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bas Friedberger Rathaus
Der Zriedberger vombenanschlag vor öen Geschworenen.
(Schluß)
Urteil verkündete, wonach der Angeklagte Werner
Der Oberstaatsanwalt geht dann auf da- Ziel der Friedberger Tat ein, den Ueberkall der Bank. Es bleibt sich gleich, wer hier die Schüsse aus den Beamten der Reichsbank abgegeben hat, denn auch hier haben beide Verbreä)er gemeinsam gehandelt. Der eine ist so schuldig wie der andere. Was die Schüsse anlangt, so handelt es sich um einen Tätungsoer- s u ch ulid nicht, wie die Berteidigung will, um eine Körpcroer- lehung. Zum Schlüsse seiner Ausführungen bestreitet der Oberstaatsanwalt, dass Werner der Verführte war, er mag der Willens-! schrvächere gewesen sein, aber ohne fein Wollen waren die schrverrn Verbrechen nicht möglich und das Verbrechen in der Reichsbank Leigt ihn uns direkt als Täter, als einen Menschen, der die Hauptrolle führt. Er war es auch, der die völlenmaschine in das Rathalis getragen und dort niedergestellt hat. Die Verhandlung hat gezeigt, mit welch intelligentem Menschen man es bei ihm zu tun hat. Ware die Tat aus die Bank gegllaU, so waren weitere Bonibenanschläge gefolgt.
Meine Herren Geschworenen, so schloß der Ankläger seine! Rede, leisten Sie durch Ihren Spruch dem Rechtsschutz einen| großen Dienst und sprechen Sie den Angeklagten schuldig als Mittäter, damit er bestraft werden lann,| wie es das Gesetz will. I
Es folgt darauf die Rechtsbelehrung durch den Vor- sitzenden, X, an b q e r i ch t srat Schmidt, die etwa dreiviertel ^tunöen in Anfpruch nimmt, so daß sich die Geschworenen um I Uhr mittags in das BeratungSzimmer zurückziehen. Um 2 Uhr oor Saal und die Damengalerie ist dicht gefüllt — verkündet der Obmann Bürgermeister Schultheis-Bingenheim den
Wahrspruch der Geschworenen, der dahin ergebt:
Der Angellaate Werner ist schuldig des schweren van- U-SR » in der Pulverfabrik St. Ingbert. Die für
biefc Tat gestellte Frage nach mildernden Umständen wurde ver- nemt Femcr wurde ocrneint die Frage, haft der Angeklagte in rzranksurt a. M. teilweile durch Sprengstoffe die Villa Mayer1 zerstört hat, dagegen bejaht daß hier das Verbrechen nach ß 5 des S prengstojsgcsetzes gegeben sei. Ferner ist von den Gclchworenen beiaht die Frage des schweren Er- p r e s, u n g s o e r s u ch s , begangen an beirt Bankier Mayer Auch wegen des B ombenattentatesam Rathause zu Friedberg wird ein «schuldig gesprochen, dagegen das Vorliegen eines gleichzeitig damit begonnenen Mordversuchs, begangen an den Personen, die im Rathause anwesend waren oder anwesend gewesen sein fönnten, verneint. Bejaht wurde weiter der Versuch des R a u b e s an der Friedberger Reichsbank, der sich als Vandenraub darltellt, Dagegen auch hierfür die gestellte ,;rage nach mildernden Umständen versagt. Endlich mich wurde auch der T o t s ch l a g s v e r s u ch , begangen an dem Bankvorltand Mayer in Friedberg, bejaht.
Der Oberstaatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß der Wcrhripruch der Geschworenen der Berichtigung be - d a r f. Sie haben entgegen den Bestimmunaen des Gesetzes in erner füx den Angeklagten günstigen Entscheidung wegen des I
Der Verteidiger führt zum Schluß auS, eS habe der junge Mensch schwer gefehlt, schwer sei die Strafe, die ihn treffen muß, aber es sei Pflicht der Richter, die Schuld des Angeklagten auch nur mit dem Maß zu messen und so abzuwiegen, wie eS den Beweisen, die erbracht seien, entspricht, wobei im Ztveifelsfall &11 Gunsten des Angeklagten zu entscheiden ist.
, * ,.cr Verteidiger Dr. Tuteur plädierte sehr warln dafür, vag die Geschivorenen dem Angeklagten, der eben erst dem stras- mundigen Alter entwachsen wäre, da, wo es das Gesetz zulasse, die Mildernden Umstände nicht versagen möchten. Er habe unter | «l u&^lngeß gestanden. Er müsse anerkennen, daß sich der Anaeklagte schwer vergangen hat, aber selbst wenn Werner auch nur schuldig befunden werde im Sinne der Fragen, die die Verteidigung zu stellen beantragt habe, werde man ihm ein vollgeruttelt Maß der Strafe xuerfennen.
Oberstaatsanwalt Lang wendet sich ganz energisch dagegen, daß der Angeklagte die Milde des Gesetzes verdient habe. Der Verteidiger habe davon gesprochen, daß man den lungen -utann, der beute auf der Anklagebank sitze, bedauern müsse. Er könne auch sagen, es tue ihm leid, daß ein Mensch mit solcher Intelligenz zum Verbrecher geworden wäre, rtoer gerade der Umstand, daß man es im vorliegenden Falle I MU einem klugen Menschen zu tun habe, der absel/en konnte, welche schweren Folaen seine Taten haben konnten, zwinge ihn, den Vertreter der Anklage, dazu, dafür einzutreten, daß die Geschworenen dem Angeklagten mildernde Umstände versagten. Meine Herren, so schloß der Oberstaatsanwalt, bedenken Sie, daß es leicht hatte sein können, daß das Rathc-us in Friedberg zusammen- gesturzt wäre und die 16 Beamten unter sich begraben hätte und I Dab bann zahlreiche Frauen und Linder ihrer Ernährer beraubt worden wären. I
glaub nm rbig
Sicherheit anaeimesen ist Der Verteidiger ist' der Ansicht, daß man im Fall der Schüsse nicht wissen kann, wer den Schuß, der den Beamten verletzend traf, abgegeben hat. ES waren zwei Schüsse, einen davon gesteht Werner abgegeben zu haben, den -wetten bestreitet er. Der Sachverständige Dr. Popp hat zu- gestanden, daß sehr wohl möglich die Browningpistole losgehen konnte ohne den Willen des Werner. Wenn es nun dieser Schuß war, der den Meyer traf, so liegt doch nur fahrlässige Körperverletzung vor. Es kann aber auch möglich sein, daß Wingeß ebenfalls geschossen hat und daß dieser den Beamten getroffen i bat. Der Wille der Leute war, in der Bank Geld zu stehlen! und den Beamten, wenn er Widerstand leistete, zu fesseln, um den Widerstand zu brechen. Nach der ganzen Sage des Falles fei nur eine Körperverletzung gegeben, die auch nur zu strafen sei.
stehen einem steuerfreien Erwerbsvorgange < sie vor dem 12. April 1910 abgeschlossen wor!
Die 8Z 12 bis 14 werden unverändert in der Fassung zweiter Lesung angenommen. Nächste Sitzung Freitag.
** Eisenbahnperfonalien. Dem Großh. Hess. Eisenbahn-Unter-As,Menten Wilhelm Trän kn er, Zua- juhrer Karl Appel und Weichensteller 1. Klasse Heinr. Mißler zu Ghc^n ist von dem Großherzog die unkündbare Änstelluug verliehen worden.
** Stadttheater. Unter den wenigen Lustspielen, die in unserer an erfolgreichen Novitäten so armen Zeit sich zu behaupten wußten, steht Richard Skowronecks „Hohe P o l i t t k" mit obenan. Das liebenswürdige Werk das im Freitagsabonnement zum ersten Male gegeben wird' macht gegenwärtig seinen Weg über die Bahne und dürste auch hier bei der sorgfältigen Vorbereitung unter foerrn Nordens Siegte den gewohnten Erfolg erzielen.
Nach einem kurzen Schlußwort des Verteidigers erhält der Angeklagte das Wort. Er erflärt kurz, et wolle versichern, daß er bie Bombe in ber Villa Meyer nicht gelegt habe, baß bieS vielmehr burch Wingeß geschehen sei. Es sei auch nicht seine Absicht gewesen, den Bankvorstand Mayer in Friedberg zu toten oder zu verletzen. Er habe sich auf der Flucht befunden. Mayer habe ihn stark verfolgt, und da habe er in der Ausregung und mit der Absicht, ihn von der Verfolgung abzuhalten, den Schuß abgegeben. Er wisse nur von einem (jöajuß, und wenn wirklich, was er immer noch bestreiten müsse em zweiter Schuß gefallen fei, dann habe fich die Waffe von selbst entladen.
Oneudach und wurde dort am 1. Oktober 1902 als Ebenda 1)11- assistent mit einem Gehalt von 1900 Mk. und 620 Mk. Wohnuags- -wchuß fest angestellt. Born 28. Mai bis 16. August v. I. vertrat er einen Oberbahnassistenten in der Führung dec Sclxrllt.-rkastc, wobei er in elf Fällen vereinnahmte Gelder in Hobe von 8b/,3a ‘M nicht an die Kasse ablieferte. Der bisher unbestrafte Angeklagte bezeichnete die Unterschlagung der ihm anvertrauten Gelder als Verzweiflungstat. Er fei bereits als junger Unteroffizier durch Fehlen jeben Zuschusses in Schulden geraten, diefe haben sich trotz einfacher Lebensweise gesteigert und um die zuletzt drohend- Mobiliarversteigerung durch den Gerichtsvollzieher zu vermeiden, habe er sich, in dec Absicht baldiger Zurückerstattung, das Geld ungeeignet. Don dem Schaden konnte die Bahnoerwallung ätiO ^ark durch Gehaltsabzug decken. Der Angeklagte wurde unter Zubilligung müderer Umstände zu acht Monaten Gefängnis venrrteüt. Die Geschworenen beschlossen einstimmig em Gnadengesuch für ihn zu befürworten.
M a i n z, 6. Dez. (Eine E r p r e s s e r g e s ch i ch t c.) Vor ber hiesigen S traffammer stand heute ein sonderbarer Mensch m der Person des 29 Jahre alten Arbeiters Philipp Frank aus Worms-Pifsligheim, geb. zu Mens heim. Er hatte zu Butzbach wegen verschiedener Gaunereien zwei Jahre Gefängnis zu verbüßen. Als nur noch wenige Zeit bis zu seiner Eittlassung war, benutzte er die Gelegenheit, auszubrechen. Er waiidte sich nach Worms und suchte zunächst seine Sträflingskleider gegen andere zu vertauschen. Der Sohn eines Wirtes, Den er [aiuUe, füllte ihm die nötigen Sachen überlassen, die Geschichte schim jenem aber zu aerährlich und dafür wollte sich später Frank an ihm rachen, Er (djikb an däe Wirtsfamüle einen Brief gerneinstcst
Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Tuteur, plaldierte dahin, daß der Angeklagte weniger schuldig sei, alS wie die Anklage annehme. Er sei nur der Beihilfe bei dem Diebstahl in St. Ingbert schuldig. Auch bei dem Verbrechen gegen die Vüla des Bankiers Mayer liege keine Mittäterschaft vor. Der Anschlag auf das Frievberger Rat». Dliri3Prl, Haus fei nur unternommen, um die Aufmerksamkeit der Fried- berger Bevölkerung von dem Bankhaus abzulenken. Es lam Xa ihnen nicht daraus an, Menschen bobei zu töten, sie haben auch ntch. nicht daran gedacht, daß bei der Tat am Rathaus überhaupi' • Menschen in Lebensgefahr geraten würden. Sie lanrUcn [a Die Oenlichkeit im Gebäude nicht so wie die Bewohner von Friedberg. Darum sei die Fraa e wen en Vkordoersuch zu verneinen. Edenio sei zugunsten des Angeklagten die Absicht ber Tötung gegenüber dem Bankbeamten von ber Hand zu weisen. Es seien über bie Tatumstände im Reichsbankgedäude durch die Zeugen, bic stch während der Tat in einer gewissen Erregung berauben, so unzuverlässige Bekunbungen gemacht, baß man nur auf bie glaubiinirbige Darstellung bes Angeklagten übet ben Vorfall mil
Mill | HIC L JUlilLCll UHU y Luyem rjtj;
-- - -----e । tereffe. Die Pausen vor und w.ihrend b:§ Vvr.r.iaes füllte
b er’ bTrag"e‘r h'Je^n bec Gesangverein Germania durch Vortrag einiger treff, icht zu erkennen. lich gefundener Ehöre in angenehmer Wcije aus, wofür ihm ... -------------------- ^uteur plaidierte für von Den Zuhörern reicher Beifall gespendet wurde. Ein
leine zeitige ZuchthauSstraie. Man habe es mit einem erst 20! weiterer Familienabend soll im Anfang des neuen Jahres Jahre alten Menschen zu tun, den man doch nicht sein lebenlang slaltfinden; an ihm wird der Ortsgeistliche einen Vortran m,r Zuchthaus surren soll Werner sei van Wingeß vershhrt, über bie Vergangchlhcit von Sleinbach halten. 3
|CI sich ber Schwere seiner begonnenen Taten auch wohl nicht so Weickartsbain 7 Di-r er ist mnn .
bewußt gewesen. Die Strait fall dach auch ben Zweck ber hnt ^Maiierl e h pH en Hm:f
höeiferung haben und nicht bazu angetan sein, ein junges Men- ^x^.'Ibrleitungs arbeiten beschaili'ü. Unser schenleben auSAntilgen und zu vernichten. Die Aberkenn 'n" her I jorl . mit Dem Wasserwerk bei Geü^ha stn, 'bürgerlichen El^rei-.rechte lalle er gegenflbei einem so jugendliche bas ule Gemeinden Lumda, Beltershain, Reini-ardshain
"len wie Weiner für nicht am P.a.e. Dle,er habe bei i.iucr Stangenrod, Atzenhain und Lebnheim mit Wasser versorgt j. J überhaupt noch keinen Ciaeakrer. Er habe auch bie Tat I angeschlossen. Tas dem Werke so nahe liegende licht aus gemeiner Gesinnung heeanS getan, sondern fei durch Hausen ist noch nicht angefchlossen. — Wie verlautet soll PpL/ H unb Schunbromane, bie er am Wasserwerk bei Geilshausen eine mit Wasserkraft »u
Mimnniprt n Sj”1 unb. in ,l(^ ausgenommen habe, bazu vetreibende Molkerei errichtet werden. "
Disponiert gewesen. Man möge auch an bie armen Unglück-1 1
lichen Eltern Denken, ordentliche brave Leute, unb bem Sohn I m.-
| Durch eine zeitliche Strafe Gelegenheit geben, sich zu bessern unb | gut zu machen, was er gefehlt habe. Der Vertechiger oittet ben den Gerichtshof, auch von ber Polizeiaufsicht abzusehen.
Der Oberstaatsanwalt protegiert gegen bie Ausfafsung deS
Verteidigers, daß Werner nicht aus gemeiner Gesinnung gehanbclt i ~ ..
habe. Wer so handelt, dessen Ge innung könne man nicht anders I uc °ie ^amStagSauSgabe beliebe man schon am Freitag ^-«chnen al- er es getan habet zudem habt bie Allat-netn- vormittag zu bestellen. Nur bann ist e, mSglich, ber 6ak. beit em Recht, gegen Derartige Verbrecher energisch geschützt zu I .nA,. ® o. . . . . L 9
werden und das könne nur geschehen, wenn man Den Angeklagten! ausstallung ber Anzeigen diejenige Sorgfalt angedeihen zv b<U1C^2- K c, u r • ar .etc lassen, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist.
Der Verteidiger bemerkte, daß er mit seinen Ausführungen ' den Vertreter ber Staalsbehörbe nicht habe verletzen wollen.
Der Angeklagte verzichtet auf das letzte Wort, woraus sich der Gerichtshof zur Beratung zurückzog. *' ' ""
big er Beratung kehrten die Mitglieder des Saal zurück. Feierliche Stille tritt ein, Lanbgerichtsrat Schneider das
i2* l91,0 "ach tym bestimmen. Rechts-1 Mordversuchs das Stimmenverhältni» anSgedrückt, mttl Landkreis Gießen.
aeschäfte der im § 2 bezeichneten Art (Uebertragung der dem d„ Entscheidung gefaßt ist. Das sei unzulässig und er bitte 7 Der Von in
Recyte der Erwerber aus Veraußerungsgeschästen usw.) durch einen Gerichtsbeschluß eine Berichtigung dieses ' TrL- ' ^0. Dez., bij
---=--------— ------ -- gleub, soweit Punktes burck die Geschworenen herbeizuführen De? Verteidiger ^^tag, 16. Dez, findet die Tuberkulose-Aus.
Den sind" I,£cr ^lulicÄ, daß ber Vorsitzende den Geschworenen milteilen ße U 11 n lm <Saale jurn Gambrinuv hier statt. Auf bie "Ee, daß es sich hier nicht nur um eine Formsache Eröffnung, die am 10. Dezember, vorm. 108/4 Uhr, ftatt- yanbelt, sondern daß diese bas Recht haben, wenn sie sich wieder findet, machen wir befondcrs aufmerksam. Bei ihr wir^ in das Beratungszimmer zurückgezogen haben, an dem Wahr- der Vorsitzende der Landesversicherungsaustalt Dr. Diek spruch -u andern bezw. auch in irgenbeinem Punkte eine andere einen erläuternden Vortrag über die Tuber.'ulose an banh K®coen?iefffrf?uJfaffunn?. tcr ber Ausstellungsgegenstände halten. Da die Ausstel.un
Vertreter der Staatsbehörde ganz entschieden. Es könne sich im unentoeltlick au ich en ist werden die nrtaheynnhnpr “ 9 vorliegenden Falle nur darum handeln, eine Berichtigung vor- 1 nmf ipalnhpn t !°le
zunehmen. Der Gerichtshof beschließt im Sinne des Staats- Uiegenben Ortschaften mit Rücksicht auf ben
anwalts, worauf sich die Geschworenen noch zweimal zur Erledi-! der Ausstellung auf sie hingewiesen. Besonders ist ! gung ber formalen Anstände zurückziehen. zu empfehlen, daß die Aerate, Vorstände der Sdjulcn, Korvo-
Oberstaatsanwalt Lang nimmt daraus das Wort zur S t r a f - rationell, Krankenkassen, Arbeilerorganis -tionen und Leiter zurnessnng. Er verweist daraus, daß das schwerste der be- öon Fabriken auf die Ausstellung aufmerksam machen aangenen Verbrechen das Attentat auf das Friedberger Rathaus = Steinbach, 7. Dez. (Verspätet etnaenanaen' Die kommen die 88 306, 307^ 308 des St. G B Am Sonntag hielt der hiesige Zweigverein des Eoäna
t - rQlr fct, "ner außergewöhnlichen Gemein- «„ndes seinen ersten ^amilienabend A 9" Gefährlichkeit ausgesührt. Der Angeklagte hat bei den von XL, „ mufpr- h-nr \ .f ?’fCau'
chm begangenen Verbrechen auch ein- außerordentliche Der- J! ? bis aus bcn letzten Platz besetzt,
brecherische Gesinnung gezeigt. Er hat, obschon er inI^uch einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Vor- guten Verhältnissen lebte, und ohne Not sich Mittel zu einer Menbcn des Zweigvereins, Pfarrer Koehler, sprach ausschweifenden Genußsucht verschassen wollen. Ein sörm- Psarrassistent Schorlemmer über Land und Leute in l i ch e r Kranz gleich schwerer Verbrechen reiht sich D e u t s ch s ü d w e st a f r i k a und führte an der Hand zabf. der schwersten ^at an. Es entspreche bem allgemeinen Rechts- reicher sehr schöner Lichtbilder die Zuhörer durch die Kolons »b -'n eine ^ren^e Strafe ausgesprochen werde, weshalb hindurch. Dem fast li/2ftüiibigen Vortrage [Jjten bic An w'gen der übrigen tourttlng* stehend ± fr
Ehrenrechte unb auf Polizeiau . Ter Verteidiger Rechtsanwalt Dr.
Nach etwa l^stün- , Kreis Lauterbach.
Gerichtshofes in den I (!) Qu eck, 7. Dez. Die Wahl des am 26. Nov. zum als der Vorfitzende Beigeordneten gewählten Konrad Schmier LI. hier ist, von der Geaenpariei angefochten worden. Es füllen bei der Wahl entgegen der Wahlvorschrist verschiedcm wegen bet Tat auf Elster ihre Stimmzettel persönlich in die Wahlurne gelegt das Friedberger Rathaus zu lebenslänglicher I N. , auch Hatte der Polizeidiener einzelnen Wäyleru die Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Wegen der übttgen öer- , vbgenommen und diese feldst in die Urne gebrechen wurde auf eine GefarntzuchthauSstrafe öon • vermutet, die Wahl wäre hierdurch zugunsten
10 Jahren erkannt. Ferner wurden bem Angeklagten bic $5$ t^7?ier beeinflußt worden. Der Gegenkaudidat Hch. bürgerlichenEhrenrechteauflOJahreaberkannt . erhielt nur vier Stimmen weniger.
und die Polizeiaufsicht verhängt. Die zu den Verbrechens. ,,<>!) Dirlammen, 7. Dez. Am Dienstag abend um gebrauchten Werkzeuge und Waffen wurden ein g e- ber Hof reite des Laitdwirts Ziegen-
sogen. Die Gründe bes Urteils decken sich im allgemeinen h * n vier Feue r aus, das die Scheuer und den an- -efetz zulasse,! cuit den Ausführungen bes Oberstaatsanwaltes. I grenzenden Stall in Asche legte. Das Feuer soll durch
Der Gerichtshof war der Ansicht, daß bie höchste zulässige umgefallene Laterne, bie in der M,euer stand, zum zeitliche Strafe von 15 Jahren bei der Schwere des Anschlages Ausbruch gekommen fein.
auf bas Friedberger Rathaus keine ausreichende Sühne fei, da in n. Schlitz, 7. Dez. Heute sind 25 Jahre verflossen der Jugend und in der angeblichen Verführung des Angeklagten seit dem Tage, an dem GrasEmilFriedrichzu Sckflitz durch -^mgeb kei n M i l d e r u n g s g r u nd gesunden werden genannt von Görtz, die St a n d es v e r r s ch a f t Sck l ii! könne. Ein Men^y von so hervorragender Intelligenz wie übernahm. Graf Görtz ist bekanntlich PrüLdenl der Ersten Werner hat die ganze L>ck)were des Verbrechens erme en können, vessischen Kammer Die aräflickeu Gtckänl^
Er war von feüicu Familieriangehörigen gewarnt worden, fidj ? 1 mtr^Ll! mit Wingeß abzugcbeii, er hat es nicht getan und durch ihn heutryen Tages Fahnenschmuck. Der Graf
s und die Bombenattentate überhaupt erst ermöglicht worden. Es I 1 £ zurgetr nicht hier.
bandele sich um gemeingefährliche Verbrechen, um einen ganzen --'--— ji
Kranz von den schwersten Straftaten, die mit seltenen Raffine-1 CattOWirtlcbafi*
Wir rein eid ®cto>öormmhrf[en 65d. bevbsichlign, ÖH J | efi dil e V u d n (‘L's "i u r' i r”üV: e
dieser Absicht bei seiner Abreise gestern abend nichts bekannt h^t ^n fernem Gefolge sehr häufige Erkrantuugen des Rind» Das G n a d e n g e s u ch ist, wie man uns mittellt, bereits zur ^oyes. Dre Stalle, in denen Derartige Fälle nicht vor- Unterschrift in Umlauf. kommen, find fast Ausnahmen. Einen gleich ungünstigen
■ -----— « « ■ . Einstuß übt das fchlechLe Futter aus auf Die Milchergiebig-
AUS Stabt unb Lariü. kett der Kühe. Die PLolkereien klagen über Den ganz b»
IT R 1Q1A deutenden Nachlaß der Milchlieserung, die sonst um bie
h{, ® ': 8. Sejembre 19ia gleuhe Zett des Jahres Diel bejier geivejen sü Neben der
m , ©eßen Die Schundliteratur! ich leasten Qualität des Futters mag auch die überaus späte
Rat und DtaDtverordnete der Stadt Chemnitz be- Feldbestellung beide Umstände mitverschulden. Man sah
wttlmten kürzlich die öumme von 15 000 Mk. zur Vervoll- noch in diesen letzten Tagen den Landmann im Felde mu
standigung der Büchereien an den Volksschulen. Die Volks- seinen Rindern pflügen. °
fchuldibliotheken sollen mit guten Jugendschristen ausge-1 " — ■ ■ ——,
stattet und jo in die Lage versetzt werden, den Kampf gegen <Bcrid>t»jaaL
| ferstersÄ »“ää ?„*ä
reckst schönen Bahnanistenten A. Stern aus Reichelsheim i. D. Wetlet.au, uoyli- Erfolgen geführte Kamps gegen den Schund in der Jugend- hast in Frankfurt a. SUL, wegen Verbrechens im Autt. Der Aw ltt«atur kann durch Bereitstellung öffentlicher Mittel nur getiagte, der früher Vi-ejeldu-ebel des Jnf.-Regts. Nr. 168 in aeiördert werden, und der KampffondS derer, die gegen '-ouebacb toar, kam im Jahre 1907 als Eisenbahndiätar nach dis höchst zweifelhaften Erzeugnisse der Jugendschriften- fabrifation zu ^-elbe ziehen, ist im allgemeinen nicht so beschaffen, daß er solcher Unterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht bedürfte. Wenn nur die Eltern und alle, bie Kindern Bücher kaufen, all diese Bemühungen noch kräftiger unter- stützen wollten! Gerade die Tage vor Weihnachten, für viele die einzigen im Jahre, an Denen sie Bucher als Geschenke kaufen, bieten ihnen Gelegenheit, und die zahl- reick>en billigen und guten Bücher, auf Die sie in Ausstellungen und Verzeichnissen usw. aufmerksam gemacht werden, geben ihnen die Möglichkeit, tatkräftig milzuwirken beim Kampfe gegen die exfmnbliteratur.


