Ausgabe 
12.11.1910 Erstes Blatt
 
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Arten des

Gegen das Altern

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nach langem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist

Rödgen, den 12. November 1910.

Die Beerdigung findet Montag den 14. November, nachmittags 3% Uhr vom Sterbe­

hause aus statt.

6343

Danksagung

Klein-Linden, 11. Novbr. 1910.

Gunnni-Schube

nehm baren Gebote abgegeben.

6228

Telephon 435.

Sch nietrasse 10.

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WARNÜNGI Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. lAoniniel.

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilang, dass mein innigstgeliebter Gatte, unser Vater, Schwiegervater, Grossvater und Onkel

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

L d. N.: Margaret As Kessler geb. Wagenbach

im 42. Lebensjahr.

Um stille Teilnahme bitten

Die trauernden Hinterbliebenen.

Watzenborn, den 12. November 1910.

Die Beerdigung findet Sonntag, 13. Nov., nachmittags 3^ Uhr statt. 6240

Frau A. Dotier,

Seltersweg 18

/! , vv.

Für die vielen Beweise herzlicher Teünahme von nah und fern bei dem unS |o schwer betroffenen Verluste meiner lieben Galtm, unserer guten Mutter herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Göttelmann für die trostreichen Worte am Sarge und am Grabe.

Todes-Anzeige.

Gestern nachmittag entschlief unser lieber, guter Gatte, Sohn, Vater, Bruder und Schwager

in direkter Auskultation untersucht, hörbar machen. Spezialist findet so ein Mittel, seine Patienten zu phne sich zu ihnen begeben zu müssen.

* Der Reiseschnupfen. Den vielen

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, für die herrlichen Blumenwenden, für die liebevolle Pflege und die Trostspendungen des Herrn Kaplans und der Schwestern sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank.

Im Namen der Hinterbliebenen: 6231 Louis Haubach L

Gießen, 11. November 1910.

Herr Christian Kessler

Grossherzoglicher Untererheber und Rechner

was die Petten für den Menschen sind".Die weiße Gans brütet gur', sagt der Däne, und bei unß heißt es:Eine gute Decke von Schnee bringt das Winterkorn in die Höh." Aber nicht zu lange darf die weiße Decke liegen bleiben:Acht Tage lang dient der Schnee der Erde als Mutter; bleibt er länger, so wird er'zur Stiefmutter." Ein russisck>es Sprichwort findet den schönen Vergleich:Das Korn fühlt sich so wohl unterm Schnee, wie der alte Mann unter seinem Pelz."Unterm Schnee liegt- Mehl", heißt es in der Lombardei. Je mehr Schnee, desto besser;große Schneemasscn, große Kornmasscn". Aber er bleibt Nur bei gutem Wetter liegen.Fällt die Sonne auf den Schnee, gibt's SclMce und Sckmec und wieder Schnee."Wenn's regnet, verdirbt der beste Sck)nee." Auch aus der Form des Schneiens weiß der Deutsche auf dos Wetter zu schliessen.Schneit es Hein und fein, gibt's grohe, lange Kälte; schneit s mit großen, breiten Flocken, geringe Kälte." Ebenso wird auch für Uebcrschwem- mungen prophezeit:Kleiner Schnee, große Wasser; großer Schnee, kleine Wasser/' Vom ersten Schnee heißt es im Spe­ziellen:Fällt der erste Schnee in'n Dreck, wird der Winter ein Geck." Oder auch:Wenn es friert in den Dreck, ist der Winter ein Geck."

* Das elektrische Stethoskop. Ein elektrisches Ste­thoskop ist, wie dieDokumente des Fortschritts" mitteilen, von einem englischen Ingenieur, M. S. Vrowne, erfunden worden; cs läßt das Geräusch des Herzschlags wie das der anderen inneren Organe bedeutend verstärkt vernehmen. Dank diesem verfeinerten Apparat wird es möglich, Herzerkrankungen bereits bei ihrem Beginn festzu stell en. Der Apparat erhöht die Schallwirkung der Herzschläge bis aufs 20fache und macht sie nicht nur für den Kranken selbst, sondern für alle, die ihn umgeben, hörbar, ja indem man den Apparat mit einer Tclephonleitung verbindet, kann man die Herzschläge auch auf weite Entfernungen, gleich als würden sic

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Schnupfens, von denen die Menschheit geplagt wird, will der be­kannte Arzt, Geheimrat Wilhelm Ebstein, eine neue Form hinzufügcn: den Neiseschnupfen. In derUmschau" veröffentlicht er über Entstehung und Heilung dieser häufig bortommenben Erkältungsart einen interessanten Aufsatz. Viele Menschen, die von einer längeren, mit langen Eisenbahnfahrten verbundenen' Reise einen Sckmupfen mitbringen oder kurz danach davon befallen werden, schieben dieses sich so oft wiederholende Uebcl auf eine Erkältung''. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine infektiöse Krankheitsursache, die sich sehr wohl in den Polstern unb sonstigen Teilen der Eisenbahiuvagen finden kann. Außerdem gelangen noch schnupfenerzeugende Dinge, wie Straßenstaub nsw., m die Nase des Reisenoen und entfalten ihre fnmfmadjenbf Wirkung. Solche SclMigungen, bie der Entstehung eines Sckmupfens besonderen Vorschub leisten und auf der Reise sich am häufigsten einstellcn, lassen s fc) nur dadurch verhüten, daß man den Eintritt dieser sckKdlichen Substanzen in die Nase verhürdert. Prof. Ebstein, der selbst jahrelang an dem Neiseschnupfen gelitten hat, verstopfte also mit bestem Erfolge seine Nase mit Watte, "nachdem er vorher eine desinfiziercirde Substanz, ein Präparat aus. Bor-Mcnthol-Vaseline, eingcsührt hatte,

Kleine Td<ic@rfironiL

Aus Boukogne für Mer wird gemeldet: Während des hef­tigen Sturmes wurde das FischerbootSuffren" beim Haseneingang von einem Dampfer angerannt und an die Küste geworfen. Die Mannschaft wurde von einem Rettungsboot ausgenommen. Das Rettungsboot scheiterte, wobei drei Mann ertranken, während elf Mann vermißt werden. Ferner sind noch drei andere Fischerboote unter­gegangen; beim Untergang des einen sind sieben Mann er­trunken. Man befürchtet, daß auch die Besatzungen der beiden anderen Boote verloren sind. Auck vier Zollbeamte, die eine Fahrt in die See unternommen Haven, werden vermißt.

Die dreijährige Erna Bolle in Berlin und ihr fünfjähriger Bruder spielten in Abwesenheit ihrer Eltern in ihrer Wohnung Boxhagener Chaussee 2 mit Streichhölzern. Dabei gerieten vlötzlich die Kleider deS Mädchens in Brand. Das Kind erlitt so schwere Verletzungen, daß es bald daraus im Krankcnbause starb. Der Bruder Ist ohne Verletzungen davon gekommen.

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L. Bernhardt

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Letzte Nachrichten.

Verhandlungen zwischen den Hess. Nalionalltberalen u. Freiflnnigen

R. B. D a r m st a d t, 12. Nov. Der geschästsführendc Ausschuß der nationalliberalen Landespartei hat gestern die Antwort aus die Einladung des Vorstandes der fortschrittlichen Volkspartei Hessens wegen Herbeiführung eines gemeinsamen Vorgehens bei den nächsten Reichstagswahlen beschlossen. In der Antwort wird die Bereitwilligkeit erklärt, in Verhandlungen einzutreten und weiter gesagt, man wolle schon jetzt be­tonen, daß angesichts der Gefayr der drohenden Vermehrung der sozialdemokratischen Mandate die nationatliberale Par­tei es als ihre Aufgabe betrachte, die weitere Zerflei­schung der bürgerlichen Parteien, die nur den Sozialdemokraten Vorteile bringe, zu verhindern. Das Schreiben schließt mit der Mitteilung, daß vier Mitglieder des Landesausschusses zu den Verhandlungen bestimmt seien, und ersucht um Angabe von Zeit und Ort der Besprechung.

Reorganisation des marokkanischen Heeres.

Fez, 12. Nov. Der Sultan beabsichtigt eine voll­ständige Umgestaltung der marokkanischen Armee. Besonders soll dem Unfug ein Ende gemacht werden, daß die Kaids sich für vollständig kriegsunbrauchbare Leute, wre Kinder und Greise, sich den Sold auszahlen lassen. Man plant, daß nur noch kriegssähige Mannschaften zu vierjährigem Dienst durch eine besondere, unter Ober­leitung eines französischen Arztes stehende Rekrutie- rungskom misston ausgesucht werden sollen. Ferner soll em militärisches Strafgesetzbuch eingeführt werden, in dem namentlich für Insubordination, Fahnen­flucht und Lerrnuf von Tienstgegeuständcn schwere Strafen vorgesehen werden sollen. Unter den Kaids herrscht wegen der beabsichtigten Neuerungen große Erregung.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

6215 Wilhelm Fink.

Baden-Baden, 12. Nov. Wie Abfahrt deS deutschen Kaisers nach Donaueschingen erfolgte um 0,20 Uhr.

Warschau, 12. Nov. Der GutSnachbar deS Grafen Tolstoj, Fürst Obclenski, will in Tula erfahren haben, daß Tolstoi am 10. November früh 6 Uhr mit seinem Leibarzt sein Gut verlassen habe. Der Graf hinterließ angeblich einen Brief, in dem er drn Wunsch ausdrückt, die letzten Tage seine» Leben» in der Einsamkeit zuzu­bringen.

Pari», 12. Nov. Der Wasferstand der Seine ist im Steigen begriffen, so daß man den Ausbruch einer Ueber- s ch w e m m ung befürchtet. In der Provinz sind durch den Sturm und die Ueberscl'wemmungcn graße Schäden entstanden.

< Die Akademie der Inschriften

hat den Prosestor an der Berliner Universität, von Wilamo- w i tz - M ö l l e n d o r f f zum wirllichen auswärtigen Mitgliede ge­wählt.

Havre, 12. Nov. Im hiesigen Hafen lagern 300000 Zentner Hafer uird 100 000 Zentner Mais, die wegen des auf der staatlichen Westoahn herrschenden Wagenmangels nicht bc- fordert werden können.

L o n d o n , 12. Nov. Ter b r i t i s ch e D a m p f e rW a l l y", der zwischen den englischen und mdamerikanisck)cn Hüsni verkehrt, ist auf der Höhe von Para untergegangen. Tie Zahl lt?rnkne\betIä0t hundert, unter ihnen 40 bt5 oO Passagiere. Das Steuer war unbrauchbar geworden. Das steucrlche Schiff trieb auf ein Riff und ehe noch Rettnnzs- bocte ausgeletzt waren, war das Schiff untergegangen. Einigs 4i<inagtere und Matrosen konnten sich retten und erreichten den Leuchturm m der Nähe von Para.

London, 12. Nov. Das auswärtige Amt hat um die Erlaubnis nacluzesucht, zu der Gerichtsverhandlung gegen den englischen Leutnant Br a n d o n und den Hauptmann Tr en ch, die in Deutschland wegen Spionageverdachtes verhaftet worden sind, emen Vertreter entsenden zu können.

Lissabon, 12. Nov. Das im Oktober erlassene Am- "estregesetz soll auch auf den ehemaligen Diktator Franco und die Mitglieder seines Kabinetts ausgedehnt werden, falls sie 6 er urteilt werden sollten.

Mexiko, 12. Nov. Nach der von der deutschen Ge­sandtschaft angeftellten Untersuchung ist der T o d von zwölf Mitgliedern der deutschen Kolonie in Toluca, der nach einem Gastmahl erfolgte, aus den Genuß vergifteter W ü r st e zurückzusühren. Man glaubt, daß die Würste T r i- ch i n e n enthalten haben.

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