Ausgabe 
15.11.1910 Zweites Blatt
 
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entnimmt, tunlichst sofort an diesen' aNKuHefertt. Da? Gericht ist aber zur Freisprechung gekommen, weil der Angeklagte hat annehmen können, er könne über das Geld verfügen, wie über eigenes Geld und weil derselbe sich auch wohl nicht klar darüber gewesen fein mag, daß er sich strafbar mache.

10 jähriges Jubiläum des Gesangvereins Liederlran;

in Büdingen.

-l- Büdingen- 13. Nov.

Der Gesangverein Liederkranz gab heute abend km Fürstenhof zur Feier seines 70jährigen Bestehens ein Jubiläumskonzert, das sich eines sehr regen Besuches erfreute. Der Protektor des Vereins, der Fürst Wolfgang nebst Gemahlin und die Prinzessin des Hauses beehrten dcö Konzert mit ihrem Besuch. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Hoch - z e i t s m a r s ch aus dem Sommernachtstraum von Mendelssohn- Bartholdy der Mitglieder der Gießener Regimentskapelle, deren übrige Darbietungen, wie im voraus erwähnt werden soll, lebhaft ausgenommen wurden. Die Darbietungen des festgebenden Vereins bestanden lediglich aus Chören, welcher Umstand den Sängern in ihrer Gesamtheit Gelegenheit gab, ihr Können zu zeigen. Die Vorträge, unter kunstverständiger Leitung des Musikdirektors I. Brodt-Hanau kamen in präziser Form zu Gehör. Das Chor- Programm wies folgende Kompositionen auf: Stiftungsfeier von Mendelssohn-Bertholdy; Auf Germania von Hch. Kühn; Was ist des Deutschen Vaterland von Reichardt; Ständchen von Abt; Drei Gläser von Fischer; Nachklang und Sehnsucht von Kreutzer; Pilgerchor aus Tannhäuser; Hochamt im Walde von I. Brodt; So weit von Engelsberg, und D' Hamkehr von Koschat. Dieser Chor brachte mit einem Bariton-Solo des Herrn Adolf Müller- Frankfurt a. M. den vokalen Teil des Konzerts zu wirkungsvollem Abschluß. Die weiteren Solis des Barüonisten A. Müller: Der Wanderer, Du bist wie eine Blume, Gcurz leise, Tom der Reimer, Das SteUdichein, lösten den wohlverdienten Beifall der andächtig lauschenden Zuhörer aus und veranlaßte den Gast zu eurer ebenso freudig am genommenen Zugabe. Als geschickter Begleiter auf dem Klavier erwies sich hierbei Herr Lehrer P epp- I e r. Es kann hier nicht auf die einzelnen Vorträge besonders eingsgangen werden, man war darüber einig, daß das heutige Konzert einen Markstein in der Geschichte des Büdinger Liederkranz bildet. Der Festredner des Abends, Geheime Justizrar Rab.enau- Büdingen, zeichnete ein treffliches Bild von dem Werden und Wirken des Vereins. Schon in den ersten Jahr­zehnten seines Bestehens hatte sich der Verein des Wohlwollens des fürstlichen Hauses und der Sympathie der Einwohnerschaft Büdingens zu erfreuen. Seit 1834 bestand in Büdingen ein Singverein, aus diesem wurde von den Herren Flach, Fi^, Kühn und Kaffenberger der Liederkranz gegründet. Nach den Satzungen übte der Verein neben dem Gesang die geselligen Tugen­den. Die dem Verein beitretenden Fremden mußten 6 Kreuzer monatlich im voraus entrichten, ein Beweis, wie vorsichtig der Verein in seiner Finanzgebaruug war. Wahrend der Singstunde durfte von jedem Mitgliede nur ein Glas Bier oder Llpielwein getrunken werden, Branntwein wurde als nicht unbedingt nötig bezeichnet, Tabak durfte nicht geraucht werden, um 10 Uhr war Schluß. Diese an drastischen Sätzen reichen Statuten wurden später abgeändert; die letzten Satzungen datieren vom 10. April 1910. Der Verein entfaltete eine außergewöhnliche musikalische Tätigkeit und stellte sich gern zur Verfügung, wenn es galt, patriotische Feste, das heimische Schützenfest und zum Besten der Wohltätigleit vorbereitete Veranstaltungen zu verherrlichen, trotzdem seine finanziellen Verhältnisse nicht immer günstig ge­wesen sind. Mit Humor würzte der Redner seine Mitteilungen über die Sängerfahrten des Vereins, deren erste am 17. Juli 1842 nach Friedberg, und zwar mittelst Leiterwagen angetrelen wurde, und zwar nachts 2 Uhr mit Musik, die Rüctiehr erfolgte am über» nächsten Tage um 7 Uhr morgens. Auch - in Aufführung von Theaterstücken leistete der Verein vorzügliches. Der Redner gab daiin noch eine Reihe von Beilstielen bekannt, aus denen hervor­ging, daß den Mitgliedern neben Pflege des Gesanges auch der Humor nicht fremd war. Von den beiden heute noch dem Verein angehörenden Gememderatsmitglieder Hintel und Drefer stiftele der letztere anläßlich der Geburt seines Stammhalters ein Faß Bier; die bei dieser Gelegenheit geäußerten Wunsche für das Gedeihen des Jungen haben sich cifuld, denn der am 10. November 187b geborene Stammhalter ist heute dergewichtigste" aktive Sänger des Liedertronz. Das im Jahre 1890 gefeierte öOjährige Stiftungsfest fand den Verein hinsichtlich seiner Lei­stungen ebenso auf der Höhe wie die stattliche Reche von Gesangwettsttetten, zuletzt dem vom Verein arrangierten im Jahre 1908. Redner gedachte unter herzlichem Ausdruck der Dankbarkeit der Verdienste der früheren und jetzigen Letter des Vereins und zeichnete in trefflichen Worten die Ideale des Mäimergeiangs, wie sie bereits vor etwa 100 Jahren durch Naegeli und Zetter eifrige Förderer gefunden, die, Pflege des Volksliedes, ben Einfluß der Gesangsweustreite und die Aufgaben, die heute an die Leiter und (Sdjüier der dem Gesang pflegendeii Vereinigungen gestellt werden.

Mn deui Wunnye, daß der Gesangverein Liederkranz blühen, wachsen und gedeihen, und allezeit sein möge eine Pflegstätte des Gesangs und damtt eure Jieroe der Siaot Buoingen, schloß Justisrat Rabenau seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Rede. Hierauf überreichte Kreisrat Boeckmann dem Verein unter Anerlennung der hohen Verdienste, die sich der Verein um die Pflege des Liedes erworben und unter dem Ausdruck der Zuversicht, daß dies immer so bleiben möge, die von dem Groß­herzog verliehene Fahnenschleife. Das von Kreisrat Boeckmami ausgeorachte Hoch galt dem Liederkranz. Der Vorsitzende des Liedertranz, Dentist L e n h a r d , stattete namens des Vereins und mit dem Versprechen, daß der Verein allezeit die Pflege des Idealen sich angelegen fein lassen werde, den Dank für die verliehene Fahnen,cyieife ab uni) brachte ein Hoch auf den Groß­herzog aus. Das Schlußwort des Redners brachte den Dank des Vereins an alle Gönner und Freunde desselben zum Aus­drücke; dem an der Spitze der opferfreudigen Gönner stehenden Fürsten, der Fürstin und dem fürstlichen Hause Büdingen galt das von der Festoersammlung freudig au|genommene Hoch. Dem Konzert reihte sich als würdiger Abschluß der Feier ein Ball an.

Am Vormittag wurde dem Fabrikdirektor P o u p i ä in An­erkennung seiner Verdienste um den Verein durch eine Abordnung das Diplom als Ehrenmitglied überreicht.

d. Mainz, 14. Nov. Ter 33jährige frühere Gemeinde- einnehiner von Kostheim, Franz I u n t e r, halte sich heute vor der Strafkammer Mainz wegen Vergehens im Amte zu verantworten. Die Verhaftung des Junker erregte tm Ium d. Js. großes Aufsehen, da es sich tu der Gememdelaffe um em Teflzit von 2u 000 Mt. handelte. Junker behauptete, daß er teilt Geld unterschlagen hat, er habe nur bte Bücher schlecht geführt, Posten vergessen emzutragelt und öilers zu Diel Geld heiausgegeben. Es wurde ieitgesieUl, daß Junker bebeiuenbe Betrage voll Pacht rc. von über 1U uOO Mk. gar nicht verbucht hatte. Weiln er das Geld aber nicht iuueiicl)lngeii hat, so baue nach dem Gutachten von Sachverständigen tu der Gememdetasse em Ueberschuß ,eut müssen. Er hatte auch einige Jahre den Aechuerposien der Spar- und Tarlehnskasse m Kostheim geführt und es eigab sich damals auch em Defizit voll 3700 Akk., das durch Aumahme einer Hypothek auf das Hans feiner 'Mutter gedeckt wurde. Die -Ltta-kammer nahm an, daß Jüuler einen großen Teil des Geldes des eniiiaiiOenen Tef^ils unterschlagen habe, und veruileilte ihn zu einem Iaht Gewngnis, abzüglich 5 'Monaten Untersuchungshaft.

Dcrimfcbtes.

* Von einem interessanten postalischen Not­behelf gibt das Kuraloriiun des Berliner Poflmuseunis Kenntnis. Vor Ponape auf den Karolinen war tm Juli d. I. ulwerhofjt Flottendesuch emgelroffen. der vom 2. dis zum 7. des genannten Monats wahne. Dec Aiamifchaneii bemächtigte sich eine solche Schreibsreudlgkett, daß die vorhandenen Bestände an Fünf- nnd Zehn-Pfetutigmarken nicljl mehr ausreichten. Die Postageulur sag

sich genötigt, Zwanzig-Pfennigmarken zu halbieren und etwa 500 Postkarten mit 3 Psg. zu bekleben, die den Ueberbrutf 5 Pfg. er­hielten. Die Agenttlr hat damit entgegen den bestehenden Vor- schritten gehandelt, denn es ist den Postanstalten atlsdrücklich ver­boten, Aushilisroerte dadurch 511 schaffen, daß eine andere Sorte von Wertzeichen mit bem Ausbruck bes Wertes ber fehlenbeu Sorte versehen ober halbiert wirb. Tie philatelistischen Feinschmecker aber finden ihre Takel jedenfalls mit einem neuen Gericht besetzt.

* Warum die Leute nicht heiraten. Jahrzehntelang hat die Anschauung geherrscht, daß die Zahl der Ehen mit dem Steigen der Arbeitslöhne tvachsen. Tie Lehre, die zuerst von Mallhus aufgestellt worden war, wird aber, wie Professor Lnjo Brentano tm Sevtemberhest des .Economie Journal" nachtvetsl, durch die Tatsachen widerlegt. Denn trotz des Steigens ber Löhne ist feit 1873 in Großbritannien, Jrlanb, Ritßkanb, Ungarn, Serbien, Italien, den Vereinigten Staaten, Chile, Uruguay imb den austra­lischen Staaten, außer Westuustralien, die Zahl der Ehen gesunken. Unter den Gründen für die Abnahme der Ehen, die für die oberen Klaffen aller zivilisierten Länder gelten und sich auch auf die niederen Klassen erstrecken, wenn man von den alleruntersten ab- steht, nennt Brentano zunächst die längere Vorbereitung auf den Beruf, und die damit znjammenhängende Hinausschiebung der Ver­heiratung. . Dazu kommen die wachsenden Schwierigkeiten, eine Familie zu ernähren, und die gesteigerten gesellschanltchen An or- Deruiigen. Ein wichtiger Punkt ist das veränderte Verhältnis der Geschlechter zueinander. Tie Stellnng der Frau hat sich uu Ver­lause der letzten Generationen vöuig verschoben. Aus einer Sklavin des Mannes ist fte zu einer Kameradin und zugleich einer ge'äyr- lichen Konkurrentin geworben. Damit ist eines der wichtigsten Motive, die die Frau zur Ehe treiben, die wirtschaitliche Unselb­ständigkeit, in Dielen Fällen bedeutungslos geworden. 'Mit der tvirtschaflttchsn Emanzipatton aber hat sich auch die moralische Stellung der Frau ber Ehe gegenüber oeränbert. Nicht bloß schrecken Diele Frauen mehr und mehr Don bem Eintritt m ben Mabchenkerler utib bas Frauenarbeushaus", tute Vernarb Shaw die Ehe genannt hat, zuruck, joubein fte sinb auch ben 'Männern gegenüber krttlscher geworben, sie lassen sich nicht me.jr so leicht an einen Mann ketten wie früher. Auch bte früher so gern in poetischen Farben ausgemaüen Reize bes eigenen ehelichen Heims haben wie für Diele Männer, so auch für manche Frauen Diel oon ihrer Anziehungskraft oerloreiu Im ganzen freilich hegt auch bte heutige Frau doch uoch mehr Jllustoneu oon der Ehe wie ber Alami. Dieser hat, je weiter er gezwungeu ist, etwaige Heiralspläne hinaus- zuschteben, umsotneyr von seinen Jlliisionen emgedüßi und nur allzu ketchl gelernt, sich mit den Vergnugungei,, bte heute ben Annehm­lichkeiten bes Eyelebens so ftarie Konkurrenz ttiachen, zufrteben zu geben. Für beide Teile aber gilt gleichermaßen, daß ain einem höheren geistigen Niveau bie ehelichen Jdeaie lirenger und anspruchs­voller werden. So muß Die ^aljl der Ehen eines Bockes in bem* leiben 'Mage abneijineu, wie bie 'Jlation selbst auf ber Leiter der Zivittsatton emporsleigt. Uebrigend bemerkt Brentano für bas Leutfche Retch, wo m den Jahren 1881 bis 19u0 im Widerspruch mit jenem allgemeinen Gesetz die Zahl der Ehen gestiegen ist, daß diese '«uusnatjme mit der neuen industriellen üage zusammenhange, die die Bauern in den Ltand fegt, in Die Industriezentren em- zuwandern, um dort weit früher zu heiraten, als sie es auf dem Vanöe getan haben würden. In dem bereits so lange induslnall- Herten Großbritannien wirkt die Vervefferung der petuniaren Lage unter den arbeitenden Klanen gerade so, wie unter den Angehörigen der höheren Berufszweige.

* Die sprechende Uhr. In Bern, der altberühmten Stätte der Uhrmacherkunst, hat man jetzt eine neue Uhr ersonnen, die die Stunden nicht mehr schlägt, lonoern regelrecht anjagt, eine volltommene sprechende Uhr. Es handelt sich dabei um eine einfache Kombination von Uhr und Phonograph. Alle Viertel­frunde wird der tm Uhrgeyäufe verborgene kleine Phonograph in Tätigkeiit gesetzt und tiiiOet mit lautet menschlicher Stimme die Zeit. Eine einfache Vorrichmng ermöglicht es, während der Nachtflunden den Pyotwgraphen auszuschalten. Die Phonographen sind so vorzüglich gearbeitet, man fvirklich eine Menfcheu- lumme zu Horen glaubt.

Verschnappt. Frau (zur Köchin):Wie können Sie sich von meinem Manne tunen lassen?!" Köchin:Ich hab halt gedaa-t, es gehörte da^u, weck ich jetzt ia das beuciauoLe Stubenmädchen vertrete!"

* Unglückliche Liebe. Unteroffizier:Wie der Kerl abgemagert aussiehi! .... ^awmschke. Sie lieben wohl un­glücklich?" Krawutschke:Jawohl, Herr Unteroffizier! .Tie Madam von Köchin meinige^ schließt alles ab!"

* Küchendragoner. Haus stau:Mit unserem neuen Mädchen scheine ich wieder eine richtige Soldatensee erwischt zu haben, die fchlägt ja jedesmal die Hauen zusammen, wenn man sie anspricht."

Tie L.artlpreije für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brorpreise

am 14. November 1910.

Kälber Schweine

Höchste Schlachlviehpreije m F r a n t \ u r 1 a. 'M.

50 Kg. Schiachtgewicht Sl97 nck.

Kg. Schlachtgew. 90-96 Pf. r 7o/;72

Fleischpreise in Gießen

>/, Kg. 84-92 Pfg.

'/, , 8890 e

Ä^b0-96 ,

Getretdepreise m Akannheim

Brotpreise m Gießen

Weizen luo Kg. kO.ou- 21.tu Ack. Roggen 100 Kg. 15.&Q15.75 Ack.

Weißbrot 2 Kg. 52 P,g. cclnuatAbrot 2 üg. 54 l^g.

folgt:

Wetzen

(-

(-

(-

1)

(-

(+ 2)

(+

(

(4-2'/,)

(-

2)

166

)

von-btsoou-biz

50

89

allere ausgentdiieie

. 4548 86-87

46

86

42

82

47

84

41

76

2834 62-68

57-62 95-103

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 5256 8794

Germgere «Saugkälber

4651 78-86

Mastlammer u. jüngere Mafthammel 3900 7800

39

78

7874

57

73

auSverkauft, Schaf«

(- (-

57

55

(- (- (- (-

36

31

78

71

59

54

48

99

90

82

7374

7072

155

155

150

150

150

173

195 195 189 189 195 193

194 194

1 5 104 18J 193 200 200

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71

65

) 3)

1)

Schlachtwenes, höchstens 6 Jahre alt 4952 8990 Junge, fleischige, nicht ausgeinageu und

149

165

150 1571/, 162'/,

140«/, 143 144 138

146 148'/,

149 153

154 150

139 150

150 1521/, 157*/, 107-/,

166

Mais behielt trotz hoher amerikanischer Ernteschätzung ungefähr unveränderte Preise.

Ochs en.

Vollfleifchige, auSgemäfiete, höchsten

der Vorwoche in Hafer

Mäßig genährte Kuye nnd Färsen . . K ä l v e r.

peinste Mast* (Vollmilcymast) und beste «Laugtäloer

210 (- )

205 (H-21/,) 222 ( 2)

Schweine.

Vollfteischlge Schweine bis zu 2 ZenMer

Leveiidgewlcht 5758

Vollsteifinige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 5758

Fleischige Schweine 5456

Ueberstaiid: Rinder Ueberstand, Kälber ausverkaujt, Schweme kleiner Ueberstand.

Roggen , (+ 1

Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Akagdeburg Halte Leipzig Dresden Rostock Hambiirg Tüsjelborf Frankfurt a.M. Akannheun Straßburg Atünchen

F.O. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 14. Nov Auftrieb: Rinoer <6, Kalber 6 >, Schafe 29, Schwelue 354.

Tendenz: Rmder gedrückt, Kalber gedrückt, Schate mitteb mäßig, Schtveme ruhig. Preis Durch-

1+ (+ ( (-

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte allere 4044 8085

Färsen, Kühe.

Vollstelschige auLgeuiasteke Färsen höchst.

Schlachtwertes 4550 8287

Vollfieifchlge ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes vis zu l Jahren. . 3943 7578

Aettere ausgeinafkeke Kühe und wenig gut entiviaelie juugereKüye u. Färsen 3538 7073

163 (+ 3)

162 (4- 2)

167 (- 1)

165 ( )

(- (-

Cs stellten sich die Preise «ür inlandifches Getreide am leisten Markttage in Mark vro 1000 kg je nach Onaluat, wobei das Mehr ( + ) bezm. Weniger () gegenüber Klammern () beigefügt ist, wie '

Preis Durch- pro luu Pfü. schutttspreis Lucnö. pro 100 Pfund

gewichl wueno»

UClUliÖC

Mattle.

Gießen, 11. Nov. Marttvencht. Auf heutigem Wocden- markte kostete: Butler pr. Pfd. ILO1.25 Atk^ yuijuereter 1 St. 1011 Vfg., Euteueier 1 Stuck 0 Psg., Käse pr. et 68 Ptt Kasematte pr. St. 56 Psg., Lattben pr. Pr. 0,80-1,00 Akk., Hühner pr. St. l,uo1,60 WiU Hahnen pr. Stück 0,801,80 Akt., Enten pr. Sl. 1,802,20 Mk^ Gänse das Psd. 65-75 Pfg^ Ochsen- fletsch pr. Pfd. 8492 Pfg., Rtudsieijch pr. Piund bu04 Pfg^ Kuyfkeifch 70 Pfg., -Lchweinesketsch pr. Pfund 8096 Pfg., Kalb­fleisch pr. Pfd. 8890 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6084 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 7.50 Mk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwieveln per Ztr. 5,006,00 Aik., 'JJdlci) das ittler 20 Pjg., Birnen per Ztr. 10-20 'Mk., Aepfel per Ztr. 0 bis 10 Akk., Zwelfchen per Pfd. 0000 P,g^ pcufse loo Llnck 4050 Pfg., per Jtr. 000 Att^ Bohnen per Pfd. 0000 Pfg. Marktzell von 82 Uhr.

W e k l m a r f t p r e 1 \ e: Wetzen : Berlin Dez. 200.50 ( LOO); Mai 201.25 (0.25); Budapeil April 186.30 (-t-3.45); Paris Nov. 224. 0 (.+ 2.8-'); Liverpool Tez. 155.05 t 0.65); Chicago Tez. 139.^0 (+ 105). Roggen: Beilm Tez. 149.25 ( l.ou), Akai IÖ6.20 ( 0.75). Haier: Berlin Tez. 148.50 ( 0.00), Alai 156.50 (H- 0.25) Mk.

Meteorologische veobachtungen der Station Sieben-

Nov.

Wetter

1910

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79

SB

15. t*

731,5

6,4

6,1

86

SSE

Höchste Temperatur am 13. bis 14.

Niedrigne , , 13, , 14.

Niederschlag. 0,0 mm.

4

2

2

9

9

9

Sero. Himmel

November 11,1 e = 3,2 "0«

Getreide-Wochenbericht

der Preisberu . wirtschaftsrats

vom 7. bis 14. November 1910.

In der Berichtswoche machte sich nach längerer Pausst wieder etwas mehr Kauflust aus dem Weltmartte bcuierlbar, uiu> zivar traten neben, den Mittelmeerlätivern vor allem rheinische und Antwerpener Fttmeu mit neuen Ansprüchen hervor. Mit ben gebesserten Abfatzverhälttiiiseu sieigerttn bie Exportländer natürlich ihre Forderungen. Die Belebung der ltttternehmuiigsluft und die damit vervutidene Befefttgung der Tendenz war umso be­merkenswerter als irgendwelche Aenderungen, die eine Anregung hätten bieten können, weder in der stattflischen Situation, twch in den argeittiniscyen und australischen Ernteaussichten zu ver­zeichnen waren. Bis zu einem gewissen Grade mag wohl das die Herbstaussaat beeimrächttgende Wetter in Francreich und die Befürchtung eurer Verminderung der Atibaufläche zu der regeren Betätigung der französischen Staufer mit beigetragen haben. Im Gegensatz hierzu waren die in allen Letten Deutschlands vor- gewmmenen Niederschläge für die Entwickelung und den Ausgang ber spat bestellten Saaten sehr willkommen. Die nach Beendigung der Feldarbeiten erwarteten stärkeren Zufuhren haben sich indes bisher Nicht eingestellt. Wenn angcfichis der verhälttusmäßig geringen Nachfrage für Weizen im Jnlande der bestehende Waren­mangel nicht foiiderlich fühlbar wird, so liegt dacm immerhin eine gewisse Stütze für die Preise. Gebote für deutschen Weizen feilens des Auslandes lagen wieder mehrfach vor, führten alnr nur vereinzelt und namenllich nur für fpatcre Lieferung zum Gefchaft. Immerhin zeigte sich im Zusammenhang mit Derartigen Abschlüssen und der feileren Haltung des Welttnarttes tm Liefe- rungsgeschäsi vermehrtes Stau^ und DeckungSbedüriniS, ohne daß sich der daraus resultierende Preisfortschritt wohl zu behaupten vermochte. Bemerkenswert ist der ttnisland, daß bie Zurückhaltang des Angebots bei Roggen mehr alS bei Weizen fuhloar wurde und Hie und da die Staufer zur Bewilligung höherer Preise ver- cmlaßte. Die Lieferungspreise säpoantten bei stcklem Verkehr nur wenig. Für Hafer hielt die Nachfrage für feine Ware allgemein an, touljrenb der Absatz von geringeren Qualitäten zu den von der Provinz geforderten Preisen zu wünschen ubcig ließ. Die in der letzten Zeit merttich zurückhaltenderen rusfifchen Haferofferten zeigten heute wieder mehr '^tachg lebig kett. Futter- gerft^ war in naher Ware befestigt, sonst wenig verändert. Auch

Schwachen Magen gekräftigtI Ober-Sorg, 15. April 1910. Ich fühle mich verpflichtet. Ihnen über den guten Erwlg, wetchen ich mit Blofon haue, wenigstens eine kurze Mitteilung zu machen. Ich have 2 Paiete im Monat Januar und Februar verbraucht zur aUgeinemen Kräftigung, aber besonders, weil ich tmolge schwachen Akagens öfters Erbrechen und Kopfweh baue. Ich kann Ihnen nun mit Freude berichten, daß geradezu ein Wunder an mir vorgegangen ist, denn ich habe seit dem Gebrauch Ivies Präparates abiviut nichts mehr zu klagen. Bin wieder der frische uno sröyttche Mensch wie ehedeui. Kraft und Energie haben sich gehoben und ich sehe viel besser aus. Mit Geschmack und Beköuiuitichkeil bin ich sehr zitti'ieden. Ich sage Ihnen herzlichen Danr. Hvcpachleuü! Fräuleiv Emilie Weber, Ober-Sorg, Post Renzendorf tObeihessenl Umerichrifl beglaubigt: Lutz, Gerlchtsafseyor ats Vertreter des ^ioiars Jumzrat Heinrich Reh. ibiofon 111 das beste und billigste Slrustigungsullttel. Paket 3 Mt. in Apolyeren, Drogerien. (b24/Ä

Ich war am ganzen Leibe mit

LZW gz o a behaftet, welche mich durch das

ewige Jucken Tag mck» dtacht

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Flecyieii vouh. vericvwund. Ihre Seife ist nicht 1.60 Mk., foni). 100 Act. wert. Sergeam 'M. ui G " ä Srck. 50 Psg. il57°ig) u. 1.50 Utf. (35°,oiß, stark,tc Soem). Dazugeh. Zuck°L--Creme 75 Pfg. u. 2 1ÜL in tamtL uu>otb., Drog. u. 4,arf.

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Erkältung cia und die dumme ist öfter belegt und heiser als frei. Das lästige Gefühl der belegLenbtiuuue vergeht, sobald mau ein paar \\ y bert - Tabletten zu sich nimmt, die immer zur Hand sein müssen und iu allen Apotheken

1 Mark pro Schachtel koaten. Bei Erkältung Underu sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zmn Schwinden.

Depot in Giessen; Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. [ss%