h- E. Ph,
nzerge.
er Anzeige.
en hierdurch die ttaurige chtige unser innigstgeliebtrö cich gerufen hat.
trauernden Eltern: bwarz u. Frau geb. $ol!.
U. April 1910. (21%
'ienstag d.!2.Zlvril, nachm. ) neuen Friedshoses aus.
gung.
ijt herzlicher Ztilnafynt 'eben WatetS, SchwÜger-
Tommer YX. I
tt Hinterbliebenen.
lpril 1910. 216?
5.
er lieber guter Gatte,
*
iw6rem Krankenlager
den Hinterbliebenen:
Walther.
910.
DU, von der Kl,ille21^
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R»9enTd®&
Zährmger Löwen verliehen worden
(Meijmoach W, ** ■«« iie «uf 3^.,^ ,«^°«^- S^c«, «m 13. Aprtt »*n=
WI« nult «nnxnbbar. belieb?,' benn er war bet Typus eines hochmütigen,
• •WuytViiJ Dun rvnfriirfxort tonmnfrfipiifnnhtr^ vnh trine L-ciCrtC waren lUÜ't
Sa. 6UJ ouu lUtt.
Bei einem Verkaufspreis von 900 000 Mk. beträgt demnach der Gewinn 900 000—600 000 Mk. = 300 000 Mk.--50 Proz. Anoers Charlotlenburg: es zieht dieselben Summen von dem Verkaufspreis.' ab, berechnet aber den Gewinn lediglich nach dem AnschajfungspreiS, so daß in dem obigen Beispiele aus 300 000 Alk. Anschaffungspreis 300 000 Mi. Gewinn, d. h. lOO Proz. entfallen. Unzweijethaft rsl letztere Berechnung richtig und allein oemSimie des ganzen Gesitzes entspreä-end; denn der gestiegene Verkaufspreis ist im wefentlichen Folge der gestiegenen Grundrente und die berechtigten Ansprüo)e des Verläufers aus Ersatz seiner Auslagen und Äoftcn werden nach dem Charlottenburger Äersahren vollständig befriedigt. Dos-
Erweiterung tes hessischen Wsorgegesches für Gemeindebeamte.
DaS Gesetz über die Errichtung einer Fürsorgekasse für öi« Beamten und Bediensteten der Landgemeinden und Kommunalverbände vom 29. Juli 1908 soll nach einer soeben an den Hess. Landtag gelangten Regierungsvorlage eine nicht unwesentliche Erweiterung erhalten, durch die der Kreis der beitrittsberechtigten Personen erheblich vergrößert wird. Tas Ministerium des Innern soll nämlich nach der Vorlage, wenn die sonstigen im Gesetz verlangten Voraussetzungen vorliegen, mehreren weiteren Personentlassen das Beitrittsrecht einräumen können. Vorgesehen ist, zunächst folgenden Personen den Beitritt zu gestatten:
a) den Beamten und Bediensteten der der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe unterstehenden gewerblichen Un- wrriclsisanstalten, wobei etwa 20—25 Lehrer und Hilfslehrer m Betracht kommen; b) den Beamten und Bediensteten der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für dessen (es handelt sich um 7 Personen); c) den Lehrerinnen t\'L- Aliee-Industrieichulen und solcher Frauenarbeitsschulen, ue nach der 2lrt der Alice-Jnoustrieschulen organisiert |i;ib; b) den Beamten und Bediensteten solcher rechts,ählger Vereine, die sich der Krankenpflege widmen: c) Ortsgerichls-- vorstehern, auch wenn sie das Amt eines Bürgermeisters nicht versehen, und f) den Beigeordneten der Landgemeinden.
Außer dieser Erweiterung des Wirkungskreises der Für- s»rge werden folgende neue Bestimmungen vorgeschlagen: o cgibt sich, daß die früheren Angaben ilber die Höhe des ruhegehaltsfähigen Einkommens unrichtig waren, so wird letzteres auf "Antrag oder von Amts wegen neu 'festgestellt. (Zusatz zu Art. 15.)
Wenn den Hinterbliebenen auf Grund von § 44 des Jnvalidenversicherungsgesetzes gleichzeitig ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte der für den Verstorbenen entrichteten Beiträge zusteht, so vermindert gich der Anspruch an die Jürsorgelasse nm die Hälfte der Inoatidenverjicherungs- beiträge, insoweit diese aus der Fürsorgetasse bestritten norden sind. (Zusatz zu Art. 37.)
Die Entscheidung über Ansprüche auf Sterbegehalt wird dürfet) eine andere Fassung des Art. 54 durch Klage an,echt- bar gemacht, während seither das Ministerium des Innern hierfür zuständig war.
In der Begründung dieser Vorschläge totrb u. a. ausgeführt: Tie Fürforgetafse ist am 1. Januar 1909 ins Leben getreten. Der Kasse wird aus den Kreisen der bei- trittspflichtigen und -berechtigten Personen ein großes Interesse entgegengebracht. Die derzeitige Mitgliederzahl ist wesentlich höyer, als sie bei Vorlage des Gesetzentwurfs schätzungsweise angenommen wurde. Auch aus dem Umstand, daß von dem auf Artikel 3 des Gesetzes beruhenden Leitrittsrecht in großem Umfange Gebrauch gemacht wird, darf gefolgert werden, daß die Errichtung der Kasse einem -Bedürfnis entsprach.
Wenn nunmehr schon verhältnismäßig kurze Zeit nach dem Inkrafttreten des Gesetzes eine Aenderung desselben vorgeschlagen wird, so ist dies im wesentlichen darauf zurück- Auführen, daß ein Bedürfnis nach einer Erweiterung des Kreises der beitrittsberechtigten Person en hervorgetreten ist. Bei dieser Gelegenheit sollen noch einige andere Vorschriften, deren Aenderung sich als zweckmäßig erwiesen hat, abgeändert werden.
— DaS neue Museum von Messi na , Kunstschätze noch in den Trümmern von Messina der Wicocr- erweäung harren, hat man bereits ein neues Museum in Aus)tcht genommen, das sechsmal größer sein wird, als das frühere und alle geretteten Kunstwerte aufnehmen soll. Prof. © a J i n a 5 , der mit der Rettung mib Bergung der Werte des zufammen- gcßürzten Museums beschäftigt i|t, hat für das neue Museum das alte Kloster von Salvatore bei Grcci ausgewählt, das dem Staate gehört und sich in prächtiger Lage, über die Meerenge von Meiftna hinvlickend, erhebt. Die Retlungsarbetten werden eifrig gefördert; die erste Sorge Salinas' hat dem berühmten^ Dreibild des Antonello da Messina gegolten, das unter den Schuttmasscn aufge- fundcn wurde. Das herrliche Werk ist in seinem mittleren -teile gut erhalten, aber an den Seiten beschädigt. Vorläufig ilt dreies hervorragende Denkmal frühitalienischer Malerei im Mufeum von Palermo untcrgcbracht, von wo c5 dann iiach dem neuen -’Jiufcum übersührt werden wird. Außerdem sind sieben stiitcn mit Silbersachen und anderen kostbaren kunstgewerblichen Gegenwänden gerettet worden, die vorläufig im Palast des Erzbifchofs bewahrt werden. Bald nach dem Erdbeben errichtete man in dem Garten des Museums eine Baracke, wo unter r em Schutz die meisten .Kunstwerke untcrgeöracht sind, die man av.-- den Trümmern wieder hervorgezogcn. Doch sind etwa 400 Gemälde nach der Kirche von Allemanda und nach anderen Orten befördert worden, ^m ganzen hat bisher die Summe von 80 000 Lire für die wichtigncn Wiederherstellungs- und VergungSarbeiten genügt. .Rachhaliige weitere Arbeit galt der Kathedrale, die so viele Mcisterwerle der Xunst besaß. Einen Teil der Marmorbcckeidung des Gattes häuf es auS dem 14. Jahrhundert hat man gerettet. Man hat btc Verkleidung der Apsis wiedcrgestellt, um die Mosaiken des inneren und das prächtige Chorgejtühl des 15. Jahrhunderts zu erhalten, die unversehrt geblieben find. Jetzt Witt man weiter fort, ch retten zu einer teilweisen Wiederherstettung der Kathedrale, um die Erhaltung aller der Werke zu sichern, die nach v ar Händen find, besonders des berühmten Eiooriums aus vergoldeter Bronze und kostbaren Steinen und der Mosairen der Apsis. Tie ..irche Santa Maria, die die Krypta der Kathedrate bildet, ist genutzt worden, da sie sehr beschädigt war. Der kostbare stirchenschatz aus der Kathedrale ist gerettet worden und besinnet sich jetzt im Palast des E.zm.cho.s. Um siden D.ebstahl zu ve.h.nae.n, i(i die K ithedr. l. mir einem Gitter umgeben worden uno wird sorgiAtig bewacht.
— D e r S i e g e r v o n I d ft e d t. Saum Je ist cm feindlicher General so gehaßt worden, wie Gerhard Christoph von K r o g h,
aristokratischen Gamaschenknopfes und feine Siege ivaren nicht seiner Tüchtigkeit zu danken. Schon als Kind von fünf Jahren hatte er infolge seines Adels das Fahnrichspatent erhalten, mit zehn Jahren war er Leutnant geworden. Allmählich stieg er zum Obersten auf, befehligte in Kopenhagen ein Linienbcttaitten und tat daneben Kammerherrendienst. 1848 befehligte er im schleSwig- holsteinschen Kriege eine Brigade und folgte dann alS General-« leutnant dem General Hedemann im Oberbefehl. Ter Waffen^ stittstand von Malmö hinderte ihn zunächst daran, sich bloß zu stellen, als aber 1849 der Krieg wieder begann, schrieb man ihm bie Verluste in der Bucht von Eckernförde zu, und er mußte den Befehl abgeben. 2a ndoch sein Nachfolger v. Bülow bei Kolding geschlagen wurde, erhielt er ihn wieder, und so befehligte er bei Idstedt. 35 000 Dänen standen gegen 25 000 Schleswig-HoMermr, Schützen, Turner, zusarnmengerasste Scharen aller Art. 3in: Befehlshaber, der preußisckfe General von Willisen, tat nichts, um seine Leute zu organisieren, nichts für die Befestigung ihrer Stellung. Ter einzige Befehl, den er in den letzten Tagen vor der Schlacht erließ, war, „die .Haare kurz zu schneidew. Bezeichnend für diesen .Heerführer ist, daß er vor Beginn des Kampfes an Krogh schrieb: „Ich habe Ihnen die Vorteile der Stellung cingeräumt, um Sie von meinen friedlichen Absichten zu überzeugen." Trotzdem hätte infolge des tapferen Eingreifens von Generalmajor v. Baudissin der Tag glücklichi für die ^chleswig- Holfteiner enden können, wenn nicht Willisen sich zu einem schmählichen Rückzüge in dem Augenblick entschlossen hätte, als die Tancn ihr letztes Bataillon einfetzten. Wie hier, verdankte Krogh auch bei Mifsunde und Friedrichstadt seine Erfolge der Armseligkeit feiner Gegner. Später erhielt Krogh das Kommando in Holstein und Lauenburg, bis er 1857 zur Disposition gestellt wurde. .
— Kleine Chronik aus Kunst und Wrssenschast. Der 9. deutsche S t e n o g r a p b e n t a g G a b etsberger, die alle fünf Jahre erfolgende Bercinignng der Vertreter des gut Zelt über 1800 Vereine nut etwa 1UU UUO Mitgliedern zahlenden Teutfchcn Slenographenbnndes ^Gabelsberger" findet uom 22. bis 27. Juli in Stuttgart fiatt. — Am b. ds. ist der Wirkt. Geh. Oberregiernngsrai Pro'cssor Dr. Julins Post m Berlin im 65. Lebensjahre gestorben. — Ten Vorständen der Malernmen- jcliule ui Karlsruhe, Prost Otto K e in m e r (aus Tauber- bischoisheun) und Piost Max Roman, ist uom Großherzog von Toden das Ritterkreuz erster Klasse nut Eichenlaub des Ordens vom
politische Lagesschau.
Reichswertzuwachssteuer.
Aus .zuverlässiger Quelle" erfährt die .Deutsche Tageszeitung", daß dec Entwurf einer ReichSwertzuwachsstcuer dem Neichstage tatsächlich in den nächsten Tagen und nicht erst in der nächsten Tagung zugehen wird. Tas Blatt bemerkt dazu, inbcip eS eine interessante Zuschrift abdruckt, die aiich wir wicdergeben wollen: »Wir Hollen diese Beschleunigung der Angelegenheit für durchaus dankenswert und ziveck-- mäßig, sind aber der Meinung, daß der Reichstag, wenn ihm der Entwurf in der jetzigen Tagung zugeht, ihn unbedingt vor der Vertagung erledigen muß. Das ilt auch recht wohl möglich, da die Frage im wesentlichen geklärt ist. Wie notwendig und nützlich die NcichSwertzilwachssleucr ist, das möge auS folgenden Darlegungen ersehen iverden, die uns gerade heute zugegangen sinder
1. Die frühere „Berlin-Lichtenberger Tcrrain-Aktien-Gesell- schast" hat ihren Namen in „Lichtenberger ^errain-Kkiiengesell- fchaft" umgeändert. Warum? Die Antwort erfolgte in der Hauptversammlung am 18. März d. I., in der der Vorsitzende erklärte, der Nanienswechsel bedeute für die Gefellichaft eine Ersparnis an zulünftiger Zuwachsrente von 400000 Mark. Hier hat offenbar die Freude über den gelungenen Schachzug gegen den JiskuS die gewöhnliche Geschästsllugheit dieser .Herren fur einen Angenblick überwunden und sie den Grundsatz:,,,,So etwas tut inan wohl, aber man sagt es nicht," vergessen lassen. Wir^uiiier- seits können nur die .Hoffnung aussprechen, daß ouic Lssenoerzig- Icit den Reichstag auspornt, durch den zn erwartenden Gesetzentwurf derartigen Machensaiasten ein möglichst rasches Ende zu bereiten. .
2. Das Gründerkonsorlinm für die „Große Oper" beabsichtigte, am Kurfürstcndamnl tu Eharlvttenbnrg Baustellen zu erwerben, bevor die von der Stadt Eharloltenburg in Aussicht genommene Wertzuwachssteuer Gesetz würde. Ter Abschluß der Verhandlungen verzögerte sich aber gerade um so viel jeit, daß die Herren denAmts- richter, vor dem sie den Kaufakt betätigen wollren, nicht incljr in feinem Bureau antrafen; er hatte sich vor einer halben Stunde entfernt. Diese halbe Stunde Verspätung brachte der guten Slabt Eharloltenburg nicht Nlehr und nicht weniger als 12v 050 Mart ein. Denn als der Verkauf am nächsten Tage rechtlich abgeschlosteu wurde, war das Charlottenburger Gesetz über die Zuwachssteuer bereits in Kraft getreten. . .
3. Tis Zuwachs st euer-Ordnungen bedur.en bring.no einer einheitlichen Regelung. Die Erträgnisse der Steuer werocn nämlich sehr verschieden ausfallen, je nachdem bic veraltete Berechnung, wie ne Berlin „natürlich" deibehalten hat, oder die neue, wie sie Charlottenourg ausiteltt, zugriinde gelegt wird. Bernn rechnet da, bei demselben Objett, wo Charlottenburg 100 Prozeni Gewinn besteuert, nur 50 Prozent heraus. Und das geht so zu: Berlin zieht von dem Verläufswerte des Objektes nicht nur den Einkaufswert ab, sondern auch die übrigen nach dem Gesetz ab- ^ugsfahigeu Auslagen des Verkäufers, nämlich a) Die nachgewiesenen Höften des Erwerbs (Stempel, Umsatzsteuer usw.) bis zu 5 Prozent deä Anschafiuugswertes, b) die nachgewiesenen Ailsgaben für dauernde Verbesserungen. Demnach ergibt die Rechnung für Berlin zum Beispiel (nach dem „Verl. Tageblatt' ):
Erwerbswert des Terrams .... 300 000 Mk. Anzureehnende Zinsen u. Verbefserungen 200 000 „ . Ctraßentoflen........ . iPoonO „
Aunst, LvijssnschasL und Leben.
— E i n neues I l l u ft r a t i o n S verfahr en. Eine Er- findung, die im gesamten Buch- und Zeitungswesen tiefgreifende Uimvälzungen hervorzurufen geeignet ist, ist dem in Fachkreisen •;it langem bekannten Jluftrationslechniler Dr.- Eduard Merians in Freiburg im Breisgau geglückt. Durch den sogenannten Rota« i.ons-Tiesdruck ist es von jetzt au möglich, Photo grab nren mit allen 1 rinftcn Einzelheiten unmittelbar auf gewöhnliches Z e i- lilngspa stier zu drucken, so daß jic fast wie photographische Originale Wirten. Dr. Mertens ^rt sein neues Verfahren dieser Tage zum erstenmal in einer Sondernummer der „Freiburger Zeitung" der Oeffeiitlrchkeit vorgefstl-rt, und der Eindruck dieser Illustrationen, die bisher nur auf besonders hergestelltem Klinst- druckpapier n iebergegeben werben ßonnten, ift schlechthin verblüffend. Die Tageszeitung kommt damit in die Lage, illustrativ dasselbe zu leisten, wie die auf geglättetes Papier gedrucktem illustrierten Zeitschriften, und bic ästhetisch bisher noch ziemlich mangelhasl wirkende ZeitungsUluftration erfährt dadurch; gleichzeitig eine un- g-:mtinc Verbesserung wie eine Erweiterung ihrer Leistnngsmöglich- Aiiten. Auch; für das Jnseratenweseii dürfte das neue Verfahren r.:n einsckneu>niber Bereulnng werben, und in welchem Grade der 'Buchi-JUustration durch diese technische Vereinfachung neue Wege erschlossen werden, läßt sich vorläufig noch gar nicht übersehen. Dr. MertenS hat, wie wir einer Mitteilung der „Graphischen Well" entnehmen, als simgiähriger 2weiter eines bedeutenden graphischen Unternehmens Gelegeirheit gehabt, alle graphischen Vier fahren cingefcnb zu studieren und fick, zur Aufgabe gemacht, das schönste aller Bilbdruckverfahren, den Kupfer druck, für die Allgemeinheit brauchbar zu machen, insbesondere für den ZeitungSvruck. Ein mehr als zehniahriges Studium führte den Erfinder im Jahre 1903 zuerst zur Ausbildung der Textilwalzen- Phategravüve. Um diese zu erproben, verlegte Dr. Rtertens seine BersnchSanstatt von Berlin nach dem Elsaß, der Wiege der deutschen Texttlindustrie. Aus dem Wege vieler Versuche kam er fo zu b<m nun vollendeten Verfahren des Zeitungs-Kupfer- brncks. Damit ist ein von vielen graphischen Technikern feit bangem erstrebtes Ziel erreicht. Ter neue Bilderdruck Fann auf bas geringste holzhaltige und rauhe Papin und in jeder beliebigen Farbe angewendet werden, ohne daß bie Schnelligkeit des Zei- tiimgs-Rotatwnsdruckes baourch irgendwie beeinttächtigt wird. Für iwe Verwertung des Verfahrens hat sich die „Teutsck>e Atertens- Wseltschaft" in Freiburg i. B. gebildet. Aehnliche Tiesdruck- o^rfcchven kannte man wohl schon feit einiger Zeit unter anderem Kamen wie „Mezzotint" (Bruckmann, Münch-en), „Heltetint"
fentlid) ist in dieser Beziehung der Buiidesrat und der .hciutftng klüger als die Sßcrtrctcr der Stadt Berlin sind, und gleichzeitig weniger — zartfühlend gegen die Spekulanten.
Nicht nut Unrecht i‘t häufig hervorqehoben worden, daß man die Wertzuwachsstener den Gemeinden überlaßen sollte, die den besonderen Verhältnissen mehr Berücksichttgnng em- räumen könnten.
Nr. 84 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 12. AprU 1910
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stlr Äe Tagesnummer Rofdfionsbnid und Verlag der Vrühl'schen Unrv.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Erpedition und Druckerei: zchttlstrahe 7. Aiizeigenleil: H. Beck.
dir Dormütagd 9 Uhr.
Line Niederlage der Engländer und Nüssen in Persien.
Wie die Engländer und die Russen Persien ganz unter ihren Machtbereich nehmen wollen, beweisen btc Bedingungen, die sie für die Geivährung der Anleihe auf- teilen. Da die persische Regierung diese Bedingungen rund - veg ablehnt, darf man aus das weitere Vorgehen der beiden Mächte gespannt sein:
London, 11. April. Reuter zufolge, wurde unter die, von England und Rußland für die geplante perstsche Anleihe gestellten Bedingungen die Vercinbamtng ausgenommen, daß das Programm der Ausg ab en der englischen und russischen Gesandtschaft unterbreitet werden muß. Tie Ausgaben sollen von einem Ausschuß, der aus dem Finanzminister als Vorsitzenden und vier Persern und zwei Fran^)sen tn persischen Diensten, Bizet und Mornard, besteht, kontrolliert werden. England und Rußland sollen, jedes Land in fernem Interessengebiete, zunächst das Recht habcn Ersen- bahnkonzessionenabzulebnen. Rußland soll das Schissahrtsmonopol aus dem Jrmrasee erhalten. Als Unterpsand für die zu leistenden Vorschüsse sollen die Zölle dienen. Der Zinsfuß sott sieben Prozent betragen.
Teheran, 11. April. Die p e r si s ch e Re gi e ruu g teilte der englischen und der russischen Gesandtschaft mit, daß sie nicht in der Lage sei, bei der auswärtigen Anleihe irgendwelche Bedingungen anzunehmen, außer solchen, die sich auf die Verzinsung, Amortisation und hie Sicherstellung bezögen.
Die Erklürimg ift gleichbedeutend mit der Ablehnung der vorgeschlagenen gemeinsamen Hergabe einer Anleihe von 400 000 Pfund Sterling seitens Rußlands und En glands.
Die Festtage in Jerusalem.
Jerusalem, 11. April. Prinz Eitel Friedrich reitet morgen nach Jericho, wahrend die Prinzessin in Beglettung des Botschafters Frhrn. Marschall von Biebersleiil verschobene Wohl- tätigkeiisanftaltcn besuchen wird. Frhr. Marschall von Biebersttin reist übermorgen nach Maifa zum Besuch der württembergnchen Templertolonie, dann nach Beirut und voir Beirut immer an Bord der „Lorelev" über Smirna nach Konstantinopel.
Bei dem gestrigen, von der Stadt gegebenen F ruh st ü ck brachte der Gouverneur einen langen, begeisterten Trink sprnch auf den Kaiser, die Kaiserin und den Prinzen und die Prinzessin Eitel Friedrich aus; er gedachte der Reise des Kaisers nach Jerusalem und hob die Freundschaft Deutfchlands zur Türkei hervor, als deren Aufdruck die Bevötterung die Reife des prmz- lichen Paares betrachte. . .
Der Prinz antwortete nut einem Trink,pruch auf den Sultan. Geladen waren sämtliche hohe Feftgäfte, die türkischen Behörden, Konsuln, Patriarchen und der Erzabt von Beuron. Währeno des Frühstückes erhob sich ein heftiger Sturm und Gewitterregen, so daß der Prinz und die PrinzefsiN auf die Teilnahme an der Festfeier des katholischen Paulushospiz, die unter einem großen Zelt stattfand, verzichten mußten.
Zu dem am Abend auf dem Oelverghofpiz stattsindenden Elfen waren 150 Einladungen ergangen.
Am Vormittag fand die G r u n d st e i n l e g u n g für das dem 9lcgierungyuaunici|ier Leibuitz in Austrag gegebene^ obanuiter- Hospiz aus dem Muristan statt. Frau Oellerman kündigte hier-


