Ausgabe 
13.12.1910 Erstes Blatt
 
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160. Jahrgang

politischen Teil: August

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

Afrikanische Streitfragen.

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Weitere Entlassungen hesfischer Baubeamtea.

Erstes Blatt 9

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unwandelbarer Treue i mir Ihr Präsident im ausgesprochen hat.

33 nichtetatsmäßige Beamte, die in der Zeit von 58961901 die Staatsprilfung abgelegt haben um) von deneir dm alreftat sich 13 Jahre im Staatsdienst befinden."

Es wäre wünschenswert, daß die Regierung mit Scho- nuna vorginge, namentlich solchen verheirateten Beamten gegenüber, denen es nicht gelingt, alsbald anderweitig Bv. schajtigung zu erhalten.

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chnifer verwendet ist. Der Austritt aus dem Staatsdienst

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Deryas fanu ffdcrzeü erfolgen. Betroffen »on dieser Maßregel werde«

r.!e der it Dank

schlossen wird. m

London, 12. Dez.Daily News": !

Für die Engländer ist das Problem der Beziehungen zu Deutschland die Hauptfrage in der äußeren Politik und die Rede des deutschen Reichskanzler-; bringt sie der Lösung naher Das Wesen des Problems ist das wirkliche oder scheinbare Wettrüsten. Wir werden eine Vcrständioung erlangen ohne Beitrag, eine tat­sächliche Beschränkung der Rüstungen ohne gesetzliche Verpsliästung. Unserer Ansicht nach ist von Bethmanns Vorschlag roete ^taats- kunst. Seine Erklärung übe' Rußland bedeutet, daß unsere Ver­ständigungen mit Frankreich und Rußland im Vegriss sind, zu der ursprünglich, allein rt:chtsertigenden Form zuruckzukehren.

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rr Oletzener Xnjdttf scheint täglich, außer onntags. Beilagen: i er mal Tvc-cbentlicb letzenerZamiliendlättei.

DfUitalrDÖcbev.tLKrciS:

st! für den ttreis Gießen W Dienstag nndFreiiag)-, veimol rnonatl. Land- irlschastliche öeitsrage« ernivrech-Anschlüsse:

dustrie und Technik im Laufe der Jahre gezeitigt haben. Durch diese ihre Bestrebungen bat die Deutsche Landwirtschastsgesell- schäft in hervorragendem Maße dazu beigetragen, die L e i st u n g s- fähigkeit der deutschen Landwirtschaft sowohl des bäuerlichen, wie des Großgrundbesitzes zu heben und in weiteren.

General-Anzeiger für Gberheffen IO?»

mbme^on Anzeigen Rofafionsfcrttd Ml üerlö« der BrflbHAtn Univ -Such- «nd Steiitbrnderd B. rangt. Bebaftio«, Lxpebitio» nnb vrnckerri: rchulsttafte 7. : K.Heßden

s MrmÄ" Lxvebit'.on für Bübingen: Bahnbsfstraßt 16a. - Telephon Nr. 5V. H. Beck.

deren politischen J.'teressen Frankreichs in Marokko wurden zu einer sehr geringfüg'gen Sache zufammcns'chrumpsin, wenn sie, nicht einmal den Besuch eines französischen Offiziers beim Pascha von Agadir rechtfertigen sollten.

DieLanierne" schreibt: _

Während unser Minister des Aeußern, Herr Pichon, sanft schlummert, hat D mtfchland daran gearbeitet, sich Rußland und England zu nähern. Die Sprache des Reichskanzlers zeigt, daß es hart am Ziele ist. Abcr^ wir könnten dafür auch noch andere Zeichen anführen. So wissen wir bestimmt, daß Rußland seine Wcstgrenze von Trupven entblößt hat, da es gegenwärtig an keinen Zwist mit Deutschland mehr glaubt --.das ist ziemlich ffar, aber dann l>aben wir das Recht, Herrn Pichon zu fragen, wie es mit der französifäi-rusiischen Allianz steht und ob wir über 20 Milliarden nach Petersburg deshalb ex^rttert haben, damit auf unsere Kosten eine russisch-deutsche Entente abge-

bis zu den Säulen des Herkules. Und so erweitert sich das marokkanische Problem au entern afrikanischen, das den europäischen Kolonial machten noch manche harte Nuß zu knacken aufgeben dürfte.

Paris, 12. Dez. Die Blätter erörtern in eingehen­den-Leitartikeln die Rede des deutschen Neichskanzlers. Der

In seiner Rede über die auswärtige Politik des Deut­zen Reiches hat der Reichskanzler am Samstag die cörterung der mit Marokko zusammenhängenden Fragen »hi Staatssekretär des Auswärtigen, Herrn v. Kiderlen- äcbter überlassen, der demgemäß wohl spätestens bei der eratung seines Haushalts dem Reichstage über diese ragen, also besonders über die noch immer nicht geklarte kigelegenbeit der Gebrüder Mannesmann und über den wischensall von Agadir Rede und Antwort stehen wird, as ist vom Reichskanzler, der ja Herrn v. Kiderlen-Wächter eaenüber nur ein Neuling in dem Labyrinth unserer aus- .ärtigen Politik sein kann, nicht ungeschickt. Denn wenn .an berücksichtigt, welches Echo ferne Rede vom Samstag, ie doch im großen und ganzen nur informatorischen Kn­alls war, in Frankreich gefunden hat, wie man dort über ie von Herrn v. Bethmann mir zaghaft angedeuteten Er- ebniffe der Potsdamer Begegnung und über Feststellung iner Besserung der deutsch-englischen Beziehungen in hoch- cm Maße verschnupft ist, so läßt sich mit Sicherheit an- ehmen, daß eine Erörterung der Marokkvsragen durch >errn v. Dethmann-Hollweg in Frankreich einen Sturm er Entrüstung zur Folge gehabt und die sich seit dem Rarokkoabkommen vom Februar 1909 anbahnende Besfe- una der deutsch-französischen Beziehungen wieder ernst- ich in Frage gestellt hatte.

Denn die Marokkofrage ist und bleibt auch trotz dieses 'Abkommens eine sehr heilte. Man hat das Gefühl, daß >ie deutschen Interessen in Marokko trotz der ihnen ein- leräumten Gleichberechtigung gegenüber den franzofischen md spanischen benachteiligt sind, weil Frankreich und nfolqe ihrer Vereinbarungen mit Marokko dort eine be- lorzugte Stellung genießen, ja, im Begriff sind, Marok.o, venn es seinen pekuniären Verpslichtungen ihnen gegen» iber nicht nachkommen kann, ganz und gar einzustecken md dadurch die ihm auch unter deutscher Garantie zu- gesaate Integrität zu brechen. . w

Für die Benachteiligung deutscher Interessen in Marokko spricht der ?tall der Gebrüder Mannesmann, denen Frank- reicki bisher die rechtliche Anerkennung ihrer von dem früheren Sultan erworbenen Bergwerkskonzcs Ionen verzagt hat für die Verletzung der Integrität Marokkos aber neben den weiteren Vorstößen der Franzosen in Mittelmarokko insbesondere die Landung des französischen Kriegsschiffes du Ehayla" im Hafen von Agadir der nicht su den den Franzosen und Spaniern ;ur Kontrolle des Wafsenschmug- aels geöffneten Häfen gehört. Da dem Reichskatizler am Samstag über diesen Vorfall noch keine amtliche Meldung vorlaa, konnte er fick nicht darüber verbreiten. Wie man aber in Frankreich die Sache ansieht, ergibt sich anv den Darlegungen der Pariser Presse zur Genüge Man sucht hier, da man einsieht, daß man mit der Entsendung des Kriegsschiffes seine Karten zu früh aufgedeckt hat den Fall so tmrzustellen, als ob vom Hafen Agadrr aus tatsäch­lich Waffenschmuggel betrieben worden wäre, und entblodet sich nicht, die ihnen mißliebige, im Hinterland von Agadir ansässige Firma Mannesmann des Schmuggels zu beschul­digen. Das kennzeichnet lediglich das bofe gewissen der Fiauzosen. Denn was die 'Pariser Presse sonsten Recht­fertigungen für das Eindringen desdu Ehayla in einen geschlossenen Hafen vorbringt, durfte kaum h^tvar sein da die deutsche Regierung, als die französische am 4 5-&ryaT ds. Js. bei ihr anfragte, ob sie im Interesse der Unter­drückung des Wasfenschmuggels ihren Ueberwachuugsdienst auch auf geschlossene Häfen ausdehnen dürfe, zur Antwort gabdaß Deutschland nichts gegen die Erneuerung der Bestimmungen des Artikels 20 und 21 des Algeeirasver- trageS auf ein Jahr und unter den 9 eichen Be­dingungen hätte". Deutschland wich also der Frage nach einer Oesfnung der geschlossenen Häfen für den fran­zösisch-spanischen K-ontrolldienst aus, so daß Z-rankrerch Ltn Recht hatte, die klaren Festsetzungen des Algecirasvertragev hinsichtlich des .Hafens von Agadir zu durchbrechen.

Rach einem zwischen Frankreich und England am 21. März 1899 abgeschlossenen Vertrage über Nordafrika fort das Sultanat Wadai der französischen, das Sultanat Darfor dagegen der englischen Einflußsphäre zufallen. Das dazwischen gelegene Gebiet von Ma,falltJ3* aber zwischen beiden Mächten strittig geblieben, so daß, als der von detl Franzosen aus Wadai vertriebene Sultan ^udmurra im Bunde mit dem Sultan von Mastalit ^^.27^ofen am 3 November bei Trigele tm Massautlande die bekannte Schlappe beigebracht hatte, es den Franzosen so lauge un­möglich war, das Wadaigebiet zuberuhigen , wie sie nicht über den Schlupfwinkel der Räuber, das Massalitland, mit England zu einem Einvernehmen gelangt waren und von ihm überdies die Erlaubnis erhalten hatten, rhre Gegner auch über die Grenze des bisher selbständig gebliebenen Darfor hinaus zu verfolgen. , -. s

Das ist nun überraschenderweise letzt geschehen, und Frankreich gewinnt damit eine sichere Basis nicht nur für die endgültige Eroberung des Wadailandes, sondern auch eines Teils des Massalitlandes. Im Wcken von Tripolis dehnt und streckt ein mächtiges französisches Kolonialreich seine Arme und droht, falls die Türkei nicht enbgirthg ge­sundet, auch Tripolis sich einzuverleiben, oder dou) wenig­stens durch Ablenkung des Verkehrs nach Tunis wirtfchast- lich mattzusetzen. Das ist natürlich für ine 3taluner, bie auf die tripolitanische Erbschaft rechnen, eine Enttäuschung, wie sie größer nicht gedacht werden kann, droht aber gUiu)* zeitig, den Panmohamedanismus ganz Asrnas gegen die fratizosischen und sonstigen europäischen Eiudiingli.ige auf die Schanzen zu rufen von den Pyramiden Aegyptens

Schön wenige Wockfcn nach dem Antritt meiner Regierung habe ich im Jahre 1888 bei Bitte ihres derzeitigen PräsideMen, d-e- von Ratibor, roirtfalyren, das Protektorat über bie ^eutiche Land- wirtschastsgesellschaft zu übernehmen und in ben späte-e'.i . aiy.ee den Prinzen meines Hanfes gestattet, das Amt be: der Gesellsck-ast zu führen. Ter Besuch, der ,o glan'.enk, ."-d c; folgreich verlaufenen Ausstellungen m .Hannover und Berlin a mir Gelegenheit gegeben, mich persönlich von den hervorragend!'. Leistungen der Deutschen Landwirtsck)aflsgesellschaft rnd von Bedeutung für die Eiitwickelung der Deutschen überzeugen. Mein Erscheinen am faltigen Tc/v. an Jlne Gesellschaft ans ein Vierteljahrlnndert uen? 1 bewußter Arbeit mit bereckstigter Genuginung,yArh.Mi.. fort der bewährten Leiterin und Führerin au, dem (v-. landtvirtschastlichen Arbeit in Deittsclüand rncuu'.i vaurr'. und Meine volle Anerkennung ihres Wirkens nnb künden In den 25 Jahren ihres Bestel-ens hat bie C e die wirtschaftlichen und geistigen Interessen der ' (W in glücklicher Weise wahrgenommen, den beut;ar:n _ tuirten in allen Fragen ihres schonen Bernscs w.l.- Rat und Tat zur Seite geftanden nnb ihnen mnna-es edle Samen tom zuge führt, das unter den eriudtmcna

Dienstag, 13. Dezember W

monatlich7bP1^ viertel < sährlich Mk. 2.20; durch f Abhole- u. Zweigstelle«

monatlich 65 Pf.; durch biePostMt.2.vierteb« iährl. ausfchl. Bestella. Zeilenpreis: lokal IbPf^ auStvärtS 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den

Aus Darmstadt nnrd uns geschr-ieben:

Die Entlassung von weiteren 38 Hessischeni Baubeamten, welche teilweise schon vor 18 Jahren ihr Staatsexamen gemacht und bisher beim Staate beschäf­tigt, aber nicht angestellt waren, steht bevor, nachdem erst im vorigen Jahre etwa 40 im gleichen Verhältnis stehenden Baubeamten gekündigt worden war. Der Schlag trifft dct uriiuunyiiu/cn., uumi w-- v. v - -. einen großen Teil verheirateter Beamten besonders hart,

daß sie ein Bollwerk des Frudens und ^uternationEn Wohl- aber mit Ersparnisgründen im hessischen Haushalt wollens ,ein sollen und feine Entschuldigung für das rti.fachen üonLrflärt Damit sind alle tm Staatsdienst befindlichen Bau- Argwohn und suchen nach Zank^m^ ^eutichanld. nunmehr in gekündigter Stellung, 24 davon

----------- VniUr- nnb KrtntlprmortP müssen im April nächsten Jahres ausscheiden, man toiti naner-unc nansierroone versuchen, sie bei den Kreisbauämtern nnterzubrrngen.

in der deutschen LaUdVltfchas.5stef^Ufchast.Jedenfalls, so heißt es nach demTägl. An^" in dem Erlaß,

X Berlin, 12. Dez. müßte aber die Entlassung von etwa 24 Beamten in der Zeit Der Kaiser besichtigte heute vormittag das Kinder- i>om 1. April bis 1. Oktober 1911 in Betracht getzEn werfan.

seÄ. ä. «d--»- »k tz»» sxesnÄÄtös.'s: Deutschen Land wirtschastsgesellschaft, bie t jtn ^nrä>Cnfm<rtent und bergt, befdfäftigm.

25jähriges Gründungsjubiläum begeht, tet.zuneymen. weil I ^^scn ungünstigen Verhältnissen würde auch die in Aus- dem Kaiser erschien bei dieser Sitzung der R e i ch s k a n z l e r. stehende Neuorganisation der Baubehörden kaum eine Desse- Lcmdaraf ChlodwigvonHe fsen-Philippsthal be- ^ng bringen. Es soll angestrebt werden, daß möglichst ein- orüstte den Kaiser namens der Gesellschaft uni) brachte ein direkte Kündigung vermieden wird: die Beamten sollen vielmehr *

«'s» s % »'ft®:

Der Reichstag vollzählig.

Durch die kürzlich erfolgte Ersatzwahl im Wahlkreise 2. Königsberg ist der Reichstag seit langer Zelt wieder voll­zählig, alle Mandate sind besetzt. Die letzte Er- sal-wahl, durch die Bürgermeister Wagner-Tapiau gewählt war die 41. Ersatzwahl seit den Neuwahlen im Januar L))7<$)ie Fraktionen der Linken des Reichstags sind sich jetzt in der Stärke ziemlich gleich, Nationalliberals und s o r t s ch r i t t l i ch e V o 1 k s P a r t e r zählen je 49 Mü­

den Strahlen der Friedenssonne Wurzel geschlagen und hundertfältig Frucht getragen hat. Es ist das verbleibende Ver­dienst der deutschen Landwirtschastsgesellschaft, zur rechten Zeit anerkannt zu haben, daß die Landwirte im Konkiirrenzkampfe der wirtschaftlichen Machte sich bie Fortschritte zu eigen machen müße, welche die Wissenschaft und menschlicher Erfindungsgeist aus den Gebieten der Pflanzenkunde, Chemie und Tierzucht, in der Jn- Laufe der Jahre gezeitigt haben. Durch bat die Deutsche Lanbwirtschastsfaell-

T e m p s" schreibt u. a.:

Die Ausführungen des Reichskanzlers über die auswärttge Politik sind in mehrfacher Hinsicht interessant. Obenan stehen 'eine Erklärungen über die Potsdamer Kaiserbegegnung. Anete Entrevue erscheint immer mehr als die Grundlage einer Ori^d- ... _

Uülitif, welche dazu befrinnnt sei, mis den msstich-deut,chen Be- Kreisen die Ueberzcugung zu befeittgen, daß auch die Landwirtmiaw zielmngen die Türkei auszuscheiden, sofern diese Anlan von unserer aufstrebenden und blühenden Jndustrle nur Nutzen su Zwistigkeiten bieten könnte. Rußland scheint im Prinzip die ziehen kann. Mit Meinen Glückwünschen zu der heutigen Jubel- Entwickl.mq der deut schenAktionimtürkischen Reiche feier verbinde ich herzliche Wünsche für die Zukunft. Möge die angenommen zu haben, als Ersatz der Annäherung der besonderen Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft ihren großen Zielen immer Interessen Rußlands an Nordpersien. Der Anschluß der Bag- näher kommen, die die deutschen Landwirte Wecker unter ihren dadbahli an das persische Schienennetz besiegelt dieses Ab- Fittichen zu sammeln und so auch an ihrem Teile das Band kommen und hierdurch läuft die ohnehin heikle Lage Frankreichs befestigen, das alle deutschen Gaue umschlretze. Möge sre es sich und Englands in Konstantinopel Gefahr, noch verwickelter zu stets angelegen sein lassen, die Liebe »ur famischen Scholle zu werben als bie Vertreter bieser beiden Mächte die Vogelstraust- pflegen und in ihren Mitgliedern das Gefühl der Beruisfreudig- Politik nock weiter verfolgten. feit und der Berufstreue zu stärken, damit die landwirtichafts-

Betreiks der Meinuna des Reichskanzlers über Aga- treibende Bevölkerung sich allerseits als em gesunder und verla^- Mr frfir J if hpr t c m v s" licher Kern des deutschen Volkes bewähre zu Nutz und Frommen

Es gibt keine Agadiraffaire. Der Besuch eines französischen des gesamten Vaterlandes."

Kreuzers hat. nichts Bedrohliches für deutsche Interessen in den Der Kaiser verlas die Rede mit leiser Stimme; tx dortigen Gegenden. Die reizenden und dr o he nd-kl ingen- erschien nicht Jo temperamentvoll ttne sonst.

den Worte des Reichskanzlers waren in kemer Weise ^lnch der Reichskanzler v. Bethma nn-Holl- g er echtfertigt. Vielleicht hat man die Ursache dasür anderswo w e g nahm das Wort. Er sagte:

zu suchen als in Marokko. Man ist m Berlin unangenehm berührt Anschluß an bie huldreichen Worte des Kaisers und

von den allzu häufigen Zollzwischensallen an oer sran- jH namens der verbündeten Regierungen der Deut-

zösisck>-deutschen Kontincntalgrenze, welche durch dte atizn vucp- Landwirtschaftsgesellschaft am Jubiläumstage die wärmsten stabengemäße ungeschickte Anwendung des neuen ' arges hervor- Die Aufgaben, woran die Gesellschaft arbeitet,

gerufen würden. Ebenso i st m a n i n B e r l i n arge r t i ck uver immer weitere Gebiete des landwirtschaftlichen Berufs-

die Schwierigkeiten, welche die Bureaus b<5 sranzm ischen SroiDiuai* 1 [eßen^ Erfüllung ihrer Aufgaben trägt die Gesellschaft dazu

Ministeriums dein zur Hintanhaltung von Zwistigkeiten an der Schätze des heimischen Bodens nicht nur erkannt

Kongo-Kamerun-Grenze getroffenen Vereinbarungrm bereiten. werden, sondern auch durch innige Vereinigung und

Wir glauben aber nicht, daß die kühle Stimmung wissenschaftlicher Forschung in praktischer Erfahrung erhalten und anhalten wird. Eine unzweideutige Ausklaruiig, und von vermehrt werden. Solche Arbeit dient im gleichen Maße der französischer Seite eine ernste Vtahnmig an einige uniugigc j l $Cgenroart und der Zukunft unsres Volkes uno unterstützt so bie Beamte werden genügen, um die Dinge in Ordnung zu bringen. I wirksamsten Bestrebungen des Reiches und der Bundesstaaten

Siecle" meint: ! zur Hebung und Förderung der deutschen Landwirtschaft. Ich

Di7. von Deutschland im Februar 1909 anerkannten bcioiv fann her Deutschen Landwirtschastsgesellschaft nichts Besseres wicki-

"-k...... icben, als daß sie allezeit dem Streben und der Sch 'fenssreubig-

keit getreu bleiben möge, die sie bisher beseelt hat, bann wird ihrem Wirken der Erfolg und Segen auch künstinhin nicht fehlen» Es sprachen ferner der Land wir tschaftsminister, der Präsident des Landwirtschaftsrats Graf Schwerin-Loewitz u. a. Der Vorsitzende des Vorstandes des Landwirtsckafts- rats v. Freier-Hoppenrade hielt die Festrede. Zahlreiche Glückwunschtelegramme wurden verlesen, darunter die von den Großherzögen von Oldenburg, Mecklenbura-Schwerin und dem Prinzen Ludwig von Bayern. Zum Schluß brachte Herr v. Freier nochmals ein Kaiserhoch aus. Der Kriseu* verließ den Saal unter lebhaften Kundgebungen. Er ver­lieh an Mitg'ieder der deutschen Landwirtschastsgesertschast eine Reihe Ordensauszeichnungen.