indianischen Würde auf der Tribüne der Gäste erblicken Em anderer weißer Indianerhäuptling ist der Schriftsteller Robert Barr, der den kanadischen Minister einmal in die Jagdgründe der Jroquois-Jndianer begleitete; er kam mit den Rothäuten so gut aus und errang so allgemeine Beliebtheit, das; sie ihn zum Häuptling erwählten und ihm den Namen „Weißes Haus" gaben.
Kleine Tageschrouik.
Am Sonntag nachmittag wurde an der Bahnüberfabrt zu Verlach bei München ein Milchfuhrwerk Don einem Personenzug überfahren. Der Lenker und dessen Sohn wurden getötet, ein Kind schwer verletzt.
Aus Varis wird gemeldet: In der Nähe von V a l l a d o l i d geriet ein Wagen des Madrider Expreßzuges in Brand; die Passa- giere sprangen auf das Gleis. In diesem Moment brauste der ^üdexpreßzug heran; cm Stierkämpfer aus Madrid wurde zermalmt, sowie ein Priester schwer verletzt. Mehrerer andere Personen erlitten lebensgefährliche Verletzungen.
^us Henderson (Kentucky) wird gemeldet: Durch einen Wolkenbruch wurde in drei Grafschaften Kentuckys schwerer Schaden angerichtet, der auf 2 Millionen Dollars geschätzt wird Haupt,achlrch sind die Tabak-, Mais- und Weizenernte sowie der Vichftand betroffen.
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* Die n st boten in der guten alten Zeit. Freund-» liche Bilder sind es, die H. de Gallier in einer Abhandlung entwirft, die er über das Bedientenwesen der guten alten Zeit in der „Revue" veröffentlicht. Ein idyllisches Verhältnis verband auch den Grandseigneur des 17. Jahrhunderts mit seinem Lakaien.
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Wetterauslichten in Hessen am Dienstag dem ]9. Juli 1910: Wolkig und kühler bei Nordwind, zunächst noch Strichregen, später trocken.
Geld allein macht nicht glücklich aber jugendfrische und zarte Haut bis in die vorgerückten Jahre Nch äu erhalten, erfreut stets aufs neue! Die Anwendung der bewährten Myrrholinseife ist bekanntlich das geeignetste Mittel dazu. Stück50Psg.
Rebensaft aber durch 24 Liter Schnaps ersetzen. Im Gegensatz; zu ihnen sind die Schweden durchaus nicht so trinkfroh, als sie! nach der Gewohnheit der höheren Stünde, die Mahlzeiten mit 1 einem Aquavit zu beginnen, angesehen werden. Der Durchschnitts- schwetze bringt es nur auf 56 Liter Bier und 9 Liter Schnaps, während der Norweger sich dank der kräftigen Abstinenzbewegung tn seinem Lande sogar mit nur 3 Liter Branntwein und 31 Liter Vier begnügt. Allen landläufigen Vorstellungen zum Trotz erscheint Rußland im Lichte der Statistik als ein Land von großer Mäßigkeit, da dort auf den Kopf der Bevölkerung nur 5 Liter Branntwein und ebenso viel Bier entfallen. Die übrigen Groß- ftaateu haben sich in puncto „Trinken" gegenseitig nichts vor- zuwerfen. Der Durchschnittsfranzose trinkt im Jahre zwar nur 32 Liter Bier, fügt ihm aber noch 10,3 Liter Schnaps und 108 Liter Wein hinzu, ist also kein Kostverächter und liebt den Trunk in jeder Form. Der Engländer begnügt sich mit 6 Liter Branntwein und 2 Liter Wein, ergänzt aber das Manko durch 152 Liter Double Stout, Pale Ale und andere nicht eben dünn eingebraute Biere. Der Holländer erledigt seine Durstopfer verhältnismäßig bescheiden mit 38 Liter Bier und 8,5 Liter Brannt- wein. Um so trinkfester ist dafür aber sein Nachbar, der Belgier her für seinen Jahresdurst 221 Liter Bier und 9 Liter Schnaps verbraucht. In Oesterreich und Ungarn fällt auf den Kops ein ^Jahresverbrauch von 11,4 Liter Schnaps, der sich ziemlich gleich aus beide Neichshälften verteilt. Auch der Wcinkonsum ist mit 16 Liter ungefähr gleich. Während der Ungar aber int Jahre nur 11 Liter Bier trinkt, verbraucht der Oesterreicher nicht weniger cls 80 Liter. Für den Italiener scheiden Bier mit 2 Liter und «Branntwein mit 1,3 Liter nahezu gänzlich aus, er hält sich aber ; dafür mit 98 Liter Wein im Jahre schadlos. Der deutsche Durst endlich ist mit einer kurzen Zahlenangabe nicht abzutun. Berück-1 ■ fiebtigt man das ganze Zollvereinsgebiet (einschließlich Luxem-1 bürg), so schwankt der jährliche Bierverbrauch pro Kopf zwilchen ; Liter, während der Weinverbrauch mit etwa 7 Liter I
ziemlich konstant bleibt und der Schnavskonsum über 6,5 Liter . nicht hinausgeht. Ein ganz anderes Bild ober bietet sich, wenn ,mcn bie einzelnen Steuergebiete betrachtet. Es werden nämlich! an Bier auf den Köpf vertrunken im Brausteuergebiet (Nord- Deutschland) 98 Liter, in Elsaß-Lothringen 98 Liter, in Baden 158 Liter, in Württemberg 169 Liter und in Bayern 240 Liter .Die biertüchtigsten Städter sind die Berliner mit 200 Liter die Nürnberger mit 325 Liter, die Frankfurter mit 432 Liter'und als Rekordhelden die Münchener mit 570 Liter. Auch Wien, wo gleichzeitig ein großer Weinverbrauch stattfindet, kann sich' mit lo6 Liter Bier wohl sehen lassen. I
m * Die Besuchskarte. Auf den Mißbrauch von Besuchskarten macht im Archiv für Kriminalanthropologie und Kriminalistik der Herausgeber Professor Hans Groß in folgenden Ausführungen aufmerksam: Man ist einerseits gewöhnt, Visitenkarten als eine Art von Legitimationspapier zu benutzen behandelt sie aber andererseits keineswegs mit der Sorgfalt, die ihnen in dieser Eigenschaft zugewandt werden sollte. Die Verwendung einer Karte zur Legitimierung einer Person geschieht ^vM'^dener Weise: Mail gibt zum Beispiel einem Stelle- wchenden, einem um Unterstützung bittenden, einem wohltätige Beitrage Sammelnden einfach seine Visitenkarte, sendet ihn zu er betreffenden Persönlichkeit und läßt ihn dort, gestutzt auf die »Mchebrächte Karte, sein Anliegen mündlich vorbringen. Oder man sendet jemanden nm ein Buch oder sonst einen Gegenstand und gibt ihm zu feiner Legitimation eine Sparte mit. Oder man empfiehlt einen Arbeiter ober Geschäftsmann lediglich durch Mitgabe seiner Karte. Oder man schreibt auf seine Karte unter Nameil „empfiehlt den Ucberbringer". Unglaublicherweise werden solche Karten sehr oft verwandt, ohne daß bedacht wird, wie leicht, sie durch irgendeinen Zufall in unrechte Hände kommen können: „zum Ucberbringer" kann sich dann jeder machen. Daß aber auch unbeschriebene Karten mißbraucht werden können, ergibt sich aus ber sorglosen Art ihrer Verwendung. In vielen Häusern liegen eine Menge von Karten auf einer Tasse im Empfangszimmer, und oiele yCute, namentlich untreue Dienstboten können sich davon nehmen, soviel sie wollen. In früherer Zeit herrschte die gute Sitte, bei Besuchen die Karte an der Schmalseite ab zu bieg en, ein scharfer Bruch läßt sich nie mehr ausgleichen, bie Karte ist als Besuchskarte gekennzeichnet, für Empfehlung, Legitimation usw. nicht mehr zu brauchen. Diese Sitte herrscht heute nicht mehr,! es wäre zweckmäßig, sie wieder e i n z u f ü h r e n. Sehr oft werden Visitenkarten, bie außen an der Wohnungstür angebracht sind, gestohlen und zu bedenklichen Zwecken verwandt. Solchem Be-1 ginnen kommt man entgegen, wenn man bie Karte beim Anbringen an ber Tür nicht verletzt; sie irgeirdwie einklemmt, in ein Rähmchen — wie man sie häufig aus Schmiedeeisen oder | Bronzcguß hat — einschiebt oder mit Heftnägeln so befestigt, daß bie Karte nicht durchstoßen, sondern bloß von den Köpsen ber Nägel gehalten wird. Eine solche Karte kann un-1 verletzt gestohlen und beliebig verwandt werden; hat sie vier Löcher von den Heftnägeln, so sieht jeder ihr Herkommen, wenn sie doch verwandt würde. Es ergeben sich daher vom krimi-! nalistischen Standpunkt aus mehrere, leicht zu befolgende Regeln:! 1. eine heile Karle gebe man überhaupt nie aus der Hand;! 2. bei Besuchen kneife man jedesmal bie abgegebene Karte an ber Schmalseite, am besten scharf, ein; 3. befestigt man eine Karte an der Wohnungstür usw., so tue man dies mit zwei, besser vier Heftnägeln, bie man durch den Karton, wenn auch nahe am Rand, durchsticht; 4. schreibt man etwas auf die Karte, so tue man dies genauer; also nicht: „empfiehlt den Ucberbringer" ober „bittet um Ausfolgung dieser oder jener Sache" oder „Ucber
bringer ist der empfohlene Tischler" ufw., sondern jedesmal mit Namen; zum Beispiel „empfiehlt den Joseph Maier" oder „bittet, dem Joseph Maier dies oder jenes zu geben" usw. So würden zwar keine großen Betrügereien, wohl aber viele kleines vermieden werden, von denen jeder Kriminalist zu erzählen weiß.
I Bezeichnend für den Ton, der, da herrschte, ist bie Geschichte von einem allen ^Diener des Regenten, Haguet, den sein leichtlebiger Herr eines ^ages au,forderte, mit in das Zimmer zu kommen, | tvo er mit zärtlichen Damen und Lebemännern speiste Haguet erwiderte entrüstet: „Hier,) Monsieur, hört mein Dienst auf. Ich gehe nicht in so schlechte Gesellschaft und ich bin sehr betrübt, Sie bann zu sehen." Der Regent war nicht etwa beleidigt, sondern lachte aus vollem Herzen. So viel Treue und Anhänglichkeit gab den Dienern ber alten Zeit bas Recht, gegen chre Herren manchmal etwas tyrannisch zu fein, beim sie waren bereit, ihr Gut unb Blut für sie einzusetzen. Viele rührenbe Geschichten werden in den Lebenserinnerungen unb Briefen des 18. Jahrhunderts davon erzählt, wie sich Diener für ihre Herren aufopsertcn. Der Kammerdiener des Chevalier de Saint-Louis bettelte in den Straßen von Paris, „um feinen Herrn zu ernähren, der fein Gut im Dienste des Königs verzehrt hat". Der verarmten Herzogin von Choiseul bot ein Lakai feine: Ersparnisse mit den schlichten Worten an: „Dreißig Jahre hindurch bin ich in Ihrem Dienst gewesen, Frau Herzogin, unb konnte habet dies Gut zusammeiibringen. Nehmen Sie es, es gehört Ihnen." Auch ihr Leben setzten die Diener für ihre Herren ein, unb sie bewährten sich glänzend, als in der Revolution der allgemeine Zusammenbruch bes Adels erfolgte. Viele Lakaien haben damals durch Aufopferung aller ihrer Kräfte ihre Herren vor den Jakobinern gerettet; manche haben sich statt ihrer in bie Gefängnisse schleppen lassen, und in dieser Zeit der aUgemcinen sittlichen Verwirrung und des grenzenlosesten Hasses gegen die Aristokratie sind nur ganz wenige Diener nachzuweisen, die ihre Herren verrieten. Freilich gab es auch schlechte Elemente unten I dem Lakaienvolk, und Stehlen war eine nicht seltene Eigenschaft der Bedienten. Aber die sehr strengen Gesetze, die jeden Diebstahl eines Untergebenen ahndeten, kamen doch nur selten zur Anwendung. Die Herren ließen ihren dienstbaren Geistern mancherlei durchgehen, und viele trösteten sich mit ber resignierten LebenSphilosophie, mit ber ber Abba de Voisenon sich einen Sarg aus Blei machen ließ unb bann zu seinem Kammerdiener sagte „Das ist nun mein letzter Rock. Ich hoffe, du wirst keine Lust kriegen, mir den auch noch zu stehlen." Die Spitzbuben waren in der Minderzahl; sie kamen aus jenen Elementen, die nur zufällig in den Dienst der großen Herren traten. Der größte Teil der Dienerschaft ergänzte sich aus jenen anständigen Streifen, bie schon durch Geschlechter unter dem Schutz bestimmter Herren standen. Der Sohn folgte dem Vater in dem Dienst bei dem angestammten Grandseigneur, der wieder nach Kräften für feine Untergebenen unb beten Familien sorgte. Dieser Schutz der hohen Herren verlieh den Bedienten bisweilen große Rechte, so datz es ihnen gelang, bedeutende Vermögen zu sammeln. Auch die Gunst ber Frauen hat manchen Lakaien hoch hinauf geführt aus ber Stufenleiter ber sozialen Stellung. Erosa, der Großvater der Herzogin von Choiseul, war ein einfacher Diener gewesen • eine ganze Reihe von bebcutenben Bankiers hatte ihre Laufbahn als Latai begonnen. Sehr hoch stieg ein früherer Kammerdiener im Hause Miramont, Peyreux, der reich wurde, den Titel eines Grafen von Moros erhielt und ein herrliches Palais in ber Rue de Varenne erbaute. Der Koch Lavarenne wurde Staatsrat unter Ludwig XIII.; der Kammerdiener des Herrn Chanvallon aber, der berühmte Rose, wurde gar Sekretär Ludwigs X1V., Mitglied der Akademie, die rechte Hand des Sonnenkönigs und eine der einflußreichsten Persönlichkeiten des Reiches.
* König Georg als Indianerhäuptling Es ist wohl nicht allgemein bekannt, daß König Georg V. von England das Recht.besitzt, die Mokassins und die Adlerfedern, den stolzen Schmuck eines iirdianischen Häuptlings, zu tragen Vor etwa einem Jahre wurde dem damaligen Prinzen von Wales von dem großen Rate der sechs roten Nationen von Kanada dieses seltene Vorrecht verliehen, und König Georg ward feierlich zum Kriegshäuptling der Mohowks erwählt. Er dankte in einem l augen Handschreiben an die Indianer, in dem er die ruhmvollen, I kriegerischen Traditionen der roten Männer pries und u a schieb: „Ich freue mich, zu sehen, daß die sechs Nationen bereit fmb, für die Verteidigung des britischen Reiches gleich ihren Vor- fahren zu den Waffen zsu greifen. Ich zweifle nicht, daß bie Nationen auch in Zukunft, wenn bie britische Krone einen solchen Dienst von ihnen verlangen sollte, die ehrenvollen Ueberlieferungen ihrer Vorvater würdig aufrecht erhalten werden." Auch König Eduard war in aller Form zum Indianerhäuptling erhoben worden, er erhielt dabei einen unaussprechlichen indianischen Namen, der in der Ilebersetzung so viel bedeutet als „Sohn der großen weißen Mutter". Noch ein drittes Mitglied der britischen ^onrgsfamilie genießt das Ehrenrecht, Tomahawk, Skalpmesser und Adlerfedern anzulegen, der Herzog von Connaught. Aber der berühmteste Indianerhäuptling unter den Bleichgesichtern ist doch wohl, wie eine englische Zeitschrift erzählt, der beFannte 23ilb- bauer Peroy Wood. Als Häuptling der „Upper Mohowks" führt er den Nomen „Roh-Rih-wa-pos-du", was etwa bedeutet „Der | A", erüde" Wood hat sich diese hohe Auszeichnung durch eine mnstlerische Arbeit erworben, durch den Entwurf und die Herstellung eines Denkmals. Er hatte von der englischen Regierung den Auftrag empfangen, in Kanada in der Stadt Brantford ein Denkmal zu Ehren des berühmten Indianerhäuptlings Thayen- donego zu errichten. Dieser Häuptling hat seinerzeit bie Stadt gegründet, in der sich heute sein Denkmal erhebt und die nach ihm benannt wurde, denn sein Name entspricht in der Bedeutung dem englischen Worte „Brant", das im Namen ber Stadt fort- *e r ./^rei ^ahre lang arbeitete Wood an diesem Denkmal, das gleich ein Monument für bie sechs roten Nationen Kanabas, für bie Mohowks, die Senekos, die Onondogas, die Tuscaroros, die Oneidas und die Coyugas bildet. Die .Häuptlinge der roten Molker waren mit dem Denkmal so zufrieden, daß sie den Bild- hauer zum Kriegshäuptling wählten und ihm als Symbol feiner Krurde bie Kriegsfarben, einen Tomahawk, ein Skalpmesser, einen
"nd Indianerkleider überreichten. Percy Wood ist auf seine Wurde sehr stolz unb ist bereits mehr als einmal in ber Tracht eines Indianerhäuptlings in ber Oeffentlichkeit erschienen, .-^ayre 1897, dem sechzigjährigen Herrscherjubiläum der Stonigm Viktoria, konnte man Woob mit allen Insignien seiner
Handel.
® f f e-n' 16 Juli. In ber heutigen Beiratssitzung des K o hl enfy ndika t s wurden die Richtpreise für das Win- terbaIbiabr 191Ö/11 für Hochofenkoks um 1,50 Mk., für Gießerci- fojy, Brecykots 1. und 2., sowie für halbgesiebten und halb- gebrochenen Koks um 1, unb für Brechkoks 3., Knabbelkoks unb KoksgruF |um eine halbe Mark und außerdem für Kokskohlen um 1 Mk. fur_ bte -tonne erhöht. (Es ist darauf aufmerksam zu machen, daß es sich nicht um die Verkaufspreise, sondern um bie Richtpreise handelt, welche den Verrechnungs- und Verkaiiss- preifen zu Grunde gelegt werden.) Bei der Beschlußfassung enthielt sich eine der Huttenzechen der Abstimmung, um ber mehrfach geäußerten Auffassung entgegeiizutreten, daß bei der bisherigen Preisfestfetzung die Hüttenzechen ausschlaggebend feien Ferner wurden bie Umlagen für dos dritte Vierteljahr 1910 für Kohlen auf Ü0 Proz. (bisher 9 Proz.), für Koks auf 7 Proz. (?Droz.) unb für Briketts auf 7 Proz. (5 Proz.) festgesetzt. Die sich daran anfchließende Zechenbeiitzerveikfammlung genehmigte nachträglich die für Juli in Anspruch genommenen Beteiliguiigs- anteile und fetzte diese für August und September für Kohlen aus 85 Proz (wie bisher), für Koks auf 721/. Proz. (wie bisher) und für Briketts auf 75 Proz. (bisher 80 Proz.) fest.
der AedaiMorr.
(Anonyme Anfragen bleiben nnberückstchtigt.)
Strafbefehl: Schreiben Sie aus den Strafbefehl „Ich lege
hiermit Proteft ein", sowie Dalum unb Rame unb senden Sie Um an das zuständige Amtsgericht.
Geiginar-DrahtinelSungen.
Festtage in Riga.
Riga, 17. Juli. Die Enthüllung des Denk- utals Peters des Großen fanb in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin statt. Eine große Menschenmerfge wohnte der glänzenden Feier bei. Unter dem Salut der auf Duena ankernden Kriegsschiffe und unter Glockengeläut fiel die Denkmalshülle. Auf der Rückfal)rt begleitete den Kaiser und die Kaiserin ein nicht endenwollender Jubel der Menschenmenge, bis die Majestäten die Jacht „Standard" erreicht hatten.
*
Wien, 17. Juli. Bei Purkersdors entgleiste heute nachmittag em P e r s o n e n z u g. Z wö l f P a s s a g i e r e wurden' mehr ober weniger schwer verletzt.
B e r n, 17. Juli. Heute würbe das bis 31. Juli dauernde große eidgenössische Schützenfest eröffnet, an' dem 670 Vereine mit 30 000 Schützen, darunter viele Ausländer, namentlich Deutsche und Franzosen, teilnehmen. Die' Ehrengaben, unter denen sich ein silbervergoldeter Pokal^ des deutschen Karfers und eine Sevres-^Vase des Präsidentin Fallieres befinden, stellen einen Wert von mehr als^ 200 000 Franken dar. Die Züge brachten ungeheure' Menschenmengen, darunter viele Fremde, die dem Festzug und der Schncllschießkonkurrenz beiwohnten, womit das ' Feft eröffnet wurde. ;
Paris, 17. Juli. Das Nationalsyndikat ber Eisen- bahnan gestellten beauftragte bas Streikkomitee, möglichst in kurzer Frist einen geeigneten Augenblick für einen allgemeinen Ausstanb zu wählen, um gegen bie Weigerung der Eisenbahngesellschaften zu protestieren, mit bem Syndikat über die vorn letzten Kongreß der Eisenbahnangestellten aufgesteltten Forderungen zu verhandeln.
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