Verteilung der Gemeindesteuern baldigst annehmen."
W. Mainz, 21. Jan. (Tel.). Der Kirchendiener von St. Stefan namens Bicking wurde wegen zahlreicher K i r ch e n d i e b st ä h l e verhaftet.
-i- Reichelsheim l. d. W., 20. Jan. Für unsere vormals nassauische Gemarkung tritt am 26. Februar d. I. die hessische Pfa ndrcchtL gefetzgebung in Kraft.
Königsberg, 19. Jan. Kürzlich liefen zwei Reh - b öde, wie der „Hinter!. Anz." berichtet, anscheinend im ftamufe, auf die alte Burgruine, 'sprangen sodann eine ca. 15 Meter hohe Mauer herunter und fielen direkt vor die Haustüre eines hiesigen Einwohners. Beide Böcke blieben auf dem Platze tot liegen.
----.Fellingshausen, 19. Jan. Arn Sonntag dem 30. Jan. finbet die Generalversammlung des Konsum- vereinS statt. Wie schon bekannt ist, soll' trotz des hohen EmkaufspreiseL eine hohe Dividende zur Verteilung kommen, während vor zwei Jahren nur 5 Proz. zur Verteilung gelangten. — Der Kriegerverein hält seine Katser- Geburtstagsfeier am Samstag, 29. Januar
[] Marburg, 20. Jan. Im vergangenen Jahre wurden beim hiesigen Standesamt 776 Geburten (gegen 769 im Vorjahre) angemeldet, 375 (367) männlichen und 362 (350) weiblichen Geschlechts. Davon entfallen auf die hiesigen Anstalten 505 (437). Zmillmgsqeburtcn kamen wie nn Vorjahre 11 vor. In den Ehestand traten 157 (141) Paare. Gestorben sind insgesamt 434 (464) Personen und zwar 231 männlichen und 203 weiblichen Geschlechts. Davon in Anstalten 199 (245). Totgeboren sind 38 (29> Kinder. Unter 1 Jahr alt starben 64 (54) Kinder. — Bei dem in der chirurgischen Klinik abgehaltenen Ausbildungskursus der Ge- nossenschast freiwilliger Krankenpfleger im Kriege bestanden 52 Studenten mit Erfolg die Prüfung.
Oerrnidchtes.
• Schnee und Ho ch wa ssc r. Aus ganz Tirol roerbeit sehr ftarte Schneefälle gemeldet. Die Drahtverbindungen sind zum großen Test mitcrbrochen; auch der Zugverkehr erleidet große Störungen, da viele Büge im Schnee Itedcn blieben oder ine Bahnlinien durch Lawinen verlegt sind. Neue Nachrichten über große Ueberschwemmungen kommen aus Frankreich. Der Boowvertehr auf der Seine ist eingestellt. Bee Belfort steht das Gelände weithin unter Wasser. Die Eisenbahnverbindung mit Basel i|t unterbrochen. Zn Besan <^o n sind- alle Kellerräume überschwemmt. Soldaten sind den Ein- wohnern von Montbeliard zu Hilfe geeilt, wo die Post und ihre Beamten vom Verkehr abgeschnitten sind. Der Doubs führte zahlreiche Tierleichen mit sich. In Decault (Dep. Sarthe) stürzte ein Zug infolge Senkung des Erdreichs, die durch den Regen herbeigefichrt wurde, ür eine Schlucht; zwei Personen büßten dabei ihr Leben ein, sieben $ ertönen wurden verletzt. Bei Gex 'Departement Ain) ist die ganze Ebene in einen großen See verwandelt. Alle Bahnverbindungen sind unterbrochen. Sehr starre Ueberfchroemmungen werden auch von St. Claude, 'Korec Vallee und Brenne gemeldet. Die Zufahrtsitraßen zu dim genannten Städten sind unterbrochen.
* Gr n neuer Zeppelin. Direktor Colsmann von der ZePpelürEselischaft hatte kürzlich mit dem Kölner Ober bürget' melfter eine längere Unterredung über eilten geeigneten Platz zur Erbauung einer Landestelle für Zeppelütballons in Köln, lieber den geplanten Ausbau des Heppelinluf tschiff <- Verkehrs verlautet, daß man gegenroärtig mit dem Bau eunS Zevvelinballons beschäftigt ist, der 300 Meter lang sein |olL Dieser: gewaltige Ballon eoirb mit acht Motoren ausgerüstet. Bei zehn Sekundenmeter genügen vier Motore, die übrigen vier dienen nur dazu, bei Sturm und Unroetter einzugreifen. Die Verkehrslinie, die zuerst eröffnet werden soll, wird von Hamburg über Köln nach Baden-Baden gehen, die zweite von Hamburg nach London. Gegenwärtig wird bei der Herstellung neuer Lenkballons der Schwerpunkt auf die Bereitstellung großer Verkehrsballonä gelegt. ■
Kleine Tageschronik.
In Bukarest wurden Plakate angeschlagen, auf beitttf die Absetzung des 1 duversitätspr3»essors Dr. Ianeseo verlangt wird. Dieser entdeckte ein Verfahren, Operationen ohne Narkose durchzuführeii. Ein Bruder des Ministers wird als Zharldan bezeichnet. Jancsco befindet sich zurzeit im Auslande. Er vei> langte telegraphisch die Einleitung einer Untersuchung gegen srchs ' Prinzessin Elisabeth von Rumänien hat sich ilt Sina ia Leim Bobsleigh-Fahren den Fuß verstcmcht. Der Unfall ist ohne ernstere Bedeutung. m
Die Untersuchungen über die Ursache des Brand e s des P a r l a m e n t s g c b ä u d e S in K o n sl a n t i n o p e l verstarten die Ansicht, daß es sich um einen verbrecherischen A n - s ch l a g handelt. _________—_______
Httben gewonnen. Mit der AnssteUnng tft am Sonntage rin Prersschießen verbunden. Im Saufe des Jadres Koll aiLdi iroch eine. B e zi r k saus st ellu n g mit UrUer> fc^unq der Landwirtschaftskcnnmer abgehalten werden.
Reiskirchen, 20. Jan. Am Dienstag erfolgte foie landespolizeilich e Abnahme über sämtlicho ibtsher vorgenonnnenen Erweiterungen des hiesigen B a h n - sh o f s. _
' -X.. Burkhardsfelden, 20. Jan. Die am 3. Jnlr
ü. I. 'bei Gelsentirchen aufgeftlndene Leiche ohne Kopf wurde als die eures dort vermißten Bergmanns wieder erkannt. Damit ist man trotzdem noch nicht allen Zweifeln über einen gewaltsamen Tod des von hier stammenden Häuser entfpobeit. Zuletzt ist er Ende Juli als in Düsseldorf wyhnend gemeldet worden. Seit dieser Zeit ist nicht das geringste Über ihn betannt geworden. Nach dem, was man üb erben jungen Mann erfährt, steht man wegen des innfteriöfen Verschwindens vor einem Rätsel. Von den Eltern sind nunmehr zu «seiner Wiederauffindung Schritte getan worden.
/^Hattenrod, 20. Jan. Unser Dors ist der Geburtsort des langjährigen Leiters des hessischen Landes- lehreroereinS Rektor Karl Backes-Darmstadt. ES ist nun von Lehrern angeregt worden, am alten Schulhause, in dem sein Vater al6 Lehrer wohnte, eine BackeS°Gedenktafel anzubrinqen.
? Harbach, 20. Jan. Gestern wurde hier der Maurer und Totengräber Georg Keil, zur letzte n Ruhe getragen. Er war sehr beliebt in der Gemeinde und ist noch vor acht Tagen feiner Arbeit nachgegangen. K. war der Mett älteste Mann der Gemeinde und hat ein Alter von 82 Jahren erreicht. Pfarrer Sieb eck hielt chm eine ergreifende Grabrede.
lz. Alsfeld, 20. Jan. Am 2. Februar d. <y. wird daÄ Rhein-Mainische Verbandstheater im Saale des ^.Deutschen Äiaifer// 'hier von nachmittags 2 Uhr ab eine Schüler^ Vorstellung von Wilhelm Tell veranstalten. Durch ein Dusschreiben der Großh. Kreisschulkomnttssion an die Lehrer des ÄreifeS wurde an gefragt, wieviel Schüler, Fortbildungsschüler und erwachsene Perfionen der Vorstellung anwohnen wollem Der Eintrittspreis beträgt für jede Person 40 Pfg. Falls bei zu großer Teilnehmerzahl eine UeberfüHung des Saales droht, sollen jüngere Schulklassetl ausscheiden. Es wird zu erwarten sein, daß eine solche für unsere Gegend seltene Veranstaltung sich eines regen Zuspruchs aus vielen Crtcit des Kreises erfreuen werde.
X Ober-Ohmen, 19. Ian. Von unseren beiden Schulstellen imirbe in den letzten Jahren keine definitiv besetzt, weil die Wohnungsverhältnisse nicht den gesetzlichen Bestintmungen entsprechen. Jetzt hat matt diesen Mißstand beseitigt; die früheren, alten Schulstuden werden zu Wohnzimmern eingerichtet, so daß zwei vollständig ausreichende Lehrerwohnungen hergestellt werdet:. Darum ist jetzt auch die erste Schulstelle zur definitiven Besetzung ausgeschrieben.
? Hungen, 20. Jan. Nachdem sich die Fleisch - preise lange Zeit auf einer fast unerschwinglichen Höhe gehalten hatten und deshalb auch nicht so viele Haus schlachtungen wie in anderen Jahren vorgenommett wurden, hat .ein hiesiger Metzgermeister vor einigen Tagen für Rindfleisch eine Preisermäßigung von 5 Pfg. für das Pfund ein treten lassen. Diesem Beispiel folgten tetzt auch andere Fleischer, indem sie ebenfalls 5 Pfg. billiger als feitlyer verkaufen. Hoffentlich folgt auch bald ein Preisabschlag für Schweinefleisch, der sehr zu wünschen wäre.
tc. Bad Nauheim, 20. Jan. Be: der hiesigen Gbamottefabrif wollten gestern nachmittag 6 Arbeiter, im Bestem eines Aufsehers, einen Läufer aus einem Mahlgang, der zirka 150 Zentner wog, in einen Eisenbahnwagen verladen. Mittelst Flaschenzug wurde der Läufer in die Höhe gewunden, da riß die Rette des FlaschenzugeS, der Läufer siel herab und zermalmte den untenstehenden 29jährigen, aus Södel gebürtigen, in Dorheim wohnenden Arbeiter Konr. Wagner, der feit seinem 15. Jahre in der Fabrik beschäftigt ist. Er hinterläßt eine Witwe und zwei Kinder. Die anderen Arbeiter konnten sich retten, nur der Arbeiter A. Wagner ans Niedermörlen erhielt eine schwere Verletzung am Arm. Die polizeilichen Feststellungen ergaben, daß der Flaschenzug für das Gewicht zu schivach geworden ist.
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Jeden Tag u. 3—10 Uhr geöftnel.
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