Ausgabe 
16.7.1910 Zweites Blatt
 
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deutsche Bank gerat

t, in der Au

der nach

dein Post-

Sendung bestellt oder chb-

zu sein, als man an fang sofort Hilfe ie:ttgegengebr

orgc ) körn-

oas tirciSamt, die Bürgerrncisterei, sowie einige andere in teressierte Stellen vertreten sind. Nach den Vorschlägen dieses .Ausschusses soll der Stampf gegen die Säuglingssterb-

'n ist, scheinen von größerer Tragweite lich glaubte, denn trotzdem dein Institut 1 cht wurde, war es genötigt, seine Kassen !zu schließen. Man folgert daraus, daß

Vermischter.

* Die Hitze im Osten der Vereinigten Staaten ist noch immer außerordentlich drückend und die Sterblichkeit unter Kindern und unter der armen Bevöl­kerung ist gestiegen. Man bemüht sich, durch angemessene Diät, leichte Kleidung, verkürzte Arbeitszeit, Anwendung von Ecks usw. den schlimmen Wirkungen der Hitze zu be­gegnen.Peeka'boo"°-Blusen für Damen sind wieder en vogue, und selbst in Wall-Street gehen manche Herren ohne Rock und mit aufgerollten Hemdsärmeln ihren Geschäften nach. Gegenüber Mr. Pierpont Morgan's Kontor konnte man einen Geistlichen der Hochkirche/der altz derBischof von Walli-Street" bekcinnt ist, beobachten, wie er in Schweiß, gebadeten Börsenleuteu den Rat gab, 'kühl zu bleiben. Sorge, Aufregung, Gewinnsucht und Aerger, so sagte er, erhöhen die Körpertemperatur', aber gute Gedanken, Friede des Ge­müts und Zufriedenheit sind kühlend wie ein Sommer- lüstchcn. In manchen Kirchen und Kapellen nehmen jetzt Frauen ihre Hüte und Männer ihre Röcke ab während des Gottesdienstes. In Waterbury, Connecticut, predigte Pastor Henry Merritt am letzten Dienstag in Heinds- ärmeln und wird fowtfahren, dies zu tun, "so lange die Hitze anlMt. Amerikaner, die gerade von England zurück­gekehrt sind, sprechen sich wenig schmeichelhaft über das englische Wetter aus..Wenn ich zu lvählcn habe, ob ich lieber zu. viel oder zu lvenig Sonnenschein haben will," sagte einer derselben^,gib mir die Vereinigten Staaten, wo wir zu viel Sonne haben."

Börsen Wochenbericht.

r., , -- Frankfurta. M., 15. Juli.

Die Unsicherheit itffcr die Entwickelung des wirtschaft­lichen Lebens beftzeht weiter. In Amerika find stärkere Kursschwankungen an idch Tagesordnung, der weitere Rückgang des Kckrpferpreifes und dsv Kursrückgänge der Kupscrwcrtc haben empfindlichen Druck audncübt; ut London und Paris ver­stimmten außerdem die '»ortgesetzten Exekutionen in Goldminen-

** Briefaufschriften. Der Briefverkehr Berlins hat einen solchen Mufang angeuonzmeu, daß es zur Ermöglichung einer unverzögerten Bestellung der Sen düngen drängend erforderlich iix 2"

Sdaatsanwaltschaft, wenn sie die Erhebung der Klage aölehnt, den Antragsteller imtep Airgabe der Gründe zu bescheiden. G^en diesen Bescheid kann der Antragsteller die Entscheidung des vorgesetzten Beamten der Staatsanioaltschast und gerichtliche Entscheidung gemäß § 177 anrufen."

Zu § 378 lag ein Antrag vor, auch Mstnder jährigen das Recht zu geben, Privatklage zu erheben, ipenn sie das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben. Der Antrag wurde angenommen.

Der § 380 des Entwurfs, der die Erhebung der Privatklage auf 3 Monate befristet, wurde angenommen, nachdem ein Antrag, diesen Paragraphen zu streick)en, abgelehnt worden war. Bezüglich der Vertretung des Privatklägers sieht der Entwurf in § 381 die Möglichkeit vor, neben den Verteidigern auch andere Per fernen als Beistand oder Vextrcter zuzulassen. Ein Antrag: Auch Personen, die demselben Beruf wie der Privatkläger angehören, sowie von der Berufsorganisation, der er angehört, angestellte Beamte (z. B. Arbeitersekretäre) sind als Vertreter des Privat­klägers und auf Llntrag des Angeschuldigten als Verteidiger zu zulassen, wurde abgelehnt: ebenso ein Antrag, daß auch Behörden und Beamte zum Sühneverfuch vor der Vergleichs­behörde, dem Schiedsmann, erscheinen müssen.

Nächste Sitzung: Samstag.

vorläufig auf drei Tage VV1D das Ergebnis der Revision nicht sonderlich befriedigend gewesen ist. Der einzige Lichtblick- an der Börse war die.starke Kurs­steigerung der russischen Dividenden Papiere, be­sonders der Bankaktien, loovon auch der Berliner Markt berührt wurde. Vom internationalen Eisenmarkt ist noch nichts Günstiges zu btricHen, die Notierungen bewegen sich noch nach unten, indessen ist mjin geneigt, den auswärtigen Meldungen eine größere Beachtung zu schenken, weil die Lage unserer hei- mischein Eisenindustrie nicht in dem Maße ungünstig zu fein scheint, luic die ausländische. Der Versand des Stahlwerks- verbandes hat sich im Juni wieder gehoben und auch über die Ergebnisse einiger Werke wie Phönix und Deutsch-Lttxcmburger wurde Günstiges berichtet. Auch der Arbcitsmarkt hat sich im Juni gebessert. Man überfielst aber auch nicht, daß die Märkte einen Reinignngsprozeß dv.-gemacht haben, daß die schwachen Elemente großenteils ausgt'schieden sind und das Material in kräftigere Hände über gegangen ist. Selbst durch die desolate Lage des Knpfermarl tes läßt man sich nicht beängstigen, denn man sagt sich, daß durch den andauernden Preisrückgang die Produzenten allmählich lwch genötigt werden, Maßregeln zur Verengerung der Förderuw) zu treffen. Auf dem ermäßigten Preisniveau kann mau verschiedentlich Käufe in den stark ge­fallenen amerikanischen Eibrn- und Jndustriepapieren wahr- nehmen und zwar von Kapitalisten, die mit der Realisation ilwes Besitzes abwarten. Iva Allgemeinen blieb das Geschäft ruhig. Deutsche Fonds z^gen eine Kleinigkeit an und von fremden Renten hielten sich tRuffen fest. Auf dem Banken­

der Reichshauptstadt gerichtet»:: Briefe au__ bezirke (C, N.O., W. usw.) ciuch die Mmrrner des Post­amts anzu^ebcnl, von hem da- Sendung bestellt oder chb-

lvertcn und da sich nicbii; nur die englische und französische Spe­kulation betätigt, vielmchtr auch die Unternehmung anderer Länder, besonders Deutschland, ssärker darin operiert, so haben die durch die Kursrückgänge veranlaßten Verluste auch bei uns die Spe­kulation geschwächt. Uel er dies hatten die deutschen Märkte auch ihre eigenen Sorgen. Diie Schwierigkeiten, in die die Nieder-

Zlns Stadt nnd Land.

Gießen, 16. Juli 1910.

** Pfa rrd ie nst!n a chri chten. 'Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Z i m niet Tn a n n, zuletzt in Genf, zum Pfarrassistenten in Griesheim und Arheilgen (mit dem Wohnsitz in Griesheim); Pfarrverwalter Hoffmann zu Hahn-Pfungstadt zum Pfarrverwalter in Dietzenbach; Pfarr- Verwalter Liz. Vollrath zu Leeheim zum Pfarrverwalter in Groß-Gerau (1. Pfarrstelle); Pfarrmntskandidat Strack zu Leihgestern zum Pfarrvikar in Birkenau; Pfarramts­kandidat Ri e d er zu Friedberg zum Pfarrvikar in Messel. .Aus-geschieden aus dem Dienst der evang. Landeskirche ist Pfarrassistent Otto Bingel zu Griesheim. Zur Wieder­bewerbung werden ausgeschrieben: die evang. Pfarrstelle zu Dietzenbach; die evang. Pfarrstelle zu Heppenheim.

**, !A u s dem Militär Wochenblatt. K e y l, Oberkriegsgerichtsrat beim Generalkommando 18. Armee­korps, lauf seinen Antrag mit der gesetzlichen Pension in den Ruhestand versetzt. Dexheimer, Obervetcrinär der Landw. 2. Aufgebots (Marburg), der Abschied bewilligt.

** IAn erkennun g d er Reifezeugnisse hessi­scher Baugewerk sch ulen durch die preußische Regierung. Wie dieDarrnst. Ztg." erfährt, sind für den Geschäftsbereich des preußischen Ministers der öffent­lichen Arbeiten die von der Tiefbauabteilung der Bau- gewerkschule in Bingen erteilten Reifezeugnisse den Reife­zeugnissen der preußischen Tiefbaukurfe, die Reifezeugnisse der Baugewerkschule der Technischen Lehranstalten in Offen­bach den Reifezeugnissen der preußischen Baugeweckschulen lohne Ticfbauabteilung und die Reifezeugnisse der Ma- schinenbpuschule der Technische:: Lehranstalten in Offenbach den Reifezeugnissen der preußischen Maschinenbauschulen gleichgestellt worden.

** Stadttheater. Die Operettenaufführung des kommenden Dienstags (Das süße Mädel") dürfte da durch besonderes Interesse gewinnen, daß neben Frl. Brill in der Titelpartie als Fritzi ein Gast Frl. Henny Loges auftritt. Die Dame, der der Ruf einer vorzüglichen, feschen Operettenfoubrette vorausgeht, war früher in Dortmund engagiert und hat sich in letzter Zeit nur noch als Gast im Rahmen eines ersten Operettenensembles betätigt. Die Vor­stellung ist die 8. im Opcrettenabonncmcnt.

** Das Verzeichnis der Fe rn sprech siel len für Gießen, das die Firma Ernst Balser seit Jahren heraus­gibt, liegt in einer neuen Ausgabe vor. Das Verzeichnis ist übersichtlich und nach den von uns gemachten Stichproben durchaus zuverlässig und die Ausstattung gesäüig. Das Ver­zeichnis wird allen Teilnehmern am Fernsprechnetz wertvolle Dienste leisten.

Eine tragikomische Geschichte. Man schreibt und: In der Marburger Straße machte gestern morgen eine junge Frau ihren Fleischeinkauf. Als sie aus dem Laden kam, entwich ihr kleines Kind, dem sie infolgedessen nacheilte. Um die Schritte zu beschleunigen, stellte sie ihre Tasche mit Fleisch auf das Trottoir. Aber ivelches Malheur trat inzwischen ein. Als die Frau zurückkam, sah sie von weitem einen Hund mit ihrem Fleische im Maule die Flucht ergreifen. Wohl oder übel mußte sie sich zu einem zweiten Fleischeinkauf bequemen.

-r-. .Heuchelheim, 14. Juli. Der hiesige Ar­beiter-Turnerbund hält nächsten Samstag, Sonn­tag und Montag den 16., 17. und 18. Iluli ein Bezirks- turnfeft ab. Der Festplatz befindet sich an der Kinzen­bach er Straße, direkt amDorf. Die hiesigen Gesangvereine werden durch Gesangsvorträge das Fest verschönern helfen. Für das Wertungsturnen am Sonntag vormittag sind 20 Musterriegen angemeldet, während am Nachmittag 400 Turner schweizerische Freiübungen vorführen werden. Die Biebertalbayn läßt am Sonrttag aus Anlaß des Festes eine Anzahl Sonderzügc verkehren.

t Hausen b. Gießen, 14. Juli. Nächsten Sonntag, 17. Juli, findet hier das De kanatsmisfionssest statt, wozu ber gutem Wetter viele Mssionssrennde aus der Umgegend erwartet werden. Festprcdiger ist Pfarrer B er nb e ck-Wieseck; Missionar S pa i ch - Wiesbaden (In­dien) und andere werden Ansprachen halten, der Posaunen­chor und der gemischte Chor von Klein-Lindcn haben ihre Mitwirkung.beim Feste in Aussicht gestellt.

-o. M ainz, 15. Juli. Schon früher war ein lleberland- 1 flug am Rhein geplant, er i'am aber nicht zustande, weil die Gelder für die Fliegerpreise nicht garantiert waren. 9?un < findet ein Plan des deutschen FliegerbundEs Anklang, ' zwischen Mannheim, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz ein ! großes Schauflic gen abzuhalten, wenn die genannten Städte die nötigen Mittel aufbringen. Für Mannheim, 1 Wiesbaden und Frankfurt sind die Gelder fichergestellt und ' der Flug wird ftattfinben. Zu entscheiden hat sich noch Mainz, wo etwa 8000 Mk. aufzubringen sind, von denen 3000 Mk. durch einen Ungenannten zur Verfügung gestellt sind. Wenn Mainz an der Sache beteiligt sein ivird,' findet der Heb erlaub flug an dem Tage statt, rno der Kaiser zur alljährlichen Truppenschau in Mainz lveilt, das 1 wäre zwisck>en 16. und 21. August. Der genaue Termin 1 des Kaiserbesuchs steht noch nicht fest. Die hervorragendsten Flieger sollen zu ber Veranstaltung gewonnen werben.

Mainz, 15. Juli. Dieser Tage fanb hier unter dem , Vorsitz des Provinzialdincktors Geheimerat Dr. Brei- '

lichleit in Mainz'und Umgebung planmäßig weitergeführt werden.

Worms, 14..Juli. Der Verband hessischer Ver- lehrsvereinc hc^lt am nächsten Sonntag, 17. Juli, im uädtlschen Festhause zu WormS eine Sitzung ab. Die Tagesordnung umfaßt u. a.: Vorlage der Verbandssatzungen, Hessisches Verkehrsbuch, Erhöhung der Beiträge, Wahl des Vorortes für die nächsten zivei Jahre, verbunden mit der Wahl des ArbeitsauUschusses.

) ( Marburg^, 15. Juli. Marburg steht jetzt mitten in seiner H o ch sia ison. Zu all den Unterhaltungs- unb Bildungsgelegenheiten, wie manchmal allabendlichen Vorträgen, Konzerten, dem Sommertheater, den aka­demischen Festspielen usw. kommen ja ft täglich neue Ver­anstaltungen hinzu, sr> daß der, der da glaubt, in Marburg müsse man sich nur auf die Bewuderung der schönen Um­gebung beschränken, sich sehr getäuscht fühlen dürfte. Da­neben drängt ein studentisches Stiftungsfest mit seinen Bällen, Musik kneip en und Fäßchenpartien das andere und zahlreiche alte Herren mit Mütze und Band geschmückt, be­leben mit den jungen Kommilitonen die fortwährend im Fiüggenschmuck prangenden Straßen. Heute küp hielten die Hasso-Nas soven anläßlich ihres Stiftungsfestes z. B. ihre altgewohnteFmchsschokolade" auf dem Marktplatze ab. Das flott-fröhliche Treiben bauert nicht mehr lange höchstens noch 23 Wochen, bann beginnt für Mar­burg bie stille Zeit, die der großen Ferien.

bert eine Sitzung statt, an ber sämtliche in Mainz auf dem Gebiet ber Mutter- und Säu g li n g s'fürs tätigen Vereine, sowie Vertreter ber staatlichen und munalcn Behörden von Mainz und der Großh. Zentrale für Säuglings- und Mutterschutz in Hessen teilnahmen. Es wurde ein Organisationsausschuß gebildet, in dem

markt waren Hairdelsgesell^-Hast im Zusammenhang mit den Vorgängen bei der Niederdeutzschen Bank etwas niedriger. Fest lagen Oestcrr. Kreditaktien, nric überhaupt alle österreichischen Werte eine gute Tendenz zeigte::, Schiffahrtsaktien haben sich etwas erholt, ebenso Siipntnng-Eisenbahn. Montan- werte haben sich gut gehalte»!, begünstigt waren Phönix und Deutsch-Luxemburger. Von anderen I n d u st r i e p a p : e r e n haben Kunstseide weitere 15 P roz. eingebüßt. Brown Boveri, für die inzwisck)en eine Dividende von 8 Proz. erklärt wurde, verloren 8 Proz., Spicharz Leder 6 Proz., während Höchster Farbwerke und Karlstadter Zeneent je 4 Proz., Wittener Stahl­röhren 5 Proz. und Reiniger, Gebbert und Schall 7 Proz. an­ziehen konnten. Privat-Diskonto 3Vs ^05.

Qanöck und Verke hr, Volf$u)irtfd?a|L

** Gewerkschaft Fer«ie. Nach dem Bericht der Ge­werkschaft Gießener Braunsteinbargwerke vormals Fernie in Gießen beträgt der Brutto-lleberschuß iür das 2. Quartal 1910 Mark 164 192,91, aus dem die Zinsen ber Anleihen mit Mk. 31876,25 und für Amortisation der A-nlr ihen Mk. 41160,, zusammen Mk. 73 036,25 zu bestreiten siv:d, so daß ein Netto-llebei-schuß von Mk. 91 156,66 verbleibt. «Im 1. Quartal betrug er Mark 78951,67, ergibt für das 1. HZemester 1910 Mk. 170108,33. Wie im 1. Quartal dieses Jahn.'s soll auch für daS 2. Quartal eine Ausbeute von Mk. 50 für den Kux verteilt werden.

geholt wird (z. B. Berlin, S. 42; Berlin, O. 17). Selbst­verständlich darf aber auch die Angabe der Srraße, der Hausnummer, des Gebäudeteils unt> des Stockwerks in ber Aufschrift nicht fehlen. Man muß also beispielsweise schreiben:

Herrn Kaufmann Karl Müller

in

Berlin, N. W. 6

Albrechtstr. 7, Hinterhaus, 3 Treppen links.

Das von der Postverwaltung herausgegebeneStraßen-« Verzeichnis von Berlin und den angrenzende:: Orten mit Angabe ber Bestellpostanstalt" kann an den Postschaltern eingesehen und sollte vom Publikum zur Vervollständigung der Aufichristen im eigenen Interesse stets benutzt werden. Das Verzeichnis nebst ©tabtplan ist durch alle Postanstalten und Briefträger für 5 Pf. zu beziehen.

Partie.

Gieße», 16. Juli. Marktbericht. 9luf heutigem Wochen» markte kostete: Butter pr. Pid. 1.101.20 Mk., Hühnereier 1 St. 78 Psg., Enteneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 68 Pf., Käsematte pr. St. 56 Psg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Mk., Hühner pr. St. 1,001,60 Pik., Hahiren pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pid. 8088 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 8084 Psg., Kuhfleisch 70 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 8096 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 8688 Pfg., Halnrnelfleisch pr. Pfd. 6084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.50 bis 8.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 9,0010,00 Pik., Milch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pf»n.d 40äO Pfg., Nüsse 100 Stück 50 bis 00 Pfg., per Ztr. 000 Mk. Marktzeu von 71 Uhr.

Lanrilien-Nachrrckterr.

Verlobte: Fräulein Bertha Laufs ii: Köln mit Herrn Karl Scippel in Butzbach. Fräulein Piathilde Rosenthal in Hohebach nut Herrn Joseph Zwang in Wetzlar. Fränlein Je» ny Fink in^Dlarburg mit Herrn Julitls Steckelmacher in Ehristiama.

G e st 0 r b e n e: Herr Heinrich Wilheltn Krenkel in Büdingen. Herr Konrad Wahl in Alsfeld. Fran Anna Heß, geb. Muller, Herr Bernhard Grünmger IV., Herr Christian Weickhardt, Fran Arnold Weitdel Witwe, geborene Atalern, sämtlich in Btüzbach. Herr Konrad Schnitzel in Friedberg. Frau Auguste Fenner, geborene Berg, in Darmstadt. Herr Konrad Schäfer, Fratt Marie Alignon, geborene Atahr, $rnu Rosalie Joel, geb. Lederer, sämtlich in Wetzlar. Herr Cornelias Souchap in Alar- bürg. Frau Karoline Schmidt, geb. Unverzagt, in Friedenthal a. d. Eder. Herr Otto Pfannekuch 51t Dloosch i. Elsaß.

Ausruf.

Die etwa 340 Säelen zähletwe, meistens ans gering be- mittelteil Lmwwirten bestehende, ungefähr 1/2 Stunde von Schotten gelegene Gemeinde Betzenrod ist am 8. v. Mts. durch ein Hagelwetter schwer heimgefucht worden. Tic Winterfrucht, namentlich das Korn, Weizen, Winterfamen, über­haupt alle Gewächse haben großen Schaden erlitten. Der Schaden ist verhältnismäßig groß, er wird auf ca. 20 000 Mk. geschätzt. Aber auch die Not ist groß, nicht nur weil der größte Teil der Ernte airSbleibcn lvird, sondern auch weil die Mittel zur Wieder- auSstellung der Felder fehlen, denn nur ein ganz geringer Teil der Sanbiüirte ist gegen Hagelschaden versichert und eine Bei­hilfe ans Staatsmitteln fnnn nicht gewährt werden. Der unter­zeichnete Ortsvorstand sielst sich deshalb genötigt, edle Mensck-en-' freünbe um Linderung durch freiwillige Gabcir recht bringend z): bitten. Die freiwilligen Gaben wollen gütigst an die Großh. Bürgermeisterei Betzenrod cingcfanbt werden.

Betzenrod, 10. Juli 1910.

Der O rtsvor stand: Schütz, Bürgermeister, Blei, Bei­geordneter, Müller, Schütz, Lenz, Lotz II., Enders, Repp IV., Gcmeinderäte.

Momtl. Uebersicht der Todesfälle in der Stadt Sichen.

Monat Juni 1910.

Einwohnerzahl: angenommen zn 31,800 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeilszisser: 24,5 % nach Abzug von 36 Ortsfremden: 11,0 ü/oo.

Kinder

Anm.: Die m Klammern gen ii.n Jisfern geoen an, ruie viel der Todesfälle in bei betrerfenbeu Krankheit auf von auswärts nach Gießen aebrachte Kranke kommen.

Es starben an: Ztlsammen:

Erwachsene

1.

nn

Lebensjahr:

vom

2.-15. Jahr

Im Wochenbett

1 (1)

1 (1)

Diphtherie

KD

1 (1)

Rose

2

2

Tuberkulose

11 (5)

8(4)

3(1)

Kungenkrankheiten

4 (3)

4(3)

Herzkrankheiten

4(2)

4(2)

*

Schtaqflllß

2(1)

2(1)

_

Kinderlähmung anderen Gehirn»

1(0

1(1)

krankhelten

2(1)

2(1)

_

Darmkatarrh anderen Unterleibs-

3

3

kraitkheiten

8(5)

7 (5)

_

«

Blinddarmentzündung 3 (1)

1

2(1)

Krebs re.

6(4)

6(4)

Selbstmord

1

1

_

_

Verunglückung

7 (6)

3(2)

4(4)

sonstigen Krankheiten

9(5)

7(4)

2(1)

Sumina:

65 (36)

48 (27)

5(1)

12 (8)

Meteorologische Veodachtimgen der Station Gietzen

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Mass erwärme der Lahn 1 7 °K

Mantel, Brille, Schleier und Hut

Bioirb jede verständige Dame auf die Autofahrt mitnehmen, dazu aber auch noch eine hochwichtige Kleinigkeit: eine Schachtel Fans achter Spdencr Mineral'Pastillen. In der staubigen Vuft und in dem scharfen Zugwind find die kleinen Sodener unschätzbare Helfer gegen die Erfahr der Erkältung und gegen Rel-ungen der Schleimhäute des Halses. Die schachtel kostet 85 Psg. und ist überall zn haben.

Rheinisches Tprhniklim Rin non Masohinenbau,Elektrotechnik, I IdLnniKUm Dingen öttlomobildau, 8iüickendsu.

Juli

1910

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Wetter

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