hab«, ro i c dies d a - > Gesetz auch bestimme. Ter Heber - schuß müsse zur Bestreitung der Gemetnöcousgaben verwcnLt werden. Ter Kreisausschus; des Kreises Gießen wies die Reklamation ob, der Provinzialausschnß entsckned. daß nur der Reinerlös aus Holz, nicht aber der aus Steinbrüchen verteilt werden dürfe und der Verwaltungs-Gerichtshof lwb die Ent- scheidnng des Provinzialaüsschnsses aus und wies die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an die Vorinstanz zurück. Ter ProvinzialauSschuß erkannte demgemäß heute nach dem Antrag der Reklamation.
Gegen Karl Görg in Friedberg hat das Kreisamt Büdingen einen Polizeibcfehl erlassen, in dem ihm aufgegeben wurde, mit sei neckt Steinbruchbetrieb bei Liß berg mindestens 3 Meter von dem Friedhof der Gemeinde Lißb,rg entfernt zu bleiben, weil sonst die Gefahr eines Einsturzes be stehe. Görg wandte sich an den ProvinzialauSschuß und suchte heute nachzuweisen, daß keine Gefahr vorhanden sei. Ter Provinzialausschuß kam nach Anhörung des Gewerbcrats Dr. Gerhardt von Gießen zu einem anderen Ergebnis und wies den Rekurs-ab.
'Ter Punkt: .Hilfsbedürftigkcit des .Heinrich Kaiser von Orleshausen wurde auf Antrag des Vertreters der einen Partei ausgesetzt.
Durch die Hofreitc des Georg Kirchner zu Hain- Gründau nehmen 3—4 Nachbarn ihren Durchgang nach der nahegelegenen Wirtschaft Goldschmidt. Als Kirchner den Durchgang schloß, beschwerten sie sich bei dem Kreisamt Büdingen, das einen Polizcibesehl gegen Kirchner erließ, in dem die Offen- Haltung des Durchganges verlangt wurde. Der Provinzial- ausschuß hob den Polizeibcfehl auf, da er gesetzwidrig und damit unzulässig war.
Ans Stadt und Lnnd.
Gießen, 11. Juni 1910.
• * Tageskalender: Feier des 25jährigen Bestehens des Männer-Turnvereins. Samstag abend Festkommers. Sonntag: Festessen, Festzng, Musterriegenturnen und sonstige Aufführungen, Festspiel. Montag : Schüler-Wetturnen, Festspiel nsw.
K i n e in a t o g r a p h: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung. *
• • Lehrcrpcrsonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Aug. Heldmann aus Kirch-Brombach eine Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Trebur. — Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Wieseck.
• * Der Ern st-Ludwig-Verein, Hessischer Zentral- vercin für Errichtung billiger Wohnungen, wird seine Hauptversammlung am Dienstag, 21. Juni, in Darmstadt abhaltcn. Auf der Tagesordnung stehen u. a. zwei Vorträge von Prof. Dr. Eberstadt-Berlin („Die Ausgestaltung der Bebauungspläne in großen und kleinen Gemeinden") und Negierungsrat Pistor („Wohnungsfrage und Säuglingsfürsorge").
* • Prüfungsergebnisse. Die Staatsprüfung als Apotheker bestanden die Herren: Robert Boecken aus Großenlüder, Rudolf Franck aus Burkhards, Philipp Lang auS Eoblenz, Hartmann Roggendorf aus Oberbiel und Erich Eckerlin aus Karlsruhe. Die Kandidaten erhielten, mit einer Ausnahme, die Roten „gut" und „sehr gut". Das Staatsexamen als Nahrungsmittelchcmikcr bestand Herr Apotheker- Kurt Schreiber aus Gießen mit „sehr gut".
* * Portobehandlung der Dienstsendungen. Das Staatsministerium hat das bestehende Porto- ablösungsabkommen mit der Reichs-Post-Verwaltung aus Ersparnisgründen auf den 1. Juli gekündigt. Von diesein Tage ab kommt das frühere Verfahren der Kontierung der frankiert aufzuliefernden Dienstscndungen der Großh. Behörden mit Stundung der Frankobeträge wieder zur Einführung.
** Obcrhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Kürzlich hielt Prof. Dl'. Garten in einer wissenschaftlichen Sitzung einen interessanten Vortrag über elektrische Fische. Er beschrieb die meisten vorkommenden Arten der für die Wissenschaft so interessanten Tiere, die allein unter allen Lebewesen elektrische Organe aufzuweisen haben, und gab ein klares Bild über den Bau und die Wirkungsweise dieser Organe. Er führte dann aus, daß die Untersuchungen gelehrt haben, wie jene in den meisten Fällen nur durch Umbildung der allen Tieren eigenen quergestreiften Muskelzellen entstanden sind, wie sie auch die jeder solchen Zelle zukommende elektrische Spannung entwickeln und erst durch ihre Umbildung und Anordnung zu wirksamen elektrischen Organen geworden sind. Der Vortragende zeigte dann, daß nach fernen Verlachen am Zitterwels die elektrischen Organe beider Seiten von den zwei im Anfänge des Rückenmarkes gelegenen riesigen Nervenzellen genau gleichzeitig zu einem Schlage innervierl werden, nnd daß bei jeder Schlagreihe die einzelnen Jnnervaliousstöße von den beiden Nervenzellen periodisch, bei 30 C in etwa zwei Tausendstel Sekunden Intervall, abgegeben werden. Es ist dieses, wie der Vortragende hervorhob, die erste Messung der Periode, in der eine Nervenzelle die Erregung der Nervenfaser mitteilt. Mohlgelungcne Experimente begleiteten die gesprochenen Morte und zahlreiche Tafeln und Lichtbilder erläuterten die bei den Untersuchungen verwendeten Methoden. Auch konnten alle Anwesenden die Kraft solcher Fische an einigen lustig umherschwimmcndcn Zittcrwelsen am eigenen Körper erproben. — Der in der Versammlung beschlossene Sommerausflug nach W e tz l a r zur Besichtigung Der optischen Werkstätten der Firma E. Leitz wird am 25. Juni stattfinden. (Alles nähere wird in den nächsten Tagen durch Anzeigen und den Mitgliedern zugesan'ote Karten bekannt gegeben werden.)
** Vom Evan qe lisch en Bund wird nns geschrieben: In einer Vorstandssitznng des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes wurde beschlossen, Stellung zu der Borromäus-Enzyklika mit ihrer unerhörten Herausforderung des deutschen Protestantismus zu nehmen. Am nächsten Freitag Abend soll in Stems Garten eine Protest-Versammlun g stattsinden, deren Programm in den nächsten Tagen festgelegt werden soll. Schon heute werden die Evangelischen aus Gießen und Umgebung auf diese Volks-Versammlung aufmerksam gemacht und zu ihrem Besuch aufgefordert. Der Evangelische Bund, der sich die „Wahrung deutsch-protestantischer Interessen" im besonderen zu seiner Pflicht gemacht hat, glaubt mit einer solchen Veranstaltung dem Wunsche weiter Kreise unserer evangelischen Bevölkerung entgegen zu kommen.
** Kunst verein. Ein Teil der seit 8 Tagen ausgestellten Gemälde bleibt nur noch bis zum Mittwoch hier. Von da ab werden wi.'der eine Anzahl neue Bilder zur Ausstellung gcbroci)i. Ein baldiger Besuch der gegenwärtigen Ausstellung sei daher zu empfehlen.
— Dorf-Gill, 10. Juni. Am Sonntag sindet hier ein Gesangfest stakt, veranstaltet von dem Kreise Gießen des Christlichen Sängerbundes deutscher Zunge. Dieser Bund wurde im Jahre 1879 in Elberfeld gegründet. Ec erstreckt sich heute über ganz Deutschland und die Schweiz. Auch in Oesterreich und Rußland gehören eine Anzahl Chöre zu dem Bunde. Der Bund zählt in rund 1000 Vereinen 23 000 Sänger. Er ist in Vereinigungen und diese wiederum in Kreise gegliedert. Der Kreis Gießen zählt 24 Chöre mit 500 Mitgliedern und bildet einen Teil der Mitteldeutschen Vereinigung. Rach ihrer kirchlichen Stellung gehören die Chöre teilweise der Landeskirche au und teilweise den verschiedenen Freikirchen. Organ des Bundes ist „Der Sänger- grüß", der monatlich erscheint. — Freunde des christlichen Volksgesanges werden hiermit zu diesem Feste eingeladen. Das Fest findet im Freien statt und der Eintritt zum Festplatz ist frei. Näheres im Inserat.
)!( Hungen, 10. Juni. Mehrere schwere Gewitter entlnben sich heute nachmittag wieder über unsere Stadt und Umgebung. Zwei Stunden lang folgte bei fast völliger Finsternis und strömenden Regengüssen Blitz auf Blitz und Schlag auf Schlag. Tas Unwetter war von solcher Heftigkeit und Dauer, wie man es seit vielen Jahren hier nicht erlebte. Trotzdem ging es ohne ernsteren Schaden hier vorüber und es scheint, daß der Blitz nur in Telegraphen- ftangen und in die umliegenden Waldungen eingeschlagen hat.
--Langd, 10. Juni. Ein furchtbares G e Witter, verbunden mit Hagelschlag, ging heute mittag über unserm Dorfe nieder. Tim 12 Uhr verfinsterte sich der Himmel derart, daß man in der Stube nicht lesen konnte. Dann regnete es zwei Stunden lang so heftig, daß alle Straßen des Torfes in einen See verwandelt waren, auf dem Hühner, Schweine und Schuhe umherschwammen. Das Wasser drang in die Hofreiten ein, so daß viel Vieh in Lebensgefahr schwebte. Der Schaden im Ort und außerhalb, den die gewaltigen Wassermassen anrichteten, ist bedeutend. Kartoffel, Dickwurz und Klee liegen zerschlagen am Boden. Am meisten Teilnahme hat man hier mit dem Unternehmer der hiesigen, der Vollendung! sich nahenden Wasserleitung. Auf der Hohl, oberhalb des Dorfes nach Vil- linden zu, wurden ihm 65 Kubikmeter Klopfstcine und zwei Waggon Sand fortgeschwemmt. Die Steine sollten zu Beion bei dem Bassin verwendet werden. Sie liegen auf den benachbarten Aeckern und Wiesen uiio im Dorf. Sie sind unbrauchbar geworden und stellen allein einen Schäden von etwa 400 Mk. dar. Merkwürdig ist, daß gestern vor 12 Jahren, am 9. Juni 1898, ein ähnlicher Wolkenbruch' über Langd niederging. Damals stand das Wasser so hoch, daß man dem Vieh im Stalle nicht beispringen konnte und manches Tier elend umkam.
X Ridda, 10. Juni. Auf ber hiesigen Herberge gerieten zwei Insassen im Streit aneinander und wurde der eine mit dem Messer bearbeitet, so daß er im hiesigen Krankeuhause liegt. Der Attentäter sitzt hinter Schloß und Riegel.
II Marburg, 10. Juni. Die heute hier abgehaltenen Ei ui g u n gs v er h a n d lu n g e n im Baugewerbe für Kassel, Marburg, Wetzlar, Gießen, Hersfeld und Fulda verliefen ergebnislos.
--- Frankfurt, 40. Juni. Die Jahresversammlung d e s R h e i n - M e i n i s ch e n V e r b a n d e s f ü r Volksbildung fand Sonntag hier statt. Durch den Jahresbericht wurde ein Mitgliederstand von 201 Vereinen und 620 direkt angeschlossenen Mitgliedern festgestellt. Auf das Großherzogtum Hessen entfallen 109. Besonders entwickelt hat sich im letzten Winter das gemeinverständliche Vortragswesen. Auch die Volks- unterhaltungsveranstaltungen haben sich gut weiterentwickelt. Zahlreiche Orte wurden mit Wanderbibliotheken versorgt. Der Kampf gegen die Schundliteratur wird durch aufklärende Vorträge, durch Ausstellung guter Bücher, durch Messeverkäufc, sowie durch den Vertrieb guter billiger Literatur in Verkaufsstellen, geführt. Eine Reihe von Vereinen veranstaltete Heimatsausstellungen und nahm die Gründung von Heimatsmuseen vor. Das Verbandstheater gab im letzten Winter 180 Vorstellungen, darunter 52 Aufführungen von „Wilhelm Teil", die meistens in Verbindung mit den Kreis-Schulbehörden vor den älteren Schulkindern stattfanden.. Zahlreiche Personen aus werktätigen Kreisen fanden bei ihrem persönlichen Bildungsstreben durch die Geschäftsstelle Hilfe. Das Verbandstheater soll eine Erweiterung des Personals erfahren, so daß es möglich sein wird, auch größere klassische Stücke aufzuführen. Der neue Spielplan enthält folgende Stücke: „Minna von Barnhelm", „Nathan der Weise", „Maria Stuart", „Was Ihr wollt", „Zopf und Schwert", „Stützen der Gesellschaft", „Hans Lange", „Die Journalisten", „Der Revisor", „Der Fermde", „Die Anna-Liese", „Die deutschen Kleinstädter".
©cricMsiaaL
d. Mainz, 9. Juni. Der Weinhändler Martin Dörhöfer aus Alzey hatte sich vor ber Strafkammer wegen 'jtiein- fälschung zu verantworten. Er kaufte in Gundersheim und Weinheim 489 Liter Naturwein, später nochmals 7-800 Liter Most tu Schorshaujeu. Den Wein verschmn er miteinander und setzte 251/, Zentner Zucker in wässeriger Lösung hinzu. Das Gericht nahm die Uebersireckung für erwiesen an und verurteilte den Angeklagten zu 1500 Alk. Geldstrafe. Wegen unrichtiger Buchführung wurde auf 50 Mk. Geldstrafe erkannt. Tie Einziehung der beschlagnahmten 8 Stück Wein wurde ausgesprochen.
Univerfttäts-Nachvichten.
|] Marburg, 9. Juni. An ber hiesigen Universität beträgt die Zahl ber Immatrikulierten 2192, darunter 55 Frauen. Dazu kommen noch 31 Männer und 14 Frauen als Hörer, so daß sich die Gesamtzahl auf 2237 erhöht. Im vorigen Winter betrug die Gesamtziffer 1829 und im vorhergehenden Sommer 2113. Die Studierenden verteilen sich wie folgt: Theologen 171 (1 Frau), Juristen 480, Mediziner 384 (12 Frauen), Philosophen 1089 (55 Frauen). 1709 Männer und 47 Frauen stammen aus Preußen (darunter 721 Männer und 11 Frauen aus Hessen-Nassau), 346 Männer und 12 Frauen aus den übrigen deutschen Staaten (darunter '25 Männer aus Hessen), ferner 56 Männer und 7 Frauen au-3 den übrigen europäischen Ländern, 10 Männer und 2 Frauen aus Amerika und 3 Männer aus Asien. Unter den Ausländern sind die Russen mit 20 Männer und 2 Frauen am stärksten vertreten.
Wanöent und Helfen, Bäöer und Sommerfrischen.
= Bad-Nauheim, 10. Juni. „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt, muß rosten". Jetzt tritt die Reisezeit ein und treibt die Menschen, Gesunde und Mranfc, aus der täglichen Umgebung zu neuer Anregung und Gesundung „hinaus in die Ferne"! Das zeigte sich namentlich in den letzten Tagen durch eine vermehrte Frequenz des Bades, so daß es sich bereits im Uebergnng zur Hochsaison befindet. Seit dem 2. Juni wurden täglich über 3000 Bäder verabfolgt, und die Freguenz betrug an diesem Tage 980 Xturgäftc mehr als am gleichen Tage sh es Vorjahres. Auch betrug die AnWesenheitsziffer der Kurgäste an diesem Tage 5684 gegen 5350 im Jahre 1909 — Den- Park zeigt sich jetzt in voller Pracht: Die roten und weißen Blüten der Kastanien leuchten wie Kaiserkerzen aus dem saftigen Grün der Umgebung hervor. Eifrige Geselligkeit zeigt sich auf dem Golfplatz und den Tennisplätzen neben den prächtigen neuen Kolonnaden. Die .Leitung des
WiudersteiN-Orchesters hat m dieser Woche sfayenmenter t^retn« mann für Professor Winderstein übernommen, der einem ehrenvollen Ruf nach Odessa gefolgt ist, um dort auf der Ausstellung 2 Konzerte zu dirigieren. Auch die Operette hat mit Leo Falls „Fidelem Bauer" am 9. ihren Eingang in den Kurhaussaal gehalten. Regelmäßig findet svöchentlich in der englischen und russischen Kirche Gottesdienst statt._______________________________
büchertisch.
— Der Staatsbürger. Halbmonatsschrift für politische Bildung. Herausgegebeu von Dr. Hauns Doru in Verbindung mit Professor Dr. Groth, Leipzig, und Negierungsdirektor Dr. Wappes in Speyer. Verlag von Fr. Will). Gruiiow in Leipzig und Berlin. Tas erste Juni-Heft enthält: Tie Entwickumg des deutschen Sparkassemvesens. Von Dr. Seidel in Berlin. Ausschluß der Strafe infolge von geistiger Störung. Von Professor Dr. Sommer in Gieße n. Zum staatsbürgerlichen Unterricht. Von Prof. Dr. Ernst Groth. Tie Entwicklung der Heiratstendenz in Deutschland. Von Dr. F. Priuzing m Uhu. Staatskunst. Von Theodore Roosevelt. Das Bürgerliche Fürstentum. Macchiavelli, Aus dem „Buch vom Fürstetl". Rundschaii. Chronik.
Märkte.
Gieße«, 11. Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- utarfte kostete: Butter pr. Vfd. 1.05—1.10 Alk., Hühnereier 1 St. 7—0 Vfg., Euleneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte pr. St. 5—6 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsenfleiscb pr. Pfd. 80 bis 88 Pfg., Kuhfleisch und Rindfleisch pr. Pfund 70—74 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00 bis 0.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 9*00—10,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pfund 35—40 Pfg., Nüsse 100 Stück 50 bis 00 Pfg., per Ztr. 0—00 W. Marktzeit pou 7—1 Uhr.
Die nach- A aipfrfp sind am Sonntag dem 12. Juni stehenden D>vl Xilü von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: [D n/fi
Dr. Mueller, Liebigstr. 47. — Dr. Steinreich, Neuen Baue 22.
Auszug o. ö. Stailöesamtsregiftern der Stadt Eietzen.
Aufgebote.
Jtmi. 4. Justizrat Friedrich Mügel, Rechtsamvalt in Saarbrücken, mit Auguste Doering in Gießen. — 7. Georg Knapp, Großh. Kreisgeometer, mit Elise Allendors, beide in Gießen.
Eheschließungen.
Jtmi. 4. Wilhelm Heß, Schneider, mit Katharine Euler, beide in Gießen. — 4. Otto Kölle, Schneidermeister, mit Anna Müller, beide in Gießen. — 8. Philipp Rühl, Kellner in Marburg, mit Lina Möhl in Gießen.
Geborene.
Juni. 2. Dem Schlosser Wilhelm Schütz ein Sohn, Wilhelm. — 3. Dem Werkmeister Karl Emil Schumalm ein Sohn, Friedrich Karl. — 3. Dem Modellfchremermeister Peter Feith eine Tochter, Katharine Josephine Luise. — 3. Dem Bautechniker Peter Sommer- lad eine Tochter, Margarete Luise. — 3. Dem Dachdeckermeister Heinrich Ruckstuhl ein Sohn. — 4. Dem Maschinenarbeiter Ludwig Walther ein Sohn, Ferdinand. — 5. Dem Kauinlann Karl Zwang eine Tochter, Franziska. — 6. Dem Tapezier Heinrich Lotz V. eine Tochter. — 6. Dem Bautechniker Ernst Stamm -ein Sohn. — 7. Dem Gärtner August Gustav Koch eine Tochter, Marie.
Gestorbene.
Juni. 5. Alwin Andreas, 3 Jahre alt, Schützenstraße 4a. — 5. Kurt Brod, 15 Jahre alt, Steinstrabe 52. — 6. Heinrich Bonarins, Lackierer, 53 Jahre alt, Kaiser-Allee 47. — 9. Anna Hermine Scheppelmann, geb. Firderer, 29 Jahre alt, Rooiistraße 22. — 9. Martin Wieth, 2 Monate alt, Wetzsteiiigasse 8.
2lad?rid?teit«
Israelitische Kcligioiisgcmcinöc.
Gottesdienst in 0er Synagoge (Süd-Anlage).
Montag den 13. und Dienstag den 14. Juiii 1910:
Woche »»f e st.
1. Tag: Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr.
Predigt. Nachmittags 4 Uhr.
2. Tag: Vorabend 9.30 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr.
Festesausgang 9.35 Uhr.
Israelitische üeliaionsgeiellschast.
Gottesdienst.
Sabbatfeier am 11. Juni 1910:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 9.35 Uhr.
Montag den 13. und D i e n 51 a g den 14. Juni 1910: Wochcnfest.
1. Tag: Vorabend 8.15.
Vormittag 8.00. Predigt. Nachmittag 4.00.
2. Tag: Vorabend 9.35.
Vormittag 8.00. Nachinittag 4.00.
Festesausgang 9.35.
Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.
Müller sche badeanitait Mass erwärme der Lahn 1 8 °R.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
0.1
c
10
Wetter
88
94
81
-- 26,3 °C.
+ 14,3 eC.
Gewitterregen Bew. Himmel
Juni
1910
a zz
Q. w
6*
S4 Z «D
big 10. Juni , 10. „
5 ® ZH K Z
Höchste Temperatur am 9.
Niedrigste , , 9.
Niederschlag: — 12,6 mm.
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741,6 17,6 13,2
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