Ausgabe 
20.9.1910 Erstes Blatt
 
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gierten sprach Graf Hamilton. Hierauf begann der Kongreß feine Beratungen.

Die parlamentarischen Vertreter des Gironde-Departe­ments ersuchten den französischen Kriegsminister telegra­phisch, den Offizieren, welche an den Schauflügen in Bordeaux teilgenommen haben, die Ermächtigung zu er­teilen, auf dem Luftwege nach Paris zurückzu- kehren, da dies im Interesse der Flugtechniker gelegen äst und auch auf die öffentliche Meinung einen großen Ein­druck Hervorrufen würde.

Eine amtliche russische Verfügung verbietet von heute an die Einfuhr desBerliner Taae-! iblattes" nach Rußland.

.Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria: Nach einer amtlichen Mitteilung ist Premierminister Louis Botha entschlossen, im Amte zu 6leihen.

Ans Stadt nnd Land.

Gießen, 20. Sept. 1910.

Das 18. Armeekorps im Korpsmauöver.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Werterdienstftelle Gießen.

Wetterausstchleu ui Hessen am Mittwoch dem 21. Seplbr. 1910: Nur vorübergehend Wegen etwas nachlassend, dann neuerdings Zunahme der Niederschläge, lebhafter Nordwest, sehr kühl.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

- Kesselvaa), 19. Sepr. )^ei unserer Gemeinde- ratswahl wurden Lteinhauer Wilhelm Ewald mit 71, Landwirt Jakoü. Achomber II. mit 44 iutbi Landwirt

- Der Minister des Innern v. Hombergk zu Dach ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und hat die Dicnst- 4«schäste wieder übernommen.

** Lehrerpersonalien. Entlassen wurde die Lehrerin Martha Seeger zu Darmstadt auf ihr Nachsuchen. i " i s terinärwesen. Der.Großherzog hat i1 Krersveterrnararzt des Kreisveterinäramts «ensheun jBÄerinammt Dr. Rudolf Gung er,ich, auf sein Nach- Mchen umd unter Anerkennung seiner langjährigen, mit lD«ue und eifer geleisteten Dienste in den Ruhestand ver- sESt ultd ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 'vergehen ^^bnstordenA Philipps des .Großmütigen : - Für die Sitzung der Stadtverordneten-

Wersammlung am Donnerstag, 22.Sept., nachm. 4 Uhr ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 4. Aus- jlosung von Schuldverschreibungen der Anlehen von 1893 1894, 1895. 2. Mitteilungen. 3. Baugcsuch D. Stamm für Schulstraße 2. 4. DeSgl. W. Möser für Rodheimer Straße 18 5. Desgl. E. Koch für Ederstraße. 6. Dcsgl. A. Scheppel.' mann für Rodheimer Straße. 7. Desgl. I. Wellhöser für Marburger Straße. 8. Desgl. R. Busse für Kaiser-Allee 9. Desgl. I. Matternus für Klinikstraße. 10. Baugesuch Mar Bär für Süd-Anlage 15. 11. Desgl. Emil Schön für Neu- stadt 16. 12. Baugesuche Peter Kroncnberg für die Lonu- straße. 13. Baugesuch W. Möser für Flur XXVIII Nr. 57 (Feldscheuer). 14. Desgl. H. Schauniberger sür Sandgasse 35- h-er: Kannnanlage. 15. Desgl. Professor Walther für Liebig-' straße ; hier: Einfriedigung. 16. Desgl. Buderus Witwe für Ludwigstraße; hier: Einfriedigung. 17. Desgl. Birkenstock

Schneider für Friedrichstraße 15; hier: Ballonanlage 18. Genehmigung von Rechnungen. 19. Vergebung von Ar­beiten und Lieferungen. 20. Herstellung eines Weges vor den Häusern Ost-Anlage 14 und 16. 21. Verkauf des Liebig. Museums. 22. Vereinigung der Kasse des Gas- und Wasserwerkes mit der Stadlkasse. 23. Fahrplan der

Straßenbahn. 24. Straßenbahn nach Wieseck 25. Friedhof sür die israelitische Religionsgesellschaft. 26. äJerJ ttag mit den Kliniken wegen der Berpflegung der! armen Kranken. 27. Kanalgebühren für die staatlichen Gebäude. 28. Gesuch des Th. Rösch um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Walltorstraße 36/38. 29. Desgl d-s Heinrich Rühl für Asterweg 12. 30. Desgl. des L. Schar- mann um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein inj Hause Lindenplatz 3.

** Sradttheater. Tie Winterspielzeit wird am Dienstag den 4. Oltober ihren Anfang nehmen; an diesem ^ag totro als erste Dienstag-Abonnementsvorstellung D e r Kaufmann von Venedig" gegeben. Am Mittwoch '.olgtBuridans Esel", ein Stua, das von den meisten Büynen zur Ausführung angenommen ist und am Frank­furter Schauspielhaus schon eine große Zahl von Aus,ührungen erlebt hat. Die er|te Vorstellung im g-rei» tags Avonnmient bringt ebenfalls ein neues Stück, ,;x e r

Name", das jeit oiesem Sommer ständig im epieiplan in Franliurt steht. Die Kasse des Stadttheaters wird vom 27. ds. Ws- an geöffnet sein zur. .Ausgabe bei;

i bereits genommenen Abonnements, wie auch znr Anrnelduna weiterer Abonnementswünsche. Bis dahin w-olle man ^^^omentsamneldungen an Musikalienhändler Challier ain Neuenweg richten, bei dem auch ein Verzeichnis der I Plätze aufliegt. Die meisten Aussichten, qünstiae 3U erhalten, bietet das Mittwochs-Abonnement.

^5irt Abonnement stattfindende Gastspiele werden in der Re- gel am Mittwoch sein, da an diesem Tage der Direktion die meisten, nicht durch Abonnement in Anspruch genom- menen Platze zur Verfügung stehen. Für besondere Ver- anstaltungen und für nicht im Abonnement stattfindende Gastspiele erhalten die Abonnenten auch in dieser Spiel­zeit wieder Vorzugspreise.

sitz wechsel. Metzger Milh. Reitz hier er- warb für b2 000 Mk. das Besitztum des Metzgermeisters und Wirts Theodor Schmidt, Ederstraße 6.

irr- 0Ni Friedberger Attentat. Ueber die Einzelheiten der Vernehmung des Friedberger Bornbenatten- taters Karl Werner, die gestern nachmittag durch Oberstaats-« anwalt Lang und Kriminalkommissar Müller erfolgt ist, muß im Interesse der weiteren Untersuchung strenges Still­schweigen geübt werden. Es steht zweifelsfrei fest, daß- Werner bei dem Attentat auf das Rathaus, sowie auf die pJanL aktiv beteiligt ist. Die Vernehmung Werners hat I gongens für die Untersuchung nichts Neues ergeben. Alle Feststellungen wegen seiner Teilnahme an den beiden Bom­benattentaten, die durch die Vernehmung der Zeugen und die daran geknöpften Kombinationen von der Staats­anwaltschaft bereits festgelegt waren, werden durch die An- gabeu des Verhafteten bestätigt. Oberstaatsanwalt Lana wird nunmehr die Anklage erheben und die Eröffnung der Voruntersuchung in der Sache beantragen, die durch den Untersuchungsrichter Geh. Justizrat Wehner geführt wer- oc Tüe Anklage wird sich wahrscheinlich auf die

§§ uO6, 307 und 311 erstrecken (schwere Brandstiftung in der Absicht, um unter ihrer Begünstigung Raub und Mord zu begehen), worauf Zuchthaus nicht unter 10 Jahren oder le- bensUingl. Zuchthausstrafe ruht. Es ist aber auch möglich, daß Rauvmordversuch angenommen werden wird. Jedenfalls mutz die Sache vom Schwurgericht abgeurteilt werden. Von einem Augenzeugen wird Werner folgendermaßen beschrie-

T,t etn hellblonder, bartloser, schlanker Mensch, von i k? Jahren, dem man eine gewisse Intelligenz ansieht. Er steht osfenbar noch unter dem Schrecken seiner plötzlichen Inhaftnahme und ist in seinem Auftreten zaghaft Man fleht dem Gefangenen in seiner Kleidung und'in seinem Benehmen nicht mehr den netten sauberen jungen Menschen ! an, <us den ihn die Friedberger Zeugen beschrieben haben Die Belohnung von 1000 Mk. hatte seiner Zeit nicht die ' hessische Behörde, sondern das Polizeipräsidium in Frank- >art a M. ausgesetzt. Zweifellos haben den allergrößten Anspruch daraus der Chauffeur, der mit seinem Auto die Verfolgung des Wingeß seinerzeit aufnahm, und der Schul- kollege des Werner, der in dem Automatenrestaurant in Barmen ihn erkannte und die Verhaftung veranlaßte. Aus I Friedberg wird gemeldet, daß er am kommenden Mitt­woch Z-ur Konfrontation mit dem Studenten, mit i)enen er im Burghotel verkehrt hatte, dorthin transportiert werden wird.

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^angsdorf, 18. Sept- Unsere Leser erinnern sich woll noch des prächtigen Sedanfestes, das die Gemeinde Langsdorf nut ihrer Einquartierung am 5. September feierte. Es gab Zeugnis von dem schönen Verhältnis, das zwischen unserer (&> memde und unserer Landesverteidigung besteht. Ein gleiches Lob- lied^wie die 87er wird das Bataillon der 81er, das jetzt dahier rlr ?on- 000 Maim einquartiert liegt, zu singen haben. Angesichts dieses schönen Verhältnisses wird es doppelt bitter empfunden, daß die Manöver für unseren Ort mit einem Miß­lang endigten, hervorgerufen durch das unangemessene Vor­gehen einiger Fe l d g e n d a r m e, deren Personalien noch fest- zustellen sind. Als nämlich am Samstag morgen die 63er Ar- | tulerie schußbereit dicht am Dorfe auf gefahren war, da war es ' leicht verständlich, daß unsere dura>aus m il i t a r f r e undl iche Bevölkerung alsbald als Zuschauer sich einstellte, und zwar in angemessener.Entfernung, hinter den Geschütz en und ui richtiger Schonung des Felderbestandes; w i e e s eben Bauern mehr als anbei: c tun, weil fie so innig mit den Gewächsen ihrer Felder ver­bunden sind. Da traf es sich, daß einige Leute avgeerntete Klee- und Maisfelder betraten; Felder, über die zu gehen lein vernünftiger Bauer verbieten würde. Nicht so ein bis zwei Gendarmen und die ihnen beigegebene Assistenz der 6er Dragoner Alsbald wurden die ahnungsloien Leute mit harten, ja mit den heftigsten Schimpfworten und Drohungen gestellt und eine grofee Anzahl mußte der Gendarmerie auf offenem Felde ihre Personalien beantworten. Ja, es wurden sogar Leute zur An­zeige gebracht, die auf ihrem eigenen Grund und Boden verweilten. Das stärkste Stuck leistete jedoch ein berittener Gendarm, indem er einen hiesigen hochangesehenen Ortsbürger und Handwerksmeister vor seinem Pserde hertrieb, als ob er ein Verbrecher wäre, ihm zurufend:Gehen Sie vor mir her, sonst sollen Sie einmal sehen, wie ich Schlitten mit Almen fnhre t"SVtt

Die 25. (hessische) Division war gestern aus der Gegend Fulda tfchon um 4 und 5 Uhr aufgebrochen und gegen Stockhausen und . umr schiert. Die letzten Quartiere im diesjährigen Manöver hatten die Hessen nur ungern verlassen, denn sie waren vorzüglich, und nun stehen drei Biwaks und Nachtkämpfe bevor. - e-t£7^eT hatten in Fulda Stadt und Kaserne gelegen, die 116er än Bronzell, Sickels, Mittelrode und Umgebung, die 168er in Ietersberg, Wissels, östlich Fulda, die 24er Dragoner in Ober- bimbach, Großen-Lüder, die 25er Artillerie in Fulda Stadt miüp Kaserne, die Fernsprechabteilung in Petersberg, die Pioniere 9^r. 251 H7er in der Stadt Fulda, 118er in Maberzell und Fulda, 23er Dragoner in Müs, .EichÖmu, .61er Artcklerie in Horas, Steinau, Fußartillerie in Bronzell, Kohlhaus, die Trainabteilung in Fulda. Fulda mar mit etwa 7000 Mann belegt Manche Orte um Fulda hatten fast so viel Soldaten als Einwohner. Der Vormarsch gegen den Vogelsberg eröffnete die! ;25. Kavallerie-Brigade unter dem Befehl des Generalmajors von Oertzen. In Rixfeld wurde eine Hauptmeldestelle zurück- Nelasfen und vorwärts eilten die hessischen Dragoner über Engel- irod, Rebgesham, Mrichstein. Hier an dem Wiesenhof bei Höhe 623, ba, wo die Oberwaldstraße und die Lauterbacher Straße in die 'Landstraße UlrichsteinSchotten mündet, stand Generalmajor uor Serben mit der blauen Vorhut. Die gesamte Kavalleriebrigade 23nr und 24er Dragoner hielt bei Rebgeshain. Kundschafter Ärrchjchwlnmtten den ganzen Vogelsberg bis ins Feldatal, Ohmtal, ^lsbachtal, Niddatal, Niddertal, ja bis Schotten und Laubach sucksten sie den .Anmarsch des Feindes festzustellen. Und man lland ihn bald, obwohl auch dort die Kavallerie den Anmarsch -zu verschleiern suchte. Rot 21. Division kam aus .ihren .^ua^eren um, Hungen, Langsdorf, Muschenheim, Gambach, .Ech- :zell, Wolservhain, Berstadt, Ober-Widdersheim. Der Marsch ging cher Mouem Wetter das Niddatal bergan über Nidda gegen Bei Götzen und am Ludwigsbrunnen stand die rote MMhUt. Dm Artillerie besetzte den Molkenberg bei Rudingshain, Juni* tner bei Rudingshain, .Götzen und Schotten bezogen die Fuß-1 ftruppen bet 21. Division Biwak, Pie reckenden Truppen sJlot= I quartiere in den nächsten Ortschaften. Generalleutnant Scholz! ttührte das rote Korps Die 25. Division dagegen hatte ihre Maupttnacht unter dem Oberbefehl des Divifionskommandeurs Ge- S träntz in ausgedehnten Biwaks um Lanter- ,$ag gegen, m t^n nächsten Orten waren die stiotquartiere der! ^Marschrichtung beider Heere war gegen Ulrich-- Suchtet und hier wird wahrscheinlich heute die

W^R.^gimien. ,^e Biwaks werden vopaussichllich um Mrich- B->beP>«usM fein. Für Gießener es sich, Dienstag nachmittag ober Mitt- wch von Mucke aus das Gefechtsgelanüc auftusuchen

Rohere..S&gdSbeig rotTb also in den nächsten Tagen ein voll- WE.3 kriegerisches Gepräge tragen. Am Mittwoch soll um Wudhouses, Elpeurod großes. Friedensbiwak statt- ...... ' *'

Wilhelm Becker II. mit 44 Stimmen gewählt. Das felU herige Gemeinderatsmitglied Wilh. Dietz I. blieb mit 43 Stimmen in der Minderheit, weil bei drei weiteren für ihn abgegebenen Stimmzetteln nicht das Zeichen I. stand

L ^'.Düngen, 19. Sept. Der S t e r b e k a s s e v er e i« snr die Fürstlich B r a u n f e ls scheu Beamten unh Wiener wurde am 2. September d. I. aufgelöst Viel, kleine Leute", die jahrzehntelang erhebliche Beiträa, steuerten, smd hierdurch schwer getroffen, da nur ein gennapr Bruchteil der Einlagen zurückerstattet werden soll. Von Recht? wegen hätte die Auflösung schon vor Jahren erfolgen müssen um Die Mitglieder vor derartigem Schaden zu bewahren. Der Unwill- über diese Geschäftsführung des Vorstandes ist allgemein.

Nieder.Ohmen, 19. Sept. Tas Eisenstein, bergwerk bei Bernsfeld wird gegenwärtig mit der oberhessj. ! schen Bahnlinie durch eine Drahtseilbahn verbunden, die I am 1. November ihren Betrieb eröffnen soll.

R. L. Darmstadt, 19. Sept. Der an der Ruine Rodenstein dem Freiherrn v. Gemmingen gehörende- Pachthof Rodenstein wurde durch ein gestern früh aus- gebrochenes Feuer bis auf wenige Nebengebäude in Asche gelegt. Verschiedene Umstände lassen auf Brandstiftunq schließen. Der Schaden ist bedeutend, doch soll der Pächter hoch versichert fein. Lustschissahrt.

Berlin, 19. Sept. Ein Patriot, der nicht genannt fein der 2o (XB-Mark-Stiftung des Kriegsministeriums für die Oktober-Flugwoche lo000 Mark als zwecken Preis; da- 1 ®e 1 in den von ihm gestifteten

c 0 00^M ar k-Pr eis zurück; mithin erhohi sich der Ge­samtbetrag der Preisgelder um 5000 Mark auf 75 000 Mark.

Braunschweig, 19. Sept. Der BallonBraun- s chw etg des hiesigen Vereins für Lustschiffahrt, der gestern nachmittag hier ausgestiegen ist, landete heute um 2 Uhr nach- ^"lags bei Wolmirstedt (Bezirk Magdeburg). Zweck Mckfahren^ Dr. D r e w e s - Helmstedt unb Bergwerksdirektor Krisch.' irL^ ^l»ei so schwer verunglückt, daß ihre Uebersuhrung in das Helmstedter Krankenhaus notwendig wurde.

** Gemarkt. Am 28. September finbet

^er der Herbst-Pferdemarkt mit Prämiierung statt. Der letzte Markt war mit über 350 Pferden befahren und von Händlern, Züchtern und Landwirten sehr gut besucht. Für die Prämiierung ^-s-^^rbe stehen über 2000 Mark zur Verfügung. Von dem Hessischen Landespserdezuchtverein sind 250 Mark Tür Prämien ^T^rudun?o gestellt worden. An Preisen sind vorgesehen: 11- Abtei ung: Reitpferde: 30 und 20 Mk. II. Abt.: Wagenschläge (paarweise): 80 60, 40 u. 30 Mk. III. 2lbt.: Arbeits chläge (paarweise), 2.) schwere: 80, 60, 40 u. 30 Mk.; b) leichte: 60) 40,1 Ä ^OdRk. IV - Wt.: Arbecksschläge (einzeln), a) schwere: i

I v0, .2?)r Y- ' V. leichte: 40, 30, 25, 15 u. 10 Mk.

IXi (Diese Pserde müssen mindestens sechs

Monate,un Besitz von Landwirten sein, die Mitglied des Hessischen Landespserdezuchtvereins oder eines landwirtschaftlichen Bezirks- verems smd): a) einzelne Pferde: 40, 30, 25, 20, 15 u. 10 Mk ; - --- - -

b) paarweise: 50 30, 20 u. 15 Mk. VI. Wt.: Treisährige Fohlen urck Ihnen fahre!" Den Abg. Köhler-Langsdorf aber, an dessen (geb. 190/): a) Wagenschläge: 40, 30, 20 u. 10 Ml.; b) Arbecks- Kartosfelacker der traurige Zug voroeikam, und der dem genannten

30' 20 u- 10 Mk. VII. Abt.: Zweijährige Fohlen S^^^rverbrecher zurief:Ei Karl, was ist denn das'?"

(geb. 1908): a) Wagenschläge: 30, 20, 20 u. 10 Mk.; b) Arbecks- schnauzte er mit den Worten an:Stören Sie mich

schlage: 30, 20, 20 u. 10 Mk. VIII. Abt.: Zuchtstuten mit Fohlen p^U'^m e i n e m Amt!" Und so wäre noch manches tress-

oder nachweislich gedeckt: a) Wagmschläge: 60, 50, 40, 30 25 llcÖeReiterstücklein" zu verzeichnen; doch möge es der kom- 20, 15 u. 10 Mk.; b) Arbecksschläge: 60, 50, 40, 30, 25 20 ^nden Untersuchung anheimgestellt bleiben, näheres tlarzustelleii J5 u. 10 Mk. Der Prämiierungsplan wird von Weinhändler lLmstweilen aber hat der Abg. Köhler-Langsdors folgendes Seit» August Schwan zu Gießen auf Wunsch übersandt. Mit dem gramm an das Ministerium in Darmstadt abgeschickt:Be- Pferdemarkt ist eine Verlosung von Pferden, Wagen, Fahrrädern v b l k e x u n g ti n d B ü r g e r m e i st e r z u L a n g s d 0 r f d urch Nahmaschmen, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen per- d 6 e n d a r m e r i e b e s ch w e r t, b 111 e t, h i e r ü b e r Be- bunden, zu der Lose ä 1 Mk. bei Richard Buchacker und den ? 0 n B ü r g e r m e i ft e r e i Langsdorf einzufor- sonstigen Verkaufsstellen zu haben find. Der erste Preis im Per n- ' -£enn ^uch den Bürgermeister Schiel, der ihm vvr- Werte von 2500 Mk. besteht aus einem viersitzigen Halbverdeck P^"lt wurde, schnauzte der Gendarm an mit den Worten: (von A. Kilbmger) nebst Pferd mit sckberplattiertem Geschirr geht Sie gar nichts an, gehen Sie auf Ihr (von Sattler Spieß). Der zweite Preis im Werte von 1150 Mk PrUrc£u "sw. ^ewiß eine schwere Beleidigung für diesen besteht aus einem Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock (von ersten Vertrauensmann der Gemeinde. Aber es ist zu hoffen, Wagner Mühlich) nebst Pferd und Kummetgeschirr 10 Pferde Beleidigung, die ihm angetan wurde, durch des Bürger­

und Fohlen werden auf dem Markt gekauft. Mit dem Ankau der ^^sters vorgesetzte Behörde zur Sühne gelangt. Im Reichstag übrigen Gewinne bei den hiesigen Geschäftsleuten soll in diesen Landtag wird man weiter davon hören. Auch davon, daß Tagen begonnen werden. Die Lose finden raschen Absatz und einem Maior von der 63er Artillerie ebenfalls zuknollig"^ werden voraussichtlich ausverkauft. Die Lotterie bietet große borgekommen zu Jein scheint, weil er dem Gendarm zurief.' Gewinnmöglichkecken.M ach en Sie sich doch nicht zu wichtig!" Eine Ge-

** Für Mama ein Geburtstagsgeschenk meindeversammlung wird demnächst beschließen, was weiter zu wollte der kleine hessische Erbprinz kaufen. Der Groß-'^^ 1eL Herzog, der über die bestimmt abgegebene Erklärung des deinen Mannes, daß er in Bad-Nauheim das Geschenk selbst aussuchen wollte, seine Freude hatte, gab seinem Söhnchen 10 Mark und nun gings in Begleitung eines Fräuleins in bic Badestadt. Man ging von Schaufenster zu Schaufenster und der Erbprinz hielt genaue Umschau. Seme Begleiterin machte verschiedene Vorschläge zu dem beabsichtigten Ein­kauf, doch ließ er sich auf feinen davon ein. Plötzlich aber nahm der kleine Prinz fein Fräulein an der Hand, betrat den Laden und verlangte ein Bürstchen, das er in der Auslage gesehen hatte. Man zeigte dem kleinen Junker die verschteoenen Bürsten, er scyüitelte aber immer den Kopf, bis er endlich freudig zugriff, als man ihm eine zierliche, in Elfenbein gearbeitete Bürste vorlegte. Die Begleiterin, wie auch die Verläufer in int Geschäft suchten dem Erbprinzen klar zu machen, daß seine Mama für das von ihm gewählte Geschenk feine Verwendung hätte. Er beharrte aber auf seinem Willen. Der Gegenstand wurde auch von ihm bezahlt und glücklich zog er Damit nach der

Friedberger Burg^ zurück. Als der Großherzog, um zu

sehen, was sein Söhnchen für die Mama gekauft hatte, das Päckchen öffnete, soll er herzlich gelacht Haven. Es enthielt nämlich eine Sch n u r r b a r t'b ü r st e.

D G r ü n b e r g , 19. Sept. Die Erweiterung unseres Wasserwerks im Brunnental ist vollendet und Samstag erfolgt die Abnahme. Die Kosten der Erweiterung betragen 18 000 Mark, dazu tommen noch die Kosten der von der Stadt angekausten Keils­mühle nebst etwa sechs Morgen Gelände in Höhe von 24 000 Mk. Das ganze Pumpwerk wirb mit der Wasserkraft getrieben, die! ^11/liMp hrrti t n l ", 'Tsirm r.rt 'T in ......

(DviginabOrabtmelöutigcite

Kaiser Wilhelm in Wien.

Bahnhof Hetzendorf, 20. Sept. Heute morgen OV2 Uhr ist K a i s e r W i l h e l m hier angekommen und auf; bem Bahnhof von Kaiser Franz Josef empfangen worden.

Bassermann dekoriert.

Karlsruhe, 20. Sept. Der Großherzog ver­lieh dem Reichstagsabg. Bassermann das Komman^ deurlreuz 2. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen.

*

, . a d r i d, 20. Sept. Der gestrige Mi nist er rat beschloß, daß das Parlament am 6. Oktober wieder einbe» rufen werden soll.

Jetzt ist die rechte Zeit für frisches gekochtes Obst und