Ausgabe 
14.5.1910 Zweites Blatt
 
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--- LcruLerNach, 13. M'ai. lieber beit Schulbesuch der Gevßh. Web schule im Jahre 190910 ist fru be- rrchten, daß der 2. Jahrcsrnrg aus 4 Schülern bestand, die sich Ende April der Abgangsprüfmig unterzogen haben^ da 13 Schuler neu eingelreten waren, sind im ganzen 17 Schüler- vorhanden gewesen. Bon diesen waren 15 aus Lauterbach und 2 aus Maar Ange fertigt wurden 589 Stück verschiedene Waren für Fabrikanten aus Lauterbach Schlitz, Frischborn, Alsfeld, Grimberg und Lardenbüch wofür 2505.64 Ml. Weblolni verernnahint wurden. Außerdem wur­den für 278.75 Mk. für auf eigene Rechnung gefertigte Waren verkauft. Die eigenen Einnalpnen der Schule be­trugen 2996 Mk Das Mchnungsjahr schließt mit einem kleinen Uebcrschuß ab. Der Wintersonntagsbrrs Ivar von 4. Teilnehmern besucht. Zahlende Tagesschüler im theo­retischen Kurs waren tn diesem Jahre nicht vvrljanden. Der Erfolg war zufriedenstellend. Jni Laufe des Jahres Tonnten wieder einige srtihere Schüler durch Vermittlung dar Schule Webmeisterstellen in Webereien erhalten. Da von den am Sck)lusse des Berichtsjahres vorhandenen IG Schülern 12 Schüler in der Schule verbleiben, im neuen Schuljahre 10 Schüler zugegangen sind und weitere zwei Schüknr am 1. Mai noch dazu kam en, begann das neue Schul­jahr mit 24 Schülern.

L. Friedberg, 13 Mai. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der städtische Voranschlag für 1910 beraten. Es war ursprünglich ein Satz von 105 Proz. als Steuer- ausscklag vorgesehen. Nach eingehender Prüfung durch den Finanz­ausschuß und den Bürgermeister soll der Satz von 102 Proz. wie im Boriahr erhoben werden. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 648 563 Ml. ab. Weiter wurde beschlossen, daß die Stadt clekttische Energie aus bemt Lißberger Werk beziehen will, wenn diese zu annehmbaren Bedingungen geliefert wird. Die beantragte Ausstellung von Warnungstafeln für Kraft­fahrzeuge an der Ortsdurchfahrt ist vom Kreisamt abgelchnt worden. Tie Kosten für einen zweiten Polizeihund für den Stadt­teil Fauerbach werden bewilligt.

[] Marburg, 13. Mcn. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde mitgcteilt, daß der verstorbene Lokal- hjstoriker Volksschullehrer a. D. Dr. Wilhelm Bücking den Armen der Stadt ein Legat von 2000 Mk. ausgesetzt hat. Den Verträgen wegen Verkaufs städtischen Geländes an den evang. Diakonissenverein zu Frankfurt a. M. und den hessischen Diakonissenverein zu Kassel, die hier Anstalts- gebäude errichten wollen, wurde zugestinunt.

X. Hanau, 12, Mar. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetcnversauunlung wurden 244 000 Mk. für die Sanierung der Altstadt bewilligt. Es werden 21 väuser angelauft und bein Abbruch geweiht. Ferner wurde eine Ordnung angenommen über die Heranbildung des städtischen Beamtenpersonals für den Bureau- und Kassendiensl nut Assistenten- und Sekretärprüfung. Zum unbesoldeten ersten Beigeordneten wurde Fabrikant Alex. Jung gewählt.

Gerrchtssaal.

(Stuttgart, 13. Mai. Tie Strafkammer verurteilte den 21 Jahre alten Former Josef B a l e n t a von Brandeis in Böhmen wegen Einbruchdiebstahles in neun Fällen und wegen Bedrohung zu7 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht, den 29 Jahre alten Kellner Walter>S chil - ling aus Eisenberg wegen Embruchdiebstahls in fünf Fällen zu 3Vz Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust und den ledigen 31 Jahre alten Kellner Gustav Rode aus Stuttgart wegen, gewohnheitsmäßiger üxblcrei zu l1/» Fuhren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Dalenla trat einem Kammermusiker, der ihn in seiner Wohnung bei einem Diebstahl überraschte, mit einem Revolver entgegen. Rode machte an Gerichtssaal einen Selbst­mordversuch.

Kairo, 13. Mai. Ter Mörder des Ministerpräsidenteil Rutros Pascha, Wardani, wurde zum Tode verurteilte Braunschweig, 13. Mai Die Strafkammer des Lanb- gerichls verurteilte den MttiKitteur Wesemeyer des sozialistischen BlattesVolksfreund" wegen Beleidigung des braunschweigischen Landtages und der Polizeibehörde zu neun Monaten Ge - füngnis und zur Tragung der Kosten. Nach der Verhandlung gegen Weserncher hatte sich vor dem Gerichtsgeboude eine un­geheure ^Nenschcmneuge angesammelt, die beim Anblick des aus dem Gericktsgebäude heraustretcnden Verurteilten und seines Ver­teidigers in stürmische Kockruse aus Wesemeyer ausbrack und schließlich die Marseillaise sang. Eine große Anzahl von Schutz­leuten zerstreute die Menge.

Luftschiffahrt.

Berliner Flugwoche.

Johannisthal, 1.3. Mai. Nach emem schweren Ge­witter trat Windstille ein. Scann in stattete für den Früh­preis um 4 Uhr 40 Min. und erledigte die drei Runden und gewami den ersten Preis. Kapitän Engelhardt startete um 4 Uhr 50 Min., erledigte ebenfalls die drei Runden und gewann den zweiten Preis. Er flog dann aber weiter für den. Dauer preis zwei Stunden 21 Minuten und 45 Sekunden. Er mußte landen, weil sich eine Stange des Apparates losgelöst hatte. Jeannin startete ebenfalls für den Dauerprcis und slog zwei Stunden 39 Minuten 25 Sekunden. Die anderen Flieger führten mehrere Flüge von je einigen Mimcken aus.

Verunglückter Flieger.

Lyon, 13. Mai. Bei dem heutigen Wettfliegen stieß Michelin beim Aufstieg en mit feinem Apparat heftig gegen einen Pylon, der zertrümmert wurde und im Fallen 'den Flieger schwer verwundete. Der Zustand Michelins, der einen Schädelbruch erlitt, ist hoffnungslos.

Lyon, 13. Mai. Michelin ist seinen Verletzungen erlegen, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.

Straßburg, 12. Mai. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, dem 18., 19. und 20. Mai, finden in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballon. Auf­stiege statt. Es steigen Drachen, bemannte ober unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedtzm Ballon beigegebenen Anleitimg gemäß den Ballon und die Instrumente forg'ältig birgt und an die angegebene Adresse sofort Drahtnachricht fenbet.

Breslau, 13. Mai. Der Magistrat hat beschlossen, den Grafen Zeppelin und den Major Groß als Ehrengäste der Stadt Breslau einzuladen und das ostdeutsche Flugamt ersucht, Vorbereitungen für eine Landung der beiden Luftschiffe zu treffen, die au, dem Flugplatz WilhelmSruh ftattfinben soll.

Breslau, 13. Mai. Der Breslauer Flieger Friy.kei- d e n r e i ch hat gestern mit einem Flugzeug eigener Erfindung auf dem 200 Morgen großen Flugplätze Wilhelmsruh in einer Höhe von acht Meiern einen großen geschlossenen Ruiidslug erzielt.

Dar Grubenunglück in Whitehaven.

Die bei dem entsetzlichen Grubenunglück in White­haven von der Außenwelt abgesperrten Bergleute sind jedenfalls, wie wir gestern schon befürchteten, einem grau­samen Tod verfallen, soweit sie überhaupt noch am Leben sind. Wie aus Privattelegrammen ersichtlich ist, scheint man nur die notdürftigsten RettungSgerbte zur Verfügung zu haben, so daß die Lilfsrnaiinschaften öor dem Feuer zurückweichen mußten. Zum Entsetzen der vor dem Gruben - cingang versammelten Menge wurden am Mittwoch abend die Rettungsarbeiten eingestellt^ und mit bcc Vermauerung

des Grubeneingangs begonnen. Seither sind unS fvlgende Drahtnachrichten ^gegangen:

Whitehaven, 14. Mar Die vier Mann, bic mit dem Tenkerley-Rettungsapparat in die Grube fliegen, um einen letzten Rettungsversuch zu machen, kehrten in früher Morgenstunde ohne Erfolg zurück. Zwei von ihnen hatten sich bemüht, den dächten Qualm zu durchdringen, dock) die furchtbare Hitze trieb sie zurück.

London, 13. Dcai. Die Hoffnung auf Rettung der bei dem Grubenunglück bei Whitehaven eingeschlossenen Bergleute wurde anfgegeben. Die Grube wird zugemauert, um d§s Feuer zu ersticken.

Dcrnv »tbfes.

* Deutsche Turners chast. Die Sitzunigen des Hauptausschusses der jetzt etwa 9500 Vereine mit über 900000 Mitgliedern umfassenden Deutsckien Turuerschaft werden am 21.23. Juli in Straßburg abgehalten werden. Nach dem letzt erschienenen Kassenbericht oerlügt die D. T über ein Ver­mögen von 229 867,15 Mk., abgesehen natürlich von den Kasscn- beständen der einzelnen Vereine, die etwa 14 Millionen betragen. Von diesen 229 867,15 Mk. befinden sich tn der Hauptkasse, einschließlich des Werts des Jahnmuseums in Freyburg a. U 100 837,76 Mk., in der Abgeordneten- und Kamvinchterkassc 23 208 Mk., in der Dr. Ferdinand Götz-Stislung sür Errichtung deutscher Turnstätten 95 425,44 Mk. und in der ehemaligen Deut­schen Jahnstistung, deren Ertrage sür Unterstützimg alter Turu- lchrerwitwen Verwendung ftnden, 10 395,95 Mk. Aus der Dr. Ferdinand Götz-Stiftung sind 9950 Mk. Beihilsen zum Bau von Turnhallen gewährt worden. Die Deutsche Turnzeitung, das wöchentlich einmal erscheinende Amtsblatt der Deutschen Turner­schaft, hatte bei einer Auslage von 10 500 Exemplaren einen lleberschuß von 10 668,67 Mk. aufzuweisen.

* Auch ein Nachruf für König Eduarb. König Eduards Schneider hat nicht versäumt, seinem verstor­benen Herrn einen Nachruf ,yi widmen. Der Gil Blas ver­öffentlicht diese Klage des Künstlers der Schere und des Zwirns um den Fürsten, der af£ der eleganteste Mann Europas galt/Ich habe nie jemanden kennen gelernt," so erklärt der trauernde Schneider,der ein solches Genie ja, Genie ist das einzige Wort für diese Gabe besaß für die Wahl seiner Kleidung. Wenn er nicht König ge­wesen wäre, durch seinen erlesenen Geschmack allein wurde er ein berühmter und reicher Mann geworden sein. Während andere Menschen ost eine halbe Stunde gebrauchen, um eine Stoffprobe auszuwählen, tonnte König Eduard in zehn Mimiken zehn Stoffe auSwählcn mit einem Geschmacke, der untadelhaft und untrügerifd) war." Gewöhnlich besuchte der Schneider den König um 11 Uhr im Schlosse: es gab ein besonderes Anprobezimmer, der König war stets aus die Minute pünktlich.Natürlich legte der König für seine Stosse gute Preise an, aber es ist falsch, zu glauben, daß er besonders große Summen aufwandte. Für eine Hose bezahlte König Eduard gewöhnlich 4050 ML, für einen ganzen Anzug 160200 Mk., für einen Gesellschaftsanzug 280 oder 300 Mk. Die Kleider des Königs waren sehr mannigfaltig; ein Beinkleid Pflegte er höchstens drei- oder viermal zu tragen. So verbrauchte er im Jähr etwa l/undert Beinkleider Jedes Jahr bestellte er ein Dutzend Fracks, ebenso viel Gehröcke und Anzüge, 15 Ueberzieher, so daß er, die Uniformen abgerechnet, 2025 000 Mk. für Kleider ausgab. Der König Pflegte sich viermal am Tage umzuziehen: das ging aber bei ihm außerordentlich schnell, ich habe nie einen Kunden gehabt, der sich so geschickt umkleidete. In seiner Jugend hatte er eine Vorliebe für stark ausgedrückte Muster, aber mit den Jahren hat sich seine Geschmacksrickftung immer mehr den einfachen Farben und Mustern zugewendet. Eine besondere Neigung zeigte er dabei für marineblaues Tuch."

Börsen Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 13. Mai.

Der Thronwechsel inEngland hat auf die Stimmung der Börse kaum nennenswerten Einfluß ausgeübt. Nach der Abschwächung, welche die Nachricht am Schluß der Vorwoche an der Londoner Börse hervorgerusen hatte, konnte sich die Ten­denz dort wieder befestigen, da man der Ansicht ist, daß der Thron­wechsel in den Verhältnissen des Landes keine Aenderung zur Folge hat. Hier konnte man der Londoner Aufwärtsbewegung um so williger folgen, als auch der englische Geldmarkt, dessen Ver­fassung monatelang eine große Sorge für die t n t c r n q t i o =< nalcn Geldverhältnisse bildete, Besserung erkennen ließ. Seit etwa einer Woche ist man nicht mehr im Zweifel darüber, daß der Status der Bank von England sehr wohl die Herabsetzung der Diskontrate ermögliche. Wemi die Leitung des Instituts aber non einer solchen Maßnahme abgesehen hat, so geschah es, um dem spekulativen Treiben in Kautschuk- und Oelatticn keinen Vorschub zu leisten. Ueber kurz oder lang wird man sich aber doch in England zu einer Diskontermäßigung entschließen, zumal wenn es den Vereinigten Staaten nicht gelingen sollte, ihr nach London gebrachtes Gold durch den Verkauf ihrer Eisenbahnbunds wieder zurückzuholen. Die Erleichterung in England hat sich auch bei uns fühlbar gemacht, indessen sind die Geldverhältnisse noch nicht sonderlich flüssig, obgleich neuerdings daraus hin- gearbcitet wird, der Aufwärtsbewegung durch ermäßigte Zinssätze Nachdruck zu verleihen. Geld bleibt stark gesucht, da die Unter­nehmungslust zurzeit große Mittel absorbiert. Wenn sich auch vorübergehend der Zinssatz bei uns ermäßigen wird, so wird von ausgesprochen billigem Gelde, sowie von einer Aenderung unserer Diskontrate in absehbarer Zeit kaum die Rede sein. Wenn die Börse trotzdem in ihrer Zuversicht ver­harrte, so stützte sie sich aus die Nachrichten aus Amerika, die etwas Vertrauen erweckender lauteten. Man rechnet drüben nickst mehr damit, haß Präsident Taft eine gewaltsame Lösung des Trustproblems versuchen wird. Da ferner in der Union die Ernteaussichten günstig liegen und cs Wallstreet gelungen ist, in Europa große Bvndsbeträge zu placieren, konnten die bärtigen' Magnaten nicht umhin, gegen die stark angeschwollenen Kontre- mincpositionen vorzugehen, zumal auch vom Kupfermarkt nach langer Depression eine leichte Besserung gemeldet wurde. Die Newyorker Kursbesserungen versehlten nicht ihre günstige Wirkung in London und Pans, so daß die deutschen Märkte ihre scstc Grundstimmung beibehalten konnten. Zudem ist man der Hoff­nung, daß die Besserung im Wirtschaftsleben nock weitere Fortschritte machen wird, wenn Amerika eine größere Gcschäfts- belebung aufzuwcisen hat. Steht die heimische Industrie zum Teil auch unter dem Einfluß der Aussperrung im Baugewerbe, so glaubt man doch damit rechnen zu können, daß nach Beendigung des Ausstandes der Bedarf um so dringender hervortreten werd?. Im Hinblick darauf konnte sich die Hausseströmung verallgemeinerns meim auch verschiedentlich Mattstellungen und Mwrnnrealisätionen vorgenommen wurden. Das Interesse für Elektrizitätswe.rte hat sich verringert, dennoch erzielten einzelne Aktien weitere Avancen. Höher stellten sich Maschinenfabrik - Aktien, chemische Werte, Gummi- und Zuckersabrik-Aktien. Neben .Kassa-Jndustricpapieren zeigten Montanwerte besestigte Haltung, ebenso konnten Bankaktien meist etwas anzichen. Bahnen und Schiss- fohrtswerte lagen recht sest, nur Schantungbahn und Ana­tolier stellten sich niedriger. Für Kali-Aktien ftinrulicrtc die Verabschiedung des Kaligesetzes im Reichstag, da die Kati- Jndustrie nunmehr sür längere Zeit von ruigünstigen Einflüssen verschont bleiben durste. Erhöhte Kauflust trat vorübergehend sürKolonialpapiere hervor auf die günstigen Ausführungen im Gefchästsbericht der South-Westastica-Company. Heimische Fonds find wenig verändett, von sremderi Renten waren ''Ar­gentinier, Russen und Türken mehr gefragt. PrivatdiSkonto 3°/o.

Handel.

" Konkurse tn Hessen, lieber den Nachlaß des Holz., Kohlen- und Baumaterialienhändlers Philiop Höhl III. inGries - heim bei Darmstadt wurde am 6. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Amtsgenchtstaxator Ernst Wolff in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderungen sind btt zum 25. Akai bet dem Amtsgericht Darmstadt II anzumelden. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Paul Rotzig tn Bingen wurde am 4. Mai das Konkursverfahren eröffnet. NechtSonwaltö- gehilfe Hch. Achenbach tn Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 28. 'Dlai bei dem Amts­gericht Bingen anzumelden. Ueber das Vermögen des Bäcker­meisters Liidwig Braun zu Alten-Buseck wurde am 9. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann 2ouis A l t h o f s in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforder- unqen stnd bis zum 1. Juni bei dem Amtsgericht Gießen anzu­melden. Ueber das Vermögen der Frau Marie Schreiber in Neu-Isenburg wurde am 6. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwall Dr. E u l a u in Offenbach wurde 5um Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. Juni bei dem Amtsgericht Offenbach angumelden. Ueber da? Vermögen des Friedrich W e n z Ul., Maurermeister m Als­bach, wurde am 9. Mai das Konkursoeriahren eröffnet. Ludwig Simon von Zwingenberg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderungen sind bis zum 11. Juni bei dem Amtsgericht Zivlngenberg anzumelden.

Märkte.

fc. Franksurt a. M., 13. Mai. Heu- und Strohmarkt Angciahren waren 12 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Man notierte: Hen 4,405,00 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 3,00 bis 0,00 Alk., Wirrstroh 2,500,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft mittelmäßig. Die Zufuhren waren aus Oberhesfen und dem Kreis Hanau.

F.C. Wiesbaden. Dtehhoi-Marktbericht vom 13. Mai. Austrieb. Rinder 54, Kälber 189, Schafe 58, Schweine 278.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine gut.

Preis Durch- pro 100 Pfd. fchnlttspreiS

Ochsen.

gebend- Lcktachl» pro lOO Psund gertHtr t xiefcenb. Siijlad::,

V0N-biSv0N-b»S 6aeufct

Dollfleifchige, ausgemästete, höchsten

Scblachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 4348 7884 45

Junge, fleischige, nicht ausgemästcte und ältere ausgemästete 3842 7376 40

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere ........ 3438 6873 63

Färsen, Kühe.

Pollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 4247 7682 44

Lollfleifchige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 3539 6770 37

Aeltere ausgemäftete Kühe und wenig

gut entwickelte jüngq:eKühe u. Färsen 3035 6065 82

Mäßig genährte Kühe und Färsen . 2431 4962 27

Halber.

81

74

70

79

68

62

55

Feinste Mast- (Vollmilchmast- und beste

Saugkälber 56-62 92103 59 97

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 5056 8493 53 88

Geringere Saugkälber 4550 7582 47 78

Schake.

Mastlämmer und jüngere Masthammel 4142 8284 41 83

Schweine.

Vollflcischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht 5455 6971 54 70

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner t'ebenögeiDidjt 5455 6971 54 70

Fleischige Schweine 5253 6768 52 67

Schöne, starke Zähnchen.

Hainsberg bei Dresden, Alter Bahnhok 1, 31. Mai 1908.

Nachdem mein Töchterchen verschiedene Mittel ohne Gckolg gebraucht hatte, und es besonders den gewöhnlichen Lebertran nicht ver­tragen konnte, veiluckte ich eSschließlich mit Scotts Lebertran-Emulsion. Ich war glücklich, daß die Kleine das Präparat sofort gern nahm und fetzte daher dessen Gebrauch eine Zeitlang fort. Der Erfolg war offenkundig, denn das Kind bekam nun eine Reihe schöner, starker Zähnchen, es wurde lebhafter und kräftiger, und sein Aussehen itz in jeder Beziehung ein zufriedenstellendes und rosiges geworden. Das Kind, das vorher nie schlafen wollte, bekam einen ruhigen Schlaf, der Appetit ist vorzüglich geworden, und ich will nur noch erwähnen, daß ihm die Emulsion so gut schmeckt, daß es immer noch mehr davon haben will. Die Kleine ist nun beinahe 7 Jahre alt. Durch Ihre Scotts Emulsion sind wir bet Sorge tum unser Töchterchen enthoben, die wir drei Jahre lang um es hatten." (gez.) Hermann Staunt.

Bei Kindern, die nicht recht gedeihen wollen, zurückgeblieben und zart sind, begünstigt der m Scotts Emulsion enthaltene Lofoten (Norweger) Lebertran das rasche Wachstum kräftigen Fletsche«, während die mineralischen Substanzen bei der Bildung weißer, starker Zähnchen vorzügliche Dienste leisten. Für die echte Scotts Emulfton bürgt die bekannte Schutzmarke der Fischer JridS btTeäb nnt dem Dorsch, woraus beim Einkauf stete tat* zu achten ist.

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