Januar abgeganqenen SchutamtSaspiranten einfinben werben _ Geltern bat man mit dem Bau des Mafchinenhaufes de§ neuen Krankenhauses begonnen.
2. LaunSdach, I.Febr. Unser zweiter Lehrer Melsbach wurde nach Niederbieber. Kreis Neuwied, versetzt. Als dessen Nachfolger trat heute Lehrer Dittert aus Wetzlar in den Dienst der hieügen Schule.
v. Wetzlar, 1. Febr. Daß neue AmtSgerichts- gebäude an der Promenade ist nunmehr imRohbau vollendet. In ihm sollen auch die beiden Kataster-Aemter Wetzlar I und II untergcbracht werden. Mit Vollendung dcS Neubaues wird das alte Kantongefängnis am Schlllerplatz aufgehoben, dessen getrennte Lage vom bisherigen Amtsgericht schon zu manchem Aergernis geführt hat.
= Lützellinden, 1. Febr. Am Samstag abend feierte der Gesangverein int Saale des Gastwirts Jung den Geburts- i a g des Kaisers. Lehrer Heim ach hielt eine kurze An- spräche und schloß mit einem Hoch aus den Kaiser. Gesang nitb Vorträge verschönerten die Feier.
F. C. Frankfurt, 31. Ian. Der Landgraf Ale xander-Fricdrich von Hessen begab sich gestern in "Begleitung seines Adjutanten Hauptmann Freiherr Schenck zu schweinsberg und seines Ordonnanzoffiziers Freiherrn Riedesel zu Eisenbach von hier zu längerem Aufenthalt nach England.
€m atad. Ehrengericht.
IM-er das Thema „Ein akademisches Ehrengericht" sprach Prof. Dr. Mittermaier am Montag abend in einem von der Gießener Freien Studentenschaft veranlaßten Vorträge. ?iach kurzer Einleitung warf der Redner die Frage auf: Genügt noch unser heutiger Ehrem'chutz? Warum ist die Hetvvgnng zur Regelung des Ehrenschutzes entstanden? Wohl ziinächst d?s- halb, weil heute die Kreise ganz andere geworden sind, in denen man die Ehre schätzt, als sie früher waren. Die scharfe Abteilung der Stände und Kasten haben wir nicht mehr: sie gehen vielmehr ineinander über. Trotzdem tonnen wir auch heute noch nicht sagen, daß eine einheitliche Ausfassung der Ehre unter uns Deut scheu herrsche. Der enge Ehrgebriff findet sich noch. Aber je demokratischer wir in unserem Leben werden, desto mehr wird sich eine allgemeine Auffassung der Ehre heranbilden. Dann hat noch ein weiteres jene Skiregung veranlaßt. Wir sind nämlich gegen früher feinfühliger, aber auch etwas nüchterner und goobdrahrigeir geworden.
» Die Bewegung hat also nicht mit Unrecht bei den Aerzteu, Jurrscen, Offizieren und anderen Kreisen Anklang gefunden. Darum törattert auch die Studenten neue Einrichtungen trcfien zum Schutze ter Ehre des Einzelnen, zumal in ihr die Ehrausjassungen äußerst ausgeprägte, die Reibrurgsflächen viel .größere sind. Da gerade die Studenten, heute viel mehr wie früher, aus den verschiedenicen Kreisen kommen urrd nach dem Studium wieder in die verschio Benften Kreise gehen, so muß auch die Ehrauffassung unter ihnen eine andere geworden sein.
Nack einer kurzen Auseinandersetzung'darüber, was der Jurist unter Ehre versteht, kam der Redner zur Beantwortung der Krage: Wie ist die Ehre angreifbar? Die innere Ehre kann überhaupt nicht angegriffen werden; die Äußere dagegen auf jede mögliche Weise. Die Angriffe auf die .äußere Ehre, die von dem 'Urzelnen ausgehen, sind Mißachtung. Mißachtung ist nicht dn „Nicht-Hochachten", sondern jemand die Achtung, die ihm gentäfe seiner Leistungen zu Kommt, nicht zu gewähren, das kann schon eine Mißachtung sein. Aber es gibt auch sehr viele scheinbare Angriffe aus die Ehre, wie Unihöflichleiten, Grobheiten,. Uebertreibungen in der Kritik; das sind eben Unhöflichkeiten usw., aber keine Mißachtung. Wer sich das klar macht, wird in der 3rage des Ehrenschutzes schon anders denken. Doch: Wie wehrt man folckpe Angriffe ab? Zunächst dadurch, daß man sie möglichst gar nicht beachtet. Senn je kälter man bleibt, um so eher hat man genxnmcn. Man beute an Goethes Wort: „Kälte bändige den Schmutz, daß er den Fuß nicht berühre." Auch eine gewisse Dick fällig keil schadet gar nichts. Denn im Ausland sind wir Saitl d»c als sehr emprindlicl:? Leute bekannt. Sann müßten wir ärmer bebenüen, daß Mißack/tung aus der Gelegenheit kommt : daß auch wir leickt einem anderen ein Wort bei Gelegenheit sagen, taö ihm mißfällt, unter Umständen ihn beleidigt. Deshalb sollten wir einerseits nicht all zu emptindlich eine gewisse Wortsreilieit dulden, anderseits aber mit gleich Gutgesinnten uns zusammenluü, um den Beleidigten zu schützen dlümrch, daß wir dem Beleidiger «ntgegentreten, ihn ausfärerden, daß wir alio einen allgemeinerer^, leideren. Ehrenschutz bewirken. Ein Strafgericht des Staates kann .Uten Beleidiger bestrafen. Wir aber wollen eine Ehrenbervährung des Beleidigten. Da also das Strafgericht anbere Aufgaben hat, muß die Gesellschaft zu anderen Schutzmitteln greisen. So kam man zum Zweikampf, zum Duell. Dieses darf der Duellgegner nicht als „Unsinn" zurückweisen; ebensowenig darf der Tuell- anhänger jenen als „Feigling" brzeickmen, sondern beide müssen die ganze Frage historisch und vshchologisch zu ^verstehen suchen. Wohl besteht ein Gegensatz zwischen Duell icnd Strasgetetz Aber durch die Duldung, ,a Forderung des Duells in bestimmten_Krciftn bet sich das Duell trotz des Verbotes gehalten. 'Ls ist eine Standes cinrichtung und ioll vielen „einen Ehrensämtz gewähren, der ihnen der Staat reicht geben tonn" Trotzdem muß man sagen, saß diese Duellfttte doch einen Zwäng ausübt. Sie zwingt manchen ur Heuchelei, roeil er nicht den Mut hat, mit serner Memung lierauszurücken Dennoch müssen tbir nach der Beranlassuug und dem Zweck des Duells tragen. Veranlassung sind meistens ver- kältnismäßig geringfügige, ganz selten schwerwiegende Fälle. Sein ?Md. ist die Ehrenbewä hrun g. Hierrn hat das Duell Zweifellos seine Berechtigung gehabt in Zeiten, in denen man durch ritterlick-es Verhalten, durch Zweikampf und körperlichen Mut' sich zeigen tonnte.
Vielfach denkt man auch noch, dem Gegner durch bte Waffen eine Genugtuung abzufordern.
Also wären E h r en b e w ä h rung und Genugtuung der Grund für das Duell.
An diesen beiden Gedanken muß uttm anknüpfen, wenn man
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eine Re-elüng des Ehrenschutzes auch unter den Studenten Herdei- führen nrifi. Durch ein Ehrengericht könnte der Ehrenschutz geregelt werden. Aber dieses Ehrengericht nruß auf einer möglichst breiten Basis errichtet werden. Es muß absplnt neutral sein und dem D-uel ton Hänger, wie dem Duellgegnt.r die Möglichkeit bieten, sein Reckst zu finden. Beteiligen müsste füll daran der Einzelne, weil cs sich auch um die Ehre des Gin&ebtcn handelt. Dem Spruch dieses Ehvengerickite-:' müßten sich beide Gegner unterwerfen, wozu allerdings ein gewisser Mut gehört. Dieses Ehrengericht muß sich ans ber Gesamtstudenten schäft l>er ausbilden.
Der Redner sckstvß mit dem Wunsche, daß sich auch an hiesiger Universität ein solches akademisches Ehrengerickst bilden werde.
Im Anschluß an den Vortrag fand eine sehr anregende Aussprache statt.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 1. Febr.
Eine eigenartige Rolle
spielte ein F e l d s ch ü tz in einer Feldstrassache. Der Maurergeselle P. W. von Rödgen bei Bad Nauheim sah int letzten Herbst, wie sich auf dem Felde jemand an einem Birnbaum zu schassen machte. Er ging über einen Feldweg und zwei abgeerntete Aecker, wo er den Feldschützen traf, der Birnen pflückte. Bald darauf bekam W. einen Strafbefehl, in dem als Straftat das Betreten eines verbotenen Weges angegeben war. Am Feldgericht, das sich infolge Einspruchs des Angeklagten mit der Sache zu befassen hatte, wurde auf Grund der Aussage des Feldschützen angenommen, der Angeklagte habe den Schützen erkennen können, ohne an die Stelle zu gehen, weshalb deir Einspruch zurückgc- wiesen wurde. Aus Berufung des Angeklagten wurde festgestellt, daß der fragliche Weg nicht verboten ist: aud) ist das Betreten abgeernteten' Feldes sticht strafbar, wenn her Eigentümer nicht Antrag auf Bestrafung stellt ober das Betreten^ nicht durch Warnungszeichen kenntlick) gemacht ist. In der Begründung des frei- sprechend en Urteils der Strafkammer wurde ausgeführt, daß der Feldschütze im vorliegenden Fall nickt berechtigt war, An zeige zu erheben: auch hätte das Amtsgericht bei richtiger Sachdarstellung die Anzeige zurückgewieseu, da überhaupt leine strafbare Handlung vorlag. Der Staatstosse wurden sämtliche Kosten des Verfahrens auserlegt, einschließlich der dem Angeklagten in allen Instanzen erwachsenen notwendigen Auslagen. Dem Feld- schützcn, der sich mit ungenügender Kenntnis der einschlägigen Be ftimmungen zu entschuldigen versuchte, wurde anheimgegeben, sick mit seiner Instruktion besser bekannt zu machen.
München-Gladbach, 1. Febr. Ein Fabrikarbeiter, dar bei einein ltzottesdtenste dar Heilsarmee» gelacht hatte, wurde zu einer Wockw Gefängnis verurteilt.
Univerfifäh«nad)rid>tcn.
hk. Marburg. Der frühere a. v. Professor für Botanik an der Marburger Universität Dr. Georg Kohl ist am 29. Januar in Leipzig gestorben.
Sport.
----- Fußball. Arn Sonntag maßen sich die 1. jUtami* schäften des Fußballklubs Merkur und des Gießener Sportvereins. Merkur trat mit 3 Leuten Ersatz aus der 2. Mannschaft an und konnte mit 2 zu 2 Toren abschnciden.
Das Hochwasser in Paris.
P aris, 1. Febr. Nach amtlichen Meldungen ist die Seine bis gestern mittag an der A'usierlitzbrücke um einen Meter und 2 Zentimeter gefallen. In den Vororten vollzieht sich daö Fallen des^Wasscrs sckmcll. In Colombes sind mehrere Häuser ein- gesturzt. Die Straße Louis Blanche in Courbevoie ist an mehreren Stellen eingesunken, zwei Häuser find eingestürzt. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen.
Paris, 1. Febr. Heute abend wurde der Verkehr auf dem linken Seiueufcr wieder freigegeben, aber in den Stadtvierteln von St. Michael, von Montebelle, Tournelles, 5t. Vernard und Neuilly-Plaisanes können die Einwohner, wenn auch das Wasser zurückgegangen ist, noch nicht in ihre Häuser, da sich dicke Schlamm - schichten allenthalben angesetzt haben. Noch immer sind viele hundert Personen in Schulen und Amtsgebäuden uutergebracht. In Jvrh sur Seine herrscht große Not, da die Fabriken für lange Zeit nicht im Stande fein werden, den Betrieb wieder aufzunehmeu, so daß Tausende von Arbeitern zum Feiern gezwungen find.
Kleine Tageschronik.
'Zwei im Schädesckacht bei Meuselwitz arbeitende Brüder wurden von hereinbrechender Kohle überrascht: während es dem einen der Beiden gelang, sich zu retten, wurde der andere von der Kohlenmasse verschüttet und konnte, trotz sofort angcfteUter Rettungsversuche, nur als Leiche geborgen werben.
Der Flieger Mortimer Singer stürzte auf dem Flugplatz ton Heliopolis mit seinem Apparat ab. Er erlitt einen Bruch beider Beine, sowie eines Armes und Verletzungen an der Brust.
Zm Fort B ar cho n bei L ü 11 i ch stürzte ein Gesckwtz ans der Kette, in der es hing, herab und zerschmetterte zwei Sol date it.
Ter zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilte, aber ans dem Gefängnis zu Eberswalde entflohene Einbrecher Karl Stoß, der seinerzeit im Schlosse Trampe Kleinodien im Werte von lOO^OQ Mark stahl, wurdc in Amsterdam verhaftet.
In dem Vororte von Kairo, Dsmaila, entstand bei einer kinematographischen Vorführung für Schnllinder Feuer: vier zehnjährige Kinder verbrannten, viele andere wurden s ch w e r verletzt.
tCuiifi und WiilciilcbafL
— An der Jahrhundertfeier der Huselandschen Ge
sellschaft m Berlin nahmen Vertreter des Änlturfmuti- fteriirm-d und zahlreiche hervorragende Persönlichlieiten aus allen Schicksten der (tzesellsckwft teil. Ter seit dem Rücktritte des GelZeimeil Regierungsratcs Priese mann provisorisch ton dem Ndstfenmsdirekwr Böl> lau ticwaltitc Direktor posten an der WnigltoMi Gemäldegalerie in Kassel ist jetzt durch den Kunst lxistoriker Karl Gronau in Florenz ersetzt worden. — In Rhe infelden (Schweiz) ist im Alter von 69 Jahren ber Rechtsanwalt und Sckiriftsteller Dr. Hans Blum, Sohn des 1848 in Wien erschossenen Frei hei tsLimpfers 9tobart Blum, gc- fto rbc n.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Schlitz. Verschiedene Blatter bringen einen von Splz- schlirf aus geschriebenen Artikel über Herstellung der Schlitzbrücke bei Uetzhausen, worin nachgewiesen werden soll, daß mit dem von dem Kreisamte angeregten Brückenbau ein großer Mißstand beseitigt würde. Die Ausführungen sind ganz schön, nur kommen sie um 30—35 Jahre zu spät. Seit Erbauung der oberhessischen Eisenbahn in 1871 bis zur Inbetriebnahme der Nebenbahn Salzschlirf-Schlitz ging tatsächlich der gesamte Gütern und Personenverkehr von Salzschlirf nach Schlitz und dem Schlitzer- land über die Straße Salzschlirf-Schlitz, und die genannte Brücke bildete damals lange Zeit den größten Mißstand auf der viel- befahrenen Straßenstrecke: bei jedem Hochwasser war der Verkehr gesperrt, und welche Unannehmlichkeiten damals die Ge- schästsleute und Reisenden mit Fracht- und Personenverkehr aus zuhalten hatten, ist kaum zu sagen. Merkwürdigerweise geschah damals trotz aller Beschwerde der Interessenten seitens der Behörde so gut wie gar nichts, und auch bei dem Neubau ber Kreisstraße Salzschlirf—Schlitz in 1883 ließ man die alte Brücke als Hauptverkehrshindernis bestehen, und die Schlitzerländer mochten sehen, roic1 sie zurecht kamen. Die Gemeinde Uetzhausen aber setzte dem Brückenbau selb'st den größten Widerstand entgegen und wollte überbauet nichts davon wissen. Nachdem die Nebenbahn Salzschlirf—Sch itz in 1898 fcrlig war, haben Straße und Brücke fast allen Wert für den Verkehr verloren und nun sollen mit einem Kostenaufwand von 40 000 Mk. Brückenbauten und Stromkorrekturen vorgenommen werden, „um einen großen Mißstand zu beseitigen". Ob man der Ansicht ist, daß die jetzigen Finanzverhältnisse des Zdreises und der Gemeinden bc sonders günstig für solche kleinen Ausgaben sind oder ob hie Gemeinde Uetzhausen jetzt ein größeres Bedürfnis hat, die Brücke zu benutzen, ist schwer zu sagen. Jedenfalls gibt es im Kreise Lauterbach weit notwendigere Verbesserungen herzustellen, als Brückenbauten für Straßen, die kaum noch dem durchgehenden. Verkehr nützen.
Handel.
Berlin, 1. Febr. Tie deutsche Gasglüylichit- Aktiengesellschast (Auergesellsckaft) beschloß neuerdings, infolge nicht günstiger Ausnahme der ton ihr geplanten Erweiterungen in Aktionärskreisen, von der Erhöhung des Grundkapitals Abstand zu nehmen und die Aus ehnung der Gesellschaft nur nach Maßgabe der vorhandenen Mittel auszuführen.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M Sckweinemarktbericht vom 2. Febr. Sliifaetrieben waren 1338 Schweine. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Schlachtgewicht 00 - 00 Mk. VoUfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgetvicht 00-00 Mk., Schlgchtgewicht «>0 00 Tlf Vollfleischige Schweine über 2'/. Zentner Lebendgewicht 57.50—59.00 Alk., Schlgchtgewicht 73 — 75 Alk. Fett- lchweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 57 50 —59 Mk., Schlachtgeivichl 73- 75 Alk. Fleischige Cchiveine Lebendgewicht 56.50—58.50 Dis., Schlachtgewicht 72—75 Alk. Saiten Lebendgewicht 55—00 Mk, Schlachtgewicht 67—68 Tit. Tendenz langsam, bleibt Ucberftanb.
Amtlicher Werrervenchr.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Allgentente Wetterlage seit Dienstag früh: Unter dem Einfluß des östl. Hochdruckgebietes herrschtefgeftern meist heiteres, trockenes Wetter. Lieber nacht aber ist von Westen her das Tiefdruckgebiet voraedrnngen und hat Trübung und stricknoeise geringen Schnee, besonders im Eebirge, gebracht. — Bei südtvestltchem Winde ist viel nnlderes Weiter m Ansstcht.
Wetterausstchten in Hessen am Donnerstag den 3. Februar 1910: MtUter und Tauwetter, nur im Gebirge noch leichter Frost, westliche Winde.
S ch n e c b e r i rf) t c : Hoherodskopk leichter Frost, 100 cm Schnee, Schtbahn gut. — Jeldberg — 4 Grad, 80 em Schnee, leicht vereist, Schtbahu gut.
Alck angenehme Abwechselung in der einförmigen Diät der Rekonvaleozetiten gibt es nichts bestereS als „Kufeke" tu Milch oder Fleiichsupve gekocht. Zn Hammelsteischsuppe gelocht, schmeckt das „Kuseke" wie Scknldkrötensupve. hvuf.
Beim Rauchen.
Es ist. inerkwürdte und gewiß den meisten Frauen unverständlich, daß so viele Männer am Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte.
Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt, nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Hachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzendes Gefühl, da^ nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tabletten im Munde lang sam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch und angenehm. Jeder Raucher sollte daher Wyhcrt Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen Apotheken in Originalschachteln a Mk. 1.— bezogen werden. Depot in Girlien: Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. ss*/w
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