nur
Wallenfels, gegenüber der Eugelapoth
Lberbrachl hatte. T-as Motiv bis großes Aufsehen erregcrrden Selbstmordes ist nod* nicht völlig aufgeklärt, doch^sind es wohl keine Verfehlungen dienstlicher Art, die sich der Seelsorger und Geistliche des kleinen, nur zirka 800 Einwohner zählenden Städtchens hat su schulden kommen lassen, er soll, wie eine Kasseler! Korrespondenz mitteitr, Beziehungen zu einem jungen Mädck>en, das bei ihm in Stellung hxn, unter holten haben, die nicht ohne folgen geblieben waren. Budde, der ein sehr unterrichteter und gelehrter Herr von vielseüigem Wissen mar, erfreute sich in weiteren Äretscu großer Beliebtheit- der erschüttLrnde Fall erregt daher allseitige Teilnahme. Ter Verstorbene war erst 40 Jahre alt und hinterläßt eine iuxly junge Frau und vier Kinder im Alter ‘.non 11, 9, 6 und 4 Jahren.
Börsen Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 14. Jan.
Die Mahnungen der Hochfinanz zur Einschräntuirg der Hausseengagements sind nicht ohne Wirkung geblieben. Tie Unternehmungslust an der Börse ist etwas herabgestimmt und cs kam einiges Material on den Martt aus solchen Kreisen, die trotz der wachsenden Geldflüssigkeit und der fortschreitenden Bessrung der Konjunktur nicht mehr mit der bisherigen Zuversicht auf ein weiteres Steigen der Kurse rechnen. Ium Teil findet das seine Erklärung in der Wahrnehmung, daß auch an den Auslandsmärkten der Optimismus einer kühleren Beurteilung der Dinge gewichen ist. daß namentlich in Newyork die Vorstöße der Baissiers, unterstützt durch starke Preisrückgänge aus dem Baumwoll- und Getreidemarkt, in letzter Zeit nicht erfolglos geblieben sind, daß in London die Sorge um den Einfluß der Wahlen die Entwickelung des Geschäftes hemmt und in Paris die Spekulation sich sehr reserviert, verhält. .Hemmend und stark verstimmend wirkte an den deutschen Börsen das definitive Scheitern der von den Kalisyndikatsverlretern in Amerika geführten Ver- hairdlnngen und die scharfe Rückwärtsbewegung der Kaliwerte, die auf allen übrigen Gebieten Gewinnverkäufe jur Folge hatten. Es erfolgten namentlich Realisationen solcher Kreise, die sich in jüngster Zeit mit geliehenem Gelde auf Spekulationen eingelassen hatten, zumal es den Anschein gewann, als ob die Großbanknr einer Vereinigung des Marktes Vorschub leisteten. Wenn trotz der Zurückhaltung unb geringen Ausnahmelust der Banken die Börse große Wider st andskraft an den Tag legte, so ist dies darauf zurückzuführen, daß man in Kapital ist enlr eisen im großen Ganzen seinen Besitz zu erhalten sucht. Man rechnet bestimmt aus eine Verbilligung der Geldsätze, auf weiteren Aufschwung der wirtschaftlichen Konjunktur und auf eine baldige erhöhte Betätigung der großen Bankett, die zahlreiche Emissionsgeschäfte vorbereitet haben und im Laufe des ersten Quartals abzuwrckeln hoffen, wofür „günstiges Börsenwetter" gemacht werden dürfte. Die Entwicklung der G e l d v e r h ä l t n i s s e scheint diesen Bestrebungen förderlich zu sein. Auf die starke Inanspruchnahme der Banken und der andereir Geldreservoirs zum Januartermin ist eilt reichlicher Rückfluß erfolgt. Den Banken stehen derarttg bedeutende Summen zur Verfügung, daß in kurzer Zett der Satz für tägliches Geld von 6 Proz. auf 3 Proz. und der Privatdiskortt von 33/< Proz. auf 31/« Proz. zurückgegangen ist. Auch bei der Reichsbank, die zum Jahreswechsel mit mit enormen Beträgen in Anspruch genommen war, haben sich die Rückflüsse befriedigend gestaltet, so daß^ man schon für die nächste Woche eine DiStontermäßigung der Bank um 1'? Proz. glaubt in Aussicht nehmen zu können. An neuen, die Besserung bekundenden dRomenten, namentlich den günstigen Nachrichten aus der Montanindustrie hat es nicht gefehlt, so daß es nicht wundernehmen kann, wenn Hütten- und Berawerksaktieu sowie, andere I n d u st r i e p a p i e r e im Vordergründe des Jnterestes standen. Es getoaraten u. a. Tür topp und Höchster Farbwerke je 5 Proz., Badische Anilin- und Chemische Albert je 61/2 Proz., Gummipeter 10 Proz., Aluminium Neuhausen 20 Proz. und Scheideanstalt sogar 22 Proz. Niedriger stellten sich dagegen Kaliwerke Aschersleben 8 Proz., Westeregeln Alkali und Siemens u. Halske je 10 Proz. Auf den übrigen Gebieten bewegten sich die Umsätze in engen Grenzen, doch konnte auch dort nach mehrfachen Schwan-
Ochsen.
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nachts Wir dringende Fälle sicher auzutreffen:
(D 16/.
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hingen gegen Wochenschluß wieder recht feste Grundstimmung Platzgreifen. Heimische und fremde Fonds zeigen indefsen mangels jeglicher Anregung mir geringfügige Veränderungen.
Aeltere ausgemästete Kühe und loenig gut entwickelte jüngere Kühe u. Färjen üJfdBig genährte Kühe und Färsen . . Gering genährte Kühe und Färsen . . Kälber.
Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber.........
Mittlere Mast- und gute Saugkälber . Schale.
Mastlämmer und jüngere Masthammel Schweine.
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........
liiartte.
F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 14. Jan.
Austrieb: Rinder 79, Kälber 159, Schafe 37. Schweine 74.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine gedrückt.
Preis Durch- pro 100 Pfd. fchnltts preis
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht.......58—5^
VollfleNctiige Schweine über 2'/-Zentner _ Lebendgewicht........55—57
Fellschweine über 3 Zentner Lebendgew. 55—57
60—65
55-58
33-42
Voklfleischige, auSgemästete, höchsten
Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 43—45 76—81
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete...... 39—42 73—76
Färsen, K ü h e.
Vollste,schige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes........ 40—43 71—78
VolMeüchige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Jahren . . 34—40 65—71
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Auszug a. ö. Ltandesamtsregiitern der Stadt Eietzen.
Aufgebote.
Jan. 11. Heinrich Mögt, Schutzmann in Offenbach a. M., mit Lina Schepp in Gießen. — 13. Friedrich Karl Bremer, Schrift- fetzer in Gießen, mit Friederike Kreiling in Wiefeck. — Gustav Junker, Bahnarbeiter in Wreseck, mit Margarete T,ehl in Gießen. - Albert Schultheiß, Taglöhner, mit Katharine Gehrmger, beide in Grünberg. — Ludwig Edel, Baulechmker, mit Luise Nather, beide tu Gießen.
Gheschliehungen.
Jan. 8. Wilhelm Schermuly, Jniinutsdiener, mit Luise Buch» wald, geb. Bepperling, beide in Gießen. — 12. Ludwig Frey-- berger, Kaufmann in Wiesbaden, mit Recha Loeb in Gießen.
Geborene.
Jan. 1. Dem städt. Taglöhner Heinrich Emil Wißuer ein Sohn, Wilhelm. — 2. Dem Müller Karl Renz ein Sohn, Viktor Hugo. — 3. Dem Zahnarzt Ernst Metz eine Tochter, Margot Kaiharine Mathilde Agathe Anna. — Dem Vizefeldwebel Karl Bernha' d ein Sohn. — 5. Dem Hil'stelegraphisten Philipp Müller eine Tochter. — Dem Lademeister Karl Weber ein Sohn, Adolf. — Dem Zimmermann Wilhelm Bechthold ein Sohn, Karl Artur. — Dem Kaufmann Karl August Reinhard Lang eine Tochter. — 7. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt ein Sohn, Karl.— 8. Dem Schlaffer Karl Reuter em Sohn, Johann Friedrich. — Dem Schreiner Johann Horst eine Tochter, Marte. — Dem Bank- Prokuristen Gustav Rosenberger eine Tochter, Margarete. —
9. Dem Stadtmissiouar Friedrich Herrmann ein Sohn, Heinrich. — 10. Dem Zigarrenfabrikauten Fritz Egly eine Tochter.
Gestorbene.
Jan. 7. Johann Wilhelm Kühr, Schuhlnacher, 50 Jahre alt, Bleichstr. 11. — 10. August Bock, Lagerhalter, 53 Jahre alt, Bleichstr. 29. — 12. Jean Emil Pitz, 9 Alte, alt, Nettstadl 31.
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