Aus Hessen.
Deutsches Reich.
Vie Wahlen m (England
2ond 3-n, 13. Dez. (11 Uhr 53 Mn.) Gewährt sind 191 Libera.e, 229 Unionisten, 35 Vertreter der Arbeiterpartei, 57 Redmond ist en und sechs Obrinisten. Die Liberalen gewinnen 18, die Unionisten 21 jiiib die Arbeiterpartei Dir- Mandate.
Aus Stadt und Land.
ließen, 13. Dezember 1910.
' Tageskalender für Dienstag, 13, Lez. Stadt- theater: .Hohe Politik'. Anfang 8 Uhr.
** Ortt Droßh. Hofe. Vom Hofmarschallamt wird der .Darmst. Ztg." mitgeteilt, daß für den 7. und 11. Januar 1911 je em HofbaU im Alten PalaiS zu Darmstadt vorgesehen ist.
Der Rücktritt der Kabinetts vienerth.
SBien, 12. Dez. Heute nachmittag unterbreitete der Miursterpräsident v. Bienerth dem Kaiser den Rücktriü des Gesamtkabrnetts. Der Kaiser nahm das Gesuch) an und betraute das Kabinett mit der einstweilige» Fort, sührung der Geschäfte.
glieder, die Sozialdemokraten 52 Mitglieder. Die Rechte setzt sich zusammen aus ^Konservativen, 25 Mitgliedern der Reich spartei, 17 Mitgliedern der wirtschaftlichen Vereinigung und 3 Mitgliedern der deutschen Reform-Partei. Die Polen zählen 20 Mitglieder, das Zentrum nach der Aufnahme des 2tbg. Prof. Spahn 106 Mitglieder Leiner Srattion gehören 18 Mitglieder an.
Vom Berliner Professoren streik.
Zum Profefforenstceit an der Berliner Universität enthalten die Berliner Blätter die nachstehende Erklärung:
Veranlaßt durch den als »Tatsachen im Berliner Professoren'
Provinzial-Ausschuß Ver Provinz Lberhessen.
w t 1^ Gießen, 10. Dez.
Anwesend: Provinzialdirektor Dr. Usinger als Vorsitzender und sechs ordentliche Mitglieder. Beginn 9, Ende li/i Uhr.
I.AufbringungderKostendesGeländeer- werbs für die Nebenbahn Grebenhain — Gedern.
Gegen den von den beteiligten Kreisämtern auf- gestellten Verteilungsplan hatten verschiedene Gemeinden Einspruch erhoben. Es wurde heute zur Sache verhandelt ein Urteil aber nicht gefällt. Der Provinzial-Ausschuß beschloß, eine Entscheidung in der nächsten Sitzung zu verkünden.
Die Meuterei in Brasilien.
Rio de Janeiro, 12. Dez. Die Kammer hat heute
Verhängung des Belagcrungs- <>^,.cmdes beschlossen. Dre parlamentarische Immunität bleibt s-rC ist zwar alles ruhig, doch laufen
ine widersprechendsten Gerüchte um. Die von der Regie rnng getroffenen Maßregeln lassen befürchten, daß die Garung noch werter besteht. I ' ö
Durch das gegen die Insel gerichtete Steuer hnrrSp» <it(e Gebäude auf der Insel bernahe völlig weqgds^ü Meh?e« Granaten beschädigten in der Stadt öffeniftche und vrwa^ bürgerllchen USj' gj ^h r als -00 Personen tot oder verwundet. Bon den Meuterern wurden etwa 200zu Gefanaenen^ macht. Mehr als 300 Rebellen s?n§ t°t Ler verwundet. Die Verluste der Regierungstruvve^ üeraufen sich auf etwa 600 Tote und
,3e5 Kallers gehaltene Rede die Haltung auch der braunschweigischen Regierung gegenüber der von der Mehrheit des Reichstags beschlossenen Finanz, re form erwähnt worden. Die braunschweigische Reaw. rnng tour de, tote die amtlichen ,Mraunschwetgischen An- zergen" zu erklären ermächtigt sind, allerdings der von den vcroundeten Regierungen vorgeschlagenen Finanzreform den -Vorzug gegeben haben, nachdem aber feststehe, daß deren Annahme vom Reichstage nicht erreichbar sei, hat gerade -staatsmtntster v. Otto nameirs der braunschweigischen Re. gterung tn den Bundesratsverhandlungen sich sofort mü besonderem Rachdrurk für die Annahme der vom Reichstag beschlossenen Finanzreform erklärt, wie denn auch heute dte braunschweigtsche Negierung den Wert der Finanz- an c??e^C ,^e ^sundung der Reichsfinanz«r rückhaltslos
’L ^Ordensangelegenheit. L)er Großherzog hat I ^ber-^rieftrager Joh. Altvater in Ortenbera die Genehmigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem ftomg von Preußen verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichens erteilt. 1
- Verdeutschungen im Eisenbahndienst. Zu- folge Erlaß oes Ministers dec öffentlichen Arbeiten ist die seitherige Bezeichnung Inspektion in Wegfall gekommen Die bisherigen Betriebs-VerkehrZ-Maschinen-Werkstätten- usw. Inspektionen führen fortan die Bezeichnung: Eisenbahn» Betnebs-Verkehrs-Maschlnen-Werkstätten. usw. Amt.
•* Dortrag über das Liebig.Laboratorium. Wir machen aufmerksam, daß der Vortrag über die Wiederherstellung des Liebig-LaboratoriumS am Donnerstag abend tln der alten Aula, 2. Stock des UniversttätSgebäudeS, Eingang von der Ludwigstraße, stattfindet.
! . * * e in silbernes Jubiläum beging gestern der IMilchfahrer Philipp Wild bei der Gießener Tampfniolkerei. ,un-lT-rl)C0C^en er seit 25 Jahren für ein und dasselbe Geichast, obgleich m diesem während der Zeit mehrfach der Besitzer gewechselt hat, die Milch zur Kundschaft gefahren, die den freundlichen und gefälligen Milchmann gern kommen steht. Herr Wild erfreut sich einer guten Gesundheit, so daß ec noch lange Jahre der Unbill des Wetters, der er bet semem Berufe ausgesetzt ist, trotzen kann.
" Dte ersten Weihnachts-Urlauber, Mann, schäften der Dl at rosen-Division von der Besatzung des Linienschiffes .Nassau- passierten in einer Stärke von 15 Mann heute nacht 3 Uhr unsere Station. Drei der Leute stiegen hier au5, um in der Gegend zu bleiben während dec Reit weiter fuhr, die letzten bis nach Stcaß^ bürg, $ie Besatzung dec »Nassau* hat in einer Stärke von 4oü Mann (die Hälfte der Bemannung) Urlaub bis wm 29. Dezember. 0
streit' veröffentlichten anonymen Arlikel tn der »Täglichen Rundschau^, der ausdrücklich als „aus besiunterrichteter Quelle geschöpft' bezeichnet ist, sehen wir als Vertreter de§ Herrn Pro- i e s f o r s Bernhard in feinem Ehrenhandel mit Herrn Professor Sering uns gezwungen, unser bisheriges Schweigen zu brechen und, weil der Arlikel geeignet ist, in den weitesten Kreisen Irrtümer über die wirklichen Vorgänge entstehen zu lassen, folgendes zu erklären: Tie Pistolensorderung an Herrn Professor Gering wurde nicht dadurch veranlaßt, daß die Professoren v. Schmoller, Sermg und Wagner in einem an Professor Bernhard gerichteten Briefe § »jede über die amtlichen Beziehungen hinausgehende Gemetnschasi mit ihm ablehnten', sondern durch eine in hohem Grade verletzende Kränkung feiner Ehre, welche diesen Worten vorangmg. Lediglich diese persönliche Beleidigung bestimmte Herrn Professor Bernhard ata 27 Juli 1910, eine Ehrenerklärung von Herrn Professor Sering zu verlangen. Herr Professor Sermg weigerte sich,, eine derartige Erklärung abzugeben, und erklärte sich nur bereit, „den Streitfall einem aus Standesgenossen (Prorektor unö vier ordentliche Professoren) zusammengesetzten Ehren-! gericht zu unterbreiten und jede von diesem für erforderlich erachtete Genugtuung zu geben.' Herr Professor Bernhard lehnte selbstverständlich eine derartige Behandlung der Angelegenheit ab und ließ am 29. Juli (am 28. Juli ließ sich Herr Sering in dieser Angelegenheit nicht sprechen) Herrn Sering nochmalsauffordern, die ihn persönlich verletzenden Worte zurückzunehmen, um so einen gütlichen Ausgleich zu ermöglichen. Dies lehnte Herr Senng ab. Jetzt erst erfolgte die Ueberbringung der P i st o l e n f o r d e r u n g, welche ausdrücklich auf die von Herrn Prof. Bernhard formulierten Bedingungen von Herrn Prof. Sering angenommen wurde. Es sollte nunmehr über die Berechtigung der Forderung ein nach den üblichen Regeln zusammengesetztes Ehrengericht ent-1 scheiden. Als demgemäß Herr Professor Bernhard die Mitunter- zeichneten, Fabrikbesitzer Dr-Gast und Landrichter Boeckh, als feine Vertreter benannte, weigerte sich Herr Professor Sermg, diese cm- iuerkennen und verlangte ein nur aus »Standesgenossen, ordentlichen Professoren", zusammengesetztes Ehrengericht. Weitere Verhandlungen mit dem Vertreter des Herrn Professors Sering uhrten sujemem anderen Ergebnis. Nunmehr erging an Herrn Professor Sering die Aufforderung, die angenommene Forderung! zum Auslrag zu brinaen. Auf diese Aufforderung wurde von dem Vertreter des Herrn Professors Sermg erwidert, es wäre bereits in dieser Angelegenheit ,das letzte Wort gesprochen und nichts hin- pizufügen'. Das sind die Tatsachen. Hieraus ergibt sich: 1. Ter Anlaß des Ehrenhandels war eine persönliche Beleidigung; i. Herr Professor Sering hat die Forderung des Herrn Professors' Bernhard angenommen; 3. Herr Professor Sering hat das Zu- fammentreten des üblichen Ehrengerichts vereitelt und dadurch die Möglichkeit einer gütlichen Beilegung ausgeschaltet; 4. Herr Professor Sering hat sich im entscheidenden Moment geweigert, der Herausforderung Folge zu leisten. Berlin, 10. Dezember 1910. Tamcke, Rittmeister a. D.; Boeckh, Landrichter; Dr. Gast, Fabrikbesitzer und Leutnant b. 9t; Alexander Bernhard, Fabrikbesitzer und Leutnant d. R. i
" Der Bicnenzüchterverein Gießen und Um. w8eVf-ltltra? Sonntag nachmittag im Gasthaus ,Zum ~5roen fC!ne lttztr Jahresversammlung ab, die auch
von -uSwürtS gut besucht war. Lehrer Buß gab eine -kabr.» Übersicht und keunzc.chnete mit Recht das abgelaufene Bien jahr 1910 als eins der schlechtesten, das selbst alte rriahr?" Jmler je erlebt haben, zu mal es vielen Böllern an de,, farderlichen Winteroarcat fehlte. ES wurden 7 Versammln-?' abaehalten. Darunter ein Familienausflug nach der Rin?? Mühle. Vereinsrechner Kaufmann Wenzel trug sodann h Fchrcsrechnung var, deren Prüfung den Mitgliedern Slum e und Vetter übertragen wurde. Die Mitgliedcrzahl ist ln, gelaufenen Jahr van 162 auf 175 gestiegen, auch für x , nrur Jahr lagen bereits Anmeldungen var. Tie ausscheidend»! BarstandSmitgliedcr Buß, Spitz, Wenzel, Döll und Müll" wurden wiedergewählt. Während b,S dahin die TageSvrdnu^ eme rasche Erledigung fand, nahm die Besprechung über bi3 Jubiläums-Wanderversammlung 1911 eine geraum! Zeit in Anspruch.
Kreis Alsfeld.
~ # Victors, 11. Dez. Unsere Jagdpächter Grieb und Äpengec erlegten in vergangener Woche bei einem Treib-« jagen im Gemeindestadtwald 22 Rehe und zahlreiche Hasen.
Kreis Schotten.
A ^Nachdem die Verhandlmrgett wegen einet
d^nn!FmC'n n.a-UrC^c^tu.nd- 6>em.eindeu OberschmiUen r101 an die bereits besteherrde und reichlich
Wasser liefernde Ramröder Leitung sich zerschlagen haben und eine Einigung nicht erziell werden konnte, wird nunmehr in umerer eigenen Gemarkung nach Qellwas ser gebohrt. Sollte !ich die Voffnung, in den hvchgelegcnen Reippertswicsen Waffe« I beilärigen, dann wird in dem tief er gelegen en Gründer
Jfer g e|d)ürft, und dies unter Anwenduna eines Puinp» to £to-Ci111 dem benachbarten Stornfels dem Dorftz
tuaestchrt. AuL leben Fall fft es mit Freuden yi dcgrüßer^j
2- Klage des OrtsarmenverbandeS Frankfurt a. M. gegen den La n d a r m e n v e r b a n d Greßen wegen Unterstützung des Eckhard Philipp.
Der Landarme Philipp mußte wegen Beingeschwürs infolge von Krampfadern int Frankfurter Krankenhaus behandelt werden. . Wegen des gleichen Leidens war er in der Klinik in Gießen auch schon behandelt und hiernach I der ambulanten Behandlung überwiesen worden. Franl- 'surt forderte Kostenersatz von Gießen, zumal auch nur vier Tage zwischen der Entlassung hier und der Auftiahme in Frankfurt lagen. Gießen weigerte sich und bestritt das Bestehen einer fortgesetzten Hilfsbedürftigkeit. Der Pro- Vinzial-Ausschuß entichted aber heute im gegenteiligen Sinne und gab der Klage statt. Gießen hat 85.40 Mk. Verpflegungskosten zu ersetzen und die Kosten des Berfahceiis sowie eine Verhandlungsgebühr von 3 Mk. zu tragen.
3. Die beiden außerdem zur Verhandlung anberaumten Streitsachen waren auf Antrag von der Tagesordnung abgesetzt worden.
Landkreis Gießen.
Watzenborn.Steinberg, 12. Dezember. Dieser Tage starb hier dec über die Grenzen seiner Heimal gememde hinaus bekannte Rechner dec hiesigen Spac. und Tarlehenökaffe Jakob Maid. Er war ein Mann Don lauterem Charakter und seltener Gewiffenhastigkeit und Psticht. treue. Auch aus dem Gebiete der Gemetndeoerwaltung war er früher tätig. So gehörte er 27 Jahre dem Ortsvorstande und längere Jahre dem Schulvorstande an, sowie big >» seinem Tode dem Orts.Gericht. Ec erreichte ein Atter von nahezu 68 Jahren. Die Gemeinde wird ihm em auba Andenken bewahren.
Kreis Büdingen.
d-Büdingen, 12. Dez. Der Ev. Kirchen-Thvr (gemischter Chor) gab am Sonntag abend in der hieslaen Stadtkirche ein Konzert unter Mitwirkung der beiden hiesigen Damen Frau Erika Förster (Violine) sowie faL Edtth Pauprä (Sopran). — In Voraussicht der zu e> wartenden Darbietungen war der Besuch, besonders von den Musikverständigen, recht gut. Das sorgfältig zusammen, gestellte Programm bot reiche Abwechslung, tat aber de« guten etwas zu viel. In Frau Förster, die uns heu^ erstmals (und hoffenllich bald wieder) chr Können bot hat Misere Stadt einen hervorragenden musikalischen wachs erfahren. Vom zarten piano bis zur energische« Bogensuhrung rn forte, sowie der reine volle Ton, zeigen gute Schulmig und Veranlagung. Ganz besonders innia vorgetragen wurde der letzte Satz aus der Sonate von Handel. Das Mitglied Frl. Edich Paupis trug jum Xeil recht schwierige Solis prächtig vor; man merkte entschieden den Fortschritt in der Schulung, sowie der volleren Stimme. Frl. Paupis überwmid die Schivieria- leiten der Arie von. Bach mühelos. Im Schubertschnr „Friede sei mit euch" gelangte der reine, seelenvolle Ge- ang gleich einem inbrünstigen Gebet zum erhabenen Ausdruck. Der Dirigent, Lehrer Pebler, begleitete bewe Damen mit bekannter Meisterschaft auf der Orgel. Er hatte in einigen recht schwierigen Stücken keine Heine Aust gäbe. Nur bei dem Vortrag des Violinsolos von Bach (apf der G-Saite) erwies sich bei dieser tiefen Tonlos bie Orgel etwas zu stark. Herr Pebler zeigte sich auS als tüchtiger Dirigent. Die fünf Chöre wurden durch! aus gut vorgetragen; sie lieferten den Beweis fleißiger Proben bei hingehendem Eifer. Wünschenswert wäre eine Verstärkung des Basses; die übrigen Stimmen stehen in ziemlich ausgeglichenem Stärkeverhältnis. Auch die zwe» Solo-Quartette gelangten zu schönem Vortrag. Da» letzte, „Es ist ein Ros entsprungen", war ein Genuß, besonders am Schluß der Verse, wo die klare Sopraa. und sonore Ald-Stimme durch haarscharfes Einhallen de- Zeitmaßes, unterstützt durch die kräftige, volle Baß, stimme, wunderbar ausNangen.
, _ Sftbingen, 12. Dez. Schöffengericht. ES kam« folgende Sachen zur Hauptverhandlung: Der Buchbinder E. LA Ä?^L?-iec 111 r^/chrchungshaft, wird weg«, Bettelns ^u einer $)aft|trafc von fünf Tagen verurteitt und urif den Kosten des Verfahrens belastet. — Dec Taglöhner F. H. ft und der Gastwirt und Kaufmann W. T., beide von DüdelsheuL wurden wegen Körperverletzung je zu einer Geldstrafe von 20 ALL verurteilt, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit je fünf Tagen (5t* angnis zu verbüßen ist. Der Angellagte T. wurde weiter weg« a?rH?l^9eT Körperverletzung noch zu einer Geldsttafe von 10 ML fahrwisiger Körperverletzung noch zu einer Geldsttafe von 10 ML gegebenenfalls drei Tagen Gefängnis, verurteilt, weil er seines ound aus einen Menschen gehetzt hatte. Die Kosten des Be» fahrens tragen die Angeklagten, einschließlich der des Neben« kwgers. Der Taglöhner K. D. von Düdelsheim wird weg« Bedrohung zu einer Geldstrafe von 20 Mk. verurteilt, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit fünf Tagen Gefängnis zu verbüßen ist autzerdem wird er mit den Kosten des Veftahrens belastet — Der Taglöhner H. H. aus Dortmund, zurzeit hier in Untere 33 to'^> wegen Bettelns zu einer Haftsttafe von euifl
^oche unb in die Kosten des Verfahrens verurteitt. Die Strafe güt bureb die Untersuchunghsast als verbüßt. — Der Korbmacher W K. von Gelnhaar, wegen Bettellns angeklagt, ist trotz orbiuing^ madiger Ladung im heutigen Termin nicht erschienen. Aul ^^^er Staatsamvaltschast wurde Hastbefchl gegen ihn erlassen. , , MUchlMwier H. G. von Wolf hatte gegen euien Strass desehl des Amtsgerichtes pcgen Ucbertretimg § 369 Abs. 2 Stt> i?’0 ^^Ibruch angelegt Vor Beginn der Verhandlung nahm! ver llngalagte feinen Einspruch z^u rück und wurde mit bcn roeaeren SbJiten des Verfahrens belastet. — Der Lienstknecht £). von Budmgen wird wegerr Körperverletzung zu einer Geldjttafe non 4U JJtt. verurteilt, die im Uneinbrüiglichkeitsfalle mit fünf ulagen Gefängnis zu verbüßen ist, uiid mit den Kosten des Ber- ährens belaftet. — Der^ Fuhrmann H. T. von Düdelsheim ist wegen Bedrohung und Cack)beschädigung ongeklagt. .Wegen Be-, dcohung wird er als nicht schuldig freigesprochen. Das Ver^ Wen wegen Sachbeschädigung wurde nach erfolgter Zurücknahme tos Sttasantragä, umer Belastung des Antragstellers mü den Kosten des Verfahrens, eingestellt. — Das nächste Schössenaerichl findet am 9. Januar 1911 statt
** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Otto Sauecwein zu Frankenhausen eineLehrerslklle an dec Gemeindeschule zu Seligenstadt und dem Schulamts- aspicanten Konc. Bill aus Siieder-Weisel eine Lehrecstelle an der höheren Bürgerschule zu Nidda. — Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim'.Nosen. berg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg auf bie Lehrerstelle an bcc kath. Schule zu Seckmauern präsentierte Schulamssaspirant Friedr. Müller aus Gernsheim - - und der von dem Grafen zu Alt-Leiningen-Westerburg in
Dre Christlich-soziale und die Deutsch-soziale Ilbenstadt auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule in üut^te ÄÄÄ einige'L LKm '^ler aus
tanbragSahgeorbnete berwohnten. Es würbe gcmeinfamcsl n rle btgt ist eine mit einem evang. Lehrer
gehen beiber Pattaen bei allen in Frage kommenden Zahlen beschlossen und als Kandibaten aus gestellt: Abg. B i n b c - wald für Alsfelb-Lauterbach, Abg. Köhler für Gießen, Stadt-- üerorbneter Rippel-Hagen für Bensheim-Erbach als Nach- solger von Kammerpräsibent Haas. Wegen anderer Kreise wurde mit Rücksicht auf bie Personenftage bestimmte Beschlüsse, noch nicht gefaßt. Beide Parteien werben im Großherzogtum S.c 11 e ln H essen-Nassau gemeinsam vorgehen. l?ne. Unterstützung der Sozialdemo kralle und des Freisinns qill sur vaupt- und Stichwahl als ausgeschlossen. Der uattonalliberalen Partei ist nur bann Wahlhilfe zu leisten, wenn 'ie zu entsprechenden Gegenleistungen bereit ist..
~ Diaul- und Klauenseuche. Neue AuSdrück. der Seuche sind gemeldet aus Hinzing (Gemeinde AppcciL. ham), Negierungsbezick Oberbayern.
Izu besetzende Lehcerstelle zu Biebesheim.
| . " DerndurgS Orde-n. Der Großherzog hat dem Kaiserlichen Staatssekretär a. D. Wirklichen Geheimen Rat Decn bürg die Genehmigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Japan verliehenen Großkreuzes des Verdienstordens der Ausgehenden Sonne, sowie der ihm von dem Kaiser von China verliehenen dritten Stufe der ersten Klasse de§ Ordens vom doppelten Drachen erteilt.
** Ab gelehnte Orden. Wie seinerzeit gemeldet ^aben öwer Mainzer Lefter die ihnen anläßlich des G^urtstages des Großherzogs zugedachten Ordens- Ausznchmlngen abgelehnt Der Dezirksverein Mainz des In den Verhandlungen des Reichstags vom 9 Stevern-1 SQ,; nun ür dieser Angelegen-
ist unter Bezugnahme auf die vom herzoglich br^- -/Der Mainzer Lehrer-
chnwigrschen Staatsminister v. O t to am letzten Gebunstaae ? et die Grvßt). Krersschuldommtfjion Mainz, so- )es Kaisers gehaltene Rede die 6 a 11 u ™ I / e t ne it g fi e t) e r des Mainzer Lehrer-
v e r e r n s zur Ordensdekorleru'.rg mehr vorschlaaenzu wollen, als man sich höheren L)rts nicht dazu entschließen kann, allen Lchrpersonen aus der Kategorie der Volksschullehrer den gleichen Orden zu gewähren."-


