Ausgabe 
14.3.1910 Erstes Blatt
 
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Orrgincrl-DrabtmeL-uttgen.

Hamburg,

Die Morgcnplst. r bcröffentli

der

LDtt Geheimrat Zuntz auf dem Monte Rosa auSgefühLten Ar-

beiten und Untersuchungen über die Sv n n e u he il I u ra de.

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Arbeiten sind durch Geheimrat Her gesc ll und feinen 2

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auszubilden.

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namens Savarkar, der gestern aus Paris hierher kauj, wurde

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dort vorbereitet worden. Mascart, ein Mitarbeiter Flau mmrions, begleitet die Expod itivn, um den Halleyschen Kometen'

bei seiner Ankunft wegen des Verdachts aufrühreris triebe verhaftet.

Chicago, 14. März. Die Forderungen der tivführer und der Heizer wurden abgelehnt. D teilte der Vorsitzende mit, daß der AuSstand unve lich sei. Die Angelegenheit soll einem Schiedsgeri breitet werden.

Handlung, wobei eine Anzahl Kunstgegenstände teils vernichtet, teils schwer beschädigt wurde. Ein Herr und eine Dame, die vor dem Schaufenster standen, wurden in das Schau- fenster hineingedräugt und erlitten schwere Verletzungen.

* V i e r u n te r n e h m u n g s l u ft i g e K n a b c n aus Lirer- Pool trafen am Samstag mit dem Dampfer Nigeria in Plymouth ein. Sie hatten auf dem Dampfer Karma eine Reise nodr den kanadisck)en Inseln gemacht, ohne allerdings Fahrkarten zu lösen. Auf die Frage, warum sie sich auf der Karina versteckt chatten.

am 23. März 19u9 gestorbenen Johannes Wilhelm von Als­feld wurde am 5. Alärz das Konkursverfahren eröffnet. Rechts­anwalt S ch u ch a rd in Alsfeld wurde zum Konkursverwalter er­nannt. Konknrsforderungen sind bis zum 26. Mürz bei dem Amts­gericht Alsfeld anznmelüen. lieber das Vermögen des ver­storbenen Johannes Ger fi e r von F r i e d b e r g und feiner ver­storbenen Ehefrau, Philippine geb. Dieterich, ist am 8. März das Konkursverfahren eröffnet worden. Rechtsanwalt Keller ui Friedberg ist zum Konkursverwalter ernannt worden. Konkurs­forderungen sind biä zum 30. Mürz bei dem Amtsgericht Friedberg anzumelden.

Bremen, 12. März. In der Sitzung des 2l n f s i ch t s r a t c s und des Vorstandes des 91 o r d d e n r s ch c n Lloyds erfolgte die Feststellung des Berichts der Bilanz, foivic der Gewinn- und Verlust rechnung für 1909. Der Bericht stellt fest, daß die Besserung in der allgemeinen Lage des Weltmarltcs weitere, wenn auch nur langsame Fortschritte gemacht habe. Der AuSwaudcrervkrlchr nach Nord-Amerila habe im letzten Jahre den des Vorjahres nm mehr als das Doppelte übertroffen, während die ungewöhnlich hohe RüüwandcrungSziffcr un Jahre 1908 wesentlich zurüclgcgangcn sei. Im Kajntcnverkchr habe sich ein erfreulicher Aufschwung gellend gemacht. Das Frachtgeschäft habe im allgemeinen zugcnommcn, obgleich auf einigen Linien teils durch Koulurrcnzkämpsc, teils durch Landungsmangel eine entschiedene Erholung zurückgchaitcn wurde. Das jetzt znrüükchrendc Vertrauen auf eine durch- grcifeude Besserung für das Iahr ttttO sii:cint ycrcwkfrrligt.

Darunter 2103,50 Mark Beittäge) und eine Ausgabe von 2315,85 ;vinr£ nach, das Vermögen des Gaues betrug 837,37 Mark. Die Gausteuer wurde für das laufende Jahr auf 27 Pfg. festgesetzt. Tie geringe Erhöhung ist durch die Erhöhung der Kreissteuer im vorigen Jahr bedingt und erfolgte hauptsächlich im Interesse der kleineren Vereine, um die Reisekostenentschädigung an die Turnwarte bei der Gauvorturnerstunde beibehalten zu können. Ein Antrag des Tv. Gießen, beim Wett-Turnen nicht mehr für die zu turnende Freiübung eine Geräteübung ausfallen zu lassen, sand cinftimniig Annahme, ebenso ein Antrag des Tv. Wetzlar, bei dem Gauwetturnen das Turnen in Kniehosen zu gestatten. Ein Antrag des Tv. Schotten wegen 2lbhaltung eines Bergfestes wurde für dieses Fahr in Anbetracht der sonstigen zahlreichen Feste zurückgezogen, soll aber in der Form vom nächsten Jahre ab ourchgesührt werden, daß in den Jahren, in denen kein Kreis­lest stattfindet, ein Bergfest gehalten werden soll. Es soll ohne jedes festliche Gepränge abwechselnd an verschiedenen Plätzen ge­halten werden. Tie diesjährige Gauturnfahrt wurde dem Turn­verein M ün 5 ejr b er g , der damit seine Fahnenweihe verbinden will, mit 71 Stimmen übertragen. Auf Wetzlar-Niedergirmes sielen 48 Stimmen, mährend Wetter und Laubach ihre Anmeldmr­gen zurückgezogen hatten. Als Festort für das nächstjährige Gau­turnfest wurde Schlitz mit 59 Stimmen gewählt. Außerdem er­hielten Frankenberg 36 und Kirchhain 32 Stimmen, während Lauterbach seine Bewerbung zurückgezogen hatte. Tas Gauturnfest in Grünberg wurde auf den 2. bis 4. Juli festgesetzt und auf Antrag der Fechtriegen wurde beschlossen, dabei probeweise ein Wettfechten abzuhalten. Mit der Wahl der Kampfrichter für das Kreisturnfest in Kreuznach erreichte der Turntag fein Ende. Es werden dort vom Gau außer dem Gauturnmart tätig sein der Gauschriftführer > Wenzel-Gießen), die Bezirksturnwarte des 3. unb_ 4. Bezirks, je 2 Turner des Turnvereins und des Mtv. Gießen (Heuser, A. Noll, Kaufmann und Weiß), sowie je ein Turner der Tv. Marburg Tv. u. Tgm., Bad Nauheim, Wetzlar und Butzbach.

Ans Stadt nns Land.

Gießen, 14. März 1910.

** Tage Skalen der für Montag, 14. März. Stadt- t hie ater:Preziosa". Anfang 8 Uhr.

Bund hessischer S ch u l r e s o r m e r: Vortrag von Dr. S t r e ck e r° Bad-Nauheim: Zweck und Ziel des Bundes. Abends 8*4 Uhr im Hotel Einhorn.

M o n a t s v e rs a in in l u n g des f r e i s i n nig en Vereins. Pfarrer Vogt- Ober-Breidenbach: Tas Progrannn der forlfchr. Volkspartei; Justizrat Metz: Bericht über den Parteitag in Berlin. Abends 8Uhr im Ea's Ebel.

0 e f f. Vortrag von 'Major a. D. Wag en er in Berlin: Ter jetzige Stand der Bekämpfung des Mädchenhandels. Abends 87* Uhr un Hotel Schutz.

zutteten. Es handelt sich hauptsächlich um die FortseHung

vermischtes.

* Kraftwagenunfälle. Am Samstag nachmittag fuhr bei Hollriegelskreut in der Nähe von München ein Kraft­wagen gegen einen im Wege liegenden Baumstamm, wo er sich überschlug. Ter argentinische Gesandte Geiger war sofort tot; seine Frau, der paragueyiche Konsul Korte, sowie der Lenker wurden schwer verletzt. In Dresden fuhr ebenfalls am Samstag ein Kraftwagen in das Schaufenster einer Kunstz-

AmLlicher Wetterbericht.

O e f f e n t l i ch e W e 11 e r b i c ii ft ft c 11 e Gießen.

Allgemeine Wetterlage seit Sonntag früh: Tas nördliche Tiefdruckgebiet ist abgezogen und von Westen her hoher Druck vorgerückt. Nennenswerte Regen gingen daher in der stacht nicht mehr nieder; es trat völlige. Aufheiterung und Strahlungsirost ein, zumal kühle Nordweftwinde wehten. In West- und Nord- deutscyland hat es dagegen stark geregnet, in Breslau schneite es heute früh. Ein krätttges Hochdruckgebiet bedeckt jetzt Süd­deutschland und wird auch morgen heiteres Weller bringen, da die über dem Weltmeere anitretenden Zyklonen unser Wetter vorder­hand noch nicht beeuiflussen.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 15. März 1910: Meist heiter und trocken, zunehmende Erivärmung, Wind dreht nach Süden zurück.

antworteten die erhalten." Und Arbeit gefunden ,^Ia, war haben getan, als Tecks

Teneriffa begeben.

London, 14. März. Ein indischer

überO b e r h e s s i s ch e V o l k s s a g e n".

L. Bad - Nauheim, 13. März. Im vorigen Jahre wurde hier ein Schützeuverem gegründet unter dem NamenBad-Nau- Heimer S ch u tz e n g i l d e". Ter Verein hat musterhafte Schieß­stände und eigene Restauration. Tie Schießstände sollen auch den Kürfremden zur Verfügung stehen. Die Schießhalle liegt neben dein Ernst-Ludwigs-Garten, wenige Schritte vom Hochwald ent- iernt Ter Mitteldeutsche Schützenverband, dem die Schützengilde beigetreten ist, ivirb nun sein Abschießen für 1910 hier abhalten, wozu 2g0 fremde Schützen eintreffen werden. Bereits sind für die Veranstaltung namhafte Ehrenpreise gestiftet ivorden.

1 Friedberg, 13. März. In vielen Bürgerkreisen unserer Stadt herrscht Aufregung darüber, daß unsere Stadtverordiieten- versammlung in geheimer Sitzung beschlossen habe, das alte A m ts - g e r i ch t s g e b ä u d e znm Preise von 85 00U Alk. zu erwerben, um das Rathaus hierhin zu verlegen, da das alte Rathaus erst vor wenigen Jahren mit beträchtlichen Kosten erweitert wurde. Es verlautet nunmehr, daß an der ganzen Sache kein wahres Wort ist. Einer Einladung des Zweigvereins Friedberg, des allgemeinen deutschen Sprachvereins folgend, ivird Ali ttwoch, 19. Mürz, Geh. Hoirat Professor Behaghel aus Gießen im Festsaale der Augustinerschule hier einen Vortrag halten über die Sprache der Tichtung, wozu jedermann freien Zutritt hat.

RB. Darmstadt, 13. März. Das Leibgarde-In­fante r i e - R e gi m e n t, das 1621 errichtet wurde, konnte am 11. d. Mts. auf sein 289jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß hatten die Kasernen geflaggt, den Mannschaften wurde nachmittags dienstfrei gegeben und die Offiziere sowie viele der alten Herren bereinigten sich abends zu einem Festmahl im Kasino, an welchem auch der Großherzog teilnahm. Der Odenwald-Klub feierte gestern abend unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung sein De ko r i e r u n g s f e st; unter den Ehrengästen bemerkte man Finanzminister Dr, Braun, General­major und Stadtkommandant v. Cckenbrecher, General v. Lynker, Bürgermeister Dr. Glas sing u. a. Aus dem Pro­gramm des Abends ist besonders hervorzuheben eine neue Kompo­sitionTer Odenwald in Tanz und Lied" von Lehrer A. Neff und ein hessisches LustspielDas Mäuschen", vom Chefredakteur E. B e u t b n e r, das die Sage von der Kunst desFestmachens der Knodener" behandelte und stürmischen Beifall entfesselte. Es wurden diesmal 14 Wanderer ausgezeichnet, darunter mehrere zum 12. und 13. Mal.

+ Rodhei in a. d. Bieber, 13. März. Heule wurden hierseldst zwei gilt besuchte Versammlungen abgehalten. In der Mittagsstunde sprach im F r a u e n v e r e i n Tr. K l i n g e l h o f e r überTuberkulös e". Der Saal der Kleinkinderschule, sowie dessen Nebenraum waren überfüllt und mit regem Interesse folgten alle Zuhörer dem Vortrag. Aui Anregung unseres (tz eiuerbe- Vereins folgte nachmittags bei Gastwirt K. Schlierbach ein zweiter Vortrag überElektrisches Licht und elek­trische K r a f t", gehalten von Ingenieur Ritsert aus Darm­stadt. 2(ii der Hand von Zeichnungen erläuterte der Vortragende die Vorteile der Elektrizität bei der Beleuchtung als bei dem Betriebe von Motoren. Es waren dabei auch Zuhörer aus Gießen, Krof­dorf und besonders von Bieber erschienen.

w Frankfurt a. SJ)L, 13. März. Die sozialdemo­kratische Partei hatte für heute nachmittag 23 Ver­sammlungen einberufen, in denen gegen das preußische Wahlrecht protestiert wurde. Nach den Versammlungen trafen sich die einzelnen Gruppen im Innern der Stadt und zogen dann, etwa 15 000 Personen stark, nach dem Stadt- lualbc, wo der Stadtverordnete Dr. Quarck auf dem Aepfel- weinhügel eine kurze Ansprache hielt. Dann zerstreuten sich die Teilnehmer ohne jeden Zwischenfall.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen, und den Nachbarstaaten. Em 56 Jahre alter Mann ertränkte sich bei L i ch in der Wetter. - In '17 a n r brannten die Hof- raiten der Landwirte Bing und Eidmaim nieder. 2lus dem Untersuchungsgefängnis in Biedenkopf ist ein gefährlicher Ein­brecher namens Aßmus entwichen.

*

** Der Evangelische Pfarrverein für Hessen wird seine Hauptversammlung am 20. April in Dar m st a dt abhalten. Für die Sitzungen sind dem Verein die Räume des Landessynodalgebäubes überlassen worden. Außer den alljährlich wiedertehrenden Verhandlungsgegen- sländen sind vorgesehen Vorträge überWohlfahrtspflege auf dem Lande m ihrem Verhältnis zur Inneren Mission", Pfarrregistratur und Amtstagebuch",Unsere Beteiligung am Kampf gegen den Alkohol". Vielleicht wird auch noch über Stellenbesetzung und Vereinbarung des Pfarrvereins mit dem 2llumnat zu Laubach verhandelt werden.

** Johanniter-Orden. Der König von Preußen .hat auf den nach Prüfung durch das Ordenskapitel erfolgten Vorschlag des Herrenmeisters, Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, 120 neue Ehrenritter des Johanniter-Ordens er- nannt. Unter den 96 deutschen Rittern beflnden sich der Hauptmann und Batteriechef un Lehr-Regiment der Feld­artillerie - Schießschule, Christian v. Herff, ein geborener . Hesse, und der bisherige äJiajor und Stabsoffizier beim Be- .ckleidungsamte des VI. Armeekorps, jetzt Major z. D. und Bezirksoffizier des Landwehrbezirks Erbach, Meldeamt Hep­penheim, Max v. Grundherr -Altenthann, früher Kompagniechef im Leibgarde - Infanterie - Regiment Nr. 115. Von Ausländern sind als Ehrenritter in den Orden auf» genommen worden ein österreichischer Rittmeister im Husaren- Wcgiment König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, drei schwedische und erstmalig 20 niederländische Edelleute. In den Niederlanden ist neuerdliigs eine Balley des Johanniter- Ordens errichtet, an deren Spitze als Kommendator der Prinz-Gemahl Herzog Heinrich zu Mecklenburg steht.

* * Das Liebig-Muse um. Die alte Stätte der chemischen Wissenschaft, das Llebig-Laboratorium, ist kürzlich wieder als Chemisches Laboratorimn nutzbar gemacht worden. Privatdozent Dr. Thomae hat von der Stadt einen Teil des Gebäudes gemietet und für seine Zwecke einrichten lassen. In den nächsten Tagen erscheint em Aufruf, um Mittel auf­zubringen zur Erhaltung der ehemaligen Wirkungsstätte des "Altmeisters dec chemischen Wissenschaft, der von namhaften Gelehrten und Industriellen unterzeichnet ist und in ganz Deutschland verbreitet werden soll.

* * Stadttheater. Nochmals sei auf das morgige Benefiz des verdienten Regisseurs und Charakterdarstellers unserer Bühne, des Herrn Curt Gühne hingewiesen, das Narziß* als Abonnements-Vorstellung bringt. Die heutig? Vorstellung vonPreziosa" ist die letzte Volksvorstellung der Saison.

* * Vorn Kolosseum wird uns geschrieben: Die zurzeit beste,und erstklassigste Ringkampskonkurreuz wird vom 16. März ob ein kurzes Gastspiel veranstalten. Vor allen andern ist es der Weltmeister H. Weber, der erst vor wenigen Wochen aus Nord­amerika zurückgelehrt ist. Außer Weber sind noch verschiedene gute Ringer verpflichtet worden. Gegeilwärtig gastiert Heinr. Weber in Koblenz vor ausverkauften Häusern.

* * Erhöhung der S ch n e i d e rl ö h ne. 40 Orts­gruppen des Allgemeinen deutschen Arbeitgeber-Verbandes für das Schneidergeweibe, darunter auch die Gießener, haben in einer Lohnbewegung gestanden, die nach mehrfachen Ver- "^d)anblnr3^- mit' dem 'Arbeitnehmer-Verband nunmehr durch k* ' ^>cs Tarifs beendet ist. Bei den verschiedenen

/'wurde festgestellt, daß es überall an dem n Nachwuchs im Schneidergewerbe mangelt, ob- W5 tüchtige Schneidergesellen sehr gut ihr Fort- jen. Der Arbeitgeber-Verband hat in Aussicht Fachschulen zu gründen, um auch auf diesem Wege

in der bevorstehenden Saison tüchtige Schneider ,e Arbeit erhalten.

' Der Ziveigverein Gießen des Vogelsberger I tnflubS hielt am Samstag abend bei sehr guter Be- ing sein 2. StiftuNgs - und DekorierungSfesl U aal der Liebigshöhe ab. Em sehr reichhaltiges Unter» ungS-Programm, das durchweg von Niitgliedern aiis- U ährt wurde und lebhafte Slnerfennung fand, brachte in Ämter. Reihe Milsikvorträge, Gesangsdarbietungen, Dialekt- ,unö humoristische Vortrüge, sowie den gemeinsamen Ge-

vier zwölfjährigen Knirpse:Um Arbeit zu auf die weitere Frage, ob sie die gewünschte hätten, erwiderten sie strahlend vor Vergnügen: seit unserer Abreise von Liverpool nichts weiter gescheuert und Messingbeschläge geputzt." Einer

sang von Wanderliedern. Den Höhepunkt des Abends bildete die Dekorierung der fleißigsten Wanderer. Es erhielten das goldene Ehrenzeichen für 12 Wanderungen: Carl Andreas, Carl Gaul, Chr. Georg, Arthur Schütze; für 11 Wanderungen: Theodor Baumann, Carl Faber, Ludw. Jäger, Gg. Kreuder, G. Matthaei, Ang. Noll, Ferd. Noll, Ferd. Schütz, Carl Währum, Carl Zimmermann; sowie 2 Damen: Frl. Anm Mühlenbein, Emma Wagner; für 10. Wanderungen: Ludw. Bernhardt, Carl Bühner, Wilh. Erle, Neinh. Hainbach, Aug. Köhn, Louis Kahl und Ernst Rumpf. Unter den 23 Ausgezeichneten befanden sich sechs, die das Wanderzeichen zum zweitenmal erhielten. Den Schluß der Veranstaltung bildete ein flotter Tanz.

= Steinb ach, 13. März. Arn Samstag abend ver­anstalteten die hiesigen Schulkinder unter Leitung der Lehren Nanz, Meistinger und Eberle ihren d^sjährigen Eltern­abend. Liedervorträge, Terlamationen, Reigen, Aufführungen usw. wechselten in bunter Reihe, so daß sich die trotz der vielen! Veranstaltimgen der letzten Zeit äußerst zahlreich erschienenen Zuschauer aufs beste unterhielten.

4- Lich, 13. März. Die erste Darstellung des vaterlän­dischen Fest,PielsBarbarossas Erwachen" war gestern abend außevordenlli'ch gut besucht und sand ungeteilten Beifall.

^ Herbstein, 13. Aiärz. Seme 100jährige Zu­gehörigkeit zum Großherzogtum Hessen begeht in diesen Tagen unser Städtchen. Herbstein hatte vorher zu Fulda gehört, als das Großherzogtum Frankfurt ernchtei wurde, kam Herbstein zu Hessen. Zlus der früheren Zu­gehörigkeit zu Fulda erklärt es sich, daß Herbstem fast ganz katholisch ist, obwohl es inmitten rein evangelischem Ge­biet« liegt.

^Butzbach, 14. März. Infolge des Beschlusses der hie­sigen Stadtverwaltung wird unsere höhere Mädchenschule demnächst aufgehoben, da viele Eltern hier und in der Umgegend ihre Kinder infolge der eintretenben Schulgelderhöhung nicht mehr genannter Anstalt zuführen wollen. Auch die Anmeldung der Schüler für die Realschule läßt, soweit schon jetzt festgestellt werden kann, infolge des höheren Schulgeldes vom 1. April d. I. ab nach. Tie jetzige teuere Lebenshaltung, die vorgesehene Steuer­erhöhung und vor allem die Erhöhung des Schulgeldes werden überhaupt tünflighin auf den Besuch der höheren Lehranstalten unseres Landes sehr lähmend wirken.

x Bad-Nauheim, 14. März. Als letzte Veranstaltung bot der Bi 1 dungsverein einen Dichter-Abend im Sprudel-Hotel. Zunächst hielt Redakteur Karl Neurath-Gießen einen Vortrag über Wilhelm Holzamer mit Rezitationen aus seinen Werken. Tann sprach Oberlehrer Dr. Strecker iwch über Wildenbruch. Anschließend daran rezitierte Zahnarzt N. Winkeler-Friedberg eine von dessen eindrucksvollsten Dichtungen, das Hexenlied, begleitet wurde er von Musiklehrer L. Mor- guth. Im hiesigen Jünglings- und Männer vereint hiett gestern abend Pfarrer Ritter- Friedberg einen Vortrag

eine Aufforderung zur Zeichnung für bat Dau einer drehbaren Doppel- oder Rund Halle für mindes/tens zwei Zeppelinluftschiffe, sowie für eine Anlage zur Erzeugung von Was f e r stoss g as. Tie Kosten btt/ragen ettva eine Million, wovon reichlich 400 000 Mk. bereits gezeichnet sind. Tie Aufforderung ist von den Spitzen der hiesigen? Kauf­mannschaft unterzeichnet.

London, 14. März. Gestern traf in Southannptoif die internationale wissenschaftliche Expedition für Höhsrn- und Svnnenfiorschung zusammen, um eine Reise nach Teneftiffa an-

zu beobachten. Zu dem gleichen Zwecke werden sich Cfccbeimrcb Müller und Tr. Kron vom Observatorium in Pols

wurde am 2. März das Konkursverfahren eröffnet. Gerichts­vollzieher i. P. Philipp Reib st c i n in Darmstadt wurde zum Konlursverwatter ernannt. Konkursfordermigen sind blS zum, 23. März bei dem Amtsgericht Tarmstadi II anzumelden. lieber das Vermögen des Kaufmanns Arthur Koch in Bad Nauheim^ Inhabers der Firma L. Koch in Gießen wurde am 3.

das Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann Louis A l l h o f f e Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderung'. A sind bis zum 20. Aiärz bei dem Amtsgericht Gießen anzunieldel^ lieber das Vermögen des Kaufmanns Theodor Boll j9Qt Gaulshei m wurde am 4. März das Konkursverfahren eröffn?^ Rechtsanwaltsgehilfe Niederauer in Bingen wurde zum Ko'^ kursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind dis zum30.Aiäcs bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. lieber den Nachlaß bc'

ff

dcr Knaben erzählte, daß sie sich in den Rettungsbooten verborgen hätten und vierundzwanzig Stunden in ihrem Versteck ausgeharrt hätten, bis sie der Hunger hinausg.'trieben habe. Als sie zum Vorschein Inmen, war der erste Offizier des Schiffes sehr er­staunt und der Kapitän sagte ihnen, daß sie für ihren Unterhalt arbeiten müssten. Die Karina hatte eine außergewöhnlich schlechte Reise, und bei den kanarischen Inseln wurden die vier Knaben auf den auf der Heimreise begriffenen Dampfer Nigeria gebracht. Obgleich die unternehmungslustigen jungen Herrn sehr stolz auf ihre^ bestandenen Abeitteuer sind, scheint ihnen doch die Lust am Seesahren vergangen zu sein, denn sie waren froh, wieder nach ihrem heimatlichen Liverpool zurückbefördert zu werden, obgleich sie dort wahrscheinlich mit dem Stöckchen in recht intime Be­rührung kommen werden.

T ie Wasserkräfte der Abruzzen. Die noch un» genüfeten^ Wasserkräfte in Kalabrien und den Abruzzen werden in den Kreisen Jtalie^is, die ihrem Land eine Entwickelung nach Art der nordischen Völk-er wünschen, als das Heil und die Ret­tung des Vaterlandes angesehen. Noch verrauschen zwar die mäch­tigen Bergwasser Kalabriens, vor allem die berühmte Sila, un­genützt, aber die der Abruzzen werben nicht mehr lange ein bloßes Naturschausp'.el. bleiben, sondern einem ebenfalls großen technischen Zweck dienstbar gemacht sein. Die römische Societa italiana elettvochimica Hal einen Plan zur Ausnützung des zweiten Falles des Flufses Pescara ausgearbeitet, mit dessen Verwirk­lichung Süditalien das größte Elektrizitätswerk der Welt be­sitzen und Neapel eilte moderne Stadt werden wird. Tie dis­ponible Energie beträgt 27 000 Pferdettüstc - ; ii werden 88 000 Volt erzielt, eine Spannung, die in gleit. . . bis jetzt in

Europa noch mchi erreicht worden ist.

** Konkurse in Hessen. Lieber das Vermögen des Pferdehändlers Woli W a r t e n s l e b e n in Ober - Ra m stadt