ftd) 10 Mark Beürag, rote bre-s m einer Versammlung in Wöll" fleht beschlossen roorbeit sei. Lehrer Sta u b-a ch ist dafür, da Hirngen sich nt der günstigen geographischen Lage besinnet, die höhere Schule ipeitrr crusztrbauen imd roeißt ebenfalls auf "die Gefahren des Bahnfahrens der Schüler hin. Bürgermeister Fendt versichert, daß man die Bürgerschule unter allen Umstanden zu erhalten suchen wird: man solle jedoch heute keine diesbezügl. Beschlüsse fassen, sondern die Antwort der Regierung abwarten. Aus den Aussirhrungen vcrschiedeirer Redner und namentlich aus denen des Bürgermeisters ist die erfreuliche Tatsache festzustellen, daß alle dafür eintreten, die höhere Bürgerschule zu erhalten.
-Bad-Nauheim, 15. Juli. Bis zum 14. Juli sind 19 451 Kurgäste angekommen, wovon art genanntem Tage noch 7236 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 14. Juli 223 574 abgegeben.
R. B. Darmstadt, 15. Juli. Gestern abend wurde im hiesigen Noßdprfer Wald ein Mann erhängt aufgefunden, dessen Persönlichkeit sich als diejenige des Aufsehers Obl vom Arbeitshaus Dieburg ergeben hat. Ein gegen ihn anhängiges Strafverfahren dürfte die Ursache der Tat sein.
— Effolderbach, 15. Juli. Die Eisenbahnverwaltung beabsichtigt das in dem Effolderbacher Tunnel, zwischen km 42,891 und 43,564 der Bahnstrecke Gießen—Gelnhausen zu Tage tretende Wasser zu sammeln und in einer geschlossenen Rohrleitung nach dem Bahnhof Stockheim zu leiten, woselbst es zur Speisung der Lokomotiven und als Wirtschafts- und Trinkwasier .Verwendung finden soll.
= Rodheim a. d. B., 15. Juli. Ein Wahrzeichen unseres Dorfes, die a l t e S ch u l e, wird demnächst von der Bildfläche verschwinden, sie soll auf Abbruch versteigert werden. Sie hat vielen Geschlechtern, früher auch den Kindern von Bieber und Vetzberg als Bildungsstätte gedient, das Jahr ihrer Erbauung äst nicht genau festzustellen. Die älteste Schule Rodheims hat in der Nähe der Kirche und des Pfarrhauses gestanden. Mit Schluß der Herbstferien gedenken sämtliche Klassen und die Gewerbeschule in die neue Schule überzusiedeln. Sie ist nach den Plänen des Kreisbaumeisters Achenbach-Biedenkopf durch Maurermeister L. Steinmüller erbaut worden. Auch bei der inneren Ausgestaltung wurden einheimische Handwerker in erster Linie berücksichtigt.
Frankfurt, 15. Juli. Die heutigen Stadtverordnete n-Stichwahlen in den Vororten ergaben: Bonames- Berkersheim-Niederursel: Nipps (Fortschr. Volksp.) 213, Braumann (Soz.) 162; Eckenheim-Preungesheim: Lehr (Fortschr. Volksp.) 407, Bender (Soz) 406; Eschersbeim- Ginnheim: Wendel (Soz.) 488, Feldmann (Fortschr. Volksp.) 414. Gewählt sind also die fortschrittlichen Volks- parteiler Lehr und Ripps und der Sozialdemokrat Wendel
w. Fulda, 16. Juli. (Tel.) Die Wagenfabrit von Flamme wurde durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört.
Univcrsitäts-Nachrictzten.
Heidelberg, 15. Juli. Zum 100jährigen Stiftungsfeste überreichte das hiesige Studentenkorps S u e v i a heute vormittag durch eine Abordnung dem engeren Senat der Universität 15 0 0 0 M a r k als Fonds zu wissenschaftlichen Zwecken unter dem Namen „S ch w a b e n st i f t u n g".
Heidelberg, 15. Juli. Der Direktor der hiesigen Luisen- heilanstalt, Professor Dr. Emil Feer, hat einen Ruf als ordentlicher Professor und Nachfolger des Professors Wyß nach Zür.ich erhalten.
* Aus Marburg wird uns geschrieben: Auf Grund einer Schrift: „Der religiöse Wahrheitsbegriff in der Philosophie Rudolf Euckens" habilitierte sich Sic. theol. Karl Bornhansen in der hiesigen theologischen Fakultät. Sein Spezialgebiet ist die svstematische Theologie. Seine bisherigen Arbeiten betreffen hauptsächlich die Religionsbehandlung in der heutigen Philosophie. Sic. Bornhausen ist 1882 zu Frankfurt a. M. geboren.
Landwirtschaft.
* Besichtigung von Feldversuchen. Auf Veranlassung des Sandwirtschaftskammer-Ausschusses finden in nächster Zeit öffentliche Besichtigungen von Demonstrationsdüngungsversuchen statt. Die erste dieser Veranstaltung findet Sonntag, 17. d. M., nachmittags 23/4 Uhr in Altenstadt, die nächste Dienstag, 19. d. M., vorm. 8 Uhr in Rohrbach und eine weitere Dienstag, 19. d. M., nachmittags 2Uhr in Beuern statt. Die Landwirte können sich bei dreier Gelegenheit über die verschiedenartige Wirkung der Düngemittel, das Düngerbedürfnis des Bodens und über die Art und Weise, wie man einfache Feldversuche durchführt, leicht informieren. Die nötigen Aufschlüsse und Erläuterungen werden durch die Versuchsansteller und dem Leiter der Versuche, Herrn Kreutz, erteilt. Die Teilnehmer treffen sich für Altenstadt nachmittags 2^ Uhr in der Wirtschaft Holzapfel, für Rohrbach am Bahnübergang Rohrbach um 8 Uhr vormittags: für Beuern nachmittags 2 Uhr in der Wirtschaft Wagner daselbst.
1902
1852
3934]
Der Vorstand.
Der Vorstand.
v16/7)
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Altersgenossen von dem Ableben unseres Kollegen, des <
Herrn Ludwig Friedrich
geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt.
wandern und Reisen.
*• Gin Besucher Nordecks schreibt uns: Beim Nahen des Sommers wählt sich jeder sein Reiseziel: der sucht Erholung
Concordia.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Ehren-Mitgliedes
Herrn Ludwig Friedrich
geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung stndet Sonntag nachmittag 3 Uhr statt.
Gesellschaft Turn-Mub.
Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres laugiähr. Ehrenmitgliedes
Herrn Louis Friedrich geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt und ersuchen wir unsere Mitglieder, dem Verstorbenen recht zahlreich die letzte Ehre zu erroetfen. 3916
Wieben, 15. Juli 1910. Der Vorstand.
an oer Dee, jenee oerem ote iznpen, em Dritter zieht tn oen Schwarzwald, ein anderer strebt au den Rhein. „Worum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nahe!" Man lost sich in Gießen für 65 Reichspfennige eine Karte nach Atlendors an der Lumda. Von dort erreicht man in knapp Dreiviertelstunden Dorf und Burg N o r d e ck. Wem es zu beschwerlich ist, der kamr sich Fahrgelegenheit aus Nordeck kommen lassen; sparsame teilte benutzen den Milchwagen. Nach Norden uub Osten gegen rauhe Winde geschützt, liegt Nordeck an den Abhang des Oberwaldes geschmiegt, zu dessen Fuße sich das anmutige Lumdatal, die Rabenau, ausdehut. Trüben erblickt man Londorf und Allendorf, weiterhin Treis a. d. Lumda: in der Ferne grüßt der Gleiberg. O, dieser Oberwald 1 Unmittelbar hinter der Burg öffnet sich der herrlichste schattige Buchendom, der weiterhin mit Nadelholz abwechselt. Breite Fußwege durchziehen ihn in der Richtung nach Londorf, nach Roßberg, nach Treihausen, nach Ebsdorf. Bequeme Ruhebänke laden zum Verweilen. Jeder fiuDet da, was er sich wünscht: der Erholungsbedürftige tiefe Ruhe, die herrlichste, ozonreiche Lust; der Romantiker uralte Felsblöcke mit MooS und Epheu bewachsen, eine düstere, tannenbestandene „Teufelsschlucht mit Teufelsbrücke". Für große und kleine Leckermäuler gibts Erdbeeren und Himbeeren, später auch Brombeeren, Steinpilze und Pfefferlinge. In den alten Steinbrüchen regen sich gelbe und schwarze Salamander. Muntere Eichhörnchen schaukeln sich im Geäst, beäugen erstaunt den fremden Gast und lassen ihren Warnungsruf ertönen. Im tiefen Forst girrt die Waldtaube und der heisere Schrei des Hähers schrillt durch die weiten Hallen. Da blühen ganze Teppiche von Weidenröschen. Goldgelber Ginster und roter Holler glühen am Basaltgestein und zarte Glockenblumen nicken am Wegrande. In den Wiesengründen prangen rosa und weiße Knabenkräuter: im hohen Gras des Rains versteckt sich die liebliche Pyrola. Und zwischen den hohen Buchen erfreuen Nestorchis und Fichieuspargel das Herz des Botanikers. In Nordeck selbst, so klein es ist, gibts allerlei zu kaufen, was den Ferieiiausenthalt auf dem Lande erleichtert : Schönen, unverfälschten Honig zum Beispiel. Sogar gute Ehokolade und Cakes als Proviant für Fußwanderungen führen die Kolonialwarenläden. Zweimal täglich Briesbestellung und eine Postagentur mit Telephonanschluß vermitteln den Verkehr mit der Außeiiwelt. Und in der neu geschaffenen Fremdenpension in den Mauern der alten Burg findet man behagliche Räume uiid gute Verpflegung. Wer sich erholen will, der gehe nach Nordeck l
* D ie Niesenbahn eröffnet. Am 15. Juli wurde die neue Drahtseilbahn auf den Niesen bei Spiez am Thunersee dem Publikum eröffnet. Damit hat auch die Jnter- essentengruppe des südlichen Thunerseeufers, sowie der Kurorte des Kander- und Simmentals einen nahe durch Bahn zugänglichen Mittelpunkt erhalten. Niesen-Kulm ist von Bern in zwei Stunden, von Interlaken und Thun in l3/4 Stunden und von Spiez in einer Stunde erreichbar. Die Talstation Mülenen wird durch die Sektion Spiez-Frutigen der Lötschbergbahn bedient. Da diese in nächster Zeit den elektrischen Betrieb erhält, werden von Spiez aus neben den eigentlichen Talzügen in kurzen Zwischenräumen elektrische Tramzüge eingeschaltet. Nach Eröffnung der Bern er alpenbahn durch den Lötschberg wird der Niesen an eine großartige Durchgangsbahn gerückt sein und von 22 Zügen täglich bedient werden können. Der Niesen ist seit 1352 urkundlich bekannt — der älteste Aussichtsberg des Berner Oberlandes, dem sich bereits seit 1560 die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Welt zuwandte. Seit> 1856 besteht droben ein Wirtshaus, das nun zur Bahnerösfnung umgebaut, mit elektrischem Sicht und Wasserheizung versehen worden ist. Das für den Bau der Niesenbahn verwendete Gesellschaftskapital beläuft sich mit den Anleihen auf 1858 000 Fr. Davon entfielen 26 715 Fr. auf Sandentschädigungen und 94 000 Fr. auf Erwerb der Niesenkulm und Hegerenalp-Besitzung. Der Unterbau der Bahn kam auf 1 037 903 Fr., Brücken und Durchlässe 129 000 Fr., Uferbauten 28 40.3 Fr., Oberbau 119 000 Fr., Hochbau 145 242 Fr., Rollmaterial 179 830 Fr. zu stehen. Die Taxen sind: Bergfahrt 6 Fr., Talfahrt 3 Fr., Hin- und Rückfahrt 7 Fr. Den Inhabern von festen und zusammenstellbaren Rundreisebilletten, sowie von schweiz. General- abonnementen wird ein Rabatt von 10 Proz. gewährt. Die Taxermäßigung für Gesellschaften und Schulen beträgt 25 bis 45 Proz., bezw. 50—60 Proz. Sonntagsbillette a 5 Fr. in Vor- und Nachsaison. Quellwasser, das einen laufenden Brunnen auf dem Gipfel speist, wird vom Bad Heustrich hinaufgepumpt. Die Niesenbahn ist insofern ein technisches Unikum, als sie in ihren beiden Sektionen den größten Höhenunterschied irgend einer schweizerischen Bergbahn, nämlich 1 600 Meter überwindet und die läirgsten Drahtseile aufweist.
* Ein irrsinnig er Familienvater. Die Blätter melden aus Neapel: Ein vermögender Weinhändler hielt seine Frau und 11 Kinder fnt Sandhause ein gemauert und zwar jedes Familienmitglied in einer besonderen Zelle. Durch ein kleines Schaufenster verabreichte er den Unglücklichen täglich Nahrung. Bis an die Bählne bewaffnet und von Hunden umgeben wachte er, daß niemand der Villa nahe komme. Der Mann war verrückt geworden, weil er glaubte, seine Frau und seine Söhne würden sein Vermögen verschleudern. Nur mit Anwendung großer Sift gelang es, den gefährlichen Narr zu überwältigen und die unglückliche Familie zu befreien,
* Der Ertrag der Zölle in 190 8. So liest man jetzt leider immer häufiger in amtlichen und nichtamtlichen Schriftstücken. Tas ist aber französische und englische Art, nicht deutsche. Deutsch kann es nur heißen „im Jahre 1908", und wem das zu mühsam scheint, der schreibe und drucke „t. I. 1908". In den meisten Fällen aber können wir es im Deutschen noch kürzer haben als in den anderen Sprachen, denn es ist durchaus gutes Deutsch, zu sagen: „1908 haben die Zölle wesentlich mehr eingebracht als 1907" — undeutsch aber ist: „In 1908 mehr als in 19Ö7".
- HI5 Der Ct5mann aus 'Jtx. 5 t yeraustam, fano er entert kleinen Jungen auf einem seiner Eisblöcke sitzen. „Heda!" weiterte er. „Was hast du da zu sitzen? Runter mit dir!" Der kleine Junge hob sein von Tränen feuchtes Antlitz. „Waren Sie auch mal ein Junge?" fragte er mit leiser Stimme. — „Natürlich!" antwortete der Eismann. „Aber ..." — „Und haben Sie niemals einen dummen Streich gemacht?" unterbrach ihn her Junge. — „Das versteht sich!" entgegnete der Eismann. „Na, jetzt aber ..." — „Und wenn Sie dann nach Hause kamen, hat Ihr Vater denn knie einen Stock genommen und . . ." Dem Eismann stieg langsam ein Kloß im Halse auf. „Bleib sitzen, wo du bist, mein kleiner Mann!" stieß er hervor. „Ich verstehe!"
Kleine Tnaeschronik.
Donnerstag abend ist der Zug Nr. 8 der Halle-Hettstedter Eisenbahn vor Polleben infolge Dammbruches durch Wolkenbruch entgleist. Der Maschinenführer und der H-eizer wurden durch Verbrühung verletzt, aber nicht lebensgefährlich. Der Materialschaden ist gering. Die Strecke Burgsdorf- Gerbstedt ist durch mehrere Dammbrüche auf ungefähr dret Tage gesperrt.
Zwei Vizefeldwebel der Metzer Garnison, die Frau eines dieser beiden und ein Kind hatten Donnerstag abend spät eine Kahnfahrt auf der Mosel unternommen. Gegen Mitternacht kippte der Nachen um, die Insassen fielen ins Wasser. Beide Vizefeldwebel ertranken, während die Frau und das Kind gerettet werden konnten. Die beiden Ertrunkenen sind der Negimentsschneider Riedenburg vom 4. Magdeburgischen Infanterie-Regiment Nr. 67, aus Ostpreußen stammend, und der Regimentsschneider Viethen aus Cörrenzig bei Baal (Rheinland) vom Infanterie-Regiment Nr. 144, bei dem Versuch, sein Kind zu retten.
Alls Ehristiania wird gemeldet: In Frederikstad ist eine bösartige Milchvergiftung ansaebrochen. Gegen 7 0 Fälle wurden festgeflellt; man vermutet, daß einige tödlich verlalisen.
Eine Feuersbrunst zerstörte sieben Häuserkomplexe in Portland (Oregon). 200 Pferde verbrannten und ein Manil wurde getötet.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Verlauf der Witterung seit gestern früh: Bon Westen her ist der Hobe Truck in langsamem Vorrücken, während der tiefe Truck im Osten zurückweicht. Unser Gebiet steht unter dem Einfluß des hohen Druckes, so daß heiteres, warmes Wetter bevorsteht.
Wetteratlssichtell in Hessen am Sonntag Dem 17. Juli 1910: Warm lind heiter, südliche bis östliche Winde.
Grkginal-DrahtinelSungen.
Karlsruhe, 16. Juli. Der badische Landtag wurde heute vormittag 10 Uhr int Namen des Großherzogs von Staatsminister von Dusch geschlossen. Bei dem auf den Großherzog ausgebrachten Hoch erhoben sich auch die anwesenden Sozialdemokraten.
Metz, 16. Juli. Z. 1 flieg um 61/2 Uhr in der Richtung nach Diedenhofeu auf, kehrte nach einer Stunde zurück und wandte sich dann abermals nach Diedenhofeu. zu, in dessen Umgebung er um 9 Uhr kreuzte.
Paris, 16. Juli. Bei Udschda fand ein blutige^ Gefecht zwischen einer französischen Kolonne und Eingeborenen statt, das nach hartnäckigem Kampf mit dem Rückzug der Eingeborenen enbete. Die Franz 0 sen hatten 11 Tote und 43 Verwundete, während der Feind. allein 40 Tote auf dem Gefechtsfeld zurückließ.
London, 16. Juli. Die Londoner Handelskammer hat den Beschluß gefaßt, der Regierung dringend vorzustellen, daß eine weitere Entwicklung von Bahnen und kommerziellen Unternehmungen seitens britischer Untertanen in der Mandschurei wünschenswert sei.
London, 16. Juli. Auf einer Zusammenkunft der Arbeitgeber und Arbeiter der B a u m w 0 l l e u-I ndu st r i e , die gestern abend in Manchester stattgefunden hat, hat man einstimmig den Beschluß gefaßt, die Regelung der Lohn frage anzuemp- । fehlen dadurch, daß die Arbeitgeber ihre Forderung um Ermäßigung um 5 Prozent unter der Bedingung zurückziehen sollen, daß innerhalb der nächsten fünf Jahre keine Forderung auf eine Erhöhung oder Verminderung erhoben werden soll. Diese Regelung hat in Laneashire große Befriedigung hervorgerufen.
London, 16. Juli. Auf dem Bankett der Bankiers und Kaufleute von London sagte Llovd George, alle Nationen schienen von der epidemischen Verschwendung angesteckt zu sein. England habe die Führung hierin übernommen, aber es habe auch das größte Reich zu verteidigen. Alle Nationey^ trügen die Verantwortung. Man müsse auf den Tag hoffen, an welchem ein besseres Verstehen unter den Völkern Platz gegriffen haben würde.
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| 8. F. F. F. G. F.
W Hierdurch erfüllen rotr die traurige Pflicht, unsere
«j Mitglieder von dem Ableben unseres Kameraden
Ludwig Friedrich
U geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet Sonntag den 17. Juli, nach-
A mittags 3 Uhr, statt.
F Zusammenkunft 2s/< Uhr am Eingang zum neuen
R Friedhof. Uniform: Tuchrock und Helm. (v16/7
Das Kommando:
Wigand t. Wacker.
Versteigerung.
Montag den 18. d. M. sollen dahier, ^Watttorstr. 6 (Darmst. Haus), 1 Ladeneinrichtung, ein Klavier,! Kassenschrank, 1 Schreibtisch, 3 Särge, 1 Musikautomat u. 2 Säcke Horn, 2 Lllille Zigarren, 50 Spazierftöcke u. 30 Pfeifen, ein Fahrrad, 2 Auslegekasten, 5 Palin. u.5Zimn:ertan., 100 Mislbeetfenst., mehr Pferde u. Wagen, Sattler^ waren, soivie HanS- u. Küchengeräte aller Art zwangsweise versteigert werden. [05935
Gießen, nm 16. Juli 1910.
Seipel, Gerichtsvollzieher.
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