teuungen Kaninchen unb Tauben sehr schone Exemplare Die Ausstellung wurde Samstag nachmittag durch den
und alles M kommt."
den Abteilungen Kaninchen und Tauben sehr schöne Exemplare sehen. Die Ausstellung wurde Samstag nachmittag durch den
Haltestelle in Birkenau—Tal, wenn auch vorläufig mir nach Bedarf, veranlassen, von welcher auch die Bahn durch regere Inanspruchnahme nicht unbedeutende Vorteile geniesten würde." Ferner ist der gedruckte Bericht des Sonderausschusses für die Verwaltungsgesetzgebung über den Entwurf betr. die Landgemeindeordnung zugegangen.
su helfen.
Llbg. Korell und Genossen haben folgende dringliche Anfrage eingebracht:
„3ft die hessische Regierung bereit, bei der hohen Reichsregierung sofort die Anwendung des 8 4 Abs. 3 des Reichsgesetzes zur Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen zu beantragen tun, damit die baldige Anwendung zur Ausführung
seiner Ausführungen sei die Mitteilung gewesen, daß die berechtigten Wünsche der Handwerker unterstützt, unberechtigte aber zurückgewiesen werden. — Im Anschluß daran sei noch erwähnt, daß in mehreren Handwerkeroersammlungen im Gewerbehause die Stadtvv. Petri und Winn unberechtigte Forderungen von Handwerkern zurückgewiesen haben.
” Die Gießener Familienblätter können wegen eines MafchinendefektS statt heute erst morgen beigelegt werden.
Ein schönes Heimatrecht
haben sich im Lause der Zeit die Ztüchenhelfer der renommierten Firma R. v. Hünersdorff Racyfolger in (Stuttgart bei • unterer Frauenwelt erworben, so daß die von genannter Firma alle Jahre aus den Markt gebrachten Neuigkeiten mit einer ge- wissen Spannung erwartet werden. Der heute beiliegende Prospekt enthält auf der ersten Sette vier solche Neuigkeiten, die ganz besondere Beachtung verdienen, während auf den anderen Setten die btsherigen Artikel in empfehlende Erinnerung gebracht werden. Daß die Mnersdorff'schen Küchenhelfer auch vorzügliche Geschenk- arttfcl btlden ist bekannt. us54/*
Vorsitzenden Ludwig Gerhardt im Beisein des Gemeinderats eröffnet. Der Besuch der Ausstellung war dank des schönen Wetters sehr stark. Unter den zahlreichen Preisen befanden sich solche von der Gemeinde, Brauereibesitzer Melchior-Butzbach, Brauerei Jhring-Lich, von den Vereinen Butzbach, Gambach und Bad- Nauheim und von Privaten. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Für die beste Gesamtleistung erhielt Ludwig Gerhardt einen Ehrenpreis.
A. Hühner: Wyandottes: Ehrenpreis Hch. Röhrig, 3. Prelise W. Wagner II. und Hch. Nern, lobende Anerkennung Hch. Röhrig und Hch. Nern; Plymouth Rocks: Ehrenpreis Hch. Hannack, 3. W. Schepp; Orpington: 1. Will). Hofmann II., 2. Wilh. Wagner, 3. Will). Hofmann; Minorka: 2. Anton Hannack II., 3. Hch. Schneider II.; Italiener: Ehrenpreise: Anton Brückel, Ludw. Gerhardt, 1. Joh. Söhngen, 2. Ld. Gerhardt, K. H. Hannack, Anton Brückel, Ld. Bach, Wilh. Gärtner, 3. Wilh. Euler, Kl. Müller, Kl. Velte, Hch. Sommerlad; Hamburger: 3. Wilh. Schepp; Rhode Island: 3. Jak. Tbeisenbach; Bantams: 1. W. Hofmann II.; Truthühner: "Ehrenpreis Ld. Gerhardt unb Will). Gartner, 3. L. Gerhardt und Anton Brückel. B. Gänse: Ehrenpreis Wrlh. Euler II., 2. Hch. Zöller. C. Tauben: Drei Ehrenpreise: Anton Hannack II., 2. Hch. Hannack, Ant. Hannack, K. Hch. Hannack, 3. A. Hannack, Hch. Röhrig, A. Hch. Hannack, Wlh.
; vermalter Hch. Horn zu Bad-Nauheim auf sein Nachsuchen. ' Der Großherzog hat ihm aus diesem Anlaß das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für treue Dienste" verliehen.
** Vom Denkmalschutzgesetz. Der Installateur Bernhard Schiffmann besitzt im Salmengäßchen in Mainz ein kleines Haus, an dem sich eine alte g o - thische Figur befindet. Tie Figur steht unter dem ' Denkmalschutz. Auf Anstiftung des Antiquitätenhändlers Friedrich Broo, der früher in Mainz und jetzt in Köln wohnt, hatte Schiffmann an ihn die Figur für 150 Mk. ; verkauft, während Broo von einem Liebhaber 3000 Mk. 1 erhielt. Die Figur soll aber einen bedeutend höheren Alter- ’ tumswert haben. Broo und Schiffmann hatten sich jetzt 1 wegen Vergehens gegen das Denkmalschutzgesetz vor dem Schöffengericht zu verantworten. Broo wurde zu 100 Mk., Schiffmann zu 10 Mk. Geldstrafe verur teilt.
** 3u d en Stadtverordneten Wahlen wird uns mitgeteilt, daß der Nordostverein in seiner kürzlich abgehaltenen Generalversammlung außer seinem Vorsitzenden noch die von der Handwerkervereinigung aufgestellten Herren Franz Brück, M. Jaskowski, E. H. Müller und Petri III. nominierte;, der noch weiter aufgestellte Herr Adolf Klingspor, durch dessen Abwesenheit von hier eine frühere Entscheidung nicht zu erlangen war, hat nunmehr eine Kandidatur enogültig abgelehnt. Bezüglich der ausscheidenden Stadtverordneten hat die Versammlung die Liste des Bürgervereins im allgemeinen gutgeheißen.
** D er Abgeordnete Köhler-Langsdorf veröffentlicht in der Friedberger „Neuen Tageszeitung" einen Artikel, in dem er sein Verhältnis zum „Gießener Anzeiger" darstellt. Er teilt Gründe dafür mit, weshalb er bisher gerade unserem Blatte seine Zuschriften geschickt habe, und fährt dann fort:
Von heute an kann ich meinerseits nur sagen: Das war einmal! Nachdem der Herr Professor Gisevius sich entschlossen hat, wie er sich ausdrückte, „das große Opfer" zu bringen, wird der „Gießener Anzeiger" dieselben Wege wieder wandeln, wie im Jahre 1906—07. (Die Katze läßt das Mausen nicht.) Und daß er das gewiß und sicher tun wird, geht daraus hervor, daß er 1. mir gelegentlich der Beratung der Reichsfinanzreform meine gegen die Witwen- und Waisensteuer gerichtete Artikel ablehnte; 2. daß er meine gegen die unwahre Behauptung des Professors Gisevius, ich hätte ihm versprochen, nicht wieder zu kandidieren, gerichtete Erklärung nicht aufnahm.
Wir haben dazu zu bemerken, daß diese Erklärung über die Behauptung des Professors Gffevius nicht in unsere Hände gekommen ist. Selbstverständlich würden wir eine solche Feststellung Köhlers ohne weiteres veröffentlicht haben. Daß wir bisher seine Zuschriften, auch soweit sie humoristischer Art waren, ausgenommen haben, sollte Herrn Köhler doch beweisen, daß wir immer unsere Aufgabe erfüllt haben, dem Wahlkreise vom Tun und Treiben seines Abgeordneten Kenntnis zu geben, und wir verstehen es nicht, wie er es uns im Ernste zutrauen kann, eine so bemerkenswerte unb sachlich tatsächlich wichtige Notiz, wie die oben erwähnte, zu übergehen. Daß diese Zuschrift Köhlers nicht an uns gelangt ist, ist be- icruerlich und vielleicht nur folgendermaßen zu erklären. Aus technischen Gründen haben wir jeit An farm dieses Monats ein Voftf<r*ch gemietet, aus dem unsere Briefsendungen durch Boten frühzeitiger an uns gelangen. Das hatte einige Mißstände zur Folge, die wir durch Briefwechsel mit der Post noch vor einigen Tagen zu beseitigen üchten. Wir erwarten, daß Herr Köhler Anlaß nehmen wird, seine Behauptungen in dem Friedberger Blatte selber richtig zu stellen.
*• Der Sängerkranz hielt gestern im Saale des Gesellschaftßvercins ein gut besuchtes Konzert ab, das einen chönen Verlaus nahm. (Näherer Bericht folgt morgen.)
** Der Tod und — was dann? Man schreibt uns: Wie aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer hervorgeht, pricht am Mittwoch den 16. d. M. im Saal des Hotels Einhorn der philosophische Volksredner Friedrich Jaskowski (Leipzig) über das obige Thema. In den meisten größeren Städten Deutschlands, zum Teil mehrmals, behandelte Jaskowski das Problem des Todes und erntete bei den Zuhörern wie in den Zeitungen reichen Beifall. Auch sein Vortrag am Mittwoch, der sich an die Gebildeten aller Stände wendet, setzt sich die Aufgabe, den Wahn zu zerstreuen, über den Tod und ein etwaiges Leben nach dem Tode sei kein Wissen möglich. Auf Grund eines reichen Tatsachenmaterials aus dem Gebiet der inneren und äußeren Er- ahrung und durch logische Schlußfolgerung gelangt der Vortragende zu seinen Ergebnissen. Was ist der Tod? Wie schauten Dichter und große Denker den Tod an? Gibt es ein Fortleben, ein Wiedersehen? Das Geheimnis der Seele. Die sog. Scheinwissenschaften. Die Frage nach einem Jenseits und einem Verkehr mit dem Jenseits. Diese und ähnliche Punkte wird der Vortrag berühren. Eine Fragebeantwortung und Aussprache sollen zu weiteren Erörterungen, auch zur Auseinandersetzung mit anderen Auffassungen Gelegenhett geben.
** Freiwillig geilellt. Der au§ der Festungshaft zu Ingolstadt vor einigen Wochen entwichene Arbeitssoldat Prestel ans Kaufbeuren stellte sich gestern hier frei- willig der Behörde. Er ist seither als Handwerksburche im Lande herumgezogen und sand dies jetzt nicht mehr behaglich, weshalb er sich stellte.
•* Wandertrieb. Ein 14jähriger hiesiger Lehr
ling, der vor acht Tagen aus feiner Lehrstelle verschwand, wurde in Lindau am Bodensee mittellos aufgegriffen und polizeilich seinen Angehörigen wiederzugeführt. Der Wandertrieb muß in dem Jungen mächtig entwickelt sein, denn es ist dies das zweitemal, daß er ausschlitzte und heimgebracht werden nlußie.
•’ Zu dem Bericht über die letzte Sitzung der Stadtverordneten teilt uns Stadtm der Hauptzweck
Wiener Sorten erwarten. — Andererseits gibt es weite Gebiete, jdie erst später dem Weinbau erschlossen wurden, auf denen jede ipmbere Kultur höhere, weil sichere Erträgnisse liefern würde. Derartige Felder weiterhin dem,Weinbau zu überlassen, bedeutet auf die Tauer eine eminente Schädigung des Gesamtganzen, indem die Feuerkraft andauernd sinkt, und neue Unterstützungen das Land immer wieder belasten. In anderen Gegenden Deutschlands imd des Lluslandes haben dauernde Fehljahre zu einer radikalen ^Aenderung unb dadurch zu einem ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung geführt. t c
Wir richten daher cm Grvßh. Regierung und an tne hohe Kammer der Abgeordneten das ergebenste Effuchen, die zu bewilligenden Unterstützungen mit zu dem Zweck zu verwenden, in geeigneten Fällen die Weinbaukultur in Obstbaukultur umändern
Cberhessische Geflügel-Ausstellungen.
£> Hungen, 13. Novbr. Der Geflügel-Zuchtverein für Hungen und Umgegend hatte unter Mitwirkung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen im Saale der „Traube" eine Bezirks-Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung veranstaltet. Die Ausstellung gab ein schönes Bild tüchtiger züchterischer Leistungen. Unter den Hühnern waren die Italiener in allen Farbenschlägen durch gute Exemplare stark vertreten. Es war daher kein Wunder, daß bei der etwas geringen Zahl der Preise so mancher Züchter leer ausgehen mußte. Das früher so geschätzte Minorkahuhn scheint bei uns sehr in der Abnahme begriffen zu sein, denn es waren nur wenige Nummern ausgestellt. Wassergeflügel war schwach vertreten. Dagegen wiesen die Abteilungen Tauben und Kaninchen, besonders belgische Riesen, schöne Ausstellungstiere auf. Allgemeines Lob fanden die Kürschnerwaren der Firma F. Kick-Alsfeld und die Futtergeschirre von Robert Wagner-Echzell. Die Eröffnung der Ausstellung fand durch Lehrer A. Staubach am Samstag statt. Er wies auf die Bedeutung der Kleintierzucht als einen wesentlichen Zweig der deuffchen Volkswirtschaft hin. Auch enge Kreise könnten hier gutes leisten, das zeige die heutige Ausstellung, in der sich viel Fleiß und Sorgfalt äußere. Seit Angliederung der Kaninchenzucht sei zum ersten Mal eine Kaninchenausstellung damit verbunden. Der Sekretär der Landwirtschaftskammer, Herr Schwarz- Gießen, sprach sich sehr anerkennend über die Ausstellung ans. Unter den gestifteten Ehrenpreisen waren 8 ä 15 Mk. von der Landwirtschaftskammer, 2 von der Stadt Hungen, je einer von der Spar- und Leihkasse Hungen, vom Vorschuß- und Kreditverein Hungen und der Unionbrauerei Gießen.
Als Preisrichter war Herr Ostheim-Echzell tätig. Die Prä- ntii eru n g hatte folgendes Ergebnis:
A. Hühner,: 1. Italiener: Ehrenpreise der Landwirtschaftskammer: Wilh. Bommersheim-Bettenhausen, Hch. Schäfer - Villingen, 1. Preis Gustav Kohlheyer - Hungen, 3. Preise Gustav Kohlheyer - Hungen, Karl Schäfer - Bettenhausen, Hch. Weinel - Hungen, Ludwig Velten-Langd; 2. Minorka: Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer: Emil Schäfer- Langd, 1. Preis Wilhelm Bommersheim - Bettenhausen; 3. Andalusier: 1. Preis Ernst Jung-Villingen: 4. Rode Island: Ehrenpreis: Hch. Heßler-Hungen, 3. Preis Gust. Lohlheyer-Hungen; 5. Sammelklasse: Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer: R. Weiß-Hof-Gratz, 2. Preise R. Weiß-Hof- Graß, Wilh. Pletsch-Hungen. Forstwart Heßler-Hungen, 3. Preise Ludwig Velten II.-Langd, Wilh. Stoll-Riedmühle. B. Wajser - geflügel: 1. Enten: 2. Preis R. Weiß-Hof-Graß, 2. Gänse: Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer: Wilh. Koch II.-Villingen, 3. Johs. Böcher - Zellmühle, W. Fritz-Langd. C. Tauben: 1. Kröpfer: 1. Preis Gg. Jung-Villingen, 3. Hch. Fritz- Hungen, Hch. Draut-Hungen; 2. Brieftauben: 3. Hch. Draut-Hungen; 4. Strasser: 2. Bürgermeister Fendt-Hungen. D. Kaninchen: 1. Belgische Riesen: Ehrenpreis: Ernst Jung-Vülingen, 2. Ernst Jung-Villingen, 3. Forstwart Heßler- Hungen, Hch. Fritz-Hungen; 2. Holländer: 2. Preis Friedr. Löffler-Hungen; 3. Russen: Hch. Bomeier-Hungen; 4. Albinos: Otto Föller - Hungen; 5. Deutsche Riesenschecken: 3. Preis Adolf Schwarz-Hungen.
> Kirch-Göns, 13. Nov. Eine Geflügel- und Kaninchenausstellung hielt heute unser Geflügel- und Kaninchenzuchtverein im Saale der Joh. Müller IV. Wttwe ab. Die Ausstellung war sehr reich beschickt und zeigte, daß besonders die Geflügelzucht in unserem Dorf bedeutende Fortschritte gemacht hat. Neben den Prachttieren der Geflügelzucht tennte man in
Nern. V. Kaninchen: Belg. Niesen: EhrenPÄ!lset WW Schepp, Verein Kirch-Göns, 2. Ludw. Gerhardt, 3. Wllh. Schepp, K. Hannack, L. Gerhardt, Hch Hannack; Schecken: Ehrenprüs Wilh. Euler, 2. Wilh. Euler und Kl. Hannack, 3. Hch Hannack intb Kl. Hannack; Silber: Ehrenpreis Hch Hannack, Ludw. Gerhardt (drei), 2. Hch. Sirppes, Hch. Röhrig, Hch. Zöller, 3. W. Nern, L. Gerhardt, W. Euler; Russen: Ehrenpreis L. Gerhardt, 2. Hch Rau, 3. B. Bopf, Hch. Fuchs und L. Gerhardt; Schlachtzucht: 1. W. A. Langsdorf, 3. L. Watz, L. Gerhardt. Kollektion Geflügel mit Geflügelhof: Ehronpreise: K. Velte und L. Gerhardt. Sehr schöne Pelzsachen hatte H. Zöller ausgestellt.
Ausland.
Aus Pray wird gemeldet: In der S p r a ch e n f r a g e, bereit Schwierigkeiten in den letzten Tagen zu einem Stocken der Verhandlungen geführt hab-en, ist von den deutschen Parteien ein neuer Gesetzesvorschla g ausgearbeitet worden, welcher die Schaffung eines Landes-Ein- reichungs-Amtes vorsieht, wobei deutsche Einwohner tschechischer Gemeinden deutsche Eingaben und umgekehrt tschechische Einwohner deutscher Gemeinden tschechische Eingaben einbringen können. Prag soll nach dieser Vorlage vollständig zweisprachig amtieren. Die Tschechen nehmen zu diesem Vorschläge noch nicht offiziell 'Stellung, doch verlautet, daß er für sie unannehmbar sei.
Das russische Ministerium des Innern hat einen Gesetzentwurf über die Stärkung des russischen Elements unter den Ansiedlern der M u r m a n k ü st e des nördlichen Eismeeres ausgearbeitet. Das Ministerium hält es für notwendig^ die Vorrechte für die fremdländischen Ansiedler der Murmanküste abzuschaffen.
Die Einwohner zu Birkenau und anderer Orte bringen folgende Bitte vor:
Tie Zweite Kammer wolle die Errichtung einer
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. ^)iooember 1910.
** Pfarrdienstnachrichten. Ernannt wurden Pfarrassistent Hartmann zu Gustavsburg zum Pfarrverwalter in Eberstadt (Dek. Eberstadt); Pfarrassistent Zentgraf zu Schönberg zum Psarrassistenten in Gustavsburg; Pfarramtskandidat Hellwig zu Kirch-Göns zatm Pfarrvikar in Maar. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben die evang. Ptarrstellen zu Eberstadt (Dek. ®bei> stadt) und zu Ober-Wiodersheim.
” In den Ruhestand veffetzt wurde der Kurhaus-
Kleine Tageschronik.
In Kiel wurde ein Studentenheim in Anwesew heit des Prinzen Waldemar von Preußen, des Großadmirals von Koester, der Spitzen der Marine und städtischen Behörden der Professorenschast der Universität, der Studenten und zahb reicher geladmer Gäste feierlich eröffnet.
Im Verfolgungswahnsinn hat am Samstag in Berlin die Frau des Maurers Richter in der Geitenfeldstraße in der Abwesenheit ihres Mannes ihre beiden Kinder erdrosselt und sich dann selbst erhängt.____________
Wetterausslchten in Hessen am DienSlag dem 15. Novbr. 1910: Wolkig, geringe Niederschlage, südwestliche, spater westlkche Winde. Temperatur wenig verändert.
Kreis Büdingen.
—e. Büdingen, 14. Nov. Der hiesige Gesangverein; Sieber Frans feierte gestern sein 7 0jähriges Stiftungs- f e st durch ein glänzendes Konzert mit anschließendem Ball. Die Festtede hielt Geh. Juftizrat Rabenau, während Kreisrat Boeckmann mit einer Ansprache eine dem Verein vom Groß- Herzog verliehene Fahnenschleife überreichte.,
Kreis Lauterbach.
es Lanzenhain, 12. Nov. Bei sehr lebhafter Beteiligung fand heute hier die Wahl eines Bürge.r- meisters statt. Der seitherige Bürgermeister Gg. Döll IV., her seit drei AmtZperioden hindurch die Geschäfte geführt, batte wegen hoben Alters eine Wiederwahl abgelehnt. Bon 104 Stimmberechtigten machten 86 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Gewählt wurde der 46 Jahre alte Landwirt und Darlehenskasserechner Herm. Jöckel mit 51 Stimmen. Sein Gegenkandidat Wilh. Lipp erhielt 35 Stimmen.
Uetzhausen, 12. Nov. Bei der heutigen Stichwahl zwischen dem Beigeordneten Joh. Adam Schäfer uni) Hch. Sippel wurde ersterer mit 21 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Sippel erhielt 20 Stümpen, Von 44 Stimmberechtigten machten 41 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Bei der ersten Wahl waren drei Kandidaten auf- gestellt, wobei Schäfer 20, Sippel 19 und Joh. Weber eine Stimme erhielten.
Kreis Schotten.
4- Laubach, 12. Nov. Der hiesige Gemeinde- rat beschloß in seiner letzten Sitzung einstimmig den Anschluß an das Elektrizitätswerk der Provinz Oberhessen.
Starkenburg und Rheinhessen.
nn. Darmstadt, 13. Nov. Tie Einweihung des Backesdenkmals auf dem hiesigen Friedhöfe vollzog sich' i heute unter außerordentlich großer Beteiligung. Ter Darmstädter Lehrergesangverein eröffnete die Feier durch einen Choral, worauf der Obmann des L-andeslehrervereins, Oberlehrer Huff, die unvergeßlichen Verdienste des „Vater Backes" schilderte. Tarauf ' dankte der Sohn des Verstorbenen, Schulrat Backes, in herzlicher Weise, besonders für die Liebe und das Vettrauen, das man ! dem Verblichenen entgegengebracht hat. Mtt einem weiteren Choral schloß die sehr erhebende Feier. Das von dem Bildhauer W. G ö tz ausgesiihrte Denkmal besteht aus einem hohen Dolomit mit dem Bronzerelief von Backes; es macht einen würdigen Eindruck. — Der Allg. Deutsche Lehrerverein, Berliner, Darmstädter und andere Lehrer-Vereinigungen legten Kränze nieder. — Der SS e re in „Hessisches Lehrerinnenheim" tagte heute hier im Rathaussaale unter dem Vorsitz von Frl. L. W o l f s k e h l, und war aus allen Landesteilen gut besucht. Frl. Müller gab den Geschäftsbericht, nach dem der Verein jetzt 684 Mitglieder zählt. Zuwendungen erhielt der Verein von der Firma Rothschild-Offenbach 200 imb von der Aufführung Don, Schulkuchern in Worms 300 Mark.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Darmstadt, 13. Novbr. Prinz Heinrich von Preußen weilte heute nachmittag wieder auf dem Euler- schen Flugfeld. Nachdem der Prinz mit Herrn Euler einen längeren Passagierflug auf einer neuen Eulermilitärslug- maschine ausgeführt hatte, welcher über Bäume und Telegraphenleitungen hinwegführte, flog der Prinz allein etwa zwei Kilometer auf einer anderen Eulermaschine. Kurz darauf traf Prinzessin Heinrich auf dem Flugplatz ein und unternahm mit Herrn Euler einen Passagierflug von etwa 20 Kilometer Länge. Bei diesem Fluae wurden Höhen von über 120 Meter erreicht. Die Landung erfolgte glatt im Gleitfluqe mit abgestelltem Motor. Prinz Heinrich unternahm dann allem noch mehrere wohlge- i lungene Flüge über- die ganze Länge des Platzes hin, die zeigten, daß der Prinz die Steuerung der Maschine vollkommen beherrscht. Erst als die hereinbrechende Dunkelheit den Flügen ein Ziel setzte,. verließen der Prinz unb die Prinzessin den Flugplatz, nachdem, sie Herrn Euler ihre Anerkennung für die wohlgelungenen Flüge ausgesprochen hatten. Anwesend waren als amtliche Zeitnehmer des deutschen Luftschifferverb^ndes Leutnant von Hammacher, Leutnant von Hiddessen, Leutiv^rt Heinrich Seanzoni von Lichtenfeld und mehrere Offiziere der Darmstädter Garnison. Herr Euler erbat sich von dem Prinzen die Erlaubnis, die Ergebnisse | der heutigen Flüge der Presse mitzuteilen, die der Prinz gab; bisher wünschte der Prinz Geheimhaltung der Flugversuche, weil er erst Mitteilungen in die Presse gelangen lassen wollte, wenn er selbst von seinen Flugleistungen befriedigt wäre. Während der letzten sechs Tage waren die Flugübungen durch andauernden Sturm und Regen unterbrochen. — Heute mittag nach dem Gottesdienst in der russischen Kapelle wohnten der Kaiser von Rußland und die Großfürstinnen-Töchter, der Großherzog unb bie Großherzogin von Hellen unb Prinzessin Heinrich von Preußen einer k i n e m a t o gr a p y i s ch e n Separatvorstellung im Foyer bes Hoftheaters bet. Der Zar, her Großherzog unb Prinz Heinrich von Preußen wohnten heute abend der Mfführung ber1 „Meistersinger" .im Hoftheater bei.
Hessen-Nassau.
w. Frankfurt a. Nt., 14. 9ioo. Bei den gestrigen Stadtverordnetenwahlen wurden zehn Kandidaten der Gereinigten liberalen Parteien und acht Sozialdemokraten gewählt. Stichwahlen haben 11 stattzusinden.
<ßerid?tsiaaL
Trier, 12. Nov. Breuer; wurde heute wieder zum Tode verurteilt.


