Ausgabe 
15.4.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

3. Klasse verliehen.

folgt:

gegen da? Vorjahr

Tic mit einem coang. Lehrer zu

Bassist der Darmstädter Hofoper, mit Frl. Wiest de Haan, der als Pianistin hochgeschätzten Tochter des Leiters der Hof­musik und Oper in Darmstadt, hier auf Veranlagung der seit zwei Jahren bestehenden Konzertoereinigung im großen Saale des Hotels zumSolmscr Hof" einen Liederabend, in dein Lieder und Balladen von Schumann', Schubert, Brahms, Loewc und anderen zum Vortrag koinmcn. Man darf hoffen, daß das seltene künstlerische Ereignis zahlreiche Kunstfreunde aus nah und fern hicrherführen wird. Das Konzert ist mit Rücksicht darauf auf abends 8 Uhr gelegt worden. Vielleicht nimmt auch dieser und jener Freund des Vogelsbergs, der sich den Frühlingssonntag zu einer Wan­derung durch den Vogelsberg vorgesehen hat, Veranlasiung, schon Samstag abend in unserem im ersten Frühlingsschmuck reizend gelegenen Städtlein Rast zu machen und den Kunst­genuß mitzunehmen; bcnn von hier aus führen die schönsten schattigen Wald- und Wiesemvege in den Vogelsberg hinein.

ch. Butzbach, 14. April. Tie in der Nähe von Garn- bad) gelegene Kreuzmühle, genannt Waschmühle^ging von der seitherigen Inhaberin, der hiesigen Firma W. Lichtenstein & Söhne", einschließlich Inventar m den Besitz des langjährigen Geschäftsführers Martin Kramer aus Gamback) über. Ter Kaufpreis beträgt 40 000 Mark. W Lichtenstein & Söhne hatten die Mühle vor einigen Jahren von der Pfisterschen Konkursmasse zum Preise von etwa 32 000 Mk. ohne Inventar übernommen.

hc. Darmstadt, 14. April. Geh. Medizinalrot Dr. Adolf Weber in Darm st adt wurde aus Anlaß seines 80. Geb u r t s- tagcs vom Vereine hessischer Acrzte zu Darmstadt in Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen und volkshpgienisckZen Bestrebungen, sowie seiner langwhrigen regen Betätigung im ärztlichen Vereinsleben zum Ehr en mit- qliebe ernannt. Der hochverdiente Ovhthalmologe, em Schüler Albert von Gräfes, übt seit etwa einem Dezennium lerne Praxis mehr aus und beschäftigt sich gegenwärtig hauptsächlich mit lite­rarischen Studien. Albrecht von Gräfe zeichnete seinen hervor­ragender Schüler seinerzeit dadurch aus, daß er chm ictn ge­samtes I nstrument arium letztwillig vermachte.

. Alsheim, 14. Aprü. Der Nestor der israeli- tischen Lehrerschaft in Hessen, Lehrer i. P. Karl Marx hier, ist am Mittwoch daselbst im Alter von 86 Jahren ge­storben. Der Verstorbene war einer der ersten jüdischen Lehrer in Hessen, der eine seminaristische Bildung (in Bens­heim) erhalten hat. Er war Mitbegründer der Achawa, eines Unterstützungsvereins für jüdische Lehrer-Witwen und -Waisen, der seine Verbreitung über ganz Deutschland gefunden hat. Marx gehörte dem Vorstand des jüdischen Lehrerverelns m Hessen an und war lange Jahre im Vorstand des hessischen

schicdeneu Ortsstraßen bauliche Veränderungen, Derbreite- rungen usw. vorgenommcii, so daß sich unser Ort nad) Fertigstellung aller dieser Arbeiten in einem bedeutend chönercn Bilde zeigen wird.

ch. Pohlgöns, 14. April. Infolge der Erbauung der Bahnlinie Butzbach Ebersgöns erhall auch unsere Gemeinde eine B a h n st<r t i o n. Sic kommt in nächster Nähe des Torfes zu stehen. Zurzeit ist man mit der Er­bauung des Smtionshauses beschäftigt.

= Scholten, 14. April. Da im Vogelsberger Zucht gebiete häufig darüber Klage geführt wurde, das; cs mit großen Schauerig ketten verbunden sei, rassereine und gui gebaute Vogelsberger Zuchttiere direkt vom Züchter erhallen zu können, hielt der Landwirtschaftskammer-Ausschuß für -Oberhessen vor zwei Jahren in Verbindung mit dem Schot­ten er Prämienmarkt seinen ersten Vogelsberger Zuchtvieh­markt ab, der mit 25 Bullen und mit 50 Vogelsberger Kühen und Mal binnen beschickt war. Wenn auch der Absatz m Anbetracht der neuen Einrichtung iwch gering war, so wurde dock) der Beweis erbradtt, daß man reingezüchtetes Material in bester Beschaffenheit bequem und leicht auf dem Markte erhalten kann, und ein großer Teil der Markt- besucher, der bei der ersten derartigen Veranstaltung nur zur Befriedigung seiner Neugier erschienen war, wird jetzt mit bestimmter Mausabsicht sich einfindcn. Im vergangenen Jahre fand ein eigentlicher Zuchtviehmartt in Schotten nicht statt, dafür wurde jedod) eine größere Tierschau ab­gehalten, die bei jedermann den deutbar günstigsten Ein­druck hinterließ und zeigte, daß die Vogelsberger Rinder- rasse sich in Form und Leistung gegen früher sehr ver­bessert Hal. Ter in diesem Jahre geplante Zuchtvieh- markt findet tarn 3. Psingstfeiertag in Schollen statt und ist für die tzerdbud)gejellschasten der Kreise Scholten und Gießen anberaumt. Als wichtigste Bestimmung der Markt­ordnung sei hervorgehoben, daß nur Tiere zugelassen wer­den, die in das Herdbuch aufgenoinmen oder von Herdbuch- tieren abstammen pmb entsprechend gekennzeichnet sind. Die zum Markte angemeldeten Tiere werden in einem Markt- Verzeichnisse zusammengestellt, das an Interessenten ver­sandt und gelegentlich des Marktes feilgeboten wird. Der Landwirtschaftsiarnmer-Ausschuß hofft mit der Veranstal­tung den Züchtern eine gute An und Verkaufsgelegenheit für gesundes, milchergiebiges und mittelschweres Zuchtvieh zu bieten.

n. Schlitz, 14. April. Die höhere Bürgerschule hat seit Ostern eine vierte Lehrkraft in der Person des Lehrers Steuerwald erhalten. Als neuen fakultativen Unterrichtsgegenstand hat die Anstalt zum ersten Mal die Stenographie in ihren Lehrplan aufgenommen. An einem Unterrichtskursus System Stolze-Schrey beteiligen sich 11 Schüler.

Laubach, 14. April. Am Samstag, 16. April, veranstaltet der Hofopernsänger Alfred Stephani, der

Aus Stadt und £att&.

Gießen, 15. April 1910.

- OrdenSauSzeichnung Dem Domdekan Prälaten Dr. Selbst in Mainz wurde vom Kaiser der Kronenorden

Einrichtung der Ausgabe zu7anlmengestelltcr F a h r f efi t i n b c 11 e für R c i s c n, die n i ch t n a ä' fr c m Ä u s g o n g s vrt e z u r nck- führen, mit front 1. Mai fr. I. eine allgemeine Einrichtung des Vereins bcntidicr Eisenbahn Verwaltungen. Die hierfür ach lenbeii Bestimmungen im deutschen Eisenbahn Personen- und Ge päcktarif treten deshalb am genannten Tage außer Mrast.

Luftschiffahrt.

Plan «Mecklenburgs 14. April. Heute morgen gegen 10- , Uhr, als mit den hier befindlichen P a r f e v a l f l i e g e r n Vor suche angestellt wurden, ist ein Apparat, der sich noch aut front eec befand, durch den böigen Wind u m g e f ivpt worden. Die Führer, Ingenieur Bl och mann und Hoff, fielen ins Wasser, wurden jedoch gerettet. Der Apparat liegt tu der Nähe von Bad -sluer auf der Seite: man ist mit seiner Bergung beschäftigt.

Varis, 14. April. Tie Meldung, der neue Lenkballon Clement Bapard" sei nach England verkauft worden, ist un­richtig.Clement Bahard" gehört durch Vertrag der franzö - ischen Regierung, die ihn nach Abschluß fror Versuche übernimmt.

wandern und Reisen.

* Eine wichtige N euer u n g im KJt eis cverk ehr hat die ständige Tarifkommission in ihrer letzten Sitzung beschlossen. Danach wird die bisher nur für ine deuücyen Verkehre bestehende

Kleine Tageschronit.

Gestern nachmütag 31/, Uhr st ü r z t c im Ansstellungsparke ,u Dr ü n cf) e n das im Bau befindliche Eisengerust der LuuscknN- LinHe ein. Unter den schweren Eifenbögen wurden sechs P e r - onen, darunter der Direktor Markert der anskuhrenden Bau irma begraben. Die F e u e r w e h r nahm sofort Rettungs­arbeiten vor und barg zwei Schwerverletzt e und v r e t leichter Verletzte. Einer der Lchweroerletzten, der - bsahrige 'Monteur Anton Werker ist bereits im chirurgischen Spüal seinen Verletzungen erlege n..

kammer für Hessen veranstaltet auch in diesem Jahre eine landwirtschaftliche Studienreise für Landwirte. Die Reise wird Dänemark und Südschweden besuchen und ist für die Zeit vom 8.17. Juni in Aussicht genommen. Die Land- wirtschaftskammec trägt die Kosten der Reisevorbereitungen und der Führung. Alle persönlichen Kosten haben die Teil­nehmer selbst zu tragen. Die Zahl der Reiseteilnehmer ist auf 30 festgesetzt. Anmeldungen hierzu haben bis zum Montag, 25. April, spätestens an die Landwirtschafts, kammer in Darmstadt zu erfolgen.

** Vom städtischen Sch tachtho f. Die Schlach­tungen stellen sich in den beiden abgetmifenen Jahren wie

i Lbtrhtßt"'

-ML-

Gericht-saal.

w. Siffa, 14. April. Heute verurteilte das Schwurgericht den ü u st rn ö r fr c r KoSziol wegen zweier Lustmorde und wegen Vergehens gegen § 175 des Strafgesetzbuches zweimal zum Tod c, orotc zu 4 Jahren Zuchthaus und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Sd)wlirgericht hat damit das urteil des ersten Schwurgerichts bestätigt, gegen das KoSziol bcuu Reichs­gericht erfolgreich Revision eingelegt halte.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle ®tc6en.

Allgemeine Wetterlage seit gestern srul;: Em Aandivirbel der lueidicben Zyklone zog während der Slacht über 'Mitteldeutschland nach Böhmen. Auf seiner Ostseite hallen wir gestern meist heileres Weller; nachmittags wurden Temveraturen bis -3 und -4 Grad beobachtet. Auf der Rückseite des Randunrbels ist wahrend der letzten 12 Stunden wolkiges und bei <Dubiue,t etwas kühlere^ Wetter eingetrelen. Während die Weslzytlone sich autlofi, gewinnt jetzt wieder das östliche Hochdruckgebiet an Ausdehnung über ^^Wttteraussichten in Hessen am Samstag dem 16.

Zeitweise heiler, keine uenneuswerlen Jtegenfallc, etwas warmer, mäßiger Südwind.

'* Erledigt.

besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rieder Ofleiden. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.

Land,v. Studienreise. Die Landwirtschafts

MNgd^LroM

) bet' 1

Landes-LehrerveremS. . r

x Gladenbach, 14. April. Von den brcijt neben, bie kürzlich, wie gemeldet, mittels Einbruchs in eine eommerroirt- iöiait fich Branntwein verschafft und diesen getrunten halten, ist jetzt einer an Alkoholvergiftung gestorben.

X. Öanau, 14. April. Ter heutigen Sitzung^der Stadt­verordnetenversammlung lag ii. a. cm Antrag der ^^aldcmo- fraten vor, betreffend Gewährung eines <yr u n 1t ud » an Stmoer ber Vollölchulen. Die Stadwcrordneten beschlonen, vorcrit den Magistrat um Erhebungen zu ersuchen, wie gros; die Zahl. der Linder ist, für die das Bedürmrs zur Gewährung cutt» Frühstücks norlieat Für die Einführung von ^ugcndspielcn an den städtischen Vollsschulen bewilligte Die Stadtverordnctenvenamm- luna 14. Ap-il. T-r P°sts°kr-.L- °. T.

Schlosser wurde gestern nachmiltag m seiner Wohnung, Nheinstraße, mit schweren Vergifiung 8 erschein ung en, hervorgecufen durch aus dem Ofen ausslrümende Gase, aufaefunden. Ec wurde in das städtische Krankenhaus ge- bracht. Heute nachunltag ist er gestorben, ohne daS Be- wußtsein wieder erlangt zu haben.

zugehen.

ch. Birklar, 14. April. Ein hiesiger Einwohner wurde burd) einen Lotteriegewin u erfreut. Er ge­wann den sechsten Preis der Frankfurter Pferdelotterre. ES wurden ihm 1500 Mk. ausgezahlt.

c/i. Langgöns, 14. April. Hier ist man immer noch mit den Wasserleitungs- und Kan a 1 i s a t t o n s- arbeiten beschäftigt. Ein Pumpwerk wird von dem Wasserwerk nicht benötigt, da natürliches Gefalle vorhanden ist. Wasser ist mehr als genügend da. Der Wasserbehälter kommt an die Neuhofer Straße. Die Quellen liegen im Süden der Gemardmg an der Holzheimer ,^re5e UJ zwar sämtlich aus Gemeindegelände, so daß kerne Ankaus^- 1 ollen für das Quellengebiet nötig wareti. Tie ^elddere^ nigungsarbeiteu nehmen ebenfalls einen raschen Fortgang. In Verbindung mit allen diefen Arbeiten werden m ver-

Dcvnnutto.

* Großfeuer. Gestern nachmittag 2^. .. Uhr brach in dem Dorfe Böhmenkirch Feuer aus, das sich infolge des starken Windes rasch verbreitete und bis nachmittags 5 Uhr zwei ganze Straßenzüge mit etwa 60 Häusern in Asche legte. Der größte Teil des Dorfes ist cutßer Gcsahr, namentlich Kirche, Schule und Post sind nicht bedroht. Zahlreiche Feuerwehren sind am Platze. Nack einer späteren Meldung dehnte sich das Feuer bis nach 6 Uhr immer weiter aus und ergriff insgesamt 70 bis 80 Ge bäude, tarn dann aber gegen 7 Uhr zum Stillstand. Personen sind nicht verunglückt, dagegen ist einiges Vieh in den flammen umgekommen. 2er Schaden an Gebäuden und Fahrnissen ist s e h r g r o ß. Die U n a cb c bes Brandes ist das Spielen eines 6jährigeti Arides mit Streichhölzern. Die Abgebrannten sind meist ganz arme Leute, die kaum mehr als das nackte Leben gerettet hoben. Mit Mühe und Not wurden Kranke und Greise in Sicherheit gebracht. ')hir ein geringer Teil der Verbrannten soll versichert sein. . . .

' Auch eine Altersversorgung. Bei einer Besich­tigung der Irrenhäuser in der Haute-Garonne, die wegen gewisser Skandale angeorbnet worden war, fand der Beamte einen würdigen allen öerrn, der feeleuvergnügt feine Pfeife rauchte. Auf feine Frage, ob er sich nicht zu beklagen hatte, erwiderte der Greis freundlich, er fühle sich sehr wohl und verlange nichts Besseres. Er habe nach 40jähnger Tätigkeit als städtischer Arbeiter m em G r e i s e u h e i m Qiifgenonunen werden wollen ; da aber fern Platz vorhanden war, wäre cv in das Irrenhaus gesteckt worden; er wünsche gar feine Aeudcrung. . .

* Das teuerste Grundstück. Kürzlich ist int Zentrum von Newiwrk, ganz in der Nähe des Morgamchen Geschäftöhauiks und der Börse, ein Grundstück verkauft worden, dessen Preis ein Weltwunder auf diesem Gebiete dar stellt. Es wurden für eine Gesamtfläche von 825 Quadratfuß nicht weniger als 3sir Mil­lionen MaS bezahlt, so daß also der einzelne Wuadcatfuß auf 4242 Mark kommt. Um sich einen Begriff von der vohc des Kaufpreises zu machen, muß man sich vorstelleu, daß damit icdcs Fleckchen von der Größe einer Briefmarke mit etwa Zb Mark bezahlt ist. Auf dem Gelände stand bis jetzt cm vor etwa 12 Zähren erbautes Haus mit 19 Stockwerken. Tiefes wird fetzt einem anderen Wolkenkratzer Platz machen, der 32 Stöcke enthalten soll.

* W i e dieschwarze Hand" in N c w 1) o r k a r - beitet. Die Polizei üi den Vereinigten Staaten bemüht sich bereits seit langer Zeit aus allen Kräften, die Geheim­nisse der italienischen Verbrechcrverbindung derschwarzen Hand" aufzudecken, die seit der großen Einwanderung ita­lienischer Bevölkcrmtg immer mehr festen Fuß ^gefaßt und an Verbreitung gewonnen hat, seit etwa l\'-> fahren aber ein wahres Schreckensregiment ausübt. Ein Fall, der fid) vor kurzem ereignete, hat, wie man decInf." aus Newport )d)rcibt, unter der Bevölkerung wieder die leb­hafteste Beunruhigung hervorgerufen, weil dieschwarze Hand" bisher aussd)ließlid) ihre Tätigkeit gegen Italiener zu richten pflegte, nun aber zum erfreu Male an einem Amerikaner ihr verbrecherisches Werk verübt hat. In der 56 Straße, die mitten im Geschäftsviertel liegt, wohnte ein bekannter Börsenmakler, Philipp Bonnis, der als mehr­facher Millionär gilt und durch seinen Geiz einen traurigen Rus genießt. Bonnis ist Junggeselle und lebt in Gesell- diaft seiner Adoptivtochter. Eines Tages fand er plötz­lich an seiner Wohnnngstür ein Papier mit der Aufforde­rung, auf dem Pvstamte in der 92. Straße 50 000 Dollar ±11 hinterlegen. Bonnis hielt die 5ad)e für einen fchlechren Scherz und kümmerte sich nicht weiter darum. Zwei Tage darauf erhielt er einen Brief mit der Mitteilung, er habe noch drei Tage Frisü Mr. Bonnis wurde nun zwar etwas besorgt, allein es fiel chm nicht ein, die 50 000 Dollar -n hinterlegen. Nach Ablauf der drei Tage war feine Tochter verschwunden und auf seinem Schreibtische lag ein Brief des Inhalts, daß das junge Mädchm in Gewahrsam gehalten werde und daß sowohl sie wie and) er getötet werden würden, falls er sich der Aufforderung derschwar- . zen Hand" nid)t füge. Nun erstattete er Anzeige. Sogleich , wurden alle möglichen klnterfuchungen angestellt. Bonms 1 selbst wurde Tag und Nacht von zwei Detelnvcn über* > wacht. Als er drei Tage später über die Straße ging, ' sauste plötzlich ein Auto um die Ecke und überfuhr ihn; er blieb auf der Stelle toi. Tas Auto enttarn. Bisher sind > alle Untersuchungen vergeblich gewesen.

Ochsen Faielochsen Kühe . Rinder Stiere . .....

Pferde

Kälber

Schweine...... yänunel Schafe Ziegen Ziegenlämmer .... Spanferkel Schaflämmer ....

Summa: _____

Im ganzen wurden also 78 Tiere mehr geschlachtet. Die Großviehschlachtungen allein stiegen um 415 Tiere, wobei allerdings bet den Schlachtungen der schwereren und qua- litätsreidfen Ochsen em Rückgang von rund 100 und bei Kühen ein Zugang von rund 300 Schlachtungen sich er­gibt. Dem Weniger von 1100 Schweinen steht eine Zunahme um 750 Kälber und Hammel gegenüber. Jedenfalls zeigen die Schlachtungen, wenn man die Vermehrung der Bevölke­rung berücksichtigl, daß man sich im Fleischgenuß ein» schränkt, itamcntlid) werden geringere Fleischsorten erheblich Härter begehrt, als dies friU-er der Fall war.

** Ein Automobil uns all, der glücklid-erweisc ohne ernstere Folgen blieb, ereignete sich heute auf dem Ludwigsplatz am Beginn der Kaifer-Allee, als gerade die Schulkinder, die an her Spalierbildung beteiligt waren, vorvcizogcn. Ter Monteur Herbert vom städtischen Gaswerk wurde überfahren und an den Beinen verletzt. Er wurde iojort in die Klinik gebracht, wurde aber noch am Vormittag wieder nach Hause entlassen, da die Verletzungen weniger erheblich waren als man dachte.

" Haftentlassung. Der auf Veranlassung der Frankfurter Kriminalpolizei hier wegen Notzucht verhaftete Schuhmacher ist wieder aus der Haft entlassen worden. Wie man hört, hatte ihn eine Frau beschuldigt, die sittlich einen schlechten Leumund hat. Auf deren Bekundung allein hin wurde der Verdacht nicht für begründet erachtet.

Fahrraddicb. Gestern abend wurde von einem Unbekannten aus einem Hausflur in der Plockstraße ein Fahrrad, Marke »Presto^, mit der Plz.-Nr. G. 4813 und der Fabrik.-Nr. 158288 gestohlen.

Für Besitzer von Kraftfahrzeugen wichtig ist die neue Verordnung über die Regelung des Verkehrs mit Kraftfahrzeugen, die im heutigen KreiSblatt veröffentlicht

liefert billigst die Brühlsche

mit ! I FIYISI Universitäts-Buch-undStein- IxUVvl Ulli rlllllU druckerei,Gießen,Schulstr.7

böÄWt. ....

r^biort/ ^ll,: her, bic'S erbM

'QTer

bieff «ietn

n,®®a'Kn '«Staaten

*Stoßens?1'" h.>9ete «äw 9c- '«8 iit das i'4

die £*anbegS;?amcn

Strahl, Ccu*n aus her mx« ä?net Ä

Ä» S »Snntnt und

Md bi!

, Wim ESsischast zurüö

61er / W- rieiem Tank en allejm treu zu Euer b stets gute Bürger dcc- lßenden Herren, indem \ Mellor gegenüber )i _ den AlkohoikonsMi uf die Bcgrüßungs- nerfte der Kaiser, daß men sei, das ihm als älteren Lchülern der lCl? hassiabezirks ing genommen. 2er den Bezütsvorsteher, sestetar a.2. Meyer r mit seinem Äejolgc il der Infanterie von l Franlsurt gekommen s mit der Front nach mnen hatte. 2er Mo­

den Worten;Guten : kaute Rus antlvonac; xnn nahm bei Kaiser w-5Cueqta v. Mül­angen des Präsenüer-

g des Reg'Mnts mit en. Es folgte Änzel- und ein Gefecht, an [t war. Es bewegte her über den ganzen

-u der isulcntDpi und eine Anzahl hessischer laljm teil. Etwa um udiiigung zu Gndc. Es niöe m Anspruch * rdeimarfch m der Regi- jjch an die Spitze der ebhaücn Hochrufen de- ; vom Malier ritt £ber|t chhorn. Ter Weg gmg iftraße, die Osb-Änt^ -r Kaserne am örano, ,,ch in, seinem emiaajen iiim (-icjolgc und.dem Steter to Ä-S°-d°> s uiing", cd«' ifcgerMjt^wfSLei

ni'"Ä £bcr"- md°EVL ss»s-**

SKS- S-/*

wird.

"Von den A-B-E-Schützen! EinLehrec schreibt uns voui Lande: Bei der Aufnahme der kleinen Btirschen fallen immer wieder die drolligsten Dinge vor. Sitzt da ein kleiner Kerl und heult.Was fehlt Dir denn, lieber Otto?* fragt der Lehrer und Otto gibt zur Antwort.Ich will haam, loß mich haam, Herr Lehrer". Als dec Lehrer fragte: Ei was ivlllst Du bcnn zu Haus?" da streckt der kleine Fritz den Finger und sagt:Ei, dec will seiner Dlottec ln'S Kochdlppe gucke". Emc Bauersfrau kommt vom Feld heim. Ta steht ihr kleiner Hannes mit der Schere m der Hand vor dem Spiegel und schneidet festaiif seine Haare ab, ordentliche Löcher in die schönen Locken. Als die Mutter ihm zankend die Schere abnehmen will, schreit er ganz ent­rüstet:Loß mich doch, ich wollt mer ja bloS e Gl atz schnei de. Unser Schullehrer hat doch aach ei und die hot mer so gut gefalle!"

** Warnung. Das AmsterdamerHandelsblad" schreibt: Durch die Firma I. Meyer u. Co., Prinsengrackit Rr. 343, werden in den Tageblättern Annoncen veröffentlicht, worin sie mittcilt, Konzessionärin von demGrand.Cafe Hol­landais" zu sein, das auf der dieses Jahr in Brus sei abzu- haltcubcn Weltausstellung errichtet werden soll. Sie bietet verschiedene Konzessionen zum Kauf an, wie Lieferung von Lebens­mitteln, die Vermietung von Blumenkiosken, usw., wahrend zu­gleich verschiedene Stellungen, u. a. als Büsettchef, Kellner rmd onberc, bei ihr zu erhalten wären, für die fedoch von den be- ! reffenden Bewerbern vorher ein Geldbetrag hmterleat werden mutz. Der Hauptpolizeikommifsar Hierselbst macht auf Grund ihm von offizieller Seite erteilten Auskunft bekannt, daß die t^rma nicht befugt ist, sich als Konzessionärin auszugeb.en und daß von der Errichtung eines solchen Cafes nichts bekannt ist. Bei der An­knüpfung von Geschästsvcrbiiidungen ist daher Vorsicht geboten.

ch. Münster (Kr.Gießen), 14. April. Ter in unsrer Gemarkung gelegene Steinbruch der ,-Lberhessischen Kall- unb Stein-Industrie" in Butzdach erhält immer größe­ren Betrieb. Für die hier und in der Nachbarschaft ansässige Arbeiterschaft ist dies sehr angenehm, da ihr dadurch Ge­legenheit geboten wird, zu Hause ihrem Verdienst nach-

1908/09

1909/10

mehr

weniger

1062

964

88

218

189

29

465

749

299

-

1068

1277

219

760

765

14

*

156

172

16

7 515

8168

653

12 491

11390

1101

865

895

30

247

316

69

56

30

26

24

24

24

9

16

13

13

24 882

24 960

1337

1259